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Musiker und ihre Einstellungen

Konzerte, Platten & Musik im TV
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slowdive
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Re: Musiker und ihre Einstellungen

Beitrag von slowdive » Mo 26. Mär 2018, 15:58

Quadrophobia hat geschrieben:
Mo 26. Mär 2018, 15:50
slowdive hat geschrieben:
Mo 26. Mär 2018, 15:47
War doch schon länger bekannt, oder? Ich teile seine Position zwar nicht, kann sie aber akzeptieren. Besonders dumm finde ich allerdings ebenfalls, dass so ein Statement ausgerechnet über den NRA-Kanal publiziert wird - da hätte ich ihn für integerer gehalten.

Nungut, solange sich das Ganze nicht in der großartigen Musik wiederspiegelt, soll es mir relativ wurscht sein.
Du meinst zum Beispiel in angedeuteten Knarren auf Cover? :P
Ich meinte natürlich eher die NRA-Propaganda. Würde ich als geneigter 90s-Hip-Hop-Fan ein Problem damit haben, dass ständig irgendjemand lyrisch abgeknallt wird, könnte ich wohl viele der absoluten Meilensteine von jetzt an nicht mehr hören. Nein danke. :clown:

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MairzyDoats
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Re: Musiker und ihre Einstellungen

Beitrag von MairzyDoats » Mo 26. Mär 2018, 16:12

Die frühere Aussage von Killer Mike war mir bekannt und da sah ich das auch ähnlich, ich finde aber das Interview ist noch ein anderes Kaliber. (höhö. :roll: )

Finde das Statement von el-p dagegen aber echt ganz gut.
Hallo wie geht willkommen in meiner Signatur. Lass dir hier bitte richtig gut gehen einfach, Käffchen für dich

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slowdive
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Re: Musiker und ihre Einstellungen

Beitrag von slowdive » Mo 26. Mär 2018, 16:25

MairzyDoats hat geschrieben:
Mo 26. Mär 2018, 16:12
Die frühere Aussage von Killer Mike war mir bekannt und da sah ich das auch ähnlich, ich finde aber das Interview ist noch ein anderes Kaliber. (höhö. :roll: )

Finde das Statement von el-p dagegen aber echt ganz gut.
Immerhin hat er in gewisser Weise erkannt, dass die Wahl des NRA-Kanals als Interviewplattform ziemlich naiv (mann könnte auch sagen: dämlich) war.

https://pitchfork.com/news/killer-mike- ... deo-watch/

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Tambourine-Man
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Re: Musiker und ihre Einstellungen

Beitrag von Tambourine-Man » Mo 26. Mär 2018, 17:41

tOmAtE hat geschrieben:
Mo 26. Mär 2018, 15:40
SammyJankis hat geschrieben:
Mo 26. Mär 2018, 15:05
Run the Jewels bzw. Killer Miker

Killer Mike (Run The Jewels) verteidigt Recht auf Waffenbesitz und betreibt Lobbyarbeit für die NRA


El-P dazu

Das Recht auf Waffenbesitz verteidigt Killer Mike schon länger, es gab da mal die Begründung, dass seine Großmutter nur dank eigener Schusswaffen kein Opfer des KKK geworden ist. Das ist eine Position, die zwar immer noch scheiße, aber wenigstens Nachvollziehbar ist.
Naja, das ist aber eines der Kernargumente der ganzen Pro-2-Amendment-Seite. Der Staat versagt, wir berufen uns auf das Milizwesen des 18/19. Jahrhunderts etc. Und wenn es nachvollziehbar ist, dass eine Waffe gegen den KKK eingesetzt wird, dann muss auch nachvollziehbar sein, wenn sich Leute aus Angst vor Einbrechern etc. bewaffnen.

Ich kann das Argument als solches im Grunde nachvollziehen, aber die konkreten Perversionen und Auswüchse in Amerika ("stand your ground", teilweise erlaubtes offenes Tragen von privaten Waffen in der Öffentlichkeit, "Unfälle" durch/mit Kindern - Schulmassaker mal noch ausgenommen) sind einfach nicht tragbar.
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SammyJankis
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Re: Musiker und ihre Einstellungen

Beitrag von SammyJankis » Fr 6. Apr 2018, 10:01

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Engholm
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Re: Musiker und ihre Einstellungen

Beitrag von Engholm » Mo 9. Apr 2018, 13:05

„Don’t ask why. Just know that evil, dishonesty, and scam artists have always been around and that right now they’re liberal, they’re Democrat, they’re RINOs, they’re Hollywood, they’re fake news, they’re media, they’re academia, and they’re half of our government, at least. So come to that realization. There are rabid coyotes running around. You don’t wait till you see one to go get your gun. Keep your gun handy, and every time you see one, you shoot one.“

- Ted Nugent

http://meedia.de/2018/04/09/wie-kojoten ... zu-toeten/

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slowdive
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Re: Musiker und ihre Einstellungen

Beitrag von slowdive » Mo 9. Apr 2018, 13:26

Oder anders: Ted Nugent ist ein Vollidiot und Wasser ist nass.

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SammyJankis
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Re: Musiker und ihre Einstellungen

Beitrag von SammyJankis » Di 10. Apr 2018, 19:27

Duane Peters, Sänger der US Punk Band US Bombs hat bei Instagram ein Bild von sich mit einer Waffe hochgeladen mit folgender Unterschrift:
On WhAt Not To say If you wanna Work in Hollywood !
1) “A BOY IS A BOY & A GIRL IS A GIRL” ? Answer; TRUE !
2) TRANSGENDERISM is a MENTAL DISORDER ? TRUE !
3)SAME SEX MARRIAGE IS NOT TRADITIONAL MARRIAGE WITH OF EQUAL MORAL VALUES ? TRUE !
4) ABORTION IS WRONG ! IT’S MURDER & A SIN ? TRUE.
5 ) I ABSOLUTELY SUPPORT @realdonaldtrump @potus
I Love my Constitution as a Proud Patriotic Citizen of The UNITED STATES OF AMERICA & Don’t Care to ever Work in that LIPP’SURGERY’TARDED Cess Pool of HELL’WOoD Ever Again ! IF YOU GOT MORALS ? GET OUT !
Even The Christians in California have Sympathy for the DEVIL ? TRUE PROGRESSIVE DEMO-TARDS ! @churchofrock !
STAYTRUE @u.s.bombs @sloperecords @badgrease
x x
#FREESPEACHTARGET
#ILOVETHENRA
#tHANKGODITSFRIDAY
#HOLLYWOODBABYLON
#WHERESALLTHEPUNKS
#MAGA🇺🇸
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SammyJankis
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Re: Musiker und ihre Einstellungen

Beitrag von SammyJankis » Do 12. Apr 2018, 16:28

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Wishkah
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Re: Musiker und ihre Einstellungen

Beitrag von Wishkah » Mo 16. Apr 2018, 11:04

Keine Ahnung, ob das hier schon mal angesprochen wurde, aber ich bin gerade u.a. auf folgende Tweets von Georgia Maq von Camp Cope bzgl. des aktuellen Albums gestoßen:

can cis white men stop reviewing our album. it’s not for you. (14:46 Uhr, 28. Februar 2018)

i would MUCH rather a woman or a queer person write the review, i’d MUCH rather that person get exposure and get paid for their writing. they deserve it more. (15:06 Uhr, 28. Februar 2018)

Die ganze Thematik ist ja in der Öffentlichkeit emotional ziemlich aufgeladen, aber ich finde den Schritt von Gleichberechtigung einfordern zu bestimmte Personengruppen dürfen sich aufgrund ihres Hintergrunds nicht mehr äußern schon irgendwie krass und das ist jetzt auch nicht das erste Mal, dass ich dieser Auffassung begegne. Aussagen wie "Du bist ein weißer Mann, also zählt deine Meinung hier nicht" lese ich in letzter Zeit immer häufiger.

Generell finde ich aber, dass es einen Unterschied macht, ob man bestimmten Personengruppen überheblich oder unterdrückend die Welt erklären möchte und sich damit über diese stellt (den Begriff "Mansplaining" würde ich da zum Beispiel einordnen) oder ob man sich differenziert und möglichst objektiv mit solchen Themen beschäftigt, auch wenn man nicht einer bestimmten Personengruppe angehört.

Schwieriges Thema, vielleicht geh ich da auch zu naiv ran, aber mich schrecken solche extremen Ansichten immer stärker ab. Andere Meinungen?

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mattkru
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Re: Musiker und ihre Einstellungen

Beitrag von mattkru » Mo 16. Apr 2018, 11:20

Aus dem gleichen Grund hatte ich die Seite ‚Afropunk‘ auf Facebook irgendwann wieder disliked. Auch wenn da ein Menge cooler Sachen vorgestellt werden, ist jeder 3-4 Post auch (überspitzt ausgedrückt) ‚Weiße sind kacke und wir wollen nichts mit ihnen zu tun haben‘.
I'm the one without a soul. I'm the one with this big fucking hole.

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Finn
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Re: Musiker und ihre Einstellungen

Beitrag von Finn » Mo 16. Apr 2018, 11:25

Stört mich auch total, weil das ja im Prinzip den Wunsch nach Gleichberechtigung untergräbt. Aber bin ja ein weißer Kerl, was weiß ich schon.

rogerhealy
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Re: Musiker und ihre Einstellungen

Beitrag von rogerhealy » Mo 16. Apr 2018, 11:28

Wishkah hat geschrieben:
Mo 16. Apr 2018, 11:04
they deserve it more.[/i]
Allein dieser Satz schon.

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slowdive
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Re: Musiker und ihre Einstellungen

Beitrag von slowdive » Mo 16. Apr 2018, 11:44

Wishkah hat geschrieben:
Mo 16. Apr 2018, 11:04
Schwieriges Thema, vielleicht geh ich da auch zu naiv ran, aber mich schrecken solche extremen Ansichten immer stärker ab. Andere Meinungen?
Naiv ist das keineswegs, auch wenn viele Personen, die sich deratig äußern, abweichende Meinungen gerne mal so bezeichnen. Hier geht es ja auch keineswegs darum, tatsächlich eine sinvolle Debatte zu führen, sondern darum, "sicher" zu sein und nicht "diskriminiert" zu werden - und die Basis hierfür ist häufig das persönliche Gefühl. In der angloamerikanischen Universitätswelt ist diese Art der (Un-)Debatte (genauso wie die um Rassismus) unter dem mittlerweile zum Unwort hochstilisierten "Poltical Correctness"-Schlagwort auch schon wesentlich präsenter als hierzulande.

Ansonsten unterschreibe ich gerne deinen Halbsatz bzgl. extremer Ansichten.

Wie so vieles, ist natürlich auch dieses Thema am Ende wesentlich komplizierter. Einen interessanten, leicht zugänglichen Einblick aber, kann hier die Sternstunde Philosphie liefern.

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Stebbie
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Re: Musiker und ihre Einstellungen

Beitrag von Stebbie » Mo 16. Apr 2018, 11:55

Ich habe alle drei von Camp Cope seit einiger Zeit in meinem Twitterfeed und deren bewusst auf Provokation und Konfrontation abzielende Rhetorik finde einfach ungemein unsympathisch, was mir auch das Album ein wenig kaputt macht. Sie reproduzieren im Endeffekt genau das Gehabe, was vielfach (mit Recht) bei Männern kritisiert wird. Sie sind weibliche Macker in einer stereotypen politisierungs-pubertier-phase, in der sie bewusst gegen ihre Umwelt - die australische Musiklandschaft - rebellieren.

Ich kannte in Kiel auch eine, die ein großes Problem damit hatte, wenn sich Männer an Genderdiskursen beteiligen, gerade nach den Debatten über #metoo. Ich verstehe ja ihre Kritik und sehe ihren Punkt, aber angesprochen darauf, dass sie sich ja auch als weiße, wohlhabende Europäerin an Rassismusdiskursen beteiligt, obwohl sie nie in der Lage sein wird den alltäglichen Rassismus zu erleben, ließ sie dieselbe Logik für sich nicht gelten. Solche Personen zeigen im Endeffekt, dass es hier einfach vielfach um Machtfragen der Deutungshoheit in Diskursen geht.
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slowdive
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Re: Musiker und ihre Einstellungen

Beitrag von slowdive » Mo 16. Apr 2018, 12:03

Stebbie hat geschrieben:
Mo 16. Apr 2018, 11:55
Ich habe alle drei von Camp Cope seit einiger Zeit in meinem Twitterfeed und deren bewusst auf Provokation und Konfrontation abzielende Rhetorik finde einfach ungemein unsympathisch, was mir auch das Album ein wenig kaputt macht. Sie reproduzieren im Endeffekt genau das Gehabe, was vielfach (mit Recht) bei Männern kritisiert wird. Sie sind weibliche Macker in einer stereotypen politisierungs-pubertier-phase, in der sie bewusst gegen ihre Umwelt - die australische Musiklandschaft - rebellieren.
Hör lieber Hop Along oder Snail Mail - die sind Camp Cope textlich und musikalisch sowieso meilenweit voraus und schlagen in eine ähnliche Kerbe. :wink:

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Re: Musiker und ihre Einstellungen

Beitrag von Stebbie » Mo 16. Apr 2018, 12:50

Tu ich schon, keine Sorge ;-)
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Re: Musiker und ihre Einstellungen

Beitrag von Engholm » Mo 16. Apr 2018, 13:43

Über Antisemitismus im deutschen Rap wird nicht nur in der Musikszene heftig debattiert. Die Story fragt nach: Wer sind die Akteure? Um was geht es in den Rap-Texten wirklich? Wirklich um Judenhass? Autor/-in: Viola Funk
Die dunkle Seite des deutschen Rap
https://www1.wdr.de/mediathek/video/sen ... p-100.html
(43:40 Min. | UT | Verfügbar bis 28.03.2019 | WDR)

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Re: Musiker und ihre Einstellungen

Beitrag von SammyJankis » Mi 18. Apr 2018, 14:41

Morissey gibt ein neues Interview

Sympathischer Dude. Ein Album zusammen mit Varg Vikernis hätte was.
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Re: Musiker und ihre Einstellungen

Beitrag von defpro » Mi 23. Mai 2018, 08:03

Portishead sind jetzt ebenfalls bei BDS am Start :popcorn:


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Re: Musiker und ihre Einstellungen

Beitrag von Declan_de_Barra » Mi 23. Mai 2018, 08:55

Waren sie schon länger, oder?

Unabhängig davon immernoch ein Thema, bei dem ich nicht verstehe, wieso jeder denkt eine klare Meinung dazu haben zu müssen. Der Konflikt ist so kompliziert, da würde es nicht schaden, wenn man erstmal die Füße still hält.

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slowdive
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Re: Musiker und ihre Einstellungen

Beitrag von slowdive » Mi 23. Mai 2018, 08:58

Declan_de_Barra hat geschrieben:
Mi 23. Mai 2018, 08:55
Unabhängig davon immernoch ein Thema, bei dem ich nicht verstehe, wieso jeder denkt eine klare Meinung dazu haben zu müssen. Der Konflikt ist so kompliziert, da würde es nicht schaden, wenn man erstmal die Füße still hält.
Hach, für wie viele Dinge dieser Welt gilt diese Aussage? Mir fallen eine Menge ein.

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Re: Musiker und ihre Einstellungen

Beitrag von Declan_de_Barra » Mi 23. Mai 2018, 09:10

Selbstverständlich. Dennoch ist gerade der Nahost-Konflikt wirklich ein Paradebeispiel, wo fast ausschließlich Schwarz-Weiß gedacht wird und sich viele Leute zu einer einfachen Meinung hinreissen lassen. Es ist weder sinnvoll alle Kritik an Israel als antisemitisch abzustempeln, noch hilft es dauerhaft von ausschließlich friedlichen Protesten zu sprechen und die Hamas komplett kritiklos zu sehen.

Deshalb habe ich auch keine wirklich konkrete Meinung dazu, wie zu vielen vielen anderen Dingen in der Welt.

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Re: Musiker und ihre Einstellungen

Beitrag von Quadrophobia » Mi 23. Mai 2018, 09:11

Declan_de_Barra hat geschrieben:
Mi 23. Mai 2018, 08:55
Waren sie schon länger, oder?

Unabhängig davon immernoch ein Thema, bei dem ich nicht verstehe, wieso jeder denkt eine klare Meinung dazu haben zu müssen. Der Konflikt ist so kompliziert, da würde es nicht schaden, wenn man erstmal die Füße still hält.
Das schlimmste ist ja, dass das nicht Mal deren "eigene Meinung" ist, sondern eine im Rahmen einer Kampagne vorgefertigte Schablone. Die haben einfach ein Textbild geteilt, das im BDS Umfeld erstellt und verbreitet wurde. Mich erschreckt es immer wieder, wie leicht sich Künstler*innen so vor den Karren der BDS spannen lassen. Insbesondere, wenn sie es dann nicht mal schaffen ein ihnen anscheinend so wichtiges Anliegen nicht mal in eigene Worte zu fassen.

Man sollte vielleicht als Person des öffentlichen Lebens drüber nachdenken, ob man Teil einer Kriegs PR sein möchte, wie sie aktuell aus dem pro-palästinensischen Lager lanciert wird.
Zuletzt geändert von Quadrophobia am Mi 23. Mai 2018, 09:12, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Musiker und ihre Einstellungen

Beitrag von Stebbie » Mi 23. Mai 2018, 09:11

Declan_de_Barra hat geschrieben:
Mi 23. Mai 2018, 08:55
Waren sie schon länger, oder?

Unabhängig davon immernoch ein Thema, bei dem ich nicht verstehe, wieso jeder denkt eine klare Meinung dazu haben zu müssen. Der Konflikt ist so kompliziert, da würde es nicht schaden, wenn man erstmal die Füße still hält.
Ich sehe mich seit längerem einfach nur noch als stillen Beobachter, der einfach keine Meinung dazu hat/haben kann, weil die ganze Situation und die Debatte darüber einfach so heftig aus den Fugen geraten ist.
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