Der Konzertbesuchsthread
Re: Der Konzertbesuchsthread
War ganz wunderbar von vorn bis hinten
Support leider verpasst. Moya das Highlight unter vielen Highlights.
Re: Der Konzertbesuchsthread
Ich erkenne gewisse Parallelen. Wollte eigentlich am letzten Sonntag den Gig in Wiesbaden mitnehmen, aber musste dann auch canceln, weil es meine Frau erwischt hat. Aktuell scheinen aber wohl auch viele Noroviren rumzugehen. Vielleicht war das auch bei dir die Ursache. Bei uns kam es höchst wahrscheinlich aus der Kita.slowdive hat geschrieben: ↑Di 17. Mär 2026, 23:40Downside: Hätte gestern eigentlich gleich noch Godspeed You! Black Emperor sehen sollen im Festsaal Kreuzberg - und ich war auch schon da. Aber pünktlich als der Support losging (ein Mensch auf der Bühne, der Krach macht - wie gefühlt immer), hat ein mutmaßlich schlechtes Shakshuka durchgeschlagen, und statt der besten Band der Welt gab eine Nacht lang übergeben im Hotelzimmer. Zum Glück noch gerade da hin geschafft. Shit happens ey.
- Dieter Meyers
- Beiträge: 501
- Registriert: Mo 21. Sep 2015, 22:00
Re: Der Konzertbesuchsthread
Ich schließe mich bei Geese meinen ganzen Vorrednern an. Der Hype ist auch auf Konzertebene maximal da…. Auch wenn die Vorzeichen für Köln nicht die besten waren aufgrund der zweifachen Hochverlegung ins Palladium (ca. 4500 Zuschauer) , war es doch ein großartiger Abend mit selten gutem Sound im Palladium. Hier hat sich in den letzten 20 Jahren einfach auch nochmal echt viel getan, sodass ich meine früheren Vorurteile gegen das Palladium mittlerweile ein bisschen revidieren muss.
Die Tatsache, dass Cameron behauptete, dass er den ganzen Tag trinken musste, weil er aufgrund des -bis dato- größten Konzerts der Band einfach unfassbar aufgeregt sei, hat man nicht wirklich gemerkt. Ich bin so oder so überrascht wie gut und präzise diese doch bisweilen „rotzige“ Musik live klingt. Chapeau!
Das Publikum in Köln war ebenfalls generationell aufgeteilt wie zuvor beschrieben und machte insgesamt einen sehr textsicheren Eindruck. Auch die Stimmung vorab war einfach angenehm aufgeregt und euphorisch.
Eine willkommene Überraschung waren für mich Westside Cowboy, die hier bereits ja erwähnt wurden und mir nicht bekannt waren, da ich BCNR auf der letzten Tournee keinen Besuch abstatten konnte. Die liefen heute den ganzen Tag auf den Ohren, wobei sie mir live noch etwas besser gefielen als auf Platte. Hier würde ich bei einem Solokonzert auf jeden Fall sofort zuschlagen.
Tanzbrunnen für August wird wahrscheinlich nach gestern doch noch mitgenommen werden müssen….
Die Tatsache, dass Cameron behauptete, dass er den ganzen Tag trinken musste, weil er aufgrund des -bis dato- größten Konzerts der Band einfach unfassbar aufgeregt sei, hat man nicht wirklich gemerkt. Ich bin so oder so überrascht wie gut und präzise diese doch bisweilen „rotzige“ Musik live klingt. Chapeau!
Das Publikum in Köln war ebenfalls generationell aufgeteilt wie zuvor beschrieben und machte insgesamt einen sehr textsicheren Eindruck. Auch die Stimmung vorab war einfach angenehm aufgeregt und euphorisch.
Eine willkommene Überraschung waren für mich Westside Cowboy, die hier bereits ja erwähnt wurden und mir nicht bekannt waren, da ich BCNR auf der letzten Tournee keinen Besuch abstatten konnte. Die liefen heute den ganzen Tag auf den Ohren, wobei sie mir live noch etwas besser gefielen als auf Platte. Hier würde ich bei einem Solokonzert auf jeden Fall sofort zuschlagen.
Tanzbrunnen für August wird wahrscheinlich nach gestern doch noch mitgenommen werden müssen….
„Die Bettler betteln, die Diebe stehlen, die Huren huren. Ein Moritatensänger singt eine Moritat."
Re: Der Konzertbesuchsthread
Ich war gestern bei Kraftklub in der PSD-Bank Arena in Nürnberg
Ich hatte einen Sitzplatz im Unterrang etwas weiter hinten, was allerdings in der Arena nicht viel ausmacht....ist ja nicht so groß wie die Olympiahalle beispielsweise.
Parkplatzsituation ist dort ja auch relativ gut...einzig die unmittelbare Nähe zum Stadion der 1.FC Nürnb*** macht die Halle etwas....wie soll ich sagen....unschön
Pünktlich um 20 Uhr kündigte Felix von Kraftklub dann den Support Act Yung Pepp an.
Ein 17-jähriger Rap Newcomer aus Leipzig.
War nicht so ganz meine Musik, aber trotzdem respekt, was dieser junge, sympathische und demütige Kerl mittlerweile draufhat. In seiner Bubble dürfte er mal groß werden.
Um 20:20 Uhr kamen dann Kraftklub auf die Bühne.
Vom ersten Moment eine richtig gute Stimmung von vorne bis hinten,
Viele Hits, einiges an Interaktion mit der Crowd, drei Songs mitten im Publikum im Infield.
Das Stage Setting war schon ziemlich big mit einer rießigen "Leinwand" hinter der gesamten Bühne, auf welche Live das Konzert aus den verschiedensten Blickwinkel.
Ein bisschen Pyro machte den Abend rund.
Ich hatte einen Sitzplatz im Unterrang etwas weiter hinten, was allerdings in der Arena nicht viel ausmacht....ist ja nicht so groß wie die Olympiahalle beispielsweise.
Parkplatzsituation ist dort ja auch relativ gut...einzig die unmittelbare Nähe zum Stadion der 1.FC Nürnb*** macht die Halle etwas....wie soll ich sagen....unschön
Pünktlich um 20 Uhr kündigte Felix von Kraftklub dann den Support Act Yung Pepp an.
Ein 17-jähriger Rap Newcomer aus Leipzig.
War nicht so ganz meine Musik, aber trotzdem respekt, was dieser junge, sympathische und demütige Kerl mittlerweile draufhat. In seiner Bubble dürfte er mal groß werden.
Um 20:20 Uhr kamen dann Kraftklub auf die Bühne.
Vom ersten Moment eine richtig gute Stimmung von vorne bis hinten,
Viele Hits, einiges an Interaktion mit der Crowd, drei Songs mitten im Publikum im Infield.
Das Stage Setting war schon ziemlich big mit einer rießigen "Leinwand" hinter der gesamten Bühne, auf welche Live das Konzert aus den verschiedensten Blickwinkel.
Ein bisschen Pyro machte den Abend rund.
- SammyJankis
- Beiträge: 9815
- Registriert: So 13. Sep 2015, 14:46
Re: Der Konzertbesuchsthread
Ich war gestern in Düsseldorf bei Feverchild im Jugendkulturcafe Franzmann. Anreise war aufgrund des ÖPVN Streiks in NRW etwas stressig. Statt entspannt mit der U-Bahn fahren hieß es 30 Minuten ab Düsseldorf Hbf laufen, aber wurde in Kauf genommen. Es war dennoch gut gefüllt. Schätze so 70-80 Zahlende bei 12-15 Euro Eintritt. Passt.
I Recover - Erste von vier Shows, die diese Woche gespielt werden. Sänger laut eigener Aussage angeschlagen, kleine Schulterverletzung, hat sich auch weniger bewegt als sonst. Set war wie immer solide bis gut, netter Emo/Hardcore Mix. Bass war zu Beginn zu laut, wurde aber besser. Solider Start in den Abend.
Hyperlilly - Locker die Hälfte der Crowd augenscheinlich nur für die Band da, die als einzige an dem Abend direkt aus Düsseldorf kam. Etwas schade war, dass von dem Teil der Crowd, der für die Band am Start war, viele sich wenig bis gar nicht für die anderen Bands interessiert haben. Sowas habe ich noch nie verstanden. Band war heute zum ersten Mal mit Sängerin am Start. Leider zu Beginn mit Mikroausfall und auch sonst das übpiche Leid bei Shoegaze, der Gesang geht oft unter. Gegen Ende wars in Ordnung. An sich aber guter Sound. Gucke ich immer gerne.
Pluto the Racer - Pop Punk aus Hannover von Hardcore Kids. Spaßige Nummer, die problemlos als Support vor jeder größeren Band des Genres funktionieren würde. Gesang auch top, blink-182 Cover, für mich bester Gig des Abends.
Feverchild - Emo aus Belgien. Vor einigen Jahren mal in Köln gesehen. Ist damals etwas an mir vorbeigegangen. Gestern war es stark, vor allem der Gesang. Leider musste ich etwas früher gehen, um ne vernünftige Verbindung nach Hause zu bekommen. Dennoch guter Abend. Kann dem Forum alle Bands nur ans Herz legen.
I Recover - Erste von vier Shows, die diese Woche gespielt werden. Sänger laut eigener Aussage angeschlagen, kleine Schulterverletzung, hat sich auch weniger bewegt als sonst. Set war wie immer solide bis gut, netter Emo/Hardcore Mix. Bass war zu Beginn zu laut, wurde aber besser. Solider Start in den Abend.
Hyperlilly - Locker die Hälfte der Crowd augenscheinlich nur für die Band da, die als einzige an dem Abend direkt aus Düsseldorf kam. Etwas schade war, dass von dem Teil der Crowd, der für die Band am Start war, viele sich wenig bis gar nicht für die anderen Bands interessiert haben. Sowas habe ich noch nie verstanden. Band war heute zum ersten Mal mit Sängerin am Start. Leider zu Beginn mit Mikroausfall und auch sonst das übpiche Leid bei Shoegaze, der Gesang geht oft unter. Gegen Ende wars in Ordnung. An sich aber guter Sound. Gucke ich immer gerne.
Pluto the Racer - Pop Punk aus Hannover von Hardcore Kids. Spaßige Nummer, die problemlos als Support vor jeder größeren Band des Genres funktionieren würde. Gesang auch top, blink-182 Cover, für mich bester Gig des Abends.
Feverchild - Emo aus Belgien. Vor einigen Jahren mal in Köln gesehen. Ist damals etwas an mir vorbeigegangen. Gestern war es stark, vor allem der Gesang. Leider musste ich etwas früher gehen, um ne vernünftige Verbindung nach Hause zu bekommen. Dennoch guter Abend. Kann dem Forum alle Bands nur ans Herz legen.
There is panic on the streets
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- Registriert: Mo 14. Sep 2015, 12:41
Re: Der Konzertbesuchsthread
Ich habe Geese diesen Mittwoch in Köln mitgenommen. Die Vorzeichen waren etwas angespannt: Langer Arbeitstag, Nahverkehrsstreik, Zittern, ob das Ticket meiner Freundin (Kleinanzeigenkauf aus Österreich) rechtzeitig ankommen würde [Spoiler: um 15 Uhr des besagten Tages] und dann natürlich noch die Strafe des doppelten Upgrades in Köln: Palladium statt E-Werk statt Kantine. Meh.
Aufgrund des Hypes und der Schilderungen hatten wir mit einer Schlange beim Einlass gerechnet, aber man konnte einfach durchspazieren und der Pulk an Fans direkt vor Bühne war noch überschaubar. Das Publikum wie schon beschrieben wirklich sehr gemischt. Gefühlt jeder International Kölns war anwesend. Ich hätte den Hype im Ausland auch nochmal größer vermutet. Dass sie das Palladium auch ausverkaufen, fand ich schon krass.
Der Support von Westside Cowboy wäre die 29,50 € (wenn man früh dabei war) bei längerer Spielzeit im Prinzip schon wert gewesen. Die aktuelle EP gefällt mir nach wie vor wahnsinnig gut und die Songs wurden von den vieren auch live super dargeboten. Ich denke auf einer etwas kleineren Bühne würde es sich noch etwas organischer anfühlen, hoffentlich kommt dieses Jahr noch eine Headline-Tour. Viele im Publikum schienen schon im Vorfeld von der Band angetan zu sein und das sind sicher nicht weniger geworden...ich denke mit 300er venues müssen die nicht starten.
In der Umbaupause vor Geese wurde es dann im Innenraum deutlich enger, die Luft war zum schneiden und wir haben die sehr guten Plätze aufgegeben. Das hätte keinen Sinn gemacht. In den Seitenschiffe des Palladiums war gefühlt eine andere Klimazone und man konnte wieder atmen. Durch den Platzwechsel war die Sicht dank der Säulen zunächst echt nicht gut. Das besserte sich aber im Laufe der Zeit, da es doch den ein oder anderen noch weiter Richtung Zentrum zog, so dass man auch Cameron Winter richtig zu Gesicht bekam. Pits habe ich außer zum Ende nicht direkt ausmachen können, aber vielleicht täuschte das auch. Das Publikum war von Sekunde eins da und die Band...die sind halt einfach komplett abgebrüht, da passte alles. Eine Aura der Strokes der Gen-Z lag für mich in der Luft
Hat mir sehr gut gefallen und meine nicht ganz niedrigen Erwartungen voll erfüllt, ohne, dass ich für mich jetzt geflasht nach Hause ging. Bin gespannt, wie es für sie weitergeht!
-----------------
Nachdem die Hochverlegung von Geese mir meine Premiere in der Kantine zunichte gemacht hat, konnte ich dies bereits zwei Tage später (gestern) mit Godspeed You! Black Emperor nachholen.
Der Support wurde von slowdive bereits treffend zusammengefasst. Das Interesse war auch insgesamt eher mäßig. Trotz der relativ hohen Bühne in der Kantine stellte das typische Postrock-Publikum auch mich mit meinen 1,85m in puncto Sicht vor kleinere Herausforderungen, aber sei's drum. Selbst wenn die Person vor einem der Meinung ist drei Minuten Handyvideo des Auftritts dringend zu benötigen, kann man bei GY!BE eigentlich keine schlechte Zeit haben. Zu wuchtig, zu immersiv, auch wenn man einfach nur mit geschlossenen Augen lauscht; obwohl die analog eingespielten Visuals für sich genommen natürlich schon ein Highlight sind. Mein drittes Konzert der Band, aber zwei Stunden Spielzeit vergingen einfach wie im Flug. Es war wieder ganz wunderbar, auch wenn ich mir ein Mladic sehr in der Setlist gewünscht hätte, aber dann vielleicht (hoffentlich) nächstes Mal!
Aufgrund des Hypes und der Schilderungen hatten wir mit einer Schlange beim Einlass gerechnet, aber man konnte einfach durchspazieren und der Pulk an Fans direkt vor Bühne war noch überschaubar. Das Publikum wie schon beschrieben wirklich sehr gemischt. Gefühlt jeder International Kölns war anwesend. Ich hätte den Hype im Ausland auch nochmal größer vermutet. Dass sie das Palladium auch ausverkaufen, fand ich schon krass.
Der Support von Westside Cowboy wäre die 29,50 € (wenn man früh dabei war) bei längerer Spielzeit im Prinzip schon wert gewesen. Die aktuelle EP gefällt mir nach wie vor wahnsinnig gut und die Songs wurden von den vieren auch live super dargeboten. Ich denke auf einer etwas kleineren Bühne würde es sich noch etwas organischer anfühlen, hoffentlich kommt dieses Jahr noch eine Headline-Tour. Viele im Publikum schienen schon im Vorfeld von der Band angetan zu sein und das sind sicher nicht weniger geworden...ich denke mit 300er venues müssen die nicht starten.
In der Umbaupause vor Geese wurde es dann im Innenraum deutlich enger, die Luft war zum schneiden und wir haben die sehr guten Plätze aufgegeben. Das hätte keinen Sinn gemacht. In den Seitenschiffe des Palladiums war gefühlt eine andere Klimazone und man konnte wieder atmen. Durch den Platzwechsel war die Sicht dank der Säulen zunächst echt nicht gut. Das besserte sich aber im Laufe der Zeit, da es doch den ein oder anderen noch weiter Richtung Zentrum zog, so dass man auch Cameron Winter richtig zu Gesicht bekam. Pits habe ich außer zum Ende nicht direkt ausmachen können, aber vielleicht täuschte das auch. Das Publikum war von Sekunde eins da und die Band...die sind halt einfach komplett abgebrüht, da passte alles. Eine Aura der Strokes der Gen-Z lag für mich in der Luft
Hat mir sehr gut gefallen und meine nicht ganz niedrigen Erwartungen voll erfüllt, ohne, dass ich für mich jetzt geflasht nach Hause ging. Bin gespannt, wie es für sie weitergeht!
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Nachdem die Hochverlegung von Geese mir meine Premiere in der Kantine zunichte gemacht hat, konnte ich dies bereits zwei Tage später (gestern) mit Godspeed You! Black Emperor nachholen.
Der Support wurde von slowdive bereits treffend zusammengefasst. Das Interesse war auch insgesamt eher mäßig. Trotz der relativ hohen Bühne in der Kantine stellte das typische Postrock-Publikum auch mich mit meinen 1,85m in puncto Sicht vor kleinere Herausforderungen, aber sei's drum. Selbst wenn die Person vor einem der Meinung ist drei Minuten Handyvideo des Auftritts dringend zu benötigen, kann man bei GY!BE eigentlich keine schlechte Zeit haben. Zu wuchtig, zu immersiv, auch wenn man einfach nur mit geschlossenen Augen lauscht; obwohl die analog eingespielten Visuals für sich genommen natürlich schon ein Highlight sind. Mein drittes Konzert der Band, aber zwei Stunden Spielzeit vergingen einfach wie im Flug. Es war wieder ganz wunderbar, auch wenn ich mir ein Mladic sehr in der Setlist gewünscht hätte, aber dann vielleicht (hoffentlich) nächstes Mal!
Molotow must stay
Re: Der Konzertbesuchsthread
20.03.2026 The Boxer Rebellion (+ Haiver), Metropol, Berlin
Ich war am Freitag bei The Boxer Rebellion im Metropol in Berlin.
Das war eine ziemlich spontane Aktion. Eigentlich wollte ich zum Wochenbeginn zu Geese und/oder Godspeed You! Black Emperor in Berlin. Das hat aber beides leider nicht geklappt. Das Konzert von The Boxer Rebellion hatte ich schon etwas länger im Hinterkopf, so wirklich zu 100 Prozent motiviert war ich aber nicht, ansonsten hätte ich sicherlich bereits ein Ticket gehabt. Ich mag die Band zwar ganz gerne und verfolge die aktuellen Veröffentlichungen schon seit Jahren immer mal wieder, aber es ist auch immer ein schmaler Grat zwischen "das nimmt mich jetzt wirklich mit" und "das ist mir eigentlich etwas zu seicht". Vor über zehn Jahren habe ich schon ein Konzert in Hamburg besucht. Das ist aber auch nicht in überwältigender Erinnerung geblieben... Tja, schwierig! Nach dem Frust zum Wochenbeginn wollte ich mir aber doch noch einen versöhnlichen Abschluss schaffen. Also habe ich mir kurz vor Feierabend ein Ticket gekauft und bin in den Zug nach Berlin gestiegen.
Einlass im Metropol war um 19 Uhr. Ich war etwa 20 Minuten früher da. Zu dem Zeitpunkt standen nur eine handvoll anderer Leute dort, die meisten davon offensichtlich international und nicht deutschsprachig. Das Sicherheitspersonal hat zwischendurch die Information durchgegeben, dass sich der Einlass aufgrund einer Verspätung der Vorband verzögern würde. Als sich gegen 19:15 Uhr die Türen öffneten, hatte sich mittlerweile eine längere Schlange hinter mir gebildet.
Ich bin direkt mittig an der Absperrung zur Bühne gelandet. Hatte ich vorher nicht unbedingt geplant, aber dann auch nicht abgelehnt. Die gute Sicht auf die Bühne war sicher. Und zuletzt hatte ich bei Belle and Sebastian genau zwei Wochen vorher in dem Club dort vorne einen sehr starken Sound.
Der Club füllte sich allmählich. Ausverkauft war das Konzert nicht und es muss auch einiges gefehlt haben. Der Zugang zu den beiden Emporen wurde nämlich nicht geöffnet, was ich dort so bislang noch nicht erlebt hatte. Der Innenraum war dann aber immerhin gut gefüllt, sodass die Band später nicht vor einem halbleeren Saal auftreten musste.
Um 20 Uhr wurde es dunkel im Saal. Der Abend begann mit Haiver. Eine knappe halbe Stunde lang gab es Indie-Rock aus Schottland. Das hat mir ganz gut gefallen. Keine Neuerfindung des Rads, aber schöne Melodien. Ich war mir zwischenzeitlich nicht sicher, ob mich das nur wegen des schottischen Akzents des Sängers an Frightened Rabbit erinnern würde. Dann erzählte ebenjener aber, dass er froh sei, wieder mit einer Band auf Tour sein zu können – so wie früher mit seiner alten Band Frightened Rabbit. Diese hatte sich ja gezwungenermaßen aufgrund des tragischen Todes ihres Frontmanns Scott Hutchison vor einigen Jahren aufgelöst. Es stellte sich heraus, dass es sich dabei tatsächlich um Billy Kennedy, dem damaligen Leadgitarristen der Band, handelte. Eine schöne Überraschung! Und dann waren natürlich auch die musikalischen Ähnlichkeiten klar. Die Band möchte wohl demnächst ihr Debütalbum veröffentlichen. Das höre ich mir auf jeden Fall an.
Nach der obligatorischen Umbaupause wurde es um 21 Uhr wieder dunkel im Saal. Dann wurde es Zeit für den Hauptact. The Boxer Rebellion kamen auf die Bühne und eröffneten den Abend mit "Flowers in the Water", einem neuen Song des kommenden Albums "The Second I'm Asleep", das nächste Woche offiziell veröffentlicht wird. Ein schöner Einstieg! Auch der Anschluss mit "Spitting Fire" und "No Harm", meinem Lieblingssong der Band, ging genauso überzeugend weiter. Das Set war eine gelungene Zusammenstellung der gesamten Diskographie der Band. "Diamonds" war ein Highlight. Außerdem habe ich mich über "Love Yourself" gefreut, der auf der aktuellen Tour noch nicht gespielt wurde. Und auch die neuen Songs wussten zu gefallen.
Insgesamt war es ein total schönes Konzert. Der Sound war klar. Die charismatische Stimme von Sänger Nathan Nicholson kam gut durch. Musikalisch war das wirklich sehr stimmig und live auch noch ein ganzes Stück wirkungsvoller als auf den Alben. Druckvoll und sphärisch. Dazu eine sehr schöne Lichtshow. Und ein sehr angenehmes Publikum um mich herum. Da war ich doch sehr froh, mich so kurzfristig noch für dieses Konzert entschieden zu haben. Interessant auch: Der Leadgitarrist fiel mir von Anfang an auf, weil er auf der Bühne – gerade im Vergleich zu den ansonsten eher reservierteren Bandmitgliedern – sehr mitreißend agierte und unheimlich viel Spielfreude mit sich brachte, was sichtlich auf seine Kollegen abfärbte. Zwischendurch durfte er sich immer mal wieder am E-Piano oder an einer Floor Tom austoben und sorgte auch für unterstützenden Backgroundgesang. Als der Frontmann sich zum Ende hin bei ihm für die Begleitung auf der Tour bedankte, wurde mir erst klar, dass das gar nicht der reguläre Gitarrist der Band ist. Wie sich später herausstellte, fällt der nämlich gerade verletzungsbedingt aus und wird auf dieser Tour von Charlie Barnes, bekannt durch seine Tätigkeit als dauerhafter Tourgitarrist bei Bastille, vertreten. Hatte mich schon gefragt, woher er mir so bekannt vorkam. Da bin ich durch meine Freundin ja etwas geprägt. Das hat auf jeden Fall sehr gut gepasst. Und beeindruckend, wie schnell man sich als Musiker in das Repertoire einer anderen Band einfinden und gleich mit mehreren Instrumenten einspringen kann.
Das reguläre Set wurde mit "Watermelon" abgeschlossen, einem Kracher des Debütalbums "Exits". Danach gab es noch einen Zugabeblock, der von "Step Out of the Car" angeführt wurde. Stark! Es folgte noch ein neuer Song. Und zum Abschluss mit "Here I Am" ein würdiges Finale, der mit dem hohen Gesang fast an Sigur Rós erinnert. Einer meiner Favoriten der Band.
Gegen 22:35 Uhr war der Auftritt nach gut 90 Minuten Spielzeit vorbei. Ein richtig schöner Konzertabend! Die Band war dann noch am Merchstand beschäftigt. Und ich war sehr glücklich, dass es zum erhofften versöhnlichen Wochenabschluss gekommen ist.
Ich war am Freitag bei The Boxer Rebellion im Metropol in Berlin.
Das war eine ziemlich spontane Aktion. Eigentlich wollte ich zum Wochenbeginn zu Geese und/oder Godspeed You! Black Emperor in Berlin. Das hat aber beides leider nicht geklappt. Das Konzert von The Boxer Rebellion hatte ich schon etwas länger im Hinterkopf, so wirklich zu 100 Prozent motiviert war ich aber nicht, ansonsten hätte ich sicherlich bereits ein Ticket gehabt. Ich mag die Band zwar ganz gerne und verfolge die aktuellen Veröffentlichungen schon seit Jahren immer mal wieder, aber es ist auch immer ein schmaler Grat zwischen "das nimmt mich jetzt wirklich mit" und "das ist mir eigentlich etwas zu seicht". Vor über zehn Jahren habe ich schon ein Konzert in Hamburg besucht. Das ist aber auch nicht in überwältigender Erinnerung geblieben... Tja, schwierig! Nach dem Frust zum Wochenbeginn wollte ich mir aber doch noch einen versöhnlichen Abschluss schaffen. Also habe ich mir kurz vor Feierabend ein Ticket gekauft und bin in den Zug nach Berlin gestiegen.
Einlass im Metropol war um 19 Uhr. Ich war etwa 20 Minuten früher da. Zu dem Zeitpunkt standen nur eine handvoll anderer Leute dort, die meisten davon offensichtlich international und nicht deutschsprachig. Das Sicherheitspersonal hat zwischendurch die Information durchgegeben, dass sich der Einlass aufgrund einer Verspätung der Vorband verzögern würde. Als sich gegen 19:15 Uhr die Türen öffneten, hatte sich mittlerweile eine längere Schlange hinter mir gebildet.
Ich bin direkt mittig an der Absperrung zur Bühne gelandet. Hatte ich vorher nicht unbedingt geplant, aber dann auch nicht abgelehnt. Die gute Sicht auf die Bühne war sicher. Und zuletzt hatte ich bei Belle and Sebastian genau zwei Wochen vorher in dem Club dort vorne einen sehr starken Sound.
Der Club füllte sich allmählich. Ausverkauft war das Konzert nicht und es muss auch einiges gefehlt haben. Der Zugang zu den beiden Emporen wurde nämlich nicht geöffnet, was ich dort so bislang noch nicht erlebt hatte. Der Innenraum war dann aber immerhin gut gefüllt, sodass die Band später nicht vor einem halbleeren Saal auftreten musste.
Um 20 Uhr wurde es dunkel im Saal. Der Abend begann mit Haiver. Eine knappe halbe Stunde lang gab es Indie-Rock aus Schottland. Das hat mir ganz gut gefallen. Keine Neuerfindung des Rads, aber schöne Melodien. Ich war mir zwischenzeitlich nicht sicher, ob mich das nur wegen des schottischen Akzents des Sängers an Frightened Rabbit erinnern würde. Dann erzählte ebenjener aber, dass er froh sei, wieder mit einer Band auf Tour sein zu können – so wie früher mit seiner alten Band Frightened Rabbit. Diese hatte sich ja gezwungenermaßen aufgrund des tragischen Todes ihres Frontmanns Scott Hutchison vor einigen Jahren aufgelöst. Es stellte sich heraus, dass es sich dabei tatsächlich um Billy Kennedy, dem damaligen Leadgitarristen der Band, handelte. Eine schöne Überraschung! Und dann waren natürlich auch die musikalischen Ähnlichkeiten klar. Die Band möchte wohl demnächst ihr Debütalbum veröffentlichen. Das höre ich mir auf jeden Fall an.
Nach der obligatorischen Umbaupause wurde es um 21 Uhr wieder dunkel im Saal. Dann wurde es Zeit für den Hauptact. The Boxer Rebellion kamen auf die Bühne und eröffneten den Abend mit "Flowers in the Water", einem neuen Song des kommenden Albums "The Second I'm Asleep", das nächste Woche offiziell veröffentlicht wird. Ein schöner Einstieg! Auch der Anschluss mit "Spitting Fire" und "No Harm", meinem Lieblingssong der Band, ging genauso überzeugend weiter. Das Set war eine gelungene Zusammenstellung der gesamten Diskographie der Band. "Diamonds" war ein Highlight. Außerdem habe ich mich über "Love Yourself" gefreut, der auf der aktuellen Tour noch nicht gespielt wurde. Und auch die neuen Songs wussten zu gefallen.
Insgesamt war es ein total schönes Konzert. Der Sound war klar. Die charismatische Stimme von Sänger Nathan Nicholson kam gut durch. Musikalisch war das wirklich sehr stimmig und live auch noch ein ganzes Stück wirkungsvoller als auf den Alben. Druckvoll und sphärisch. Dazu eine sehr schöne Lichtshow. Und ein sehr angenehmes Publikum um mich herum. Da war ich doch sehr froh, mich so kurzfristig noch für dieses Konzert entschieden zu haben. Interessant auch: Der Leadgitarrist fiel mir von Anfang an auf, weil er auf der Bühne – gerade im Vergleich zu den ansonsten eher reservierteren Bandmitgliedern – sehr mitreißend agierte und unheimlich viel Spielfreude mit sich brachte, was sichtlich auf seine Kollegen abfärbte. Zwischendurch durfte er sich immer mal wieder am E-Piano oder an einer Floor Tom austoben und sorgte auch für unterstützenden Backgroundgesang. Als der Frontmann sich zum Ende hin bei ihm für die Begleitung auf der Tour bedankte, wurde mir erst klar, dass das gar nicht der reguläre Gitarrist der Band ist. Wie sich später herausstellte, fällt der nämlich gerade verletzungsbedingt aus und wird auf dieser Tour von Charlie Barnes, bekannt durch seine Tätigkeit als dauerhafter Tourgitarrist bei Bastille, vertreten. Hatte mich schon gefragt, woher er mir so bekannt vorkam. Da bin ich durch meine Freundin ja etwas geprägt. Das hat auf jeden Fall sehr gut gepasst. Und beeindruckend, wie schnell man sich als Musiker in das Repertoire einer anderen Band einfinden und gleich mit mehreren Instrumenten einspringen kann.
Das reguläre Set wurde mit "Watermelon" abgeschlossen, einem Kracher des Debütalbums "Exits". Danach gab es noch einen Zugabeblock, der von "Step Out of the Car" angeführt wurde. Stark! Es folgte noch ein neuer Song. Und zum Abschluss mit "Here I Am" ein würdiges Finale, der mit dem hohen Gesang fast an Sigur Rós erinnert. Einer meiner Favoriten der Band.
Gegen 22:35 Uhr war der Auftritt nach gut 90 Minuten Spielzeit vorbei. Ein richtig schöner Konzertabend! Die Band war dann noch am Merchstand beschäftigt. Und ich war sehr glücklich, dass es zum erhofften versöhnlichen Wochenabschluss gekommen ist.
Re: Der Konzertbesuchsthread
Ah jo, zumindest schon von gehört. In Wellington haben se dieses Jahr schon in der 500er-Venue gespielt, die z.B. auch Bear's Den und Getdown Services noch bespielen dieses Jahr. Feini!Flecha hat geschrieben: ↑Mo 16. Mär 2026, 16:06Support kam von Earth Tongue aus Neuseeland, die laut einem Kumpel in der Szene in Wellington eine schon recht bekannte Nummer sind (Auge, @s-nke). Duo aus Schlagzeug und Sängerin mit Gitarrre. Stoner/Fuzz/Retro-Rock mit Doom-Anleihen, klingt teilweise sehr in Richtung Castle Rat. Hat mir gut gefallen, auch schon beim Hören vorher. Wird im Auge behalten. Publikum war zurückhalten (HH halt), aber Applaus gab es ausreichend.
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