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Arcade Fire

Was gibt's neues von xyz?
down
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Re: Arcade Fire

Beitrag von down » Mi 7. Sep 2022, 09:33

Okay krass, dann habe ich die Info damals falsch abgespeichert 😀

Sorry für die Fake News, haha

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SammyJankis
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Re: Arcade Fire

Beitrag von SammyJankis » Mi 14. Sep 2022, 23:34

3000 Leute inner Lanxess laut rr :lolol:
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Dieter Meyers
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Re: Arcade Fire

Beitrag von Dieter Meyers » Do 15. Sep 2022, 06:48

Bei Marianne Rosenberg einen Tag vorher waren es 2000. Voll wars nicht. Das war abzusehen. Vom Feeling war es aber auch nicht schlimm. Bericht eines innerlichen zerrissenen, aber doch schönen Konzert folgt noch.

Und ich glaub auch, dass der Skandal mit der Fülle relativ wenig zu tun hat.
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Declan_de_Barra
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Re: Arcade Fire

Beitrag von Declan_de_Barra » Do 15. Sep 2022, 06:56

Dieter Meyers hat geschrieben:
Do 15. Sep 2022, 06:48
Bei Marianne Rosenberg einen Tag vorher waren es 2000. Voll wars nicht. Das war abzusehen. Vom Feeling war es aber auch nicht schlimm. Bericht eines innerlichen zerrissenen, aber doch schönen Konzert folgt noch.

Und ich glaub auch, dass der Skandal mit der Fülle relativ wenig zu tun hat.
Das glaube ich auch.

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SammyJankis
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Re: Arcade Fire

Beitrag von SammyJankis » Do 15. Sep 2022, 07:22

Glaube ich auch nicht, aber freut mich auch un ehrlich zu sein, wenn ich sehe, dass die Leute eben nicht jeden Preis mitmachen.
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Baltimore
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Re: Arcade Fire

Beitrag von Baltimore » Do 15. Sep 2022, 09:42

Dann ab jetzt wohl eher ein großes Deutschland-Konzert in Berlin.

Mal sehen, wie schnell morgen dann doch wieder die €100er rausgehaue werden für BLACKPINK. :popcorn:
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Quadrophobia
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Re: Arcade Fire

Beitrag von Quadrophobia » Do 15. Sep 2022, 09:46

Verstehe nicht, warum die nicht einsehen, dass sie in 3000-5000er Venues viel besser aufgehoben sind. Vor allem, weil die Preise und das "Ambiente" einer Arena ja offensichtlich sehr viele Leute abschrecken. Ansonsten funktionieren die sicherlich noch ganz gut auf Festivals wie dem Tempelhof Sounds

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Baltimore
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Re: Arcade Fire

Beitrag von Baltimore » Do 15. Sep 2022, 09:49

Quadrophobia hat geschrieben:
Do 15. Sep 2022, 09:46
Verstehe nicht, warum die nicht einsehen, dass sie in 3000-5000er Venues viel besser aufgehoben sind. Vor allem, weil die Preise und das "Ambiente" einer Arena ja offensichtlich sehr viele Leute abschrecken. Ansonsten funktionieren die sicherlich noch ganz gut auf Festivals wie dem Tempelhof Sounds
Wuhlheide oder so exklusiv würde denke ich auch noch laufen
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Gelöschter Benutzer 408

Re: Arcade Fire

Beitrag von Gelöschter Benutzer 408 » Do 15. Sep 2022, 09:55

Bild

Es ist nicht nur die Hallengröße, sondern auch der Preis dazu.

Es geschieht dieser Band komplett recht, jetzt so auf die Schnauze zu fliegen, nur glaube ich, dass es sie nicht interessiert. Die kassieren ihre Gage und gut ist. Ausbaden müssen das die örtlichen Veranstalter.

In Berlin wäre an dem Datum übrigens nach wie vor bis auf eine jede mittelgroße Location mit 3-7000 Plätzen frei.

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Re: Arcade Fire

Beitrag von Stebbie » Do 15. Sep 2022, 10:18

Ist eine Herabstufung denn überhaupt produktionstechnisch realistisch? Produktion und Bühne scheint ja auf Arenen ausgelegt zu sein, man könnte im Tempodrom (bspw.) die womöglich ja gar nicht in der Form durchführen. Und bei der Größe greifen ja oft viele Rädchen ineinander.
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ThomZorke
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Re: Arcade Fire

Beitrag von ThomZorke » Do 15. Sep 2022, 11:27

Das ist tatsächlich oft genau der Grund, warum es an Verlegungen hapert. Was aber Blackstar sagt, die Band ist happy und bekommt ihre Gage und alle anderen leiden finanziell darunter (wobei in München wenigstens Live Nation selbst der örtliche Veranstalter ist).

Diese Band hat neben den aktuellen Vorwürfen, die alleine schon ausreichen, so eine unangenehme Historie an unsympathischen Berichten. Seien es Jahre alte Artikel von Kollaborateuren, Auftritte für Crypto-Bros, maßlose Selbstüberschätzung auf Kosten von Veranstaltern und, wenn man nur mal ein bisschen auf Reddit und Twitter rumsucht, wirklich viele Berichte darüber, wie arrogant und unsympathisch die Band (primär drehen sich die Berichte um Win) ist. Wenn ich noch einmal irgendwo was vom Märchen der ach so bodenständigen und sympathischen Familien-Band lese, muss ich kotzen.

(Ergänzung: Durch berufliche Erfahrungen mit ihnen kann ich mir ziemlich sicher sein, dass viele der Berichte stimmen, kann das aber hier nicht ausführen)
Zuletzt geändert von ThomZorke am Do 15. Sep 2022, 13:34, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Arcade Fire

Beitrag von Stebbie » Do 15. Sep 2022, 13:01

Ja, die Fehler liegen bei der Ansetzung der Tour - wobei sich da bei mir die Frage stellt: Hätten da nicht auch die örtlichen Veranstalter 'nein' sagen können? Die sind da ja vermutlich auch nicht ganz unten in der Hierarchie und hätten das doch eigentlich ahnen können?
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Dieter Meyers
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Re: Arcade Fire

Beitrag von Dieter Meyers » Do 15. Sep 2022, 14:17

Stebbie hat geschrieben:
Do 15. Sep 2022, 13:01
Ja, die Fehler liegen bei der Ansetzung der Tour - wobei sich da bei mir die Frage stellt: Hätten da nicht auch die örtlichen Veranstalter 'nein' sagen können? Die sind da ja vermutlich auch nicht ganz unten in der Hierarchie und hätten das doch eigentlich ahnen können?
Ich frag mich eher, inwiefern die anderen Europa-Konzerte ebenfalls schlecht besucht waren? Hat da jmd. Daten zu?
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Re: Arcade Fire

Beitrag von Suitemeister » Do 15. Sep 2022, 14:21

Wenn man auf Instagram unter dem Hashtag #arcadefire sucht, landet man beispielsweise bei folgendem Bild, das angeblich aus Manchester stammt. Sieht ab dem FOH auch sehr luftig aus.


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ThomZorke
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Re: Arcade Fire

Beitrag von ThomZorke » Do 15. Sep 2022, 14:26

Stebbie hat geschrieben:
Do 15. Sep 2022, 13:01
Ja, die Fehler liegen bei der Ansetzung der Tour - wobei sich da bei mir die Frage stellt: Hätten da nicht auch die örtlichen Veranstalter 'nein' sagen können? Die sind da ja vermutlich auch nicht ganz unten in der Hierarchie und hätten das doch eigentlich ahnen können?
Also bei der Planung von Konzerten sind örtliche Veranstalter wirklich ganz unten in der Hierarchie. Die Tourveranstalter haben nämlich ein sehr leichtes Druckmittel: "Ah ok, euch passt der Deal nicht? Ja gut, dann gehen wir eben zu einem anderen örtlichen Veranstalter." (oder hier, wenn Live Nation selbst örtlicher Veranstalter ist, sagt halt das Management "Ah ok, euch passt der Deal nicht? Ja gut, dann gehen wir halt zu einem anderen Tourveranstalter.", wenn die sich zu oft querstellen).

Da das finanzielle Risiko fast komplett beim örtlichen Veranstalter liegt, würde ich behaupten, dass 80% der Gespräche sich darum drehen, ob die Location nicht doch eine Nummer kleiner sein könnte. Die Deals bemessen sich allerdings an der Zahl der verkaufbaren Tickets, was natürlich heißt, dass Bands + Management in möglichst große Hallen wollen. Da treffen dann komplett gegensätzliche Intentionen auf unfaires System zu ungunsten der örtlichen Veranstalter. Wenn eine Band in einer Location für 18.000 Leute vor 4.000 Leuten spielt, ist das also eine egoistische und beschissene Entscheidung.

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Dieter Meyers
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Re: Arcade Fire

Beitrag von Dieter Meyers » Do 15. Sep 2022, 14:39

ThomZorke hat geschrieben:
Do 15. Sep 2022, 14:26
Stebbie hat geschrieben:
Do 15. Sep 2022, 13:01
Ja, die Fehler liegen bei der Ansetzung der Tour - wobei sich da bei mir die Frage stellt: Hätten da nicht auch die örtlichen Veranstalter 'nein' sagen können? Die sind da ja vermutlich auch nicht ganz unten in der Hierarchie und hätten das doch eigentlich ahnen können?
Also bei der Planung von Konzerten sind örtliche Veranstalter wirklich ganz unten in der Hierarchie. Die Tourveranstalter haben nämlich ein sehr leichtes Druckmittel: "Ah ok, euch passt der Deal nicht? Ja gut, dann gehen wir eben zu einem anderen örtlichen Veranstalter." (oder hier, wenn Live Nation selbst örtlicher Veranstalter ist, sagt halt das Management "Ah ok, euch passt der Deal nicht? Ja gut, dann gehen wir halt zu einem anderen Tourveranstalter.", wenn die sich zu oft querstellen).

Da das finanzielle Risiko fast komplett beim örtlichen Veranstalter liegt, würde ich behaupten, dass 80% der Gespräche sich darum drehen, ob die Location nicht doch eine Nummer kleiner sein könnte. Die Deals bemessen sich allerdings an der Zahl der verkaufbaren Tickets, was natürlich heißt, dass Bands + Management in möglichst große Hallen wollen. Da treffen dann komplett gegensätzliche Intentionen auf unfaires System zu ungunsten der örtlichen Veranstalter. Wenn eine Band in einer Location für 18.000 Leute vor 4.000 Leuten spielt, ist das also eine egoistische und beschissene Entscheidung.
Aber da tatsächlich LiveNation Veranstalter ist, verliert ja am Ende kein örtlicher Veranstalter. Verlust von LiveNation ist mir am End nämlich glücklicherweise komplett gleich. Teilweise sind die ja auch Mitinhaber/Investor der großen Hallen.
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Re: Arcade Fire

Beitrag von ThomZorke » Do 15. Sep 2022, 14:43

Klar, ich sag ja, dass es in diesem Fall definitiv verschmerzbar ist. Ging mir eher darum, die Prozesse bisschen näherzubringen. Hier trifft es Live Nation, muss niemand Mitleid haben, aber generell ist so ein Handeln einfach uncool.

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Re: Arcade Fire

Beitrag von Stebbie » Do 15. Sep 2022, 15:36

Danke für die Antwort! Aber wenn du als örtlicher Veranstalter schon das Gefühl hast, dass sich ein Konzert zu den genannten Rahmenbedingungen nicht verkaufen könnte, wäre es dann nicht dennoch sinnvoller, wenn man das die Konkurrenz übernehmen lässt, ehe man dann so ein Zuschussgeschäft veranstaltet? Zumal es ja in der Größenordnung ohnehin oft nicht die große Auswahl gibt, die Tourveranstalter müssen ja zwangsläufig wieder bei dir auf der Matte stehen. Oder befürchtet man einfach, dass sich das dann auch auf zukünftige Touren anderer Bands unter demselben Dach auswirkt?
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ThomZorke
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Re: Arcade Fire

Beitrag von ThomZorke » Do 15. Sep 2022, 15:56

Genau, es ist die permanente Angst, den Tourveranstalter dauerhaft zu verlieren. Das schwingt eigentlich ständig mit und wurde zuletzt dadurch verstärkt, dass die Tourveranstalter Büros in den einzelnen Städten öffnen, um die örtliche Durchführung selbst zu übernehmen. Es ist auch wirklich eine seltene Ausnahmen, für ein einzelnes Konzert zu einem anderen örtlichen Veranstalter zu gehen. Meist handelt es sich um (halbwegs) feste Partnerschaften.

Am Ende kommt es darauf an, was für Events möchte man durchführen. Sollen es Konzerte mit halbwegs aushaltbarer Musik sein, ist man im Endeffekt von Live Nation und FKP abhängig (wenn man z.B. kein Problem mit Schlager hat, gibt es natürlich noch andere Player). Klar, es existieren noch MCT, KKT und paar weitere, aber wenn man einen von den beiden vorher genannten als Partner hat, ist man auf halbwegs sicheren Beinen. Uneinigkeit in Sachen Deals kann aber dazu führen, dass die Beziehung bröckelt und es gibt Fälle, in denen Tourveranstalter dauerhaft den örtlichen Veranstalter in einer Stadt gewechselt haben. Das ist dann tatsächlich erstmal ein existenzbedrohender Schock. Mit Glück hat man gleichzeitig einen neuen Partner gewonnen, ansonsten muss man aber Prinzipien überdenken und sich vielleicht Genres zuwenden, die man bisher vermeiden wollte oder am Ende personell schrumpfen.

Ruby
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Re: Arcade Fire

Beitrag von Ruby » Do 15. Sep 2022, 20:19

Druschi hat geschrieben:
Di 6. Sep 2022, 17:23
Wishkah hat geschrieben:
Di 6. Sep 2022, 16:59
Ich spekuliere ja eigentlich noch, dass die Konzerte gar nicht stattfinden. :doof:

Ansonsten fällt es mir auch schwer. [..] rein musikalisch hätte ich schon richtig Lust auf Berlin. Aber die Begleitumstände gerade... Puh.

Und die Absage von Feist ist natürlich auch bitter.
This.

Kann mir momentan nicht wirklich vorstellen, in der Arena zu stehen und zu jubeln. Vielleicht für den Rest der Band. Das müsste ich mir aber schon arg hin und schön reden.
Die letzten Tage haben auf jeden Fall das Gefühl gekillt.
Ich bin auch nicht nach Köln gefahren aus denselben Gründen, hatte aber auch kein Ticket.
Wer war jetzt eigentlich Support? In England war wohl ein DJ.
Die Musik kann ich schon noch hören, aber ihn möchte ich gerade nicht angucken müssen.
Terrorkommando Riesling Spätlese

ArcticMonkey90
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Re: Arcade Fire

Beitrag von ArcticMonkey90 » Do 15. Sep 2022, 20:57

Ich hatte kurz bevor die Vorwürfe rausgekommen sind noch überlegt trotz andere Dinge, die mich gestört haben doch zu fahren und bin letztlich froh kein Ticket gehabt zu haben.

Druschi
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Re: Arcade Fire

Beitrag von Druschi » Fr 16. Sep 2022, 12:21

Paris gestern sah in den Live-Mitschnitten ziemlich voll aus.

Edit:
https://www.setlist.fm/setlist/arcade-f ... 02ee1.html

Black Wave/Bad Vibrations (First time since 2008)

Druschi
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Re: Arcade Fire

Beitrag von Druschi » Mo 19. Sep 2022, 21:04

Kann jemand aus München berichten?

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JackJones
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Re: Arcade Fire

Beitrag von JackJones » Mo 19. Sep 2022, 23:21

Druschi hat geschrieben:
Mo 19. Sep 2022, 21:04
Kann jemand aus München berichten?
Waren gestern spontan quasi umsonst dort, da vor der Halle Tickets auch schon verschenkt wurden.
Die Halle war aber dann voller als erwartet, zumindest aus unserer Sitzplatzperspektive: Ränge waren maximal halbvoll, Innenraum sah aber gut gefüllt aus.
Statt Feist gabs nun einen mir unbekannten Support, kann nicht wirklich was dazu sagen, da wir erst beim letzten Song ankamen. Danach gabs noch zur Überbrückung ein DJ Set, was komplett nervig war. Wer da Normalpreis bezahlt hat muss sich eigentlich verarscht vorkommen, denn ohne einen ansatzweise bekannten Support nach der Feist-Absage nachzuschieben, sieht eher nach Cash-abgreifen, aus, so lange es noch geht.

Um 21:15 gings dann los. Stimmung war beim ersten Song (vom neuen Album) sehr verhalten und hat sich weird abgefühlt. Bei Ready to Start sah das dann aber schon anders aus. Vielleicht lag es daran, dass neue Songs prinzipiell eher weniger ankommen, vielleicht lag es an den Vorwürfen, die man persönlich im Hinterkopf hat. Im Laufe des Abends hatte ich eher das Gefühl, dass die Nicht-Musikbubble das mit Sicherheit auch nicht so präsent mitbekommen hat...oder es nicht so stark gewichtet. Und wenn man sich entscheidet, zum Konzert zu gehen, sollte man ja auch die Musik feiern dürfen und nicht dann aus diesen Gründen extra nicht mittanzen.

Zur Musik: Hab AF bislang nur auf 2x Festivals gesehen und sie waren noch nie so "krawall-rockig" unterwegs. Vielleicht liegts am neuen Album oder an dem Hallensound, der dazu allerdings nicht gut abgemischt war. Creature Comfort ist auf jeden Fall einfach nur unfassbar anstrengend. Überraschungen gabs mit Modern Man und Black Wave/Bad Vibrations, ansonsten leider viel zu wenig von Neon Bible. Highlights waren Reflektor und natürlich Rebellion, bei dem wirklich überall getanzt wurde. Irgendwann gabs auch einen Part, wo sich alle hinsetzen sollten...fand ich super cringe für die Band aber wenn man sowas von oben sieht, ist es dochfür einen Moment schön anzuschauen. Die Produktion haben sie sich wohl von Tame Impala abgeschaut, wenn man die Visuals und wirklich gute Lasershow betrachtet. Bei Everything Now hat eigentlich nur noch das Let It Happen Konfetti gefehlt.

Fazit: 80 Euro wär es niemals wert gewesen, so war es ein Konzert der Kategorie "ok". Die Band wird bei der Tour wohl nochmal ordentlich abcashen, sehe nicht passieren, dass ein Veranstalter sie hier nochmal anfasst - mit Ausnahme vielleicht von Berlin-exklusiv. Mir kam es wie gesagt voller vor, als gedacht, aber insgesamt war die Olympiahalle wohl maximal zu 60% gefüllt. Keine gute Aussicht auf zukünftige Konzerte mit so einer Produktion. Dass die aktuellen Ereignisse mit keiner Silbe erwähnt wurden fand ich persönlich ziemlich schwach, von daher war es vielleicht mein letztes AF Konzert, dazu ist mir der neue musikalische Output auch einfach zu egal.

Druschi
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Re: Arcade Fire

Beitrag von Druschi » Mi 21. Sep 2022, 10:14

Danke für die Rückmeldung.
Support war vermutlich Kanpe aus Haiti.
Berlin hätte für DE wohl ausgereicht.


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