Oh man wie bitter. Die Band verdient sehr viel mehr Aufmerksamkeit. Leider war jetzt keine Show in der Nähe für michRieper hat geschrieben: ↑Mi 15. Apr 2026, 11:34Ich war Ende März bei Tramhaus in Basel im Gannet. Das Gannet ist ein zu einer Konzertlocation und einem Restaurant umgebautes Schiff, das auf dem Trockenen steht. Es gab keinen Support, und die Spielzeit betrug ziemlich genau eine Stunde, was auch gut gepasst hat. Gespielt wurde das komplette Debüt sowie ein paar andere Lieder, darunter auch ein neues. Ich fand das Konzert cool, die Crowd war auch gut dabei, obowohl nur so 25-30 Leute im Publikum waren. Gerne wieder.
Der Konzertbesuchsthread
- Tambourine-Man
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- Registriert: Mo 14. Sep 2015, 12:41
Re: Der Konzertbesuchsthread
Molotow must stay
Re: Der Konzertbesuchsthread
Ja, ich war auch überrascht. Voran es gelegen hat, das weiß ich nicht. Aber vergangenen Juni spielte die Band in Aarau und in Tagen vor Basel waren sie in Bern und Zürich.Tambourine-Man hat geschrieben: ↑Mi 15. Apr 2026, 11:52Oh man wie bitter. Die Band verdient sehr viel mehr Aufmerksamkeit. Leider war jetzt keine Show in der Nähe für michRieper hat geschrieben: ↑Mi 15. Apr 2026, 11:34Ich war Ende März bei Tramhaus in Basel im Gannet. Das Gannet ist ein zu einer Konzertlocation und einem Restaurant umgebautes Schiff, das auf dem Trockenen steht. Es gab keinen Support, und die Spielzeit betrug ziemlich genau eine Stunde, was auch gut gepasst hat. Gespielt wurde das komplette Debüt sowie ein paar andere Lieder, darunter auch ein neues. Ich fand das Konzert cool, die Crowd war auch gut dabei, obowohl nur so 25-30 Leute im Publikum waren. Gerne wieder.
Vor knapp über einem Jahr war ich in Basel unter anderem bei Jordan Klassen und Nichtseattle und da war jeweils ca. gleich viel los oder sogar eher weniger. Sehr schade.
- NeonGolden
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Re: Der Konzertbesuchsthread
Ich hab Tramhaus letztes Jahr in Barcelona gesehen und da war ordentlich was los. War aber gemessen an der Größe der Stadt auch ein kleiner Laden, vielleicht 150-200 Leute. Das Konzert war fantastisch und ich finde auch, dass sie mehr Aufmerksamkeit und Publikum verdient hätten.
Re: Der Konzertbesuchsthread
13.04.2026 Big Thief (+ Dylan Meek), Columbiahalle, Berlin
Ich war am Montag bei Big Thief in der Columbiahalle in Berlin.
Bislang war das eine Band, die ich zwar ganz gerne höre, aber auch nicht übermäßig stark verfolge. Live gesehen habe ich sie einmal beim Tempelhof Sounds 2022 in Berlin. Das war ein recht kurzer, ganz schöner Auftritt in der knallenden Nachmittagssonne, der im Nachhinein aber auch nicht dazu geführt hat, das Club-Konzert der Band ein paar Wochen später zu besuchen oder gar zum Solo-Konzert von Frontfrau Adrianne Lenker vor zwei Jahren zu gehen. Nach diesem Konzert muss ich sagen: Hätte ich das mal gemacht!
Einlassbeginn in der Columbiahalle war um 18:30 Uhr. Ich war arbeitsbedingt erst etwa eine halbe Stunde später da. Es hat aber trotzdem noch für einen Platz ganz vorne an der Absperrung auf der rechten Bühnenseite gereicht. Die Halle hat sich allmählich gefüllt. Das Konzert war ausverkauft, es wurde also voll. Um mich herum standen vor allem viele jüngere und weibliche Fans. Das hatte ich gar nicht unbedingt erwartet, aber mit Mitte 30 habe ich den Altersschnitt da vorne auf jeden Fall etwas nach oben gezogen.
Pünktlich um 20 Uhr wurde es dunkel im Saal. Den Abend eröffnete Dylan Meek, ein Singer-Songwriter aus Texas. Eine Dreiviertelstunde lang präsentierte er seine Songs, die sich wohl am besten als Neo-Soul beschreiben lassen. Souliger Gesang und ein Keyboard, mehr gab es nicht. Das fand ich manchmal ganz schön, manchmal aber auch etwas anstrengend. Das Klavierspiel war auf jeden Fall ziemlich gut. Und das Publikum ist mir sehr positiv aufgefallen. Ich würde mal vorsichtig behaupten, dass er musikalisch nicht unbedingt einen Volltreffer bei der Zielgruppe gelandet hat. Trotzdem haben alle Menschen um mich herum sehr aufmerksam zugehört und zwischen den Songs gab es viel Applaus. Eine sehr angenehme Atmosphäre insgesamt. Zum Ende des Auftritts kam noch der Bruder, Buck Meek, besser bekannt als Gitarrist von Big Thief, zur Unterstützung auf die Bühne und die beiden sangen passenderweise zusammen den Song "Brotherhood". Das war ganz schön. Und dann war der Auftritt auch vorbei.
Es gab eine etwas längere Umbaupause. Gegen 21:20 Uhr wurde es endlich wieder dunkel im Saal und Big Thief kamen auf die Bühne. Der Auftritt begann mit "Incomprehensible", einem Song des aktuellen Albums "Double Infinity". Lustigerweise gab es den restlichen Abend lang mit "Los Angeles" nur noch einen weiteren Song des Albums. Der Fokus lag stattdessen auf ganz neuen Songs, die bislang noch gar nicht veröffentlicht wurden. Unkonventionell, aber es hat trotzdem sehr gut funktioniert. Das lag einmal daran, dass diese Songs alle wirklich schön klangen. Und andererseits, weil das Publikum weiterhin unheimlich wertschätzend aufgetreten ist. Ein Rahmen zum Wohlfühlen.
Mit Songs wie "Vampire Empire" und "Simulation Swarm" gab es natürlich auch einige Hits, die euphorisch aufgenommen wurden. Aber eigentlich war es wirklich egal, was gespielt wurde. Es klang alles toll. Das Quartett um Frontfrau Adrianne Lenker war musikalisch großartig. Leise, laut, melodiös, zerbrechlich, krachig, ausufernd. Das volle musikalische Spektrum. Und der Sound war zum Glück auch glasklar und druckvoll.
Zum Ende des regulären Sets gab es mit "Change" noch ein Highlight. Das noch größere Highlight kam dann in der Zugabe, die mit "anything" – eigentlich ein Solo-Song von Adrianne Lenker – eröffnet wurde. Hach, war das wunderschön. Als das ganze Publikum nach einer kurzen Irritation zwischendrin lautstark fast schon im Kanon mitgesungen hat, war das wirklich magisch. Passend zum restlichen Programm wurde das Konzert im Anschluss mit einem weiteren neuen Song beendet. Nach etwa 115 Minuten Spielzeit war dann Schluss.
Insgesamt war das wirklich ein ganz großartiges Konzert. Im Juni gibt es in Deutschland noch weitere Tourdaten. Wäre Hamburg irgendwie zeitlich machbar für mich, würde ich wohl keine Sekunde überlegen. Von daher: Unbedingt hingehen!
Ich war am Montag bei Big Thief in der Columbiahalle in Berlin.
Bislang war das eine Band, die ich zwar ganz gerne höre, aber auch nicht übermäßig stark verfolge. Live gesehen habe ich sie einmal beim Tempelhof Sounds 2022 in Berlin. Das war ein recht kurzer, ganz schöner Auftritt in der knallenden Nachmittagssonne, der im Nachhinein aber auch nicht dazu geführt hat, das Club-Konzert der Band ein paar Wochen später zu besuchen oder gar zum Solo-Konzert von Frontfrau Adrianne Lenker vor zwei Jahren zu gehen. Nach diesem Konzert muss ich sagen: Hätte ich das mal gemacht!
Einlassbeginn in der Columbiahalle war um 18:30 Uhr. Ich war arbeitsbedingt erst etwa eine halbe Stunde später da. Es hat aber trotzdem noch für einen Platz ganz vorne an der Absperrung auf der rechten Bühnenseite gereicht. Die Halle hat sich allmählich gefüllt. Das Konzert war ausverkauft, es wurde also voll. Um mich herum standen vor allem viele jüngere und weibliche Fans. Das hatte ich gar nicht unbedingt erwartet, aber mit Mitte 30 habe ich den Altersschnitt da vorne auf jeden Fall etwas nach oben gezogen.
Pünktlich um 20 Uhr wurde es dunkel im Saal. Den Abend eröffnete Dylan Meek, ein Singer-Songwriter aus Texas. Eine Dreiviertelstunde lang präsentierte er seine Songs, die sich wohl am besten als Neo-Soul beschreiben lassen. Souliger Gesang und ein Keyboard, mehr gab es nicht. Das fand ich manchmal ganz schön, manchmal aber auch etwas anstrengend. Das Klavierspiel war auf jeden Fall ziemlich gut. Und das Publikum ist mir sehr positiv aufgefallen. Ich würde mal vorsichtig behaupten, dass er musikalisch nicht unbedingt einen Volltreffer bei der Zielgruppe gelandet hat. Trotzdem haben alle Menschen um mich herum sehr aufmerksam zugehört und zwischen den Songs gab es viel Applaus. Eine sehr angenehme Atmosphäre insgesamt. Zum Ende des Auftritts kam noch der Bruder, Buck Meek, besser bekannt als Gitarrist von Big Thief, zur Unterstützung auf die Bühne und die beiden sangen passenderweise zusammen den Song "Brotherhood". Das war ganz schön. Und dann war der Auftritt auch vorbei.
Es gab eine etwas längere Umbaupause. Gegen 21:20 Uhr wurde es endlich wieder dunkel im Saal und Big Thief kamen auf die Bühne. Der Auftritt begann mit "Incomprehensible", einem Song des aktuellen Albums "Double Infinity". Lustigerweise gab es den restlichen Abend lang mit "Los Angeles" nur noch einen weiteren Song des Albums. Der Fokus lag stattdessen auf ganz neuen Songs, die bislang noch gar nicht veröffentlicht wurden. Unkonventionell, aber es hat trotzdem sehr gut funktioniert. Das lag einmal daran, dass diese Songs alle wirklich schön klangen. Und andererseits, weil das Publikum weiterhin unheimlich wertschätzend aufgetreten ist. Ein Rahmen zum Wohlfühlen.
Mit Songs wie "Vampire Empire" und "Simulation Swarm" gab es natürlich auch einige Hits, die euphorisch aufgenommen wurden. Aber eigentlich war es wirklich egal, was gespielt wurde. Es klang alles toll. Das Quartett um Frontfrau Adrianne Lenker war musikalisch großartig. Leise, laut, melodiös, zerbrechlich, krachig, ausufernd. Das volle musikalische Spektrum. Und der Sound war zum Glück auch glasklar und druckvoll.
Zum Ende des regulären Sets gab es mit "Change" noch ein Highlight. Das noch größere Highlight kam dann in der Zugabe, die mit "anything" – eigentlich ein Solo-Song von Adrianne Lenker – eröffnet wurde. Hach, war das wunderschön. Als das ganze Publikum nach einer kurzen Irritation zwischendrin lautstark fast schon im Kanon mitgesungen hat, war das wirklich magisch. Passend zum restlichen Programm wurde das Konzert im Anschluss mit einem weiteren neuen Song beendet. Nach etwa 115 Minuten Spielzeit war dann Schluss.
Insgesamt war das wirklich ein ganz großartiges Konzert. Im Juni gibt es in Deutschland noch weitere Tourdaten. Wäre Hamburg irgendwie zeitlich machbar für mich, würde ich wohl keine Sekunde überlegen. Von daher: Unbedingt hingehen!
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