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Zeitgeschehen / Panorama

Von Spam bis Gott und die Welt
Blackstar
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Re: Zeitgeschehen / Panorama

Beitrag von Blackstar » Mi 3. Jun 2020, 16:52

Twitter ist m.E. die denkbar schlechteste Plattform um seinen Horizont zu erweitern, da das weder die Zeichen zulassen, noch die Leute. Es ist keine Kommunikations-, sondern eine Provokationsplattform. Wenn dich wirklich interessiert, was Leute mit anderen Meinungen denken und das über unkluge Sprüche hinausgeht, dann ist denke ich die Lektüre einschlägiger Zeitungen angebrachter. In meinem Fall sowas wie Faz, aber selbst das ist manchmal schon übel zu lesen aber immerhin, oft wird da auch erklärt, warum die Autoren so denken.

mattkru
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Re: Zeitgeschehen / Panorama

Beitrag von mattkru » Mi 3. Jun 2020, 17:07

Ehrlich gesagt habe ich meine Bubble in letzter Zeit sogar kleiner gemacht bzw. verlagert. Als Corona losging, wurden aus meiner Sicht die Kommentare auf Facebook immer grawalliger und die Blödheit der Leute quoll überall über. Mittlerweile habe ich meinen Account dort ziemlich stillgelegt und benutze die Seite nur noch wegen der Updates von zugesagten Veranstaltungen.
Der ganze Zustand der Welt belastet mich sowieso immer mehr und ich will gar nicht erst anfangen, mit den dummen und/oder rechteren Menschen zu diskutieren (so wie es Quadro oder Engholm machen (wird mir dort halt angezeigt)).

Ansonsten versuche ich auch immer mehr, meine persönliche Hölle auf Erden zu ignorieren (=> die Kommentare auf Spiegel Online).

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slowdive
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Re: Zeitgeschehen / Panorama

Beitrag von slowdive » Mi 3. Jun 2020, 17:36

Blackstar hat geschrieben:
Mi 3. Jun 2020, 16:52
Twitter ist m.E. die denkbar schlechteste Plattform um seinen Horizont zu erweitern, da das weder die Zeichen zulassen, noch die Leute. Es ist keine Kommunikations-, sondern eine Provokationsplattform. Wenn dich wirklich interessiert, was Leute mit anderen Meinungen denken und das über unkluge Sprüche hinausgeht, dann ist denke ich die Lektüre einschlägiger Zeitungen angebrachter. In meinem Fall sowas wie Faz, aber selbst das ist manchmal schon übel zu lesen aber immerhin, oft wird da auch erklärt, warum die Autoren so denken.
Twitter ist tatsächlich ziemlich perfekt dafür, da man dort klugen konservativen Autoren folgen kann, die dich dann auf ihre Beiträge, die sie in verschiedenen Medien publizieren, hinweisen. Dann muss man sich nicht durch so viel Mist kämpfen, wie wenn man eine komplette FAZ vor sich liegen hat.

Zumal man seine Ergebnisse durch stummschalten bestimmter User und Wörter ziemlich gut optimieren kann.

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Re: Zeitgeschehen / Panorama

Beitrag von Stebbie » Do 4. Jun 2020, 09:53

dem würde ich (erneut) Widersprechen: Durch den direkten Zugang ist Twitter eigentlich viel geeigneter, um einen Einblick in die Situation von Gruppen außerhalb der eigenen Lebenswelt zu erhalten. Gerade im direkten Vergleich (ich nutze Twitter und habe auch noch klassische Zeitungsabos) merkt man schon, dass beide Medien ihre spezifischen Stärken haben, aber die Zeitungen oft schon sehr träge und partiell blind sind, weil die Texte dann am Ende doch oft von einem weißen (oft männlichen) Autoren verfasst werden.

Twitter ist hingegen ein relativ barrierefreies Medium, das einem dabei hilft, die Diskurse in Gruppen jenseits von Gatekeepern direkt nachzuvollziehen. Ich selbst habe erst durch Twitter viele Diskurse wirklich verstanden und erlange jeden Tag einen Blick auf Themen, die ich bislang nicht auf dem Schirm hatte - zumeist durch Beiträge von PoC (oder anderen Personengruppen), die kaum Chancen haben ihre Perspektive in klassischen Medien (oder in meinem Fall: Konferenzen) zu platzieren. Von daher finde ich das stete in-Konkurrenz-stellen von Twitter und klassischen Printmedien etwas unnötig; beide ergänzen sich eigentlich wunderbar, wenn man sie angemessen nutzt. Leute, die einen stören, blockiert man halt, ebenso wie man die Bild nicht liest.
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Re: Zeitgeschehen / Panorama

Beitrag von Blackstar » Do 4. Jun 2020, 09:58

Twitter ist tatsächlich ziemlich perfekt dafür, da man dort klugen konservativen Autoren folgen kann, die dich dann auf ihre Beiträge, die sie in verschiedenen Medien publizieren, hinweisen. Dann muss man sich nicht durch so viel Mist kämpfen, wie wenn man eine komplette FAZ vor sich liegen hat.
Das ist ein guter Aspekt, das ganze als Linkschleuder zu sehen, wo man zusammengefasst bekommt, wer wo wie veröffentlicht!
Mir ging es vorrangig um wirkliche "Debatten" dort und da bleibe ich bei meiner Meinung: Absolut ungeeignet. Aber schön, wenn ihr das anders wahrnehmt.

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Re: Zeitgeschehen / Panorama

Beitrag von slowdive » Do 4. Jun 2020, 11:01

Blackstar hat geschrieben:
Do 4. Jun 2020, 09:58
Twitter ist tatsächlich ziemlich perfekt dafür, da man dort klugen konservativen Autoren folgen kann, die dich dann auf ihre Beiträge, die sie in verschiedenen Medien publizieren, hinweisen. Dann muss man sich nicht durch so viel Mist kämpfen, wie wenn man eine komplette FAZ vor sich liegen hat.
Mir ging es vorrangig um wirkliche "Debatten" dort und da bleibe ich bei meiner Meinung: Absolut ungeeignet. Aber schön, wenn ihr das anders wahrnehmt.
Das widerum sehe ich ganz genauso. :smile:

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Re: Zeitgeschehen / Panorama

Beitrag von NeonGolden » Do 4. Jun 2020, 11:59

Das waren schon ein paar interessante Einblicke, Danke dafür. Die positive Sichtweise, wie von Stebbie und slowdive angerissen, kann ich nachvollziehen und war mir eigentlich auch schon seit der letzten Diskussion zum Thema bekannt. Mir leuchtet zwar nicht so ganz ein, wieso sich andere Netzwerke, Foren, kuratierte Linksammlungen, Blogs, etc. pp. für diesen Zweck nicht genauso oder besser eignen, aber ok.

In meiner Wahrnehmung ist das halt nicht der Einsatzzweck, für den Twitter als Tool oder Plattform von der Mehrheit der Nutzer eingesetzt wird. Und mir leuchtet auch noch nicht so ganz ein, wie man ohne großen Pflegeaufwand Twitter auf "eure" Weise betreiben kann. Normalerweise läuft es dort doch so, dass ich damit beginne einigen Leuten (Pool A) zu folgen. Drüber landen sowohl deren Tweets, als auch die Tweets der Leute (Pool B), die wiederum von Pool A geliked oder gefolgt werden. Spätestens jetzt verliere ich vollständig die Kontrolle über die Auswahl, was mir so angezeigt wird.
Natürlich kann ich jetzt anfangen, bestimmte unschöne Flecken in meinem Feed auszuradieren. Aber das wiederum verzerrt ja einerseits meine Wahrnehmung der Leute in Pool A und verringert andererseits die Durchlässigkeit meiner Bubble, was ich ja eigentlich vermeiden möchte. Blanken Hass und offensichtliche Dummheit kann man manchmal eindeutig erkennen und da finde ich es auch legitim, sowas rigoros weg zu blocken. Aber die Übergänge sind ja fließend - manchmal sind Leute einfach nur uninformiert, sitzen falschen Annahmen auf, usw. usf. Wie soll man da eine Grenze ziehen?
Nach meinem Empfinden sitzen auf dieser Problematik eine Vielzahl von online ausgetragenen Shitstorms, Verleumdungen, Verfeindungen und letzten Endes die Verhärtung von Fronten und die Polarisierung von bestimmten Themen auf. Und das nicht zuletzt auch, weil es bei Twitter aufgrund der Zeichenbegrenzung um kurze und prägnante Formulierungen geht. Nur ein Bruchteil der Menschen, die sich dort rumtreiben, sind dazu überhaupt in der Lage. Das gipfelt dann u.a. in so absurden "Threads" aus aneinandergereihten Tweets, für die dieses Medium einfach nicht geschaffen ist.

Twitter ist in meiner Wahrnehmung allem voran ein gigantisches, digitales Schreiorgan, mit dem sich jeder Mensch mit Internetzugang in der gesamten Welt ungefiltert und ungehindert Gehör verschaffen kann. Und während das auf dem Papier nach einem fantastischen Werkzeug für die woanders Ungehörten anfühlt, sehe ich in der Realität eher eine Kakophonie von festgefahrenen Haltungen, Dummheiten und Anfeindungen, die ungehemmt ihre Verbreitung in der gesamten Welt erfahren und sich auf diesem Wege verhärten und verbreiten. Und nur weil ich sie ausblende, verschwinden sie ja nicht. "Hat getwittert" ist gefühlt so in den Sprachgebrauch übergegangen, dass es sich anhört wie "hat gesagt". Nur dass es in der Regel für die gesamte Welt wahrnehmbar und quasi für die Ewigkeit in Stein gemeißelt ist - *auf Wunsch anonym, versteht sich. Die Vorstellung eines solchen Tools hätte ich wohl vor dessen Existenz als überaus abschreckend und dystopisch empfunden.

*edit

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Re: Zeitgeschehen / Panorama

Beitrag von Stebbie » Do 4. Jun 2020, 12:50

Damit magst du in Teilen Recht halten und natürlich ersetzt Twitter keine umfassende Debatte, wofür es einfach andere Medien benötigt. Aber viele Personen nutzen Twitter ja auch, wie Slowdive es schon anriss, primär für die Platzierung von eigenen Blogbeiträgen oder auch Artikeln in der Presse.

Ich würde nun gar nicht behaupten, dass Twitter einen wirklich einen großen Pflegeaufwand erfordert. Ich persönlich habe wirklich wenig Unsinn i.S.v. von extremen Meinungen in meiner Timeline, auch unter Berücksichtigung all der Likes oder Retweets, die mir natürlich reingeschwemmt werden. Hier überwiegen stark die informativen Beiträge oder interessanten Anschübe; allerdings folge ich auch einen großen Anteil an Usern aus meinem beruflichen Umfeld. Das prägt das Ergebnis schon sehr. Die wenigen Ausreißer kann ich ebenso einfach ignorieren, wie ich auch blöde, uninteressante Artikel oder Meinungsbeiträge in der Zeit einfach überblätter. Wenn mir bei einzelnen Usern auffällt, dass ich die fortwährend nur wegscrolle oder sie mich nerven, dann entfolge ich denen einfach, ebenso wenig wie ich Beiträge von manchen Autoren in der Zeit auch gar nicht erst lese.

Natürlich wäre es ein ehrenhaftes Ziel die eigene Bubble aufzulösen, aber ich bezweifle, dass es in letzter Konsequenz möglich sein wird. Das gleicht doch sehr dem Anspruch Geschichte so darzustellen, wie "sie wirklich gewesen ist!", was aber praktisch gesehen vollkommen illusorisch ist. Du wirst ja auch nicht im Kiosk plötzlich zur Bild, der NZZ, der Welt oder gar zum Compact-Magazin greifen, nur um zu sehen, was an der rechten Flanke gedacht oder gemeint wird. So sehe ich das eben auch bei Twitter, wo ich einfach den Leuten folge, die mir immer wieder interessante Perspektiven oder Denkanstöße geben. Erzeugt man sich damit eine Bubble? Womöglich. Lässt sich das Verkehren in einer Bubble vermeiden? Sehr wahrscheinlich nicht. Aber die Grenzen sind hier meiner Erfahrung nach weit fließender als in anderen Medien.
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Re: Zeitgeschehen / Panorama

Beitrag von Quadrophobia » Do 4. Jun 2020, 13:01

Stebbie hat geschrieben:
Do 4. Jun 2020, 12:50
Damit magst du in Teilen Recht halten und natürlich ersetzt Twitter keine umfassende Debatte, wofür es einfach andere Medien benötigt. Aber viele Personen nutzen Twitter ja auch, wie Slowdive es schon anriss, primär für die Platzierung von eigenen Blogbeiträgen oder auch Artikeln in der Presse.

Ich würde nun gar nicht behaupten, dass Twitter einen wirklich einen großen Pflegeaufwand erfordert. Ich persönlich habe wirklich wenig Unsinn i.S.v. von extremen Meinungen in meiner Timeline, auch unter Berücksichtigung all der Likes oder Retweets, die mir natürlich reingeschwemmt werden. Hier überwiegen stark die informativen Beiträge oder interessanten Anschübe; allerdings folge ich auch einen großen Anteil an Usern aus meinem beruflichen Umfeld. Das prägt das Ergebnis schon sehr. Die wenigen Ausreißer kann ich ebenso einfach ignorieren, wie ich auch blöde, uninteressante Artikel oder Meinungsbeiträge in der Zeit einfach überblätter. Wenn mir bei einzelnen Usern auffällt, dass ich die fortwährend nur wegscrolle oder sie mich nerven, dann entfolge ich denen einfach, ebenso wenig wie ich Beiträge von manchen Autoren in der Zeit auch gar nicht erst lese.

Natürlich wäre es ein ehrenhaftes Ziel die eigene Bubble aufzulösen, aber ich bezweifle, dass es in letzter Konsequenz möglich sein wird. Das gleicht doch sehr dem Anspruch Geschichte so darzustellen, wie "sie wirklich gewesen ist!", was aber praktisch gesehen vollkommen illusorisch ist. Du wirst ja auch nicht im Kiosk plötzlich zur Bild, der NZZ, der Welt oder gar zum Compact-Magazin greifen, nur um zu sehen, was an der rechten Flanke gedacht oder gemeint wird. So sehe ich das eben auch bei Twitter, wo ich einfach den Leuten folge, die mir immer wieder interessante Perspektiven oder Denkanstöße geben. Erzeugt man sich damit eine Bubble? Womöglich. Lässt sich das Verkehren in einer Bubble vermeiden? Sehr wahrscheinlich nicht. Aber die Grenzen sind hier meiner Erfahrung nach weit fließender als in anderen Medien.

Gerade die NZZ lese ich aus genau diesem Grund ziemlich regelmäßig.

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Re: Zeitgeschehen / Panorama

Beitrag von NeonGolden » Do 4. Jun 2020, 13:22

Witzig, dass du die NZZ ansprichst, da wurden mir über Umwege nun schon einige junge RedakteurInnen in den Twitter-Feed gespült, die sich ganz offen im sehr fragwürdigen, rechten Bereich bewegen. Die habe ich mir über Kachelmann eingetreten und dachte mir dann, dass ich denen einfach mal folge um vielleicht ein bisschen zu verstehen, wieso die so sind. Ruck zuck ist der ganze Feed voll mit rechtem Dünnschiss.

@Stebbie: Ich greife am Kiosk ganz sicher nicht zu Bild oder sonstigen, da ich grundsätzlich keinen Print mehr kaufe. Online lese ich allerdings komplett querbeet und versuche die politische Ausrichtung von den jeweiligen Seiten eigentlich so gut es geht auszublenden. Bei der NZZ z.B. habe ich früher sogar sehr viel gelesen, bis sie mir vor einiger Zeit erst als ganz offen rechts bewusst geworden ist. Das waren früher allerdings auch keine Artikel mit politischem Inhalt.

Das mit der Bubble ist auch nicht mein primäres Problem mit Twitter. Es geht mir vor allem auch um die Mechanik des Tools, das ganz offensichtlich nicht-geeignet-Sein für sinnstiftende Debatten, das Fördern und Verbreiten von unvollständigen, vereinfachten oder schlicht falschen Informationen und das Provozieren von kleinen bis großen Zankereien bei noch so banalen Dingen. Davor kann sich ja keine Bubble freisprechen. Möglich, dass das in stark wissenschaftlich geprägten Bubbles auf ein Minimum reduziert ist - diese sind ja im reichweitenstarken Twitter-Kosmos aber eher wenig vertreten.

Wahlloses, aber aktuelles Beispiel:


Man führe sich mal vor Augen, was da in den Kommentaren abgeht. Wieviel Unsinn dort niedergeschrieben wird. Klar kann ich das ausblenden. Aber ich kann ja nicht einfach die schiere Masse an Dummheit und Ärger wegignorieren. Und ich glaube, dass Twitter als verkrüppeltes Kommunikationstool einen guten Teil dazu beiträgt, dass sowas überhaupt erst entsteht.

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Re: Zeitgeschehen / Panorama

Beitrag von Quadrophobia » Do 4. Jun 2020, 13:32

Der große Pluspunkt der NZZ ist ja eher die internationale Berichterstattung, die sich auch mal aus dem liberalen Konsens herausbewegt und Außenpolitische Denkanstöße gibt, die anderswo nicht mehr zu finden sind. Die "Wertkoservative" Ausrichtung der Wirtschafts- und Kulturberichterstattung ist allerdings höchst kritikwürdig. Eric Grujer hat da ja wirklich alles auf Linie gebracht und insbesondere Benedikt Neff in Berlin ist unerträglich.

Edit: Gerade gelesen, dass Neff jetzt nicht mehr bei der NZZ, sondern persönlicher Referent des Springer Vorsitzenden ist. Passend.

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Re: Zeitgeschehen / Panorama

Beitrag von slowdive » Do 4. Jun 2020, 15:43

NeonGolden hat geschrieben:
Do 4. Jun 2020, 13:22
Und ich glaube, dass Twitter als verkrüppeltes Kommunikationstool einen guten Teil dazu beiträgt, dass sowas überhaupt erst entsteht.
Das unterschreibt glaube ich jeder. Medium ist halt noch immer die Botschaft.

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Re: Zeitgeschehen / Panorama

Beitrag von Blackstar » Fr 5. Jun 2020, 12:24

https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitge ... mitglieder

Der letzte Absatz macht es besonders heftig.

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Re: Zeitgeschehen / Panorama

Beitrag von mattkru » Fr 5. Jun 2020, 12:29

Blackstar hat geschrieben:
Fr 5. Jun 2020, 12:24
https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitge ... mitglieder

Der letzte Absatz macht es besonders heftig.
1312 halt...

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Re: Zeitgeschehen / Panorama

Beitrag von Quadrophobia » Fr 5. Jun 2020, 13:03

Blackstar hat geschrieben:
Fr 5. Jun 2020, 12:24
https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitge ... mitglieder

Der letzte Absatz macht es besonders heftig.
Bewährungsstrafe unter 12 Monaten und Wiedereinstellung nach der Bewährung. Wer wettet dagegen?

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Re: Zeitgeschehen / Panorama

Beitrag von ckshadow » Mo 15. Jun 2020, 11:30

Texas gestern so :roll:


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Re: Zeitgeschehen / Panorama

Beitrag von mattkru » Mo 15. Jun 2020, 11:32

ckshadow hat geschrieben:
Mo 15. Jun 2020, 11:30
Texas gestern so :roll:

Meine zynische Meinung: dort waren sicher mehr Trump-Wähler als Biden-Wähler.


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Re: Zeitgeschehen / Panorama

Beitrag von Quadrophobia » Do 2. Jul 2020, 11:05

Blackstar hat geschrieben:
Do 2. Jul 2020, 10:23
https://www.deutschlandfunk.de/sachsen- ... id=1146982

Joa...
Wenn Sachsen seinen rechtslastigen VVS Chef gegen einen anderen rechtslastigen VVS Chef austauscht.

Bild

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Re: Zeitgeschehen / Panorama

Beitrag von mattkru » Do 2. Jul 2020, 11:33

Nennt sich sowas ‚Inverser V-Mann‘?

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Re: Zeitgeschehen / Panorama

Beitrag von Engholm » Do 2. Jul 2020, 11:36

same ol' game.

Wie heißt Christian eigentlich mit Nachnamen?

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Re: Zeitgeschehen / Panorama

Beitrag von Quadrophobia » Do 2. Jul 2020, 12:00

Engholm hat geschrieben:
Do 2. Jul 2020, 11:36
same ol' game.

Wie heißt Christian eigentlich mit Nachnamen?
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Re: Zeitgeschehen / Panorama

Beitrag von Blackstar » Di 7. Jul 2020, 11:03

https://www.tagesspiegel.de/themen/repo ... 78068.html

Weil es so fucking unfassbar klingt, wie nach einem anderen Planeten und so unglaublich. Aber: Ich habe das alles, diese ganzen Einstellungen, diese Beklemmung, dieses beschönigen, wegreden, bedrohen wasauchimmer selbst genau so erlebt.

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Re: Zeitgeschehen / Panorama

Beitrag von Tambourine-Man » Di 7. Jul 2020, 12:33

Ahh, die berühmten Pfosten-Alleen Ostsachsens.

Tatsächlich weiß ich außer nem ollen Spruch auch nicht wirklich, was man dazu sagen soll. Es wirkt schon lange einfach nur noch befremdlich. Ich wollte eigentlich mal in die sächsische Schweiz zum Wandern, aber durch Schilderungen wie diese überlege ich es mir tatsächlich zweimal. Andererseits lässt das wiederum die (wenigen), die noch dableiben und freiheitlich-demokratische Werte teilen, im Stich.
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Re: Zeitgeschehen / Panorama

Beitrag von nilolium » Di 7. Jul 2020, 14:05

ja same, blackstar. es hat sich einfach kaum etwas verändert.


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