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Contra-Thread

Von Spam bis Gott und die Welt
therewillbefireworks
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Re: Contra-Thread

Beitrag von therewillbefireworks » So 26. Mai 2019, 02:14

Einprozent.de macht "Werbung" gegen linke Hausprojekte in Halle, die auf YouTube vor Videos geschaltet wird
¯\_(ツ)_/¯

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Quadrophobia
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Re: Contra-Thread

Beitrag von Quadrophobia » So 26. Mai 2019, 07:31

therewillbefireworks hat geschrieben:Einprozent.de macht "Werbung" gegen linke Hausprojekte in Halle, die auf YouTube vor Videos geschaltet wird
Da kannst du auf jeden Fall YT kontaktieren

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Baltimore
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Re: Contra-Thread

Beitrag von Baltimore » Do 30. Mai 2019, 11:15

Mein Immergut-Mitfahrer liegt mit Magen/Darm flach und ich muss deshalb aufs Festival verzichten. :thumbsdown:
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Blackstar
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Re: Contra-Thread

Beitrag von Blackstar » Do 30. Mai 2019, 21:23

Baltimore hat geschrieben:
Do 30. Mai 2019, 11:15
Mein Immergut-Mitfahrer liegt mit Magen/Darm flach und ich muss deshalb aufs Festival verzichten. :thumbsdown:
Flixbus nach Berlin und dann irgendwen suchen?

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Baltimore
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Re: Contra-Thread

Beitrag von Baltimore » Do 30. Mai 2019, 21:48

Blackstar hat geschrieben:
Do 30. Mai 2019, 21:23
Baltimore hat geschrieben:
Do 30. Mai 2019, 11:15
Mein Immergut-Mitfahrer liegt mit Magen/Darm flach und ich muss deshalb aufs Festival verzichten. :thumbsdown:
Flixbus nach Berlin und dann irgendwen suchen?
Hatte halt die Karte primär gekauft, um ein paar Tage mit meinem alten Schulfreund zu campen.
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fipsi
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Re: Contra-Thread

Beitrag von fipsi » Di 2. Jul 2019, 12:37

Da hat man mal einen ärztlichen Notfall und meine Krankenkarte ist ausgelaufen ohne das mich meine Krankenkasse informiert hat. Großes Danke einfach.
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Re: Contra-Thread

Beitrag von Blackstar » Di 2. Jul 2019, 12:38

fipsi hat geschrieben:
Di 2. Jul 2019, 12:37
Da hat man mal einen ärztlichen Notfall und meine Krankenkarte ist ausgelaufen ohne das mich meine Krankenkasse informiert hat. Großes Danke einfach.
Das ist aber kein Problem: Du kannst die KV bitten, innerhalb von paar Minuten eine Versicherungsbestätigung an die Praxis zu faxen.

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Tambourine-Man
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Re: Contra-Thread

Beitrag von Tambourine-Man » Di 2. Jul 2019, 13:29

Wann laufen die denn aus?
Ich hab eigentlich die letzten Jahre immer so 1-2 neue pro Jahr bekommen...
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Re: Contra-Thread

Beitrag von Blackstar » Di 2. Jul 2019, 14:03

Tambourine-Man hat geschrieben:
Di 2. Jul 2019, 13:29
Wann laufen die denn aus?
Ich hab eigentlich die letzten Jahre immer so 1-2 neue pro Jahr bekommen...
Wenn man z.b. umzieht benötigt man eine Neue. Ansonsten laufen die so 5 Jahre.

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Engholm
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Re: Contra-Thread

Beitrag von Engholm » Do 11. Jul 2019, 13:01

Zwei abgesagte Open Airs in dieser Woche, zu denen ich hin wollte. Erst Beirut, dann Otto :sad:

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Baltimore
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Re: Contra-Thread

Beitrag von Baltimore » Do 11. Jul 2019, 13:26

Engholm hat geschrieben:
Do 11. Jul 2019, 13:01
Zwei abgesagte Open Airs in dieser Woche, zu denen ich hin wollte. Erst Beirut, dann Otto :sad:
Immerhin hat es nicht Weezer getroffen!
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Re: Contra-Thread

Beitrag von Engholm » Do 11. Jul 2019, 13:36

Bei Otto und die Friesenjungs sind die Umstände noch nicht klar. Otto hat die Veranstaltung auf facebook als abgesagt markiert. Ortsansäßige habe in der Veranstaltung geschrieben, dass sich auf dem Veranstaltungsgelände auch noch nichts getan, d.h. keine Bühne, keine Tribünen etc... Es müffelt nach einer Fehlplanung des Veranstalters.

Und über Weezer bin ich echt dankbar. War ein echtes Highlight!

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SammyJankis
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Re: Contra-Thread

Beitrag von SammyJankis » Fr 12. Jul 2019, 13:09

Ich werde wohl meine Promotion abbrechen. Bin zwar schon so lange dabei, dass wohl jeder Mensch sagen würde, dass es keine gute Idee ist, aber ich verachte mittlerweile meine Arbeit und die Art und Weise, wie an meinem Arbeitsplatz zum Teil mit Leuten umgegangen wird und kann mich auch nicht daran erinnern, wann ich das letzte Mal einen schönen Arbeitstag hatte. Leider wirkt sich das seit geraumer Zeit auch negativ auf mich aus.

Es ist zwar irgendwie frustrierend, mit knapp 30 noch einmal von vorn anzufangen, aber das nehme ich wohl in Kauf.
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Wishkah
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Re: Contra-Thread

Beitrag von Wishkah » Fr 12. Jul 2019, 16:19

Wie lange würde die ganze Geschichte denn noch dauern?

Karo
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Re: Contra-Thread

Beitrag von Karo » Fr 12. Jul 2019, 16:32

Kannst du die Stelle oder die Uni oder den/die BetreuerIn wechseln? Das Thema und die investierte Arbeit kannst du sicherlich mitnehmen?!

Oder kannst du das Thema abwandeln/variieren, damit du dich besser fühlst?

Wie lange bist du denn schon dabei? Klingt nach nicht mehr als 5 Jahren?!

Ich hab mich übrigens erst letztes Jahr für eine Promotion parallel zum Job entschieden. Es ist nie zu spät :)

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Engholm
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Re: Contra-Thread

Beitrag von Engholm » Fr 12. Jul 2019, 16:39

Karo hat geschrieben:
Fr 12. Jul 2019, 16:32
Es ist nie zu spät :)
Genau das. Ich habe mit 32 mein E-Technik Studium, an dem ich schon länger saß, aber auch schon recht weit war, geschmissen und nochmal mit neuer Ausbildung was neues komplett neues gemacht. War die beste Entscheidung meines Lebens. Man darf den Tag nicht mit Bauchschmerzen starten oder einen Job tun, der keinen Spaß macht. Das macht einen früher oder später krank.

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Re: Contra-Thread

Beitrag von Stebbie » Fr 12. Jul 2019, 16:40

SammyJankis hat geschrieben:
Fr 12. Jul 2019, 13:09
Ich werde wohl meine Promotion abbrechen. Bin zwar schon so lange dabei, dass wohl jeder Mensch sagen würde, dass es keine gute Idee ist, aber ich verachte mittlerweile meine Arbeit und die Art und Weise, wie an meinem Arbeitsplatz zum Teil mit Leuten umgegangen wird und kann mich auch nicht daran erinnern, wann ich das letzte Mal einen schönen Arbeitstag hatte. Leider wirkt sich das seit geraumer Zeit auch negativ auf mich aus.

Es ist zwar irgendwie frustrierend, mit knapp 30 noch einmal von vorn anzufangen, aber das nehme ich wohl in Kauf.
Das ist doch eigentlich eher ein Fall für den Pro-Thread!

Das bizarre ist: Ich kenne keinen Doktoranden und keine Doktorandin, der dich nicht zu dieser Entscheidung beglückwünschen würde. Ich habe über die Jahre so viele dermaßen Doktoranden und Doktorandinnen gesehen, die sich mehr oder weniger ohne Perspektive durch dieses System quälen, sich ein eine Sackgasse manövrieren und letzten Endes persönlich darunter leiden (bis hin zu Burnout und diversen anderen Dinge). Von daher, lieber mit Anfang 30 neue Wege einschlagen als sich jahrelang durch diese auszehrende Mühle zu drängen, nur um dann mit Mitte 40 wahrscheinlich denselben Schritt machen zu müssen (das ist dank des WissZeitVG für viele leider Realität). Das ganze hat auch wenig mit "scheitern" zu tun, denn wirklich niemand aus meinem Umkreis, der den Ausstieg gewählt hat, hat diese Entscheidung rückblickend jemals bereut. Mit knapp 30 Jahren bist du da wirklich noch im grünen Bereich, was eine Umorientierung betrifft.

Es ist manchmal bitter anzusehen, wie jedes Jahr Horden von Studierenden dem Reiz der Promotion erliegen, ohne auch nur im Ansatz zu ahnen, was sie erwarten wird oder auch nur eine Perspektive zu haben. Und danach geht es (noch viel schlimmer*) weiter, denn auch jetzt sieht man unfassbar viele arme Seelen auf befristeten und stark unterfinanzierten Post-Doc-(Knebel-)Stellen, bei denen jetzt schon klar ist, dass die kaum jemals auch nur eine im Ansatz realistische Chance auf eine Professur (= unbefristete Stelle) haben werden.* Es ist ein Schweinesystem, getragen vom immerwährenden Nachschub an jungen Absolventen, die sich bereitwillig selbst ausbeuten (lassen).

Bei mir lief es bisher "leider" zu rund und so obsiegt derzeit noch meine Sturheit.
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Re: Contra-Thread

Beitrag von MairzyDoats » Fr 12. Jul 2019, 16:49

Stebbie hat geschrieben:
Fr 12. Jul 2019, 16:40
Das ist doch eigentlich eher ein Fall für den Pro-Thread!
Das hab ich mir auch gedacht. Wenn der Gedanke an den Wechsel befreiend ohne Ende wirkt, ist es möglicherweise eine sehr gute Idee.
SammyJankis hat geschrieben:
Fr 12. Jul 2019, 13:09
Leider wirkt sich das seit geraumer Zeit auch negativ auf mich aus.
Das ist auch wirklich nicht zu unterschätzen.
Hallo wie geht willkommen in meiner Signatur. Lass dir hier bitte richtig gut gehen einfach, Käffchen für dich

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Taksim
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Re: Contra-Thread

Beitrag von Taksim » Fr 12. Jul 2019, 19:17

Das hört sich für mich auch nach der richtigen Entscheidung an!
Die hatte ich Anfang des Jahres auch getroffen, nachdem ich mich zwei Jahre in der Anglistik als Doktorand versucht habe. Am Ende war das Gefühl, nichts konkretes auf die Beine stellen zu können und irgendwie nur gegen Wände zu laufen, zu erdrückend. Nun bin ich sehr erleichtert, dass ich den Schritt gegangen bin. Das wird nur noch dadurch unterstützt, dass ich glücklicherweise schnell eine neue Stelle als Englischdozent an einer Sprachschule gefunden habe.
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SammyJankis
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Re: Contra-Thread

Beitrag von SammyJankis » Sa 13. Jul 2019, 10:07

Wishkah hat geschrieben:
Fr 12. Jul 2019, 16:19
Wie lange würde die ganze Geschichte denn noch dauern?
6-9 Monate

Karo hat geschrieben:
Fr 12. Jul 2019, 16:32
Kannst du die Stelle oder die Uni oder den/die BetreuerIn wechseln? Das Thema und die investierte Arbeit kannst du sicherlich mitnehmen?!

Oder kannst du das Thema abwandeln/variieren, damit du dich besser fühlst?

Wie lange bist du denn schon dabei? Klingt nach nicht mehr als 5 Jahren?!
Ich bin keine 4 jahre dabei, wobei das in meinem Bereich ca die Durchschnittszeit für eine Promotion ist. Etwas Mitnehmen ist rein rechtlich ziemlich schwierig, vor allem, wenn es um Proben geht. Für einen Themenwechsel ist es auch etwas zu spät. Und bzgl. eines Betreuerwechsels, da käme ja als erstes mein Zweitkorrektor in Betracht. Der ist allerdings so etwas wie der beste Freund meines Erstkorrektors. Dessen Frau ist auch die Sekretärin meines Erstkorrektors. Alles etwas verworren.

Stebbie hat geschrieben:
Fr 12. Jul 2019, 16:40
Es ist manchmal bitter anzusehen, wie jedes Jahr Horden von Studierenden dem Reiz der Promotion erliegen, ohne auch nur im Ansatz zu ahnen, was sie erwarten wird oder auch nur eine Perspektive zu haben. Und danach geht es (noch viel schlimmer*) weiter, denn auch jetzt sieht man unfassbar viele arme Seelen auf befristeten und stark unterfinanzierten Post-Doc-(Knebel-)Stellen, bei denen jetzt schon klar ist, dass die kaum jemals auch nur eine im Ansatz realistische Chance auf eine Professur (= unbefristete Stelle) haben werden.* Es ist ein Schweinesystem, getragen vom immerwährenden Nachschub an jungen Absolventen, die sich bereitwillig selbst ausbeuten (lassen).
Das ist eine Menge Wahres dran. In meinen Bereich gehört Promovieren mehr oder weniger dazu, was die Situation in meinen Augen eher noch schlechter macht. Ich kenne auch kaum jemanden, der das noch einal mitmachen würde.
Zuletzt geändert von SammyJankis am Sa 13. Jul 2019, 17:59, insgesamt 1-mal geändert.
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Blackstar
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Re: Contra-Thread

Beitrag von Blackstar » Sa 13. Jul 2019, 10:32

SammyJankis hat geschrieben:
Sa 13. Jul 2019, 10:07
Wishkah hat geschrieben:
Fr 12. Jul 2019, 16:19
Wie lange würde die ganze Geschichte denn noch dauern?
6-9 Monate
Da würde ich allerdings schon mal schauen, ob der Weg nach vorn nicht kürzer ist, als der zurück. Augen zu und durch, danach fragt keiner mehr, wie der Titel zustande kam, aber schon, ob es ihn gibt.

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Wishkah
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Re: Contra-Thread

Beitrag von Wishkah » Sa 13. Jul 2019, 12:42

Blackstar hat geschrieben:
Sa 13. Jul 2019, 10:32
SammyJankis hat geschrieben:
Sa 13. Jul 2019, 10:07
Wishkah hat geschrieben:
Fr 12. Jul 2019, 16:19
Wie lange würde die ganze Geschichte denn noch dauern?
6-9 Monate
Da würde ich allerdings schon mal schauen, ob der Weg nach vorn nicht kürzer ist, als der zurück. Augen zu und durch, danach fragt keiner mehr, wie der Titel zustande kam, aber schon, ob es ihn gibt.
Das war auch meine Intention hinter der Frage. Sehe ich spontan genauso wie du, wobei wir die genauen Hintergründe natürlich nicht kennen und ich nicht weiß, wie generell deine Zukunftspläne/-alternativen aussehen.

Aber 6-9 Monate als überschaubarer Endspurt für den Titel nach der ganzen Zeit und Energie, die du sowieso schon investiert hast... Hey, Alternativen finden dauert möglicherweise ähnlich lange und im Anschluss an die Promotion kannst du immer noch eine Kehrwende machen und dich neu orientieren, oder?

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SammyJankis
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Re: Contra-Thread

Beitrag von SammyJankis » Sa 13. Jul 2019, 18:07

Wishkah hat geschrieben:
Sa 13. Jul 2019, 12:42
Blackstar hat geschrieben:
Sa 13. Jul 2019, 10:32
SammyJankis hat geschrieben:
Sa 13. Jul 2019, 10:07

6-9 Monate
Da würde ich allerdings schon mal schauen, ob der Weg nach vorn nicht kürzer ist, als der zurück. Augen zu und durch, danach fragt keiner mehr, wie der Titel zustande kam, aber schon, ob es ihn gibt.
Das war auch meine Intention hinter der Frage. Sehe ich spontan genauso wie du, wobei wir die genauen Hintergründe natürlich nicht kennen und ich nicht weiß, wie generell deine Zukunftspläne/-alternativen aussehen.

Aber 6-9 Monate als überschaubarer Endspurt für den Titel nach der ganzen Zeit und Energie, die du sowieso schon investiert hast... Hey, Alternativen finden dauert möglicherweise ähnlich lange und im Anschluss an die Promotion kannst du immer noch eine Kehrwende machen und dich neu orientieren, oder?
Wie bereits gesagt, die meisten würden wohl dazu raten es durchzuziehen. Diese "Augen zu und durch" Einstellung lege ich bereits seit locker zwei Jahren an den Tag. Es ist einfach der Punkt erreicht, an dem ich mir die Frage stellen muss, ob ich das auf Biegen und Brechen fertigmachen will oder ob ich da halbwegs gesund rauskommen möchte.
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Re: Contra-Thread

Beitrag von hendrik » Sa 13. Jul 2019, 23:29

Angesichts des wahrscheinlichen Zeitraums, der noch zu investieren wäre, würde ich auch normalerweise sagen "Zähne zusammenbeißen und durch". So ein Titel hat auf mich halt schon ein Reiz, zudem stehen einem damit oftmals ein paar Türen offen und lang ist der Zeitraum auch nicht mehr.

Da du allerdings ja schon echt seit längerem mit dem ganzen Prozedere sehr unzufrieden bist, sowieso überlegst, ob du ein anderen Weg einschlagen solltest, da der aktuelle nicht ganz das ist, was dir gefällt und es auch nicht zwangsläufig bei dir so ist, dass der Titel dir Tür und Tor öffnet, ist deine Überlegung schon gerechtfertigt. Gerade und vor allem natürlich, wo die aktuelle Situation sich auf deine Gesundheit auswirkt. Da könnte es passieren, dass man das dreiviertel Jahr nicht nur als verschenkt ansieht, sondern es womöglich noch ernsthaft bereut.

Letztlich kenn ich deine Situation auch nur durch die Schilderungen von dir am Rande. Die Punkte, die gegen eine Fortführung sprechen, werden triftig sein. Du bist reflektiert genug um die Situation vernünfitg einzuschätzen und abwägen zu können, was für dich das richtige jetzt ist.

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Re: Contra-Thread

Beitrag von Stebbie » Di 16. Jul 2019, 17:43

Natürlich sollte man die Entscheidung Abbruch nicht aus dem Bauch heraus fällen, gerade da berufliche und persönlichen Krisen leider so sehr zur Promotion hören wie der Doktorgrad am Ende. Aber den Eindruck, dass es sich um eine ad hoc-Entscheidung handelt, habe ich bei dir nicht.

Bei all den gut( gemeint)en Ratschlägen sollte man aber bedenken, dass es mit vielen Promotionen vielleicht wie mit dem Extrembergsteigen ist: Man kann den Berg schon zu 90% erklommen haben, aber auf den letzten paar hundert Metern bis zum Gipfel verstärkt sich die physische und psychische Belastung leider auch exponentiell. So sind auch gerade diese angestrebten 6-9 Monate die mit großem Abstand schwierigste Zeit einer Dissertation, die einen oft bis an den Rand der eigenen Belastbarkeit bringt. Ich kenne einige, die teils sehr gemütlich durch die Promotionsphase gekommen sind, aber während der Finalisierung begannen sowohl mit sich als auch mit allem anderen (auch privat) zu hadern. Das betraf auch mich, der (wenn auch nur kurz) noch 3 Monate vor Abgabe die Option des Abbruchs erwogen hat.
Das ist vielleicht nicht der motivierende Ratschlag, aber etwas, das jedem bei der Entscheidung bewusst sei sollte. Vielen ist vielleicht nicht bewusst: mit der Abgabe der Schriftfassung ist es ja noch keineswegs getan, denn dann folgt einige Monate später die Disputation, teilweise noch das Rigorosum und eventuell auch noch die Drucklegung des Manuskripts. Das kann einen noch locker weitere 12+ Monate in Anspruch nehmen.

Aber um nicht ganz der negative zu sein: Du scheinst ja auch sehr in der Betreuerfalle des extrem hierarchischen Machtgefälles gefangen zu sein und es erschließt sich ja von alleine, dass jeglicher Betreuerwechsel mit Vorsicht zu vollziehen wären. Hattest du mal Kontakt mit einer Art Graduiertenzentrum deiner Hochschule oder mit der Fakultät? An meiner gab es die Möglichkeit eines Mentorships, also einer Art Vertrauensperson außerhalb des eigenen Fachs (bei mir eine Botanikerin, deren Name meine Betreuer auch nicht wussten), welche dir beratend zur Seite stehen kann. Vielleicht gibt es ja bei euch auch entsprechende Angebote und Einrichtungen. Mit einer solchen Person oder einer Ansprechperson seitens der Fakultät oder möglicherweise auch lose bekannten Fachkollegen anderer Institute würde ich (sofern du es nicht eh schon getan hast) deine Situation und Optionen (vertraulich) erörtern, und dann die Entscheidung treffen. Natürlich könntest du auch versuchen dich institutionell neu auszurichten, aber angesichts der Umstände könnte dies halt auch einen partiellen Neustart eines Forschungsprojekts erfordern.

Wenn du schon so lange mit dem Gedanken des Abbruchs schwanger gehst und dich dir (selbst nach Beratungsgesprächen) keine vernünftige Option bietet, du zudem vielleicht auch ohnehin keine akademischen Ambitionen hast, dann wird der Abbruch vielleicht nicht zwangsläufig die richtige Entscheidung sein, aber auf keinen Fall eine falsche - auch das wirst du ja wissen. Es gibt so viele Wege ohne Promotion eine wirklich gute Anstellung zu finden (ich beneide so manche/n Mitstudierende/n, der/die nach dem MA sofort in eine attraktive, unbefristete Vollzeitstelle kam), siehe ja auch Taksim, aber auf ebenso vielen Wegen kann einen die Promotion ins Unglück führen.
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