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Der Konzertbesuchsthread

Konzerte, Platten & Musik im TV
down
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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von down » Mi 23. Jan 2019, 10:31

Finn hat geschrieben:
Mi 23. Jan 2019, 07:43
down hat geschrieben:
Di 22. Jan 2019, 23:59
Ich war gerade bei Basement in Berlin und bin derbe begeistert. Oft wurde mir von dieser Band berichtet, zuletzte als Support von Touché Amoré verpasst, dieses Mal sollte es aber klappen. Support habe ich nur Culture Abuse gesehen, die super weird waren, mir kaum zusagten. Basementr haben dann 50 min ohne Pause und Ansagen durchgezockt, kein Song wirkte wie ein Füller - es war durchgehend super geil. Auch wenn ich nach dem obligatorischen letzten Song tatsächlich ne Zugabe erwartet hatte. Aber trotzdem: sau starke Band, zum Glück bin ich noch hin!
Ich war echt überrascht, wie sehr der Laden explodiert ist! Geiles Konzert, Erwartungen voll übertroffen.
Culture Abuse war wirklich unangenehm, dafür bin ich mittlerweile zu alt :grin: Muncie Girls war nett und nicht mehr, typische Vorband, obwohl ich selbst überrascht war, wie viel ich kannte.
Culture Abuse hätte echt keiner gebraucht, haha. Hätten Basement gerne mehr spielen können für deren Zeit.

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SammyJankis
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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von SammyJankis » Do 24. Jan 2019, 08:38

Ich war gestern bei Behemoth in der Turbinenhalle 2 in Oberhausen. Ein Ticketpreis von kanpp über 40 Euro fand ich schon happig, auch für ein solches Package, aber ich konnte doch kurz vorher einen Schnapper machen. Gute Voraussetzungen. Die Turbinenhalle 2 ist meiner Meinung nach deutlich schöner, moderner und auch vom Klang her besser als die große Halle. Es war gut gefüllt, aber nicht ausverkauft. Merchpreise einen Ticken zu hoch, aber damit war zu rechnen.

Wolves in the Throne Room - Ich hatte im Vorfeld schon meine Bedenken, was die Spielzeit der band angeht und sie wurden mit der Ankündigung des Timetables bestätigt. Die Band hatte eine halbe Stunde. Das reicht dann für vier Songs. Viel zu wenig. Die Band hat trotzdem abgeliefert. Dieser neumodische Black Metal kam auch beim eher Standard Metal Publikum gut an. Musikalisch auf jeden Fall gut. Ich muss mir zwar nicht unbedingt ansehen, wie der Gitarrist zwischendurch zwei Minuten lang Weihrauch ins Publikum pustet, aber die Band ist sowieso etwas esoterischdrauf und lebt auch zusammen auf einer Farm ein Selbstversorgerleben oder so. Das passt schon so zusammen.

At the Gates - Weg vom Black Metal, hin zum (Melodic) Death Metal aus Schweden. Die Band sorgte für eine merkliche Stimmungssteigerung und es kamen erste Pits im Publikum zustande. Gut, dass bei Wolves in the Throne Room keine Pits gestartet werden, ist klar. Die Band hat auf jeden Fal staight 50 Minuten ihr Geballer durchgezogen. Mir hätten auch 40 gereicht, wenn Wolves in the Throne Room dafür zwei Songs mehr bekommen hätten. War in Ordnung, hatte aber gegen Ende etwas seine Längen.

Behemoth - Ich fange erst einmal mit der Setlist an, da sich im Vergleich zu defpros besuchter Show nichts geändert hat. Guter Mix mit leichtem Fokus auf die aktuelle Platte. Das war so erwartbar. Dann kann man gegen die Mucke absolut nichts sagen, da stimmt es. Der Sound war top, Spielzeit auch solide, brauche da auch keine zwei Stunden vollstes Geballer. Kam alles deutlich druckvoller rüber als vorher bei At the Gates. Dann muss ich auch anmerken, dass neben dem Sänger auch der zweite Gitarrist und der Bassist astrein screamen können. Da passte wirklich alles bei den dreien. Die Crowd war auch von Anfang an voll dabei, aber da ist Metalpublikum ja traditionell sehr dankbar. Und es gab Flammenwerfer. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal Flammenwerfer auf einer Bühne gesehen habe, aber es war sehr geil. Passte voll zur Show. Hier möchte ich mal etwas ins Detail gehen und auch erklären, warum das am Ende nur ein gutes und kein sehr gutes Konzert war. Alleine der Anfang war ganz großes Kino. Es hing ein Vorhang vor der Bühne, auf den zu Beginn der Show die Umrisse Deutschlands projiziert wurde mit einem umgedrehten Kreuz in der Mitte. Evil Kirchenanzündlevel 8000. Das Szenenbild dann auch mit umgedrehten Kreuzen auf den Bannern, in der Mitte wurde auf einem viel zu kleinen Screen Videos gezeigt während der Songs. Schwarz Weiß, passte. Die waren sogar echt gut gemacht und sind leider etwas untergangen. Da hätte man mehr draus machen müssen. Soweit also alles gut. Was mich aber extrem gestört hat ist das Verhalten der Band und da wird es für mich halt etwas lächerlich. Vorab, ich find Corpsepaint und diese Aufmachung echt geil. Aber wenn man sich schon sowas ins Gesicht schmiert, die böseste Musik der Welt macht und eine Message im Sinne von "Wir sind so evil und alle Religionen müssen sterben" rüberbringt, dann redet man einfach nicht, sondern zieht straight sein ultrahartes Set durch und lässt die Musik für sich stehen. Behemoth haben Ansagen gemacht, ganz normale Ansagen. Das hat mich noch mehr abgefucked als bei Ghost. Da steht dann ein Dude mit Corpsepaint auf der Bühne und Kunstblut, der vorher mit irgenwelchen Fackeln rumhantiert hat, um sich im Anschluss an das Publikum zu richten mit den Worten: "Behemoth loves you". Ich konnte mir mein Lachen gepaart mit Kopfschütteln nicht vernkeifen. Wie kann man diese düstere Atmosphäre nur so zerstören? Irgendwann gab es auch noch Konfetti. Ich hoffe, dass wenigstens Pentagramme oder so drauf waren. Nee Leute, da sollte man eher mal die Show aufrecht erhalten. Dann wirkt es nicht so lächerlich. Die Musik war aber astrein, auf dieser Ebene war es ein lohnenswerter Abend.
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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von defpro » Do 24. Jan 2019, 13:11

SammyJankis hat geschrieben:
Do 24. Jan 2019, 08:38

Wolves in the Throne Room - [...] Das reicht dann für vier Songs. Viel zu wenig. [...]
Oh cool, was war denn der 4. Song? Bei allen anderen Sets gab es nur die ersten 3 Songs von "Thrice Woven".

Konfetti gab es bei uns nicht. Finde ebenfalls, dass das überhaupt nicht zur Show passt. Deine Aussage zu den Ansagen kann ich schon nachvollziehen, mich hat es jetzt nicht so gestört. Populärer als Behemoth kann man in dem Genre wahrscheinlich nicht werden. Da kann ich ihnen solche Ansagen nicht übel nehmen. Wie du schon schreibst stehen da auch viele Normalo-Metaller im Publikum, die sonst mit Black Metal überhaupt nix anfangen können. Die brauchen vielleicht so ein wenig Publikumsinteraktion zwischendrin zur Auflockerung.

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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von Flecha » Do 24. Jan 2019, 15:26

SammyJankis hat geschrieben:
Do 24. Jan 2019, 08:38
Behemoth haben Ansagen gemacht, ganz normale Ansagen. Das hat mich noch mehr abgefucked als bei Ghost.
Kann grundsätzlich gut nachvollziehen, was du meinst. Fand es 2011 beim Partysan sogar schon fragwürdig als der Bassist von 1349 in seinem vollen Outfit zum Rhythmus mitgewippt ist. :lol:
Bei Ghost hat sich meine Meinung dahingehend aber schon ziemlich geändert. Zum ersten Album, als er noch nur der ehrwürdige Papa war, fand ich Ansagen sehr unpassend. Mittlerweile haben die sich ja aber von 70er Occult Rock zum 80er Glam entwickelt. Da geht das dann schon klar... :wink:
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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von SammyJankis » Sa 26. Jan 2019, 01:17

Ich komme gerade aus Essen, genauer gesagt aus dem Emo-Keller, von der letzten Red Apollo Show. Die Band löst sich nach drei Alben und diversen (Split-)EPs auf. Ist vielleicht kein schlechter Zeitpunkt. Merch und Restbestände der Platten wurden auch dementsprechend zu günstigen Preisen rausgehauen. Die Show fand ich Saal statt, der sonst nicht bespielt wird und deutlich größer als der eigentliche Konzertraum im Keller ist. Trotzdem gab es unten vor der eigentlichen Show noch eine "Pre-Show".

Sisto Rossi - Solides Ambient Set. Ein Herr, der alleine vor vielleicht 25 Leuten ruhige Elektro Sounds macht. Das gesamte Publikum saß auf dem Boden. Sehr angenehme Stimmung.

Symmetry Lover - Erste Band im oberen Raum und leider war das nichts. Zuerst einmal ist der Sound im oberen Raum absolute Grütze. Das war schon bei der Wiegedood Show an gleicher Stelle so. Aber auch die Band konnte mich nicht überzeugen. Hatte das Gefühl, dass eine eine Hälfte der Band gerne Alternative Rock, die andere Hälfte lieber Post-Rock/Shoegaze machen wollte, also hat man sich für den Mittelweg entschieden und von beiden etwas gemacht, was aber null zusammenpasste.

Abest - Guter Post-Metal, der auch etwas in hippen Black Metal Gefilden gefischt hat. Hier hat es leider auch wieder der Sound runtergezogen. Völlig übersteuert. Die Band war auch nicht begeistert. Da wäre mehr drin gewesen.

Red Apollo - Der Sound war tatsächlich besser. Man hatte sich wohl dazu entschieden, die Regler etwas runterzudrehen. Dadurch war es an einigen Stellen etwas dünn, aber deutlich besser als der Matsch, den man vorher teilweise vorgesetzt bekommen hat. Die Band hat über eine Stunde gespielt, sicherlich das längste Set, das ich je von ihnen gesehen habe. Quer durch alle Schaffensphasen der Band und sogar der alte Sänger hat zwei Songs gesungen. Es wurde auch ein Instrumental Song gespielt, sehr fein. Schade, dass die Band aufhört, da es in meinen Augen die perfekte, lokale Supportband für jede Post-Metal ist. Insgesamt ein versöhnlicher Abschluss.
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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von glutexo2000 » Sa 26. Jan 2019, 16:51

Ich war am Mittwoch bei William Ryan Key und This Wild Life im Hafenklang. Support machte eine Hamburger Singer/Songwriterin, war ganz nett zum Einstieg. Ryan Key (Ex Yellowcard) war als erster dran. Die Yellowcard Songs kamen natürlich deutlich besser an, als seine Solo Sachen. Dennoch sehr gut peformt, die zweite Gitarre und manchmal Streicher vom Band waren gewöhnungsbedürftig, passten aber gut. Dadurch dass er auf Klick gespielt hat, kam mir das alles allerdings etwas durchchoreografiert vor. Ich hätte ein reines Akustik Set bevorzugt. Zumal bei einigen Songs der Lead Gitarrist von This Wild Life an den Drums dazukam. Man hat leider gemerkt, dass er besser Gitarre spielt als Schlagzeug. Die Songs sind alle ziemlich ruhig und melancholisch und der hat einen auf Lars Ulrich gemacht und die Drums wie kein zweiter bei den unpassendsten Stellen verkloppt. Das war schon ziemlich nervig und hat nicht zu selten die schöne Atmosphäre kaputt gemacht.
Da es eine Co Headline Tour haben beide Acts glaube ich ca eine Stunde gespielt. This Wild Life haben danach gut Stimmung gemacht. Nette Songs zum mitgröhlen und sehr gute Performance mit den Drums die beide während des Gitarre Spielens und Singens gespielt haben. Auch sehr sympathisch die beiden. Zwischendrin gab's dann noch einen Heiratsantrag im Publikum und nach dem Konzert kamen Ryan Key und der TWL Sänger noch zum Merchstand für Fotos, Autogramme, usw. Bock darauf schienen die haben nicht gehabt zu haben.

Gestern dann noch fürn günstiges Ticket vor Ort bei Parkway Drive, Killswitch Engage und Thy Art Is Murder gewesen. Letztere habe ich nicht gesehen. Ich war hauptsächlich wegen Killswitch Engage da, die haben gut eingeheizt, waren auch einige Fans da. Sound leider sporthalleesk nicht gut, den Sänger hat man kaum verstanden. Setlist war gut durchmischt für meinen Geschmack. Highlight war der Closer "In Due Time".
Parkway Drive mag ich aufgrund des Gesangs nicht sonderlich gerne, aber die haben schon gut abgeliefert. Live auf jeden Fall besser als auf Platte. Auftritt war von hinten mit vier Fackelträgern durch das Publikum bis zur Bühne. Glück, dass ich da gerade reinkam und das von oben gesehen habe. Sah sehr geil aus. Zwischendurch war der Sänger noch mit einer Cellistin für ein Solo Song beim Mischer auf einer provisorischen Bühne. Ansonsten gut durchgezogen und abwechslungsreiches Set. Besonders positiv fand ich die Pyroshow, die sehr zurückhaltend war und dadurch viel besser zur Geltung kam, als bei manch anderer Metal Band die ihre mäßige Performance durch Feuer und Knall hochpushen will.

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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von glutexo2000 » So 27. Jan 2019, 11:38

Noch gar kein Muff Potter Bericht hier? Was da los?

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Wishkah
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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von Wishkah » So 27. Jan 2019, 11:45

glutexo2000 hat geschrieben:
So 27. Jan 2019, 11:38
Noch gar kein Muff Potter Bericht hier? Was da los?
Hier schon. :wink:

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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von Suitemeister » So 27. Jan 2019, 15:32

glutexo2000 hat geschrieben:
So 27. Jan 2019, 11:38
Noch gar kein Muff Potter Bericht hier? Was da los?
Bier, Auto fahren, noch mehr Bier, noch mehr Auto. Und einfach völlig im Eimer.

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SammyJankis
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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von SammyJankis » Mo 28. Jan 2019, 08:17

Ich war am Samstag in Rheinberg im Zuff!07, einem netten Jugendzentrum, bei einer Hardcore Show. Sechs Bands fürn 10er, ist in Ordnung. Ich war noch nie auf einer Show in Rheinberg und hatte auch absolut keine Ahnung, was mich erwartet. Die Überraschung war groß, da tatsächlich knapp 150 zahlende Besucher anwesend waren und das trotzt der gleichzeitig in Oberhausen stattfindenden Persistence Tour. Deutlich mehr als ich erwartet habe. Hatte auch das Gefühl, dass viele Leute am Start waren, da halt mal wieder etwas im Dorf ging, aber sei es drum. Bucht man das Package im Ruhrpott in einer gut erreichbaren Location kommen keine 50 Leute.
Durch meine Trägheit bzgl. einer frühen Anreise habe ich die erste band verpasst, die ich aber auch unter "nicht gut" abgespeichert hatte. Passt schon.

Never Grown Up - Die Band fasziniert mich. Es scheint sie schon für Hardcore Verhältnisse eine halbe Ewigkeit (mind. fünf jahre) zu geben und ich habe sie mittlerweile auch mehrfach gesehen, aber irgendwie habe ich bei denen immer noch das Gefühl, dass sie ihren Sound noch nicht gefunden haben. Beim letzten Mal dachte ich, dass es jetzt endgültig in Richtung Dead Swans geht, hier gab es plötzlich irgendwelche Stoner Parts. Klar, ist sicherlich angesagt, aber so klingt einfach jeder Song komplett anders im negativen Sinne.

Hostile - Probs an den Gitarristen für das Adrian Peterson Trikot, ein Mann, der Support verdient hat. Hier war dann schon einiges los, was Mosh angeht. Das junge Publikum war leicht zu begeierstern und dementsprechend war einiges los vor der Bühne. Sound wie gewohnt. Irgendwas zwischen ultrastumpfen Hardcore und Black Metal, wobei der Black Metal Anteil cooler ist, aber leider auch geringer.

Second Sight - Laut eigener Aussage zum ersten mal in Originalbesetzung seit August 2018. Der Sound ging hin zuganz solidem, modernen Hardcore. Man erfindet das rad nicht neu, macht es aber ganz gut. Die neue EP soll dieses jahr kommen. Wird denke ich gekauft. Das Treiben vor der Bühne steigerte sich noch im Vergleich davor. Gab dann noch ein Feature des Sängers von Heavy Kind. Solider Gig.

Slope - Haben gewohnt abgeräumt. Die Band hat im Gegensatz zu Second Sight mit ihren funkigen Parts auf jeden Fall mehr Alleinstellungsmerkmale. Heute mit Ersatz am Bass. Gab einige Verspieler und zu Beginn war auch die Gitarre sehr leise, wurde aber besser. Die Fanbase hat sich in den letzten zwei jahren vergrößert und man hat auf jeder Show immer Leute, die alle Texte können. Gab dann auch ein rundum positives Chaos vor der Bühne mit Mosh, Stage Dives, alles, was das Herz begehrt. Bester Auftritt des Abends.

Deathtrap - Die einzige Band des Abends, die nicht aus Deutschland, sondern in dieserm Fall aus den Niederlanden kam. Der Raum hatte sich merklich geleert, was mich nicht wundert. Nach Slope zu spielen ist Moment ein kleiner Fluch. Dabei hat die Band auch durchgehend abgeliefert. Den Sound muss man sich ungefähr so vorstellen als würden Pantera Hardcore Punk machen. Ziemlich grooviger Shit. Vor der Bühne war weiterhin einiges los, sodass es trotz weniger Zuschauern doch ein versöhnliches Ende war. Insgesamt ein guter Abend, hatte deutlich weniger erwartet.
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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von SammyJankis » Sa 2. Feb 2019, 23:19

Ich war gestern bei LGoony in Köln im Club Bahnhof Ehrenfeld. Habe das "Grape Tape" seiner Zeit ziemlich gerne gehört und es bis jetzt aber nie geschafft eine Show zu besuchen. Das Konzert war ausverkauft. Angekommen eine halbe Stunde vor Beginn gab es dann auch erstmal 50 Meter Schlange. War mit einem Kollegen da und in der Schlange wurde direkt klar, dass wir den Altersschnitt ordentlich nach oben verschieben. Die Show war ab 18 und ich glaube wir waren die einzigen in unserer Umgeubung, bei denen nicht der Ausweis kontrolliert wurde. Drinnen dann aus Neugier mal die Merchpreise gecheckt. Shirt für 30, Hoodie für 60, kann man machen, kann man aber auch lassen. Probs auch an den einen Vater, der genervt im Vorraum während der Show auf sein(e) Kind(er) gewartet hat. Ich glaube, er wird in diesem Leben kein Fan mehr.

Support waren Dudes, wohl aus dem Umfeld von LGoony. Bin da nicht so ganz im Bilde. Sound hat sich auf jeden Fall kaum unterschieden. Es gab durchweg technische Probleme mit dem Autotune, sodass man einen der beiden Jungs kaum verstanden hat, weil der gesang viel zu leise war. Das Publikum hat es nicht interessiert, die Leute sind von Beginn an steil gegangen. Nach 20 Minuten wars auch schon vorbei, hätte ich nciht gebraucht, aber was solls.

LGoony - Ging dann auch zügig weiter. Direkt wieder mit Soundproblemen. Autotune funktionierte nicht richtig, weshalb "Lobby" abgebrochen wurde. Sehr bitter, einer der besten Songs in meinen Augen. An dieser Stelle muss ich erwähnen, dass das wohl eine der dankbarsten Crowds war, die ich je gesehen habe. Es lief bis dahin alles andere als reibungslos und die Leute sind trotzdem völlig esklaiert. Locker 3/4 aller Leute im Raum waren im Moshpit oder haben sich andersweitig beteiligt. Textsicherheit war auch gegeben. Während also auf der Bühne versucht wurde, das Soundproblem zu beheben, sang das Publikum einfach selbst laut den Refrain von "Lobby". Ging dann schließlich mit besserem Sound weiter. Solider Mix aus allen Schaffensphasen, die "Grape Tape" Songs als mein persönliches Highlight. Es war durchaus unterhaltsam und LGoony hatte zu jeder Zeit die Crowd voll unter Kontrolle. Ich weiß zwar nicht, ob ich mir das noch einmal geben würde, aber als einmaliges Erlebnis war es schon okay. Zwischendurch gab sich noch Juicy Gay die Ehre und es wurde "Sace Sace" performt. War auch cool. Spielzeit waren insgesamt ca. 80 Minuten. Rundum gelungen. War insgesamt positiv überrascht.
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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von Baltimore » Sa 2. Feb 2019, 23:27

SammyJankis hat geschrieben:
Sa 2. Feb 2019, 23:19
Ich weiß zwar nicht, ob ich mir das noch einmal geben würde, aber als einmaliges Erlebnis war es schon okay. Zwischendurch gab sich noch Juicy Gay die Ehre und es wurde "Sace Sace" performt. War auch cool. Spielzeit waren insgesamt ca. 80 Minuten. Rundum gelungen. War insgesamt positiv überrascht.
Ein Konzert auf dem Juicy Gay auftritt kann ja auch gar nicht schlecht sein. :wink:

Aber Danke mal wieder für einen Bericht außerhalb des Metal/Hardcores. :thumbs:
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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von glutexo2000 » So 3. Feb 2019, 00:16

Ich war am Dienstag bei Neck Deep, Dream State und Parting Gift in der Markthalle in Hamburg. Wir wollten erst zu Dream State hin und haben daher Parting Gift nicht gesehen. Dream State kannte ich bis ein paar Tage vorher, habe ich aber schnell lieben gelernt, weshalb ich mich mindestens genauso sehr auf die gefreut habe. Sehr zu empfehlen an dieser Stelle, wer die alten Paramore Sachen oder Marmozets mag. Leider haben Dream State dann eine Stunde vorher abgesagt, aufgrund Krankheit der Sängerin. Das war sehr schade, und auch, dass sie dann kein Merch da hatten. Da wollte ich einmal richtig shoppen und dann sowas :grumpy: Ich hab lediglich bei Instagram direkt davon erfahren. Beim Konzert selbst wusste niemand was davon und Neck Deep haben einfach spontan früher gespielt ohne vorige Kommunikation. Das hat schon alles ziemlich genervt. Zudem kam dann der grottige Sound, obwohl ich dachte den Sound vom Hurricane Auftritt 2018 kann man nicht unterbieten. Das hatte dort schon das Konzert kaputt gemacht. Naja. Als erstes wollte der Funken auch iwie nicht überspringen, bis zur Mitte wo es für zwei Songs ganz gut war. Danach hat der Sänger auf einmal nach jedem Song 2 Minuten irgendeine sinnlose Ansprache gehalten, obwohl er für die erste Hälfte des Sets gar nichts gesagt hat. December auch leider nicht akustisch oder ruhig gespielt, sondern draufgebrettert, sodass der gar nichts gezündet hat und die Zugabe war auch nicht fein ausgewählt meiner Meinung nach. Insgesamt leider kein gutes Konzert. Dream State hätten das sicher rausgerissen, sehr schade.

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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von elch » So 3. Feb 2019, 00:38

SammyJankis hat geschrieben:
Mo 28. Jan 2019, 08:17

Probs an den Gitarristen für das Adrian Peterson Trikot, ein Mann, der Support verdient hat.
Der verprügelt seine Kinder.
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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von Norakete » So 3. Feb 2019, 00:57

elch hat geschrieben:
So 3. Feb 2019, 00:38
SammyJankis hat geschrieben:
Mo 28. Jan 2019, 08:17

Probs an den Gitarristen für das Adrian Peterson Trikot, ein Mann, der Support verdient hat.
Der verprügelt seine Kinder.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass ihm das bewusst ist und es entsprechend sarkastisch gemeint ist. ;)

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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von elch » So 3. Feb 2019, 14:39

Norakete hat geschrieben:
So 3. Feb 2019, 00:57
elch hat geschrieben:
So 3. Feb 2019, 00:38
SammyJankis hat geschrieben:
Mo 28. Jan 2019, 08:17

Probs an den Gitarristen für das Adrian Peterson Trikot, ein Mann, der Support verdient hat.
Der verprügelt seine Kinder.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass ihm das bewusst ist und es entsprechend sarkastisch gemeint ist. ;)
Mhm, macht Sinn, wenn sich der Nebensatz auf Petersen und nicht auf den Bassisten bezieht :idea:
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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von defpro » Mo 4. Feb 2019, 18:47

Ich war gestern bei den Architects in der Stadthalle Offenbach. Ausverkauft war das Konzert nicht, aber der Saal war ordentlich gefüllt.

Los ging es mit den Australiern von Polaris, einer der besseren Metalcore-Bands, die aktuell so im Umlauf sind. Für den ersten Support-Slot haben die Jungs erstaunlich viel Stimmung verbreitet, die ersten Moshpits wurden geöffnet und auch ein paar Crowdsurfer wagten schon ein Bad über der Menge (was leider im Laufe des Abends noch schlimmer werden sollte). Die ersten Minuten habe ich aufgrund von zu später Anreise leider verpasst, der Rest klang aber ziemlich ordentlich. Auf den einen oder anderen Clean-Refrain hätte ich verzichten können und auch die obligatorische Ballade in der Mitte des Sets (inklusive Smartphones und Feuerzeugen in der Luft) hätte ich jetzt nicht gebraucht. Könnte mir aber vorstellen, dass die mit einem noch etwas konstanteren Songwriting durchaus noch größer werden könnten.

Größer geworden sind auf jeden Fall Beartooth, die unglaublich krass abgefeiert wurden. Musikalisch ging es in Richtung Melodic Hardcore, die Songs der letzten Platte klingen teilweise schon fast nach Pop-Punk. Mir haben jedoch die älteren Songs definitiv besser gefallen. Bei den neuen Sachen fehlt mir oft etwas die Härte. Eingängig sind die Lieder aber allemal und die Textsicherheit sowie die allgemeine Lautstärke im Publikum zwischen den Songs war schon beeindruckend. Da kann ich Sänger Caleb Shomo auch ausgelutschte "On the left side scream as loud as you can"-Spielchen sowie ein etwas schwaches Stimmchen bei den tiefen Registern verzeihen. Die Band hatte mit 45 Minuten einen erstaunlich langen Slot, sodass auch noch ein Drum-Solo in die Mitte des Sets eingebaut werden konnte. Crowdsurfer gab es während des Auftritts allgemein viele, aber es gibt doch wirklich nichts unspannenderes, als während eines Drum-Solos crowd zu surfen... Ich verstehe es nicht.
Insgesamt ein bärenstarker Auftritt mit der besten Stimmung des Abends. Ich kann mir vorstellen, dass die Band in 5-6 Jahren die Hallen headlinet, die Architects aktuell bespielen.

Nach so einem guten Auftritt die Stimmung zu halten ist gar nicht so einfach und tatsächlich hatten Architects zu Beginn so ihre Probleme. Zum einen lag das an einer Setlist mit starkem Fokus auf den letzten beiden Platten, deren Songs insgesamt eher progressiv anmuten und weniger straight nach vorne gehen. Zum anderen hat man der Band den vollen Tourkalender angemerkt. Bei den Songs gaben alle Bandmitglieder 100%, aber in den Songpausen wirkten diese schon ziemlich erschöpft. Sam musste sich schon fast zu seinen Ansagen überwinden und auch im Publikum war es in den Songpausen meist sehr ruhig.

Auch der Sound war leider nicht optimal: Während es bei Polaris und Beartooth diesbezüglich nichts auszusetzen gab, klangen die Drums merkwürdig dumpf, die Gitarren waren zu leise abgemischt und auch Sams Stimme hätte druckvoller sein können. Zudem wurden die Gitarren stereo ausgegeben, d.h. der eine Gitarrist war nur auf den linken Lautsprechern und der andere nur auf den rechten zu hören. Viele Parts überschneiden sich zwar, aber an einigen Stellen hat man es schon relativ deutlich gehört. Ich bin kein Tontechniker, aber gerade in einer so stark in die Breite gehenden Location wie der Stadthalle ist so eine Aussteuerung ziemlich suboptimal. Zumindest der allgemeine Sound wurde etwa nach der Hälfte des Sets besser.

Mit dem Fokus auf den letzten beiden Platten habe ich mich abgefunden, auch wenn ich die Platten "Daybreaker" und "Lost Forever..." als ihre stärkste Phase ansehe. Auch "Hollow Crown" wird bei dieser Tour komplett ausgespart. Das wirkt sich schon stark auf die Dynamik des Sets aus, besonders wenn die 2 ruhigsten Songs der Band ("A Wasted Hymn" und "Memento Mori" (letzteres komischerweise nur zur Hälfte gespielt)) direkt hintereinander verheizt werden. Dies bedeutet im Umkehrschluss aber auch, dass die Menge bei Songs wie "These Colours Don't Run" oder "Naysayer" umso härter abging.
Aufgetrumpft wurde dagegen bei der Show: Eine Videoleinwand im Hintergrund, Laser- und Lichteffekte und Pyro bei bestimmt 30% aller Songs. Das sah schon ziemlich geil aus!

Das Publikum war insgesamt ganz in Ordnung, ein paar nervende Idioten oder Dauerfilmer sind halt immer dabei. Besonders die Anzahl an Crowdsurfern hat zeitweise schon etwas gestört und mich mental schon mal auf das Graspop im Sommer vorbereitet. Besonders bei dem höchst emotionalen "Gone With The Wind" (geschrieben vom mittlerweile verstorbenen Gitarristen Tom Searle über seine Krebserkrankung) könnte man auch einfach mal seine Füße auf dem Boden behalten. Zudem wurde meine oben aufgestellte These, dass es nichts Unspannenderes als Drum-Solo-Crowdsurfing gibt, auf die Probe gestellt: Bei den Architects surfen die Leute ausgesprochen gerne in den Songpausen. Ich verstehe es immer noch nicht...

Insgesamt leider nicht der stärkste Architects-Auftritt. Ich hoffe, dass die Band auf den Sommerfestivals mit neu getankter Kraft (und etwas optimierter Setlist) wieder zu älter Stärke zurückfindet.

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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von defpro » Mo 4. Feb 2019, 18:50

SammyJankis hat geschrieben:
Sa 2. Feb 2019, 23:19
Drinnen dann aus Neugier mal die Merchpreise gecheckt. Shirt für 30, Hoodie für 60, kann man machen, kann man aber auch lassen.
Puh, das ist ja wirklich krass teuer. Hätte ich bei LGoony jetzt nicht erwartet. Ob sich wirklich so viele Fans finden, die sich derart abzocken lassen?...

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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von Blackstar » Mo 4. Feb 2019, 20:38

defpro hat geschrieben:
Mo 4. Feb 2019, 18:50
SammyJankis hat geschrieben:
Sa 2. Feb 2019, 23:19
Drinnen dann aus Neugier mal die Merchpreise gecheckt. Shirt für 30, Hoodie für 60, kann man machen, kann man aber auch lassen.
Puh, das ist ja wirklich krass teuer. Hätte ich bei LGoony jetzt nicht erwartet. Ob sich wirklich so viele Fans finden, die sich derart abzocken lassen?...
Das ist bei größeren Indie/Rock/Metalshows doch standard mittlerweile, oder?

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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von SammyJankis » Di 5. Feb 2019, 00:06

Ich war gestern in Hamburg im Uebel und Gefährlich bei Cold World. Danke erst einmal für die Essenstipps. Der Laden innerhalb des ausgebauten Bunkers hatte was. In Duisburg gibt es auch solche Bunker, allerdings macht man daraus nichts, schade drum. Einlass zog sich, da eine einzelne Person eine riesige Namensliste hatte, waren aber pünktlich zum Einlass drinnen. Der Laden war zur Hälfte abgehangen. Schätze, dass knapp 300 Zahlende anwesend waren.

Angst - Schon oft gesehen, aber das war wohl das beste Set, das ich bisher von der Band mitbekommen haben. Der neue Song zu Beginn hat gleich mal die Weichen gestellt. Wer Chokehold mag, kommt hier auf seine Kosten. Gab natürlich auch ziemlich harten Mosh. Sehr guter Start in den Abend.

Ill Blood - Die einzige Band des Abends, die ich noch nicht oft, genauer gesagt noch nie gesehen habe. Kommen aus Österreich. Hatte anhand des Namens auf einen Sound a la No Warning getippt. Es ging dann doch mehr Richtung Youth Crew. War okay, aber wer auch iimmer der Band gesagt hat, dass es eine gute Idee ist, dass ein Gitarrist ständig Soli gespielt, sollte verprügelt werden. Das hat es für mich runtergezogen.

Coldburn - Kämpfen mehr oder weniger dagegen an, in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden. Habe auch das Gefühl, dass der Sound deutlich härter geworden ist, sodass nun deutlich mehr auf Mosh statt Singalongs Wert gelegt wird. Den gab es dann auch. Im Gegensatz zu den vorherigen Bands war hier der Sound leider alles andere als gut. Set war solide, mehr aber auch nicht.

Higher Power - Immer unterhaltsam, aber auch schon besser gesehen. Sound gewohnt groovig, aber leider auch hier mit einigen Einbußen. Klang etwas matschig. Die Crowd hat es trotzdem abgefeiert. Viel Bewegung vor der Bühne.

Cold World - Waren nur mit einem Gitarristen am Start. Set war gewohnt gut, sicherlich schon besser gesehen, aber dafür war auch die Gegebenheit des Raumes nicht ausgelegt. Setlist kam komplett ohne Songs der letzten Platte aus. Ansonsten die üblichen Songs. Überraschend wurde beim Opener "Boom Boom Bye" der zweite Teil des Songs gespielt. Dieser wird sonst immer ausgelassen. Ein Novum für mich. Ansonsten Publikumsmäßig das Übliche. Textsicherheit war gegeben und bei den Singalongs muss jeder aufpassen, was alles von oben angeflogen kommt. Die Band darf jetzt aber gerne mal wieder 2-3 Jahre nicht nach Europa kommen. Haben in den letzten drei Jahren echt oft hier gespielt. Sollen sich bitte nicht abnutzen.
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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von defpro » Di 5. Feb 2019, 11:05

Blackstar hat geschrieben:
Mo 4. Feb 2019, 20:38
defpro hat geschrieben:
Mo 4. Feb 2019, 18:50
SammyJankis hat geschrieben:
Sa 2. Feb 2019, 23:19
Drinnen dann aus Neugier mal die Merchpreise gecheckt. Shirt für 30, Hoodie für 60, kann man machen, kann man aber auch lassen.
Puh, das ist ja wirklich krass teuer. Hätte ich bei LGoony jetzt nicht erwartet. Ob sich wirklich so viele Fans finden, die sich derart abzocken lassen?...
Das ist bei größeren Indie/Rock/Metalshows doch standard mittlerweile, oder?
Bin da kein Experte. Hatte noch 25 € für ein Shirt und 50 € für ein Hoodie im Kopf. Hab mir aber schon lange kein Merch mehr gekauft. Kann also sein, dass die Preise seitdem angezogen wurden.
LGoony ist halt noch verhältnismäßig klein. Club Bahnhof Ehrenfeld ist jetzt keine riesige Location und da hatte er noch Heimatbonus. Die restlichen Locations der Tour dürften noch kleiner sein. Dazu kommt noch der DIY-Aspekt seiner Musik, bei dem ich dachte, dass sich sowas auch auf die Merchpreise auswirkt. Hätte eher mit 20 € oder sogar nur 15 € für ein Shirt gerechnet.

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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von Quadrophobia » Mi 6. Feb 2019, 20:50

Hab einiges nachzuholen. Also der Reihe nach:

Kevin Devine, 20.01. Goldener Salon

Mein großes Problem mit ihm ist, dass ich sein Songwriting und seine Stimme toll finde, die Band Instrumentierung mir aber selten was gibt. Deshalb hatte ich den gig im vorletzten Jahr sausen lassen. Jetzt wieder solo mitzunehmen, war eine gute Entscheidung. Auf einem Sonntagabend mkt ca. 60 Leute. Im gemütlichen Goldenen Salon, früh im Jahr, klirrekalt. War irgendwie eine heimelige Atmosphäre. Das Set waren dann 80 Minuten quer durch die Diskographie mit einzelnen Wünschen aus dem Publikum. Der Kerl ist einfach ursympatisch. Unten im Hafenklang hat die UK Punkband The Vibrators gespielt, deren Geballer man ab und an gehört hat. War ganz witzig, als er versucht hat, seinen Sound an das Tempo anzupassen. Das beste am Abend: 13.60€ waren mehr als fair.

Muff Potter lass ich aus, das können andere besser beschreiben

Fucked Up, 30.01. Molotow

Find das neue Album nach dem 2014er Durchhänger wieder klasse.
Support waren Chastity die einen coolen Genremix aus Indie, Shoegaze, Hardcore und Punk spielen. Sehr passend und werden im Auge behalten.

Fucked Up haben als Kontrasr zum endlos langen Album ca. 70 min gespielt. Alles in allem ein cooles Set, das nur so vor Energie strotzte. Weniger cool war das durchweg sehr alte Publikum, das durchweg über den Sound hinweggeschrien (!) hat, um sich zu unterhalten. Hatte die Band nicht verdient. Man merkte denen an, dass es der letzte Tourstopp war, dafür wars aber richtig stark!


Viagra Boys, 02.02. Headcrash

Was gut war: Die Band und die Stimmung. Die werden demnächst deutlich größere Läden spielen. War ziemlich schnell sold out und die Leute hatten Bock. 60 min schnelles Set, rollende Gitarren und ein Soundschneisen schlagendes Saxophon. Ging nach vorn, vor allem bei den Hits, die geschickt ganz am Anfang, genau in der Mitte und ganz am Ende platziert waren.


Was scheiße war: Das Headcrash. Es war VIEL zu voll. Zwischen Bar und Raummitte war das Gedränge schon nah an bedrohlich. Das Publikum stand bis in den Ausgang und an die Klos. Außerdem kostete def Toilettengang verpflichtend 50 cent. Sowas anmaßendes hab ich noch nie erlebt.
Überleg ich mir in Zukunft zwei mal, ob ich da noch mal hingehe. Zumal der Stil des Landes einfach grauenhaft ist.



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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von Blackstar » Mi 6. Feb 2019, 21:02

War eigentlich jemand bei Massive Attack? Hab einen Bericht gelesen und der war so semi. Und die Setlist... klingt ziemlich zerschossen, angesichts der "Albumtour"

https://www.setlist.fm/setlist/massive- ... 5ce1a.html
Group Four
(with Elizabeth Fraser) (snippet of Avicii’s “Levels” in intro)

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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von Druschi » Mi 6. Feb 2019, 23:03

Gisbert mit Band macht gerade richtig Spaß.
Besonders die Trompete ist der Hit.

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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von defpro » Do 7. Feb 2019, 09:24

Blackstar hat geschrieben:
Mi 6. Feb 2019, 21:02
War eigentlich jemand bei Massive Attack? Hab einen Bericht gelesen und der war so semi. Und die Setlist... klingt ziemlich zerschossen, angesichts der "Albumtour"

https://www.setlist.fm/setlist/massive- ... 5ce1a.html
Group Four
(with Elizabeth Fraser) (snippet of Avicii’s “Levels” in intro)
Ja, ich war da. Bericht kommt auch noch. Ist sogar schon zum Teil geschrieben, nur zur Finalisierung hat es in den letzten Tagen zeitlich noch nicht gereicht. Vermutlich morgen.


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