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Film Award-Seasons

Von Spam bis Gott und die Welt
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slowdive
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Re: Film Award-Seasons

Beitrag von slowdive » Mi 23. Jan 2019, 13:20

Taksim hat geschrieben:
Mi 23. Jan 2019, 12:56
Off Topic
Der Typ geht mir mit seiner pseudo-intellektuellen distinguierten Art sowas von auf den Keks. Dazu seine krampfhaft Adorno-mäßige Ablehnung gegen alles irgendwie popkulturelle, die ebenso demonstrativ ist. Die Liste ist dann auch echt Quatsch. Den eben mittelmäßigen Black Panther als schlechtesten Film zu verkaufen macht ihn noch unglaubwürdiger. Auch wenn seine Analyse sogar ein paar ernsthafte Probleme in den Film behandelt.
Dazu kommt sein merkwürdiges Urteil über Damien Chazelle (nochmal als Randnotiz zu meinem Kommentar oben: ich mochte La La Land, aber das Drehbuch war für mich eben jetzt nicht so besonders, dass man es hätte nominieren müssen. Whiplash ist aber genial und propagiert ganz bestimmt keine authoritäre Erziehung).

Wer bei seinen Reviews neben Fachwissen auch die nötige Leidenschaft möchte, den kann ich nur wärmstens die Videos aus der BBC 5 Radioshow von Mark Kermode empfehlen, die jeden Freitag auf Youtube hochgeladen werden. Mit dem stimme ich zwar auch längst nicht immer überein, aber seine Hingabe ist auf jeden Fall sehr ansteckend.
Besser hätte ich es kaum ausdrücken. Als ob man Identitätspolitik gut finden müsse, um anzuerkennen, dass ein schwarzer Superheld Identifikationspozial für eine Menge schwarzer, junger Leute hergibt. Und dann die Rede vom Konservatismus, wow. Wirkt tatsächlich so, als hätte jemand gerade zu ersten Mal die Wikipedia-Zusammenfassung von "Kulturkritik und Gesellschaft" gelesen und möchte nun mit seinem neu erworbenen Wissen angeben. :doof:

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NeonGolden
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Re: Film Award-Seasons

Beitrag von NeonGolden » Mi 23. Jan 2019, 13:29

Wirkt tatsächlich so, als hätte jemand gerade zum ersten Mal etwas von W. M. Schmidt gesehen und sich vorschnell ein Urteil gebildet. Pseudointelektuell, herrlich. Classic Festival Community. :lol:

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slowdive
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Re: Film Award-Seasons

Beitrag von slowdive » Mi 23. Jan 2019, 13:31

NeonGolden hat geschrieben:
Mi 23. Jan 2019, 13:29
Wirkt so, als hätte jemand gerade zum ersten Mal etwas von W. M. Schmidt gesehen und sich vorschnell ein Urteil gebildet. Pseudointelektuell, herrlich. Classic Festival Community. :lol:
Wer ist W.M.Schmidt?

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7Ostrich
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Re: Film Award-Seasons

Beitrag von 7Ostrich » Mi 23. Jan 2019, 13:35

slowdive hat geschrieben:
Mi 23. Jan 2019, 13:31
NeonGolden hat geschrieben:
Mi 23. Jan 2019, 13:29
Wirkt so, als hätte jemand gerade zum ersten Mal etwas von W. M. Schmidt gesehen und sich vorschnell ein Urteil gebildet. Pseudointelektuell, herrlich. Classic Festival Community. :lol:
Wer ist W.M.Schmidt?
Ein unwichtiger Youtuber.

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NeonGolden
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Re: Film Award-Seasons

Beitrag von NeonGolden » Mi 23. Jan 2019, 13:36

slowdive hat geschrieben:
Mi 23. Jan 2019, 13:31
NeonGolden hat geschrieben:
Mi 23. Jan 2019, 13:29
Wirkt so, als hätte jemand gerade zum ersten Mal etwas von W. M. Schmidt gesehen und sich vorschnell ein Urteil gebildet. Pseudointelektuell, herrlich. Classic Festival Community. :lol:
Wer ist W.M.Schmidt?
Der „Typ“ über den du gerade herziehst?

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slowdive
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Re: Film Award-Seasons

Beitrag von slowdive » Mi 23. Jan 2019, 13:40

NeonGolden hat geschrieben:
Mi 23. Jan 2019, 13:36
slowdive hat geschrieben:
Mi 23. Jan 2019, 13:31
NeonGolden hat geschrieben:
Mi 23. Jan 2019, 13:29
Wirkt so, als hätte jemand gerade zum ersten Mal etwas von W. M. Schmidt gesehen und sich vorschnell ein Urteil gebildet. Pseudointelektuell, herrlich. Classic Festival Community. :lol:
Wer ist W.M.Schmidt?
Der „Typ“ über den du gerade herziehst?
Achso, ich habe mir nur das Video angeschaut, nicht aber von wem es ist. Und das finde ich wirklich mies. Jeder Film krampfhaft in irgendeine unterkomplexe Ideologiekritik eingewoben, während rein Filmanalytisch quasi gar nichts gesagt wird. Wie gesagt: Mies.

Wenn du eine Gegenmeinung hast, äußere sie ruhig. Dafür ist dieses Forum doch da, oder? :wink:

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NeonGolden
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Re: Film Award-Seasons

Beitrag von NeonGolden » Mi 23. Jan 2019, 14:10

Es fehlt mir ehrlich gesagt ein wenig die Muße jemandem die Güte eines bestimmten Formats näher zu bringen, wenn derjenige schon so einen Einstieg hinlegt. "Kurz mal bei Wikipedia reingeguckt" ist schlicht meilenweit von dem entfernt, über das du da aburteilst.
W.M.Schmitt ist sicher gewöhnungsbedürftig was seine Ausdrucksweise betrifft und auch seine Betrachtungswinkel sind häufig durchaus streitbar, aber auch ebenso interessant und erfrischend anders. Sein Fachwissen ist in Filmkreisen durchaus anerkannt und wer mal ein bisschen mehr von ihm gesehen hat weiß auch, dass er weder Popkultur ablehnt (im Gegenteil) noch dass er sein Allgemeinwissen von Wikipedia bezieht.

Das ist nicht das erste Mal, dass hier etwas sperrigere Figuren aufgrund von bruchstückhaften Auszügen ihres Schaffens als Vollidioten abgeurteilt werden und mich befremdet das sehr, da es diametral dem gegenüber steht, was ich hier eigentlich für selbstverständlich gehalten hätte.

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Bloodflood
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Re: Film Award-Seasons

Beitrag von Bloodflood » Mi 23. Jan 2019, 14:27

Monkeyson hat geschrieben:
Mi 23. Jan 2019, 08:53
Für solch populäre Filme wurde die Kategorie doch extra auf über 5 Nominees ausgeweitet, das passt schon. Metacritic liefert die redaktionelle Einordnung der größten Überraschungen und Auslassungen.
Das die Anzahl der Nominierungen erhöht wurde, gerade im Hinblick auf populäre Filme, hatte ich nicht mitbekommen. Macht aber durchaus Sinn in Zeiten von schwindendem Zuschauerinteresse an den Oscars. Ist halt nur Schade das Filme, die von vielen als würdigere Vertreter gesehen werden dann darunter zu leiden haben.

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slowdive
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Re: Film Award-Seasons

Beitrag von slowdive » Mi 23. Jan 2019, 14:28

NeonGolden hat geschrieben:
Mi 23. Jan 2019, 14:10
Es fehlt mir ehrlich gesagt ein wenig die Muße jemandem die Güte eines bestimmten Formats näher zu bringen, wenn derjenige schon so einen Einstieg hinlegt. "Kurz mal bei Wikipedia reingeguckt" ist schlicht meilenweit von dem entfernt, über das du da aburteilst.
W.M.Schmitt ist sicher gewöhnungsbedürftig was seine Ausdrucksweise betrifft und auch seine Betrachtungswinkel sind häufig durchaus streitbar, aber auch ebenso interessant und erfrischend anders. Sein Fachwissen ist in Filmkreisen durchaus anerkannt und wer mal ein bisschen mehr von ihm gesehen hat weiß auch, dass er weder Popkultur ablehnt (im Gegenteil) noch dass er sein Allgemeinwissen von Wikipedia bezieht.
Vielleicht liegt es tatsächlich daran, dass ich ein negatives (Top 10 schlechteste...) gesehen habe, aber über sein cinastisches Wissen kann ich auf Basis dieses Videos sowieso nicht viel sagen, da in dieser Hinsicht quasi nichts gesagt wird. Es geht doch kaum bis gar nicht um die Qualität der besprochenen Filme, sondern nur um deren gesellschschaftspolitische Fragwürdigkeit. Und ganz ehrlich, das was da gesagt wird, wirkt so unterkomplex, phrasenhaft und krampfhaft, dass mir der natürlich etwas polemische Wikipedia-Wink tatsächlich als erstes in den Kopf sprang und sich bisher auch noch nicht so recht verabschieden möchte.

Wenn meine Sprache dabei derart harsch daherkam, tut mir das leid. Ich will hier wirklich niemandem die Lust am Diskurs rauben.
NeonGolden hat geschrieben:
Mi 23. Jan 2019, 14:10
Das ist nicht das erste Mal, dass hier etwas sperrigere Figuren aufgrund von bruchstückhaften Auszügen ihres Schaffens als Vollidioten abgeurteilt werden und mich befremdet das sehr, da es diametral dem gegenüber steht, was ich hier eigentlich für selbstverständlich gehalten hätte.
Da kann ich gerade nicht allzuviel zu sagen, da ich nicht weiß worauf du anspielst. Vielleicht ist dieser Thread aber sowieso nicht der rechte Platz hierfür.

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Monkeyson
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Re: Film Award-Seasons

Beitrag von Monkeyson » Mi 23. Jan 2019, 15:08

slowdive hat geschrieben:
Mi 23. Jan 2019, 14:28
Da kann ich gerade nicht allzuviel zu sagen, da ich nicht weiß worauf du anspielst. Vielleicht ist dieser Thread aber sowieso nicht der rechte Platz hierfür.
Fefe. Anderer Thread.

Edit: Die Diskussion dort war ein wenig zerfleddert und zog sich bis Ende August hin.
Zuletzt geändert von Monkeyson am Mi 23. Jan 2019, 15:11, insgesamt 1-mal geändert.

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ThomZorke
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Re: Film Award-Seasons

Beitrag von ThomZorke » Mi 23. Jan 2019, 15:09

NeonGolden hat geschrieben:
Mi 23. Jan 2019, 14:10
...dass er weder Popkultur ablehnt (im Gegenteil)...
Das ist tatsächlich das, was ich gern an ihm mag und weswegen er bei Kino+ auch immer wieder positiv auffällt. Wenn er da einen richtig trashigen Film in den Himmel lobt oder irgendeinen Kritikerliebling zerreißt, dann macht es mir einfach Spaß im zuzuhören, weil er eben eine andere Herangehensweise hat. Klar, das sind keine klassischen Reviews, aber nette Denkanstöße, damit nicht nur schaut, sondern auch sieht :wink:

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MairzyDoats
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Re: Film Award-Seasons

Beitrag von MairzyDoats » Mi 23. Jan 2019, 15:29

Off Topic
Ich habe mir jetzt nur den Ausschnitt zu Black Panther angesehen und komme auch zu dem Ergebnis, dass der ganz schöner Bullshit ist. Man kann dem Film zwar schon seine "Wakanda über alles"-Einstellung ankreiden, ein bisschen unglücklich ist das schon. Dass White Supremacists den Film durch Memes für sich beanspruchen wollten, stimmt auch. Dass der Film dadurch aber auch direkt so gut zur Rechten passe, ist nur mit der typisch weißen "Ich sehe keine Hautfarben"-Kontextblindheit möglich. (Der Anfang des Segments, dieser typische "man könne sich ja nur mit Leuten der eigenen Hautfarbe identifizieren"-Seitenhieb beweist auch, dass der Dude wohl eben jene verkörpert)

Die Abschottungspolitik von Wakanda ist eben keine Überlegenheit, sondern ein anti-kolonialistischer Schutzmechanismus. Kommt nämlich heraus, dass es Wakanda gibt und welche Bodenschätze dort verborgen sind, steht plötzlich die halbe Welt vor der Tür und will den Kram haben. Warum? Weil die halbe Welt eben noch rassistisch denkt und immer noch vom Kolonialismus geprägt ist. Das ist der Kontext, der da ausgeblendet wird. Der Aneignungsversuch der White Supremacists ist ein Versuch der Sabotage an einem Werk, das für eine marginalisierte Bevölkerungsschicht einen großen Wert hat. Was dieser Typ dann macht ist ein selbstgefälliges "Jo, liebe Rechten, könnt ihr haben, den Film", denn alles was er wollte, ist einen dampfenden Kackhaufen über ihm abzuseilen.
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Re: Film Award-Seasons

Beitrag von bladerunner » Mi 23. Jan 2019, 15:44

Okay, diese Flop 10 ist natürlich ziemlich kurzgefasst und wenn man noch nie etwas von Schmitt gehört hat, dann ist das Video auch sicherlich nicht der beste Einstieg. In den Kommentaren sind auch die ausführlichen Analysen verlinkt :
► Text zeigen
Mir ging es auch eher darum, dass Black Panther auch inhaltlich nicht viel hergibt bzw. teilweise problematisch ist. (Platz 1 der Flop-Liste wäre er für mich jetzt auch nicht)

Ich habe nicht alles von ihm gesehen oder gelesen und bin natürlich auch nicht immer seiner Meinung, finde vieles aber interessant. (und interessanter als irgendwelche Reviews, die mir sagen was jetzt an einem Film ganz schön und nicht so schön war). Ich finde ihn auch besser, wenn er z.b. bei Rocket Beans oder wie kürzlich beim "Aufwachen" Podcast zu Gast ist.
Dann merkt man auch, dass es mehr als Wikipedia-Wissen ist, er ist m. W. promovierter Germanist.

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Taksim
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Re: Film Award-Seasons

Beitrag von Taksim » Mi 23. Jan 2019, 19:05

NeonGolden hat geschrieben:
Mi 23. Jan 2019, 14:10

W.M.Schmitt ist sicher gewöhnungsbedürftig was seine Ausdrucksweise betrifft und auch seine Betrachtungswinkel sind häufig durchaus streitbar, aber auch ebenso interessant und erfrischend anders. Sein Fachwissen ist in Filmkreisen durchaus anerkannt und wer mal ein bisschen mehr von ihm gesehen hat weiß auch, dass er weder Popkultur ablehnt (im Gegenteil) noch dass er sein Allgemeinwissen von Wikipedia bezieht.
Hatte nach Empfehlung schon vorher Videos von ihm gesehen, aber das halte ich nicht lange aus.
Fachwissen würde ich ihm auch nicht absprechen, aber diese unheimlich steife Vortragsart mit klinisch-analytischen Aussagen ohne die emotionale Komponente irgendwie miteinzubeziehen (selbst wenn er sagt, wie er sich dabei fühlt, kommt da nichts rüber) finde ich äußerst anstrengend. Dass ich das inhaltlich dann oft fragwürdig finde kommt dann noch oben drauf.
"I don't know."

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Re: Film Award-Seasons

Beitrag von MairzyDoats » Mi 23. Jan 2019, 21:16

Nochmal zum Thema, ich habe gestern "The Wife" gesehen und auch wenn der Film jetzt nicht außergewöhnlich gut war, die Nominierung von Glenn Close kann ich verstehen, die hat wirklich gut gespielt.
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fipsi
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Re: Film Award-Seasons

Beitrag von fipsi » So 27. Jan 2019, 17:53



Die Bühnenpräsenz von Bradley Cooper :lolol:
I killed my dinner with karate
Kick 'em in the face, taste the body


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