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Der Konzertbesuchsthread

Konzerte, Platten & Musik im TV
Känguru
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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von Känguru » So 10. Mär 2019, 13:28

KingDome hat geschrieben:
Mo 4. Mär 2019, 16:17
Max-Powers hat geschrieben:
Mo 4. Mär 2019, 14:56
Ich war am Samstag bei Florence and the Machine in der Münchner Olympiahalle.
ich war auch am Samstag in der Olympiahalle und kann alles bestätigen. Es war ein ganz ganz tolles Konzert. Unglaublich wieviel Liebe in dieser Person steckt :herzen2:
Ich war am Dienstag in Köln und war etwas enttäuscht. Wenn es mein erstes Konzert gewesen wäre, wäre ich wahrscheinlich zufrieden. Es war ja auch nicht schlecht und hatte seine herausregenden Momente. Wenn ich aber das Konzert beim Southside 2015 zum Vergleich heranziehe, liegt da einiges dazwischen, was nicht nur an der allgemeinen Festivalatmosphäre liegt, die bei einem Einzelkonzert nciht erreicht werden kann.
Problem 1)
Die Band: bei letzten Tour gabs eine dreiköpfige Bläsergruppe (bei einigen Konzerten auch mehr), die bei Bedarf auch Begleitgesang machen konnte und zusätzlich 2 reine Sängerinnen. Diese 5 Personen wurden durch eine Geigenspielerin und eine Keyboarderin ersetzt. Dabei ging einfach viel Sound verloren, was von vor allem bei "Queen of Peace" gemerkt hat, wo die Bläser eigentlich das Wesentliche sind.
Problem 2)
Die Setlist: kein "You've Got The Love", kein "Drumming Song", kein "Rabbit Heart" kein "Spectrum". Für mich waren das alles Highlights bei vorherigen Konzerten. Dafür aber..
Problem 3)
..Das neue Album: wurde glaub ich komplett gespielt. Die meisten Songs waren Stimmungskiller und ich finde das ganze Album eher lahm und mittelmäßig.

Ja, es war ganz nett. Aber es hätte deutlich besser sein können.

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Baltimore
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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von Baltimore » So 10. Mär 2019, 13:40

So, hab Florence+the Machine gestern jetzt auch das erste Mal live gesehen, nachdem ich meine Karte 2015 leider kurz vor Konzert verkaufen musste.

Young Fathers als Vorband fand ich richtig, richtig gut. Haben mit 45 Minuten auch recht lange für nen Support gespielt. Die kleinen Mädels um mich herum fanden die aber fast alle sehr verstörend. Leider sind sie ja auch BDS-Unterstützer. :thumbsdown:

Die 100 Minuten F+TM waren dann traumhaft schön und ich bereue es, sie nicht schon bei den letzten Touren gesehen zu haben. Was für eine Energie, was für eine Ausstrahlung! Fühlte mich bei ihrer Show irgendwie zurückversetzt in die 80er. :herzen2:
Höhepunkt war für mich 'Ship To Wreck'. Mag aber auch die Songs vom neuen Album sehr. Leider hat sie einen Song weniger gespielt als bei den anderen Deutschlandkonzerten, da '100 Years' fehlte.

Hätte auch gerne ein T-Shirt gekauft, aber 35 Euro waren mir dann als nicht Fanboy doch zuviel.

Fazit: Sie ist schon ein würdiger Headliner für die großen Festivals dieser Welt. :thumbs:

Setlist:
https://www.setlist.fm/setlist/florence ... 232eb.html
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SammyJankis
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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von SammyJankis » Mo 18. Mär 2019, 08:27

Ich war am Freitag bei Retrogott & Hulk Hodn in Dortmund im JunkYard Club, eines von insgesamt sechs Konzerten in NRW. Die beiden ziehen hier ganz ordentlich mit neuem Album im Gepäck. Dortmund war auch gut gefüllt. Ging etwas später los als angekündigt und einen Supprt gab es auch nicht. Dafür war ich im Endeffekt aber dankbar. Früh den Rückweg antreten hat halt auch was.

Retrogott & Hulk Hodn haben dann gewohnt gut abgeliefert. Paar neue Tracks, paar alte Tracks, Freestyles und das übliche Gelaber. Alles auf 90s Beats, viele Samples. Das ist sicherlich keine Bombast Show und in der Crowd passiert auch nicht viel mehr als Kopfnicken, aber Retrogott am Mic ist einfach gute Unterhaltung. Zumal er auch in seinen Tracks solide Messages fernab von Tough Guy Shit vermittelt. Das wird in meinen Augen manchmal von der Crowd nicht genug gewürdigt. Generell ist de Konsum von Alkohol und Weed echt hoch auf Hip Hop, zumindest denen, die ich bisher besucht habe und dadurch geht doch einiges verloren. Wenn Retrogott einen Track ankündigt über seinen toten Vater, indem es zusätzlich noch um seine jüdischen Großeltern geht, die dem Holocaust zum Opfer gefallen ist und ein Großteil des Publikums weggetreten ist aufgrund es Konsums ist das in meinen Augen etwas schade. Nichtsdestotrotz ein guter Abend. Hätte vielleicht auch noch ne weitere Show mitgenommen, aber Köln und Duisburg diese Woche passen mir terminlich nich und sind natürlich auch schon ausverkauft.
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Tambourine-Man
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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von Tambourine-Man » Mo 18. Mär 2019, 10:10

Was ist denn dein Eindruck vom JunkYard? Hatten hier ja mal über die neue Location diskutiert, weil die auch Austragungsort des Way Back When Festivals ist. 300 Leute gehen in den Club und draußen ist dann Open Air Gelände, oder?
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SammyJankis
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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von SammyJankis » Mo 18. Mär 2019, 10:47

Tambourine-Man hat geschrieben:
Mo 18. Mär 2019, 10:10
Was ist denn dein Eindruck vom JunkYard? Hatten hier ja mal über die neue Location diskutiert, weil die auch Austragungsort des Way Back When Festivals ist. 300 Leute gehen in den Club und draußen ist dann Open Air Gelände, oder?
Solide Location mit großem Außengelände, auf das auf jeden Fall mehr Leute passen als in den Laden an sich. Allerdings bin ich noch überfragt, an welcher Stelle genau die Open Air Bühne aufgebaut werden soll. Erreichbarkeit mit der Straßenbahn ist auch gegeben. Man braucht vielleicht 20 Minuten vom Hbf.
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defpro
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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von defpro » Mi 20. Mär 2019, 16:23

Ich war am letzten Samstag bei Money Boy & Hustensaft Jüngling im Zoom in Frankfurt. Das Konzert war (wie auch schon das im letzten Jahr) ausverkauft, dementsprechend war die Schlange vor der Tür auch sehr lang, da das Zoom immer viel Wert auf ausführliche Taschenkontrollen (vor allem wegen Drogen) legt. Mir gefällt die Ironie daran, dass im Gegenzug regelmäßig Rappern eine Plattform geboten wird, die in ihren Texten sämtliche Drogen der Welt verherrlichen :lol: Im Endeffekt habe ich es noch genau pünktlich zum Hauptact reingeschafft.

Letztes Jahr war das Konzert zweigeteilt und Hustensaft Jüngling hat eine Art "Anheizer" für Money Boy gegeben. Nachteile davon waren, dass ersterer live keine große Stimmungskanone ist, zudem merkbar unter Drogeneinfluss stand und generell einige Money Boy-Fans die Musik von Hustensaft Jüngling nicht so feiern. Dieses Mal hat man das besser gelöst und jeweils abwechselnd Songs des Jünglings des Bois performt (mit ca. 3-4 Money Boy-Songs mehr auf der Haben-Seite). Zudem waren von Beginn an neben Producer Sonix Beats auch noch der Support-Act auf der Bühne und haben für ausreichend Stimmung gesorgt. Zur zweiten Hälfte des Konzerts wurden auch noch ein paar "Bitches" (O-Ton Money Boy) auf die Bühne geholt, hat also stimmungstechnisch alles sehr gut gepasst. Manche Leute im Publikum waren verkleidet, besonders die Schürze der Traphouse Kitchen (Money Boys Kochshow, die ich nur jedem ans Herz legen kann) wurde viel gerockt. Besonders überrascht hat mich die doch relativ hohe Frauenquote, die ich so nicht erwartet hatte.

Mit den Bangern "Draco" und "Überall" wurde das Konzert sehr ordentlich eingeleitet. Das Publikum ist sofort steilgegangen, direkt gab es die ersten Moshpits. Der eine oder andere Jüngling-Song im Mittelpart (besonders von den neueren) hat nicht so gezündet, die "älteren Songs" (also ca. 1 Jahr alt) waren dafür umso lustiger in ihrer zum Extrem gesteigerten Repetition und ihren stumpf-sexistischen Texten. Ein großer Live-Performer wird der Jüngling vermutlich nie, aber zumindest schien er dieses Mal nicht so drugged out zu sein. Money Boy dagegen hatte die Crowd wesentlich besser im Griff und Hits wie "Monte Carlo", "Choices" oder der Traphouse-Kitchen-Soundtrack "Know Plug am Cooken" wurden frenetisch abgefeiert. Was man bei Trap-Shows auch immer mit dazu sagen muss: Natürlich lief auch hier die Playback-Spur komplett mit, die meisten Lines wurden aber mitgerappt. Die Songauswahl war besonders zum Ende hin eher spontan: Nachdem der Boi schon einiges von seinem Hennessy gesippt hat, wurden auch Lieder spontan gecutted und neue Songs 2x gespielt (das neue Album muss ja schließlich angemessen promotet werden). Zudem gab es noch zwei "Weltpremieren" (!!!) und der Boi hat noch ein paar nice Freestyle-Parts gekickt (Kostprobe: "Ich kann deine Sicherheit in der Hood nicht gewährleisten. Du bist so broke, slime, du kannst dir nicht mal ein Gewehr leisten"... einfach nur köstlich :grin: ).

Den Abschluss machten die beiden Klassiker "Rarri" und "Dreh den Swag auf", wobei letzterer mittlerweile mit seinen dilettantischen Parts eher wie ein Fremdkörper im Set wirkt, da sich – und das müssen auch alle Hater anerkennen – Money Boy mittlerweile zu einem technisch sehr ordentlichen Rapper entwickelt hat. Stimmung gemacht hat der Song natürlich trotzdem. Danach lief noch ein wenig Ami-Trap und das Publikum enterte die Bühne, um noch ein wenig weiterzufeiern; sehr zum Leidwesen der Security, die den Laden für die anschließende Party eigentlich möglichst schnell räumen wollten. Hat also wieder ordentlich Bock gemacht, für knapp 20 € kann man sich das auch als Nicht-Diehard-Fan mal geben. Zudem sind im Gegensatz zu letztem Jahr auch alle meine Zähne ganz geblieben, das ist doch auch mal ein Grund zur Freude :smile:


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