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Previously on.... - Der Serien Thread

Von Spam bis Gott und die Welt
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fipsi
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Re: Previously on.... - Der Serien Thread

Beitrag von fipsi » Sa 25. Jul 2020, 20:57

Ich muss ein paar Worte zu Normal People loswerden. Die Serie basiert auf dem gleichnamigen Roman von Sally Rooney, die auch am Drehbuch mitgearbeitet hat. Regie führen Lenny Abrahamson (Episoden 1-6; auch bekannt für Room) und Hettie Macdonald (Episoden 7-12).

Die Geschichte begleitet die komplexe Beziehung zwischen Marianne und Connell, die sich in der Oberstufe in einer irischen Kleinstadt kennenlernen und später sich am Trinity College in Dublin wiedertreffen. Die Episoden konzentrieren sich nur auf diese beiden Charaktere. Dadurch entstehen keine sinnlosen Nebenplots und die Intensität ist deutlich höher als anfangs gedacht. Die Entwicklung wird auch immer bedrückender, weshalb ich wirklich viele Pausen brauche. Viele Szenen kann man sehr gut nachvollziehen und andere sind deutlich schwerer greifbar. Das liegt aber an der Zeichnung der Charaktere auf die ich ohne größere Spoiler nicht weiter eingehen kann.

Eine ähnlich bedrückende Serie habe ich zuletzt mit The Leftovers gesehen. Durch die episodenhafte Darstellung erinnert es auch sehr stark an die Before-Filmreihe. Generell wird hier die Coming of Age Geschichte ganz anders erzählt als bei vielen anderen Serien, die auf dem Papier wohl ähnlich aussehen. Ich habe noch drei Episoden vor mir. Ich bin mir aber sicher, dass ich dieses Jahr kaum noch etwas intensiveres und eindringlicheres sehen werde.
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Taksim
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Re: Previously on.... - Der Serien Thread

Beitrag von Taksim » Di 28. Jul 2020, 22:27

Die Emmys laden ja regelmäßig zum Verzweifeln ein. Aber dieses Jahr schießen sie den Vogel ab. Über den Ärger dass Rhea Seehorn nicht nominiert ist, hätte ich beinahe übersehen, dass Bob Odenkirk auch nicht nominiert ist. Unfassbar.

https://www.hollywoodreporter.com/lists ... es-1304639
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ThomZorke
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Re: Previously on.... - Der Serien Thread

Beitrag von ThomZorke » Di 28. Jul 2020, 22:52

Verstehe nicht ansatzweise, wie man der letzten Staffel Mr. Robot nicht eine Nominierung (außer für das zugehörige ARG...) verpassen konnte. Ich habe selten eine Serie gesehen, die so ein rundes Ende hatte. Nach der anstrengenden 2. Staffel hat sich die Serie erholt und war danach in allen Belangen wirklich ausnahmslos verdammt gut.

Dann bleibt nur zu hoffen, dass es das Jahr von Succession wird. Nochmal eine sehr dringende Guckempfehlung (aktuell auch wieder beide Staffeln bei Sky Ticket).

scarred
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Re: Previously on.... - Der Serien Thread

Beitrag von scarred » Mi 29. Jul 2020, 00:52

Schon traurig wie viele Serien im Schlund von Sky ticket verschwinden.

nullneun
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Re: Previously on.... - Der Serien Thread

Beitrag von nullneun » Mi 29. Jul 2020, 01:35

Taksim hat geschrieben:
Di 28. Jul 2020, 22:27
Die Emmys laden ja regelmäßig zum Verzweifeln ein. Aber dieses Jahr schießen sie den Vogel ab. Über den Ärger dass Rhea Seehorn nicht nominiert ist, hätte ich beinahe übersehen, dass Bob Odenkirk auch nicht nominiert ist. Unfassbar.

https://www.hollywoodreporter.com/lists ... es-1304639
Wow - und Tony Dalton wurde auch nicht nominiert. Hätte auch eine Nominierung für Tom Pelphrey (Ozark) als bester Nebendarsteller erwartet.

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Monkeyson
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Re: Previously on.... - Der Serien Thread

Beitrag von Monkeyson » Mi 29. Jul 2020, 19:57

Taksim hat geschrieben:
Mo 11. Mai 2020, 13:11
Monkeyson hat geschrieben:
Mo 11. Mai 2020, 00:26
Taksim hat geschrieben:
So 10. Mai 2020, 02:45
Wo soll ich anfangen?

Die unfassbaren Performances (The Wire? Komm schon, nicht schlecht, aber gerade in dem Punkt kein Vergleich), die emotionale Tiefe, die unfassbaren kreativen Ideen (die mit der Zeit so kommen, also dran bleiben!), und vor allem, vor allem der Einsatz der Musik! Zum einen wie populäre Tracks verwendet werden, aber dazu ist Max Richters Score der ergreifendste, den ich jemals für irgendein audiovisuelles Medium gehört habe. Zwei Sekunden davon und mir schießen die Tränen in die Augen.
Es ist so eigen, so düster, so mutig, so packend. Die Serie ist wirklich was ganz besonderes.
The Wire ist bis in die letzte Nebenrolle total überzeugend besetzt - und das bei recht eingeschränktem Pool an verfügbaren Schauspielern anhand von etwa 95% schwarzen Charakteren. Wer meinst du denn, nicht?

Weiß nicht, ob's an den Schauspielern selbst liegt oder am Drehbuch, aber bei manchen Serien wie zuletzt Dark, Narcos oder jetzt The Leftovers nervt mich diese Haltung "ist ein Drama, ich darf in keiner Sekunde einen Scherz machen oder gar lachen". Fällt mir zumindest bei den Kindern von Kevin auf, die Eltern sind top besetzt.

Und wie gesagt, die Konstellation ist schon eine kreative, spannende. Auditiv / visuell ist aber bislang noch nix rübergekommen, da hat Breaking Bad ganz andere Referenzen gesetzt.
Okay, wenn dich der Aspekt stört kann ich nicht widersprechen. Die Serie ist unsagbar düster und traurig. Es kommen aber zumindest noch äußerst skurrile Storyideen und Turns, die schon für verschiedene Stimmungen sorgen.
Mein lieber Taksim, so überzeugend die erste Staffel zu Ende ging, so weiß ich erst nach der ersten Folge der zweiten Staffel, worauf du hinauswolltest! Geniale Wendung. Und wenn ich auch immer noch den Score total deplatziert finde, so muss ich vor dem hier zu beobachtenden Worldbuilding meinen Hut ziehen!

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Taksim
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Re: Previously on.... - Der Serien Thread

Beitrag von Taksim » Do 30. Jul 2020, 09:46

Monkeyson hat geschrieben:
Mi 29. Jul 2020, 19:57
Taksim hat geschrieben:
Mo 11. Mai 2020, 13:11
Monkeyson hat geschrieben:
Mo 11. Mai 2020, 00:26


The Wire ist bis in die letzte Nebenrolle total überzeugend besetzt - und das bei recht eingeschränktem Pool an verfügbaren Schauspielern anhand von etwa 95% schwarzen Charakteren. Wer meinst du denn, nicht?

Weiß nicht, ob's an den Schauspielern selbst liegt oder am Drehbuch, aber bei manchen Serien wie zuletzt Dark, Narcos oder jetzt The Leftovers nervt mich diese Haltung "ist ein Drama, ich darf in keiner Sekunde einen Scherz machen oder gar lachen". Fällt mir zumindest bei den Kindern von Kevin auf, die Eltern sind top besetzt.

Und wie gesagt, die Konstellation ist schon eine kreative, spannende. Auditiv / visuell ist aber bislang noch nix rübergekommen, da hat Breaking Bad ganz andere Referenzen gesetzt.
Okay, wenn dich der Aspekt stört kann ich nicht widersprechen. Die Serie ist unsagbar düster und traurig. Es kommen aber zumindest noch äußerst skurrile Storyideen und Turns, die schon für verschiedene Stimmungen sorgen.
Mein lieber Taksim, so überzeugend die erste Staffel zu Ende ging, so weiß ich erst nach der ersten Folge der zweiten Staffel, worauf du hinauswolltest! Geniale Wendung. Und wenn ich auch immer noch den Score total deplatziert finde, so muss ich vor dem hier zu beobachtenden Worldbuilding meinen Hut ziehen!
Das werde ich zwar in hundert Jahren nicht verstehen, aber schön, dass du doch Zugang zu der Serie gefunden hast :smile:
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Flecha
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Re: Previously on.... - Der Serien Thread

Beitrag von Flecha » Do 6. Aug 2020, 16:02

Bin jetzt auch dazu gekommen, Dark abzuschließen und würde mich in vielen Juluans, aber auch Engholms Beitrag anschließen. Gab es selten, dass meine Freundin und ich bei einer Serie, gerade in den letzten Folgen, so oft mal Stop gedrückt haben, um das Geflecht aus Personen und deren Verwandt- oder Nicht-Verwandschaften untereinander zu diskutieren. :doof: Und dabei ist es trotzdem ziemlich rund zu Ende gegangen. Gut auch, dass sie das in 3 Staffeln belassen und nicht noch zwanghaft weiter ausgebaut haben.

Wie mir persönlich das Ende noch besser gefallen hätte:
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MairzyDoats hat geschrieben:
So 12. Jul 2020, 17:52
Habe dann in letzter Zeit auch einmal Dark durchgesuchtet, nachdem die Serie ja doch ziemlich abgefeiert wurde und ja, für ne deutsche Serie war das schon echt gut, vor allem von der Produktion her. Zwischendurch hatte ich ganz leichte RTL-Katastrophenfilm-Vibes und war ein bisschen genervt von den bedeutungsschwanger vorgetragenen Möchtegern-Weisheiten, aber Alles in Allem war das schon recht rund. Vom Ende war ich dann aber auch nur so halb angetan.
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