> Festival Community Magazin - klickst Du hier <

Festivalberichte

schluedi
Beiträge: 24
Registriert: Mo 14. Sep 2015, 08:38

Re: Festivalberichte

Beitrag von schluedi » Do 24. Okt 2019, 21:26

Vielen Dank euch allen für euer Input! :smile:

Werde mich mit euren Empfehlungen näher auseinandersetzen und wenn meine Wahl konkreter wird oder ich kurz vor dem Ticketkauf stehe, sicher noch die ein oder andere Frage im betreffenden Thread stellen.

Cheers :bier:

Benutzeravatar
smi
Beiträge: 496
Registriert: Do 7. Feb 2019, 09:12

Re: Festivalberichte

Beitrag von smi » Di 19. Nov 2019, 08:29

Auch mal ganz interessant zu lesen... wir schaffen die das in 7-8 Tagen solche Kosten zu verursachen?

https://www.svz.de/lokales/ludwigsluste ... 95432.html

smi

Blackstar
Beiträge: 4717
Registriert: Mo 25. Jan 2016, 16:48

Re: Festivalberichte

Beitrag von Blackstar » Di 19. Nov 2019, 08:55

smi hat geschrieben:
Di 19. Nov 2019, 08:29
Auch mal ganz interessant zu lesen... wir schaffen die das in 7-8 Tagen solche Kosten zu verursachen?

https://www.svz.de/lokales/ludwigsluste ... 95432.html

smi
Da reichen schon fast 200 mal Lohn inkl. Nachtzuschlag.

Online
Benutzeravatar
SammyJankis
Beiträge: 5659
Registriert: So 13. Sep 2015, 14:46

Re: Festivalberichte

Beitrag von SammyJankis » Mo 25. Nov 2019, 14:51

Ich war am Wochenende in London auf dem Damage Is Done, welches von Freitag bis Sonntag in verschiedenen Locations stattfand. Sonntag habe ich mir allerdings geklemmt, da das Line Up im Vergleich zum Freitag und Samstag abgefallen ist und heute Abend noch ein weiteres Konzert mit einem sehr feinen Package ansteht. Betrachtet man den Namen könnte man davon ausgehen, dass Fury am Start waren. Dem war leider nicht so. Dafür gab es mit Ekulu ein riesiges Highlight, zum ersten Mal in Europa. Die Band hat zwar bisher nur fünf Songs veröffentlicht, diese sind aber so gut, dass man dafür auch gerne mal den Weg nach London antreten kann. Schön auch, dass einige der üblichen Verdächtigen dieses Mal nicht gebucht wurden, bspw. Broken Teeth und Higher Power. Los ging es am Donnerstag Abend mit dem Bus von Essen nach London. Zum Glück sowohl auf der Hin- als auch auf der Rückfahrt am Sonntag ohne Probleme und das Hostel war auch soweit ganz okay.


Freitag:
Die Show am Freitag fand im Amersahm Arms statt, einem Pub mit Eventraum im "Hinterzimmer" im Südosten Londons, etwas abgelegen von der City. Der Laden war ganz okay, allerdings im Verlauf des Abends ziemlich siffig. Sound war okay, aber keine Offenbarung.

Saliva - Der Freitag war der schrammeligere, stärker vom reudigen Punk beeinflusste. Dies zeigte sich direkt bei der ersten Band. Ein Sound, irgendwo zwischen Punk und Hardcore, straight durchgezogen ohne viel Federlesen. War ganz in Ordnung, solider Start in den Abend. Die Crowd, die in UK gerne auch mal ab der ersten Band steil geht, hielt sich auch noch etwas zurück.

Chubby & the Gang - Sind kurzfristig eingesprungen für Nekra, die absagen mussten. Man blieb dem Punk Rock treu. Gesungen hat ein Mitglied von Arms Race und auch unter den restlichen Mitgliedern tummelten sich einige, die am Wochenende noch in weiteren Bands spielten. Ganz klassisch für UK, da spielt gefühlt jeder in vier Bands. Set war okay, für mich das wohl schlechteste des Wochenendes und das trotz des beherzten Einsatzes einer Mundharmonika.

Lawful Killing - Zum ersten Mal gab es ordentlichen Hardcore Punk mit einer guten Portion Metal. Das Publikum wachte auf und es gab ordentlich Bewegung. Zurecht. Die Band ist noch recht neu, haut aber schon einen ziemlich fiesen, brachialen Sound raus, gepaart mit der bösen Stimme des Sängers. Erstes Highlight des Wochenendes für mich.

The Wound - Wieder zurück zum reudigen Punk, ein Bisschen Oi war hier sicherlich auch im Spiel. War okay, aber hat mich einmal mehr nicht komplett abgeholt. War aber alles andere als schlecht, nur einfach nicht zu 100 Prozent mein Fall.

Asid - Wieder etwas mehr Hardcore mit dabei. Vor der Bühne ging auch wieder etwas mehr. Guter Gig, vorher auch noch nie mit der Band beschäftigt. Sollte ich vielleicht ändern.

Diztort - Bester Gig des Tages. Es war eine ganze Ecke grooviger als alle anderen Bands an diesem Tag und die Band hätte vielleicht auch besser auf das Samstag Billing gepasst, aber so war es auch cool. War glaube ich auch der erste Gig der Band in Europa und es wurde geliefert. 20 Minuten völlige Eskalation auf und vor der Bühne. Singalongs, Stage Dives, harter Mosh, die ganze Palette. Dürfen gerne noch einmal rüberkommen, aber ich glaube kaum, dass es für mehr als einen Weekender reichen würde.

Arms Race - Analog zur NWOBHM aus den 70/80ern fällt im UK Hardcore auch gerne mal der Name NWOBHC und Arms Race sind in diesem Bereich sicherlich eine der Bands. Dies war die letzte Show und es war eine würdige. Von der ersten Sekunde an war die Hölle los und das, obwohl jeder der gefühlt 25 Songs exakt gleich klang. Ein fieses Hardcore Punk Geballer mit noch fieserer Stimme des Sängers. Die Leute sind völlig eskaliert und die Art und Weise der Stage Dives würden hier sicherlich für Diskussionen sorgen, aber sei es drum. Es durften auch ehemalige Mitglieder den ein oder anderen Song spielen und auch ein Gitarrentausch musste vorgenommen werden. Es lief nicht alles perfekt, aber bei einem solchen Sound würde das auch nicht passen. Sehr guter Abschluss des ersten Tages.


Samstag:
Die Show am Samstag fand im New Cross Inn statt, einer Location, kein zehn Gehminuten von der Freitagslocation entfernt. Schöner Laden, kannte ich bereits von der Fiddlehead Shows Ende letzten Jahres.

Mastermind - Haben pünktlich zum Wochenende ihre neue 7 Inch über Quality Control veröffentlicht. Schöne Platte, gab davon natürlich auch den ein oder anderen Song. Guter Gig, straighter Hardcore einer ziemlich jungen Truppe. Die Stimme des Sängers ist sicherlich gewöhnungsbedürftig, mit gefällts. Vor der Bühne war für die erste von zehn Bands auch schon ordentlich was los. Die Band kommt an.

Instructor - Die einzige Band des Wochenendes, die vom Festland rübergefahren ist, genauer gesagt aus Belgien. Die Demo ist gut, so gut, dass ich sie mir versehentlich zweimal gekauft habe. Passiert. Die Show war auch gut. Typische Quality Control Band in meinen Augen und auch ohne Local Hero Status war hier nach etwas Anlaufschwierigkeiten einiges los in der Crowd. Guter Gig.

Mere Mortal - Darauf habe ich mich sehr gefreut. Bands, die irgendwo zwischen Metal und Hardcore stehen und bei denen eine genaue Einordnung schwierig ist, sind seit Jahren im Kommen mit Power Trip an der Spitze und da machen UK Bands natürlich keine Ausnahme. Mere Mortal schlagen in eine ähnliche Kerbe. Feines Metal Riffing trifft auf einen druckvollen Hardcore Sound. Harten Mosh gab es natürlich auch. Ärgere mich nach diesem Gig schon, dass im Sommer meine Faulheit gesiegt hat und ich nicht nach Eindhoven zum Gig mit Big Cheese gefahren bin.

Gutter Knife - Hardcore/Oi Punk Mix, haben dieses Jahr ihre erste Platte rausgehauen, die in meinen Augen solide ist, aber mehr auch nicht. Der Gig hat mir besser gefallen. Der Sänger sieht aus wie 16 und man glaubt gar nicht, was aus dem kleinen Kerl rauskommt. Darüber hinaus hat er die Crowd voll unter Kontrolle. Es gab viele Singalongs, ordentlich Bewegung. Ich wurde gut unterhalten.

Payday - Bis zu diesem Zeitpunkt die moshlastigste Band des Abends. Vor der Bühne ging es hart zur Sache. Dies sollte auch noch Folgen für einen weiteren Auftritt haben, aber dazu später mehr. Das letzte Mal habe ich die Band Ende 2017 gesehen, auch in London. Damals konnte man die Promos für die kommende Platte kaufen und nun, zwei Jahre später, ist sie endlich draußen. Die Besetzung der Band hat sich, wenn ich mich nicht irre, auch stark geändert. Geblieben ist der harte Sound und die markante Stimme des Sängers. Ähnlich wie bei Mastermind gewöhnungsbedürftig, aber die Crowd feiert es bzw. die Band. Wütende 20 Minuten.

Frame of Mind - Letzte Show der Band, cool, dass ich sie mitnehmen konnte. Hatte zu Beginn Probleme mit der Band, bin aber nach und nach reingekommen und das Album, welches dieses Jahr erschienen ist, konnte mich überzeugen. Der Sound hebt sich ab, unorthodox, viele Taktwechsel, man könnte anstrengend sagen für Hardcore Punk Verhältnisse. Wie schon bei Arms Race gab es auch hier ein würdiges Ende. Viele Singalongs, viel Mosh, eine feine Sache.

Game - Vom Sound her hätte die Band sicherlich besser zum Freitag gepasst. Punk/Hardcore Gemisch mit neuer Platte, die ich auch nur als solide bezeichnen würde, aber auch hier ähnlich wie bei Gutter Knife muss ich sagen, dass es mir live doch deutlich besser gefallen hat. Schönes Ding, die Crowd war auch voll drinnen. Ein würdiges Aufwärmprogramm für die letzten drei großen Highlights.

Big Cheese - Neben Higher Power weiterhin wohl der heißeste Hardcore Act aus UK. Leider mit einem großen Problem, der Drummer musste nach dem wütenden Payday Set zum Zahnarzt und konnte dementsprechend nicht spielen. Es gab dann eine recht kreative Lösung mit verschiedenen Drummern, u.a. von Ekulu und selbst der Sänger von Big Cheese trommelte einen Song während der Sänger von The Flex seinen Part übernahm. Der hatte dabei auch den Spaß seines Lebens. Die Show war unfassbar gut, ein riesiges Chaos, vielleicht das größte Chaos des Tages. Massive Stage Dive Eskalation, gepaart mit einer absolut wütenden Crowd und Singalongs in Hülle und Fülle. So sollten Hardcore Shows aussehen.

The Flex - Haben eigentlich genau da weitergemacht, wo Big Cheese aufgehört haben. Der Sänger, der gefühlt bei jeder Band des Tages in Reihe 1 stand und jeden Song mitgesungen hat, durfte dies nun endlich auf der Bühne tun. Massive Erscheinung der Herr. Vom Sound her wurden Punkelemente wieder hervorgehoben. Das hat aber dem Chaos kaum einen Abbruch getan. Die Band spielt leider viel zu selten in Deutschland. 2020 darf da gerne mehr kommen.

Ekulu - Haben sich nicht lumpen lassen und ihre gesamte Discographie gespielt. Nur Hits! Der Sound ist einfach so unfassbar groovig. Diese Band verdient viel mehr Aufmarksamkeit und muss schleunigst wieder zurückkommen. Alleine "Melt the Ice" ist für mich vielleicht der beste Hardcore Punk Track der letzten fünf Jahre. Stabile Metalriffs treffen auf einen unnachahmlichen Groove, so gut. Wie schon gesagt, alles Songs gespielt und immerhin fast 20 Minuten Spielzeit. Alleine dafür hat sich die Anreise ganz locker gelohnt. Das Publikum ließ sich auch nicht lumpen und ist ordentlich eskaliert. Zum Abschluss gab es "Sanctuary of Depression" mit massiven Singalongs, groß, einfach groß und vielleicht ein Kandidat für die besten zehn Shows des Jahres.


Fazit:
Sehr schönes Wochenende mit durchweg guten Sets. Einen einzigen Kritikpunkt muss ich loswerden, denn die geplanten Umbauzeiten von zehn Minuten konnten an beiden tagen nicht eingehalten werden. Das hat wohl auch niemanden gewundert und im Endeffekt hat es wohl auch niemanden gestört, aber einen halbwegs realistischen Tiemtable erstellen sollte bei einem möglichen nächsten Mal drin sein. Falls es ein nächstes Mal geben sollte, bitte Mindforce und/oder Dominant Force buchen.
There is panic on the streets

real_tarantino
Beiträge: 125
Registriert: So 11. Aug 2019, 20:15

Re: Festivalberichte

Beitrag von real_tarantino » Mo 25. Nov 2019, 15:21

SammyJankis hat geschrieben:
Mo 25. Nov 2019, 14:51
Ich war am Wochenende in London auf dem Damage Is Done, welches von Freitag bis Sonntag in verschiedenen Locations stattfand. Sonntag habe ich mir allerdings geklemmt, da das Line Up im Vergleich zum Freitag und Samstag abgefallen ist und heute Abend noch ein weiteres Konzert mit einem sehr feinen Package ansteht. Betrachtet man den Namen könnte man davon ausgehen, dass Fury am Start waren. Dem war leider nicht so. Dafür gab es mit Ekulu ein riesiges Highlight, zum ersten Mal in Europa. Die Band hat zwar bisher nur fünf Songs veröffentlicht, diese sind aber so gut, dass man dafür auch gerne mal den Weg nach London antreten kann. Schön auch, dass einige der üblichen Verdächtigen dieses Mal nicht gebucht wurden, bspw. Broken Teeth und Higher Power. Los ging es am Donnerstag Abend mit dem Bus von Essen nach London. Zum Glück sowohl auf der Hin- als auch auf der Rückfahrt am Sonntag ohne Probleme und das Hostel war auch soweit ganz okay.


Freitag:
Die Show am Freitag fand im Amersahm Arms statt, einem Pub mit Eventraum im "Hinterzimmer" im Südosten Londons, etwas abgelegen von der City. Der Laden war ganz okay, allerdings im Verlauf des Abends ziemlich siffig. Sound war okay, aber keine Offenbarung.

Saliva - Der Freitag war der schrammeligere, stärker vom reudigen Punk beeinflusste. Dies zeigte sich direkt bei der ersten Band. Ein Sound, irgendwo zwischen Punk und Hardcore, straight durchgezogen ohne viel Federlesen. War ganz in Ordnung, solider Start in den Abend. Die Crowd, die in UK gerne auch mal ab der ersten Band steil geht, hielt sich auch noch etwas zurück.

Chubby & the Gang - Sind kurzfristig eingesprungen für Nekra, die absagen mussten. Man blieb dem Punk Rock treu. Gesungen hat ein Mitglied von Arms Race und auch unter den restlichen Mitgliedern tummelten sich einige, die am Wochenende noch in weiteren Bands spielten. Ganz klassisch für UK, da spielt gefühlt jeder in vier Bands. Set war okay, für mich das wohl schlechteste des Wochenendes und das trotz des beherzten Einsatzes einer Mundharmonika.

Lawful Killing - Zum ersten Mal gab es ordentlichen Hardcore Punk mit einer guten Portion Metal. Das Publikum wachte auf und es gab ordentlich Bewegung. Zurecht. Die Band ist noch recht neu, haut aber schon einen ziemlich fiesen, brachialen Sound raus, gepaart mit der bösen Stimme des Sängers. Erstes Highlight des Wochenendes für mich.

The Wound - Wieder zurück zum reudigen Punk, ein Bisschen Oi war hier sicherlich auch im Spiel. War okay, aber hat mich einmal mehr nicht komplett abgeholt. War aber alles andere als schlecht, nur einfach nicht zu 100 Prozent mein Fall.

Asid - Wieder etwas mehr Hardcore mit dabei. Vor der Bühne ging auch wieder etwas mehr. Guter Gig, vorher auch noch nie mit der Band beschäftigt. Sollte ich vielleicht ändern.

Diztort - Bester Gig des Tages. Es war eine ganze Ecke grooviger als alle anderen Bands an diesem Tag und die Band hätte vielleicht auch besser auf das Samstag Billing gepasst, aber so war es auch cool. War glaube ich auch der erste Gig der Band in Europa und es wurde geliefert. 20 Minuten völlige Eskalation auf und vor der Bühne. Singalongs, Stage Dives, harter Mosh, die ganze Palette. Dürfen gerne noch einmal rüberkommen, aber ich glaube kaum, dass es für mehr als einen Weekender reichen würde.

Arms Race - Analog zur NWOBHM aus den 70/80ern fällt im UK Hardcore auch gerne mal der Name NWOBHC und Arms Race sind in diesem Bereich sicherlich eine der Bands. Dies war die letzte Show und es war eine würdige. Von der ersten Sekunde an war die Hölle los und das, obwohl jeder der gefühlt 25 Songs exakt gleich klang. Ein fieses Hardcore Punk Geballer mit noch fieserer Stimme des Sängers. Die Leute sind völlig eskaliert und die Art und Weise der Stage Dives würden hier sicherlich für Diskussionen sorgen, aber sei es drum. Es durften auch ehemalige Mitglieder den ein oder anderen Song spielen und auch ein Gitarrentausch musste vorgenommen werden. Es lief nicht alles perfekt, aber bei einem solchen Sound würde das auch nicht passen. Sehr guter Abschluss des ersten Tages.


Samstag:
Die Show am Samstag fand im New Cross Inn statt, einer Location, kein zehn Gehminuten von der Freitagslocation entfernt. Schöner Laden, kannte ich bereits von der Fiddlehead Shows Ende letzten Jahres.

Mastermind - Haben pünktlich zum Wochenende ihre neue 7 Inch über Quality Control veröffentlicht. Schöne Platte, gab davon natürlich auch den ein oder anderen Song. Guter Gig, straighter Hardcore einer ziemlich jungen Truppe. Die Stimme des Sängers ist sicherlich gewöhnungsbedürftig, mit gefällts. Vor der Bühne war für die erste von zehn Bands auch schon ordentlich was los. Die Band kommt an.

Instructor - Die einzige Band des Wochenendes, die vom Festland rübergefahren ist, genauer gesagt aus Belgien. Die Demo ist gut, so gut, dass ich sie mir versehentlich zweimal gekauft habe. Passiert. Die Show war auch gut. Typische Quality Control Band in meinen Augen und auch ohne Local Hero Status war hier nach etwas Anlaufschwierigkeiten einiges los in der Crowd. Guter Gig.

Mere Mortal - Darauf habe ich mich sehr gefreut. Bands, die irgendwo zwischen Metal und Hardcore stehen und bei denen eine genaue Einordnung schwierig ist, sind seit Jahren im Kommen mit Power Trip an der Spitze und da machen UK Bands natürlich keine Ausnahme. Mere Mortal schlagen in eine ähnliche Kerbe. Feines Metal Riffing trifft auf einen druckvollen Hardcore Sound. Harten Mosh gab es natürlich auch. Ärgere mich nach diesem Gig schon, dass im Sommer meine Faulheit gesiegt hat und ich nicht nach Eindhoven zum Gig mit Big Cheese gefahren bin.

Gutter Knife - Hardcore/Oi Punk Mix, haben dieses Jahr ihre erste Platte rausgehauen, die in meinen Augen solide ist, aber mehr auch nicht. Der Gig hat mir besser gefallen. Der Sänger sieht aus wie 16 und man glaubt gar nicht, was aus dem kleinen Kerl rauskommt. Darüber hinaus hat er die Crowd voll unter Kontrolle. Es gab viele Singalongs, ordentlich Bewegung. Ich wurde gut unterhalten.

Payday - Bis zu diesem Zeitpunkt die moshlastigste Band des Abends. Vor der Bühne ging es hart zur Sache. Dies sollte auch noch Folgen für einen weiteren Auftritt haben, aber dazu später mehr. Das letzte Mal habe ich die Band Ende 2017 gesehen, auch in London. Damals konnte man die Promos für die kommende Platte kaufen und nun, zwei Jahre später, ist sie endlich draußen. Die Besetzung der Band hat sich, wenn ich mich nicht irre, auch stark geändert. Geblieben ist der harte Sound und die markante Stimme des Sängers. Ähnlich wie bei Mastermind gewöhnungsbedürftig, aber die Crowd feiert es bzw. die Band. Wütende 20 Minuten.

Frame of Mind - Letzte Show der Band, cool, dass ich sie mitnehmen konnte. Hatte zu Beginn Probleme mit der Band, bin aber nach und nach reingekommen und das Album, welches dieses Jahr erschienen ist, konnte mich überzeugen. Der Sound hebt sich ab, unorthodox, viele Taktwechsel, man könnte anstrengend sagen für Hardcore Punk Verhältnisse. Wie schon bei Arms Race gab es auch hier ein würdiges Ende. Viele Singalongs, viel Mosh, eine feine Sache.

Game - Vom Sound her hätte die Band sicherlich besser zum Freitag gepasst. Punk/Hardcore Gemisch mit neuer Platte, die ich auch nur als solide bezeichnen würde, aber auch hier ähnlich wie bei Gutter Knife muss ich sagen, dass es mir live doch deutlich besser gefallen hat. Schönes Ding, die Crowd war auch voll drinnen. Ein würdiges Aufwärmprogramm für die letzten drei großen Highlights.

Big Cheese - Neben Higher Power weiterhin wohl der heißeste Hardcore Act aus UK. Leider mit einem großen Problem, der Drummer musste nach dem wütenden Payday Set zum Zahnarzt und konnte dementsprechend nicht spielen. Es gab dann eine recht kreative Lösung mit verschiedenen Drummern, u.a. von Ekulu und selbst der Sänger von Big Cheese trommelte einen Song während der Sänger von The Flex seinen Part übernahm. Der hatte dabei auch den Spaß seines Lebens. Die Show war unfassbar gut, ein riesiges Chaos, vielleicht das größte Chaos des Tages. Massive Stage Dive Eskalation, gepaart mit einer absolut wütenden Crowd und Singalongs in Hülle und Fülle. So sollten Hardcore Shows aussehen.

The Flex - Haben eigentlich genau da weitergemacht, wo Big Cheese aufgehört haben. Der Sänger, der gefühlt bei jeder Band des Tages in Reihe 1 stand und jeden Song mitgesungen hat, durfte dies nun endlich auf der Bühne tun. Massive Erscheinung der Herr. Vom Sound her wurden Punkelemente wieder hervorgehoben. Das hat aber dem Chaos kaum einen Abbruch getan. Die Band spielt leider viel zu selten in Deutschland. 2020 darf da gerne mehr kommen.

Ekulu - Haben sich nicht lumpen lassen und ihre gesamte Discographie gespielt. Nur Hits! Der Sound ist einfach so unfassbar groovig. Diese Band verdient viel mehr Aufmarksamkeit und muss schleunigst wieder zurückkommen. Alleine "Melt the Ice" ist für mich vielleicht der beste Hardcore Punk Track der letzten fünf Jahre. Stabile Metalriffs treffen auf einen unnachahmlichen Groove, so gut. Wie schon gesagt, alles Songs gespielt und immerhin fast 20 Minuten Spielzeit. Alleine dafür hat sich die Anreise ganz locker gelohnt. Das Publikum ließ sich auch nicht lumpen und ist ordentlich eskaliert. Zum Abschluss gab es "Sanctuary of Depression" mit massiven Singalongs, groß, einfach groß und vielleicht ein Kandidat für die besten zehn Shows des Jahres.


Fazit:
Sehr schönes Wochenende mit durchweg guten Sets. Einen einzigen Kritikpunkt muss ich loswerden, denn die geplanten Umbauzeiten von zehn Minuten konnten an beiden tagen nicht eingehalten werden. Das hat wohl auch niemanden gewundert und im Endeffekt hat es wohl auch niemanden gestört, aber einen halbwegs realistischen Tiemtable erstellen sollte bei einem möglichen nächsten Mal drin sein. Falls es ein nächstes Mal geben sollte, bitte Mindforce und/oder Dominant Force buchen.
Ich war, natürlich nur rein zufällig, ebenfalls beim Damage Is Done und kann mich den meisten Meinungen anschließen.
Zu Diztort, dem "Headliner" am Freitag kann ich nur hinzufügen, dass es für mich und selbst für eine Hardcore Band überraschend war wie heftig ein Publikum auf einen Akkord ausrasten kann. Teilweise sind die Briten einfach so enthusiastisch und es wird einfach einen Scheiss auf alles gegeben, Gesundheit hin oder her. Immerhin haben sie ja eine gesetzliche Krankenversicherung, im Gegensatz zu Diztort aus Kalifornien. War auch sehr angetan vom Set und einfach nur zusehen, hat unglaublich Spaß gemacht. Beim ersten Track fiel direkt ein Mikroständer von der Bühne, was aber einfach niemanden aufgehalten hat :D zu gut.
Der Boden in der Freitags Venue war allerdings etwas siffig, aber dennoch ein sehr gelungener Abend. Lawfull Killing neben Diztort die beste Show des Abends.

Samstag dann natürlich nochmal ein überladener Tag mit einer Wahnsinnsfülle an starken Bands.
Meine Highlights waren auf jeden Fall: Ekulu, Big Cheese und Frame of Mind.
Auf Ekulu hat, außer man hat sie bereits in Leeds oder Nottingham gesehen, vermutlich jeder am meisten Bock gehabt und so ging´s mir auch. Der Singalong beim Intro "The Ruminator" hat mir einfach den Rest gegeben und sich für den Rest des Wochenendes in mein Ohr gebrannt. Dann Melt the Ice und S.O.D. einfach noch die geilsten HC Tracks der letzten Jahre zum besten gegeben, ich könnte mich kaum für einen Favoriten entscheiden. Bitte wieder nach Europa buchen, auch wenn es nur für einen Weekender oder exklusive Show reichen würde. Greta Thunberg hasst diesen Trick, HC-Fans lieben ihn.
Big Cheese wahrscheinlich das Set mit der meisten Gewalt des Tages, jetzt zum 2. Mal gesehen und es war derbe gut. Irgendjemand hat sie mal mit Outburst verglichen - würde sagen, das kommt hin!
Bei Frame of Mind fand ich´s schade dass sie doch schon aufhören, nach nur jeweils einer Europa und West-Coast Tour sowie einzelnen Festland Shows. Jedoch hat der abwechslungsreiche Sound unfassbar gekickt und live eine Energie entfaltet, die ich kaum mit anderen Acts und deren Aufnahmen vergleichen lässt. Zumindest was die Differenz von Aufnnahme und Auftritt angeht. Zum 2. Mal gesehen und defintiv eins der Highlights.

Würde es wieder tun und hoffentlich werden beim nächsten Mal Mindforce, Never Ending Game oder ähnliches gebucht :D
Rock am Ring: ´12, ´14,´15
Rock Werchter: ´13,´19
Hurricane: ´13
Area4: ´11, ´12
Ieperfest: ´14, ´19
Outbreak Fest: ´15,´18
Dunk: ´18

'This climate of fear controlling my days.'

Blackstar
Beiträge: 4717
Registriert: Mo 25. Jan 2016, 16:48

Re: Festivalberichte

Beitrag von Blackstar » Mo 25. Nov 2019, 15:23

Big Cheese - Neben Higher Power weiterhin wohl der heißeste Hardcore Act aus UK. Leider mit einem großen Problem, der Drummer musste nach dem wütenden Payday Set zum Zahnarzt und konnte dementsprechend nicht spielen. Es gab dann eine recht kreative Lösung mit verschiedenen Drummern, u.a. von Ekulu und selbst der Sänger von Big Cheese trommelte einen Song während der Sänger von The Flex seinen Part übernahm. Der hatte dabei auch den Spaß seines Lebens. Die Show war unfassbar gut, ein riesiges Chaos, vielleicht das größte Chaos des Tages. Massive Stage Dive Eskalation, gepaart mit einer absolut wütenden Crowd und Singalongs in Hülle und Fülle. So sollten Hardcore Shows aussehen.
Äh, das geht so einfach? Wie muss man sich das vorstellen? ist das eh nur random-gekloppe oder wie funktioniert das?

real_tarantino
Beiträge: 125
Registriert: So 11. Aug 2019, 20:15

Re: Festivalberichte

Beitrag von real_tarantino » Mo 25. Nov 2019, 16:31

Blackstar hat geschrieben:
Mo 25. Nov 2019, 15:23
Big Cheese - Neben Higher Power weiterhin wohl der heißeste Hardcore Act aus UK. Leider mit einem großen Problem, der Drummer musste nach dem wütenden Payday Set zum Zahnarzt und konnte dementsprechend nicht spielen. Es gab dann eine recht kreative Lösung mit verschiedenen Drummern, u.a. von Ekulu und selbst der Sänger von Big Cheese trommelte einen Song während der Sänger von The Flex seinen Part übernahm. Der hatte dabei auch den Spaß seines Lebens. Die Show war unfassbar gut, ein riesiges Chaos, vielleicht das größte Chaos des Tages. Massive Stage Dive Eskalation, gepaart mit einer absolut wütenden Crowd und Singalongs in Hülle und Fülle. So sollten Hardcore Shows aussehen.
Äh, das geht so einfach? Wie muss man sich das vorstellen? ist das eh nur random-gekloppe oder wie funktioniert das?
Viele der Bands sind sehr gut miteinander befreundet und/oder teilen sich Mitglieder, d.h. die kennen auch die Songs von Big Cheese sehr gut und können wahrscheinlich recht schnell zumindest 1-2 Songs von denen lernen. Insgesamt waren inklusive des Sängers, 3 verschiedene Drummer am Werk. Dazu schien der von Ekulu auch schon recht geübt zu sein, was dann natürlich ein Vorteil ist.
Rock am Ring: ´12, ´14,´15
Rock Werchter: ´13,´19
Hurricane: ´13
Area4: ´11, ´12
Ieperfest: ´14, ´19
Outbreak Fest: ´15,´18
Dunk: ´18

'This climate of fear controlling my days.'

Online
Benutzeravatar
SammyJankis
Beiträge: 5659
Registriert: So 13. Sep 2015, 14:46

Re: Festivalberichte

Beitrag von SammyJankis » Mo 25. Nov 2019, 16:46

Vielleicht noch zur Einordnung:
Die Drummer von Big Cheese ist auch Drummer von Higher Power, die mittlerweile ziemlich erfolgreich sind und auch schon mehrfach in den Staaten getourt haben. Würde mich wundern, wenn es da nicht mal Überschneidungen von Shows der beiden Bands gibt. Also gibt es sicherlich mindestens eine, wenn nicht mehrere Personen, die das Set als Ersatz schon drummen "mussten" und dementsprechend geübt sind.
There is panic on the streets

Benutzeravatar
Doncamillo
Beiträge: 656
Registriert: So 17. Apr 2016, 17:47
Wohnort: Rotenburg Wümme

Re: Festivalberichte

Beitrag von Doncamillo » Mo 22. Jun 2020, 11:09

Zuletzt geändert von Doncamillo am Mo 22. Jun 2020, 11:57, insgesamt 1-mal geändert.
Sehen wir uns beim "Point of Return" am Südeingang vom Hurricane-Festival?
seit 1998 :-) +
Grundsätzliches findest du hier: viewtopic.php?f=8&t=430

Blackstar
Beiträge: 4717
Registriert: Mo 25. Jan 2016, 16:48

Re: Festivalberichte

Beitrag von Blackstar » Mo 22. Jun 2020, 11:14

Glücklicherweise führt dieser Link ins Leere.

Benutzeravatar
nilolium
Hausmeister
Beiträge: 3785
Registriert: Mo 14. Sep 2015, 00:04
Wohnort: Hamburg
Kontaktdaten:

Re: Festivalberichte

Beitrag von nilolium » Mo 22. Jun 2020, 11:49

Der Link führt zu einer privaten Facebook-Gruppe. Um was für eine Art Festivalbericht handelt es sich denn?

Benutzeravatar
Doncamillo
Beiträge: 656
Registriert: So 17. Apr 2016, 17:47
Wohnort: Rotenburg Wümme

Re: Festivalberichte

Beitrag von Doncamillo » Mo 22. Jun 2020, 11:56

nilolium hat geschrieben:
Mo 22. Jun 2020, 11:49
Der Link führt zu einer privaten Facebook-Gruppe. Um was für eine Art Festivalbericht handelt es sich denn?
:smile:
Hurricane Festival 2020
Sehen wir uns beim "Point of Return" am Südeingang vom Hurricane-Festival?
seit 1998 :-) +
Grundsätzliches findest du hier: viewtopic.php?f=8&t=430

Blackstar
Beiträge: 4717
Registriert: Mo 25. Jan 2016, 16:48

Re: Festivalberichte

Beitrag von Blackstar » Mo 22. Jun 2020, 12:03

Auch das geht nicht, weil private Gruppe gehe aber mal davon aus, dass er hier wieder Eigenwerbung für seinen christlichen Verein machen möchte. Ein anderes Thema hat er ja nicht.

Benutzeravatar
Doncamillo
Beiträge: 656
Registriert: So 17. Apr 2016, 17:47
Wohnort: Rotenburg Wümme

Re: Festivalberichte

Beitrag von Doncamillo » Mo 22. Jun 2020, 13:21

nilolium hat geschrieben:
Mo 22. Jun 2020, 11:49
Der Link führt zu einer privaten Facebook-Gruppe. Um was für eine Art Festivalbericht handelt es sich denn?
Danke für die Rückmeldung, privat.... OK sorry da sind paartausend drin, naja.
Ich war am Samstag vor dem Südeingang und habe etwas melancholisch dort etwas Musik gemacht und mich mit ein paar Leuten, die auch trotzdem da waren, sehr gute Gespräche geführt....Mein Gesprächspartner meinte ich sollte die Bilder posten, ich muss aber wohl doch auf eine andere HURRICANE Seite? Habt ihr eine Idee wo man allgemein Zugriff auf die Bilder hat? :smile:
Sehen wir uns beim "Point of Return" am Südeingang vom Hurricane-Festival?
seit 1998 :-) +
Grundsätzliches findest du hier: viewtopic.php?f=8&t=430

mattkru
Beiträge: 4505
Registriert: So 31. Jan 2016, 18:34

Re: Festivalberichte

Beitrag von mattkru » Mo 22. Jun 2020, 16:41

Doncamillo hat geschrieben:
Mo 22. Jun 2020, 13:21
nilolium hat geschrieben:
Mo 22. Jun 2020, 11:49
Der Link führt zu einer privaten Facebook-Gruppe. Um was für eine Art Festivalbericht handelt es sich denn?
Danke für die Rückmeldung, privat.... OK sorry da sind paartausend drin, naja.
Ich war am Samstag vor dem Südeingang und habe etwas melancholisch dort etwas Musik gemacht und mich mit ein paar Leuten, die auch trotzdem da waren, sehr gute Gespräche geführt....Mein Gesprächspartner meinte ich sollte die Bilder posten, ich muss aber wohl doch auf eine andere HURRICANE Seite? Habt ihr eine Idee wo man allgemein Zugriff auf die Bilder hat? :smile:
Probier mal hier.

Benutzeravatar
nilolium
Hausmeister
Beiträge: 3785
Registriert: Mo 14. Sep 2015, 00:04
Wohnort: Hamburg
Kontaktdaten:

Re: Festivalberichte

Beitrag von nilolium » Mo 22. Jun 2020, 21:36

Lass es doch bitte einfach.

Benutzeravatar
Doncamillo
Beiträge: 656
Registriert: So 17. Apr 2016, 17:47
Wohnort: Rotenburg Wümme

Re: Festivalberichte

Beitrag von Doncamillo » Mo 22. Jun 2020, 21:41

mattkru hat geschrieben:
Mo 22. Jun 2020, 16:41
Doncamillo hat geschrieben:
Mo 22. Jun 2020, 13:21
nilolium hat geschrieben:
Mo 22. Jun 2020, 11:49
Der Link führt zu einer privaten Facebook-Gruppe. Um was für eine Art Festivalbericht handelt es sich denn?
Danke für die Rückmeldung, privat.... OK sorry da sind paartausend drin, naja.
Ich war am Samstag vor dem Südeingang und habe etwas melancholisch dort etwas Musik gemacht und mich mit ein paar Leuten, die auch trotzdem da waren, sehr gute Gespräche geführt....Mein Gesprächspartner meinte ich sollte die Bilder posten, ich muss aber wohl doch auf eine andere HURRICANE Seite? Habt ihr eine Idee wo man allgemein Zugriff auf die Bilder hat? :smile:
Probier mal hier.
Danke für den Tipp, ist aber zu viel englisch, kennst du auch ne deutsche Seite?
Sehen wir uns beim "Point of Return" am Südeingang vom Hurricane-Festival?
seit 1998 :-) +
Grundsätzliches findest du hier: viewtopic.php?f=8&t=430

Benutzeravatar
smi
Beiträge: 496
Registriert: Do 7. Feb 2019, 09:12

Re: Festivalberichte

Beitrag von smi » Do 23. Jul 2020, 14:58


Online
Benutzeravatar
SammyJankis
Beiträge: 5659
Registriert: So 13. Sep 2015, 14:46

Re: Festivalberichte

Beitrag von SammyJankis » Di 1. Sep 2020, 23:30

Ich war am Freitag auf dem Platzhirsch Festival in Duisburg, das Reeperbahn Festival Duisburgs inkl. Theater, Kunst und Angeboten für Kinder. Unter Corona gab es natürlich dementsprechende Regelungen. Auf dem sonst stark belebten Dellplatz herrschte Leere. Alle Angeboten waren kostenlos. Man musste sich vorher online registrieren. Ich konnte leider nur eine einzige Show mitnehmen.

CHVE - Spielte in der Kirche auf dem Dellplatz. War gespannt, wie die Leute verteilt werden, aber es waren im Endeffekt sehr große Abstände zwischen den einzelnen Plätzen. Mehr als ich erwartet hätte. Habe CHVE bisher erst einmal gesehen, irgendwann auf dem dunk! Festival und war dementsprechend auf eine Stunde Dehleier eingestimmt. Dazu kam es zunächst allerdings nicht, denn er wurde für die erste halbe Stunde von einem anderen Mitglied von Amenra an der Gitarre begleitet und es wurden Acoustic-Versionen von Amenra Songs dargeboten. Highlight war auf jeden Fall "A Solitary Reign". Das Ganze war noch einmal ein Stück minimalistischer als bei den Acoustic-Gigs von Amenra. Man merkt an dieser Stelle einmal mehr, wie gut der Herr singen kann. Nach einem, mir unbekannten, belgischen Volkslied wurde schließlich doch die Dreleier ausgepackt und Colin lieferte alleine seine Solo-Songs ab. War astrein, der Auftritt damals in einem kleinen Wäldchen beim dunk! Festival war sicherlich noch ein Stückchen stärker, bedingt durch die Atmosphäre, aber hier hat auch alles gepasst. Ich hätte allerdings beim ersten Konzert nach fast sechs Monaten wahrscheinlich alles abgefeiert. Das muss man sich wohl eingestehen. Denke auch, dass derartige Veranstaltungen die Ausnahme bleiben.
There is panic on the streets


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Google [Bot] und 4 Gäste