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Previously on.... - Der Serien Thread

Von Spam bis Gott und die Welt
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slowdive
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Re: Previously on.... - Der Serien Thread

Beitrag von slowdive » Mo 22. Feb 2021, 11:07

Ich z.B. fand "Chernobyl" z.B. gut (wenn auch nicht so überragend wie viele andere). Da zeigt sich ganz gut, was von der – wie ich finde – relevanten Essenz einer Serie übrig bleibt, wenn man sie von dem ganzen "Groschenroman-Background" ihrer Figuren entschlackt. Hätte man sich rein von der Prämisse und dem Einstieg her auch gut über 3+ Staffeln vorstellen können heutzutage – wäre aber halt viel schlechter dann.

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Quadrophobia
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Re: Previously on.... - Der Serien Thread

Beitrag von Quadrophobia » Mo 22. Feb 2021, 11:43

Unter der aktuellen Daueranspannung ist Serien schauen auch einfach ziemlich anstrengend. Aber The Americans holt mich das erste mal seit Dark so sehr ab, dass ich es am Stück gucken will.

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Norakete
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Re: Previously on.... - Der Serien Thread

Beitrag von Norakete » Mo 22. Feb 2021, 14:53

slowdive hat geschrieben:
So 21. Feb 2021, 23:47
Ich bin durch Quadros Beitrag tatsächlich ein wenig in meine zwei bis drei Mal im Jahr auftretende "Vielleicht doch mal eine Serie"-Stimmung gekommen.

(...)

Also alles wie immer: Die Serienfront bleibt ein äußerst frustrierender Ort für mich.
Es könnte damit zusammenhängen, dass du Mr. Robot bislang noch nicht geschaut hast. Ich habe die Serie vor einigen Wochen beendet und bin immer noch so begeistert, dass ich da noch immer regelmäßig drüber nachdenke und vor Kurzem auch noch einmal von vorne angefangen habe. Getragen wird das Ganze in erheblichen Maße von Hauptdarsteller Rami Malek, der diese Rolle so unglaublich gut spielt. So viele Szenen, die quasi nur aus ihm, seinen Gedanken und seiner Gesichtsmimik bestehen.
Zu Beginn glaubt man lange Zeit, sowas alles ja schon mal in ähnlicher Form gesehen zu haben (ein bisschen Fight Club, ein bisschen Matrix, ein bisschen hier und da), aber das ändert sich nach einigen Folgen. Inhaltlich kann/will ich wirklich nicht mehr dazu sagen, da Spoiler hier das Serienerlebnis so sehr killen würde wie nirgends sonst. Ich empfehle jedem ausdrücklich, diese Serie nachzuholen. Trust Mr. Robot.

Auch nicht ganz unerheblich: man merkt hier deutlich, dass der Macher der Serie von Anfang an wusste, worauf das alles hinauslaufen und wie die Story enden soll. Demzufolge hat man hier auch ein extrem befriedigendes Serienende, was ja nicht selbstverständlich ist (ja, ich starre dich dabei an, Lost!)
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glutexo2000
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Re: Previously on.... - Der Serien Thread

Beitrag von glutexo2000 » Mo 22. Feb 2021, 19:13

Norakete hat geschrieben:
slowdive hat geschrieben:
So 21. Feb 2021, 23:47
Ich bin durch Quadros Beitrag tatsächlich ein wenig in meine zwei bis drei Mal im Jahr auftretende "Vielleicht doch mal eine Serie"-Stimmung gekommen.

(...)

Also alles wie immer: Die Serienfront bleibt ein äußerst frustrierender Ort für mich.
Es könnte damit zusammenhängen, dass du Mr. Robot bislang noch nicht geschaut hast. Ich habe die Serie vor einigen Wochen beendet und bin immer noch so begeistert, dass ich da noch immer regelmäßig drüber nachdenke und vor Kurzem auch noch einmal von vorne angefangen habe. Getragen wird das Ganze in erheblichen Maße von Hauptdarsteller Rami Malek, der diese Rolle so unglaublich gut spielt. So viele Szenen, die quasi nur aus ihm, seinen Gedanken und seiner Gesichtsmimik bestehen.
Zu Beginn glaubt man lange Zeit, sowas alles ja schon mal in ähnlicher Form gesehen zu haben (ein bisschen Fight Club, ein bisschen Matrix, ein bisschen hier und da), aber das ändert sich nach einigen Folgen. Inhaltlich kann/will ich wirklich nicht mehr dazu sagen, da Spoiler hier das Serienerlebnis so sehr killen würde wie nirgends sonst. Ich empfehle jedem ausdrücklich, diese Serie nachzuholen. Trust Mr. Robot.

Auch nicht ganz unerheblich: man merkt hier deutlich, dass der Macher der Serie von Anfang an wusste, worauf das alles hinauslaufen und wie die Story enden soll. Demzufolge hat man hier auch ein extrem befriedigendes Serienende, was ja nicht selbstverständlich ist (ja, ich starre dich dabei an, Lost!)
Lohnt es sich das nochmal zu wagen, auch wenn mich die erste Staffel nicht so gepackt hat?

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Norakete
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Re: Previously on.... - Der Serien Thread

Beitrag von Norakete » Mo 22. Feb 2021, 19:37

glutexo2000 hat geschrieben:
Mo 22. Feb 2021, 19:13
Lohnt es sich das nochmal zu wagen, auch wenn mich die erste Staffel nicht so gepackt hat?
Schwierig, die zweite Staffel gilt gemeinhin als die am wenigsten gute, in 3 und 4 nimmt es nochmal ordentlich Fahrt auf. Aber glaube, wenn dir die erste schon nicht zusagt, ist es grundsätzlich vielleicht einfach nichts für dich. Auch wenn ich das nicht nachvollziehen kann. :grin:
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Engholm
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Re: Previously on.... - Der Serien Thread

Beitrag von Engholm » Di 23. Feb 2021, 10:53

Declan_de_Barra hat geschrieben:
Mo 22. Feb 2021, 09:39
Tatsächlich habe ich in letzter Zeit auch mein Interesse verloren, so lange Serien zu schauen. Jedenfalls meistens.
und
glutexo2000 hat geschrieben:
Mo 22. Feb 2021, 10:43
Ich auch. Die Wahrscheinlichkeit ist mittlerweile zu hoch, dass ich dann doch 40 Stunden Lebenszeit verschwende.
... warum ich so gerne kurze Serien mag, bei denen selbst die einzelnen Episoden kurz gehalten sind.

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glutexo2000
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Re: Previously on.... - Der Serien Thread

Beitrag von glutexo2000 » Di 23. Feb 2021, 10:59

Norakete hat geschrieben:
glutexo2000 hat geschrieben:
Mo 22. Feb 2021, 19:13
Lohnt es sich das nochmal zu wagen, auch wenn mich die erste Staffel nicht so gepackt hat?
Schwierig, die zweite Staffel gilt gemeinhin als die am wenigsten gute, in 3 und 4 nimmt es nochmal ordentlich Fahrt auf. Aber glaube, wenn dir die erste schon nicht zusagt, ist es grundsätzlich vielleicht einfach nichts für dich. Auch wenn ich das nicht nachvollziehen kann. :grin:
Ok, danke :D
Engholm hat geschrieben: ... warum ich so gerne kurze Serien mag, bei denen selbst die einzelnen Episoden kurz gehalten sind.
Finde "Mini Serien" mittlerweile auch besser, Chernobyl oder Unorthodox zB. fand ich sehr gut.
Kommen ja auch immer mehr kleinere Serien und geht einher mit der zunehmenden Beliebtheit <30 Min Alben oder EPs. Ganz spannend eigentlich.

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MariaMusic
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Re: Previously on.... - Der Serien Thread

Beitrag von MariaMusic » Di 23. Feb 2021, 13:06

Hallo,

GoT ganz klar auch einer meiner Lieblingsserien :smile:

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Norakete
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Re: Previously on.... - Der Serien Thread

Beitrag von Norakete » Di 23. Feb 2021, 13:13

es ist ein bisschen sehr offensichtlich, just saying
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NeonGolden
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Re: Previously on.... - Der Serien Thread

Beitrag von NeonGolden » Di 23. Feb 2021, 13:14

Werbelink incoming in 3...2...1...

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Taksim
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Re: Previously on.... - Der Serien Thread

Beitrag von Taksim » Di 23. Feb 2021, 13:37

Edit: Falscher Thread
"I don't know."

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Monkeyson
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Re: Previously on.... - Der Serien Thread

Beitrag von Monkeyson » Di 23. Feb 2021, 13:45

slowdive hat geschrieben:
So 21. Feb 2021, 23:47
Dann abgebrochen und stattdessen "The Leftovers" angefangen. Ähnlich ernüchternd. Die Prämisse ist toll, aber danach geht es nicht wirklich weiter bisher (4 Folgen). Statt in der Handlung voran, geht es in die Figuren hinein – und deren Probleme sind nicht besonders originell oder wenigstens überraschend gut erzählt. Bisher ist es einfach ein stinknormales Drama, bei dem die Prämisse im Grunde keine wesentliche Rolle spielt. Dazu alles in diesem "Alles ist schlimm und wird noch schlimmer"-Gestus, der stets den Eindruck macht, dass die Macher der Serie Angst davor haben, mit ihrer Kunst nicht mehr ernst genommen zu werden, sobald sie mal einen Witz machen oder einen leicht positiveren, lockereren Tonshift etablieren (dazu dieser Holzhammer-Depression™-Score von Max Richter).

Mir fehlt jedwiger Grund 28 Stunden meines Lebens in sowas zu stecken. Irgendwie schade, da die Serie so interessant hätte sein können mit ihrem Motiv der kollektiven Trauer (die nicht bewältigt werden kann, aufgrund des ungeklärten Schicksals der Figuren) und der gesellschaftlichen Art mit einer – nach dem Schock – neuen Realität umzugehen.
Kannst ja mal zurückblättern zu Taksims und meiner Konversation letztens zum selben Thema. Ich war ähnlich ernüchtert angesichts des überwältigenden Lobs für dieses Werk und hab meinen Missmut zur 1. Staffel ausgedrückt, auch wenn mich die Thematik richtig gepackt hat. Taksims Antwort war: Dranbleiben!

Die 2. und 3. Staffel sind weit von einem stinknormalen Drama entfernt (manchmal eher einen Deut zu weit), der Gestus ist immer mal wieder skurril aufgelockert, der Score wird plötzlich wunderbar vielfältig. Dazu wird sich auf die richtigen, glaubwürdig gespielten Charaktere konzentriert und das Finale ist das beste, welches ich bislang in einer Serie gesehen habe (kenne aber auch The Americans noch nicht). Meine Antwort daher: Dranbleiben!

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Monkeyson
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Re: Previously on.... - Der Serien Thread

Beitrag von Monkeyson » Di 23. Feb 2021, 13:48

Monkeyson hat geschrieben:
Sa 9. Mai 2020, 22:59
Kann mir jemand spoilerfrei erklären, was der Grund dafür sein könnte, dass The Leftovers von einer Mehrzahl der Kritiker als beste Serie der 2010er angesehen wird?

Nach 5 Folgen kann ich vor allem der Prämisse einiges abgewinnen, aber handwerklich ist das bislang nur gut, mehr nicht. Visuell und erzähltechnisch kein Vergleich mit Breaking Bad und schauspielerisch keiner mit The Wire. (Okay, andere Dekade, aber das ist nun mal die Messlatte.)

Wenn das so'n reines Twist-Ding sein sollte, dann lieber die Klappe halten - ich gelobe, weiterzugucken. :wink:
Mein Fazit nach 5 Folgen liest sich wie deins nach derer 4. :mrgreen:

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slowdive
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Re: Previously on.... - Der Serien Thread

Beitrag von slowdive » Di 23. Feb 2021, 14:16

Monkeyson hat geschrieben:
Di 23. Feb 2021, 13:48
Monkeyson hat geschrieben:
Sa 9. Mai 2020, 22:59
Kann mir jemand spoilerfrei erklären, was der Grund dafür sein könnte, dass The Leftovers von einer Mehrzahl der Kritiker als beste Serie der 2010er angesehen wird?

Nach 5 Folgen kann ich vor allem der Prämisse einiges abgewinnen, aber handwerklich ist das bislang nur gut, mehr nicht. Visuell und erzähltechnisch kein Vergleich mit Breaking Bad und schauspielerisch keiner mit The Wire. (Okay, andere Dekade, aber das ist nun mal die Messlatte.)

Wenn das so'n reines Twist-Ding sein sollte, dann lieber die Klappe halten - ich gelobe, weiterzugucken. :wink:
Mein Fazit nach 5 Folgen liest sich wie deins nach derer 4. :mrgreen:
Klingt ja schonmal viel besser. Ich weiß aber ehrlich gesagt noch nicht, ob ich bereits bin mich bis dahin "durchzuquälen". Mmh. Macht der Verlauf auch den Anfang der Serie rückblickend besser?

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Re: Previously on.... - Der Serien Thread

Beitrag von Monkeyson » Di 23. Feb 2021, 14:38

slowdive hat geschrieben:
Di 23. Feb 2021, 14:16
Klingt ja schonmal viel besser. Ich weiß aber ehrlich gesagt noch nicht, ob ich bereits bin mich bis dahin "durchzuquälen". Mmh. Macht der Verlauf auch den Anfang der Serie rückblickend besser?
Er fügt dem jetzt keine weitere Bedeutungsebene hinzu, falls du darauf hinaus willst. Für die Charakterzeichnung ist er natürlich dennoch bedeutsam. Würde sagen, du hast soeben die Talsohle durchschritten. Folge 5 und vor allem 6 würde ich noch testen, wenn es dann weiterhin eher Qual als gute Unterhaltung mit einzelnen Kritikpunkten ist, kann ich jeden verstehen, der den Invest scheut.

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Re: Previously on.... - Der Serien Thread

Beitrag von slowdive » Di 23. Feb 2021, 14:53

Monkeyson hat geschrieben:
Di 23. Feb 2021, 14:38
slowdive hat geschrieben:
Di 23. Feb 2021, 14:16
Klingt ja schonmal viel besser. Ich weiß aber ehrlich gesagt noch nicht, ob ich bereits bin mich bis dahin "durchzuquälen". Mmh. Macht der Verlauf auch den Anfang der Serie rückblickend besser?
Er fügt dem jetzt keine weitere Bedeutungsebene hinzu, falls du darauf hinaus willst. Für die Charakterzeichnung ist er natürlich dennoch bedeutsam. Würde sagen, du hast soeben die Talsohle durchschritten. Folge 5 und vor allem 6 würde ich noch testen, wenn es dann weiterhin eher Qual als gute Unterhaltung mit einzelnen Kritikpunkten ist, kann ich jeden verstehen, der den Invest scheut.
Alles klar, vielen Dank. Ich mache es mal von meiner Stimmung in den nächsten Tagen abhängig.

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Re: Previously on.... - Der Serien Thread

Beitrag von slowdive » Sa 27. Feb 2021, 02:04

Habe jetzt stattdessen Mad Men angefangen, was schon ewig auf meiner Liste steht (bisher aufgeschoben wegen der Länge). Die pointierten, toll geschrieben Dialoge, das völlig unnostalgische 60er-Jahre-Flair, das klar, authentisch rübergebracht wird und doch benutzt wird, um noch immer völlig gegenwärtige Themen (Feminismus, sex. Belästigung am Arbeitsplatz, mentale Gesundheit, toxische Männlichkeit, etc...) zu verhandeln, der Humor. Was soll ich sagen? Die ersten drei Folgen (also abwarten...) umschiffen schon mal all die Streaming-related-Probleme, die zeitgeistige Serien so frustrierend machen. Es scheint das etwas ältere Serien, die in einer Zeit kreiert worden sind, in der die Vereinheitsbreiung durch den Zwang Leute zum 'bingen' zu bringen noch nicht vorhanden war, im Regelfall einfach wesentlich besser sind (für mich). Tatsächlich müssen Writer bessere Charaktere, Drehbücher, Storylines schreiben, wenn sie sich nicht einfach auf den Taschenspielertrick des Cliffhanger-Finales, auf das die ganze Episode hinarbeitet, verlassen können, mit dem der Zuschauer zum Dauergucken hin manipuliert werden soll. Natürlich sind Serien (und Filme) immer auch die Kunst der Verführung des Zuschauers, aber es ist so schön, dass man sich hier wirklich noch mit Kopf, Kreativität und Ernsthaftigkeit umgarnt wird und sich nicht fühlt, als würde man den vereinheitlichten, korrupierenden Tricks eines mittelmäßigen Pickup-Artists ausgesetzt werden (Cliffhanger-Writing, ewige Psychologisierung zur "Tiefe"-Simulation). Hach..schön.

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Re: Previously on.... - Der Serien Thread

Beitrag von Quadrophobia » Sa 27. Feb 2021, 11:50

Madmen steht hier auch noch. Aber erst The Americans, Sopranos und The Wire. Bei meinem Serientempo also eher was für 2022.

Versteh deine Kritik an Streaming optimierten Produktionen zwar grundsätzlich, muss aber dagegenhalten, dass es auf der anderen Seite Serien ermöglicht, die es im DVD Zeitalter nicht geschafft hätten. Queens Gambit, Unorthodox oder sogar Chernobyl sind halt positive Beispiele, wie Streaming zur Produktion großartiger Kurzserien genutzt werden kann.

Ich glaube wir teilen das Problem, dass wir beide eher den Spannungsbogen eines guten Films vorziehen statt Serien, die über dutzende Stunden Spielzeit ihre Story, Atmosphäre und Charaktere anders aufbauen müssen.

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Re: Previously on.... - Der Serien Thread

Beitrag von Norakete » Sa 27. Feb 2021, 12:57

Quadrophobia hat geschrieben:
Sa 27. Feb 2021, 11:50
Ich glaube wir teilen das Problem, dass wir beide eher den Spannungsbogen eines guten Films vorziehen statt Serien, die über dutzende Stunden Spielzeit ihre Story, Atmosphäre und Charaktere anders aufbauen müssen.
Mir geht es da witzigerweise genau andersrum. Ich kann mit Charakteren viel viel mehr mitfiebern (oder mich teilweise gar mit ihnen identifizieren), wenn ich sie über viele Folgen oder Staffeln verfolgt habe. Bei einem Film ist dem Medium geschuldet viel weniger Zeit, verschiedene Eigenschaften von mehreren Charakteren einzuführen/darzustellen.
Auch wenn es vielleicht komisch klingt, aber für mich ist die Hemmschwelle, einen mir unbekannten Film zu starten, wesentlich höher als es bei Serien der Fall ist. Bei einer Serie kann ich nach 1, 2 oder ggf mehr Folgen einfach aufhören, habe nicht allzu viel Zeit verbraucht und kann damit leben, nicht zu wissen, wie es weitergeht. Das kann ich im Extremfall auch während der ersten Folge noch, wenn mir etwas missfällt. Stehe ich hingegen vor der Entscheidung, einen Film zu starten, dann ist da irgendwie die Klarheit "ok, die nächsten ~2h gehen dafür jetzt garantiert drauf", weil ich da auch bei schlechten Filmen (aka jene, die mir nicht gefallen) wissen "muss", wie es denn nun ausgeht, auch wenn es mir keine Freude bereitet.
Daraus folgt dann auch, dass ich Schnitt vielleicht einen für mich neuen Film pro Jahr gucke. :doof:
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