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Politik

Von Spam bis Gott und die Welt
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NeonGolden
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Re: Politik

Beitrag von NeonGolden » Mi 4. Nov 2020, 10:09

Karo hat geschrieben:
Mi 4. Nov 2020, 09:47
Was ja so nicht ganz richtig ist und einem Teil der US-BürgerInnen Unrecht tut.

Unabhängig davon, dass ich jede Stimme für Trump als eine zu viel erachte.
Ok, richtig müsste es wohl heißen "knapp die Hälfte der US-BürgerInnen, die gewählt haben". Es sind trotzdem viel zu viele.

Blackstar
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Re: Politik

Beitrag von Blackstar » Mi 4. Nov 2020, 10:16

Sehe nicht, wo ihr euren Optimismus für Pennsylvania hernehmt. Laut Governeur fehlen da etwas über 1 Mio Stimmen. Trump liegt mit 700.000 vorn. Winsconsin ist auch nahezu durch. Das wird nix.

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lirumlarum
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Re: Politik

Beitrag von lirumlarum » Mi 4. Nov 2020, 10:53

Blackstar hat geschrieben:
Mi 4. Nov 2020, 10:16
Sehe nicht, wo ihr euren Optimismus für Pennsylvania hernehmt. Laut Governeur fehlen da etwas über 1 Mio Stimmen. Trump liegt mit 700.000 vorn. Winsconsin ist auch nahezu durch. Das wird nix.
Weil die Prognosen der noch fehlenden Stimmen scheinbar schon sehr zu Gunsten der Demokraten verteilt sind. Wisconsin scheint ja auch zu Biden zu kippen. (Wenn man nach der NYT-Karte geht, erschließt sich mir aber auch nicht, wie man Arizona schon Biden zuschreiben kann :? )

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Monkeyson
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Re: Politik

Beitrag von Monkeyson » Mi 4. Nov 2020, 11:59

Blackstar hat geschrieben:
Mi 4. Nov 2020, 10:16
Sehe nicht, wo ihr euren Optimismus für Pennsylvania hernehmt. Laut Governeur fehlen da etwas über 1 Mio Stimmen. Trump liegt mit 700.000 vorn. Winsconsin ist auch nahezu durch. Das wird nix.
Wisconsin ist gedreht, d.h. Trump müsste jetzt Pennsylvania, Michigan, Georgia und North Carolina gewinnen, in denen er aktuell noch vorne liegt.

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SammyJankis
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Re: Politik

Beitrag von SammyJankis » Mi 4. Nov 2020, 12:58

Monkeyson hat geschrieben:
Mi 4. Nov 2020, 11:59
Blackstar hat geschrieben:
Mi 4. Nov 2020, 10:16
Sehe nicht, wo ihr euren Optimismus für Pennsylvania hernehmt. Laut Governeur fehlen da etwas über 1 Mio Stimmen. Trump liegt mit 700.000 vorn. Winsconsin ist auch nahezu durch. Das wird nix.
Wisconsin ist gedreht, d.h. Trump müsste jetzt Pennsylvania, Michigan, Georgia und North Carolina gewinnen, in denen er aktuell noch vorne liegt.
Michigan war heute morgen so bei 53-46 Trump, jetzt sind es 49-,8-48,2. Wenn Biden Michigan und die restlichen Staaten gewinnt, in denen er atm vorne liegt hat er 271 Wahlmänner.

Das wird eine größere Shitshow als 2000.
There is panic on the streets

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Stebbie
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Re: Politik

Beitrag von Stebbie » Mi 4. Nov 2020, 13:07

unter der Annahme, dass Biden - worauf es hinauslaufen dürfte - Georgia, Michigan und Wisconsin gewinnt, dann wäre er bei 286. Immer noch knapp, aber sollte ihn dann noch Philadelphia und die Briefwähler in Pennsylvania tragen, dann wäre es doch sehr solide mit 306.

In Michigan fehlen noch vor allem Stimmen aus dem Bereich von Detroit, wo Biden bei fast 70% liegt, und die Briefwähler.
Wisconsin ist derzeit sehr eng, da fehlen aber noch alle Briefwähler.
In Georgia liegt er derzeit 2,2% zurück, aber hier fehlen insbesondere noch zahlreiche Stimmen aus dem Bereich von Atlanta, wo er teils über 80% liegt. Briefwahl ist durch.

In Pennsylvania fehlen noch rund 1.4 Millionen Briefwähler und Counties um Philadelphia. Das wird sehr eng werden.
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Re: Politik

Beitrag von mattkru » Mi 4. Nov 2020, 13:14

Laut Spiegel Online:
In Nevada wird die Auszählung der Stimmen offenbar erst um 9 Uhr (Ortszeit) am kommenden Morgen fortgesetzt. Das berichtet unter anderem die Nachrichtenagentur Reuters. Das wäre nach deutscher Zeit um 18 Uhr.

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Re: Politik

Beitrag von Monkeyson » Mi 4. Nov 2020, 13:23

Quadrophobia hat geschrieben:
Mi 4. Nov 2020, 10:04
Monkeyson hat geschrieben:
Mi 4. Nov 2020, 09:51
Stebbie hat geschrieben:
Mi 4. Nov 2020, 09:06
Habe ich so um 2 Uhr auch, aber im großen und ganzen sind die Unterschiede zu damals schon sichtbar und es erscheint derzeit weit enger, als es am Ende werden dürfte. Biden dürfte Georgia, Pennsylvania, Wisconsin und Michigan, wo sowohl die großen Städte (Atlanta, Philadelphia, Detroit) als auch die Briefwähler noch fehlen, gewinnen - sofern Trump nicht die Auszählung stoppen kann.
Werden die Briefwähler nicht als erstes gezählt? (Siehe Update zu diesem Fefe-Posting.)
Was er schreibt ist so nicht richtig. Es kann nicht USA-weit ein leaning von Briefwahlstimmen behauptet werden. Korrekt ist lediglich, dass die Entwicklung dieses Jahr zu mehr Demokraten-Stimmen in der Briefwahl führt. Wann die aber ausgezählt werden, kommt auf den jeweiligen Staat an. In den fehlenden Staaten ist die Kombination aus Briefwahlstimmen (es sind mitunter ja noch nicht mal alle da) und großen Städten ja der Hauptgrund, warum alle Projections Biden als höchstwahrscheinlichen Sieger sehen.
Danke, wird tatsächlich total willkürlich gehandhabt.

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Re: Politik

Beitrag von Monkeyson » Mi 4. Nov 2020, 13:29

SammyJankis hat geschrieben:
Mi 4. Nov 2020, 12:58
Michigan war heute morgen so bei 53-46 Trump, jetzt sind es 49-,8-48,2.
Jetzt 49,3-49,1 bei 82,9% ausgezählten Stimmen. So richtig freuen kann ich mich für Biden allerdings nicht. Trump war wenigstens Kack-Politik mit Kack-Antlitz. Bei Biden erwarte ich einen signifikanten Unterschied nur in Bezug auf letzteres.

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Re: Politik

Beitrag von Monkeyson » Mi 4. Nov 2020, 13:37

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Re: Politik

Beitrag von Stebbie » Mi 4. Nov 2020, 13:37

Diese heißen "Biden ist auch nur das geringere Übel"-Takes der Bernie Bros. kann ich langsam nicht mehr sehen, das ist die reinste Humanisierung Trumps. Die USA steht auf der Schwelle zum Autoritarismus mit faschistischen Zügen. Das zu verhindern wird Grund genug zur Freude sein - hier geht es nicht um Reform des Gesundheitswesens oder ähnliches, sondern einfach nur um die Stabilität der Demokratie, also um die Chance, in absehbarer Zukunft überhaupt noch ernsthaft von solchen Reformen träumen zu dürfen.

Das größte Problem für Biden wäre eine Mehrheit des McConnell-Senats, aber ein Sieg von Biden wäre ein riesen Erfolg für die us-amerikanische Demokratie. Um alles andere kann man sich dann 2022 und 2024 kümmern, mit der Gewissheit, dass es da überhaupt noch Wahlen geben wird, die ihren Ruf verdienen.
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Re: Politik

Beitrag von Monkeyson » Mi 4. Nov 2020, 13:54

Ich weiß, rationell betrachtet hast du recht. Und theoretisch können sich Interessengruppen für BLM, Ökologie, Hochschulzugang etc. auch gegen die Politik von Biden finden, wird nur schwieriger ohne klares Feindbild.

"So richtig freuen" war ja schon ein Indikator, dass ich rein emotional argumentiert habe, also bitte keine Pauschalbeleidigungen.

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Re: Politik

Beitrag von Monkeyson » Mi 4. Nov 2020, 14:08

Und die ganzen antidemokratischen Elemente verschwinden nicht wundersam, wenn sie für 4 Jahre in die Opposition geschickt werden. Von daher hoffen wir auf eine Re-Demokratisierung und Stärkung globaler Allianzen, ja. Ich tippe nur, das wird alleine beim für heute aufgekündigten Klimaabkommen schon nicht gelingen.

Gegenfrage: Freust du dich so richtig für Biden?

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NeonGolden
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Re: Politik

Beitrag von NeonGolden » Mi 4. Nov 2020, 14:28

Monkeyson hat geschrieben:
Mi 4. Nov 2020, 14:08
Und die ganzen antidemokratischen Elemente verschwinden nicht wundersam, wenn sie für 4 Jahre in die Opposition geschickt werden.
Zumindest Trump und seine komischen Vögel dürften da aber nicht dazugehören. Donald Trump ohne Immunität hätte in nächster Zeit hauptsächlich mit Justizfragen zu seiner eigenen Person zu tun - hoffe ich.

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Re: Politik

Beitrag von Stebbie » Mi 4. Nov 2020, 14:29

Ein Sieg würde, dass nach vier grausamen Jahren ein autokratischer Präsident erfolgreich aus dem Amt gejagt wurde. Was kann es da anderes geben als pure Freude für die USA? Ob Bernie Sanders oder Elizabeth Warren (die ich mir gewünscht hätte) erfolgreich gewesen wäre steht absolut in den Sternen.
NeonGolden hat geschrieben:
Mi 4. Nov 2020, 14:28
Monkeyson hat geschrieben:
Mi 4. Nov 2020, 14:08
Und die ganzen antidemokratischen Elemente verschwinden nicht wundersam, wenn sie für 4 Jahre in die Opposition geschickt werden.
Zumindest Trump und seine komischen Vögel dürften da aber nicht dazugehören. Donald Trump ohne Immunität hätte in nächster Zeit hauptsächlich mit Justizfragen zu seiner eigenen Person zu tun - hoffe ich.
Zumindest Mitch McConnell, als eigentlicher Architekt der derzeitigen GOP, dürfte bei einer bleibenden Senatsmehrheit die nächsten zwei Jahre mit dem Supreme Court für einigen ärger sorgen, und 2024 wird es sicherlich noch einmal ein Aufbäumen des Trump-Lagers geben - hier liest man ja nicht selten von Tucker Carlson, der sich sicherlich klüger als Trump anstellen würde. Denn das ist die große Gefahr.
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mattkru
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Re: Politik

Beitrag von mattkru » Mi 4. Nov 2020, 14:39

Je länger sich das jetzt hinzieht, desto mehr befürchte ich, dass die Boogaloo Boys / Proud Boys bald für ziemlichen Stress sorgen werden.

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Tambourine-Man
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Re: Politik

Beitrag von Tambourine-Man » Mi 4. Nov 2020, 15:00

Stebbie hat geschrieben:
Mi 4. Nov 2020, 14:29
Ein Sieg würde, dass nach vier grausamen Jahren ein autokratischer Präsident erfolgreich aus dem Amt gejagt wurde.
Gerade dieses "erfolgreich" (davon ausgehend, dass es eintritt), hätte ich mir deutlicher gewünscht. Das ist schon sehr problematisch und kann nicht mit Biden als "falschem Kandidaten" erklärt werden. Man will es einfach nicht begreifen. Ich habe für dieses Resultat, selbst wenn es sich doch noch zum guten wendet, so viel weniger Verständnis als für das 2016. Und wahrscheinlich müssen wir sogar davon ausgehen, dass es ohne Corona eine sichere Wiederwahl Trumps geworden wäre.

2016 hätte ich mich wohl auch noch als Bernie Bro gesehen. Aber in den vier Jahren hat man eine beispiellose Demontage des Präsidentenamtes erlebt, die es eigentlich verbietet die Beiden auf einem ähnlichen Niveau zu sehen, wo der eine "the lesser evil" ist.
Nichtsdestotrotz muss ein Biden von Tag 1 an liefern und wird auch intern massiv unter Druck stehen. Der progressive Flügel der Demokraten wird hoffentlich weiterhin auf eine Machtverschiebung innerhalb der Partei drängen. Mein Grund zur Freude wäre Freude über die Abwahl Trumps, nicht über den Sieg Bidens, aber die bittere Pille habe ich schon mit dem Ergebnis der Vorwahl verdaut, was will man dem jetzt noch nachtrauern?
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Re: Politik

Beitrag von mattkru » Mi 4. Nov 2020, 15:27

Auf FoxNews führt jetzt Biden in Michigan.

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Taksim
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Re: Politik

Beitrag von Taksim » Mi 4. Nov 2020, 15:37

Tambourine-Man hat geschrieben:
Mi 4. Nov 2020, 15:00
Stebbie hat geschrieben:
Mi 4. Nov 2020, 14:29
Ein Sieg würde, dass nach vier grausamen Jahren ein autokratischer Präsident erfolgreich aus dem Amt gejagt wurde.
Gerade dieses "erfolgreich" (davon ausgehend, dass es eintritt), hätte ich mir deutlicher gewünscht. Das ist schon sehr problematisch und kann nicht mit Biden als "falschem Kandidaten" erklärt werden. Man will es einfach nicht begreifen. Ich habe für dieses Resultat, selbst wenn es sich doch noch zum guten wendet, so viel weniger Verständnis als für das 2016. Und wahrscheinlich müssen wir sogar davon ausgehen, dass es ohne Corona eine sichere Wiederwahl Trumps geworden wäre.
Es kommt aber nicht aus dem Nichts. In der deutschen Mediendarstellung von Trump stört mich immer etwas, dass er fast wie eine Naturgewalt, die über die USA hereingebrochen kam, repräsentiert wird. Es gibt Gründe. Man muss mit diesen Gründen nicht übereinstimmen, aber es gibt Gründe. Der katastrophale Zustand der demokratischen Partei und der ungeeignete Kandidat Biden (den ich heute auch lieber vorne sehen würde) sind einer davon. Es wird hier wirklich unterschätzt wie viele Leute es nicht mit sich vereinbaren können, für diese Partei zu stimmen. Und für die Trump "the lesser of two evils" ist.
Dann wird unterschätzt, dass Trump für seine Fans genau geliefert hat, was sie wollten. Wieder: das muss man nicht gut finden, aber der Normalfall ist eher, dass viel versprochen und wenig gehalten wird. Also hatte er seine Fans eh in der Tasche und dazu - und das mag anekdotisch sein - hörte ich viel von Leuten, die sagten, dass sie 2016 nicht für ihn stimmten, es aber dieses Jahr tun werden. Und das waren häufig Akademiker und politische Beobachter und nicht - und das ist der dritte Punkt in der deutschen verzerrten Darstellung - die Bevölkerung vom Land. Von einer gegenteiligen Entwicklung von Rot zu Blau hört und liest man so gut wie nie.

Die großen politischen Impulse, die der Präsident setzen kann, wiegen für mich dann aber an einem Tag wie heute auch so stark, dass ich doch sehr hoffe, dass Trump verliert. Ich denke da vor allem an Klimapolitik, Gesundheitspolitik und doch zumindest die Chance, dass das Land irgendwann mal eine zeitgemäße Krankenversicherung bekommt.
Aber die Freude wäre über die Niederlage seinerseits und das Ende so offensichtlich destruktiver Politik und Rhetorik und nicht die Freude über seinen Gegenkandidaten (geschweige denn seine Vize).
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Re: Politik

Beitrag von Tambourine-Man » Mi 4. Nov 2020, 16:09

Taksim hat geschrieben:
Mi 4. Nov 2020, 15:37
Es kommt aber nicht aus dem Nichts. In der deutschen Mediendarstellung von Trump stört mich immer etwas, dass er fast wie eine Naturgewalt, die über die USA hereingebrochen kam, repräsentiert wird. Es gibt Gründe. Man muss mit diesen Gründen nicht übereinstimmen, aber es gibt Gründe. Der katastrophale Zustand der demokratischen Partei und der ungeeignete Kandidat Biden (den ich heute auch lieber vorne sehen würde) sind einer davon. Es wird hier wirklich unterschätzt wie viele Leute es nicht mit sich vereinbaren können, für diese Partei zu stimmen. Und für die Trump "the lesser of two evils" ist.

Dann wird unterschätzt, dass Trump für seine Fans genau geliefert hat, was sie wollten.
Okay, aber dieses Dilemma lässt sich aber doch nicht lösen. Ersteres verlangt nach einem revolutionären Politikstil gegen das festgefahrene System in dem so viel falsch läuft. Also eher einee progressivere Ausrichtung, die das Thema Krankenversicherung tiefgreifend löst.

Gleichzeitig haben wir aber eben eine nicht zu verachtend große Zielgruppe, die Trump für seine autokratischen Züge feiert, seine Ablehnung des Rechtsstaats teilt und auf Minderheiten pfeift.

Wie soll die demokratische Partei sich daraus ausrichten, diesen Spalt kann sie doch unmöglich überbrücken, oder verstehe ich dich falsch?
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Re: Politik

Beitrag von mattkru » Mi 4. Nov 2020, 16:31

Bleiben die jetzigen Tendenzen bei den verbleibenden 7 Staaten dann kommt Biden auf 270 und Trump auf 267 Stimmen.

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Re: Politik

Beitrag von LongNose » Mi 4. Nov 2020, 17:00

Last night I was leading, often solidly, in many key States, in almost all instances Democrat run & controlled. Then, one by one, they started to magically disappear as surprise ballot dumps were counted. VERY STRANGE, and the “pollsters” got it completely & historically wrong!
Da scheint jemand nicht mehr so sicher zu sein. :?
Tweet wurde mittlerweile gelöscht/geblockt/geflagged, wie man auch immer sagt :doof:
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Re: Politik

Beitrag von Engholm » Mi 4. Nov 2020, 18:58

Blackstar hat geschrieben:
Mi 4. Nov 2020, 10:16
Sehe nicht, wo ihr euren Optimismus für Pennsylvania hernehmt. Laut Governeur fehlen da etwas über 1 Mio Stimmen. Trump liegt mit 700.000 vorn. Winsconsin ist auch nahezu durch. Das wird nix.
In Pennsylvania sind wohl noch > 1 Mio. Briefstimmen nicht berücksichtigt/gezählt. Es hingen wohl auch einige Hundertausend Stimmzettel bei der Post und wurden erst auf richterliche Anordnung an die zuständigen Wahllokale ausgeliefert. Aktuell wurden nur rund 2/3 aller Stimmen gezählt. Glaube nicht, dass Biden diesen Staat noch dreht, aber die momentanen 500.000 Stimmen Vorsprung von Trump werden sicherlich noch schrumpfen. In Pennsylvania dürfen verzögert ientreffende Wahlzettel durch Briefwahlen bis zu 3 Tage nach eigentlichem Wahldatum gezählt werden.

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Re: Politik

Beitrag von Taksim » Mi 4. Nov 2020, 19:00

Tambourine-Man hat geschrieben:
Mi 4. Nov 2020, 16:09
Taksim hat geschrieben:
Mi 4. Nov 2020, 15:37
Es kommt aber nicht aus dem Nichts. In der deutschen Mediendarstellung von Trump stört mich immer etwas, dass er fast wie eine Naturgewalt, die über die USA hereingebrochen kam, repräsentiert wird. Es gibt Gründe. Man muss mit diesen Gründen nicht übereinstimmen, aber es gibt Gründe. Der katastrophale Zustand der demokratischen Partei und der ungeeignete Kandidat Biden (den ich heute auch lieber vorne sehen würde) sind einer davon. Es wird hier wirklich unterschätzt wie viele Leute es nicht mit sich vereinbaren können, für diese Partei zu stimmen. Und für die Trump "the lesser of two evils" ist.

Dann wird unterschätzt, dass Trump für seine Fans genau geliefert hat, was sie wollten.
Okay, aber dieses Dilemma lässt sich aber doch nicht lösen. Ersteres verlangt nach einem revolutionären Politikstil gegen das festgefahrene System in dem so viel falsch läuft. Also eher einee progressivere Ausrichtung, die das Thema Krankenversicherung tiefgreifend löst.

Gleichzeitig haben wir aber eben eine nicht zu verachtend große Zielgruppe, die Trump für seine autokratischen Züge feiert, seine Ablehnung des Rechtsstaats teilt und auf Minderheiten pfeift.

Wie soll die demokratische Partei sich daraus ausrichten, diesen Spalt kann sie doch unmöglich überbrücken, oder verstehe ich dich falsch?
Viel mehr müsste man klar machen, dass eine Krankenversicherung keine dezidiert progressive Meinung ist, nicht mal eine dezidiert politische Diskussion sein sollte (die Ausrichtung dessen vlt. aber nicht das grundlegende Recht), sondern jedem zu Gute käme. Bernie hat das versucht, aber das Label "socialism" mit dem er selber auch kokettiert hat wiegte dann doch zu stark.
Umfragen genießen zwar zu Recht kein tollen Ruf (heute sehen wir mal wieder warum), aber es gibt vermutlich eine Mehrheit, die dafür zu begeistern ist.

So müsste die demokratische Partei ganz im Gegenteil weniger "progressive" Flakschiffe so plakativ besetzen (denn deshalb sind sie für viele unwählbar), sondern sich Probleme derer annehmen, die sie bei der letzten Wahl (und zum Teil bei dieser) verloren haben (u.a. weil Obama die Finanzkrise nie richtig aufgearbeitet hat). Außerdem könnten sie von Trump die Lehre ziehen, jemanden zu erwählen, der authentischer rüberkommt und sich nicht nur auf steriles Politikersprech versteift oder sich durch hochgradigen Opportunismus auszeichnet (das wiederum hat Trump gerade bei seinen bibeltreuen Wählern irgendwie gut kaschiert). So viele Wähler waren von dem tradierten Politiker-Typus sowohl 2016 als auch jetzt so ermüdet, das jedwede Veränderung frischen Wind präsentierte. Selbst wenn er so manisch und chaotisch war wie Trump.
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Re: Politik

Beitrag von Taksim » Mi 4. Nov 2020, 19:11

Zitat heute Nachrichten eben gerade: "Kein Bundestagsmitglied hat mit diesem Verlauf gerechnet."

Wie naiv kann man sein :?
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