Taksim hat geschrieben: ↑Fr 6. Feb 2026, 20:50Off-topicJa, das geht mir bei vielen Rapalben auch so und wie mein Kommentar schon suggeriert, kann ich dir das Ding nun wirklich nicht schmackhaft machen.defpro hat geschrieben: ↑Fr 6. Feb 2026, 19:48Das Album hat auch eine Laufzeit von über 100 Minuten. Gar keine Lust auf solche aufgeblasenen Tracklists. Immerhin ist es als Doppelalbum konzeptioniert, sodass man das Hören sinnvoll stückeln kann, aber ich kenne kein Rap-Album (auch nicht von Biggie, 2Pac oder Kendrick), was mich wirklich über die komplette Laufzeit fesseln konnte. Ich bezweifle, dass das hier anders sein wird. Mal schauen, wann ich mir Zeit dafür freischaufeln kann, aber motiviert bin ich nicht gerade.
Bin aber froh, dass du sagst. Biggie, 2Pac und für mich auch Outkast haben alle Alben, die viel zu lang sind, aber in den meisten Rapzirkeln wird man für die Meinung ja vor die Tür gesetzt.
Grundsätzlich kommt das in dem Genre zu oft vor. Meine Theorie ist, dass der Fokus auf Lyrics, der dem Genre zugrunde liegt, ein Faktor sein könnte. Wenn ein Rapper das Gefühl hat, auf einem Track auch nur eine gute Line oder ein cleveres Wortspiel untergebracht zu haben, will er oder sie das vielleicht auch zur Schau stellen. Was ich irgendwie verstehen kann, aber der Hörerfahrung kommt das nicht zu Gute. Dann ist mir kürzlich erst aufgefallen, dass B-Seiten im Hip Hop einfach kein großes Ding sind. Manche Tracks einfach auf anderem Wege zu veröffentlichen, passiert nicht so häufig (höchstens Mixtapes, aber die Etablierten greifen darauf auch selten zurück).
Nicht, dass es nicht auch gute, lange Rapalben gäbe. "The Marshall Mathers LP" geht eine Stunde und da sitzt alles, Vince Staples' "Summertime 06" ist ein Doppelalbum, geht eine Stunde und ist ein immer noch völlig unterschätztes, grandioses Album.
Off-topic
"Remember Me?" und "Drug Ballad" sind für mich ja beides klare Skip-Kandidaten.
"Summertime '06" hab ich letztens auch wieder gehört und kann das nur unterschreiben. Ein super vielseitiges Album, bei dem einen gerade beim Studieren der Texte oft ein Kloß im Hals stecken bleibt. Mit 1h ist es natürlich ein sehr kurzes Doppelalbum.
Ansonsten sind mir gerade noch Biggies "Ready to Die" (mit Bonustracks 77 Minuten) sowie "The Infamous" (67 Minuten) und "Murda Muzik" (72 Minuten) von Mobb Deep ein, die ich trotz umfangreicher Laufzeit auch über die gesamte Laufzeit genießen kann, wobei man im Fall von Mobb Deep auch schon den Vorwurf erheben kann, nur noch more of the same zu erhalten. MBDTF und GKMC gehen ja auch beide 68 Minuten (zu TPAB schweige ich mich mal lieber aus).
Meine Theorie ist ja eher, dass Hip-Hop ein relativ einfach zu produzierendes Genre ist. Fetter Beat, 2-3 Strophen Raps, wenn einem für ne Hook nichts einfällt, gibt's einfach ein paar Scratches und fertig ist der Song. Wenn man sich da mal ein gewisses Talent zum Schreiben von Texten oder Produzieren von Beats angeeignet hat, kann man glaube ich schon relativ schnell Songs produzieren. Man kann dann natürlich noch die Extrameile gehen und lyrisch sein Top-Game auffahren bzw. beim Beat noch mehr Feintuning und sonstige Spielereien einbauen, aber ein Muss ist das mMn nicht unbedingt, um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen. Wenn man dann noch die Qualitätskontrolle missen lässt und die Platte mit unnötigen Skits zukleistert, dann kommt da oft ein überlanges Weg bei rum, auf dem man sich seine Favoriten rauspicken muss. Im Streamingzeitalter gibt's ja noch nicht mal die Begrenzung des Speichermediums. Da fällt es schon auf, dass im Rap-Bereich hier besonders Kapital draus geschlagen wird und teilweise Alben mit über 2h Laufzeit veröffentlicht werden.
"Summertime '06" hab ich letztens auch wieder gehört und kann das nur unterschreiben. Ein super vielseitiges Album, bei dem einen gerade beim Studieren der Texte oft ein Kloß im Hals stecken bleibt. Mit 1h ist es natürlich ein sehr kurzes Doppelalbum.
Ansonsten sind mir gerade noch Biggies "Ready to Die" (mit Bonustracks 77 Minuten) sowie "The Infamous" (67 Minuten) und "Murda Muzik" (72 Minuten) von Mobb Deep ein, die ich trotz umfangreicher Laufzeit auch über die gesamte Laufzeit genießen kann, wobei man im Fall von Mobb Deep auch schon den Vorwurf erheben kann, nur noch more of the same zu erhalten. MBDTF und GKMC gehen ja auch beide 68 Minuten (zu TPAB schweige ich mich mal lieber aus).
Meine Theorie ist ja eher, dass Hip-Hop ein relativ einfach zu produzierendes Genre ist. Fetter Beat, 2-3 Strophen Raps, wenn einem für ne Hook nichts einfällt, gibt's einfach ein paar Scratches und fertig ist der Song. Wenn man sich da mal ein gewisses Talent zum Schreiben von Texten oder Produzieren von Beats angeeignet hat, kann man glaube ich schon relativ schnell Songs produzieren. Man kann dann natürlich noch die Extrameile gehen und lyrisch sein Top-Game auffahren bzw. beim Beat noch mehr Feintuning und sonstige Spielereien einbauen, aber ein Muss ist das mMn nicht unbedingt, um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen. Wenn man dann noch die Qualitätskontrolle missen lässt und die Platte mit unnötigen Skits zukleistert, dann kommt da oft ein überlanges Weg bei rum, auf dem man sich seine Favoriten rauspicken muss. Im Streamingzeitalter gibt's ja noch nicht mal die Begrenzung des Speichermediums. Da fällt es schon auf, dass im Rap-Bereich hier besonders Kapital draus geschlagen wird und teilweise Alben mit über 2h Laufzeit veröffentlicht werden.