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Rückblick aufs Musikjahr 2018

Konzerte, Platten & Musik im TV
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Norakete
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Re: Rückblick aufs Musikjahr 2018

Beitrag von Norakete » Do 3. Jan 2019, 22:04

Mir gefällt, dass das Album 7 auch auf Platz 7 gelandet ist. Ansonsten finde ich da vieles komisch. :?

rogerhealy
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Re: Rückblick aufs Musikjahr 2018

Beitrag von rogerhealy » Fr 4. Jan 2019, 09:09

Mir gefällt die Liste.
Tocotronic sind übrigens auch beim Musikexpress-Poll weit vorne (Platz 2).

rogerhealy
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Re: Rückblick aufs Musikjahr 2018

Beitrag von rogerhealy » Fr 4. Jan 2019, 09:12

Ärgerlich: In der neuen (letzten) Spex war anscheinend kein Platz für Leser- oder Redaktionspoll-Ergebnisse.
(2017 lagen Leser- und Redaktionslisten meilenweit entfernt voneinander. Vielleicht auch ein Grund für das Ende der Spex…)

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SammyJankis
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Re: Rückblick aufs Musikjahr 2018

Beitrag von SammyJankis » Fr 4. Jan 2019, 09:17

Quadrophobia hat geschrieben:
Do 3. Jan 2019, 21:26
Mit Plattentests.de ist heute auch der drittwichtigste (nach uns natürlich und dem Musikexpress) Liste aus Deutschland erschienen.

Der Poll zeigt schon etwas, wie statisch die User*innen dort sind. Da sind trotz der teilweise sehr unterschiedlich aufgenommenen Alben, eigentlich alle "Klassiker" vertreten, die dieses Jahr erschienen sind. Viele Alben haben ihren Platz imho ja durchaus verdient, aber wie kommt bspw. für ein so durchschnittliches Album wie "Marauder" Platz 9 zu Stande? Und quasi kein einziges der Kritiker*innen Lieblinge aus den USA oder UK.
Also von der Metacritic Top 10 sind neun Alben in der gesamten Liste. Darüber hinaus wäre es jetzt interessant wie die Polls von bspw Pitchfork aussehen.
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Monkeyson
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Re: Rückblick aufs Musikjahr 2018

Beitrag von Monkeyson » Fr 4. Jan 2019, 10:50

slowdive hat geschrieben:
Mo 17. Dez 2018, 11:37
Wie schon im letzten Jahr habe ich, auch für mich, wieder einen kleinen Jahresrückblick geschrieben, den ich gerne auch hier teile.
Danke für deine Inspirationen! Von denen hätte ich gerne noch 2 Titel mit Nennungen in den Alben des Jahres gewürdigt, aber diese Chance hat mir fipsi zunichte gemacht, weil er mich meine früh eingereichte Liste nicht mehr korrigieren lässt. Schade um deine Arbeit!

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nilolium
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Re: Rückblick aufs Musikjahr 2018

Beitrag von nilolium » Fr 4. Jan 2019, 11:25

jetzt ist auch mal gut mit dem schwarzen peter.

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MairzyDoats
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Re: Rückblick aufs Musikjahr 2018

Beitrag von MairzyDoats » Fr 4. Jan 2019, 11:43

Monkeyson hat geschrieben:
Fr 4. Jan 2019, 10:50
Schade um deine Arbeit!
... die er sich nur für deine Liste gemacht hat? :doof:

fipsi macht sich jedes Jahr auch richtig viel Arbeit mit der aoty-Liste. Wenn er entscheidet, dass eingereichte Listen fix sind, kann ich nur dafür plädieren, das zu respektieren.
Hallo wie geht willkommen in meiner Signatur. Lass dir hier bitte richtig gut gehen einfach, Käffchen für dich

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s-nke
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Re: Rückblick aufs Musikjahr 2018

Beitrag von s-nke » Fr 4. Jan 2019, 11:47

Monkeyson hat geschrieben:
Fr 4. Jan 2019, 10:50
Danke für deine Inspirationen! Von denen hätte ich gerne noch 2 Titel mit Nennungen in den Alben des Jahres gewürdigt, aber diese Chance hat mir fipsi zunichte gemacht, weil er mich meine früh eingereichte Liste nicht mehr korrigieren lässt. Schade um deine Arbeit!
Geht's eigentlich noch? Heute mit'm falschen Fuß aufgestanden oder was?
Staring into space with no look upon my face.
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Monkeyson
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Re: Rückblick aufs Musikjahr 2018

Beitrag von Monkeyson » Fr 4. Jan 2019, 12:18

MairzyDoats hat geschrieben:
Fr 4. Jan 2019, 11:43
Monkeyson hat geschrieben:
Fr 4. Jan 2019, 10:50
Schade um deine Arbeit!
... die er sich nur für deine Liste gemacht hat? :doof:
Nicht nur, aber am Ende kulminiert alles in einer Gesamtpunktzahl, die als weiterer Multiplikator dient. Fußnoten à la "hätte ich auch noch genannt" fallen da meist unter die Wahrnehmungsgrenze.
MairzyDoats hat geschrieben:
Fr 4. Jan 2019, 11:43
fipsi macht sich jedes Jahr auch richtig viel Arbeit mit der aoty-Liste.
Die respektiere ich, aber deswegen muss ich nicht jede Argumentation nachvollziehen können.
Hab ich halt in den ganzen Jahren hier und im Hurricane-Forum anders ge- (St. Elsewhere Festival) und erlebt.

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Saeglopur
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Re: Rückblick aufs Musikjahr 2018

Beitrag von Saeglopur » Fr 4. Jan 2019, 12:48

Als nächstes ist Fipsi Schuld daran, dass du Album xyz nicht mehr hören konntest, weil die Abgabefrist bereits am 3.1. gesetzt war? Oder das besonders sperrige Alben weniger wirken konnten als andere?

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akropeter
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Re: Rückblick aufs Musikjahr 2018

Beitrag von akropeter » Fr 4. Jan 2019, 13:00

Können wir es nun dabei belassen?
Ich kann beide Positionen verstehen. Monkeyson hat seinen Unmut nun mitgeteilt und fertig.
Glauben Sie ja nicht wer sie sind!

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Monkeyson
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Re: Rückblick aufs Musikjahr 2018

Beitrag von Monkeyson » Fr 4. Jan 2019, 13:01

Saeglopur hat geschrieben:
Fr 4. Jan 2019, 12:48
Als nächstes ist Fipsi Schuld daran, dass du Album xyz nicht mehr hören konntest, weil die Abgabefrist bereits am 3.1. gesetzt war? Oder das besonders sperrige Alben weniger wirken konnten als andere?
Für Autechre blieb tatsächlich keine Zeit mehr, die hätten sicherlich noch 4 semiüberzeugende verdrängt.

Tut mir leid, wenn das hier nach Schwarzer Peter aussah, ich ärgere mich nur, weil ich dachte, Fipsi mit einer frühzeitigen Abgabe sogar entgegenzukommen. Nächstes Jahr mache ich's wie Michel, und alles ist gut.

Deine Runden, deine Entscheidungsgewalt, Fipsi. Sorry!

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SammyJankis
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Re: Rückblick aufs Musikjahr 2018

Beitrag von SammyJankis » Mo 7. Jan 2019, 09:35

Ringrocker

Platz 1: A Perfect Circle - Eat The Elephant
Platz 2: Feine Sahne Fischfilet - Sturm und Dreck
Platz 3: Idles - Joy As An Act Of Resistance
Platz 3: Parkway Drive - Reverence
Platz 5: Donots - Lauter als Bomben
Platz 6: Architects - Holy Hell
Platz 7: Leoniden - Again
Platz 8: Eminem - Kamikaze
Platz 8: Greta Van Fleet - Anthem Of The Peaceful Army
Platz 10: Muse - Simulation Theory
Platz 11: Mike Shinoda - Post Traumatic
Platz 12: Beartooth - Disease
Platz 13: Ghost - Prequelle
Platz 14: Judas Priest - Firepower
Platz 15: The 1975 - A Brief Inquiry Into Online Relationships
Platz 16: Twenty One Pilots - Trench
Platz 17: Arctic Monkeys - Tranquility Base Hotel & Casino; Don Broco - Technology
Platz 19: Rockstah - Cobblepot
Platz 20: Thrice - Palms
Platz 21: The Prodigy - No Tourists
Platz 22: Snow Patrol - Wildness
Platz 23: Deafheaven - Ordinary Corrupt Human Love
Platz 24: Three Days Grace - Outsider
Platz 25: Fynn Kliemann - Nie; Gorillaz - The Now Now; Shinedown - Attention Attention
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Untitled
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Re: Rückblick aufs Musikjahr 2018

Beitrag von Untitled » Di 8. Jan 2019, 01:07

Bild

Ohne Reihenfolge:

Interpol - Marauder
Heim - WS
Beach House - 7
The Sea and Cake - Any Day
Ovlov - Tru
Kurt Vile - Bottle It In
Arctic Monkeys - Tranquility Base Hotel & Casino
Our Girl - Stranger Today
Ought - Room Inside the World
Brandt - What!
Protomartyr - Consolation E.P.
Marbled Eye - Leisure
Parquet Courts - Wide Awake!
Tropical Fuck Storm - A Laughing Death in Meatspace
Car Seat Headrest - Twin Fantasy
공중도둑 (Mid-Air Thief) - 무너지기 (Crumbling)
Courtney Barnett - Tell Me How You Really Feel
Grivo - Elude
Unknown Mortal Orchestra - Sex & Food
Thought Gang - Thought Gang

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Monkeyson
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Re: Rückblick aufs Musikjahr 2018

Beitrag von Monkeyson » Di 8. Jan 2019, 12:11

Untitled hat geschrieben:
Di 8. Jan 2019, 01:07
Unknown Mortal Orchestra - Sex & Food
Nachdem es erst gar nicht gezündet hat, wurde das noch zu meiner Nr. 3 des Jahres und knüpft wunderbar an Multi-Love an.
Außer uns beiden gab's aber leider keine Fürsprecher, wenn man sich die Abstimmung zum Album des Jahres so ansieht.

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TonyMac
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Re: Rückblick aufs Musikjahr 2018

Beitrag von TonyMac » Di 8. Jan 2019, 14:50

Bin über die Schwelle "gar nicht gezündet" bei lediglich zwei Durchgängen nicht hinaus gekommen. Bevor ich die mal irgendwo live sehen werde, höre ich sicher nochmal intensiver rein.

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JackJones
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Re: Rückblick aufs Musikjahr 2018

Beitrag von JackJones » Di 8. Jan 2019, 16:50

Fand die neue UMO ok aber hat mich nicht umgehauen. Sehe das wie Markez, sollte ich die iwo mal sehen können, wird da ausführlich reingehört.

rogerhealy
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Re: Rückblick aufs Musikjahr 2018

Beitrag von rogerhealy » Mi 9. Jan 2019, 15:13

Hier mal die Top-30-Alben aus dem Rolling-Stone-Forum (102 haben abgestimmt):

1. ELVIS COSTELLO & THE IMPOSTERS – Look Now (209, 19)

2. TOCOTRONIC – Die Unendlichkeit (125, 12)

3. ANNA & ELIZABETH – The Invisible Comes To Us (121, 10)

4. JANELLE MONáE – Dirty Computer (120, 10)

5. STICK IN THE WHEEL – Follow Them True (119, 10)

6. KATHRYN JOSEPH – From When I Wake The Want Is (118, 9)

7. ARCTIC MONKEYS – Tranquility Base Hotel + Casino (116, 10)

8. KURT VILE – Bottle It In (109, 10)

9. SHAME – Songs Of Praise (108, 10)

10. COURTNEY BARNETT – Tell Me How You Really Feel (103, 11)

11. ELEMENT OF CRIME – Schafe, Monster Und Mäuse (102, 9)

12. MARTHA SCANLAN – The River And The Light (100, 8)

13. LOW – Double Negative (97, 8)

14. GOAT GIRL – Goat Girl (92, 10)

15. ROLLING BLACKOUTS C.F. – Hope Downs (91, 7)

16. COURTNEY ROBB – You Are Not Alone (90, 7)

17. DEMI MITCHELL – The Overflow (87, 9)

18. KAMASI WASHINGTON – Heaven And Earth (86, 7)

19. J MASCIS – Elastic Days (85, 8)

20. PAUL MCCARTNEY – Egypt Station (83, 8)

21. DANIEL BLUMBERG – Minus (79, 7)

22. MARISSA NADLER – For My Crimes (76, 7)

23. JOHN PRINE – The Tree Of Forgiveness (73, 7)

24. THE HANGING STARS – Songs For Somewhere Else (72, 7)

25. CAT POWER – Wanderer (71, 9)

26. THE FERNWEH – The Fernweh (71, 8)

27. JULIA HOLTER – Aviary (71, 7)

28. MOUNT EERIE – Now Only (71, 6)

29. DIE NERVEN – Fake (69, 5)

30. VILLAGERS – The Art Of Pretending To Swim (67, 6)


http://forum.rollingstone.de/foren/topi ... rgebnisse/

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SammyJankis
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Re: Rückblick aufs Musikjahr 2018

Beitrag von SammyJankis » Mi 9. Jan 2019, 15:18

rogerhealy hat geschrieben:
Mi 9. Jan 2019, 15:13
Hier mal die Top-30-Alben aus dem Rolling-Stone-Forum (102 haben abgestimmt):
Off-Topic, aber hast du nicht mal gepostet, dass die das Forum dichtmachen wollten?
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rogerhealy
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Re: Rückblick aufs Musikjahr 2018

Beitrag von rogerhealy » Mi 9. Jan 2019, 15:26

SammyJankis hat geschrieben:
Mi 9. Jan 2019, 15:18
rogerhealy hat geschrieben:
Mi 9. Jan 2019, 15:13
Hier mal die Top-30-Alben aus dem Rolling-Stone-Forum (102 haben abgestimmt):
Off-Topic, aber hast du nicht mal gepostet, dass die das Forum dichtmachen wollten?
Ja, das wurde mal im dortigen Forum thematisiert. Klang damals (2017?) so, als ob bald Schluss sein könnte.
Hat sich erfreulicherweise nicht bestätigt.

Ich bin da auch kaum noch unterwegs, hab aber aus alter Verbundenheit beim Poll mitgemacht.
Idles übrigens auf Platz 69...

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Finn
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Re: Rückblick aufs Musikjahr 2018

Beitrag von Finn » So 13. Jan 2019, 12:02

10. Denzel Curry - TA1300
Ich bin ja wirklich kein großer Freund von der unfassbaren Schwemme an mäßig talentierten Rappern, die meinen, der neue heiße Shit zu sein. Aber Denzel Curry ist es wirklich. Auch er kommt aus dem Soundcloudkosmos, ist aber mit 23 Jahren bereits ein alter Hase und dies sein drittes Album. Diese Scheibe sollte sein endgültiger Durchbruch sein, denn er hat einfach die besten und interessantesten Songs im HipHop 2018. Über das gesamte Album hat der Mann eine solche Präsenz und Energie, dass ein bisschen in den Hintergrund gerät, wie geil die Beats und edel ausgewählten Features sind. This shit slaps.

9. Spanish Love Songs - Schmaltz
Viel wurde schon über diese Platte erzählt, weil sie einfach bei verdammt vielen Leuten richtig gut ankam. Un das ist absolut verständlich. Jeder Song eine Hymne, die zum Mitsingen, aber auch Reflektieren anregt. Das Tempo bleibt, nachdem sich der Opener Nuevo aufgebaut hat, durchgehend hoch und Dylan Slocum zittert sich durch seine persönlichen Texte. So viele Emo-Punkrockhits findet man wirklich selten und hier gibt es nach jedem Durchgang einen neuen Ohrwurm.

8. Illuminati Hotties - Kiss Yr Frenemies
Der Bandname ist ja erstmal etwas abschreckend, aber hier versteckt sich eine kleine Indiepop-Perle. Oder ‘Tenderpunk’, wie Sarah Tudzin ihre Musik unter diesem Namen nennt. Selten habe ich ein Album gehört, das kleine, persönliche Geschichten über das Erwachsenwerden so nachempfindbar erscheinen lässt. Das hängt denke ich stark damit zusammen, dass ich in einem ähnlichen Alter wie Tudzin bin. Aber auch die Songs sind variabel und sich für keine noch so weit hergeholte Idee zu schade. Macht in ihrer jugendlichen Imperfektion einfach richtig Spaß, die Scheibe.

7. Lucy Dacus - Historian
Im Gegensatz zur leider nur okayen boygenius war Lucy Dacus Soloplatte 2018 ein richtiger Kracher. Musikalisch wirkt das hier alles deutlich erwachsener als bei ihren Mitstreiterinnen, trotz ihrer erst 23 Jahre. Ihre warme Stimme saugt einen förmlich in dieses ‘Softrock’-Opus(fiese Bezeichnung, haut aber hin). Bei wem Night Shift nicht im Ohr kleben bleibt oder wer Timefighter nicht für einen der besten Songs des Jahres hält, der sollte dringend nochmal an Historian ran.

6. Low - Double Negative
25 Jahre im Business und immer noch für solche Überraschungen gut. Einmal ihren Sound komplett dekonstruiert, ein paar Dronescheiben daneben gelegt und kurzerhand mit klassischen Slowcore-Bauplänen wieder aufgebaut. Double Negative ist ein Album, das bei jedem Durchlauf einfach spannend bleibt, da es zerstörerische Soundexperimente mit der zerbrechlichen Schönheit Slowcores verbindet. In einer Art, die es so erscheinen lässt, als ob es genau so sein muss und nicht anders. Meister am Werk.

5. Beach House - 7
Kennste eins, kennste alle? Das mussten sich Beach House oft vorwerfen lassen, da sie ihren einzigartigen Sound niemals verändern mussten. Dass sie es können, ohne ihre Identität aufzugeben, zeigen sie auf ihrer siebten Platte. Diese entwickelt einen noch größeren Sog als die meisten Vorgänger: Psychedelische, trippige Nuancen, ein gefühlt noch dichteres Soundbild und einfach 11 verdammt gute Songs machen 7 zu ihrem vielleicht besten Album.

4. Mewithoutyou - [untitled]
Am Ende des recht ruhigen Vorgängers Pale Horses brodelt es gewaltig, aber auf den Ausbruch musste man 3 Jahre warten: Auf [untitled] wird Aaron Weiss direkt im Opener richtig von der Leine gelassen und bellt sich ungewohnt aggressiv durch 9:27am, 7/29. Insgesamt ist die Stimmakrobatik und musikalische Untermalung abwechslungsreich wie nie, wie das hymnische Julia (in einer fairen Welt ein richtiger Hit) oder das wunderschöne Winter Solstice. Mewithoutyou liefern hier eines ihrer besten Alben ab und sind mit ziemlicher Sicherheit die aktuellen Könige des Post-Hardcores.

3. The Beths - Future Me Hates Me
Meine Überraschung des Jahres. Es kam am selben Tag wie Foxing raus und war so erstmal etwas unter dem Radar. Aber mit der Zeit schummelte es sich immer wieder in meine Hörgänge. 10 Songs, 10 Hits, Punkt. Auch wenn Little Death das Highlight unter Highlights ist, schlägt jedes Lied hier voll ein und bei jedem Durchlauf wirst du von einer anderen unwiderstehlichen Melodie durch den Tag begleitet. Besser wird Indie-Powerpop nicht und das es bereits so ausgefeilt auf dem Debüt zugeht, ist Hexerei. Da ist doch was im Wasser in Neuseeland.

2. Foxing - Nearer My God
Wenn jemand sagt, dass Rockmusik langweilig ist, sollte diese Person mal Foxing hören. Denn auf Nearer My God ist einfach mal alles drauf, was man sich wünschen könnte und es wird exakt 0 Sekunden langweilig. Foxing transzendieren, denn Emo ist das nicht mehr. Mühelos hüpft die Bands durch die Genres und nimmt einen mit auf eine Reise durch religiöse Reflexionen, Politkritik und DnD-Referenzen. Ein actiongeladenes Paket auf dem auch Handclaps, Dudelsäcke und Gitarrensolos nicht nur koexistieren, sondern genau da hingehören, wo sie sind.

1. Rolo Tomassi - Time Will Die and Love Will Bury It
Manchmal ist die Suche nach dem Album des Jahres doch sehr leicht. Man erwartet einfach vor Release, dass man es hören wird und dann werden diese Erwartungen noch übertroffen. Die Vorabtracks zwischen dem Quasi-Pop von Aftermath und der Raserei von Balancing The Dark ließen noch auf keine definitive Richtung schließen: Spätestens bei The Hollow Hour wird dann klar, dass Rolo Tomassi da angekommen sind, wo sie hingehören, den Balanceakt zwischen Hölle und Himmel, Schatten und Licht perfektioniert haben. Das beste der Vorgänger Grievances und Astraea vereint. Auf dem absolut makellosen A Flood of Light zeigen sie dann ihr ganzes Können und fusionieren alle Elemente zu einem der herausragenden Songs des Jahres, der sowohl die schönsten als auch die markerschütterndsten Momente des Jahres bereit hält. Dieses Album ist ein absoluter Triumph, für mich ein persönlicher potentieller Klassiker der harten Musik und die Platte, an der sich viele Bands von nun an messen lassen müssen.


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