> Festival Community Magazin - klickst Du hier <

Film Award-Seasons

Von Spam bis Gott und die Welt
Benutzeravatar
Flecha
Beiträge: 3352
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:45
Wohnort: Hamburch
Kontaktdaten:

Re: Film Award-Seasons

Beitrag von Flecha » Mo 5. Mär 2018, 12:32

Taksim hat geschrieben:
Mo 5. Mär 2018, 11:15
(oder "Lady Bird", unter Vorbehalt, bis man den hier sehen kann)
Lady Bird habe ich mir vorher noch angesehen (ist ja in den Staaten längst auf Blu Ray raus, verstehe sowas bei den Erscheinungsdaten immer nicht so richtig). Der ist ganz nett und die Charaktere wissen zu überzeugen. Ansonsten hat der Film aber auch nicht wirklich etwas besonderes und stinkt im Vergleich zu etwa Juno um Längen ab. Dass der da nicht gewonnen hat, ist völlig nachvollziehbar.
Taksim hat geschrieben:
Mo 5. Mär 2018, 11:15
gesehen und bei bester Regie ganz klar Nolan, für den Film spezielll und weil es überfällig ist.
Ich finde es ja gut, wenn "weil es überfällig ist" keine Rolle spielt. Auch wenn das sonst schon häufiger der Fall gewesen ist. Für zumindest eine der Kategorien wäre das aber auch mein Favorit gewesen. Im Grunde freut es mich aber auch immer, wenn im Zweifelsfall NICHT der Kriegsfilm gewinnt. Den Einspieler zum Thema "wir finden es ganz toll, dass unsere Army-Freiheitskämpfer so oft so schön dargestellt werden in Hollywood" fand ich ziemlich zum Kotzen. Aber das ist halt 'Murica, kann man mit unserem Verständnis davon ja gar nicht vergleichen.

Und ich finde Shape of Water ja immer noch super. :mrgreen:
Last.fm!
______________________________________________
Mantar, Mantar

Benutzeravatar
Taksim
Beiträge: 1350
Registriert: Do 20. Okt 2016, 22:48
Wohnort: Oldenburg

Re: Film Award-Seasons

Beitrag von Taksim » Mo 5. Mär 2018, 13:01

Flecha hat geschrieben:
Mo 5. Mär 2018, 12:32
Taksim hat geschrieben:
Mo 5. Mär 2018, 11:15
gesehen und bei bester Regie ganz klar Nolan, für den Film spezielll und weil es überfällig ist.
Ich finde es ja gut, wenn "weil es überfällig ist" keine Rolle spielt. Auch wenn das sonst schon häufiger der Fall gewesen ist. Für zumindest eine der Kategorien wäre das aber auch mein Favorit gewesen. Im Grunde freut es mich aber auch immer, wenn im Zweifelsfall NICHT der Kriegsfilm gewinnt. Den Einspieler zum Thema "wir finden es ganz toll, dass unsere Army-Freiheitskämpfer so oft so schön dargestellt werden in Hollywood" fand ich ziemlich zum Kotzen. Aber das ist halt 'Murica, kann man mit unserem Verständnis davon ja gar nicht vergleichen.
Das ist zum Kotzen und ich bin auch kein großer Freund von Kriegsfilmen. Aber wenn, dann wie in "Dunkirk".
Ich finde die Überfälligkeit als Kriterium legitim, wenn sonst niemand so klar herraussticht, dass sie oder er es eher verdient hätte. Das war für mich in diesem Jahr der Fall (ähnlich wie bei DiCaprio vor zwei Jahren). Und bevor Leute wie Nolan oder z.B. Edward Norton oder Naomi Watts (und mal meine beiden persönlichen größten bisherigen Snubs zu nennen) überhaupt keinen Oscar bekommen, dann lieber für etwas, worüber man streiten kann.
"I don't know."

Benutzeravatar
lirumlarum
Beiträge: 297
Registriert: So 27. Nov 2016, 23:14
Wohnort: München

Re: Film Award-Seasons

Beitrag von lirumlarum » Mo 5. Mär 2018, 18:35

Dass der große Roger Deakins endlich seinen Oscar gewinnt, freut mich dann doch sehr :thumbs:

Benutzeravatar
Taksim
Beiträge: 1350
Registriert: Do 20. Okt 2016, 22:48
Wohnort: Oldenburg

Re: Film Award-Seasons

Beitrag von Taksim » Mo 5. Mär 2018, 18:45

Einer der positiven Nachrichten, auf jeden Fall! Und hochverdient.
Wenn die erste Frau natürlich auch schön gewesen wäre.
Gary Oldman ist ebenso ein überfälliger Kandidat. Eben nochmal realisiert, dass es überhaupt erst seine zweite Nominierung war :doof:
"I don't know."

Online
Benutzeravatar
NeonGolden
Beiträge: 982
Registriert: Di 15. Sep 2015, 09:14

Re: Film Award-Seasons

Beitrag von NeonGolden » Mo 5. Mär 2018, 20:30

Wenn man sich mal die mitunter sehr deutlichen Wettquoten, Experten- und Usermeinungen bei Metacritc anschaut, dann sind die Sieger ja zum größten Teil wenig überraschend. Witzigerweise schneidet Shape of Water bei den eigentlichen Ratings im Vergleich zur Konkurrenz trotzdem eher schlecht ab, was schon ein deutlicher Hinweis darauf ist, welchen Kriterien bei der Academy eine Rolle spielen - oder eben auch nicht.

Überfälligkeitspreise für vergangene Leistungen finde ich zumindest im verwendeten System nicht nachvollziehbar. Und bei Nolan möchte ich sogar explizit widersprechen: nach The Dark Knight kam da doch nichts Herausragendes mehr und selbst der wäre ohne Ledger nur noch halb so gut.
Den Drang unterrepräsentierte Personengruppe durch Preise zu motivieren ist verständlich, halte ich aber genauso wie Quoten für den falschen Weg. Aber in der Hinsicht ist die Academy ja ohnehin sehr widersprüchlich. Mit deren Logik müsste es ja auch jede Kategorie extra für Afroamerikaner geben, denn sonst könnte man die Separierung bei den Schauspielern auch wieder aufheben. Warum gibt es das bei den anderen Kategorien eigentlich nicht? Das ergibt alles überhaupt keinen Sinn.

Eigentlich ist es mit den Oscars ja wie mit jeder anderen Bestenliste auch: wirklich spannend und von gefühlter Bedeutung ist es nur auf dem Weg zur Auflösung. Danach herrscht entweder individuelle Uneinigkeit oder trister Konsens. So oder so verfliegt jedwede Relevanz mit sofortiger Wirkung und einzig eine neue Liste vermag die Leere zu füllen. Im Grunde ziemlich unsinnig das alles.

ArcticMonkey90
Beiträge: 1913
Registriert: Fr 29. Jan 2016, 00:22

Re: Film Award-Seasons

Beitrag von ArcticMonkey90 » Mo 5. Mär 2018, 20:37

NeonGolden hat geschrieben:
Mo 5. Mär 2018, 20:30
Wenn man sich mal die mitunter sehr deutlichen Wettquoten, Experten- und Usermeinungen bei Metacritc anschaut, dann sind die Sieger ja zum größten Teil wenig überraschend. Witzigerweise schneidet Shape of Water bei den eigentlichen Ratings im Vergleich zur Konkurrenz trotzdem eher schlecht ab, was schon ein deutlicher Hinweis darauf ist, welchen Kriterien bei der Academy eine Rolle spielen - oder eben auch nicht.

Überfälligkeitspreise für vergangene Leistungen finde ich zumindest im verwendeten System nicht nachvollziehbar. Und bei Nolan möchte ich sogar explizit widersprechen: nach The Dark Knight kam da doch nichts Herausragendes mehr und selbst der wäre ohne Ledger nur noch halb so gut.
Den Drang unterrepräsentierte Personengruppe durch Preise zu motivieren ist verständlich, halte ich aber genauso wie Quoten für den falschen Weg. Aber in der Hinsicht ist die Academy ja ohnehin sehr widersprüchlich. Mit deren Logik müsste es ja auch jede Kategorie extra für Afroamerikaner geben, denn sonst könnte man die Separierung bei den Schauspielern auch wieder aufheben. Warum gibt es das bei den anderen Kategorien eigentlich nicht? Das ergibt alles überhaupt keinen Sinn.

Eigentlich ist es mit den Oscars ja wie mit jeder anderen Bestenliste auch: wirklich spannend und von gefühlter Bedeutung ist es nur auf dem Weg zur Auflösung. Danach herrscht entweder individuelle Uneinigkeit oder trister Konsens. So oder so verfliegt jedwede Relevanz mit sofortiger Wirkung und einzig eine neue Liste vermag die Leere zu füllen. Im Grunde ziemlich unsinnig das alles.
also interstellar war schon ein guter film und inception sicherlich auch.

Benutzeravatar
Baltimore
Beiträge: 9679
Registriert: So 13. Sep 2015, 14:07
Wohnort: Uetersen

Re: Film Award-Seasons

Beitrag von Baltimore » Mo 5. Mär 2018, 23:03

So, jetzt also endlich 'Shape Of Water' gesehen. War schon sehr schön und ich kann mit den Oscarn gut leben, auch wenn mir 'Three Billboards...' doch noch etwas besser gefallen hat.

Aus dem Bauch heraus: ne 8/10
This is just a test take it with love and you will pass
You will be rewarded if you do your very best
Nothing ever goes as planned so don't take anything for granted
If you do the world will kick your ass...

defpro
Beiträge: 913
Registriert: Fr 20. Mai 2016, 14:38

Re: Film Award-Seasons

Beitrag von defpro » Mo 5. Mär 2018, 23:52

NeonGolden hat geschrieben:
Mo 5. Mär 2018, 20:30
Den Drang unterrepräsentierte Personengruppe durch Preise zu motivieren ist verständlich, halte ich aber genauso wie Quoten für den falschen Weg. Aber in der Hinsicht ist die Academy ja ohnehin sehr widersprüchlich. Mit deren Logik müsste es ja auch jede Kategorie extra für Afroamerikaner geben, denn sonst könnte man die Separierung bei den Schauspielern auch wieder aufheben. Warum gibt es das bei den anderen Kategorien eigentlich nicht? Das ergibt alles überhaupt keinen Sinn.
Das dürfte vermutlich noch ein Relikt aus vergangenen Tage sein, als alle Regisseure, Kameramänner, Drehbuchautoren usw. eh männlich waren, sodass eine Geschlechterdifferenzierung schlichtweg überflüssig war bzw. ist das ja heute mit Ausnahme von Kostümdesign und vielleicht Szenenbild immer noch so, dass Frauen eher eine Ausnahmeerscheinung darstellen. Bei manchen Kategorien (Ton(schnitt), visuelle Effekte,...) ist es außerdem normal, dass mehrere Personen sich die Arbeit teilen und dann auch gemeinsam nominiert sind, weshalb da eine Differenzierung sowieso nicht möglich wäre.

Aber du hast recht: Eigentlich müsste man konsequenterweise die Geschlechtertrennung bei den Schauspielern aufheben. Man könnte dann ja die Anzahl der Nominierungen auf 10 erhöhen. Aber auch da würde es vermutlich Gemecker geben, wenn das Geschlechterverhältnis mal nicht ausgeglichen ist oder Person X ja nur nominiert wurde, damit sich die eine Gruppe nicht benachteiligt fühlt usw. Deshalb lässt man es vermutlich so wie gehabt, weil sich da die wenigsten beschweren.

Benutzeravatar
ferðamaður
Beiträge: 4482
Registriert: Mo 14. Sep 2015, 13:14
Wohnort: Home Is Where the Haunt Is
Kontaktdaten:

Re: Film Award-Seasons

Beitrag von ferðamaður » Di 18. Sep 2018, 10:54

Emmy Awards 2018

Die Preisträger der wichtigsten Kategorien: (die vollständige Liste hier)

Beste Dramaserie:"Game of Thrones"

Beste Comedyserie: "The Marvelous Mrs. Maisel"

Bester Hauptdarsteller in einer Dramaserie: Matthew Rhys, "The Americans"

Beste Hauptdarstellerin in einer Dramaserie: Claire Foy, "The Crown"

Bester Nebendarsteller in einer Dramaserie: Peter Dinklage, "Game of Thrones"

Beste Nebendarstellerin in einer Dramaserie: Thandie Newton, "Westworld"

Bester Hauptdarsteller in einer Comedyserie: Bill Hader, "Barry"

Beste Hauptdarstellerin in einer Comedyserie: Rachel Brosnahan, "The Marvelous Mrs. Maisel"

Bester Nebendarsteller in einer Comedyserie: Henry Winkler, "Barry"

Beste Nebendarstellerin in einer Comedyserie: Alex Borstein, "The Marvelous Mrs. Maisel"

Bestes Drehbuch einer Comedyserie: Amy Sherman-Palladino, "The Marvelous Mrs. Maisel"

Beste Regie einer Comedyserie: Amy Sherman-Palladino, "The Marvelous Mrs. Maisel"

Beste Regie einer Dramaserie: Stephen Daldry, "The Crown"

Beste Miniserie: "The Assassination of Gianni Versace: American Crime Story"

Bester Hauptdarsteller in einer Miniserie: Darren Criss, "The Assassination of Gianni Versace: American Crime Story"

Beste Hauptdarstellerin in einer Miniserie: Regina King, "Seven Seconds"

Beste Talkshow: "Last Week Tonight with John Oliver"

Beste Sketchshow: "Saturday Night Live"

Beste Castingshow: "RuPaul's Drag Race"

Benutzeravatar
fipsi
Beiträge: 8870
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:54

Re: Film Award-Seasons

Beitrag von fipsi » Do 6. Dez 2018, 15:55

Golden Globe Nominierungen
► Text zeigen
Ganz schön "kommerziell" zum Großteil.
come on dance with me

Benutzeravatar
Taksim
Beiträge: 1350
Registriert: Do 20. Okt 2016, 22:48
Wohnort: Oldenburg

Re: Film Award-Seasons

Beitrag von Taksim » Do 6. Dez 2018, 16:23

fipsi hat geschrieben:
Do 6. Dez 2018, 15:55
Golden Globe Nominierungen
► Text zeigen
Ganz schön "kommerziell" zum Großteil.
Das stimmt. Gerade "Bohemian Rhapsody" kam ja gar nicht gut an (hab ich aber nicht gesehen, kann ich nicht beurteilen), da überrascht mich das doch. Und mit Black Panther ziehen die das echt durch.
"I don't know."

defpro
Beiträge: 913
Registriert: Fr 20. Mai 2016, 14:38

Re: Film Award-Seasons

Beitrag von defpro » Do 6. Dez 2018, 16:57

Habe so gut wie nix von der Liste gesehen, aber "A Star Is Born" war auf gar keinen Fall Golden Globe-würdig!

Benutzeravatar
Flecha
Beiträge: 3352
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:45
Wohnort: Hamburch
Kontaktdaten:

Re: Film Award-Seasons

Beitrag von Flecha » Sa 8. Dez 2018, 10:26

Taksim hat geschrieben:
Do 6. Dez 2018, 16:23
Und mit Black Panther ziehen die das echt durch.
Dachte ich auch. Kann die gesellschaftliche Bedeutung des Films ja nachvollziehen. Aber der gehört halt mMn. rein FILMISCH nicht mal im MCU zu den Top-5.
Last.fm!
______________________________________________
Mantar, Mantar

Benutzeravatar
Taksim
Beiträge: 1350
Registriert: Do 20. Okt 2016, 22:48
Wohnort: Oldenburg

Re: Film Award-Seasons

Beitrag von Taksim » Sa 8. Dez 2018, 11:05

Flecha hat geschrieben:
Sa 8. Dez 2018, 10:26
Taksim hat geschrieben:
Do 6. Dez 2018, 16:23
Und mit Black Panther ziehen die das echt durch.
Dachte ich auch. Kann die gesellschaftliche Bedeutung des Films ja nachvollziehen. Aber der gehört halt mMn. rein FILMISCH nicht mal im MCU zu den Top-5.
Exakt.
Ich weiß darüber hinaus nicht, wie viel es bringt, pure Repräsentation als gesellschaftlichen Fortschritt zu verkaufen. Zumindest hört mir die Debatte zu häufig da auf. Dann sollten die Gespräche eigentlich los gehen, wie es um marginalisierte Gruppen in der Gesellschaft steht. Aber im Moment hat man häufig den Eindruck, alle Probleme wären gelöst, wenn auch nur ja alle Randgruppen im Kino gleichwertig zu sehen sind.
Diversität zum Selbstzweck bringt es halt auch nicht, das sollte schon sinnvoll im Narrativ eingebaut sein. "Whitewashing" also Rollen mit Weißen zu besetzen, wo eindeutig Schauspieler einer Minorität authentischer wären, ist kacke, aber die Lösung kann nicht sein, jetzt alles abzufeiern, wo wenig Weiße dabei sind. Aus dem selben Grund nur in einem anderen Kontext macht auch der Bechdel-Test null Sinn.
Zum Beispiel "Crazy Rich Asians", habe ich zwar noch nicht gesehen, aber häufig kam da in der Kritik etwas im Sinne von: "Der Film ist nicht so gut, aber es ist so schön einen komplett asiatischen Cast zu haben." Na, ja, aber gerade im Sinne der Gleichberechtigung sollte der Film dann schon auch unabhängig davon bewertet werden.

"Black Panther" gestehe ich noch zu, dass es wirklich tief und glaubwürdig in afrikanischer Tradition verankert ist. Das ist definitiv ein interessanter Blickwinkel und allein optisch frischer Wind. Aber gerade deshalb hätte ich diesem Spirit einen innovativeren Film gewünscht. Und dramaturgisch steht es sich damit auch ein bisschen im Weg, da der ganze Mythos um Vibranium und Wakanda klar Wurzeln im Afrofuturism hat und das voll auslebt. Was an sich in Ordnung ist, aber im Superheldenkontext sind sie dadurch einfach zu ultra. Wenn du kugelsicher bist und es wird die ganze Zeit auf dich geschossen, hält sich das Drama halt in Grenzen.
"I don't know."

Benutzeravatar
Monkeyson
Beiträge: 1636
Registriert: Do 17. Sep 2015, 10:29
Wohnort: Halle

Re: Film Award-Seasons

Beitrag von Monkeyson » Di 11. Dez 2018, 09:26

Taksim hat geschrieben:
Do 6. Dez 2018, 16:23
fipsi hat geschrieben:
Do 6. Dez 2018, 15:55
Golden Globe Nominierungen
► Text zeigen
Ganz schön "kommerziell" zum Großteil.
Das stimmt. Gerade "Bohemian Rhapsody" kam ja gar nicht gut an (hab ich aber nicht gesehen, kann ich nicht beurteilen), da überrascht mich das doch. Und mit Black Panther ziehen die das echt durch.
Dazu noch diese absurde Aufteilung nach Drama und Comedy/Musical jedes Jahr, bei der nun wirklich niemand mehr durchblickt. Vice und Green Book hätte ich von der Beschreibung her im Dramafach verortet, und Bohemian Rhapsody und A Star is Born klingen für mich doch stark nach Musical. In letzterem Fall durfte das Studio entscheiden, dass der doch bitte im (prestigeträchtigeren) Dramafach anzutreten hätte. (Von den Jahren, wo man sich Comedy-Nominierungen für mittelprächtige Dramen erschleichen konnte, mal ganz zu schweigen.)

Benutzeravatar
Taksim
Beiträge: 1350
Registriert: Do 20. Okt 2016, 22:48
Wohnort: Oldenburg

Re: Film Award-Seasons

Beitrag von Taksim » Di 11. Dez 2018, 11:36

Es ist ein für und wider. Auf der einen Seite führt das gern zur Verwirrung und gerade die Filme die Genregrenzen sprengen führen diese Kategorien ad absurdum (da war Get Out letztes Jahr bestes Beispiel).
Auf der anderen Seite bekommen so Komödien oder Filme die sich sonst auf irgendeine Art nicht im Drama-Kontext bewegen mehr Aufmerksamkeit. Das finde ich per se schon nachvollziehbar.
Bohemian Rhapsody und A Star is Born wären trotz großem musikalischen Schwerpunkt tatsächlich keine Musicals, da, soweit ich weiß, dort wirklich die Voraussetzung ist, dass Songs in der Story als Dialog fungieren und nicht gesondert als eigentliche Musikstücke, die die Charaktere auch so wahrnehmen, innerhalb der Story auftauchen.
Dass wie du sagst insgeheim trotzdem nach wie vor Drama die prestigeträchtigere Kategorie ist wird dann vielleicht so sogar wieder nur verstärkt. Es ist vertrackt.
"I don't know."

Benutzeravatar
fipsi
Beiträge: 8870
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:54

Re: Film Award-Seasons

Beitrag von fipsi » Di 18. Dez 2018, 12:27

Die Shortlist für den Song steht bei den Oscars.

“When A Cowboy Trades His Spurs For Wings” from “The Ballad of Buster Scruggs”
“Treasure” from “Beautiful Boy”
“All The Stars” from “Black Panther”
“Revelation” from “Boy Erased”
“Girl In The Movies” from “Dumplin’”
“We Won’t Move” from “The Hate U Give”
“The Place Where Lost Things Go” from “Mary Poppins Returns”
“Trip A Little Light Fantastic” from “Mary Poppins Returns”
“Keep Reachin’” from “Quincy”
“I’ll Fight” from “RBG”
“A Place Called Slaughter Race” from “Ralph Breaks the Internet”
“OYAHYTT” from “Sorry to Bother You”
“Shallow” from “A Star Is Born”
“Suspirium” from “Suspiria”
“The Big Unknown” from “Widows”

Shallow dürfte gewinnen, trotzdem wären Thom Yorke und Jonsi & Troye Sivan doch Bereicherungen wie letztes Jahr Sufjan Stevens.
come on dance with me


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: nilolium und 12 Gäste