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Gedanken eines Schalentiers

Von Spam bis Gott und die Welt
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slowdive
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Re: Gedanken eines Schalentiers

Beitrag von slowdive » Fr 16. Nov 2018, 10:42

Quadrophobia hat geschrieben:
Fr 16. Nov 2018, 10:33
slowdive hat geschrieben:Ist Hannes Wittmer der Giesinger/Poisel/Forster der hippen Rotweintrinker-Studenten-WG-Küche? :?
Streich das Hip, dann stimmts. Definitiv einer der angenehmsten Deutschen Künstler aus dem Bereich. Welcher anderer Künstler würde, wenn er grade mal Erfolg hat, sein gesamtes Schaffen auf Pay what you want umstellen?
Ich meinte auch eher musikalisch/lyrisch. Ob der Dude nett, das weiß ich nicht.

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Quadrophobia
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Re: Gedanken eines Schalentiers

Beitrag von Quadrophobia » Fr 16. Nov 2018, 10:44

slowdive hat geschrieben:
Quadrophobia hat geschrieben:
Fr 16. Nov 2018, 10:33
slowdive hat geschrieben:Ist Hannes Wittmer der Giesinger/Poisel/Forster der hippen Rotweintrinker-Studenten-WG-Küche? :?
Streich das Hip, dann stimmts. Definitiv einer der angenehmsten Deutschen Künstler aus dem Bereich. Welcher anderer Künstler würde, wenn er grade mal Erfolg hat, sein gesamtes Schaffen auf Pay what you want umstellen?
Ich meinte auch eher musikalisch/lyrisch. Ob der Dude nett, das weiß ich nicht.
Joa kann man bestimmt so sagen. Ist schon ziemlicher Wg-Küchen Existenziallismus

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slowdive
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Re: Gedanken eines Schalentiers

Beitrag von slowdive » Fr 16. Nov 2018, 10:45

Quadrophobia hat geschrieben:
Fr 16. Nov 2018, 10:44
slowdive hat geschrieben:
Quadrophobia hat geschrieben:
Fr 16. Nov 2018, 10:33
Streich das Hip, dann stimmts. Definitiv einer der angenehmsten Deutschen Künstler aus dem Bereich. Welcher anderer Künstler würde, wenn er grade mal Erfolg hat, sein gesamtes Schaffen auf Pay what you want umstellen?
Ich meinte auch eher musikalisch/lyrisch. Ob der Dude nett, das weiß ich nicht.
Wg-Küchen Existenziallismus
Ein schöneres Wort wäre mir nicht in den Sinn gekommen. :grin:

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Taksim
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Re: Gedanken eines Schalentiers

Beitrag von Taksim » Fr 16. Nov 2018, 13:38

Ich bin gerade in einer Lebenssituation wo mich mein Hang zum Überreflektieren und zur Planerei eh nicht weiter bringt, weshalb ich mich versuche an das Mantra der Chemical Brothers zu halten: "Dont' think, just let it flow!"

Das hat mich heute realisieren lassen, dass deren Auftritt auf dem Hurricane 2008 für mich ein ziemlich signikanter Schritt hin zu elektronischer Musik war. An dem Freitag war in dem Alter das Konzert der Beatsteaks das Maß aller Dinge. Doch dann nachts vor der Blue wollte ich eigentlich nur den Abend ausklingen lassen und durfte feststellen, dass das doch ganz schön cool ist, was da passiert.
Ich verfolge gern rückwärts, wie sich mein Musikgeschmack so entwickelt hat und das war ein Sprung, den ich bisher nicht mehr so ganz rekonstruieren konnte. Was melancholischere, abstraktere Sounds á la Burial, Four Tet, Flying Lotus oder machinedrum angeht war "Kid A" natürlich ein maßgeblicher Einfluss.
Aber wie ich zu pulsierenden, härteren Electro-Sounds gekommen bin, hatte ich irgendwie wieder vergessen. Aber das war der Moment, gerade mit dem obengenannten Track.
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Baltimore
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Re: Gedanken eines Schalentiers

Beitrag von Baltimore » Fr 16. Nov 2018, 13:47

slowdive hat geschrieben:
Mi 7. Nov 2018, 16:43
Ihr wisst aber schon, dass auch im nächsten Jahr noch Alben erscheinen werden, oder? :wink:
Kann ich mir kaum vorstellen das da noch was kommt.

Wird aber bei mir am Ende eh nur darum gehen, ob jetzt Carrie And Lowell oder A Crow Looked at Me das Rennen macht.
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Re: Gedanken eines Schalentiers

Beitrag von tOmAtE » So 25. Nov 2018, 18:59

Ich saß gestern morgen im Zug durch die Provinz im südwestlichen Niedersachen und mir gegenüber saß ein Typ, der erschreckende Ähnlichkeiten mit Varg Vikernes hatte, in Gesicht, Frisur und Bart. Und dazu noch mit Flecktarn-Cargohose, Flecktarn-Weste und Flecktarn Army-Mütze gekleidet war.
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Re: Gedanken eines Schalentiers

Beitrag von Declan_de_Barra » Mo 10. Dez 2018, 22:10

Wie steht ihr eigentlich zum Thema Zivildienst? Ich persönlich war im ersten Rutsch der Leute, bei denen die Wehrpflicht wegfiel. Finde das im Nachhinein sehr Schade.

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Re: Gedanken eines Schalentiers

Beitrag von Stebbie » Mo 10. Dez 2018, 23:49

Zivildienst war rückblickend schon eine coole Zeit!
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Re: Gedanken eines Schalentiers

Beitrag von Engholm » Di 11. Dez 2018, 00:15

Ich fand die Zeit super. Regulär hatte ich damals nach der Ausbildung 12 Monate zu absolvieren. Habe dann aber zur Überbrückung zur FOS-T auf 15 Monate verlängert. Habe im Hausmeisterbereich eines Altenheims "gedient". Hat unglaublich viel Spaß gemacht. Zu den Hausmeister-Posten gehörte auch, in den ersten 3 Wochen direkt in der Pflege zu arbeiten, um einerseits das Personal, die Bewohner und die ganzen Abläufe innerhalb der Pflege kennenzulernen. Das war definitv auch eine positive Erfahrung.

Ich bin der Meinung, es sollte für alle (m/w) ein verpflichtendes soziales Jahr geben, was zum Anreiz auch höher vergütet wird. Alternativ eben auch die Bundeswehr-Option. Ohne diesen ehemaligen Begründungsquatsch, warum man denn nicht zum Bund sondern zum Zivildienst will. Fokus auf soziale und ökologische Dienste und nicht Dienst an der Waffe. Zum einen schafft das viele Jobs in Bereichen, wo Leute gebraucht werden (kenne übrigens auch mehrere Ex-Zivis, die im Pflege- und Rettungsdienst geblieben sind), zum anderen wird man durch einen solchen Dienst auch geerdet.

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Re: Gedanken eines Schalentiers

Beitrag von Declan_de_Barra » Di 11. Dez 2018, 00:28

Sehe ich genauso. Dazu kommt, dass man bevor man in Ausbildung oder Studium kommt schon einmal gearbeitet hat. Habe mehrere im Bekanntenkreis, die direkt nach der Schule Studium/Ausbildung begonnen haben, um nach dem Abschluss nochmal etwas anderes zu machen. Kommt mir manchmal so vor, als würden einige Leute eine Ausbildung beginnen, weil sie keinen Bock mehr auf Schule oder Uni haben, aber auch gar nicht wissen ob sie das wirklich interessiert.

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Re: Gedanken eines Schalentiers

Beitrag von slowdive » Di 11. Dez 2018, 00:42

Ich, als jemand, der ebenfalls nicht mehr betroffen war, sehe das ähnlich. Insbesondere der Berufserfahrungspunkt ist ein ziemlich starker, meine ich.

Eine Verpflichtung wäre für mich aber ein unnötiger staatlicher Paternalismus und somit zu unterlassen. Lieber über sinvolle Anreize arbeiten.

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Re: Gedanken eines Schalentiers

Beitrag von Declan_de_Barra » Di 11. Dez 2018, 02:03

Auf jeden Fall bessere Anreize schaffen. Und informieren. Dazu gehört für mich nicht nur ein Zukunftstag an dem irgendeine Berufsberatung zur Schule kommt. Das sollte Teil des Unterrichts sein, auf welcher Ebene auch immer.

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Re: Gedanken eines Schalentiers

Beitrag von Stebbie » Di 11. Dez 2018, 09:31

Engholm hat geschrieben:
Di 11. Dez 2018, 00:15
Ich fand die Zeit super. Regulär hatte ich damals nach der Ausbildung 12 Monate zu absolvieren. Habe dann aber zur Überbrückung zur FOS-T auf 15 Monate verlängert. Habe im Hausmeisterbereich eines Altenheims "gedient". Hat unglaublich viel Spaß gemacht. Zu den Hausmeister-Posten gehörte auch, in den ersten 3 Wochen direkt in der Pflege zu arbeiten, um einerseits das Personal, die Bewohner und die ganzen Abläufe innerhalb der Pflege kennenzulernen. Das war definitv auch eine positive Erfahrung.

Ich bin der Meinung, es sollte für alle (m/w) ein verpflichtendes soziales Jahr geben, was zum Anreiz auch höher vergütet wird. Alternativ eben auch die Bundeswehr-Option. Ohne diesen ehemaligen Begründungsquatsch, warum man denn nicht zum Bund sondern zum Zivildienst will. Fokus auf soziale und ökologische Dienste und nicht Dienst an der Waffe. Zum einen schafft das viele Jobs in Bereichen, wo Leute gebraucht werden (kenne übrigens auch mehrere Ex-Zivis, die im Pflege- und Rettungsdienst geblieben sind), zum anderen wird man durch einen solchen Dienst auch geerdet.
War bei mir ein wenig anders, da ich vor dem Zivildienst noch eine reguläre Ausbildung gemacht habe, aber viele in meiner Altersgruppe hatten das Gefühl, dass die Zwischenstufe einer Ausbildung/Zivildienst/Wehrdienst zwischen Schule und Studium ein Vorteil war und man Personen, die das nicht hatten, anmerkte, dass ihnen ein wenig Perspektive fehlte.

Ich selber habe in einer Eltern-Kind-Kurklinik gearbeitet, wo wir eigentlich überwiegend mit Bring-, Hol- und Transportdiensten beschäftigt waren: An- und Abreise zum Bahnhof, Arzt- und Freizeitfahrten, Essen einkaufen und auf die Zimmer bringen, aber auch im Garten arbeiten etc. Ich persönlich sehe es übrigens auch wie du, dass ich anstatt einer pauschalen Abschaffung das System umgekehrt hätte, auf Frauen ausgeweitet und nach schriftlicher Begründung auch den Dienst an der Waffe beibehalten. Es war einerseits eh unzeitgemäß, warum die Weigerung zum Dienst an der Waffe begründet werden musste, und nicht der Wille zu eben jenem Dienst. Auch wenn der Begründungsprozess im Prinzip lachhaft war, da die Texte am Ende eh nur noch von Bekannten kopiert wurde.

Ich weiß aber nicht, inwiefern die hohe Frequenz Zivildienstleistender im Sozialbereich wieder für prekäre Beschäftigungssituationen schafft, wenn etwa Stellen zugunsten der günstigeren Zivildienstkräfte abgebaut werden. Von weiß ich auch nicht, ob meine Lösung wirklich so praktikabel ist.

Halte das übrigens für keinen großen Paternalismus, da es eigentlich schon eine wertvolle Gesellschaftserfahrung war.
(c) 26.06.2006

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Re: Gedanken eines Schalentiers

Beitrag von Blackstar » Di 11. Dez 2018, 09:47

Ich habe ja auch noch Zivildienst gemacht, als Betreuer/Lehrer (auch wenn man das als Zivi natürlich nieeee machen durfte) für geistig und körperlich behinderte Kinder, teilweise in der Einzelbetreuung. Das war schon eine harte, für mich aber sehr wichtige Zeit. Die größten Schwierigkeiten machten allerdings weniger die Kinder dort, sondern vielmehr die langjährigen Betreuer, die gezeigt haben, dass man in dem Job relativ schnell durch ist. Es war zudem eine kirchliche Einrichtung, seitdem ist meine Einstellung zum kirchlichen Arbeitsrecht - nunja - speziell.

Relativ entwürdigend fande ich damals den Prozess, überhaupt Zivi zu werden. Man musste einen Antrag schreiben, um sich von der Wehrpflicht befreien zu lassen und dieser wurde bei mir 2 mal abgelehnt, als ich das selbst begründet habe. Bis ich dann die Tränendrüsenstory meiner Oma aus dem 2.WK ausgepackt habe, was m.E. damals schon fragwürdig war: lasst die Leute doch den Dienst machen, den sie wollen.

Wie dem auch sei, ich fand die Erfahrung sehr gut, kann auch nur jedem raten, das gemacht zu haben (gerade heute, wo man mit 21 einen Bachelor hat). Einer staatlichen Verpflichtung stehe ich gespalten gegenüber. Einerseits finde ich das gut, die Leute ein Jahr des Lebens in die Pflicht zu nehmen, andererseits sind viele Vollpfosten völlig für soziale Dienste ungeeignet und diese zu verpflichten würde mehr Schaden, als nutzen. Wir hatten bei uns in der Einrichtung zur Unterstützung (u.a. der Zivis) einige noch halbwegs jugendliche Langzeitarbeitslose - die hättest du eigentlich gleich zu den Betreuenden dazu stellen können.
Da ist wirklich nur Bund eine alternative - eine generelle Wehrpflicht möchte ich aber nicht. Im Zuge der Gleichberechtigung wäre es zudem absolut angebracht, nicht nur Männer in den Genuss eines sozialen Jahres kommen zu lassen.

Ansonsten ist die Bezahlung ein Thema. Unter Mindestlohn sollte da nichts gehen, alles andere ist Ausbeutung.

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slowdive
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Re: Gedanken eines Schalentiers

Beitrag von slowdive » Di 11. Dez 2018, 09:58

Stebbie hat geschrieben:
Di 11. Dez 2018, 09:31
Halte das übrigens für keinen großen Paternalismus, da es eigentlich schon eine wertvolle Gesellschaftserfahrung war.
Natürlich ist das Paternalismus, wenn der Staat mich als erwachsenen Bürger (unter Androhung staatlicher Sanktionierung) zwingt, eine bestimmte Erfahrung machen zu müssen. Ob man die Erfahrung für wertvoll hält, ist vollkommen wurscht. :grin:

Ansonsten finde ich eure Berichte auf jeden Fall interessant, insbesondere, da in meinem Bekanntenkreis (etwas jünger als Lewis) kaum jemand die Erfahrung überhaupt noch gemacht hat.

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Re: Gedanken eines Schalentiers

Beitrag von Stebbie » Di 11. Dez 2018, 10:05

slowdive hat geschrieben:
Di 11. Dez 2018, 09:58
Stebbie hat geschrieben:
Di 11. Dez 2018, 09:31
Halte das übrigens für keinen großen Paternalismus, da es eigentlich schon eine wertvolle Gesellschaftserfahrung war.
Natürlich ist das Paternalismus, wenn der Staat mich als erwachsenen Bürger (unter Androhung staatlicher Sanktionierung) zwingt, eine bestimmte Erfahrung machen zu müssen. Ob man die Erfahrung für wertvoll hält, ist vollkommen wurscht. :grin:
Damit hast du vollkommen Recht, aber wollte damit eher sagen, dass ich das für absolut vertretbar halte - deswegen das "keinen großen" davor, ein anderes Adjektiv wäre da vll. passender gewesen.
Relativ entwürdigend fande ich damals den Prozess, überhaupt Zivi zu werden. Man musste einen Antrag schreiben, um sich von der Wehrpflicht befreien zu lassen und dieser wurde bei mir 2 mal abgelehnt, als ich das selbst begründet habe. Bis ich dann die Tränendrüsenstory meiner Oma aus dem 2.WK ausgepackt habe, was m.E. damals schon fragwürdig war: lasst die Leute doch den Dienst machen, den sie wollen.
das finde ich erstaunlich, da es bei uns - wie gesagt - eigentlich ein rein bürokratisches und unproblematisches Vorgehen war. Aber ist vermutlich auch eine Frage der Ortsbehörde, die da vielleicht eigene Ermessensspielräume hatte.
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Re: Gedanken eines Schalentiers

Beitrag von Blackstar » Di 11. Dez 2018, 10:10

slowdive hat geschrieben:
Di 11. Dez 2018, 09:58
Stebbie hat geschrieben:
Di 11. Dez 2018, 09:31
Halte das übrigens für keinen großen Paternalismus, da es eigentlich schon eine wertvolle Gesellschaftserfahrung war.
Natürlich ist das Paternalismus, wenn der Staat mich als erwachsenen Bürger (unter Androhung staatlicher Sanktionierung) zwingt, eine bestimmte Erfahrung machen zu müssen. Ob man die Erfahrung für wertvoll hält, ist vollkommen wurscht. :grin:

Ansonsten finde ich eure Berichte auf jeden Fall interessant, insbesondere, da in meinem Bekanntenkreis (etwas jünger als Lewis) kaum jemand die Erfahrung überhaupt noch gemacht hat.
Sehe es als kleine persönliche Rückzahlung für 18 Jahre Kindergeld ;-)

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Re: Gedanken eines Schalentiers

Beitrag von slowdive » Di 11. Dez 2018, 15:34

Blackstar hat geschrieben:
Di 11. Dez 2018, 10:10
slowdive hat geschrieben:
Di 11. Dez 2018, 09:58
Stebbie hat geschrieben:
Di 11. Dez 2018, 09:31
Halte das übrigens für keinen großen Paternalismus, da es eigentlich schon eine wertvolle Gesellschaftserfahrung war.
Natürlich ist das Paternalismus, wenn der Staat mich als erwachsenen Bürger (unter Androhung staatlicher Sanktionierung) zwingt, eine bestimmte Erfahrung machen zu müssen. Ob man die Erfahrung für wertvoll hält, ist vollkommen wurscht. :grin:

Ansonsten finde ich eure Berichte auf jeden Fall interessant, insbesondere, da in meinem Bekanntenkreis (etwas jünger als Lewis) kaum jemand die Erfahrung überhaupt noch gemacht hat.
Sehe es als kleine persönliche Rückzahlung für 18 Jahre Kindergeld ;-)
Liberale Milchmädchenrechnung. :grin:

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Re: Gedanken eines Schalentiers

Beitrag von Blackstar » Di 11. Dez 2018, 16:25

slowdive hat geschrieben:
Di 11. Dez 2018, 15:34
Blackstar hat geschrieben:
Di 11. Dez 2018, 10:10
slowdive hat geschrieben:
Di 11. Dez 2018, 09:58

Natürlich ist das Paternalismus, wenn der Staat mich als erwachsenen Bürger (unter Androhung staatlicher Sanktionierung) zwingt, eine bestimmte Erfahrung machen zu müssen. Ob man die Erfahrung für wertvoll hält, ist vollkommen wurscht. :grin:

Ansonsten finde ich eure Berichte auf jeden Fall interessant, insbesondere, da in meinem Bekanntenkreis (etwas jünger als Lewis) kaum jemand die Erfahrung überhaupt noch gemacht hat.
Sehe es als kleine persönliche Rückzahlung für 18 Jahre Kindergeld ;-)
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Re: Gedanken eines Schalentiers

Beitrag von Henfe » Di 11. Dez 2018, 17:36

Blackstar hat geschrieben:
Di 11. Dez 2018, 09:47
Relativ entwürdigend fande ich damals den Prozess, überhaupt Zivi zu werden. Man musste einen Antrag schreiben, um sich von der Wehrpflicht befreien zu lassen und dieser wurde bei mir 2 mal abgelehnt, als ich das selbst begründet habe.
Lol, ich hatte mir damals was ausm Netz zusammenkopiert und wurde sofort genommen. Musterung 2005/06, NRW.

War in ner Werkstatt für Behinderte, die verschiedene über die Stadt verteilte Filialen hatte, wo jeweils ein Kumpel oder Schulkollege saß.
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Re: Gedanken eines Schalentiers

Beitrag von Radkappe » Di 11. Dez 2018, 22:12

Ich war damals noch bei der Musterung, aber bevor meim Ergebnis gekommen ist, wurde die Wehrpflicht abgeschafft. Ich habe dann nach dem Abi ein Jahr Bumdesfreiwilligendienst gemacht. Habe damals auch den Hausmeister im Altenheim unterstützt und sonst das Mädchen für alles gemacht. Hat mich in meiner persönlichen Entwicklung auf jeden Fall weiter gebracht und habe dadurch das Studium auch mehr zu schätzen gelernt. Hätte wohl sonst mich beim lernen nicht so reingehängt.
Ich würde ein verpflichtendes Jahr für alle wohl auch begrüßen, allerdings müsste es finanziell entsprechend fair ausgeblendet sein und gleichzeitig vielschichtige Tätigkeiten geben.
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Re: Gedanken eines Schalentiers

Beitrag von elch » Fr 21. Dez 2018, 18:29

Glückauf, Glückauf.
Und dieser Jubel geht auf´s Haus

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Re: Gedanken eines Schalentiers

Beitrag von Taksim » So 23. Dez 2018, 18:35

War letztens das erste Mal hier in einem Coffeeshop, der so "bewusst reduziert-Berlinmäßig-lässig-hier ist noch alles handgemacht" wirkt, was vor allem in einer Stadt wie Oldenburg auffällt.
Dort gab's den Kaffee in Gläsern, ist das jetzt der neue heiße Scheiß? Macht einen eh schon furchtbaren Americano (was immer furchtbar ist, lag nicht am Café; wer hat sich sowas ausgedacht?) noch furchtbarer.
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Re: Gedanken eines Schalentiers

Beitrag von Norakete » So 23. Dez 2018, 18:37

Taksim hat geschrieben:
So 23. Dez 2018, 18:35
Americano (was immer furchtbar ist, lag nicht am Café; wer hat sich sowas ausgedacht?)
Make coffee great again?

Aber mal im Ernst, was soll das sein?

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Re: Gedanken eines Schalentiers

Beitrag von Quadrophobia » So 23. Dez 2018, 18:55

Hatte neulich welchen im Weckglas...


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