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Der Konzertbesuchsthread

Konzerte, Platten & Musik im TV
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Finn
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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von Finn » Do 26. Sep 2019, 11:04

In Berlin gab es auch ein Migos-T-Shirt vorne drin, ich musste schmunzeln.

hendrik
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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von hendrik » Fr 27. Sep 2019, 17:42

Ich hätte ja auch richtig gerne Touché Amoré und Deafheaven in Hamburg mitgenommen. Ebenso gestern Madrugada in Bremen. War leider beides zeitlich absolut nicht machbar diese Woche. Aber besten Dank für die Berichte!

Ebenso hätte ich gerne das Deafrow Fest mitgenommen. Was ein Line Up mit Radare, Esben and the Witch, Celeste, Kokomo und der Weg einer Freiheit. Die anderen kenn ich nicht, aber wissen sicherlich auch zu gefallen. Naja, aber da war ich a) eh verplant und b) überschreitet Jena dann doch mein Radius... Liest sich aber auch sehr gut!

rogerhealy
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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von rogerhealy » Di 1. Okt 2019, 12:22

Nicht mehr ganz aktuell:
Solange mit Orchester in der Elbphilharmonie.
https://www.welt.de/regionales/hamburg/ ... monie.html

"Ein Orchester wohlgemerkt, mit dem sie arrangierend und komponierend überhaupt nicht umzugehen verstand und das qualitativ noch dazu auf dem Niveau eines Spielmannszuges musizierte. Kein Spaß."

"Auch Solange kann nicht tanzen, obwohl sie beachtliche Figuren ausprobierte und sogar einen Spagat vom vorderen Podiumsrand in die erste Sitzreihe wagte. All das zu viel schlechter Musik."

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slowdive
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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von slowdive » Di 1. Okt 2019, 13:15

rogerhealy hat geschrieben:
Di 1. Okt 2019, 12:22
Nicht mehr ganz aktuell:
Solange mit Orchester in der Elbphilharmonie.
https://www.welt.de/regionales/hamburg/ ... monie.html

"Ein Orchester wohlgemerkt, mit dem sie arrangierend und komponierend überhaupt nicht umzugehen verstand und das qualitativ noch dazu auf dem Niveau eines Spielmannszuges musizierte. Kein Spaß."

"Auch Solange kann nicht tanzen, obwohl sie beachtliche Figuren ausprobierte und sogar einen Spagat vom vorderen Podiumsrand in die erste Sitzreihe wagte. All das zu viel schlechter Musik."
An sich begrüße ich es ja durchaus, wenn zwischen all der sich anbiedernden Servicekritik im Bereich der Konzerberichterstattung auch mal kritische Töne zugelassen werden, die mehr im Sinn haben, als den Gästelistenplatz für das nächste Jahr nicht zu gefährden, doch dieser Text wirkt leider gewollt edgy. Mag ja sein, dass man einem wenig gelungenem Konzert beiwohnen durfte, aber Schulorchester-Niveau (es war sowieso eher Brassmusik, aber das scheint der gute Herr nicht zubemerken) ist das objektiv betrachtet nicht:


Blackstar
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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von Blackstar » Di 1. Okt 2019, 13:20

Ist halt Welt, was erwartet ihr?

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SammyJankis
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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von SammyJankis » Mo 7. Okt 2019, 08:33

Ich war gestern bei Street Soldier in Essen im Don't Panic. Lange keine Stumpf Hardcore Show besucht, also die Gelegenheit ergriffen. Waren so 30-40 Zahlende. Ganz okay für den Laden. Da habe ich schon bedeutend Traurigeres gesehen. Heimlicher Headliner des Abends war der Schlagkraftautomat. Ruhrpott Hardcore, man muss es lieben.

Getting Even - Joa, das war nicht gut. Beatdown, stumpf, Schema F mit Ansagen jenseits von Gut und Böse. Das war nichts. Zum Ende hin gab es ein Cover. Hätte all mein Geld auf "All Will Suffer" von Shattered Realm gesetzt, aber falsch gedacht. Es wurde "Crowd War" von CDC gecovert. CDC sind zwar irgendwie berüchtigt, weil sie es geschafft haben, ca. 6 Europatouren mit sechs Songs zu spielen, aber das ist wirklich nichts, was man covern muss.

Torch It - Besser, solides Ding mit Bewegung im Publikum. Ist für mich weiterhin eine Light Version von Harm/Shelter. Hat nichts Eigenes. Die neue Platte "Sufferer" hat mir auch nicht wirklich gefallen. Schön war aber die Special Edition der Platte mit Bad Religion "Suffer" Ripoff Cover. Feine Idee.

Street Soldier - Alles an dieser Band ist irgendwie stumpf. Der Name, das Logo, welches aus einer menschlichen Silhouette besteht, die einen Highkick macht und auch die ganze Band an sich. Wir haben einen dürren Dude in Joggingpeitsche, einen übergewichtigen Herren an der Gitarre, den Sänger, den die meiste Zeit im Gym abhängt und einen Drummer, der aussieht wie der Random Dude schlechthin, aber mit riesiger Goldkette drumt. Genauso müssen Hardcore Bands aussehen. Das bürgt für Qualität. Show war genauso wie erwartet. Stumpfe Parts, Rapparts, Menschen, die sich im Pit fast ausknocken, andere Menschen, die sich gegenseitig auf die Schulter nehmen um in die Crowd zu rennen. Einfach stumpf, aber durchaus mit Unterhaltungsfaktor. Der Drummer ist in jedem Song gefühlt 4x aufgestanden und hat irgendwelche Grimassen gezogen und auf Leute gedeutet,die sich nicht bewegt haben, auch im Stehen gezockt und generell wirkte er ein Bisschen wie die Hardcore Version dieses Dudes, der bei Youtube vor einigen Jahren viral ging, weil er auf irgendeiner Random Veranstaltung an den Drums bei einem ZZ Top Song völlig eskaliert ist. Zwischendurch gab es noch ein Hatebreed Cover. Mit "This Is Now" allerdings nicht wie üblich ein Song der ersten Platte. Ich nenne es mal Abwechslung. Nach einer knappen halbe Stunde war Schluss. Als Outro zockte der Drummer noch "Run to the Hills" an und ich glaube jeder hat den Laden zufrieden verlassen. Wie gesagt, stumpf, aber mit Unterhaltungsfaktor
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mattkru
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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von mattkru » Mo 7. Okt 2019, 09:30

Ein Schlagkraftautomat? So wie bei Dragonball???

Bild

:lolol:
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SammyJankis
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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von SammyJankis » Mo 7. Okt 2019, 09:32

Ich war mir unsicher, ob es Boxautomat oder Schlagkraftautomat heißt. Ich meine so ein Ding:

Bild
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SammyJankis
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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von SammyJankis » Di 8. Okt 2019, 09:45

Ich war gestern bei Touche Amore in Köln im Carlswerk Victoria. Zum ersten Mal dort gewesen und eine nette Alternative zu Essigfabrik und Live Music Hall. Leider war es für den Abend viel zu groß angesetzt. Halle etwas mehr als halb gefüllt würde ich schätzen. Das hätte man auch sicherlich in einer kleineren Location stattfinden lassen können.

Portrayal of Guilt - Die "Suffering is a Gift" hat mir dieses Jahr sehr gut gefallen. Der Liveauftritt konnte auch überzeugen. Schönes Geballer mit einigen ruhigeren Parts. Die Stimme hält auch live was sie auf Platte verspricht. Hatte nicht das gefühl, dass die Band vorher einem großen Teil des Publikums ein Begriff war, aber sie haben doch gestern nahc meinem Eindruck den ein oder anderen Fan gewonnen.

Deafheaven - Gab hier wie auch schon bei den anderen Shows sechs Songs. Leider wird nichts mehr von der "Roads to Judah" gespielt. Das darf sich in Zukunft gerne wieder ändern. Habe allerdings das Gefühl, dass die neueren Sachen noch etwas eingängiger sind und man deswegen eher auf diese zurückgreift. Positiv hervorzuheben ist, dass der Sänger sein exzentrisches Verhalten zurückgeschraubt hat. Das hatte in der Vergangenheit teilweise unangenehme Ausmaße. Ansonsten war es für mich der beste Auftritt des Abends. Der Black Metal gepaart mit Shoegaze/Post-Rock kann in Form von zehnminütigen Songs einiges und "Dream House" zum Abschluss ist immer wieder schön.

Touche Amore - Guter Gig, Jeremy Bolms Stimme hat gehalten. Klang aber gewohnt fertig. Sehr ungewohnt "Honest Sleep" als zwieten Song zu hören. Ist einfach der perfekte Closer. Denke aber, dass er da auf den kommenden Touren ohne Album Gigs wieder landet. Die Crowd war hier auch gut dabei. Viel Textsicherheit und Bewegung in den ersten Reihen. Mit, wenn ich das richtig gelesen habe, 23 Songs wurde auch einiges geboten. Ich werde zwar nie der größte Fan werden, aber kann schon nachvollziehen, warum diese Band es über den Hardcore Kosmos hinaus Fans gewonnen hat und Inclination und Year of the Knife das nicht tun. Insgesamt ein feiner Abend.
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Blackstar
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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von Blackstar » Fr 11. Okt 2019, 09:39

Gestern stand mal wieder ein Konzert an: Haelos im Frannz Club. Kurze Einordnung: Haelos haben vor ein paar Jahren ein fantastisches Debüt veröffentlicht, dieses aber komischerweise nicht betourt, was wohl selten dämlich war, denn ihr Mix aus Dreampop/Indie/Elektro passt sehr gut in die Schiene von The XX bis James Blake - in tanzbar. Nun müssen sie also im Frannz Club spielen. Der ist klein, eng, hat nur einen mittelguten Sound, eine richtig ätzende Säule in der Mitte und ist sonst aber ganz okay. Gibt wahrlich schlimmere Locations in der größe (ja, Musik & Frieden, du bist gemeint). Das Frannz/der Frannz, ist eine Art Bar-Location mit angeschlossenem Restaurant und Nebenräumen. In einem davon fand gestern ein 20er-Jahre-Swingkurs statt, an dem man immer vorbei musste, wenn man mal zum WC wollte. Nachdem wir alle wissen, dass Rockabilly die schlimmste Musikrichtung ist, folgt Swing übrigens gleich auf Platz zwei, insbesondere in der Ausrichtung Elektroswing. Was übrigens seit Babylon Berlin der aktuelle heiße berliner Hipsterscheiß ist.

Es fing an mit Jackie Charles, jedenfalls glaube ich das, denn ich war dank des Berliner ÖPNV-Dauerchaos noch nicht da. Wir erreichten den Ort gerade, als der zweite Support TEME fast fertig war. Die waren weder schlecht, noch gut, sondern halt so random Elektropop aus dem Hause Melt Booking. Was da noch fehlte, war die Abstimmung der einzelnen Musiker. Und ein funktionierendes Bandgerät, da die Band vergessen hatte, alles richtig aufzuladen und denen mehrfach im letzten Song die Hälfte des Sounds weggebrochen ist. Einer Rockband wäre das nicht passiert. Tat jetzt aber nicht weh. Wie schon gesagt ist das Frannz eigentlich ganz nett, aber echt eng, wenn es voll ist. Gestern war es ausverkauft. Gegen 21:45 kamen Haelos auf die Bühne und die Sängerin hatte erst einmal damit zu kämpfen, dass ihr Mikrophon nur so semi angeschaltet war. Nachdem die Techniker das dann auch gemerkt haben, wurde es gut. Sehr gut sogar. Die Band hatte richtig Bock und das hat man jede Sekunde gespürt. Mit dem Sound kannst du ja auch so eine sich unnahbar gebende "kalte" Atmosphäre erzeugen, Haelos waren einfach nur herzlich. Komisch war die Setlist: Das Debüt wurde nahezu komplett gespielt, vom aktuellen gab es nur 3 oder 4 Songs. Ich fands gut, da "Full Circle" ein überragendes Album ist. Publikum war auch absolut okay für berliner Verhältnisse. Spielzeit etwa eine Stunde, war völlig in Ordnung, mehr brauchte es auch nicht sein und für den zwanni passte das so.

Kritikpunkt einmal mehr die Merchpreise. Es ist irgendwie immer so, dass britische Bands es nicht auf die Reihe kriegen, ihre Preise auf europäisches Festlandniveau anzupassen. Das müssen die doch mal checken, oder gibt es ernsthaft Leute, die bei einem Konzert eine CD (!) für 20 € kaufen und eine einfache Schallplatte für 30? Ansonsten spielen sie heute in Hamburg. Geht da mal hin, Hamburgers.

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Finn
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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von Finn » Fr 11. Okt 2019, 10:10

Unterschreibe ich alles. Jackie Charles hatte ich nur kurz mitbekommen, war ganz nett, aber die Sängerin hatte eine anstrengende Stimme (auch, wenn sie gut singen konnte).
Teme fand ich ziemlich gut, Sänger könnte solo wohl ein großes Ding werden, sweeter Boi mit sanfter Stimme. Highlight war aber der Drummer, der danach auch direkt bei Haelos übernommen hat. Der war richtig in der Zone.
Von Haelos finde ich beide Alben ja grandios, von daher können sie bei einer Setlist nichts falsch machen. Ich hätte mir nur noch Happy/Sad gewünscht.

Publikum war überraschend alt und gefühlt noch internationaler als sonst. Das beste am Frannz ist aber der 10 Minuten Heimweg mit dem Rad, statt 30-40 wie sonst aus den ganzen Läden in Kreuzkölln. Gerne mehr Konzerte dort, trotz Säule und nicht wirklich guter Bierauswahl.

Zusätzlich zum Merch: Bei den letzten ~10 Konzerten konnte ich kein T-Shirt erwerben, weil immer alles ziemlich hässlich war. Das nervt, ich will die Bands ja unterstützen, aber wenn die Dinger dann nur im Schrank liegen, kann ich mir das sparen.

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Mondgesicht
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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von Mondgesicht » Sa 12. Okt 2019, 15:19

War gestern im Waagenbau (Was ist das für ein guuuuter Laden?! :herzen2: ) bei Hælos

Kurz um: Anwärter auf das Konzert des Jahres. Das war richtig stark! Hat alles gepasst... Von Sound bis gut aufgelegter Band! Überragende Atmosphäre und dazu der pure Sound zum Schwelgen/Schweben. Hätte ewig gehen können.

Ansonsten noch Doonerstag Asteroids Galaxy Tour zum 10jährigen Fruit gesehen: Hat auch richtig Spaß gemacht. Gab ein paar witzige Aussetzer zum Tourstart, dazu wuchtiger Sound im Molotow. Es war richtig schön, die (mittlerweile) alten Songs zu hören, das ganze hat live auch deutlich mehr Bums und Schwung als auf Platte. Immer eine Herzensangelegenheit gewesen diese Kapelle und das wird sie auch bleiben. UUUUhh UUUUUhh YEAH!

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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von NevermindBred » So 13. Okt 2019, 15:14

Ich war ebenfalls bei Haelos in Hamburg gewesen.
Beide Vorbands habe ich verpasst, sodass ich nur etwas zum Hauptact schreiben kann. Es war meine Premiere im Waagenbau und vom Publikum her eine super Sache. Das Konzert war alles andere als ausverkauft aber im "Konzertraum" selber war es gut besucht.
Wie Blackstar und Mondgesicht bereits geschrieben haben, war das Konzert einfach klasse. Der Sound war super (anfangs gab es in Hamburg auch Probleme mit dem Mikrofon bei der Sängerin). Auch die Setlist war super für Leute, die die Band durch das Debüt für sich entdeckt haben.

Danach habe ich noch kurz mit dem Gitarristen schnacken können. Allerdings hatte er keine CDs gefunden (wobei die 20,00€ wären dann auch etwas viel gewesen, da teile ich die Kritik von Blackstar).

Irgendwie merkwürdig, dass die nicht populärer sind bei der Qualität. :popcorn:

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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von Baltimore » Do 17. Okt 2019, 21:25

Der Montag war für mich eine Reise in meine Vergangenheit...

Mein allererstes Konzert waren am 13.März 1993 die Toy Dolls in der Hamburger Markthalle. War für mich als Landei eine unglaubliche Erfahrung das erste Mal mit 16 zu einem Konzert in die Großstadt zu fahren. Gab dann auch ein mulmiges Gefühl, als mich dort jemand nach "Blättchen" gefragt hatte, weil ich keine Ahnung hatte, was damit gemeint war. :doof:
Hab die Band damals echt geliebt und in den 90ern dann noch ein paar Mal gesehen. Vorgruppe bei diesem ersten Gig waren "Big Boy Tomato". Keine Ahnung ob es die noch gibt.

Am Montag ging es dann mehr als 25 (!) Jahre später wieder zu den Toy Dolls in die diesmal ausverkaufte Markthalle. Vorgruppe waren "Bonsai Kitten", die ich echt furchtbar fand. Hat mich noch einmal bestätigt Festivals, wie Wacken und co. echt zu meiden. Das war so eine typische Stadtfest Hardrock/Metal-Band mit ner rothaarigen Sängerin. Zum Ende des Sets gab es dann auch noch ne Coverversion von "Poison" von "Alice Cooper" und zwischen den Songs nervige "motivierende" Ansagen. War echt froh, als der Spuk nach 35 Minuten vorbei war.

Um 21:00 kamen dann die Toy Dolls auf die Bühne und haben sich 80 Minuten durch ihre Hits gespielt mit einigen wenigen Songs vom neuen Album. Tour lief unter dem Banner"40th Anniversary Tour". Erstaunlicher Weise wirkte der Sänger "Olga" inzwischen körperlich fitter als vor 25 Jahren. Im Zugabenblock kam dann noch der Bassist von "Mad Sin" zu einem ihrer größten Hits "Glenda And The Test Tube Baby" auf die Bühne. Obgleich ich die Band die letzten 15-20 Jahre echt nicht mehr oft gehört habe, war ich erstaunt, wie textsicher ich noch war. Es gab über 25 Songs und Hits wie "Nellie the Elephant", "Dig That Groove Baby" und "Idle Gossip". Es gab am Ende auch kaum einen Song, den ich vermisst habe

Im Pott treten sie ja regelmässig auf, aber in Hamburg haben sie sich die letzten 20 Jahre eher rar gemacht.
Insgesamt war es wirklich eine schöne Reise zurück in meine Adoleszenz und ich bin mit strahlenden Augen Heim gefahren.
There was a time, I met a girl of a different kind
We ruled the world,
Thought I'll never lose her out of sight...


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