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Rückblick aufs Musikjahr 2026

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Rieper
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Rückblick aufs Musikjahr 2026

Beitrag von Rieper » Fr 3. Jul 2026, 08:10

Das erste Halbjahr ist rum – was waren bisher eure Highlights in 2026? Gab es auch Enttäuschungen oder Überraschungen?

edamame
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Re: Rückblick aufs Musikjahr 2026

Beitrag von edamame » Fr 3. Jul 2026, 08:40

Enttäuschung: Joji

Junge mach halt richtiges Album statt 20 Skizzen.

Überraschung: Boards of Canada

Eigentliches AOTY

Olivia Rodrigo verstehe ich nicht.

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Quadrophobia
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Re: Rückblick aufs Musikjahr 2026

Beitrag von Quadrophobia » Fr 3. Jul 2026, 09:40

Meine Highlights waren Deathcrash und Avalon Emerson, überraschend gut auch Modest Mouse und Death Cab. Enttäuscht hat mich eigentlich kein Album so wirklich, aber ich komm auch wenig dazu in der Breite zu hören, dementsprechend viel lande ich bei meinen aktuellen Favoriten

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moneylefttoburn
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Re: Rückblick aufs Musikjahr 2026

Beitrag von moneylefttoburn » Fr 3. Jul 2026, 10:16

Größtes Highlight ist bisher Between Bodies, Album konstant gut und einige Dauerschleifen-Songs. Die neue Bleachers mag ich auch sehr, hier aber mit Höhen und Tiefen. Ebenso Das Lumpenpack, Enter Shikari und Koyo.
Überraschend gut, nicht weil unbedingt herausragende Musik aber doch in meiner Rotation gelandet: Muse und U2 mit beiden EPs.

Enttäuschend (auch wenn nicht richtig enttäuscht, weil nichts erwartet): Foo Fighters, Die Toten Hosen. Das was bisher von Farin Urlaub kam zündet auch gar nicht.

Ansonsten sind es eher einzelne Singles, bin aber auch kein richtiger Album-Hörer (shame on me).

Forum-Empfehlung des Jahres bisher: Feels Like Heaven.
"Wieso eigentlich Indie-Charts, Digger?"

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Quadrophobia
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Re: Rückblick aufs Musikjahr 2026

Beitrag von Quadrophobia » Fr 3. Jul 2026, 10:27

moneylefttoburn hat geschrieben:
Fr 3. Jul 2026, 10:16
Größtes Highlight ist bisher Between Bodies, Album konstant gut und einige Dauerschleifen-Songs. Die neue Bleachers mag ich auch sehr, hier aber mit Höhen und Tiefen. Ebenso Das Lumpenpack, Enter Shikari und Koyo.
Überraschend gut, nicht weil unbedingt herausragende Musik aber doch in meiner Rotation gelandet: Muse und U2 mit beiden EPs.

Enttäuschend (auch wenn nicht richtig enttäuscht, weil nichts erwartet): Foo Fighters, Die Toten Hosen. Das was bisher von Farin Urlaub kam zündet auch gar nicht.

Ansonsten sind es eher einzelne Singles, bin aber auch kein richtiger Album-Hörer (shame on me).

Forum-Empfehlung des Jahres bisher: Feels Like Heaven.
Das Foo Fighters Album hatte ich schon wieder vergessen. Ich bin echt immer wieder beeindruckt, wie die es schaffen, trotz offensichtlicher Veranlagung nach einem sehr guten Album wie "So here we are" den generischsten Stadion-Rock zu releasen

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moneylefttoburn
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Re: Rückblick aufs Musikjahr 2026

Beitrag von moneylefttoburn » Fr 3. Jul 2026, 10:33

Quadrophobia hat geschrieben:
Fr 3. Jul 2026, 10:27
moneylefttoburn hat geschrieben:
Fr 3. Jul 2026, 10:16
Größtes Highlight ist bisher Between Bodies, Album konstant gut und einige Dauerschleifen-Songs. Die neue Bleachers mag ich auch sehr, hier aber mit Höhen und Tiefen. Ebenso Das Lumpenpack, Enter Shikari und Koyo.
Überraschend gut, nicht weil unbedingt herausragende Musik aber doch in meiner Rotation gelandet: Muse und U2 mit beiden EPs.

Enttäuschend (auch wenn nicht richtig enttäuscht, weil nichts erwartet): Foo Fighters, Die Toten Hosen. Das was bisher von Farin Urlaub kam zündet auch gar nicht.

Ansonsten sind es eher einzelne Singles, bin aber auch kein richtiger Album-Hörer (shame on me).

Forum-Empfehlung des Jahres bisher: Feels Like Heaven.
Das Foo Fighters Album hatte ich schon wieder vergessen. Ich bin echt immer wieder beeindruckt, wie die es schaffen, trotz offensichtlicher Veranlagung nach einem sehr guten Album wie "So here we are" den generischsten Stadion-Rock zu releasen
Absolut, ist auch ein Album zum vergessen. Dazu noch dieser Trend, die Produktion super "unsauber" klingen zu lassen. Schlimmstes Beispiel hier ist das Rise Against-Album von letztem Jahr (jetzt klingen sie auf Platte endlich so wie live ...).
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Finn
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Re: Rückblick aufs Musikjahr 2026

Beitrag von Finn » Fr 3. Jul 2026, 10:45

In der Spitze sehr schwaches Jahr bis jetzt. Highlights sind wohl Feels Like Heaven, The Saddest Landscape und Inundaremos, aber alle eher 7.5/10 als 8. Also das Jahr insgesamt eher enttäuschend :grin:

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Tambourine-Man
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Re: Rückblick aufs Musikjahr 2026

Beitrag von Tambourine-Man » Fr 3. Jul 2026, 11:11

Ich würde das erste Halbjahr auch eher als enttäuschend bezeichnen. Dabei habe ich auch wahnsinnig viele Alben gehört, die mir gefielen. Neuentdeckungen oder Überraschungen bei denen man weniger erwartet hat, wie die bereits erwähnte Modest Mouse, aber alles nicht der ganz große Wurf für die Jahresliste.
Da lastet der Druck für die zweite Jahreshälfte ziemlich auf Man/Woman/Chainsaw
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fipsi
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Re: Rückblick aufs Musikjahr 2026

Beitrag von fipsi » Fr 3. Jul 2026, 18:43

Für mich ist es bisher das stärkste Albenjahr seit einiger Zeit. Ich könnte jetzt schon eine Top 10 aufstellen, die wahrscheinlich die Vorjahre übertrumpfen würde. Meine Empfehlungen und Entdeckungen:

Dagmar Zuniga - in filth your mystery is kingdom / far smile peasant in yellow music
Anspieltipp: Even God Gets Stuck In Devotion
FFO: Grouper, Jessica Pratt, Mount Eerie

Das Album wurde zwar bereits im Januar 2025 bei Youtube hochgeladen, aber hat dieses Jahr dann seinen offiziellen Release erlebt. Es fühlt sich jedoch an als hätte jemand die Aufnahmen in den 70ern verloren und jetzt neu auf eine Platte gepresst. Der Sound lebt von sehr vielen Skizzen, die oftmals keinen offensichtlichen Zusammenhang haben. Trotz der geringen Spielzeit gibt es bei jedem Durchgang etwas neues zu entdecken. Sei es eine Flöte im Hintergrund oder ein Rauschen im Vordergrund.

Maria BC - Marathon
Anspieltipp: Night & Day
FFO: Grouper, Emma Ruth Rundle

Es wird etwas düsterer ohne dabei komplett in den Abgrund zu schauen. Die starke Atmosphäre zieht sich durch die Songs. Man kann sich leicht darin verlieren und manchmal fehlen vielleicht ein wenig die Momente, die für Halt sorgen. Dann kommt aber eine Melodie um die Ecke und lässt einen wissen, wie schön die Musik ist.

Samba Jean-Baptiste - +3
Anspieltipp: Forced Perspective
FFO: Frank Ocean, Sufjan Stevens

Hier lösen sich viele Genres auf in einem Gemisch aus Folk und RnB. Auf eine akustische Gitarre folgen plötzlich Synthies oder Autotune. Die Experimente gehen nicht immer komplett auf, aber sorgen für die spannendsten Momente des Jahres.

Kiss Facility - KHAZNA
Anspieltipp: Noon
FFO: Eartheater, Oklou

Das gemeinsame Projekt von Sega Bodega und Mayah Alkhateri betritt viele verträumte Räume. Beide können ihre Stärken sehr gut miteinander ausspielen. In der experimentellen Popwelt gehört Sega Bodega mittlerweile zu einer festen Größe und hier unterstreicht er mit seiner Produktion seinen Status. Mayah Alkhateri ist jedoch der eigentliche Star des Projekts. Mit ihrem arabischsprachigen Gesang eröffnet sie selbst für mich Kartoffel neue Welten.

Grace Ives - Girlfriend
Anspieltipp: Stupid Bitches
FFO: Lorde (2017)

Wer meinen kleinen Konzertbericht gelesen, wird wohl schon gehört haben wie begeistert ich von dem Album bin. So muss Pop sein. Leicht und mitreißend.

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Taksim
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Re: Rückblick aufs Musikjahr 2026

Beitrag von Taksim » Sa 4. Jul 2026, 10:24

Was meine Lieblingsplatten und meine Enttäuschungen angeht, zeigt sich, dass meine Topalben von Künstlern kommen, die ich vorher gar nicht richtig auf dem Schirm hatte, während einige Etablierte in Richtungen abgedriftet sind, wo sie mich verlieren.

Ganz vorne rangiert für mich weiter "Dreamer+" von Sassy 009. Von vorne bis hinten für mich das konstanteste Werk, sowohl was Songwriting als auch was Produktion angeht. Sie präsentiert eine klare Soundidentität (ein kühles, digital-elektronisches Gewand, in das sie analoge Elemente einstreut) und baut sie über das Album immer weiter aus und wenn nötig, nimmt sie sie etwas zurück.

Dann begeistern mich weiter die Alben, die ich erst kürzlich hervorgehoben hab und gegensätzlicher nicht sein könnten. Zum einen Lip Critics "Theft World" mit seinen übermannenden Bässen und nach vorne rumpelnden Beats, zum anderen der unterkühlte, aber eindringliche Singer/Songwriter-Sound von Aldous Harding, die ähnlich wie Sassy 009, dem Grundgerüst konstant interessante Elemente hinzufügt.
Raptechnisch bin ich zu dem Fan von dem "e.t.d.s."-Mixtape von IDK. Er geht das ganze mit viel Energie und Hunger an, da rappt einer, der was zu beweisen hat. Die Tracks sind von tollen, abwechslungsreichen Beats unterlegt und die Gästeliste spricht echt für sich: Black Thought, Pusha T, Joey Valence & Brae (mit einem wunderbaren 90s-House of Pain-Throwback), RZA und zwei posthumen Beiträgen von MF Doom und DMX.

Raptechnisch gab's aber auch zwei große Enttäuschungen: J. Coles ambitioniertes Doppelalbum bricht unter seinem bedeutungsschwangeren Gewicht zusammen und bietet vor allem auf der zweiten Disc kaum eine anregende Idee. Raptechnisch und textlich hat der Mann sich schon Mühe gegeben, keine Frage, aber Beats und Hooks lassen einen wirklich kopfschüttelnd zurück. Das Konzept mit dem ersten Album aus Sicht eines 29-jährigen und dem zweiten aus Sicht eines 39-jährigen hat Potential, aber so einen richtig großen Aha-Moment gibt's dabei auch nicht.

Zweiter großer Name, zweite große Enttäuschung lieferte A$AP Rocky. Ein paar coole Tracks, ein paar packende Beats, aber über die Länge des Albums ist da extrem wenig zu holen.

Drake werde ich keine Enttäuschung nennen. Da habe ich nichts erwartet und das wurde noch unterboten. Drei Schrottalben auf einmal muss man aber auch erstmal raushauen.

Sehr viel mehr schmerzt mich, dass Gorillaz und James Blake beide Alben veröffentlicht haben, die mich völlig kalt lassen. Gerade bei ersteren tut's mir leid, weil es für die beiden ganz eindeutig ein extrem wichtiges Album ist, mit dem sie jeweils den Tod ihres Vaters verarbeiten. Von wegen Soundidentität, die hat das Album definitiv, aber in dem Fall steht es den Songs absolut im Weg. Die Arrangements werden von der indischen Instrumentation zwar etwas aufgepeppt, aber bleiben doch zahm und ziellos. Schlimmer ist jedoch, dass Damons Melodien sich da anpassen. Bis auf ein, zwei Ausnahmen verfangen die leider gar nicht.
James Blake gestehe ich ebenso zu, mal was anderes auszuprobieren. Aber nach dem tollen letzten Album, wo ich und viele andere ob des kernigen UK Garage-Sounds dachten "He's back!", hätte ich Experimente mit Indierock nicht gebraucht.

Der letzte große Name, der enttäuscht hat, ist Olivia Rodrigo, wie ich ja bei Veröffentlichung schrieb. Dass sie beim schwierigen dritten Album ihren Sound erweitern und etwas pompöser gestalten wollte, kann ich irgendwo nachvollziehen. Aber bei all dem Diskurs um ihre New Wave-Einflüsse: die höre ich nur in Ansätzen. Zu viel klingt nach dem zahmen Radio-Pop-Rock, von dem sie sich bisher immer abgehoben hat.
"I don't know."


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