Der Konzertbesuchsthread
Re: Der Konzertbesuchsthread
War ganz wunderbar von vorn bis hinten
Support leider verpasst. Moya das Highlight unter vielen Highlights.
Re: Der Konzertbesuchsthread
Ich erkenne gewisse Parallelen. Wollte eigentlich am letzten Sonntag den Gig in Wiesbaden mitnehmen, aber musste dann auch canceln, weil es meine Frau erwischt hat. Aktuell scheinen aber wohl auch viele Noroviren rumzugehen. Vielleicht war das auch bei dir die Ursache. Bei uns kam es höchst wahrscheinlich aus der Kita.slowdive hat geschrieben: ↑Di 17. Mär 2026, 23:40Downside: Hätte gestern eigentlich gleich noch Godspeed You! Black Emperor sehen sollen im Festsaal Kreuzberg - und ich war auch schon da. Aber pünktlich als der Support losging (ein Mensch auf der Bühne, der Krach macht - wie gefühlt immer), hat ein mutmaßlich schlechtes Shakshuka durchgeschlagen, und statt der besten Band der Welt gab eine Nacht lang übergeben im Hotelzimmer. Zum Glück noch gerade da hin geschafft. Shit happens ey.
- Dieter Meyers
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Re: Der Konzertbesuchsthread
Ich schließe mich bei Geese meinen ganzen Vorrednern an. Der Hype ist auch auf Konzertebene maximal da…. Auch wenn die Vorzeichen für Köln nicht die besten waren aufgrund der zweifachen Hochverlegung ins Palladium (ca. 4500 Zuschauer) , war es doch ein großartiger Abend mit selten gutem Sound im Palladium. Hier hat sich in den letzten 20 Jahren einfach auch nochmal echt viel getan, sodass ich meine früheren Vorurteile gegen das Palladium mittlerweile ein bisschen revidieren muss.
Die Tatsache, dass Cameron behauptete, dass er den ganzen Tag trinken musste, weil er aufgrund des -bis dato- größten Konzerts der Band einfach unfassbar aufgeregt sei, hat man nicht wirklich gemerkt. Ich bin so oder so überrascht wie gut und präzise diese doch bisweilen „rotzige“ Musik live klingt. Chapeau!
Das Publikum in Köln war ebenfalls generationell aufgeteilt wie zuvor beschrieben und machte insgesamt einen sehr textsicheren Eindruck. Auch die Stimmung vorab war einfach angenehm aufgeregt und euphorisch.
Eine willkommene Überraschung waren für mich Westside Cowboy, die hier bereits ja erwähnt wurden und mir nicht bekannt waren, da ich BCNR auf der letzten Tournee keinen Besuch abstatten konnte. Die liefen heute den ganzen Tag auf den Ohren, wobei sie mir live noch etwas besser gefielen als auf Platte. Hier würde ich bei einem Solokonzert auf jeden Fall sofort zuschlagen.
Tanzbrunnen für August wird wahrscheinlich nach gestern doch noch mitgenommen werden müssen….
Die Tatsache, dass Cameron behauptete, dass er den ganzen Tag trinken musste, weil er aufgrund des -bis dato- größten Konzerts der Band einfach unfassbar aufgeregt sei, hat man nicht wirklich gemerkt. Ich bin so oder so überrascht wie gut und präzise diese doch bisweilen „rotzige“ Musik live klingt. Chapeau!
Das Publikum in Köln war ebenfalls generationell aufgeteilt wie zuvor beschrieben und machte insgesamt einen sehr textsicheren Eindruck. Auch die Stimmung vorab war einfach angenehm aufgeregt und euphorisch.
Eine willkommene Überraschung waren für mich Westside Cowboy, die hier bereits ja erwähnt wurden und mir nicht bekannt waren, da ich BCNR auf der letzten Tournee keinen Besuch abstatten konnte. Die liefen heute den ganzen Tag auf den Ohren, wobei sie mir live noch etwas besser gefielen als auf Platte. Hier würde ich bei einem Solokonzert auf jeden Fall sofort zuschlagen.
Tanzbrunnen für August wird wahrscheinlich nach gestern doch noch mitgenommen werden müssen….
„Die Bettler betteln, die Diebe stehlen, die Huren huren. Ein Moritatensänger singt eine Moritat."
Re: Der Konzertbesuchsthread
Ich war gestern bei Kraftklub in der PSD-Bank Arena in Nürnberg
Ich hatte einen Sitzplatz im Unterrang etwas weiter hinten, was allerdings in der Arena nicht viel ausmacht....ist ja nicht so groß wie die Olympiahalle beispielsweise.
Parkplatzsituation ist dort ja auch relativ gut...einzig die unmittelbare Nähe zum Stadion der 1.FC Nürnb*** macht die Halle etwas....wie soll ich sagen....unschön
Pünktlich um 20 Uhr kündigte Felix von Kraftklub dann den Support Act Yung Pepp an.
Ein 17-jähriger Rap Newcomer aus Leipzig.
War nicht so ganz meine Musik, aber trotzdem respekt, was dieser junge, sympathische und demütige Kerl mittlerweile draufhat. In seiner Bubble dürfte er mal groß werden.
Um 20:20 Uhr kamen dann Kraftklub auf die Bühne.
Vom ersten Moment eine richtig gute Stimmung von vorne bis hinten,
Viele Hits, einiges an Interaktion mit der Crowd, drei Songs mitten im Publikum im Infield.
Das Stage Setting war schon ziemlich big mit einer rießigen "Leinwand" hinter der gesamten Bühne, auf welche Live das Konzert aus den verschiedensten Blickwinkel.
Ein bisschen Pyro machte den Abend rund.
Ich hatte einen Sitzplatz im Unterrang etwas weiter hinten, was allerdings in der Arena nicht viel ausmacht....ist ja nicht so groß wie die Olympiahalle beispielsweise.
Parkplatzsituation ist dort ja auch relativ gut...einzig die unmittelbare Nähe zum Stadion der 1.FC Nürnb*** macht die Halle etwas....wie soll ich sagen....unschön
Pünktlich um 20 Uhr kündigte Felix von Kraftklub dann den Support Act Yung Pepp an.
Ein 17-jähriger Rap Newcomer aus Leipzig.
War nicht so ganz meine Musik, aber trotzdem respekt, was dieser junge, sympathische und demütige Kerl mittlerweile draufhat. In seiner Bubble dürfte er mal groß werden.
Um 20:20 Uhr kamen dann Kraftklub auf die Bühne.
Vom ersten Moment eine richtig gute Stimmung von vorne bis hinten,
Viele Hits, einiges an Interaktion mit der Crowd, drei Songs mitten im Publikum im Infield.
Das Stage Setting war schon ziemlich big mit einer rießigen "Leinwand" hinter der gesamten Bühne, auf welche Live das Konzert aus den verschiedensten Blickwinkel.
Ein bisschen Pyro machte den Abend rund.
- SammyJankis
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Re: Der Konzertbesuchsthread
Ich war gestern in Düsseldorf bei Feverchild im Jugendkulturcafe Franzmann. Anreise war aufgrund des ÖPVN Streiks in NRW etwas stressig. Statt entspannt mit der U-Bahn fahren hieß es 30 Minuten ab Düsseldorf Hbf laufen, aber wurde in Kauf genommen. Es war dennoch gut gefüllt. Schätze so 70-80 Zahlende bei 12-15 Euro Eintritt. Passt.
I Recover - Erste von vier Shows, die diese Woche gespielt werden. Sänger laut eigener Aussage angeschlagen, kleine Schulterverletzung, hat sich auch weniger bewegt als sonst. Set war wie immer solide bis gut, netter Emo/Hardcore Mix. Bass war zu Beginn zu laut, wurde aber besser. Solider Start in den Abend.
Hyperlilly - Locker die Hälfte der Crowd augenscheinlich nur für die Band da, die als einzige an dem Abend direkt aus Düsseldorf kam. Etwas schade war, dass von dem Teil der Crowd, der für die Band am Start war, viele sich wenig bis gar nicht für die anderen Bands interessiert haben. Sowas habe ich noch nie verstanden. Band war heute zum ersten Mal mit Sängerin am Start. Leider zu Beginn mit Mikroausfall und auch sonst das übpiche Leid bei Shoegaze, der Gesang geht oft unter. Gegen Ende wars in Ordnung. An sich aber guter Sound. Gucke ich immer gerne.
Pluto the Racer - Pop Punk aus Hannover von Hardcore Kids. Spaßige Nummer, die problemlos als Support vor jeder größeren Band des Genres funktionieren würde. Gesang auch top, blink-182 Cover, für mich bester Gig des Abends.
Feverchild - Emo aus Belgien. Vor einigen Jahren mal in Köln gesehen. Ist damals etwas an mir vorbeigegangen. Gestern war es stark, vor allem der Gesang. Leider musste ich etwas früher gehen, um ne vernünftige Verbindung nach Hause zu bekommen. Dennoch guter Abend. Kann dem Forum alle Bands nur ans Herz legen.
I Recover - Erste von vier Shows, die diese Woche gespielt werden. Sänger laut eigener Aussage angeschlagen, kleine Schulterverletzung, hat sich auch weniger bewegt als sonst. Set war wie immer solide bis gut, netter Emo/Hardcore Mix. Bass war zu Beginn zu laut, wurde aber besser. Solider Start in den Abend.
Hyperlilly - Locker die Hälfte der Crowd augenscheinlich nur für die Band da, die als einzige an dem Abend direkt aus Düsseldorf kam. Etwas schade war, dass von dem Teil der Crowd, der für die Band am Start war, viele sich wenig bis gar nicht für die anderen Bands interessiert haben. Sowas habe ich noch nie verstanden. Band war heute zum ersten Mal mit Sängerin am Start. Leider zu Beginn mit Mikroausfall und auch sonst das übpiche Leid bei Shoegaze, der Gesang geht oft unter. Gegen Ende wars in Ordnung. An sich aber guter Sound. Gucke ich immer gerne.
Pluto the Racer - Pop Punk aus Hannover von Hardcore Kids. Spaßige Nummer, die problemlos als Support vor jeder größeren Band des Genres funktionieren würde. Gesang auch top, blink-182 Cover, für mich bester Gig des Abends.
Feverchild - Emo aus Belgien. Vor einigen Jahren mal in Köln gesehen. Ist damals etwas an mir vorbeigegangen. Gestern war es stark, vor allem der Gesang. Leider musste ich etwas früher gehen, um ne vernünftige Verbindung nach Hause zu bekommen. Dennoch guter Abend. Kann dem Forum alle Bands nur ans Herz legen.
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Re: Der Konzertbesuchsthread
Ich habe Geese diesen Mittwoch in Köln mitgenommen. Die Vorzeichen waren etwas angespannt: Langer Arbeitstag, Nahverkehrsstreik, Zittern, ob das Ticket meiner Freundin (Kleinanzeigenkauf aus Österreich) rechtzeitig ankommen würde [Spoiler: um 15 Uhr des besagten Tages] und dann natürlich noch die Strafe des doppelten Upgrades in Köln: Palladium statt E-Werk statt Kantine. Meh.
Aufgrund des Hypes und der Schilderungen hatten wir mit einer Schlange beim Einlass gerechnet, aber man konnte einfach durchspazieren und der Pulk an Fans direkt vor Bühne war noch überschaubar. Das Publikum wie schon beschrieben wirklich sehr gemischt. Gefühlt jeder International Kölns war anwesend. Ich hätte den Hype im Ausland auch nochmal größer vermutet. Dass sie das Palladium auch ausverkaufen, fand ich schon krass.
Der Support von Westside Cowboy wäre die 29,50 € (wenn man früh dabei war) bei längerer Spielzeit im Prinzip schon wert gewesen. Die aktuelle EP gefällt mir nach wie vor wahnsinnig gut und die Songs wurden von den vieren auch live super dargeboten. Ich denke auf einer etwas kleineren Bühne würde es sich noch etwas organischer anfühlen, hoffentlich kommt dieses Jahr noch eine Headline-Tour. Viele im Publikum schienen schon im Vorfeld von der Band angetan zu sein und das sind sicher nicht weniger geworden...ich denke mit 300er venues müssen die nicht starten.
In der Umbaupause vor Geese wurde es dann im Innenraum deutlich enger, die Luft war zum schneiden und wir haben die sehr guten Plätze aufgegeben. Das hätte keinen Sinn gemacht. In den Seitenschiffe des Palladiums war gefühlt eine andere Klimazone und man konnte wieder atmen. Durch den Platzwechsel war die Sicht dank der Säulen zunächst echt nicht gut. Das besserte sich aber im Laufe der Zeit, da es doch den ein oder anderen noch weiter Richtung Zentrum zog, so dass man auch Cameron Winter richtig zu Gesicht bekam. Pits habe ich außer zum Ende nicht direkt ausmachen können, aber vielleicht täuschte das auch. Das Publikum war von Sekunde eins da und die Band...die sind halt einfach komplett abgebrüht, da passte alles. Eine Aura der Strokes der Gen-Z lag für mich in der Luft
Hat mir sehr gut gefallen und meine nicht ganz niedrigen Erwartungen voll erfüllt, ohne, dass ich für mich jetzt geflasht nach Hause ging. Bin gespannt, wie es für sie weitergeht!
-----------------
Nachdem die Hochverlegung von Geese mir meine Premiere in der Kantine zunichte gemacht hat, konnte ich dies bereits zwei Tage später (gestern) mit Godspeed You! Black Emperor nachholen.
Der Support wurde von slowdive bereits treffend zusammengefasst. Das Interesse war auch insgesamt eher mäßig. Trotz der relativ hohen Bühne in der Kantine stellte das typische Postrock-Publikum auch mich mit meinen 1,85m in puncto Sicht vor kleinere Herausforderungen, aber sei's drum. Selbst wenn die Person vor einem der Meinung ist drei Minuten Handyvideo des Auftritts dringend zu benötigen, kann man bei GY!BE eigentlich keine schlechte Zeit haben. Zu wuchtig, zu immersiv, auch wenn man einfach nur mit geschlossenen Augen lauscht; obwohl die analog eingespielten Visuals für sich genommen natürlich schon ein Highlight sind. Mein drittes Konzert der Band, aber zwei Stunden Spielzeit vergingen einfach wie im Flug. Es war wieder ganz wunderbar, auch wenn ich mir ein Mladic sehr in der Setlist gewünscht hätte, aber dann vielleicht (hoffentlich) nächstes Mal!
Aufgrund des Hypes und der Schilderungen hatten wir mit einer Schlange beim Einlass gerechnet, aber man konnte einfach durchspazieren und der Pulk an Fans direkt vor Bühne war noch überschaubar. Das Publikum wie schon beschrieben wirklich sehr gemischt. Gefühlt jeder International Kölns war anwesend. Ich hätte den Hype im Ausland auch nochmal größer vermutet. Dass sie das Palladium auch ausverkaufen, fand ich schon krass.
Der Support von Westside Cowboy wäre die 29,50 € (wenn man früh dabei war) bei längerer Spielzeit im Prinzip schon wert gewesen. Die aktuelle EP gefällt mir nach wie vor wahnsinnig gut und die Songs wurden von den vieren auch live super dargeboten. Ich denke auf einer etwas kleineren Bühne würde es sich noch etwas organischer anfühlen, hoffentlich kommt dieses Jahr noch eine Headline-Tour. Viele im Publikum schienen schon im Vorfeld von der Band angetan zu sein und das sind sicher nicht weniger geworden...ich denke mit 300er venues müssen die nicht starten.
In der Umbaupause vor Geese wurde es dann im Innenraum deutlich enger, die Luft war zum schneiden und wir haben die sehr guten Plätze aufgegeben. Das hätte keinen Sinn gemacht. In den Seitenschiffe des Palladiums war gefühlt eine andere Klimazone und man konnte wieder atmen. Durch den Platzwechsel war die Sicht dank der Säulen zunächst echt nicht gut. Das besserte sich aber im Laufe der Zeit, da es doch den ein oder anderen noch weiter Richtung Zentrum zog, so dass man auch Cameron Winter richtig zu Gesicht bekam. Pits habe ich außer zum Ende nicht direkt ausmachen können, aber vielleicht täuschte das auch. Das Publikum war von Sekunde eins da und die Band...die sind halt einfach komplett abgebrüht, da passte alles. Eine Aura der Strokes der Gen-Z lag für mich in der Luft
Hat mir sehr gut gefallen und meine nicht ganz niedrigen Erwartungen voll erfüllt, ohne, dass ich für mich jetzt geflasht nach Hause ging. Bin gespannt, wie es für sie weitergeht!
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Nachdem die Hochverlegung von Geese mir meine Premiere in der Kantine zunichte gemacht hat, konnte ich dies bereits zwei Tage später (gestern) mit Godspeed You! Black Emperor nachholen.
Der Support wurde von slowdive bereits treffend zusammengefasst. Das Interesse war auch insgesamt eher mäßig. Trotz der relativ hohen Bühne in der Kantine stellte das typische Postrock-Publikum auch mich mit meinen 1,85m in puncto Sicht vor kleinere Herausforderungen, aber sei's drum. Selbst wenn die Person vor einem der Meinung ist drei Minuten Handyvideo des Auftritts dringend zu benötigen, kann man bei GY!BE eigentlich keine schlechte Zeit haben. Zu wuchtig, zu immersiv, auch wenn man einfach nur mit geschlossenen Augen lauscht; obwohl die analog eingespielten Visuals für sich genommen natürlich schon ein Highlight sind. Mein drittes Konzert der Band, aber zwei Stunden Spielzeit vergingen einfach wie im Flug. Es war wieder ganz wunderbar, auch wenn ich mir ein Mladic sehr in der Setlist gewünscht hätte, aber dann vielleicht (hoffentlich) nächstes Mal!
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Re: Der Konzertbesuchsthread
20.03.2026 The Boxer Rebellion (+ Haiver), Metropol, Berlin
Ich war am Freitag bei The Boxer Rebellion im Metropol in Berlin.
Das war eine ziemlich spontane Aktion. Eigentlich wollte ich zum Wochenbeginn zu Geese und/oder Godspeed You! Black Emperor in Berlin. Das hat aber beides leider nicht geklappt. Das Konzert von The Boxer Rebellion hatte ich schon etwas länger im Hinterkopf, so wirklich zu 100 Prozent motiviert war ich aber nicht, ansonsten hätte ich sicherlich bereits ein Ticket gehabt. Ich mag die Band zwar ganz gerne und verfolge die aktuellen Veröffentlichungen schon seit Jahren immer mal wieder, aber es ist auch immer ein schmaler Grat zwischen "das nimmt mich jetzt wirklich mit" und "das ist mir eigentlich etwas zu seicht". Vor über zehn Jahren habe ich schon ein Konzert in Hamburg besucht. Das ist aber auch nicht in überwältigender Erinnerung geblieben... Tja, schwierig! Nach dem Frust zum Wochenbeginn wollte ich mir aber doch noch einen versöhnlichen Abschluss schaffen. Also habe ich mir kurz vor Feierabend ein Ticket gekauft und bin in den Zug nach Berlin gestiegen.
Einlass im Metropol war um 19 Uhr. Ich war etwa 20 Minuten früher da. Zu dem Zeitpunkt standen nur eine handvoll anderer Leute dort, die meisten davon offensichtlich international und nicht deutschsprachig. Das Sicherheitspersonal hat zwischendurch die Information durchgegeben, dass sich der Einlass aufgrund einer Verspätung der Vorband verzögern würde. Als sich gegen 19:15 Uhr die Türen öffneten, hatte sich mittlerweile eine längere Schlange hinter mir gebildet.
Ich bin direkt mittig an der Absperrung zur Bühne gelandet. Hatte ich vorher nicht unbedingt geplant, aber dann auch nicht abgelehnt. Die gute Sicht auf die Bühne war sicher. Und zuletzt hatte ich bei Belle and Sebastian genau zwei Wochen vorher in dem Club dort vorne einen sehr starken Sound.
Der Club füllte sich allmählich. Ausverkauft war das Konzert nicht und es muss auch einiges gefehlt haben. Der Zugang zu den beiden Emporen wurde nämlich nicht geöffnet, was ich dort so bislang noch nicht erlebt hatte. Der Innenraum war dann aber immerhin gut gefüllt, sodass die Band später nicht vor einem halbleeren Saal auftreten musste.
Um 20 Uhr wurde es dunkel im Saal. Der Abend begann mit Haiver. Eine knappe halbe Stunde lang gab es Indie-Rock aus Schottland. Das hat mir ganz gut gefallen. Keine Neuerfindung des Rads, aber schöne Melodien. Ich war mir zwischenzeitlich nicht sicher, ob mich das nur wegen des schottischen Akzents des Sängers an Frightened Rabbit erinnern würde. Dann erzählte ebenjener aber, dass er froh sei, wieder mit einer Band auf Tour sein zu können – so wie früher mit seiner alten Band Frightened Rabbit. Diese hatte sich ja gezwungenermaßen aufgrund des tragischen Todes ihres Frontmanns Scott Hutchison vor einigen Jahren aufgelöst. Es stellte sich heraus, dass es sich dabei tatsächlich um Billy Kennedy, dem damaligen Leadgitarristen der Band, handelte. Eine schöne Überraschung! Und dann waren natürlich auch die musikalischen Ähnlichkeiten klar. Die Band möchte wohl demnächst ihr Debütalbum veröffentlichen. Das höre ich mir auf jeden Fall an.
Nach der obligatorischen Umbaupause wurde es um 21 Uhr wieder dunkel im Saal. Dann wurde es Zeit für den Hauptact. The Boxer Rebellion kamen auf die Bühne und eröffneten den Abend mit "Flowers in the Water", einem neuen Song des kommenden Albums "The Second I'm Asleep", das nächste Woche offiziell veröffentlicht wird. Ein schöner Einstieg! Auch der Anschluss mit "Spitting Fire" und "No Harm", meinem Lieblingssong der Band, ging genauso überzeugend weiter. Das Set war eine gelungene Zusammenstellung der gesamten Diskographie der Band. "Diamonds" war ein Highlight. Außerdem habe ich mich über "Love Yourself" gefreut, der auf der aktuellen Tour noch nicht gespielt wurde. Und auch die neuen Songs wussten zu gefallen.
Insgesamt war es ein total schönes Konzert. Der Sound war klar. Die charismatische Stimme von Sänger Nathan Nicholson kam gut durch. Musikalisch war das wirklich sehr stimmig und live auch noch ein ganzes Stück wirkungsvoller als auf den Alben. Druckvoll und sphärisch. Dazu eine sehr schöne Lichtshow. Und ein sehr angenehmes Publikum um mich herum. Da war ich doch sehr froh, mich so kurzfristig noch für dieses Konzert entschieden zu haben. Interessant auch: Der Leadgitarrist fiel mir von Anfang an auf, weil er auf der Bühne – gerade im Vergleich zu den ansonsten eher reservierteren Bandmitgliedern – sehr mitreißend agierte und unheimlich viel Spielfreude mit sich brachte, was sichtlich auf seine Kollegen abfärbte. Zwischendurch durfte er sich immer mal wieder am E-Piano oder an einer Floor Tom austoben und sorgte auch für unterstützenden Backgroundgesang. Als der Frontmann sich zum Ende hin bei ihm für die Begleitung auf der Tour bedankte, wurde mir erst klar, dass das gar nicht der reguläre Gitarrist der Band ist. Wie sich später herausstellte, fällt der nämlich gerade verletzungsbedingt aus und wird auf dieser Tour von Charlie Barnes, bekannt durch seine Tätigkeit als dauerhafter Tourgitarrist bei Bastille, vertreten. Hatte mich schon gefragt, woher er mir so bekannt vorkam. Da bin ich durch meine Freundin ja etwas geprägt. Das hat auf jeden Fall sehr gut gepasst. Und beeindruckend, wie schnell man sich als Musiker in das Repertoire einer anderen Band einfinden und gleich mit mehreren Instrumenten einspringen kann.
Das reguläre Set wurde mit "Watermelon" abgeschlossen, einem Kracher des Debütalbums "Exits". Danach gab es noch einen Zugabeblock, der von "Step Out of the Car" angeführt wurde. Stark! Es folgte noch ein neuer Song. Und zum Abschluss mit "Here I Am" ein würdiges Finale, der mit dem hohen Gesang fast an Sigur Rós erinnert. Einer meiner Favoriten der Band.
Gegen 22:35 Uhr war der Auftritt nach gut 90 Minuten Spielzeit vorbei. Ein richtig schöner Konzertabend! Die Band war dann noch am Merchstand beschäftigt. Und ich war sehr glücklich, dass es zum erhofften versöhnlichen Wochenabschluss gekommen ist.
Ich war am Freitag bei The Boxer Rebellion im Metropol in Berlin.
Das war eine ziemlich spontane Aktion. Eigentlich wollte ich zum Wochenbeginn zu Geese und/oder Godspeed You! Black Emperor in Berlin. Das hat aber beides leider nicht geklappt. Das Konzert von The Boxer Rebellion hatte ich schon etwas länger im Hinterkopf, so wirklich zu 100 Prozent motiviert war ich aber nicht, ansonsten hätte ich sicherlich bereits ein Ticket gehabt. Ich mag die Band zwar ganz gerne und verfolge die aktuellen Veröffentlichungen schon seit Jahren immer mal wieder, aber es ist auch immer ein schmaler Grat zwischen "das nimmt mich jetzt wirklich mit" und "das ist mir eigentlich etwas zu seicht". Vor über zehn Jahren habe ich schon ein Konzert in Hamburg besucht. Das ist aber auch nicht in überwältigender Erinnerung geblieben... Tja, schwierig! Nach dem Frust zum Wochenbeginn wollte ich mir aber doch noch einen versöhnlichen Abschluss schaffen. Also habe ich mir kurz vor Feierabend ein Ticket gekauft und bin in den Zug nach Berlin gestiegen.
Einlass im Metropol war um 19 Uhr. Ich war etwa 20 Minuten früher da. Zu dem Zeitpunkt standen nur eine handvoll anderer Leute dort, die meisten davon offensichtlich international und nicht deutschsprachig. Das Sicherheitspersonal hat zwischendurch die Information durchgegeben, dass sich der Einlass aufgrund einer Verspätung der Vorband verzögern würde. Als sich gegen 19:15 Uhr die Türen öffneten, hatte sich mittlerweile eine längere Schlange hinter mir gebildet.
Ich bin direkt mittig an der Absperrung zur Bühne gelandet. Hatte ich vorher nicht unbedingt geplant, aber dann auch nicht abgelehnt. Die gute Sicht auf die Bühne war sicher. Und zuletzt hatte ich bei Belle and Sebastian genau zwei Wochen vorher in dem Club dort vorne einen sehr starken Sound.
Der Club füllte sich allmählich. Ausverkauft war das Konzert nicht und es muss auch einiges gefehlt haben. Der Zugang zu den beiden Emporen wurde nämlich nicht geöffnet, was ich dort so bislang noch nicht erlebt hatte. Der Innenraum war dann aber immerhin gut gefüllt, sodass die Band später nicht vor einem halbleeren Saal auftreten musste.
Um 20 Uhr wurde es dunkel im Saal. Der Abend begann mit Haiver. Eine knappe halbe Stunde lang gab es Indie-Rock aus Schottland. Das hat mir ganz gut gefallen. Keine Neuerfindung des Rads, aber schöne Melodien. Ich war mir zwischenzeitlich nicht sicher, ob mich das nur wegen des schottischen Akzents des Sängers an Frightened Rabbit erinnern würde. Dann erzählte ebenjener aber, dass er froh sei, wieder mit einer Band auf Tour sein zu können – so wie früher mit seiner alten Band Frightened Rabbit. Diese hatte sich ja gezwungenermaßen aufgrund des tragischen Todes ihres Frontmanns Scott Hutchison vor einigen Jahren aufgelöst. Es stellte sich heraus, dass es sich dabei tatsächlich um Billy Kennedy, dem damaligen Leadgitarristen der Band, handelte. Eine schöne Überraschung! Und dann waren natürlich auch die musikalischen Ähnlichkeiten klar. Die Band möchte wohl demnächst ihr Debütalbum veröffentlichen. Das höre ich mir auf jeden Fall an.
Nach der obligatorischen Umbaupause wurde es um 21 Uhr wieder dunkel im Saal. Dann wurde es Zeit für den Hauptact. The Boxer Rebellion kamen auf die Bühne und eröffneten den Abend mit "Flowers in the Water", einem neuen Song des kommenden Albums "The Second I'm Asleep", das nächste Woche offiziell veröffentlicht wird. Ein schöner Einstieg! Auch der Anschluss mit "Spitting Fire" und "No Harm", meinem Lieblingssong der Band, ging genauso überzeugend weiter. Das Set war eine gelungene Zusammenstellung der gesamten Diskographie der Band. "Diamonds" war ein Highlight. Außerdem habe ich mich über "Love Yourself" gefreut, der auf der aktuellen Tour noch nicht gespielt wurde. Und auch die neuen Songs wussten zu gefallen.
Insgesamt war es ein total schönes Konzert. Der Sound war klar. Die charismatische Stimme von Sänger Nathan Nicholson kam gut durch. Musikalisch war das wirklich sehr stimmig und live auch noch ein ganzes Stück wirkungsvoller als auf den Alben. Druckvoll und sphärisch. Dazu eine sehr schöne Lichtshow. Und ein sehr angenehmes Publikum um mich herum. Da war ich doch sehr froh, mich so kurzfristig noch für dieses Konzert entschieden zu haben. Interessant auch: Der Leadgitarrist fiel mir von Anfang an auf, weil er auf der Bühne – gerade im Vergleich zu den ansonsten eher reservierteren Bandmitgliedern – sehr mitreißend agierte und unheimlich viel Spielfreude mit sich brachte, was sichtlich auf seine Kollegen abfärbte. Zwischendurch durfte er sich immer mal wieder am E-Piano oder an einer Floor Tom austoben und sorgte auch für unterstützenden Backgroundgesang. Als der Frontmann sich zum Ende hin bei ihm für die Begleitung auf der Tour bedankte, wurde mir erst klar, dass das gar nicht der reguläre Gitarrist der Band ist. Wie sich später herausstellte, fällt der nämlich gerade verletzungsbedingt aus und wird auf dieser Tour von Charlie Barnes, bekannt durch seine Tätigkeit als dauerhafter Tourgitarrist bei Bastille, vertreten. Hatte mich schon gefragt, woher er mir so bekannt vorkam. Da bin ich durch meine Freundin ja etwas geprägt. Das hat auf jeden Fall sehr gut gepasst. Und beeindruckend, wie schnell man sich als Musiker in das Repertoire einer anderen Band einfinden und gleich mit mehreren Instrumenten einspringen kann.
Das reguläre Set wurde mit "Watermelon" abgeschlossen, einem Kracher des Debütalbums "Exits". Danach gab es noch einen Zugabeblock, der von "Step Out of the Car" angeführt wurde. Stark! Es folgte noch ein neuer Song. Und zum Abschluss mit "Here I Am" ein würdiges Finale, der mit dem hohen Gesang fast an Sigur Rós erinnert. Einer meiner Favoriten der Band.
Gegen 22:35 Uhr war der Auftritt nach gut 90 Minuten Spielzeit vorbei. Ein richtig schöner Konzertabend! Die Band war dann noch am Merchstand beschäftigt. Und ich war sehr glücklich, dass es zum erhofften versöhnlichen Wochenabschluss gekommen ist.
Re: Der Konzertbesuchsthread
Ah jo, zumindest schon von gehört. In Wellington haben se dieses Jahr schon in der 500er-Venue gespielt, die z.B. auch Bear's Den und Getdown Services noch bespielen dieses Jahr. Feini!Flecha hat geschrieben: ↑Mo 16. Mär 2026, 16:06Support kam von Earth Tongue aus Neuseeland, die laut einem Kumpel in der Szene in Wellington eine schon recht bekannte Nummer sind (Auge, @s-nke). Duo aus Schlagzeug und Sängerin mit Gitarrre. Stoner/Fuzz/Retro-Rock mit Doom-Anleihen, klingt teilweise sehr in Richtung Castle Rat. Hat mir gut gefallen, auch schon beim Hören vorher. Wird im Auge behalten. Publikum war zurückhalten (HH halt), aber Applaus gab es ausreichend.
- SammyJankis
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Re: Der Konzertbesuchsthread
Ich war letzte Woche Freitag in Köln bei Godspeed You! Black Emperor in der Kantine. War mit dem Zug unterwegs, was stressig ist, weil die Kantine die am schlechtesten zu erreichende Location Kölns ist, aber hat zum Glück alles geklappt. Show war ausverkauft und auf dem Zweitmarkt nichts los. Vor der Halle standen auch locker 10-15 Leute, die nach Tickets gesucht haben. Hab ich so schon lange nicht mehr gesehen. Drinnen natürlich sehr voll und warm. Paar nervige Leute in meiner Umgebung, aber das ist ja nichts Neues.
Kristof Hahn - Noch nie gesehen, aber der Herr ist gefühlt auf jeder Swans Tour Support. Gab dann experimentelle Ambient Klänge, teilweise ohne, teilweise mit Gesang. Im Endeffekt ein typischer Support für die Kanadier. 40 Minuten Spielzeit waren mehr als ich erwartet hatte. War in Ordnung und wurde von der Crowd gut aufgenommen.
Godspeed You! Black Emperor - Was soll man schon groß sagen? Es war wie immer fantastisch. Es gibt ganz wenige Acts, bei denen ich bei den Shows das Gefühl habe, etwas Besonderes zu erleben. Und auch, wenn meine Hoffnung auf "Gathering Storm" mal wieder nicht erfüllt wurde, ist es im Endeffekt egal. Ich geh nicht für gewisse Songs zu der Band, sondern für das Gesamterlebnis, das Zusammenspiel der Mitglieder. Die ruhigen Aufbauten, das Violinenspiel, die Ausbrüche. Es ist einfach magisch. Habe mich gegen Ende des zweistündigen Sets nach hinten orientiert, da ich zügig ne Verbindung zurück bekommen musste und konnte dabei den Herrn an den Filmprojektoren beobachten, auch sehr spannend. In Köln gab es zum Abschluss "BBF3" und "Moya", ganz groß. Man kann die Band gar nicht genug loben. Mein Interesse an Post-Rock ist in den letzten Jahren enorm gesunken, aber diese Band werde ich bis zum Ende weiter verfolgen. Sollte man mindestens einmal in seinem Leben gesehen haben. Ohne Frage 10/10 Show. Hoffe, ich kann noch ein Ticket für Eindhoven in zwei Wochen auftreiben.
Kristof Hahn - Noch nie gesehen, aber der Herr ist gefühlt auf jeder Swans Tour Support. Gab dann experimentelle Ambient Klänge, teilweise ohne, teilweise mit Gesang. Im Endeffekt ein typischer Support für die Kanadier. 40 Minuten Spielzeit waren mehr als ich erwartet hatte. War in Ordnung und wurde von der Crowd gut aufgenommen.
Godspeed You! Black Emperor - Was soll man schon groß sagen? Es war wie immer fantastisch. Es gibt ganz wenige Acts, bei denen ich bei den Shows das Gefühl habe, etwas Besonderes zu erleben. Und auch, wenn meine Hoffnung auf "Gathering Storm" mal wieder nicht erfüllt wurde, ist es im Endeffekt egal. Ich geh nicht für gewisse Songs zu der Band, sondern für das Gesamterlebnis, das Zusammenspiel der Mitglieder. Die ruhigen Aufbauten, das Violinenspiel, die Ausbrüche. Es ist einfach magisch. Habe mich gegen Ende des zweistündigen Sets nach hinten orientiert, da ich zügig ne Verbindung zurück bekommen musste und konnte dabei den Herrn an den Filmprojektoren beobachten, auch sehr spannend. In Köln gab es zum Abschluss "BBF3" und "Moya", ganz groß. Man kann die Band gar nicht genug loben. Mein Interesse an Post-Rock ist in den letzten Jahren enorm gesunken, aber diese Band werde ich bis zum Ende weiter verfolgen. Sollte man mindestens einmal in seinem Leben gesehen haben. Ohne Frage 10/10 Show. Hoffe, ich kann noch ein Ticket für Eindhoven in zwei Wochen auftreiben.
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Re: Der Konzertbesuchsthread
Ich habe vor der Kantine tatsächlich noch zwei Personen, die aus Belgien angereist waren, noch mit Bargeld ausgeholfen, weil sie ein Ticket (für faire 40 Euro OP) vor Ort erstanden haben. So eine weite Anreise ohne Ticket auf sich zu nehmen, wenn der Zweitmarkt im Vorfeld so aussichtslos war, ist schon krass.SammyJankis hat geschrieben: ↑Sa 28. Mär 2026, 13:25Ich war letzte Woche Freitag in Köln bei Godspeed You! Black Emperor in der Kantine. War mit dem Zug unterwegs, was stressig ist, weil die Kantine die am schlechtesten zu erreichende Location Kölns ist, aber hat zum Glück alles geklappt. Show war ausverkauft und auf dem Zweitmarkt nichts los. Vor der Halle standen auch locker 10-15 Leute, die nach Tickets gesucht haben. Hab ich so schon lange nicht mehr gesehen.
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Re: Der Konzertbesuchsthread
Je nachdem wo die in Belgien wohnen kann Köln aber tatsächlich die naheste Location sein. Die Benelux Shows sind in Eindhoven und Antwerpen und auch schon ewig ausverkauft.Tambourine-Man hat geschrieben: ↑Sa 28. Mär 2026, 13:32Ich habe vor der Kantine tatsächlich noch zwei Personen, die aus Belgien angereist waren, noch mit Bargeld ausgeholfen, weil sie ein Ticket (für faire 40 Euro OP) vor Ort erstanden haben. So eine weite Anreise ohne Ticket auf sich zu nehmen, wenn der Zweitmarkt im Vorfeld so aussichtslos war, ist schon krass.SammyJankis hat geschrieben: ↑Sa 28. Mär 2026, 13:25Ich war letzte Woche Freitag in Köln bei Godspeed You! Black Emperor in der Kantine. War mit dem Zug unterwegs, was stressig ist, weil die Kantine die am schlechtesten zu erreichende Location Kölns ist, aber hat zum Glück alles geklappt. Show war ausverkauft und auf dem Zweitmarkt nichts los. Vor der Halle standen auch locker 10-15 Leute, die nach Tickets gesucht haben. Hab ich so schon lange nicht mehr gesehen.
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Re: Der Konzertbesuchsthread
Klar, Köln ist schon naheliegend. Aber ich wäre auch aus Aachen nicht auf gut Glück nach KölnSammyJankis hat geschrieben: ↑Sa 28. Mär 2026, 13:35Je nachdem wo die in Belgien wohnen kann Köln aber tatsächlich die naheste Location sein. Die Benelux Shows sind in Eindhoven und Antwerpen und auch schon ewig ausverkauft.Tambourine-Man hat geschrieben: ↑Sa 28. Mär 2026, 13:32Ich habe vor der Kantine tatsächlich noch zwei Personen, die aus Belgien angereist waren, noch mit Bargeld ausgeholfen, weil sie ein Ticket (für faire 40 Euro OP) vor Ort erstanden haben. So eine weite Anreise ohne Ticket auf sich zu nehmen, wenn der Zweitmarkt im Vorfeld so aussichtslos war, ist schon krass.SammyJankis hat geschrieben: ↑Sa 28. Mär 2026, 13:25Ich war letzte Woche Freitag in Köln bei Godspeed You! Black Emperor in der Kantine. War mit dem Zug unterwegs, was stressig ist, weil die Kantine die am schlechtesten zu erreichende Location Kölns ist, aber hat zum Glück alles geklappt. Show war ausverkauft und auf dem Zweitmarkt nichts los. Vor der Halle standen auch locker 10-15 Leute, die nach Tickets gesucht haben. Hab ich so schon lange nicht mehr gesehen.
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Re: Der Konzertbesuchsthread
Nene keine Frage, da wäre mir das Risiko auch zu hoch.Tambourine-Man hat geschrieben: ↑Sa 28. Mär 2026, 13:40Klar, Köln ist schon naheliegend. Aber ich wäre auch aus Aachen nicht auf gut Glück nach KölnSammyJankis hat geschrieben: ↑Sa 28. Mär 2026, 13:35Je nachdem wo die in Belgien wohnen kann Köln aber tatsächlich die naheste Location sein. Die Benelux Shows sind in Eindhoven und Antwerpen und auch schon ewig ausverkauft.Tambourine-Man hat geschrieben: ↑Sa 28. Mär 2026, 13:32
Ich habe vor der Kantine tatsächlich noch zwei Personen, die aus Belgien angereist waren, noch mit Bargeld ausgeholfen, weil sie ein Ticket (für faire 40 Euro OP) vor Ort erstanden haben. So eine weite Anreise ohne Ticket auf sich zu nehmen, wenn der Zweitmarkt im Vorfeld so aussichtslos war, ist schon krass.
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Re: Der Konzertbesuchsthread
Im Rahmen einer sinngemäßen "wir spielen für nen Zwanni in Städten, wo nicht viel geht"-Tour war ich gestern bei EASY EASY in der börse Wuppertal. Der Turnout war leider sehr mau. Keine 100 Gäste und dafür eine viel zu große venue (soweit ich das überblicken kann sind die übrigen Läden der Tour deutlich kleiner). Schon etwas enttäuschend. Man kann hier entschuldigend anführen, dass Wuppertal aktuell vom Schienenverkehr abgeklemmt ist, aber in der Stadt selbst wohnen ja auch ein paar Leute. Es waren anscheinend auch nicht wenige aus Köln da.
Voract war die Solokünstlerin Akryl aus der Schweiz. Indie-sounds mit hohem spoken word Anteil. Nicht ganz meine Baustelle, aber hatte schon eine starke Bühnenpräsenz und keine Hemmungen das Publikum gesanglich einzubinden, welches dem auch gerne nachkam.
EASY EASY betraten zu den Klängen von den Viagra Boys (Ain't Nice) die Bühne, damit hat man mich ja schon mal. Publikum wie die Band erwartbar jung (der Nike Total90 Schuh ist wieder da?!?), glaube wir waren die einzigen Mitdreißiger
Es gab eingängige, tanzbare indie-sounds, sowohl auf Englisch als auch auf Deutsch. Kommt manchmal vielleicht etwas cheesy daher, but I'm here for it! Cover von Freaks (Surf Curse) auch sehr nice. Nach rund 70 Minuten wurde der Auftritt mit dem post-punkigen schädel abgeschlossen. Ein kleinerer Laden wäre sicher stimmiger gewesen, aber trotzdem ein guter Sonntagabend.
Gerne zum ATG buchen, danke.
Voract war die Solokünstlerin Akryl aus der Schweiz. Indie-sounds mit hohem spoken word Anteil. Nicht ganz meine Baustelle, aber hatte schon eine starke Bühnenpräsenz und keine Hemmungen das Publikum gesanglich einzubinden, welches dem auch gerne nachkam.
EASY EASY betraten zu den Klängen von den Viagra Boys (Ain't Nice) die Bühne, damit hat man mich ja schon mal. Publikum wie die Band erwartbar jung (der Nike Total90 Schuh ist wieder da?!?), glaube wir waren die einzigen Mitdreißiger
Gerne zum ATG buchen, danke.
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Re: Der Konzertbesuchsthread
Das ist ja an sich nen löbliches Konzept und ob in Wuppertal wenig geht ist sicherlich diskutabel (hab da gerade im Bereich Techno andere Infos und auch was so kleinen Metal/Punk Stuff angeht passiert da schon was, Indie/Post-Punk zugegeben null Plan). Aber von Wuppertal aus ist man mitm Auto auch innerhalb von max einer Stunde in Köln, Düsseldorf und jeder Ruhrpott Stadt, sprich in einem Einstundenradius spielt 98 % von dem, was generell tourt. Da wundert mich das nicht, dass da kein "Oh es passiert was im Dorf, alle gegen hin" Effekt existiert.Tambourine-Man hat geschrieben: ↑Mo 30. Mär 2026, 10:13Im Rahmen einer sinngemäßen "wir spielen für nen Zwanni in Städten, wo nicht viel geht"-Tour war ich gestern bei EASY EASY in der börse Wuppertal. Der Turnout war leider sehr mau. Keine 100 Gäste und dafür eine viel zu große venue (soweit ich das überblicken kann sind die übrigen Läden der Tour deutlich kleiner). Schon etwas enttäuschend. Man kann hier entschuldigend anführen, dass Wuppertal aktuell vom Schienenverkehr abgeklemmt ist, aber in der Stadt selbst wohnen ja auch ein paar Leute. Es waren anscheinend auch nicht wenige aus Köln da.
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Re: Der Konzertbesuchsthread
Ja, da muss man sicher differenzieren. Mit dem Open Grounds Club scheint man sich ja sogar national einen Namen gemacht zu haben, aber da habe ich keinen Bezug zu.SammyJankis hat geschrieben: ↑Mo 30. Mär 2026, 11:17Das ist ja an sich nen löbliches Konzept und ob ich Wuppertal wenig geht ist sicherlich diskutabel (hab da gerade im Bereich Techno andere Infos und auch was so kleinen Metal/Punk Stuff angeht passiert da schon was, Indie/Post-Punk zugegeben null Plan). Aber von Wuppertal ist man mitm Auto aus auch innerhalb von max einer Stunde in Köln, Düsseldorf und jeder Ruhrpott Stadt, sprich in einem Einstundenradius spielt 98 % von dem, was generell tourt. Da wundert mich das nicht, dass da kein "Oh es passiert was im Dorf, alle gegen hin" Effekt existiert.Tambourine-Man hat geschrieben: ↑Mo 30. Mär 2026, 10:13Im Rahmen einer sinngemäßen "wir spielen für nen Zwanni in Städten, wo nicht viel geht"-Tour war ich gestern bei EASY EASY in der börse Wuppertal. Der Turnout war leider sehr mau. Keine 100 Gäste und dafür eine viel zu große venue (soweit ich das überblicken kann sind die übrigen Läden der Tour deutlich kleiner). Schon etwas enttäuschend. Man kann hier entschuldigend anführen, dass Wuppertal aktuell vom Schienenverkehr abgeklemmt ist, aber in der Stadt selbst wohnen ja auch ein paar Leute. Es waren anscheinend auch nicht wenige aus Köln da.
Gibt sicherlich zwei Seiten der geografischen Lage. Natürlich ist man verwöhnt, weil man mit nem sehr gut machbaren Radius viel abdeckt. Ein "hier passiert endlich auch mal was"-Effekt ist wahrscheinlich vermessen, das ist quasi für jeden Ort Deutschlands, der nicht in diesem Ballungsraum liegt, treffender.
Die Frage ist nur, was nehmen normalo-Konzertgänger so auf sich? Auch 'gut machbar' ist mit Aufwand verbunden und ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich auf nen Sonntagabend für die Gruppe nach Köln gejuckelt wäre. Ist dann schon deutlich bequemer am Wohnort, da nehme ich persönlich gerne mehr mit.
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Re: Der Konzertbesuchsthread
Vor der Haustür ist immer entspannter keine Frage. Aber man muss halt auch sagen, dass 20 Euro, auch wenns fürne tourende Band sicherlich nicht viel ist, immer noch 20 Euro sind und das ist nach meinem Gefühl zu viel als dass Leute sich denken "Ach, das check ich mal aus". Bei 10 Euro sieht die Sache schon anders aus. Plus es gibt keine Verbindung zu den örtlichen Veranstalter*innen, wenn sowas nicht regelmäßig stattfindet. Wo man dann evtl geneigt ist, das Geld auszugeben, weil man weiß, dass die den eigenen Geschmack schon treffen. Dafür fehlt aber in meinen Augen auch gerade im Indie Bereich eine gewisse lokale Szene.Tambourine-Man hat geschrieben: ↑Mo 30. Mär 2026, 11:50Ja, da muss man sicher differenzieren. Mit dem Open Grounds Club scheint man sich ja sogar national einen Namen gemacht zu haben, aber da habe ich keinen Bezug zu.SammyJankis hat geschrieben: ↑Mo 30. Mär 2026, 11:17Das ist ja an sich nen löbliches Konzept und ob ich Wuppertal wenig geht ist sicherlich diskutabel (hab da gerade im Bereich Techno andere Infos und auch was so kleinen Metal/Punk Stuff angeht passiert da schon was, Indie/Post-Punk zugegeben null Plan). Aber von Wuppertal ist man mitm Auto aus auch innerhalb von max einer Stunde in Köln, Düsseldorf und jeder Ruhrpott Stadt, sprich in einem Einstundenradius spielt 98 % von dem, was generell tourt. Da wundert mich das nicht, dass da kein "Oh es passiert was im Dorf, alle gegen hin" Effekt existiert.Tambourine-Man hat geschrieben: ↑Mo 30. Mär 2026, 10:13Im Rahmen einer sinngemäßen "wir spielen für nen Zwanni in Städten, wo nicht viel geht"-Tour war ich gestern bei EASY EASY in der börse Wuppertal. Der Turnout war leider sehr mau. Keine 100 Gäste und dafür eine viel zu große venue (soweit ich das überblicken kann sind die übrigen Läden der Tour deutlich kleiner). Schon etwas enttäuschend. Man kann hier entschuldigend anführen, dass Wuppertal aktuell vom Schienenverkehr abgeklemmt ist, aber in der Stadt selbst wohnen ja auch ein paar Leute. Es waren anscheinend auch nicht wenige aus Köln da.
Gibt sicherlich zwei Seiten der geografischen Lage. Natürlich ist man verwöhnt, weil man mit nem sehr gut machbaren Radius viel abdeckt. Ein "hier passiert endlich auch mal was"-Effekt ist wahrscheinlich vermessen, das ist quasi für jeden Ort Deutschlands, der nicht in diesem Ballungsraum liegt, treffender.
Die Frage ist nur, was nehmen normalo-Konzertgänger so auf sich? Auch 'gut machbar' ist mit Aufwand verbunden und ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich auf nen Sonntagabend für die Gruppe nach Köln gejuckelt wäre. Ist dann schon deutlich bequemer am Wohnort, da nehme ich persönlich gerne mehr mit.
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Re: Der Konzertbesuchsthread
Ich war am 22.03. (Sonntag) in Bochum bei Gridiron in der Trompete. Vorher nen veganen Burrito Laden ausgecheckt, sehr lecker. Waren schätze ich 120-130 Leute am Start. Nicht ausverkauft, aber genug für ne gute Show. Hätte mit mehr Interesse gerechnet, da das Package schon ordentlich war für jede Person, die etwas deeper into Hardcore ist.
Sin - Lokaler Opener, kommen auch aus Bochum. Sound ist einfach nur stumpf und nicht gut. Trotzdem haben sich ein paar Leute bewegt. Hab mir etwas mehr als das halbe Set gegeben, hat dann auch gereicht. Es gibt in NRW bestimmt 10 bessere Bands, die man hätte anfragen können, schon ärgerlich.
Demonstration of Power - Sind für Missing Link, die nur noch die UK Shows spielen, mit dabei. Für mich ein klarer Austieg. Erste Tour auf dem Festland für die Schotten, die davor nur zweimal in Belgien gespielt haben. Drei Gitarren, mächtiger Sound. Stumpf, aber mit unglaublich viel Style. Gab sehr harten Mosh vor der Bühne. Im Endeffekt genau das, was ich erwartet habe. Sicher kein Vergleich zu den Glasgow Shows, die ich gesehen habe, aber es wäre auch unfair seine Erwartungen an Hometown Shows anzulehnen.
Despize - Teilen sich mehrere Mitglieder mit Demonstration of Power. Die beiden Bands sind die Speerspitze der Glasgow Hardcore Szene, die in Europa seit einigen Jahren der heiße Scheiß ist. Despize sind dabei etwas technisch ausgefeilter als Demonstration of Power. Sound erinnert stark an Everybody Gets Hurt. Mosh war weiterhin sehr hart. Für mich das beste Set das Abends. Es wurde sehr deutlich, dass viele Leute primär für die Schotten am Start waren.
Gridiron - Die erste EP war top und auch die Split und die erste Platte noch astrein. Mit der zweiten LP haben sie etwas abgebaut. Gab zum Glück von allem etwas. Dennoch hatte die Band einen schweren Stand nach Demonstration of Power und Despize. Vor allem zu Beginn ging wenig. Wurde hinterher etwas besser, versönliches Ende. Spielzeug mit fast 40 Minuten auch 2-3 Songs zu lang. Habe das Gefühl, dass die Band etwas feststeckt zwischen DIY Hardcore Szene, die sie alle schon gesehen haben, und Impericon Hardcore Leuten, die noch nicht voll und ganz auf den Zug aufgesprungen sind. Trotzdem ein rundum gelungener Abend.
Sin - Lokaler Opener, kommen auch aus Bochum. Sound ist einfach nur stumpf und nicht gut. Trotzdem haben sich ein paar Leute bewegt. Hab mir etwas mehr als das halbe Set gegeben, hat dann auch gereicht. Es gibt in NRW bestimmt 10 bessere Bands, die man hätte anfragen können, schon ärgerlich.
Demonstration of Power - Sind für Missing Link, die nur noch die UK Shows spielen, mit dabei. Für mich ein klarer Austieg. Erste Tour auf dem Festland für die Schotten, die davor nur zweimal in Belgien gespielt haben. Drei Gitarren, mächtiger Sound. Stumpf, aber mit unglaublich viel Style. Gab sehr harten Mosh vor der Bühne. Im Endeffekt genau das, was ich erwartet habe. Sicher kein Vergleich zu den Glasgow Shows, die ich gesehen habe, aber es wäre auch unfair seine Erwartungen an Hometown Shows anzulehnen.
Despize - Teilen sich mehrere Mitglieder mit Demonstration of Power. Die beiden Bands sind die Speerspitze der Glasgow Hardcore Szene, die in Europa seit einigen Jahren der heiße Scheiß ist. Despize sind dabei etwas technisch ausgefeilter als Demonstration of Power. Sound erinnert stark an Everybody Gets Hurt. Mosh war weiterhin sehr hart. Für mich das beste Set das Abends. Es wurde sehr deutlich, dass viele Leute primär für die Schotten am Start waren.
Gridiron - Die erste EP war top und auch die Split und die erste Platte noch astrein. Mit der zweiten LP haben sie etwas abgebaut. Gab zum Glück von allem etwas. Dennoch hatte die Band einen schweren Stand nach Demonstration of Power und Despize. Vor allem zu Beginn ging wenig. Wurde hinterher etwas besser, versönliches Ende. Spielzeug mit fast 40 Minuten auch 2-3 Songs zu lang. Habe das Gefühl, dass die Band etwas feststeckt zwischen DIY Hardcore Szene, die sie alle schon gesehen haben, und Impericon Hardcore Leuten, die noch nicht voll und ganz auf den Zug aufgesprungen sind. Trotzdem ein rundum gelungener Abend.
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Re: Der Konzertbesuchsthread
Ich war am 24.03. (Dienstag) in Heerlen in den Niederlanden bei Gridiron im Poppodium Nieuwe Nor. Wollte mir das Package nochmal geben und das kleine niederländische Städtchen liegt quasi bei Aachen, Fahrzeit also vollkommen im Rahmen. Hab in der Location vor über zehn Jahren mal Amenra gesehen und der Raum war in meiner Erinnerung wenig passend für ne Hardcore Show. So war es dann auch, viel zu hohe Bühne. Zusätzlich knapp 100 Leute am Start, zu wenig um den Raum auszufüllen. Schlechte Vorraussetzungen für ne gute Show. Zusätzlich musste man seine Jacke vorm Einlass in einem kostenpflichten Schließfach einschließen. Selten sone Scheiße erlebt.
Out of the Blue - Wie schon zwei Tage vorher in Bochum war auch hier der Local Support nix. Basic Euro Beatdown, ultrastumpf. Dieser Sound muss echt untergehen, das is nur peinlich. Wirklich was los was trotzdem Heimbonus auch nicht. Da wäre ich lieber früher heim.
Demonstration of Power - Keine große Veränderung zu Bochum. Sound war hart, Mosh war sehr hart. Allerdings gab es hier irgendwann Stress. Die Crowd bestand zu einem Teil aus Leuten, bei denen ich schätze, dass sie jede Show in dem Laden besuchen, weil es im kleinen Städtchen der einzige Ort ist, wo was geht, und sie halt auf Rock/Metal stehen. Das verträgt sich mit Mosh auf Dauer nie. Irgendwann gabs dann nen Gerangel, was von der Security getrennt werden musste. Die Secus hatten aber ebenfalls wenig Plan, wie sie mit dem Mosh umgehen sollten. Naja, Gig war trotzdem gut.
Despize - Auch hier analog zu Demonstration of Power gutes Set, hartes Mosh. Im Gegensatz zu Bochum fand ich an diesem Tag das Demonstration of Power Set das bessere der beiden. Macht auf jeden Fall Lust aufs Unfest.
Gridiron - Haben im Anschluss gar nicht zünden wollen. Wenig los, abgesehen von den alten Tracks. Die Schotten waren auch an diesem Tag die Acts, für die die Leute da waren. Insgesamt solider Abend. Hat sich angefühlt wie Bochum, nur jedes Set etwas schlechter.
Out of the Blue - Wie schon zwei Tage vorher in Bochum war auch hier der Local Support nix. Basic Euro Beatdown, ultrastumpf. Dieser Sound muss echt untergehen, das is nur peinlich. Wirklich was los was trotzdem Heimbonus auch nicht. Da wäre ich lieber früher heim.
Demonstration of Power - Keine große Veränderung zu Bochum. Sound war hart, Mosh war sehr hart. Allerdings gab es hier irgendwann Stress. Die Crowd bestand zu einem Teil aus Leuten, bei denen ich schätze, dass sie jede Show in dem Laden besuchen, weil es im kleinen Städtchen der einzige Ort ist, wo was geht, und sie halt auf Rock/Metal stehen. Das verträgt sich mit Mosh auf Dauer nie. Irgendwann gabs dann nen Gerangel, was von der Security getrennt werden musste. Die Secus hatten aber ebenfalls wenig Plan, wie sie mit dem Mosh umgehen sollten. Naja, Gig war trotzdem gut.
Despize - Auch hier analog zu Demonstration of Power gutes Set, hartes Mosh. Im Gegensatz zu Bochum fand ich an diesem Tag das Demonstration of Power Set das bessere der beiden. Macht auf jeden Fall Lust aufs Unfest.
Gridiron - Haben im Anschluss gar nicht zünden wollen. Wenig los, abgesehen von den alten Tracks. Die Schotten waren auch an diesem Tag die Acts, für die die Leute da waren. Insgesamt solider Abend. Hat sich angefühlt wie Bochum, nur jedes Set etwas schlechter.
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Re: Der Konzertbesuchsthread
Zwei Konzerte diese Woche gehabt, auf zwei verschiedenen Schiffen. Das ist neu, glaube ich.
Dienstag A Place to Bury Strangers auf der MS Stubnitz
Das Konzert war erfreulicherweise für Band und Location ausverkauft, ich habe am Sonntag eine der letzten Karten bekommen. Dennoch war es easy möglich, beim Support Act Kontravoid einen Platz weiter vor und bei APTBS einen mit guter Sicht weiter hinten zu bekommen. Die Band wandelt mit ihrem wavigen Noise so ein bisschen zwischen den Welten und spielt sowohl Stoner/Doom- als auch Post-Punk-Festivals und entsprechend war beide Szenen breit im Publikum durch vertreten. Glaube, das hat man auch nicht so oft. Kontravoid, ein DJ aus Kanada, hat allerdings vor allem Zweitere (und mich) angesprochen. Sehr tanzbares Live-EBM-Set, sehr kurzweilig. A Place to Bury Strangers wiederum sind live viel weniger Wave als auf Platte, sondern vor allem laut und ausufernd. Das hatte ich schon häufiger gehört, aber noch nicht live gesehen. War schon beachtlich, was dort für eine Soundwand inszeniert wird. Hatte Spaß und würde wieder.
Am Mittwoch gab es für mich das Debüt auf der MS Hedi, eine Barkasse, auf der sonst auch viele Partys u.a. mit Veranstaltungsreihen aus dem Molotow oder Hafenklang stattfinden. Dort haben The Haermorrhoids aus Hamburg gespielt, der Gitarrist ist ein guter Freund. Begleitet wurden sie von den Manarovs aus Savannah, Georgia, mit denen sie gerade auf kleinerer Tour sind. Letztere würde ich als Pop-Punk charakterisieren, während Erstere klar in der Tradition der Ramones stehen, aber auch NoFX oder Lagwagon ganz gern mögen. Das Setup war in der Mitte quasi direkt hinter dem AUsgang zum äußeren Deck einsortiert, Richtung Front des Boots sind Bar und Toilette. Dazwischen ist dann halt ein Schlauch, wo man stehen kann, aber auch sehr häufig an einem vorbeigedrängelt wird. Generell war es extrem eng und so wirklich bewegen konnte man sich zur Musik nicht. Ob ich da noch mal ein Konzert sehen müsste, weiß ich daher nicht. Während der zwei Shows, fuhr das Boot einmal komplett durch den Hafen, also hat man auch beim Rausgucken mit riesigen Schiffen, den Hafenkränen oder der Elphi immer was zu gucken gehabt. Zeit ging schon gut um und am Ende ja auch einen Freund supportet. Aber vielleicht lieber noch mal zu einer Party aufs Boot, wo nicht 1/4 des gesamten Platzes von Drumkit, etc. eingenommen wird. Ging um 7 los, falls danach noch wer kam, wäre das Pech gewesen. Und gegen 9 wurde schon wieder angelegt. Haben mit den Bands danach noch Bier im Komet getrunken. Der Manarovs-Gitarrist hatte ein Arms-Length-Shirt an, ein Zelda-Tattoo auf dem Arm und ist mit dem Sänger von Black Tusk befreundet. Da gab es also viel zu besprechen. Netter Abend
Dienstag A Place to Bury Strangers auf der MS Stubnitz
Das Konzert war erfreulicherweise für Band und Location ausverkauft, ich habe am Sonntag eine der letzten Karten bekommen. Dennoch war es easy möglich, beim Support Act Kontravoid einen Platz weiter vor und bei APTBS einen mit guter Sicht weiter hinten zu bekommen. Die Band wandelt mit ihrem wavigen Noise so ein bisschen zwischen den Welten und spielt sowohl Stoner/Doom- als auch Post-Punk-Festivals und entsprechend war beide Szenen breit im Publikum durch vertreten. Glaube, das hat man auch nicht so oft. Kontravoid, ein DJ aus Kanada, hat allerdings vor allem Zweitere (und mich) angesprochen. Sehr tanzbares Live-EBM-Set, sehr kurzweilig. A Place to Bury Strangers wiederum sind live viel weniger Wave als auf Platte, sondern vor allem laut und ausufernd. Das hatte ich schon häufiger gehört, aber noch nicht live gesehen. War schon beachtlich, was dort für eine Soundwand inszeniert wird. Hatte Spaß und würde wieder.
Am Mittwoch gab es für mich das Debüt auf der MS Hedi, eine Barkasse, auf der sonst auch viele Partys u.a. mit Veranstaltungsreihen aus dem Molotow oder Hafenklang stattfinden. Dort haben The Haermorrhoids aus Hamburg gespielt, der Gitarrist ist ein guter Freund. Begleitet wurden sie von den Manarovs aus Savannah, Georgia, mit denen sie gerade auf kleinerer Tour sind. Letztere würde ich als Pop-Punk charakterisieren, während Erstere klar in der Tradition der Ramones stehen, aber auch NoFX oder Lagwagon ganz gern mögen. Das Setup war in der Mitte quasi direkt hinter dem AUsgang zum äußeren Deck einsortiert, Richtung Front des Boots sind Bar und Toilette. Dazwischen ist dann halt ein Schlauch, wo man stehen kann, aber auch sehr häufig an einem vorbeigedrängelt wird. Generell war es extrem eng und so wirklich bewegen konnte man sich zur Musik nicht. Ob ich da noch mal ein Konzert sehen müsste, weiß ich daher nicht. Während der zwei Shows, fuhr das Boot einmal komplett durch den Hafen, also hat man auch beim Rausgucken mit riesigen Schiffen, den Hafenkränen oder der Elphi immer was zu gucken gehabt. Zeit ging schon gut um und am Ende ja auch einen Freund supportet. Aber vielleicht lieber noch mal zu einer Party aufs Boot, wo nicht 1/4 des gesamten Platzes von Drumkit, etc. eingenommen wird. Ging um 7 los, falls danach noch wer kam, wäre das Pech gewesen. Und gegen 9 wurde schon wieder angelegt. Haben mit den Bands danach noch Bier im Komet getrunken. Der Manarovs-Gitarrist hatte ein Arms-Length-Shirt an, ein Zelda-Tattoo auf dem Arm und ist mit dem Sänger von Black Tusk befreundet. Da gab es also viel zu besprechen. Netter Abend
Re: Der Konzertbesuchsthread
War gestern bei Primitive Man in der Glocksee in Hannover. Habe sie schon vor zwei Jahren hier gesehen, damals noch ums Eck im Chez Heinz zusammen mit Full of Hell, Spy und Candy. War ein denkwürdiger Abend, seitdem bin ich Fan. Album aus dem letzten Jahr auch klasse, ich war also hyped.
Kollaps waren Support. Death Industrial aus Australien. Gab einiges an Zuspruch im Publikum, mir hat es aber kann nichts gegeben. Kann mit dem Genre aber auch wenig anfangen allgemein.
Primitive Man waren dann groß. Glaube, dass ist wirklich die schwerste Musik, die ich kenne - und live entfaltet sich das komplett. Muss immer an Sammys Beschreibung denken, die akurater nicht sein könnte: "Die Band sieht einfach so aus wie irgendwelche Dudes, deren Band Primitive Man heißt und die ansonsten irgendwo in Colorado Amps bauen, wenn sie nicht auf Tour sind." Eine Stunde lang in Sound gegossene Dampfwalzen, die über dich rüber rollen. Würde man wohl nicht direkt Wohlklang nennen, aber ich komme nicht umhin zu sagen, dass sich das für mich trotzdem total angenehm anfühlt. Legt sich um einen wie die schwerste, hypnotischste Gewichtsdecke der Welt. Letztes Mal gab es noch ein absolut insanes Noise-Interlude. Das war diesmal nicht am Start, dafür gab es aber wirklich großartige psychedelische Visuals, die per Projektor auf die Bühen geworfen wurden. Anfangs noch collagenartige Newsreel-Zusammenschnitte überlagert von diversen Acid-Farbfiltern, später dann immer abstrakter. Lief auf eine stabile Anti-Militarismus-Message raus - sehr gut also. Hat der ganzen Performance etwas total tripartiges gegeben und ihr gleichzeitig auf eine total gute Art eine politische Dimeonsion verpasst - besser als es 100 mittelprächtige Ansagen getan hätten. Gab mir sogar ein paar GY!BE-Vibes. Hervorragender Abend, geht hin, wenn ihr die Chance habt. Hamburg ist Anfang Mai dran auf der Stubnitz.
Kollaps waren Support. Death Industrial aus Australien. Gab einiges an Zuspruch im Publikum, mir hat es aber kann nichts gegeben. Kann mit dem Genre aber auch wenig anfangen allgemein.
Primitive Man waren dann groß. Glaube, dass ist wirklich die schwerste Musik, die ich kenne - und live entfaltet sich das komplett. Muss immer an Sammys Beschreibung denken, die akurater nicht sein könnte: "Die Band sieht einfach so aus wie irgendwelche Dudes, deren Band Primitive Man heißt und die ansonsten irgendwo in Colorado Amps bauen, wenn sie nicht auf Tour sind." Eine Stunde lang in Sound gegossene Dampfwalzen, die über dich rüber rollen. Würde man wohl nicht direkt Wohlklang nennen, aber ich komme nicht umhin zu sagen, dass sich das für mich trotzdem total angenehm anfühlt. Legt sich um einen wie die schwerste, hypnotischste Gewichtsdecke der Welt. Letztes Mal gab es noch ein absolut insanes Noise-Interlude. Das war diesmal nicht am Start, dafür gab es aber wirklich großartige psychedelische Visuals, die per Projektor auf die Bühen geworfen wurden. Anfangs noch collagenartige Newsreel-Zusammenschnitte überlagert von diversen Acid-Farbfiltern, später dann immer abstrakter. Lief auf eine stabile Anti-Militarismus-Message raus - sehr gut also. Hat der ganzen Performance etwas total tripartiges gegeben und ihr gleichzeitig auf eine total gute Art eine politische Dimeonsion verpasst - besser als es 100 mittelprächtige Ansagen getan hätten. Gab mir sogar ein paar GY!BE-Vibes. Hervorragender Abend, geht hin, wenn ihr die Chance habt. Hamburg ist Anfang Mai dran auf der Stubnitz.
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