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Der Konzertbesuchsthread

Konzerte, Platten & Musik im TV
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mattkru
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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von mattkru » Mi 19. Jun 2019, 14:37

Als Vorband sollte man folgendes einfach nicht machen:
- Sich selbst komplett abfeiern und so tun, als wenn das Publikum extra nur wegen ihnen gekommen wäre.
- Dem eher skeptischen Publikum dann den Mittelfinger zeigen, weil es nicht entsprechend reagiert.

Ohne dieses Gehabe hätte ich der Band durchaus eine Chance gegeben.
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Flecha
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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von Flecha » Mi 19. Jun 2019, 15:05

SammyJankis hat geschrieben:
Mi 19. Jun 2019, 14:02
Für mich passt die Band anders als bspw. Power Trip nicht auf die riesigen Bühnen, obwohl sie sich von der Masse an Hardcore Bands abheben.
Ist für mich auf der wichtigste Punkt. Als Gojira-Support fand ich sie ziemlich stark, gerade einmal drei Monate später bei System of a Down in der Arena hat das allerdings kaum gewirkt und dort auch niemanden interessiert.
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mattkru
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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von mattkru » Fr 21. Jun 2019, 07:54

Gestern also die Backstreet Boys in der Kölner Lanxess Arena. Irgendwie weiß ich nicht so richtig, was ich von dem Konzert halten soll. Es war schon die perfekte Pop-Show mit bombastischer Lichtshow und Bühnenbild. 17000 Leute, die völlig aus den Häuschen waren und einem Hit nach dem anderen. Auch die fünf Jungs waren in perfekter Form und sehr gut drauf.
Aber im Gegensatz zu Justin Timberlake im letzten Jahr hat mich dieses Konzert einfach nicht so richtig gekickt. Keine Ahnung, woran das lag.
Vielleicht hat mir einfach eine Live-Band gefehlt. Die Musik kam halt aus der Konserve.
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SammyJankis
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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von SammyJankis » Fr 21. Jun 2019, 18:28

So, muss hier mal einige Sachen nachholen:

Am Dienstag war es für mich dann endlich auch soweit und ich konnte endlich Tool sehen. Auf meiner "Muss ich noch sehen Liste" steht die Band auf Platz 2, mit weitem Abstand vor Platz 3. Also war es alles andere als ein Random Konzert. An dem Tag lief allerdings so ziemlich alles schief, was schieflaufen kann. Wir wollten um 16:30 Uhr losfahren. Daraus wurde nach diversen Zugverspätungen, Zuausfällen und einer Bombenentschäfung mit Streckensperrung schließlich 18:00 Uhr. Waren dann ca. gegen 20:10 Uhr am Ziggo Dome. Einlass hätte man besser regeln können, aber es ging nich einigermaßen vorwärts. Halle gefiel für eine so große Arena. Merch kurz gecheckt. Leider mal wieder Folgendes festgestellt: Je größer die Band, desto einfallsloser der Merch. Dazu noch 35 Euro für ein Shirt, natürlich Gildan, darauf druckt jede Hinterhofband. Kann man mal machen. Sehr schön auch, dass Poster 40 Euro kosten und signierte Poster 200 Euro. Also kosten Autogramme der Band 160 Euro. Schnapper. Haben natürlich den Support verpasst, aber mal ehrlich: Wen juckt an diesem Abend der Support? Haben dann trotz später Ankunftszeit auch noch einen halbwegs guten Platz im Innenraum bekommen.

Tool - Gleiche Setlist wie in Berlin, also keine Überraschungen. Beim Opener war der Sound nicht so gut, hatte schon Befürchtungen, dass mir das das Set versaut, aber ab dem zweiten Song "The Pot" lief dann alles glatt. Top Sound. Besagter Song war auch gleich für mich ein Higlight. Genauso wie die nachfolgenden "Parabol/Parabola", großartig. Die Aufmachung mit den Videos zum jeweiligen Song fand ich gelungen. Dazu die behutsam eingesetzten Lichteffekte, simpel aber effektiv. Ich hatte die das Gefühl, dass nicht die Musik im Vordergrund stand. Dazu passt auch das Verhalten der Band, vor allem in Person von Maynard. Der Herr stand stehts auf seiner Erhebung neben dem Drummer, die vor dem Set noch jemandem mit einem Dyson Staubsauger gesäubert hat, und hat in der Regel zur Seite gerichtet gesungen. Nicht ein einziges Mal während des gesamten Sets wurde ein Scheinwerfer direkt auf ihn gerichtet. Das sah bei dem Rest der Band etwas anders aus, aber auch hier war es nicht übertrieben. Einzig die langen Drum Parts hätte ich nicht unbedingt gebraucht. War aber auch nicht weiter schlimm. Ich war das ein oder andere Mal wirklich überwältigt von der Soundgewalt. Absolut top und das lange Warten auf eine Europa Tour hat sich auf jeden Fall gelohnt. Sehr schön fand ich auch die Zeitanzeige zur Verdeutlichung, wann die Zugabe beginnt. Diese fand mit "Vicarious" und "Stinkfest" einen großartigen Abschluss. Wahnsinnsshow. Bin happy die Band nächste Woche noch einmal zu sehen. Nun allerdings zum negativen Teil des Abends, dem Publikum. Um mich herum hat sich alles gesammelt, was ich auf Konzerten verachte. Das Foto-/Videoverbot zu übersehen war nicht möglich. Was passiert beim ersten Song? Vor mir fangen zwei Leute an zu filmen. Man ist also bereit, 70 Euro für eine Band zu bezahlen, aber die einfach Bitte dieser Band, nicht zu filmen oder zu knipsen, respektiert man nicht. Klasse. Direkt angesprochen. Die Leute waren unangenehm berührt und haben es gelassen. Einen Song später startet die nächste Person vor mir eine Handysession. Auch der hat es auf meine Bitte sein lassen. Habe mir also viele Freunde gemacht. Soweit, so gut. Bleiben noch die Leute, die nicht verstehen, dass auch ruhige Stellen zum Song gehören und nicht zusätzliche Pausen sind, in denen man sich unterhalten kann, Bierbecher werfende Vollidioten und Leute, die oberkörperfrei einen Pit starten. Mein Misanthropie Level war am Anschlag. Das steht aber auf einem anderen Blatt Papier und konnte mir den Abend nicht vollends zerstören. Dafür war die Show zu gut.


Am Mittwoch war ich auf dem Sommerfest der Ruhr-Universität Bochum. Seit Jahren wird hier an diesem Tag ein Musikprogramm auf zwei Bühnen geboten. Die meisten Leute sind zwar eher für den Suff da und auch ich hab mehr abgehangen und veganes Essen gegessen, aber ein paar Acts habe ich dann doch geguckt.

Walking on Rivers - Solide Folkband, die mir vor allem dadurch ein Begriff ist, dass der Frontmann mal Drummer in einer astreinen Hardcore Band war. Diese gibt es allerdings nicht mehr und mit seiner aktuellen Band hat er, von dem was ich so lese, auch einiges mehr an Erfolg. Kam bei noch strahlendem Sonnenschein auch beim Publikum gut an. Klar, wird nicht meine Lieblingsband, aber es war ganz angenehm, dem ganzen zu lauschen.

BLINKER - Eine Dude mit Gitarre und Begleitung am Schlagzeug. Ab und an hat er auch mal ohne seine Gitarre gesungen. Da kam dann eine ganze Menge vom Band. Generell war es irgendwie Indie Pop/Rock, aber auch ein Bisschen Hip Hop. Vor allem war es aber öde und die Ansagen waren unfassbar unangenehm. Schlimm.

Tom Allan & the Strangest - Ganz solider Indie Rock/Britpop. Es goss wie aus Eimer, aber ein harter Kern (ohne mich) bleib vor der Bühne stehen und hatte seinen Spaß. War in Ordnung.

MC Fitti - War fasziniert, dass es den noch gibt. Der Peak war doch ca. vor 4-5 Jahren. Ist seitdem noch irgendetwas Relevantes bei dem Mann passiert? Ich weiß es nicht. Trotzdem wurde er ganz gut abgefeiert von der Menge. Ich fand es ziemlich öde und hab noch 20-30 Minuten den Heimweg angetreten. Somit bin ich auch das Chaos bei der Abreise nach dem Feuerwerk aus dem Weg gegangen, also alles richtig gemacht.


Gestern war ich bei Envy in Oberhausen im Druckluft. Nach Tool direkt die nächste Band, die seit Ewigkeiten nicht mehr auf Tour war. Hier ging auch die Anreise besser vonstatten als am Dienstag. Die Show war sehr gut besucht, nahezu ausverkauft. Habe schon mit so etwas gerechnet, aber es ist dann doch immer wieder überrascht, wenn der laden komplett voll ist. Die Supportband The Tidal Sleep hatte leider abgesagt, sehr schade.

Envy - Meine Erwartungen waren hoch, aber sie wurden übertroffen. Das war ganz, ganz großartig. Drei Gitarren, eine Wahnsinnssoundwand und 5-10 Minuten Songs irgendwo zwischen Post-Rock und Post-Hardcore. Anders als am Dienstag hielten sich die Idioten in der Crowd in Grenzen und ich konnte das Konzert voll udn ganz genießen. Wunderschöne, ruhige Post-Rock Parts reihten sich an krachende Post-Hardcore Abschnitte. Jeremy Bolm von Touche Amore ist riesiger Fan der Band und nach der Show muss ich sagen, dass man das auf jeden Fall sehr krass heraushört. Die Band klingt stark nach Envy, auch gesanglich. Also, jeder, der Touche Amore hört, sollte hier reinhören. Es ist die bessere Variante. Spielzeit war mit 85-90 Minuten auch länger als ich es erwartet habe. Auch ohne Support haben sich hier die 18 Euro voll und ganz gelohnt. Lange nicht mehr zwei so guute Shows in einer Woche besucht.
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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von Blackstar » Sa 22. Jun 2019, 08:21

Gestern war im Rahmen der Fete de la Musique in Berlin die sogenannte French Night im Kesselhaus der Kulturbrauerei. Vor Jahren bin ich da mal reingestolpert, weil dort meine liebsten Elektrokünstler - Ez3kiel - gespielt haben. Gestern bin ich wieder dort hin, dieses mal standen Malik Djoudi und Tambour Battant auf dem Zettel. Die French Night scheint immer eine sichere Bank zu sein, zumindest war es jetzt das zweite Mal, dass ich da war und das zweite mal sehr sehr gut. Einziges Problem ist die Spielzeit. Einlass 22 Uhr, Beginn 22.30, Tambour Battant endeten dann gegen 1. Da aber diesmal der 21. ein Freitag war, ging das.

Dank vorheriger Verpflichtungen hab ich von Malik Djoudi viel verpasst, als ich ankam klang es jedoch recht gut. Ruhiger Elektro im Stile von James Blake. Allerdings soll laut meinen Freunden der erste Teil des Sets zu monoton gewesen sein. Gegen halb 12 starteten dann Tambour Battant, die ich im Vorfeld als so eine Art Dubstep mit vereinzelten Reggaeanleihen ausgemacht hatte. Letztere hielten sich zum Glück sehr zurück. Es war halt ziemlich tanzbarer, mit streckenweise Killerbreaks versetzter Dubstep. Als es gen Mitte etwas monoton zu werden drohte, kippte das Set glücklicherweise Richtung hartem Techno (? bin kein Experte). Die wären ein guter Act für die Ballerstage beim Melt (Bigwheel, gibt es die eigentlich noch). Fazit: Eine Stunde durchgetanzt, beim kaputten Fuß in Vorbereitung zum Full Force schonmal die Belastbarkeit getestet (aua) und insgesamt war das ein großartiger Abend. Wenn die mal in eurer Nähe spielen und ihr Bock auf Abrisselektro ohne Spacken habt, geht da hin.




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mattkru
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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von mattkru » So 23. Jun 2019, 09:59

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe ‚1LIVE 3 Tage wach in Gelsenkirchen‘ waren wir vorgestern und gestern bei Radio-Konzerten von Dermot Kennedy und Matt Simons im Hans-Sachs-Haus bzw. in der Altstadtkirche. Beide Konzerte waren in relativ kleinen Locations und entsprechend ausverkauft. Speziell Dermot Kennedy wird man zukünftig nicht mehr in einem so kleinen Rahmen sehen (es waren 450 Leute da; im Herbst spielt er bereits im Kölner Paladium).
Beide Konzerte fand ich sehr gut; auch wenn ich im Vorfeld halt nur ihre Radio-Hits kannte (‚Power Over Me‘ bzw. ‚Catch and Release‘ und ‚We Can Do Better‘).

Nach dem Konzert am Donnerstag war es aber etwas skuril: wir wollten noch was essen, aber es hatte schon fast alles dicht. Also waren wir zwei Straßen weiter in einem drittklassigen Dönerladen. Plötzlich kam Lauv (der kurz vorher auch ein Radiokonzert spielte) rein, guckte sich kurz um und ging dann wieder raus. Meine Frau ist dann sofort in ihrem ‚90er-Jahre-Boyband-Groupie-Modus‘ gewechselt und ist hinterher für ein Foto. Als wir dann danach noch mal beim Hans-Sachs-Haus waren, hatten wir dort auch noch kurz Dermot Kennedy getroffen. Auf dem Weg nach Hause strahlte meine Frau dann durchgehend wie ein Honigkuchenpferd.


Der Konzert-Marathon im Juni ist dann erstmal vorbei. War jetzt doch etwas sehr viel
(10 Termine in 22 Tagen). Ich frage mich, wie Sammy so ein Pensum dauerhaft durchhält.
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SammyJankis
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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von SammyJankis » Di 2. Jul 2019, 23:09

Ich war am Samstag in Mannheim auf der Release Show von Spirit Crusher. Kein Hardcore Release in Deutschland wurde wohl herbeigesehnt. Platte ist gut geworden, auch wenn ich mir noch unsicher bin, wo sie im bandinternen Ranking im Vgerleich zur Demo und zur 7 Inch steht. Also Mannheim, genauer gesagt das Jugendzentrum Forum. Musste erstmal nach Bochum, um von dort die dreistündige Fahrt anzutreten. Nachdem ich am Vortag beim Werchter und erst um 5 Uhr zuhause war gab es sicherlich angenehmeres, aber manchmal muss man es einfach durchziehen. Das JZ war sehr schön. Gab zwei Räume, die Sh.ow fand im kleineren Raum statt. Schätze so 150-200 Besucher. Ansonsten viel Platz für Merch und Essen. War cool.

Slon - Opener aus Trier und Umgebung. Sound war für mich mit modernen, etwas schrammligeren UK Bands vergleichbar. Show war gut. Ein Bisschen Bewegung gab es schon, aber nicht allzu viel. Bei 34 Grad Außentemperatur und sechs Bands kann man das den Zuschauern aber auch nicht verübeln.

xDevourx - 90s SxE Metalcore, hatten glaube ich den geringsten Zuschauerzuspruch. Unverständlich, denn mir haben die Shows bisher immer gut gefallen. Bis auf 1-2 Tanzeinlagen war auch nichts los. Da war in der Vergangenheit deutlich mehr los, aber wen wundert es. Die Crowd sparte weiter ihre Kräfte.

Night Force - Eine von ca. 14 Hardcore Bands aus Mannheim. Die Band spielt pro Jahr eine handvoll Shows, das hier war tatsächlich meine Premiere und meine Güte, es war so gut. Kurzes Set, absolut wütend. Wer auf No Tolerance und The Rival Mob steht wird hier seine absolute Freude haben. Die hatte auch die Crowd, denn ab jetzt war die Hölle los. Side to Side, durchgehend, dazu Mosh und textsichere Leute in den ersten Reihen. Ein Vorgeschmack auf das, was noch folgen sollte. Sehr guter Gig, muss ich unbedingt noch einmal sehen.

Domain - Eine weitere Band aus Mannheim, eher fixer 80s Hardcore. Spielten ihre letzte Show. Kein Song geht länger als 2 Minuten und dementsprechend schnell war es auch vorbei, aber auch hier war jede Sekunde klasse. Mosh, Singalongs, Stage Dives. Eine kleine Steigerung zum Vorgänger. Dazu Konfetti und gute Ansagen. Eine würdige letzte Show.

Coldburn - Haben für mich wieder einmal gezeigt, dass sie ihren Zenit überschritten haben. Die Mehrzahl der Leute machte ein Päuschen. Die Band zog ihre normale Show ab. Hab mir 4-5 Songs gegeben, aber dann auch den Raum verlassen.

Spirit Crusher - Räucherstäbchen an, kurze Danksagung und ab ging die Post. Es ging los mit der ersten Single der Platte "Potential in Kindness" und es wurde direkt mal gezeigt was Sache ist. Die Crowd war direkt voll dabei, absolutes Chaos. Direkt beim ersten Singalong wurde die Bühne gestürmt und die Drums fast abgerissen. Die Niveau hielt sich. Die neuen Songs brauchen sicherlich noch ein paar Durchläufe bis alle sie vollständig verinnerlicht haben, aber die älteren Stücke werden sicherlich nicht vernachlässigt. Von den Crowdreaktionen her hat die Band mit allem, was vorher geschehen ist, den Boden gewischt. Es war eine gropartige Stimmung, ohne Gewalt, trotz durchgehendem Mosh und absolut chaotischen Zuständen. Als Cover gab es dieses Mal "Screaming for Change" von Uniform Choice, welches ebenfalls super angenommen wurde. Abgeschlossen wurde das Set mit "Gamechanger" von der 7 Inch, ein würdiges Ende und die wohl beste Show einer deutschen Hardcore Band seit der letzten Gone to Waste Show. Die lange Anfahrt hat sich gelohnt. Spirit Crusher untermauern ihren Status als vielleicht beste deutsche Hardcore Band.
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scarred
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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von scarred » Di 9. Jul 2019, 00:21

Was für eine geile live Band sind denn Foxing bitte?! Top gig

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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von Finn » Di 9. Jul 2019, 00:51

scarred hat geschrieben:
Di 9. Jul 2019, 00:21
Was für eine geile live Band sind denn Foxing bitte?! Top gig
Hier gibt es nichts hinzuzufügen!

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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von SammyJankis » Do 11. Jul 2019, 13:18

Ich war am Dienstag bei God Is An Astronaut in Essen im Turock. Wie immer ohne Vorband, wie immer wurde das nicht vernüftig kommuniziert. Wir leben im 21. Jahrhundert. Ist es zu viel verlangt von Veranstaltern auf die einfache Frage nach einem Support einzugehen? Schlimm. Show war mit 28 Euro Originalpreis auch ziemlich teuer. Habe zum Glück kurz vorher einige günstigere Tickets ergattern können. Das Turock war gut besucht, wenn auch nicht übervoll. Leer ist es dort sowieso nie.

God Is An Astronaut - Haben abgeliefert. In den letzten Jahren habe ich doch einige Shows gesehen, die zwar gut waren, aber irgendwie fehlte das gewisse Etwas. Diese hier war wieder deutlich besser. Auch setlisttechnisch. Ein guter Mix, aber der überwiegende Teil kam von den früheren Alben. Es war schön, endlich mal wieder "Remembrance Day" zu hören. Elektronische Melodien mit Härte verbinden kann wohl kaum eine Band aus dem Genre so gut. Der Sound im Turock war dort, wo ich stand, auch dem Ganzen angemessen. Nach knapp 70 Minuten ging es zum ersten Mal von der Bühne. Danach gab es noch zwei Songs, das Set wurde mit "Fire Flies and Empty Skies", welches auch für eine gewisse Zeit aus der Setlist verbannt wurde. Sehr guter Auftritt, die Band hat mich wieder.
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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von LongNose » Do 11. Jul 2019, 13:49

War am Montag bei Vampire Weekend im Volkshaus Zürich (Kapa 1600 Leute).
Konzert war nicht ausverkauft und Beginn war ursprünglich auf 20.30 Uhr terminiert.
Einige Tage davor wurde dann bekannt dass es keinen Support geben wird, die Band aber gerne etwas länger spielen möchte und daher bereits um 20 Uhr startet.
Geil!
Das Konzert war dann mit 2 Stunden und 15 Minuten Spielzeit immernoch kurzweilig. Brillant aufgelegte Band die quer durch deren Diskographie gespielt hat. Einige Jahre darauf gewartet und kein bisschen enttäuscht. In Zürich spielten sie zuletzt 2009! Es durften dann gegen Schluss auch noch 2 Songs vom Publikum gewählt werden u.a. war dies dann Bambina und Giving Up the Gun.

Toller Abend, tolle Band, direkt froh wurden die nicht an einem Majorfestival hier in der Schweiz verheizt 😉 Anscheinend soll es dieses Mal auch nicht mehr ein Jahrzehnt dauern bis die Band zurückkommt. Ich bin gespannt.
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Max-Powers
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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von Max-Powers » Do 11. Jul 2019, 14:03

LongNose hat geschrieben:
Do 11. Jul 2019, 13:49
War am Montag bei Vampire Weekend im Volkshaus Zürich (Kapa 1600 Leute).
Konzert war nicht ausverkauft und Beginn war ursprünglich auf 20.30 Uhr terminiert.
Einige Tage davor wurde dann bekannt dass es keinen Support geben wird, die Band aber gerne etwas länger spielen möchte und daher bereits um 20 Uhr startet.
Geil!
Das Konzert war dann mit 2 Stunden und 15 Minuten Spielzeit immernoch kurzweilig. Brillant aufgelegte Band die quer durch deren Diskographie gespielt hat. Einige Jahre darauf gewartet und kein bisschen enttäuscht. In Zürich spielten sie zuletzt 2009! Es durften dann gegen Schluss auch noch 2 Songs vom Publikum gewählt werden u.a. war dies dann Bambina und Giving Up the Gun.

Toller Abend, tolle Band, direkt froh wurden die nicht an einem Majorfestival hier in der Schweiz verheizt 😉 Anscheinend soll es dieses Mal auch nicht mehr ein Jahrzehnt dauern bis die Band zurückkommt. Ich bin gespannt.
Ich beneide dich sehr um diesen Konzertbesuch! Seit dem Auftritt beim Southside 2010 warte ich auf eine Gelegenheit die mal wieder zu sehen ...
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Cris
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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von Cris » Do 11. Jul 2019, 16:02

In Deutschland gibt es ja leider bisher auch keine Daten :sadno:

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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von Rieper » Do 11. Jul 2019, 21:45

LongNose hat geschrieben:
Do 11. Jul 2019, 13:49
War am Montag bei Vampire Weekend im Volkshaus Zürich (Kapa 1600 Leute).
Für den Abend hatte ich bereits ein Ticket für Weezer. Schade, dass zwei Bands, deren Musik mir so viel bedeutet, an einem Abend in der selben Stadt spielen. Zum Glück ist jetzt ein Städtetrip im November nach Paris inklusive Konzert von Vampire Weekend geplant. So konnte ich mit gutem Gewissen zu Weezer gehen, die ich bislang noch nie gesehen habe.

Sie spielten am Montagabend im Züricher X-Tra. Kapazität liegt hier bei 1800 Leuten und am Wochenende gab es auf jeden Fall Tickets online noch zu erwerben, eine Abendkasse gab es aber nicht. Es war auch ziemlich voll. Die Setlist war ähnlich wie die auf der gesamten Tour. Alle großen Hits, bei paar Songs wechseln sie aber durch. Highlights waren für mich direkt hintereinander "In The Garage" und "The Good Life".

Es hat Spaß gemacht und das mit dem Hut war hier ähnlich. Rivers Cuomo kam ohne Hut auch etwas aufgedrehter und witziger rüber. Zumindest war es mein Eindruck. Toller Abend und das angenehmste Publikum, das ich jemals in Zürich erlebt habe. Wenig Gequatsche und wenig Gequätsche. Spielzeit von ca. 80 Minuten war perfekt, da ich es mit dem Zug dann noch über die Grenze nach Deutschland geschafft habe.

Vor knapp zwei Wochen war ich noch bei Stimmen on Tour im kleinen Dorf Oberhof im Cafe Verkehrt. Das Stimmen-Festival ist eine Konzertreihe und findet im Juli in Lörrach statt (aber auch mit Veranstaltungen in der nahen Schweiz und ab und zu in Frankreich). Wenige Tage vor dem Festivals gibt es seit einigen Jahren jeweils eine kleine Tour durch fünf Städte bzw. Dörfer der Gegend. Sicherlich auch um das Festival zu promoten und der Eintritt ist kostenlos. In jeder Stadt bzw. jedem Dorf spielen die gleichen beiden Acts. So waren es in diesem Jahr And The Golden Choir und Mikaela Davis. In Oberhof spielten sie in einer Scheune vor ca. 40-50 Zuschauern. Wir waren mit Abtand die jüngsten Menschen im Publikum, welches sehr angenehm war. Beide Konzerte dauerten jeweils eine Stunde.

And The Golden Choir ist live sehr toll. Tobias Siebert steckt hinter dem Projekt. Er steht alleine auf der Bühne und spielt dabei unzählige Instrumente, von welchen ich einige noch nie gesehen habe. Natürlich singt er auch und spielt während jedem Song nur ein Instrument. Die anderen Instrumente lässt er über eine Schallplatte laufen. Nach jedem Song musste er die Platte wechseln. Es war kurzweilig, beeindruckend und Tobias Siebert war sehr gut gelaunt. Sympathischer Auftritt.

Mikaela Davis war ganz toll an der Harfe. Mit dabei hatte sie noch einen Gitarristen. Mehr war da nicht, aber das hat gereicht...im positiven Sinne. So gefällt es mir noch besser im Vergleich zur Schallplatte, auf der stets Schlagzeug und so weiter zu hören sind.

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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von nilolium » Fr 12. Jul 2019, 20:03

LongNose hat geschrieben:
Do 11. Jul 2019, 13:49
War am Montag bei Vampire Weekend im Volkshaus Zürich (Kapa 1600 Leute).
Konzert war nicht ausverkauft und Beginn war ursprünglich auf 20.30 Uhr terminiert.
Einige Tage davor wurde dann bekannt dass es keinen Support geben wird, die Band aber gerne etwas länger spielen möchte und daher bereits um 20 Uhr startet.
Geil!
Das Konzert war dann mit 2 Stunden und 15 Minuten Spielzeit immernoch kurzweilig. Brillant aufgelegte Band die quer durch deren Diskographie gespielt hat. Einige Jahre darauf gewartet und kein bisschen enttäuscht. In Zürich spielten sie zuletzt 2009! Es durften dann gegen Schluss auch noch 2 Songs vom Publikum gewählt werden u.a. war dies dann Bambina und Giving Up the Gun.

Toller Abend, tolle Band, direkt froh wurden die nicht an einem Majorfestival hier in der Schweiz verheizt 😉 Anscheinend soll es dieses Mal auch nicht mehr ein Jahrzehnt dauern bis die Band zurückkommt. Ich bin gespannt.
puh derbe neidisch, das klingt wahnsinnig toll. vampire weekend aufm glasto waren viiiieeeel zu schnell vorbei, ging leider nur ne stunde. hat so spaß gemacht!

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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von akropeter » Sa 13. Jul 2019, 00:21

Elbow und New Order in Lucca war der Wahnsinn. Vielleicht schreib ich nach dem Urlaub noch einen kurzen Bericht.
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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von SammyJankis » Sa 13. Jul 2019, 09:46

Ich war gestern in Köln im AZ bei Existence. Leider nur mäßig besucht, vielleicht 30-40 Zahlende. Da hätte ich mit deutlich mehr gerechnet. Die 2018er Show an gleicher Stelle war deutlich besser besucht. Könnte aber auch den damligen Supports gelegen haben.

Powerage - Hardcore im Stile von No Tolerance. Dieses Jahr bereits einmal gesehen. Ist immer eine solide Sache. Publikum war noch sehr verhalten und die halbe Stunde war trotzdem vollkommen in Ordnung.

Blood Sermon - Recht neue Band aus Schweden. Haben dieses Jahr ihre erste EP rausgehauen und so wie es scheint wird direkt eine Full Length folgen. Das Promo Tape dazu gibt es auf jeden Fall schon. Die Band spielt etwas düster gehaltenen, metallisch beeinflussten Metal. Das Set fing recht solide an, wurde aber immer stärker. Auch das Publikum taute auf und zum Schluss gab es doch recht viel Bewegung. Guter Gig.

Existence - Klingen schon sehr stark nach den heute angesagten UK Bands. Man kann es ihnen nicht verübeln, da der Sound auch astrein ist. Der Sänger ist vielleicht der kleine, aber feine Unterschied, da er eine sehr grunzig verzerrte Stimme hat. Kommt sicherlich nicht jeder mit klar. Set war auch gut, wieder viel Mosh. Kam allerdings nicht an den 2018er Gig heran, aber damals war die Crowd zahlenmäßig auch angemessen.
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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von mattkru » Sa 13. Jul 2019, 22:09

Freitag waren wir bei P!nk im Hannover. Sie spielte in der HDI Arena und laut der Medienmeldungen waren 45000 Besucher da.
Wir hatten Front of Stage Karten und hatten schon vor, möglichst weit nach vorne zu kommen. Also waren wir um 13:30 Uhr vor Ort (3,5 Stunden vor Einlass). Die Warterei nahm kein Ende und die grimmigem ‚Kampflesben‘ (ich hasse dieses Klischee, aber es traf mal wieder leider total zu) um uns herum und das angesagte Gewitter mit Starkregen machten es nicht besser (zum Glück blieb es ab 18 Uhr trocken).
Beim Einlass dann den Carl Lewis gemacht und es in die erste Reihe direkt am Laufsteg (in den Innenraum) geschafft. Die Plätze waren schon ziemlich geil. Leider war die Bühne etwas zu hoch, so das man später von der Begleitband eigentlich nur den Gitarristen richtig gut sehen konnte (konnte ich aber mit Leben).

Die Voracts waren
- DJ Kitcutup: legte ab 18 Uhr und zwischen den Bands auf. Quasi Bastard-Pop mit allen Hits der letzten 40 Jahren.
- Bang Bang Romeo: eine tolle Mischung aus Gossip und Pretty Girls Make Graves. Haben mich sofort als Fan gewonnen.
- Vance Joy: wirkte eher deplaziert. Einzig Riptide wurde richtig abgefeiert.


Und dann kam P!nk.
Was soll ich sagen. Das war vielleicht mein bisher bestes Konzert. Ein Hit folgte dem anderen. Die Show war unfassbar gut; Band, Tänzer, Licht, Sound, Akrobatik, Kostüme, ... einfach alles war absolut perfekt. Und wie unglaublich ist bitte diese Frau? Sie singt grandios, ist unglaublich sympathisch, machte tolle Ansagen, flog durchs Stadion, und und und... :herzen2:
Es ist absolut gerechtfertig, das sie ein Weltstar ist und an der Spitze steht!


Die Setlist:

Get the Party Started
Beautiful Trauma
Just Like a Pill
Who Knew
Funhouse
Hustle
Secrets
Try
Just Give Me a Reason
River
Just Like Fire
What About Us
For Now
90 Days
Time After Time
Walk Me Home
I am Here
F**king Perfect
Raise Your Glass
Blow Me (One Last Kiss)
Can We Pretend
So What
Glitter in the Air
Zuletzt geändert von mattkru am So 14. Jul 2019, 11:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von Cris » So 14. Jul 2019, 00:08

Der Konzertbesuchsthread erweitert meinen Horizont - sehr spannend.
Auf Vampire Weekend in Zürich bin ich wirklich neidisch.

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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von hecht0r » Mi 17. Jul 2019, 09:23

Dad-Rock Wochen gehen weiter. Letzte Woche Bob Dylan, heute John Fogerty mit Vaddern :headbang:


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