Der Konzertbesuchsthread
- SammyJankis
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Re: Der Konzertbesuchsthread
Ich war am Montag in Köln auf dem Rosenmontags Mosh im Quattro Cultura. Findet mittlerweile zum vierten Mal statt und zum zweiten Mal in dieser Location. Sechs Bands für 15 Euro, alle Bands im letzten Jahr gegründet. Trotzdem locker 150 Leute am Start, viele verkleidet, mehr als in Wiesbaden am Vortag. Natürlich auch einige, die sich sonst nicht auf Hardcore Shows verirren. War aber bis auf eine Situation nichts Unangenehmes den Abend über.
World Instinct - Nach dem 2 Song Secret Set am Vortag nun ein komplettes Set gesehen. Crowd hatte Bock. Für die erste von sechs Bands war ne Menge los. Sound ist Straight Edge a la Floorpunch und Konsorten. Demo ist auch am Montag gedroppt. Tape wird bestellt. Weitermachen.
Big Iron - Neue Band aus Köln/Düsseldorf, Sound ist early 2000er Hardcore. Crowd war hyped auf die Band. The Rival Mob Intro beste Wahl, damit direkt alle involviert sind. Harter Mosh, durchweg Side to Sides. Mental Cover. Top erste Show. Brauche Demo und die Texte.
Fierce - Zweite Show, kam nicht ganz an die erste ran, aber es war wieder top. Inside Out Cover als Intro. Sound nah an Mindforce, teilweise schon dreist gerippt, aber es ist Hardcore. Da wird nur gerippt. Mosh war hart, paar Leute konnten Texte. Einzig das Backtrack Cover würde ich wechseln, irgendwas Metallischeres muss her. Ist aber meckern auf ganz hohem Niveau.
Angel CCAA - Am Vortag bereits gesehen. Dieses Mal zum Glück ohne Stromausfall. Stimmung war weiterhin top und die Crowd hat auch den etwas spezielleren Sound gut aufgenommen. Beste Show, die ich bisher von der Band gesehen habe. Zum Abschluss wurden noch Instrumente getauscht und ein absurd schlechtes Motörhead "Ace of Spades" Cover gespielt. Aber an Rosenmontag kann man auch mal nen Auge zudrücken. Raum is steil gegangen, alle hatten ne gute Zeit.
No Laughing Matter - Ebenfalls am Vortag gesehen. Keine Veränderungen beim Set. Fand es hier besser als in Wiesbaden. War einfach mehr los. Neue Songs wurden auch gespielt, klangen gut. Hoffe, da kommt zeitnah nen neues Tape. Leider gab es hier allerdings die einzige richtig unangenehme Situation des Abends als ein paar Leute es für sinnvoll hielten zu rudern als würden gerade Amon Amarth spielen. Das ist das schlimmste, was Menschen auf Shows machen. Es hat mir körperliche Schmerzen bereitet.
Once and for All - Letzte verbleibende Hannover Hardcore Band. Dritte Show, aber alle Member mit reichlich Banderfahrung. Gab wieder zu Beginn das Cold as Life Cover. Eigene Songs ebenfalls superhart. Natürlich dementsprechend härtester Mosh des Abends. Madball Cover zum Abschluss. Hat den Abend abgerundet. Ist trotz teilweise stressiger Besucher*innen immer wieder ne schöne Veranstaltung.
World Instinct - Nach dem 2 Song Secret Set am Vortag nun ein komplettes Set gesehen. Crowd hatte Bock. Für die erste von sechs Bands war ne Menge los. Sound ist Straight Edge a la Floorpunch und Konsorten. Demo ist auch am Montag gedroppt. Tape wird bestellt. Weitermachen.
Big Iron - Neue Band aus Köln/Düsseldorf, Sound ist early 2000er Hardcore. Crowd war hyped auf die Band. The Rival Mob Intro beste Wahl, damit direkt alle involviert sind. Harter Mosh, durchweg Side to Sides. Mental Cover. Top erste Show. Brauche Demo und die Texte.
Fierce - Zweite Show, kam nicht ganz an die erste ran, aber es war wieder top. Inside Out Cover als Intro. Sound nah an Mindforce, teilweise schon dreist gerippt, aber es ist Hardcore. Da wird nur gerippt. Mosh war hart, paar Leute konnten Texte. Einzig das Backtrack Cover würde ich wechseln, irgendwas Metallischeres muss her. Ist aber meckern auf ganz hohem Niveau.
Angel CCAA - Am Vortag bereits gesehen. Dieses Mal zum Glück ohne Stromausfall. Stimmung war weiterhin top und die Crowd hat auch den etwas spezielleren Sound gut aufgenommen. Beste Show, die ich bisher von der Band gesehen habe. Zum Abschluss wurden noch Instrumente getauscht und ein absurd schlechtes Motörhead "Ace of Spades" Cover gespielt. Aber an Rosenmontag kann man auch mal nen Auge zudrücken. Raum is steil gegangen, alle hatten ne gute Zeit.
No Laughing Matter - Ebenfalls am Vortag gesehen. Keine Veränderungen beim Set. Fand es hier besser als in Wiesbaden. War einfach mehr los. Neue Songs wurden auch gespielt, klangen gut. Hoffe, da kommt zeitnah nen neues Tape. Leider gab es hier allerdings die einzige richtig unangenehme Situation des Abends als ein paar Leute es für sinnvoll hielten zu rudern als würden gerade Amon Amarth spielen. Das ist das schlimmste, was Menschen auf Shows machen. Es hat mir körperliche Schmerzen bereitet.
Once and for All - Letzte verbleibende Hannover Hardcore Band. Dritte Show, aber alle Member mit reichlich Banderfahrung. Gab wieder zu Beginn das Cold as Life Cover. Eigene Songs ebenfalls superhart. Natürlich dementsprechend härtester Mosh des Abends. Madball Cover zum Abschluss. Hat den Abend abgerundet. Ist trotz teilweise stressiger Besucher*innen immer wieder ne schöne Veranstaltung.
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Re: Der Konzertbesuchsthread
Ich war am 05.02. bei Militaire Gun in der Ideal Bar.
Vorband waren Spite House, auf die ich mich mindestens genau so gefreut habe. Wenn wir Title Fight schon nciht zurückbekommen, nehme ich gerne das next best thing. Solide Show, ruhig vor der Bühne (haben aber auch selsbt gesagt, dass sie keine Mosh-Band sind), guter Merch, gerne wieder.
Militarie Gun sind so eine Band, die ich glaube ich live deutlich besser als auf Platte finde. Denn auf den Alben verstecken sich immer wieder Stinker und der Sound ist schon relativ eintönig. Live war das aber schon sehr unterhaltsam, Ian hat gute Stimmung gemacht, es wurden 22 Songs gespielt, es gab etwas Pogo (fast das höchste der Gefühle bei reservierten Kopenhagenern, obwohl der Laden an sich für allerlei Spaß geeignet ist). Das Publikum war ziemlich durchmischt, das fand ich sehr schön, MG is for the Kids. Dass BADIDEA jetzt der Hit ist und am besten kommt und gleich 2x gespielt wird, hatte ich nicht auf dem Schirm, aber die beiden Darbietungen haben den Abend ganz gut eingerahmt.
Da Militaire Gun auf einem T-Shirt stehen zu haben bissel weird ist, habe ich ein schönes Spite House T-Shirt mitgenommen. Zurück ging es dann mit dem Rad im Schneesturm, aus 10 Minuten wurden 20, war aber irgendwie witzig.
Am 18.02. war ich dann bei Biffy Clyro in der Hamburger Sporthalle. Das war ein Geburtstagsgeschenk, wir waren zeitig da und haben für die älteren Herrschaften den einzigen Vorteil der Sporthalle ausgenutzt, nämlich Sitzplätze ergattert (am Ende wurde trotzdem gestanden, aber hin und wieder mal sitzen ist schon ganz nett)
Show wurde von Bartees Strange eröffnet, der aber leider nur solo mit Gitarre unterwegs war und so etwas verloren in der kurz vor Ausverkauf stehenden Halle wirkte. Da ich wusste, wie die Songs eigentlich klingen, fand ich es solide, aber meine Begleitung war nicht überzeugt.
Biffy Clyro haben dann 100 Minuten eine dicke, dicke Show aufgezogen. Treppen als Bühnenbild, zwei Violinistinnen und eine Tracklist mit ihren größten Songs. Leider haben sie nach Ellipsis mit Futique ihre zweite Scheißplatte veröffentlicht, daher waren da auch wirklich schlimme Songs bei. Immerhin kein Re-Arrange. Als ich sie das erste Mal 2019 gesehen habe, haben sie immerhin noch zwei Songs aus der Pre-Puzzle-Ära gespielt, die gab es heute auch nicht. Immerhin war die Zugabe mit Machines, The Captain, Living Is A Problem..., Bubbles und Many of Horror wenig Wünsche offen (mehr Puzzle und früher geht natürlich immer). Guter Auftritt, durchwachsene Setlist, aber Erwartungen mehr als erfüllt.
Vorband waren Spite House, auf die ich mich mindestens genau so gefreut habe. Wenn wir Title Fight schon nciht zurückbekommen, nehme ich gerne das next best thing. Solide Show, ruhig vor der Bühne (haben aber auch selsbt gesagt, dass sie keine Mosh-Band sind), guter Merch, gerne wieder.
Militarie Gun sind so eine Band, die ich glaube ich live deutlich besser als auf Platte finde. Denn auf den Alben verstecken sich immer wieder Stinker und der Sound ist schon relativ eintönig. Live war das aber schon sehr unterhaltsam, Ian hat gute Stimmung gemacht, es wurden 22 Songs gespielt, es gab etwas Pogo (fast das höchste der Gefühle bei reservierten Kopenhagenern, obwohl der Laden an sich für allerlei Spaß geeignet ist). Das Publikum war ziemlich durchmischt, das fand ich sehr schön, MG is for the Kids. Dass BADIDEA jetzt der Hit ist und am besten kommt und gleich 2x gespielt wird, hatte ich nicht auf dem Schirm, aber die beiden Darbietungen haben den Abend ganz gut eingerahmt.
Da Militaire Gun auf einem T-Shirt stehen zu haben bissel weird ist, habe ich ein schönes Spite House T-Shirt mitgenommen. Zurück ging es dann mit dem Rad im Schneesturm, aus 10 Minuten wurden 20, war aber irgendwie witzig.
Am 18.02. war ich dann bei Biffy Clyro in der Hamburger Sporthalle. Das war ein Geburtstagsgeschenk, wir waren zeitig da und haben für die älteren Herrschaften den einzigen Vorteil der Sporthalle ausgenutzt, nämlich Sitzplätze ergattert (am Ende wurde trotzdem gestanden, aber hin und wieder mal sitzen ist schon ganz nett)
Show wurde von Bartees Strange eröffnet, der aber leider nur solo mit Gitarre unterwegs war und so etwas verloren in der kurz vor Ausverkauf stehenden Halle wirkte. Da ich wusste, wie die Songs eigentlich klingen, fand ich es solide, aber meine Begleitung war nicht überzeugt.
Biffy Clyro haben dann 100 Minuten eine dicke, dicke Show aufgezogen. Treppen als Bühnenbild, zwei Violinistinnen und eine Tracklist mit ihren größten Songs. Leider haben sie nach Ellipsis mit Futique ihre zweite Scheißplatte veröffentlicht, daher waren da auch wirklich schlimme Songs bei. Immerhin kein Re-Arrange. Als ich sie das erste Mal 2019 gesehen habe, haben sie immerhin noch zwei Songs aus der Pre-Puzzle-Ära gespielt, die gab es heute auch nicht. Immerhin war die Zugabe mit Machines, The Captain, Living Is A Problem..., Bubbles und Many of Horror wenig Wünsche offen (mehr Puzzle und früher geht natürlich immer). Guter Auftritt, durchwachsene Setlist, aber Erwartungen mehr als erfüllt.
Re: Der Konzertbesuchsthread
Ich war am Samstag bei Arm's Length im ausverkauften Hamburger Logo.
Das Ticket hatte ich schon zum Glück relativ früh gekauft. Hatte mit Ausverkauf gar nicht unbedingt gerechnet aber bei den 3 Supports, die wie Arsch auf Eimer zu der Show gepasst haben und dem gut rezipierten Album doch irgendwie logisch. Bin aber sehr froh drum, dass es "noch" das Logo war. Ich bin zwar kein Riesenfan des Ladens, weil die Bühne unglaublich breit ist und wenn man, wie wir, links davor steht, die Leute auf der rechten Seite kaum sieht, und der Sound manchmal doch argh daneben ist. Aber hier hat, wie schon bei PUP letztes Jahr, alles gepasst. Sehr, sehr intensiv, weil man halt wirklich nah dran ist. DIe Bühne ist quasi nur eine etwas höhere Stufe und einen Graben gibt es davor nicht (wütend!). Das Publikum kannte alle Bands wirklich gut und es gab durchgehend Bewegung und sehr viel Mitgesinge, Stagedives, etc. Die Bands waren auch untereinander immer mindestens am Bühnenrand vertreten, um sich die Auftritte anzusehen. Es war der letzte Stopp der Tour und alle Bands haben betont, wie wohl sich sie miteinander gefühlt haben und dass es einfach komplett wholesome war. Richtig lieb.
Den Opener gaben Ben Quad aus Oklahoma, benannt nach Everybody's Star-Wars-Darling Ben Quadinaros. So nerdig wirkt das Quartett auf der Bühne auch. Und zugleich super, super sympathisch. Merch von Speed (dort ja auch vor 2 Jahren gesehen) und Deftones natürlich auch mehr als solide. Es gab klassischen Midwest-Emot Ausflügen, natürlich, in den Pop-Punk und den Post-Hardcore, wobei bei Letzteren Songs auch die einzige Blastbeats des Abends gespielt wurden. Zwischendrin immer mal charmante Ansagen. Ansonsten 30 Minuten Vollgas, ein sehr guter Start. Hätte ehrlich gesagt gedacht, dass sie als vorletztes spielen, aber das ist wohl auch persönlicher Bias, weil sie mir einfach schon früher als die anderen Bands empfohlen wurden.
Danach spielten Shoreline aus Münster und spätestens ab da hätte eigentlich jede Band auch easy den Tagesheadliner geben können. Die Band erlebt gerade einen kleinen Hype und nach dem Auftritt mMn auch völlig zurecht. Emo-Punk, aber man glaubt ihnen sofort, dass die Jungs alle auch in der HC-Szene unterwegs sind (also laut eigener Aussage auf ihrer Website, das kann ich nicht beurteilen, Sammy ja aber vielleicht von Gigs aus Münster und Umgebung). Gute Aussagen zum Thema Rassismus und sonst sehr lieb über die anderen Bands. Durchgehend was los vor der Bühne und extrem lautes Publikum bei fast jedem Song. Am 2.10. spielen sie da noch mal eine Show zum neuen Album, das am 13. März rauskommt. Bin am überlegen, das mitzunehmen.
Koyo aus Long Island wurden der Tour mMn später hinzugefügt, aber passten auch einfach perfekt. Etwas rougher als die anderen Bands, Melodic Hardcore in Richtung frühe Rise Against oder so würde ich sagen, also bevor die Stadion-Punk gemacht haben. Ziemlich schnell und nach vorn, es sollte viel gehüpft werden. Emotional war es vielleicht der Auftritt, der mich am wenigsten abgeholt hat, was ja aber bei der etwas anderen Musikrichtung auch nicht verwundert. Aber Spaß gemacht hat es total.
Ich glaube, die Bands haben alle so 30, maximal 40 Minuten gespielt. Arm's Length selbst dann circa 80 und mir war das eigentlich noch zu wenig. Vielleicht muss ich in 5 Jahren im Retrospektive-Thread das Album doch in meine Top-10 statt Top-20 schreiben. War die letzten Wochen teilweise alles nicht so einfach und der Auftritt war total emotionale Katharsis für mich. Fokus natürlich auf dem 2025er "There’s a Whole World Out There", aber auch der Vorgänger "Never Before Seen, Never Again Found" wurde mindestens zur Hälfte durchgespielt. Zudem Garamond von der "Everything Nice"-EP. Was Mitsingen angeht absoluter Ausnahmezustand. Muss man in den Restaurants auf der anderen Straßenseite eigentlich gehört haben
Gab zwischendurch ein paar technische Probleme, das wurde dafür genutzt, um mit den anderen Bands auf der Bühne Quatsch zu machen. Man hat denen allen schon angemerkt, dass die Tour vorbei ist und sie recht ausgelassen sind - zurecht. Aber zwischen den Songs auch immer mal eine emotionalere Ansage zB zu Mental Health.
Ein grandioser Abend und hier gibt es ja einige Fans der Band, denen ich schwer ans Herz legen will, da hinzugehen, wenn sie wiederkommen.
----
Freitag waren wir bereits bei Jozef van Wissem auf der MS Stubnitz. Ein tief in der Schwarzen Szene verankerter Lautenspieler aus den Niederlanden, der internationale Bekanntheit erlangt hat, weil er gemeinsam mit Jim Jarmuschs Band Sqürl den Soundtrack zum grandiosen, grandiosen Only Lovers Left Alive gemacht hat. Davon in der Zugabe The Taste of Blood zu hören, war Gänsehaut pur und hat die schmalen rund 20 Euro fürs Ticket schon wettgemacht. Davor gab es eine Stunde, kein Support dabei, Spiel, wobei ich positiv überrascht war, dass er bei 2 Songs auch gesungen hat. Klang stimmlich ein wenig nach Nick Cave. Ist schon ein cooles Instrument und er holt da wirklich viel raus, dass es in 60 Minuten nie auch nur annähernd langweilig wirkt. Sehr, sehr atmosphärisch generell, aber leider passte es mMn nicht 100 Prozent perfekt auf die Stubnitz, die ja sonst derzeit meine Lieblingslocation ist. Kulturkirche Altona wäre hier perfekt gewesen, da der Klang sich da einfach besser hätte entfalten können, als im metallenen, engen Schiffsbauch. Aber trotzdem super und halt auch die Stubnitz unterstützt, von daher beschwer ich mich nicht. Das Konzert war mäßig besucht, vielleicht 80 Leute da. Aber: der Schnitt an Menschen, die Platten mitgenommen haben, war enorm hoch. Für den Künstler dürfte sich das dahingehend also gelohnt haben. Er hat selbst verkauft und immer noch ein paar nette Worte mitgegeben oder auch Empfehlungen für die Alben, je nach Präferenz.
Das Ticket hatte ich schon zum Glück relativ früh gekauft. Hatte mit Ausverkauf gar nicht unbedingt gerechnet aber bei den 3 Supports, die wie Arsch auf Eimer zu der Show gepasst haben und dem gut rezipierten Album doch irgendwie logisch. Bin aber sehr froh drum, dass es "noch" das Logo war. Ich bin zwar kein Riesenfan des Ladens, weil die Bühne unglaublich breit ist und wenn man, wie wir, links davor steht, die Leute auf der rechten Seite kaum sieht, und der Sound manchmal doch argh daneben ist. Aber hier hat, wie schon bei PUP letztes Jahr, alles gepasst. Sehr, sehr intensiv, weil man halt wirklich nah dran ist. DIe Bühne ist quasi nur eine etwas höhere Stufe und einen Graben gibt es davor nicht (wütend!). Das Publikum kannte alle Bands wirklich gut und es gab durchgehend Bewegung und sehr viel Mitgesinge, Stagedives, etc. Die Bands waren auch untereinander immer mindestens am Bühnenrand vertreten, um sich die Auftritte anzusehen. Es war der letzte Stopp der Tour und alle Bands haben betont, wie wohl sich sie miteinander gefühlt haben und dass es einfach komplett wholesome war. Richtig lieb.
Den Opener gaben Ben Quad aus Oklahoma, benannt nach Everybody's Star-Wars-Darling Ben Quadinaros. So nerdig wirkt das Quartett auf der Bühne auch. Und zugleich super, super sympathisch. Merch von Speed (dort ja auch vor 2 Jahren gesehen) und Deftones natürlich auch mehr als solide. Es gab klassischen Midwest-Emot Ausflügen, natürlich, in den Pop-Punk und den Post-Hardcore, wobei bei Letzteren Songs auch die einzige Blastbeats des Abends gespielt wurden. Zwischendrin immer mal charmante Ansagen. Ansonsten 30 Minuten Vollgas, ein sehr guter Start. Hätte ehrlich gesagt gedacht, dass sie als vorletztes spielen, aber das ist wohl auch persönlicher Bias, weil sie mir einfach schon früher als die anderen Bands empfohlen wurden.
Danach spielten Shoreline aus Münster und spätestens ab da hätte eigentlich jede Band auch easy den Tagesheadliner geben können. Die Band erlebt gerade einen kleinen Hype und nach dem Auftritt mMn auch völlig zurecht. Emo-Punk, aber man glaubt ihnen sofort, dass die Jungs alle auch in der HC-Szene unterwegs sind (also laut eigener Aussage auf ihrer Website, das kann ich nicht beurteilen, Sammy ja aber vielleicht von Gigs aus Münster und Umgebung). Gute Aussagen zum Thema Rassismus und sonst sehr lieb über die anderen Bands. Durchgehend was los vor der Bühne und extrem lautes Publikum bei fast jedem Song. Am 2.10. spielen sie da noch mal eine Show zum neuen Album, das am 13. März rauskommt. Bin am überlegen, das mitzunehmen.
Koyo aus Long Island wurden der Tour mMn später hinzugefügt, aber passten auch einfach perfekt. Etwas rougher als die anderen Bands, Melodic Hardcore in Richtung frühe Rise Against oder so würde ich sagen, also bevor die Stadion-Punk gemacht haben. Ziemlich schnell und nach vorn, es sollte viel gehüpft werden. Emotional war es vielleicht der Auftritt, der mich am wenigsten abgeholt hat, was ja aber bei der etwas anderen Musikrichtung auch nicht verwundert. Aber Spaß gemacht hat es total.
Ich glaube, die Bands haben alle so 30, maximal 40 Minuten gespielt. Arm's Length selbst dann circa 80 und mir war das eigentlich noch zu wenig. Vielleicht muss ich in 5 Jahren im Retrospektive-Thread das Album doch in meine Top-10 statt Top-20 schreiben. War die letzten Wochen teilweise alles nicht so einfach und der Auftritt war total emotionale Katharsis für mich. Fokus natürlich auf dem 2025er "There’s a Whole World Out There", aber auch der Vorgänger "Never Before Seen, Never Again Found" wurde mindestens zur Hälfte durchgespielt. Zudem Garamond von der "Everything Nice"-EP. Was Mitsingen angeht absoluter Ausnahmezustand. Muss man in den Restaurants auf der anderen Straßenseite eigentlich gehört haben
Ein grandioser Abend und hier gibt es ja einige Fans der Band, denen ich schwer ans Herz legen will, da hinzugehen, wenn sie wiederkommen.
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Freitag waren wir bereits bei Jozef van Wissem auf der MS Stubnitz. Ein tief in der Schwarzen Szene verankerter Lautenspieler aus den Niederlanden, der internationale Bekanntheit erlangt hat, weil er gemeinsam mit Jim Jarmuschs Band Sqürl den Soundtrack zum grandiosen, grandiosen Only Lovers Left Alive gemacht hat. Davon in der Zugabe The Taste of Blood zu hören, war Gänsehaut pur und hat die schmalen rund 20 Euro fürs Ticket schon wettgemacht. Davor gab es eine Stunde, kein Support dabei, Spiel, wobei ich positiv überrascht war, dass er bei 2 Songs auch gesungen hat. Klang stimmlich ein wenig nach Nick Cave. Ist schon ein cooles Instrument und er holt da wirklich viel raus, dass es in 60 Minuten nie auch nur annähernd langweilig wirkt. Sehr, sehr atmosphärisch generell, aber leider passte es mMn nicht 100 Prozent perfekt auf die Stubnitz, die ja sonst derzeit meine Lieblingslocation ist. Kulturkirche Altona wäre hier perfekt gewesen, da der Klang sich da einfach besser hätte entfalten können, als im metallenen, engen Schiffsbauch. Aber trotzdem super und halt auch die Stubnitz unterstützt, von daher beschwer ich mich nicht. Das Konzert war mäßig besucht, vielleicht 80 Leute da. Aber: der Schnitt an Menschen, die Platten mitgenommen haben, war enorm hoch. Für den Künstler dürfte sich das dahingehend also gelohnt haben. Er hat selbst verkauft und immer noch ein paar nette Worte mitgegeben oder auch Empfehlungen für die Alben, je nach Präferenz.
Re: Der Konzertbesuchsthread
Meat is for losersFlecha hat geschrieben: ↑Mo 23. Feb 2026, 13:31
Danach spielten Shoreline aus Münster und spätestens ab da hätte eigentlich jede Band auch easy den Tagesheadliner geben können. Die Band erlebt gerade einen kleinen Hype und nach dem Auftritt mMn auch völlig zurecht. Emo-Punk, aber man glaubt ihnen sofort, dass die Jungs alle auch in der HC-Szene unterwegs sind (also laut eigener Aussage auf ihrer Website, das kann ich nicht beurteilen, Sammy ja aber vielleicht von Gigs aus Münster und Umgebung). Gute Aussagen zum Thema Rassismus und sonst sehr lieb über die anderen Bands. Durchgehend was los vor der Bühne und extrem lautes Publikum bei fast jedem Song. Am 2.10. spielen sie da noch mal eine Show zum neuen Album, das am 13. März rauskommt. Bin am überlegen, das mitzunehmen.
Leider Samstag keine Zeit gehabt.
smi
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- MairzyDoats
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Re: Der Konzertbesuchsthread
Das sehe ich ganz genauso, ich höre die nicht wirklich und die Alben geben mir nicht viel, aber live macht das richtig Spaß. Ich war bei dem Hamburg Gig und kann das auch so ungefähr unterschreiben.
Die Arms Length Show ist irgendwie komplett an mir vorbei gegangen oder ich hatte sie irgendwie vergessen. Hätte da sicher auch meinen Spaß gehabt, aber hätte auch aus gesundheitlichen Gründen passen müssen am Samstag. Das gleiche gilt für Biffy Clyro, die musste ich mir schenken, aber das ist auch alles andere als eine Herzensband bei mir. Hatte mir das Ticket eher gekauft, weil Freund*innen von mir übelst bock drauf hatten und die mich auf dem Hurricane schon positiv überrascht haben. Na ja, über das Ticket hat sich dann jemand anders gefreut und ich muss dann evtl stattdessen auf dieses Amplifire Festival.
Hallo wie geht willkommen in meiner Signatur. Lass dir hier bitte richtig gut gehen einfach, Käffchen für dich
- SammyJankis
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Re: Der Konzertbesuchsthread
Ich kenne die nicht, ich kenne niemanden, der die kennt. Ich kenne nicht mal jemanden, der die Band gut findet. Die finden in dem Teil der Hardcore Szene, in dem ich mich bewege, nicht statt. Und es gibt Emo/Pop Punk Bands, die da stattfinden. Desire Line, Pluto the Racer oder I Recover als Beispiel.Flecha hat geschrieben: ↑Mo 23. Feb 2026, 13:31Die Band erlebt gerade einen kleinen Hype und nach dem Auftritt mMn auch völlig zurecht. Emo-Punk, aber man glaubt ihnen sofort, dass die Jungs alle auch in der HC-Szene unterwegs sind (also laut eigener Aussage auf ihrer Website, das kann ich nicht beurteilen, Sammy ja aber vielleicht von Gigs aus Münster und Umgebung).
Ich will denen aber auch nichts wegnehmen. Es ist nun mal auch nicht so als wäre das eine homogene Szene. Black Metal und Elfen Metal haben ja auch ziemlich wenig miteinander zu tun. Hab auch mal nen Podcast mit dem Sänger gehört und der hat nen sympathischen Eindruck gemacht.
Finde 80 Leute für diesen Act gar nicht so schlecht. Ist ja schon sehr speziell.hat geschrieben:Das Konzert war mäßig besucht, vielleicht 80 Leute da.
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Re: Der Konzertbesuchsthread
Jo, stimmt schon. Der Raum ist halt eigentlich relativ groß, hat aber verschiedene Ebenen undd einige Sitzplätze (weshalb nicht sooo viele tickets verkauft werden. Glaube 350 oder so.). Da verteilen sich 80 Leute dann recht gut und dadurch sieht es nur sehr "fleckenhaft" gefüllt aus. Glaube aber auch nicht, dass er sonst/woanders zwingend mehr Tickets verkauft.SammyJankis hat geschrieben: ↑Mo 23. Feb 2026, 19:36Finde 80 Leute für diesen Act gar nicht so schlecht. Ist ja schon sehr speziell.
Re: Der Konzertbesuchsthread
Ich war vorgestern bei Magdalena Bay. Ich find die ja ganz cool, bin aber auch nicht Riesenfan, daher gespannt.
Auf jeden Fall kommen sie auch in DK gut an, denn so voll hatte ich das Vega noch nie gesehen. Schlange einmal um den Block. Allerdings war das alles sehr effizient, innerhalb von 15 Minuten war ich drin, hatte die Jacke abgegeben, war durch den Einlass und hatte einen Kombucha in der Hand. Es gab sogar vor Konzertstart bereits eine Schlange für den (sehr zahlreichen) Merch. Ich bin nicht so Fan der visuellen Komponente der Band, daher eher mit halbem Auge wahrgenommen. Das Publikum war sehr durchmischt, viel FLINTA, vor mir in der Schlange waren aber auch 2 geschätzt 13-jährige Jungs, aber die alternden Hipster mit Vinyl im Jutebeutel dürfen natürlich auch nicht fehlen.
Mit dem ersten Song von Allie X kam ich rein. Sehr guter Auftritt, für einen Voract auch relativ viel Drumherum u.a. mit Projektionen auf einem Bettlaken(?). Hat mir gefallen.
Magdalena Bay haben dann eigentlich keine Wünsche offen gelassen. Mica klar im Fokus, Band dann noch mit Matthew und dahinter noch Drummer und ein Keyboarder. Gespielt wurde eigentlich alles, setlist.fm hat 26 Songs, der Auftritt ging auch fast 2h, länger nicht erlebt. Leider war ich noch etwas angeschlagen und das war mir ehrlich gesagt etwas zu lang. Das wird dann auch der Grund sein, warum bei mir der Funken trotz allem nicht ganz übergesprungen ist. Mica hat alles gegeben, die Projektionen waren top, viele Outfit-Wechsel, wenige Ansagen und Mitmach-Aktionen (und wenn direkt ins Intro des Songs eingebaut), aber ich wurde nicht so abgeholt wie ich es mir gewünscht hätte. Schade, aber alle anderen Leute hatten glaube ich ihren Spaß.
Auf jeden Fall kommen sie auch in DK gut an, denn so voll hatte ich das Vega noch nie gesehen. Schlange einmal um den Block. Allerdings war das alles sehr effizient, innerhalb von 15 Minuten war ich drin, hatte die Jacke abgegeben, war durch den Einlass und hatte einen Kombucha in der Hand. Es gab sogar vor Konzertstart bereits eine Schlange für den (sehr zahlreichen) Merch. Ich bin nicht so Fan der visuellen Komponente der Band, daher eher mit halbem Auge wahrgenommen. Das Publikum war sehr durchmischt, viel FLINTA, vor mir in der Schlange waren aber auch 2 geschätzt 13-jährige Jungs, aber die alternden Hipster mit Vinyl im Jutebeutel dürfen natürlich auch nicht fehlen.
Mit dem ersten Song von Allie X kam ich rein. Sehr guter Auftritt, für einen Voract auch relativ viel Drumherum u.a. mit Projektionen auf einem Bettlaken(?). Hat mir gefallen.
Magdalena Bay haben dann eigentlich keine Wünsche offen gelassen. Mica klar im Fokus, Band dann noch mit Matthew und dahinter noch Drummer und ein Keyboarder. Gespielt wurde eigentlich alles, setlist.fm hat 26 Songs, der Auftritt ging auch fast 2h, länger nicht erlebt. Leider war ich noch etwas angeschlagen und das war mir ehrlich gesagt etwas zu lang. Das wird dann auch der Grund sein, warum bei mir der Funken trotz allem nicht ganz übergesprungen ist. Mica hat alles gegeben, die Projektionen waren top, viele Outfit-Wechsel, wenige Ansagen und Mitmach-Aktionen (und wenn direkt ins Intro des Songs eingebaut), aber ich wurde nicht so abgeholt wie ich es mir gewünscht hätte. Schade, aber alle anderen Leute hatten glaube ich ihren Spaß.
Re: Der Konzertbesuchsthread
Ich war letzten Freitag in Köln im Carlswerk Victoria und kann mich zum großen Teil anschließen.Finn hat geschrieben: ↑Do 26. Feb 2026, 10:05Ich war vorgestern bei Magdalena Bay. Ich find die ja ganz cool, bin aber auch nicht Riesenfan, daher gespannt.
Auf jeden Fall kommen sie auch in DK gut an, denn so voll hatte ich das Vega noch nie gesehen. Schlange einmal um den Block. Allerdings war das alles sehr effizient, innerhalb von 15 Minuten war ich drin, hatte die Jacke abgegeben, war durch den Einlass und hatte einen Kombucha in der Hand. Es gab sogar vor Konzertstart bereits eine Schlange für den (sehr zahlreichen) Merch. Ich bin nicht so Fan der visuellen Komponente der Band, daher eher mit halbem Auge wahrgenommen. Das Publikum war sehr durchmischt, viel FLINTA, vor mir in der Schlange waren aber auch 2 geschätzt 13-jährige Jungs, aber die alternden Hipster mit Vinyl im Jutebeutel dürfen natürlich auch nicht fehlen.
Mit dem ersten Song von Allie X kam ich rein. Sehr guter Auftritt, für einen Voract auch relativ viel Drumherum u.a. mit Projektionen auf einem Bettlaken(?). Hat mir gefallen.
Magdalena Bay haben dann eigentlich keine Wünsche offen gelassen. Mica klar im Fokus, Band dann noch mit Matthew und dahinter noch Drummer und ein Keyboarder. Gespielt wurde eigentlich alles, setlist.fm hat 26 Songs, der Auftritt ging auch fast 2h, länger nicht erlebt. Leider war ich noch etwas angeschlagen und das war mir ehrlich gesagt etwas zu lang. Das wird dann auch der Grund sein, warum bei mir der Funken trotz allem nicht ganz übergesprungen ist. Mica hat alles gegeben, die Projektionen waren top, viele Outfit-Wechsel, wenige Ansagen und Mitmach-Aktionen (und wenn direkt ins Intro des Songs eingebaut), aber ich wurde nicht so abgeholt wie ich es mir gewünscht hätte. Schade, aber alle anderen Leute hatten glaube ich ihren Spaß.
Allie X war für mich auch ein Grund für den Ticketkauf. Ich kenne sie erst seit ihrer 2024-Platte "Girl With No Face" und mag die 80s-Vibes, die diese Platte verströmt. Ihre anderen Songs gehen zum Teil mehr in eine Indie-Pop-Richtung, haben mir aber ebenfalls gut gefallen. Sie hat wirklich eine ganz tolle Stimme. Gab auch einige Fans in der Crowd, die ziemlich abgegangen sind. Auf mich hat der Auftritt nur etwas gehetzt gewirkt, da musikalisch alles vom Band kam und abgesehen von einer Ansage ein Song nach dem anderen mit minimalster Pause durchgeballert wurde.
Magdalena Bay hatte ich nur mal 2022 beim Primavera gesehen, wo sie im Rahmen des Ciutat-Programms im Poble Espanyol gespielt haben. Leider war der Auftritt von großen Soundproblemen geplagt, sodass man Mica für die Hälfte des Auftritts gar nicht gehört hat. Daher war ich gespannt auf einen "richtigen" Auftritt von ihnen, zumal sie für mich mit "Imaginal Disk" nochmal einen großen Schritt nach vorne im Songwriting gemacht haben. Große Merch-Schlangen gab es bei uns übrigens auch: Lag aber glaube ich daran, dass man signierte Platten erwerben konnte (allerdings für stolze 70 €).
Gespielt wurde das komplette "Imaginal Disk"-Album in richtiger Reihenfolge, wobei andere Songs an verschiedenen Stellen des Sets eingestreut wurden. Ob das jetzt thematisch in die übergreifende Story des Albums gepasst hat, kann ich nicht sagen. Da bin ich zu wenig in der Lore drin. Auch die Outfit-Wechsel sowie die Verwendung von Stage-Probs habe ich nicht wirklich verstanden, aber das wurde zum Glück nur in einem abgespeckten Rahmen eingesetzt, sodass es nicht vom Kernauftritt abgelenkt hat. Der Auftritt ging tatsächlich "nur" 1h 40min (laut setlist.fm in Kopenhagen allerdings auch), mir persönlich war es allerdings auch ein Tick zu lang. Zum einen hat "Imaginal Disk" für mich im letzten Drittel nach "Tunnel Vision" einen kleinen Qualitäts-Dip, wo mich die Platte nicht mehr ganz fesseln kann. In dem Teil des Sets wurden dann auch noch 3 Songs der "mini mix vol. 3"-EP eingestreut, die ich jetzt auch nie sooo spannend fand. Zum anderen hatte sich das Carlswerk Victoria zu dem Zeitpunkt schon etwas aufgeheizt und dank Ausverkauf hatte man auch nicht wirklich viel Platz zum Bewegen, was ich dann irgendwann etwas anstrengend fand. Zum Ende hin wurde es aber nochmal richtig stark: Nach dem Main-Set-Abschluss "The Ballad of Matt & Mica" gab es zum Encore u. a. das bockstarke "Second Sleep". Ich habe die 2025-Doppel-Singles leider etwas missachtet, was definitiv ein Fehler war. Der Typ vor mir ist komplett ausgerastet, als die ersten Töne gespielt wurden. Wer übrigens den Auftritt auch ziemlich gefühlt hat, war LGoony, der von Beginn an fast neben mir stand. Ansonsten fand ich das Publikum sogar etwas zurückhaltend. Es gab abgesehen vom Closer "The Beginning" keine wilden Tanzeinlagen o. Ä., passt aber auch zu den meisten Songs nicht wirklich. Ich war auf jeden Fall insgesamt ziemlich zufrieden mit meinem Konzerteinstand 2026, nachdem mich die Kita-Viren von ein paar für Januar geplanten Gigs ferngehalten haben (bin passenderweise jetzt schon wieder krank
Kleiner Fun Fact zum Carlswerk Victora: Es war mein erster Besuch dort und der Laden teilt sich zusammen mit dem Club Volta eine Location, wo an dem gleichen Abend die dänische Blackgaze-Band MØL gespielt hat. Der Auftritt lief immer noch, als Magdalena Bay fertig waren und man musste für die Garderobe eh direkt an dem Eingang vom Club Volta vorbei. Ich wollte also von außen noch etwas der Band lauschen (die Eingangstür ist durchsichtig), wurde aber von einem Security weggeschickt, dem schnell klar war, dass ich hierfür kein Ticket besitze. Keine Ahnung, ob man für den Club Volta einen Stempel oder Bändchen bekommen hat, für Magdalena Bay hat man allerdings nichts bekommen. Also hätte man sich einfach ein Ticket für MØL kaufen können und stattdessen Magdalena Bay schauen können, obwohl letzteres Konzert ausverkauft und wahrscheinlich auch deutlich teurer war. Würde mich mal interessieren, ob das vom Location-Betreiber einfach so hingenommen wird und man hofft, dass dieses System nicht ausgenutzt wird. @SammyJankis Weißt du hier zufällig mehr?
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