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Contra-Thread

Von Spam bis Gott und die Welt
dattelpalme
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Re: Contra-Thread

Beitrag von dattelpalme » Mo 4. Mai 2020, 14:22

Meine grüne Feel-Good-Nachbarschaft geht mir so langsam aber sicher gewaltig auf den Keks. Nicht nur, dass um 19 Uhr immer noch Leute "für die Personen in der Pflege" klatschen, obwohl gefühlt schon jede Pflegerin deutlich gemacht hat, dass es zynischer kaum geht, nein, seit sieben Wochen jeden Tag um 18 Uhr muss ich mir so einen Leierkasten-Kack anhören, der einzig und allein dem Selbstzweck dient. Nachdem wir jetzt einen Zettel für Musikwünsche erhalten haben, habe ich mich dann heute mal getraut, eine freundliche SMS zu schreiben. Dass davon etwas angenommen wird, wage ich allerdings zu bezweifeln. (Kompromiss wäre ja durchaus möglich, z.B. NICHT täglich?!!)
„Die Welt geht vor die Hunde Mädchen, traurig aber wahr.“

mattkru
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Re: Contra-Thread

Beitrag von mattkru » Mo 4. Mai 2020, 15:20

Als Antwort einfach kontern mit Gabber oder was von Meshuggah?

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Quadrophobia
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Re: Contra-Thread

Beitrag von Quadrophobia » Mo 4. Mai 2020, 15:53

dattelpalme hat geschrieben:
Mo 4. Mai 2020, 14:22
Meine grüne Feel-Good-Nachbarschaft geht mir so langsam aber sicher gewaltig auf den Keks. Nicht nur, dass um 19 Uhr immer noch Leute "für die Personen in der Pflege" klatschen, obwohl gefühlt schon jede Pflegerin deutlich gemacht hat, dass es zynischer kaum geht, nein, seit sieben Wochen jeden Tag um 18 Uhr muss ich mir so einen Leierkasten-Kack anhören, der einzig und allein dem Selbstzweck dient. Nachdem wir jetzt einen Zettel für Musikwünsche erhalten haben, habe ich mich dann heute mal getraut, eine freundliche SMS zu schreiben. Dass davon etwas angenommen wird, wage ich allerdings zu bezweifeln. (Kompromiss wäre ja durchaus möglich, z.B. NICHT täglich?!!)
Find auch diesen Hang, sich durch pure Symbolik mit etwas zu solidarisieren exemplarisch für die Selbstgefälligkeit vieler (im Selbstverständnis) Linker und Grüner. Mit Metallstrohhalmen gegen den Klimawandel und mit Klatschen gegen Corona das Gefühl kriegen, richtig was getan zu haben um sich nicht mit der anstrengenden Systemfrage auseinandersetzen zu müssen.

:clap:

dattelpalme
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Re: Contra-Thread

Beitrag von dattelpalme » Mo 4. Mai 2020, 15:57

mattkru hat geschrieben:
Mo 4. Mai 2020, 15:20
Als Antwort einfach kontern mit Gabber oder was von Meshuggah?
Hatte eher an Slime gedacht...

@Quadro, dem ist nichts hinzuzufügen. Fremdscham wird auf eine neue Ebene gehoben.
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Re: Contra-Thread

Beitrag von slowdive » Mo 4. Mai 2020, 16:14

Quadrophobia hat geschrieben:
Mo 4. Mai 2020, 15:53
dattelpalme hat geschrieben:
Mo 4. Mai 2020, 14:22
Meine grüne Feel-Good-Nachbarschaft geht mir so langsam aber sicher gewaltig auf den Keks. Nicht nur, dass um 19 Uhr immer noch Leute "für die Personen in der Pflege" klatschen, obwohl gefühlt schon jede Pflegerin deutlich gemacht hat, dass es zynischer kaum geht, nein, seit sieben Wochen jeden Tag um 18 Uhr muss ich mir so einen Leierkasten-Kack anhören, der einzig und allein dem Selbstzweck dient. Nachdem wir jetzt einen Zettel für Musikwünsche erhalten haben, habe ich mich dann heute mal getraut, eine freundliche SMS zu schreiben. Dass davon etwas angenommen wird, wage ich allerdings zu bezweifeln. (Kompromiss wäre ja durchaus möglich, z.B. NICHT täglich?!!)
Find auch diesen Hang, sich durch pure Symbolik mit etwas zu solidarisieren exemplarisch für die Selbstgefälligkeit vieler (im Selbstverständnis) Linker und Grüner. Mit Metallstrohhalmen gegen den Klimawandel und mit Klatschen gegen Corona das Gefühl kriegen, richtig was getan zu haben um sich nicht mit der anstrengenden Systemfrage auseinandersetzen zu müssen.

:clap:
Trigger mich nicht.

Sonst mit Mülheim Asozial kontern.


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Re: Contra-Thread

Beitrag von dattelpalme » Mo 4. Mai 2020, 16:18

Klar, die gehen auch. „Linke Spießer“ und „Deutschland muss sterben“ wären da sicherlich auch in der engeren Auswahl. Allgemein muss ich aber zugeben, dass da eher der Wunsch Vater des Gedankens ist.
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Re: Contra-Thread

Beitrag von Stebbie » Mo 4. Mai 2020, 16:49

Quadrophobia hat geschrieben:
Mo 4. Mai 2020, 15:53
dattelpalme hat geschrieben:
Mo 4. Mai 2020, 14:22
Meine grüne Feel-Good-Nachbarschaft geht mir so langsam aber sicher gewaltig auf den Keks. Nicht nur, dass um 19 Uhr immer noch Leute "für die Personen in der Pflege" klatschen, obwohl gefühlt schon jede Pflegerin deutlich gemacht hat, dass es zynischer kaum geht, nein, seit sieben Wochen jeden Tag um 18 Uhr muss ich mir so einen Leierkasten-Kack anhören, der einzig und allein dem Selbstzweck dient. Nachdem wir jetzt einen Zettel für Musikwünsche erhalten haben, habe ich mich dann heute mal getraut, eine freundliche SMS zu schreiben. Dass davon etwas angenommen wird, wage ich allerdings zu bezweifeln. (Kompromiss wäre ja durchaus möglich, z.B. NICHT täglich?!!)
Find auch diesen Hang, sich durch pure Symbolik mit etwas zu solidarisieren exemplarisch für die Selbstgefälligkeit vieler (im Selbstverständnis) Linker und Grüner. Mit Metallstrohhalmen gegen den Klimawandel und mit Klatschen gegen Corona das Gefühl kriegen, richtig was getan zu haben um sich nicht mit der anstrengenden Systemfrage auseinandersetzen zu müssen.

:clap:

Auch wenn ich deine Aussage im Kern verstehe und da in Teilen mitgehe, ist sie am Ende doch auch ziemlich schwarz-weißer gedacht. Wer von uns kann schon sagen, ob der kritisierte Mitmensch am Ende des Tages nicht doch viel mehr leistet als nur etwa Metallstrohhalme zu verwenden oder für Pfleger zu klatschen? Ist es am Ende wirklich so schlimm, wenn Leute ihre guten Tugenden der Öffentlichkeit mitteilen und damit anderen als Inspiration dienen, selbst wenn es sich nur um Trivialitäten des Alltags handelt?

Der Grat an sinnvoller Methodenkritik und einem sich (gerade in linken Kreisen tyoischen) Abarbeiten an der eigenen Szene ist da manchmal sehr, sehr schmal. Und ist die öffentlich geäußerte Kritik am Ende nicht schon wieder selbst virtue signaling?
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Re: Contra-Thread

Beitrag von Declan_de_Barra » Mo 4. Mai 2020, 16:51

Natürlich sind da auch genug korrekte Leute bei. Aber trotzdem ist es wichtig Leuten nochmal klarzumachen, dass viel symbolischer Kram einfach niemandem weiterhilft.

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Re: Contra-Thread

Beitrag von Stebbie » Mo 4. Mai 2020, 17:18

Declan_de_Barra hat geschrieben:
Mo 4. Mai 2020, 16:51
Natürlich sind da auch genug korrekte Leute bei. Aber trotzdem ist es wichtig Leuten nochmal klarzumachen, dass viel symbolischer Kram einfach niemandem weiterhilft.
absolut korrekt, übrigens genauso wenig wie das Putzen von Stolpersteinen oder Studierende, die über die Systemfragen debattieren. Aber dennoch kann ich beidem einiges abgewinnen, denn die Symbolik des einen kann zur Aktion des anderen führen, und in der Lebensrealität vieler Menschen ist aktive Teilhabe an Verbesserung einfach nicht möglich, so dass dann mitunter nicht viel mehr bleibt als das symbolische Beklatschen. Mag sicherlich auch viele Adressaten geben, die sich über solche kleinen Gesten freuen.
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Re: Contra-Thread

Beitrag von Declan_de_Barra » Mo 4. Mai 2020, 17:27

Ich finde durchaus, dass Stolperstein putzen eine wichtige Rolle spielt.

Man sollte schon kritisieren, dass Menschen aus der Pflege nichts vom Klatschen haben. Erst Recht, wenn dadurch das wirkliche Problem gekonnt umschifft wird. Dass es für einige Leute die einzige Möglichkeit ist, ist hingegen auch klar.

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Re: Contra-Thread

Beitrag von dattelpalme » Mo 4. Mai 2020, 18:17

Stebbie hat geschrieben:
Mo 4. Mai 2020, 17:18
Mag sicherlich auch viele Adressaten geben, die sich über solche kleinen Gesten freuen.
I doubt it. Das Thema, dass Krankenpfleger*innen zu schlecht bezahlt werden, ist jetzt auch nix Neues und wurde sogar bundesweit noch weit vor Corona relativ intensiv diskutiert. Passiert ist so weit ich weiß: Nichts. Du meinst mit Adressaten schon Leute, die in der Krankenpflege arbeiten, oder? (Ernstgemeinte Nachfrage, weil ich mir deine Aussage ansonsten nicht erklären kann.)

Edit: Hier mal ein paar Links:

https://www.derwesten.de/panorama/vermi ... 96309.html
https://www.businessinsider.de/politik/ ... es-rki-an/
https://www.tagesspiegel.de/themen/repo ... 91690.html
https://www.rnz.de/politik/suedwest_art ... 12281.html
https://www.wuppertaler-rundschau.de/co ... d-49972607
https://www.lokalkompass.de/bergkamen/c ... n_a1357704
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Re: Contra-Thread

Beitrag von Declan_de_Barra » Mo 4. Mai 2020, 18:35

Es gibt sicherlich auch Pflegekräfte, die sich über das einmalige Klatschen gefreut haben. Rest ist mMn aber einfach Hohn.

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Re: Contra-Thread

Beitrag von Karo » Mo 4. Mai 2020, 20:53

dattelpalme hat geschrieben:
Mo 4. Mai 2020, 18:17
Stebbie hat geschrieben:
Mo 4. Mai 2020, 17:18
Mag sicherlich auch viele Adressaten geben, die sich über solche kleinen Gesten freuen.
I doubt it. Das Thema, dass Krankenpfleger*innen zu schlecht bezahlt werden, ist jetzt auch nix Neues und wurde sogar bundesweit noch weit vor Corona relativ intensiv diskutiert. Passiert ist so weit ich weiß: Nichts. Du meinst mit Adressaten schon Leute, die in der Krankenpflege arbeiten, oder? (Ernstgemeinte Nachfrage, weil ich mir deine Aussage ansonsten nicht erklären kann.)

Stimmt nicht vollumfänglich. Aus 1. Hand weiß ich, dass in einem Kreiskrankenhaus in Norddeutschland Pflegekräfte und Krankenpfleger*innen in den letzten (Haus-)Tarifverhandlungen deutlich besser wegkamen als das sonstige Klinikpersonal (Ärzte ausgenommen).

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Re: Contra-Thread

Beitrag von Blackstar » Mo 4. Mai 2020, 21:10

dattelpalme hat geschrieben:
Mo 4. Mai 2020, 18:17
Stebbie hat geschrieben:
Mo 4. Mai 2020, 17:18
Mag sicherlich auch viele Adressaten geben, die sich über solche kleinen Gesten freuen.
I doubt it. Das Thema, dass Krankenpfleger*innen zu schlecht bezahlt werden, ist jetzt auch nix Neues und wurde sogar bundesweit noch weit vor Corona relativ intensiv diskutiert. Passiert ist so weit ich weiß: Nichts. Du meinst mit Adressaten schon Leute, die in der Krankenpflege arbeiten, oder? (Ernstgemeinte Nachfrage, weil ich mir deine Aussage ansonsten nicht erklären kann.)

Edit: Hier mal ein paar Links:

https://www.derwesten.de/panorama/vermi ... 96309.html
https://www.businessinsider.de/politik/ ... es-rki-an/
https://www.tagesspiegel.de/themen/repo ... 91690.html
https://www.rnz.de/politik/suedwest_art ... 12281.html
https://www.wuppertaler-rundschau.de/co ... d-49972607
https://www.lokalkompass.de/bergkamen/c ... n_a1357704
Nicht ganz. Was das pöbeln gegen Ökomuttis angeht bin ich absolut bei dir. Aber "gar nicht" ist zumindest hier vor Ort nicht ganz richtig.

Kurz Story: Seit Jahren weiß jeder um die katastrophalen Zustände im örtlichen Krankenhaus (das größte im ganzen Bundesland meine ich). Aus eigenem erleben: War noch viel zu harmlos formuliert. Resultierend war das Ganze aus Missmanagement, Einsparungen und dergleichen. In der Coronakrise hat man dann zusätzlich zu den eh schon katastrophalen Zuständen Coronapatienten in die Geriatrie gelegt und auftretende Fälle unter dem Personal nicht verfolgt/geleugnet/ignoriert. Die Folge waren/sind hunderte Erkrankungen, dutzende Tote und eine Schließung des Hauses. daraufhin wurde die gesamte Führung entlassen und die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Das erste, was man jetzt neu getan hat, ist Tariflohn einführen. Die Klinik hatte sich, wie so viele andere vom Tarifvertrag losgesagt und so deutlich niedrigere Löhne gezahlt, als üblich (man munkelt bis zu 40% drunter). Es gab seit Jahren initiativen, diesen Tariflohn einzuführen, welcher aber immer seitens des Rathauses (natürlich seit ewigkeiten SPD-regiert) abgebügelt wurde.

Also: Immerhin Tariflohn jetzt.

edit: Achso: Natürlich hat singen und klatschen da jetzt null gebracht. Es brauchte wie so oft den Schockeffekt, bzw. traurige Umstände. Ansonsten ändert sich nix.
Zuletzt geändert von Blackstar am Di 5. Mai 2020, 11:44, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Contra-Thread

Beitrag von Stebbie » Di 5. Mai 2020, 11:07

Declan_de_Barra hat geschrieben:
Mo 4. Mai 2020, 17:27
Ich finde durchaus, dass Stolperstein putzen eine wichtige Rolle spielt.

Man sollte schon kritisieren, dass Menschen aus der Pflege nichts vom Klatschen haben. Erst Recht, wenn dadurch das wirkliche Problem gekonnt umschifft wird. Dass es für einige Leute die einzige Möglichkeit ist, ist hingegen auch klar.
Ich schrieb ja auch, dass ich es total wichtig und die Institution der Stolpersteine darüber hinaus total stark finde - aber es ist am Ende Symbolpolitik, die weder den Hinterbliebenen noch gegenwärtig von Rassismus betroffenen hilft, ganz im Gegenteil gibt es ja auch Stimmen aus dem Kreis der Betroffenen, die Stolpersteine als Hohn oder gar Beleidigung empfinden.

dattelpalme hat geschrieben:
Mo 4. Mai 2020, 18:17
I doubt it. Das Thema, dass Krankenpfleger*innen zu schlecht bezahlt werden, ist jetzt auch nix Neues und wurde sogar bundesweit noch weit vor Corona relativ intensiv diskutiert. Passiert ist so weit ich weiß: Nichts. Du meinst mit Adressaten schon Leute, die in der Krankenpflege arbeiten, oder? (Ernstgemeinte Nachfrage, weil ich mir deine Aussage ansonsten nicht erklären kann.)

Edit: Hier mal ein paar Links:

[...]
vier der Texte drehen sich im Prinzip um denselben Post der Krankenpflegerin, die sich öffentlichkeitswirksam bei Facebook beschwert hat. Aber der Post sagt ja eben auch, dass sie es wohl weiß, dass es eine "nette Geste" sei, in der Wuppertaler Rundschau wird es als tolle Geste bezeichnet. Dass es aber dabei nicht bleiben könne steht doch gar nicht zur Debatte und wird vermutlich auch vielen bewusst sein, die sich zu solchen Gesten hinreißen lassen. Hier sind die Adressatinnen und Adressaten, als die Pflegekräfte und das Krankenhauspersonal, durchaus differenzierter als die politische Linke, die sich sehr schnell wieder auf ein Feindbild aus den eigenen Reihen einschießt: Die (vermutlich grüne) wohlsituierte Wohlfühlnachbarschaft.

Aber was wissen wir schon? Manche werden sich sicherlich abends hinstellen, klatschen oder sonstige Gesten zeigen, ohne aktiv etwas zur Veränderung beizutragen, aber was sollen Sie auch tun? Sollen sie mit einem Check vor das nächste Krankenhaus fahren oder für eine Petition werben? Dann wird es heißen, dass man doch nur sich selbst inszeniere und "mal seine Unterschrift unter eine Petition setze" eben nicht reiche. Aber das ist meines Erachtens nach auch eine typische Selbstgefälligkeit einer sich aktivistisch verstehenden Linken, die oft die Lebenswirklichkeit vieler Menschen verkennt.
Ich überspitze es bewusst, aber als studentischer und in einer WG lebender Junggeselle lässt es sich einfacher aktiv sein als Mutter mit drei Kindern in verantwortungsbewusster Position im Beruf, egal ob prekär beschäftigt oder verbeamtet. Nicht jeder kann sich zu jedem Thema derart verhalten, dass man bei allen wichtigen Themen, sei es nun Pflege, Bildung, Rassismus, Umwelt- und Naturschutz etc. aktiv sein oder was konkretes beisteuern kann. Vielleicht organisiert die grüne Lehrerin von nebenan in ihrer Freizeit an ihrer Schule eine Rassismus AG, die Anwältin kümmert sich möglicherweise ehrenamtlich um Rechtsberatung für Menschen, die sich eine solche nicht leisten können, und der Ingenieur fährt eventuell jeden Freitag Lebensmittel ins Tierheim oder zur Tafel oder hilft beim Berufsbildungswerk. Und andere geben vielleicht jeden Monat 100 € an Organisationen ihrer Wahl, weil sie zwar nicht die Zeit aufbringen können (oder auch nicht genügend Expertise für gewisse Themen haben), aber zumindest anderen ermöglichen wollen, ihren Beitrag zur Verbesserung der Zustände zu leisten.

Wenn diese Menschen (das trifft sicherlich nicht auf alle zu) dann zumindest die Zeit für Symbolische Gesten finden, dann kann ich dem ehrlich gesagt nichts schlechtes abgewinnen - und ich verstehe die Kritik auch nicht so, dass die Pflegekräfte und das Personal in den Kliniken die Aktion per se ablehnen (ausgenommen: Politik, da schwingt wirklich ein gewisser Zynismus mit), sondern einfach nur anmahnen, dass am Ende was bei rumkommen muss. Nur ist auch jedem klar, dass weder die klatschende Lehrerin noch der Ingenieur direkt etwas leisten kann, manche machen es ggf. auch zur eigenen Inszenierung und ebenso werden wir nie erfahren, was diese konkret leisten. Auf welcher Basis wollen wir sie denn kritisieren? und was wäre gewonnen, wenn sie ihre Symbolik lassen, und was hat man eigentlich selbst zur Besserung beigetragen?
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Re: Contra-Thread

Beitrag von Declan_de_Barra » Di 5. Mai 2020, 11:36

Stebbie hat geschrieben:
Di 5. Mai 2020, 11:07
Declan_de_Barra hat geschrieben:
Mo 4. Mai 2020, 17:27
Ich finde durchaus, dass Stolperstein putzen eine wichtige Rolle spielt.

Man sollte schon kritisieren, dass Menschen aus der Pflege nichts vom Klatschen haben. Erst Recht, wenn dadurch das wirkliche Problem gekonnt umschifft wird. Dass es für einige Leute die einzige Möglichkeit ist, ist hingegen auch klar.
Ich schrieb ja auch, dass ich es total wichtig und die Institution der Stolpersteine darüber hinaus total stark finde - aber es ist am Ende Symbolpolitik, die weder den Hinterbliebenen noch gegenwärtig von Rassismus betroffenen hilft, ganz im Gegenteil gibt es ja auch Stimmen aus dem Kreis der Betroffenen, die Stolpersteine als Hohn oder gar Beleidigung empfinden.

dattelpalme hat geschrieben:
Mo 4. Mai 2020, 18:17
I doubt it. Das Thema, dass Krankenpfleger*innen zu schlecht bezahlt werden, ist jetzt auch nix Neues und wurde sogar bundesweit noch weit vor Corona relativ intensiv diskutiert. Passiert ist so weit ich weiß: Nichts. Du meinst mit Adressaten schon Leute, die in der Krankenpflege arbeiten, oder? (Ernstgemeinte Nachfrage, weil ich mir deine Aussage ansonsten nicht erklären kann.)

Edit: Hier mal ein paar Links:

[...]
vier der Texte drehen sich im Prinzip um denselben Post der Krankenpflegerin, die sich öffentlichkeitswirksam bei Facebook beschwert hat. Aber der Post sagt ja eben auch, dass sie es wohl weiß, dass es eine "nette Geste" sei, in der Wuppertaler Rundschau wird es als tolle Geste bezeichnet. Dass es aber dabei nicht bleiben könne steht doch gar nicht zur Debatte und wird vermutlich auch vielen bewusst sein, die sich zu solchen Gesten hinreißen lassen. Hier sind die Adressatinnen und Adressaten, als die Pflegekräfte und das Krankenhauspersonal, durchaus differenzierter als die politische Linke, die sich sehr schnell wieder auf ein Feindbild aus den eigenen Reihen einschießt: Die (vermutlich grüne) wohlsituierte Wohlfühlnachbarschaft.

Aber was wissen wir schon? Manche werden sich sicherlich abends hinstellen, klatschen oder sonstige Gesten zeigen, ohne aktiv etwas zur Veränderung beizutragen, aber was sollen Sie auch tun? Sollen sie mit einem Check vor das nächste Krankenhaus fahren oder für eine Petition werben? Dann wird es heißen, dass man doch nur sich selbst inszeniere und "mal seine Unterschrift unter eine Petition setze" eben nicht reiche. Aber das ist meines Erachtens nach auch eine typische Selbstgefälligkeit einer sich aktivistisch verstehenden Linken, die oft die Lebenswirklichkeit vieler Menschen verkennt.
Ich überspitze es bewusst, aber als studentischer und in einer WG lebender Junggeselle lässt es sich einfacher aktiv sein als Mutter mit drei Kindern in verantwortungsbewusster Position im Beruf, egal ob prekär beschäftigt oder verbeamtet. Nicht jeder kann sich zu jedem Thema derart verhalten, dass man bei allen wichtigen Themen, sei es nun Pflege, Bildung, Rassismus, Umwelt- und Naturschutz etc. aktiv sein oder was konkretes beisteuern kann. Vielleicht organisiert die grüne Lehrerin von nebenan in ihrer Freizeit an ihrer Schule eine Rassismus AG, die Anwältin kümmert sich möglicherweise ehrenamtlich um Rechtsberatung für Menschen, die sich eine solche nicht leisten können, und der Ingenieur fährt eventuell jeden Freitag Lebensmittel ins Tierheim oder zur Tafel oder hilft beim Berufsbildungswerk. Und andere geben vielleicht jeden Monat 100 € an Organisationen ihrer Wahl, weil sie zwar nicht die Zeit aufbringen können (oder auch nicht genügend Expertise für gewisse Themen haben), aber zumindest anderen ermöglichen wollen, ihren Beitrag zur Verbesserung der Zustände zu leisten.

Wenn diese Menschen (das trifft sicherlich nicht auf alle zu) dann zumindest die Zeit für Symbolische Gesten finden, dann kann ich dem ehrlich gesagt nichts schlechtes abgewinnen - und ich verstehe die Kritik auch nicht so, dass die Pflegekräfte und das Personal in den Kliniken die Aktion per se ablehnen (ausgenommen: Politik, da schwingt wirklich ein gewisser Zynismus mit), sondern einfach nur anmahnen, dass am Ende was bei rumkommen muss. Nur ist auch jedem klar, dass weder die klatschende Lehrerin noch der Ingenieur direkt etwas leisten kann, manche machen es ggf. auch zur eigenen Inszenierung und ebenso werden wir nie erfahren, was diese konkret leisten. Auf welcher Basis wollen wir sie denn kritisieren? und was wäre gewonnen, wenn sie ihre Symbolik lassen, und was hat man eigentlich selbst zur Besserung beigetragen?
Zum ersten: Alleine in diesem Jahr habe ich in direktem Umfeld von vielen oragnisierten Stolperstein-Putzaktionen gehört, die besonders auch an Jugendliche gerichtet war. Da hat das ganze sicher mehr als nur eine symbolische Wirkung.

Zum Zweiten: Mir geht es nicht darum, irgendwem zu wenig Engagement vorzuwerfen. Ich kann in keine Köpfe, was übrigens auch für dich gilt. Ich gehe weder zu einer fremnden Mutter von drei Kindern, noch zu irgendwelchen in WGs lebenden Studierenden und beklage mich über deren nicht vorhandenes Engagement.

Meine Kritik ist einerseits, dass diese gesamte Klatschaktion grundsätzlich erstmal eine nette Symbolik war, aber je weiter sie geführt wird schlicht die Schwerpunkte falsch setzt. Dabei bewerte ich nur die, die ich in meinem Umfeld mitbekommen, etwa über Soziale Netzwerke. Und da frage ich mich: Wie ernst steht es dir wirklich um Leute in Pflegeberufen? Wenn du jeden zweiten Tag einen Dankeschön-Post oder Klatschvideos posten kannst, dann hilft es auf Dauer nicht weiter. Alternativ kann man genauso Petitionen oder Informationen zur Unterbezahlung teilen und damit diese Themen in den Mittelpunkt rücken.

Und das ist meiner Meinung nach ein Problem, dass sich immer häufiger findet. Da geht es gar nicht um einzelne Personen, deren Leben ich wie gesagt nicht bewerten will, sondern um eine Masse an Menschen. Und da hat sich bei vielen aus dem Linksgrünen Spektrum eine gewisse Selbstgefälligkeit entwickelt, so kommt es mir jedenfalls vor. Immer wieder Bilder bei Instagram posten, aber die Grundprobleme, die nunmal immernoch viel größer und schwieriger zu lösen sind, ignorieren.

Ich nehme mich da auch explizit nicht aus, ich bin aucht immer mit meinem Engagement zufrieden.

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Re: Contra-Thread

Beitrag von Stebbie » Di 5. Mai 2020, 11:52

Aber wie willst du denn eine abstrakte Gruppe kritisieren, wenn du nicht zugleich indirekt die einzelnen Glieder kritisieren möchtest? Woran machst du diese Selbstgefälligkeit denn konkret fest? Am Ende ist es dann doch wieder das angenommene Verhalten einzelner aus deinem mehr oder weniger direkten Umfeld.
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Re: Contra-Thread

Beitrag von Blackstar » Di 5. Mai 2020, 12:01

Zum Thema Stolpersteine @Lewis: Ich laufe in Berlin relativ häufig an Stolpersteinen vorbei. manchmal sind diese geputzt, manchmal liegen da, sogar mitten auf dem Gehsteig für ein paar Tage Blumen. Ich finde das sehr, sehr gut. Denn es zeigt, dass man hier noch Bewusstsein schafft, dass man wirklich nicht vergisst. Da bleiben auch schon öfter dann mal Menschen/Familien stehen, wo Eltern ihren Kindern dann erklären, warum da jetzt Blumen liegen.

Nicht vergleichbar ist das in meinen Augen allerdings mit den Solidaritätsbekundungen via Singen und Klatschen. Hart gesagt: Den Toten der Stolpersteine kannst du jetzt nicht mehr helfen, aber ihrer Gedenken. Den Leuten in der Pflege etc. könnte man helfen. Und ja, das ist eine Geldfrage und schlussendlich eine Frage, wohin prozentual unsere Sozialabgaben hingehen sollen. Wir haben zwar m.E. das beste Gesundheitssystem der Welt, aber massive Lücken/Vorsorgeprobleme, die nun einmal aktiv zu Tage treten. Dennoch sind das schon - glücklicherweise - first world problems, wie man an den Ländern sieht, die kein funktionierendes Gesundheitssystem haben (und ja, man könnte im ersten Schritt, um das Gesundheitssystem zu verbessern, mal aufhören, Krankenhäuser etc. auf Profit zu trimmen und im zweiten Schritt die verdammten Fallpauschalen abschaffen/umwandeln). Im übrigen kann jeder singen und klatschen wie er möchte, wer meint das machen zu müssen bekommt von mir ein herzliches: Viel Spaß dabei. Bisschen nervig ist allerdings der soziale Druck, wenn man selbst nicht mitmachen möchte (und sei es, weil man so eine schlimme Singstimme hat, wie ich). Ich wurde via sozialer Netzwerke bestimmt 10 mal explizit zu sowas eingeladen - immer wieder.

Ansonsten geht mir natürlich die Selbstgerechtigkeit linksgrüner akademischer Kreise so auf den Sack. Aber nicht wegen derartigem, sondern eher wegen so Widersprüchen a la "ja wir unterstützen jeden Freitag Fridays for Future und natürlich müssen wir auf die Wissenschaft hören!!!!einself" und dann drei Sätze später "Schulmedizin und Impfungen lehne ich ab, will nur Heilpraktiker und Homöopathie". Oder: bei uns wurde im viertel so ein Gabenzaun für Obdachlose eingerichtet, wo man sich Kram mitnehmen kann. Grundidee: Top. Nur wohne ich nunmal im sanierten Altstadt/Park/Schlossviertel der Stadt. Hier verirren sich Obdachlose nur selten hin. Das Viertel mit den "sozialen Brennpunkten" ist keine 5 km weg, aber der Weg ist wieder zu weit. Da wird dann halt doch nur das gemacht, was bequem ist. Und nein: Es sind nicht alle so.
Zuletzt geändert von Blackstar am Di 5. Mai 2020, 12:10, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Contra-Thread

Beitrag von Declan_de_Barra » Di 5. Mai 2020, 12:02

Natürlich sind es Verhalten Einzelner, aber halt vieler. So funktionieren Gruppen doch?! 2 Möglichkeiten:

1. Ich kritisiere ein "Gruppenverhalten". Wie in diesem Fall. Symbolisch klatschen für die großartige Arbeit, top. Das dauerhaft durchziehen und das Grundproblem nicht in den Vordergrund stellen, uncool. Dass im Endeffekt jeder nur im Rahmen seiner Möglichkeiten etwas machen kann ist klar und ich werde mich sicherlich scheuen, einzelnen zu sagen, was sie tun sollen. Dennoch ist auch stark davon auszugehen, dass es nocch genug Leute gibt die die Fähig- und Möglichkeiten haben sich ernsthaft mit den Problemen auseinanderzusetzen und es richtig angehen, es jedoch nicht tun. Auch hier nehme ich mich nicht komplett raus, soviel Selbstreflexion ist vorhanden.

2. Kann das ganze halt nicht kritisiert werden, weil jeder ja sicher Gründe dafür hat, warum er/sie gerade so oder so handelt.

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Re: Contra-Thread

Beitrag von dattelpalme » Di 5. Mai 2020, 13:38

Wie Lewis schon sehr richtig bemerkte, geht es mir überhaupt nicht darum, anderen zu sagen, wie sie sich politisch zu beteiligen haben. Ebenso fand ich das Klatschen anfangs auch noch okay, ich fände es sogar auch noch einigermaßen ok, wenn es täglich vor Kliniken stattfände, weil dadurch immerhin gewährleistet ist, dass es die entsprechenden Leute erreicht bzw. der Ort einen gewissen Kontext herstellt. (Es ist also nicht einmal gesichert, dass irgendein*e Krankenpfleger*in das mitbekommt.) So wie es momentan läuft, sehe ich wie Lewis eine für mich schwer zu ertragende Verschiebung der Debatte - nämlich ins Unpolitische. Das hat überhaupt nichts damit zu tun, wie aktiv oder inaktiv die Leute jetzt sonstwo sind. Mir wäre es an dieser Stelle ehrlich gesagt lieber, die Leute täten gar nichts als das hier. Im Prinzip wird hier ein ernstes und wichtiges, arbeitspolitisches Thema zum Zwecke des eigenen Selbstwertgefühls lächerlich gemacht.

Ich poste mal den Brief der Nachbar*innen. Worum geht es da sonst, wenn nicht um pure Selbstdarstellung?

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Wie aber wahrscheinlich alle, wie ich auch, erkennen, werden wir da nicht überein kommen. Ich akzeptiere das, bitte tu das andersherum auch.
„Die Welt geht vor die Hunde Mädchen, traurig aber wahr.“

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Engholm
Technikelse
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Re: Contra-Thread

Beitrag von Engholm » Di 5. Mai 2020, 14:32

Alter Schwede :lolol:

Das wäre meine Antwort auf die Song-Wunsch-Anfrage:

Liebe/r Drehorgel-Inhaber/in,

ich höre sehr gerne Musik, bin aufgeschlossen, neue Musik kennenzulernen und freue mich immer dann, wenn ich dabei neue Perlen für mich entdecke. Drehorgelmusik gehört leider nicht dazu - im Gegenteil - und wenn ich ganz ehrlich bin, möchte ich selbst entscheiden, wann und bei welcher Gelegenheit ich neue Musik kennenlerne.

Aus großem Respekt meiner Nachbarschaft gegenüber, übe ich mein Hobby, mit einem Trennschleifer Stahlfelgen zu bearbeiten, übrigens nicht in der Wohnung aus, sondern in einem abgelegenen Industriegebiet.

Herzlichst,
Ihre Dattelpalme


--

Pfleger/innen-Debatte: Ich habe in meinem Freundeskreis auch Pflegekräfte. Kürzlich haben wir über diese Aktionen bei einer Skype-Session gesprochen und da kam aus Richtung zweier KH-Mitarbeiter sinngemäß: "Wir machen den Job 365 Tage im Jahr. Jeder der in die Krankenpflege geht, weiß eigentlich vorher, dass er dort nicht reich wird. Klar wünscht sich der ein oder andere eine bessere Bezahlung, das wird üebrall so sein, das eigentliche Problem aber ist, dass wir chronisch unterbesetzt sind, es an Personal fehlt und an einer hohen Belastungsgrenze kommen. Das klatschen ist nett gemeint, hilft uns aber nicht."

Blackstar
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Re: Contra-Thread

Beitrag von Blackstar » Di 5. Mai 2020, 14:41

@dattelpalme.

Wenn deine Idee fürs nächste Quiz ist, Drehorgelcover abzuspielen, dann lass es bitte.

Ansonsten ist das ja eher eine verirrte Irre, als eine Masse. Je nachdem, ob ich es hören muss oder nicht, würde ich mit Amenra/Sunno)))/Slayer kontern - oder nicht.

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Wishkah
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Re: Contra-Thread

Beitrag von Wishkah » Di 5. Mai 2020, 14:48

Die machen das ernsthaft täglich? Wie kann man nur so ichbezogen sein? :doof: :doof: :lolol:

mattkru
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Re: Contra-Thread

Beitrag von mattkru » Di 5. Mai 2020, 14:53

Die touren ernsthaft in Altenheimen???

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NeonGolden
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Re: Contra-Thread

Beitrag von NeonGolden » Mi 13. Mai 2020, 09:05

Apropos Altenheim: Meine Oma ist in einem solchen Heim untergebracht und wird dort in Kürze ihren 90. Geburtstag erleben - und wie es aussieht, werden meine Familie und ich keine Möglichkeit haben sie an diesem Tag zu sehen. Und sie darf uns natürlich auch nicht besuchen, selbst wenn sie sagt, dass ihr ihre eigene Gesundheit angesichts einer drohenden Ansteckung nicht so wichtig ist und viel lieber noch einmal einen Tag auf der Terrasse meiner Eltern verbringen möchte. :sad:


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