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Klatsch & Tratsch / News

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Declan_de_Barra
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Re: Klatsch & Tratsch / News

Beitrag von Declan_de_Barra » Do 28. Jul 2022, 11:18

Ich will denen das auch nicht vorschreiben. Aber reflektieren sollen sie es. Ansonsten keine Ahnung, kenne mich im Nu-Metal nicht aus, aber gerade die Beispiele oder "Skandale" hier gehen ja eindeutig in eine andere Richtung.

Es ist winzig und weil es gerade öffentlich behandelt wird, zeigt es den dezeitigen Stand in Bezug auf strukturellen Rassismus. Es ist für mich schlicht und ergreifend der Versuch der weißen Mehrheitsgesellschaft (du bist damit nicht gemeint) mit Argumenten wie Cancel-Culture von strukturellem Rassismus abzulenken. Würde man das nicht machen müsste man sich ja mal damit beschäftigen und könnte sich nicht so schön auf die Fahne schreiben, wie man sich seit dem 2. Weltkrieg verbessert hat. Es ist von vorne bis hinten lächerlich was für einen Stellenwert das ganze in Deutschland hat. Und sorry, zeigt es nicht schon, dass du von Skandal redest, wie verschoben die Maßstäbe sind?

Gelöschter Benutzer 408

Re: Klatsch & Tratsch / News

Beitrag von Gelöschter Benutzer 408 » Do 28. Jul 2022, 11:23

Es ist ja der Punkt: Wer sowas veranstaltet (also die Absage erzwingen) ist entweder zu dumm zu erkennen, welchen Rattenschwanz das nach sich zieht, bzw. welchen Bumerang oder wirklich so blöd, zu denken, er/sie macht damit irgendwas auf der Welt besser. Ändert sich struktureller Rassismus, weil irgendwelche weißen Dudes kein Raggae mehr spielen können? Schön wäre es, aber nein: Damit ist null irgendwem geholfen, außer das kurzzeitig mal der eigene egoistische paternalistische Drang nach Aufmerksamkeit bedient wurde, während man ansonsten nichts, auch absolut gar nicht dafür tut, dass sich an den wirklichen Problemen der Leute was ändert. Das zeigt, wie verschoben die Wahrnehmung von solchen Vollidioten ist, die denken mit solcher Identitätspolitik erreichen sie irgendetwas. Das Gegenteil ist der Fall.

Und zum Thema reflektieren: Man muss nicht immer alles reflektieren. Machst du nicht, mache ich nicht. Wir nutzen das - gerade in der Musik - was uns Spaß macht und was uns interessiert (ohne rassistischen Hintergrund). Dieses Recht gestehe ich jedem anderen Menschen zu, ohne dabei gleich ein Büßerhemd für 500 Jahre Unterdrückung tragen zu müssen.

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Declan_de_Barra
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Re: Klatsch & Tratsch / News

Beitrag von Declan_de_Barra » Do 28. Jul 2022, 11:43

Aber das sind nunmal vereinzelte Leute. Das müssen wir nicht gut heißen, ich habe mich auch gar nicht dafür ausgesprochen. Warum sie sich beschwert haben? Keine Ahnung, ich war nicht dabei und kenne deren Erfahrungen nicht. Aber genauso wie es dein gutes Recht ist darauf hinzuweisen, dass die Lebensrealität in der DDR für viele schlimm war und nicht dem entspricht, wie sie gerne schön geredet wird, ist es das Recht schwarzer Personen darauf hinzuweisen, dass Dreads nicht nur schöne Deko waren, sondern in direktem Zusammenhang zu rassistischen Gewaltakten, Morden etc. standen. Ansonsten sehe ich Identitätspolitik nicht so wie du, da diese nunmal strukturellen Rassismus überhaupt in die Öffentlichkeit gebracht hat und das Canceln von Dread-Träger*innen nicht so sehr im Fokus steht, wie es deutsche Medien gerne darstellen wollen. Ebenso können wir gerne darüber diskutieren wie rassistisch Identitätspolitik ist, wenn schwarze Menschen eben nicht mehr bei jeder Polizeikontrolle damit rechnen müssen, verprügelt zu werden.

Man muss nicht immer alles reflektieren, das ist aber nunmal eine sehr privilegierte Sicht (jaja, identitätspoltische Kampfbegriffe). Es schadet jedenfalls nicht einmal mehr zu reflektieren, was man eigentlich macht.

Gelöschter Benutzer 408

Re: Klatsch & Tratsch / News

Beitrag von Gelöschter Benutzer 408 » Do 28. Jul 2022, 11:53

Nunja, wir können das gern mal durchspielen: Mal angenommen, jemand singt nur zum Spaß Songs auf Ska-Art nach und wird dann unterbrochen mit dem Hinweis, das wäre kulturelle Aneignung und ginge gar nicht. Keine Debatte. Nur der Zwang, dass sofort zu beenden. Man kann natürlich im Nachhinein immer noch behaupten, das wäre "um mal zum reflektieren" anzuregen. Aber ist es das? Nein. Es ist völlig egoistischen "mein Weltbild jemand anderes aufdrücken".

Ansonsten Thema identitäspolitik an sich: Der Link hier (eben ergooglet) sagt gut, was ich davon grundsätzlich halte, ohne das Thema anzusprechen: https://doinggeoandethics.com/2022/03/0 ... kategorie/
Aber genauso wie es dein gutes Recht ist darauf hinzuweisen, dass die Lebensrealität in der DDR für viele schlimm war und nicht dem entspricht, wie sie gerne schön geredet wird, ist es das Recht schwarzer Personen darauf hinzuweisen, dass Dreads nicht nur schöne Deko waren, sondern in direktem Zusammenhang zu rassistischen Gewaltakten, Morden etc. standen.

Der Unterschied ist doch hier, dass DDR-Verherrlichung Täter verherrlicht und Dreads als Deko eher eine Form der Zusprache, sagen wir mal der "richtigen" Gruppe (wenn man Unterstellung folgt, Dreads stehen für Schwarze Menschen) gegenüber sind. Sehe da einen fundamentalen Unterschied. Edit: Ansonsten könnte man auch Fragen, wieso ausgerechnet ich, der von der DDR-Realität absolut nichts selbst erlebt hat, auf einmal qualifiziert(er) sein sollte, auf die dortigen Missstände hinzuweisen? Nur weil ich hier geboren bin?
Ebenso können wir gerne darüber diskutieren wie rassistisch Identitätspolitik ist, wenn schwarze Menschen eben nicht mehr bei jeder Polizeikontrolle damit rechnen müssen, verprügelt zu werden.
Das ist Unsinn. beides muss unabhängig voneinander funktionieren. Ich kann nicht einerseits einen Rassismus damit begründen, dass es auf der anderen Seite Ungerechtigkeit gibt. Solch ein Totschlagargument findet sich in jeder Debatte.

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Monkeyson
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Re: Klatsch & Tratsch / News

Beitrag von Monkeyson » Do 28. Jul 2022, 12:13

Hab mir alle eurer Gedanken durchgelesen, aber der hier hätte für mich persönlich gereicht, um die Debatte zu beenden:
Blackstar hat geschrieben:
Do 28. Jul 2022, 11:08
Ansonsten ist Identitätspolitik für mich Rassismus, weil es eben die Falle aufbaut, Kulturräume/kulturelle Eigenschaften/Leitkultur/kulturelles Aussehen (und sei es von marginalisierten Gruppen) zu definieren und festzuzurren. Wenn man sich dazu das ablehnenswerte Konzept der neuen Rechten zum Thema Kulturräume anschaut (in dem die Leute doch bitte da bleiben sollen, wo sie herkommen), dann kommt es mir eben so vor, als spiegele man genau diese Argumentation - nur mit unterschiedlicher Interpretation am Ende.

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Declan_de_Barra
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Re: Klatsch & Tratsch / News

Beitrag von Declan_de_Barra » Do 28. Jul 2022, 14:07

Blackstar hat geschrieben:
Do 28. Jul 2022, 11:53
Nunja, wir können das gern mal durchspielen: Mal angenommen, jemand singt nur zum Spaß Songs auf Ska-Art nach und wird dann unterbrochen mit dem Hinweis, das wäre kulturelle Aneignung und ginge gar nicht. Keine Debatte. Nur der Zwang, dass sofort zu beenden. Man kann natürlich im Nachhinein immer noch behaupten, das wäre "um mal zum reflektieren" anzuregen. Aber ist es das? Nein. Es ist völlig egoistischen "mein Weltbild jemand anderes aufdrücken".

Ansonsten Thema identitäspolitik an sich: Der Link hier (eben ergooglet) sagt gut, was ich davon grundsätzlich halte, ohne das Thema anzusprechen: https://doinggeoandethics.com/2022/03/0 ... kategorie/
Aber genauso wie es dein gutes Recht ist darauf hinzuweisen, dass die Lebensrealität in der DDR für viele schlimm war und nicht dem entspricht, wie sie gerne schön geredet wird, ist es das Recht schwarzer Personen darauf hinzuweisen, dass Dreads nicht nur schöne Deko waren, sondern in direktem Zusammenhang zu rassistischen Gewaltakten, Morden etc. standen.

Der Unterschied ist doch hier, dass DDR-Verherrlichung Täter verherrlicht und Dreads als Deko eher eine Form der Zusprache, sagen wir mal der "richtigen" Gruppe (wenn man Unterstellung folgt, Dreads stehen für Schwarze Menschen) gegenüber sind. Sehe da einen fundamentalen Unterschied. Edit: Ansonsten könnte man auch Fragen, wieso ausgerechnet ich, der von der DDR-Realität absolut nichts selbst erlebt hat, auf einmal qualifiziert(er) sein sollte, auf die dortigen Missstände hinzuweisen? Nur weil ich hier geboren bin?
Ebenso können wir gerne darüber diskutieren wie rassistisch Identitätspolitik ist, wenn schwarze Menschen eben nicht mehr bei jeder Polizeikontrolle damit rechnen müssen, verprügelt zu werden.
Das ist Unsinn. beides muss unabhängig voneinander funktionieren. Ich kann nicht einerseits einen Rassismus damit begründen, dass es auf der anderen Seite Ungerechtigkeit gibt. Solch ein Totschlagargument findet sich in jeder Debatte.
Also, ich kenne mich mit den historischen Hintergründen von Ska nicht so aus und habe auf anhieb auch nichts gefunden, was das vergleichbar macht. Ich bin auch kein Verfechter davon jedem mit Dreads Auftritte zu verbieten (unabhängig davon, dass wir nichtmal wissen, was genau passiert ist: Mein Stand ist, dass sich Leute beschwert haben und das Konzert dann vom Veranstalter abgebrochen wurde. Jedenfalls, in Bezug auf die Ska-Cover: Hätte sich jemand beschwert, würde ich natürlich erstmal gerne wissen warum und was die Hintergründe sind. Auf jeden Fall hätte ich mich nicht über Rassismus beschwert und es wäre mir unangenehm, wenn so ein mediales Echo die Folge gewesen wäre.

Für mich ist Identitätspolitik, die man auch weit fassen kann, was anderes. Es geht nicht schlicht um irgendwelche Abtrennung von Kulturräumen, sondern um die Einordnung. Und Multi-Kulti ist in Deutschland nunmal nicht die Vermischung von Kulturen, die ich wirklich unterstützenswert finde, sondern das Annehmen bestimmter Aspekte bestimmter Kulturen, ob es nun Dreads, irgendeine Musik oder Kleidungsstile oder Essen sind. Die Lebensrealitäten der Personen aus diesen Kulturkreisen werden jedoch häufig übergangen. Und da gibt es nunmal die Bewegung, die sagt: Schön, dass ihr unsere Kultur gut findet und euch damit identifizieren könnt, aber dann nehmt die Probleme mit denen wir zu kämpfen haben auch ernst. Denn bis jetzt ist gelebtes Multi-Kulti nämlich immernoch, dass sich Weiße für sie spannende Sachen rauspicken, aber die Lebensrealitäten von Bipocs nicht ernst nehmen. Da integriert sich der Drogendealer nicht, der verprügelte 14 Jährige soll halt nicht mit einem Roller übern Fußweg fahren und Schwarzfahren ist nunmal ne Straftat, es ist immernoch Deutschland hier. Ganz zu schweigen vor der Angst, dass man jeden Moment von einem Fascho totgeschlagen werden könnte. Ich bin ein weißer Mann, als ich 10 oder so war sind ich, meine Mutter, meine Schwester und ihr damaliger Freund mit dem Taxi nach Hause. Von der anderen Seite der Schienen hat uns ne Glatze zugerufen, dass wir Ausländer uns verpissen sollen, weil er wegen der schwarzen Haare des Freundes meiner Schwester davon ausgegangen ist, dass wir nicht aus Deutschland kämen. Ich bin auf unsere Einfahrt gelaufen, der Typ ist über die Bahnschienen und dem Freund meiner Schwester hat er eine Ohrfeige gegeben, ist abgehauen, als mit Polizei gedroht wurde. Danach hatte ich lange Zeit Angst Abends draußen zu sein, dabei hat es mich nichtmal getroffen. Wahrscheinlich hat jede*r Mensch mit Migrationshintergrund weitaus schlimmere Erfahrungen mit sowas gemacht, oder mit Rassismus durch Lehrer, Menschen auf der Straße oder sogar Bekannte und Familie. Denen muss endlich mal zugehört werden und das passiert viel zu selten, insbesondere wenn es aufzeigt, dass hinter solchen Erfahrungen nunmal struktureller Rassismus steckt. Dass nun jemand mit Dreads sein Konzert nicht zuende spielen durfte ist vielleicht ärgerlich, vielleicht unsouverän von dem Veranstalter, vielleicht eine Überreaktion der Leute, die sich beschwert haben und ganz vielleicht auch diskriminierend. Aber rassistisch ist es mMn wirklich nicht.

Zum DDR-Thema: Zusprache? Das ist mMn eher sich mit den Opfern gemein machen. Sollte das wirklich ein Versuch der Zusprache sein, ist es wirklich der unambitionierteste. Das ist dann schon nah dran "Ich-sehe-keine-Hautfarben" als antirassistisch einzuschätzen. Ansonsten habe ich dich als Beispiel für das DDR-Thema genommen, weil du das in Diskussionen gerne und für mich auch absolut nachvollziehbar hineinfließen lässt oder ließt.
Versteht mich nicht falsch, ich finde, dass es in Deutschland durchaus eine Linke Partei braucht (und nicht so einen Pseudokram wie die SPD), aber durch die nahtlosen Übergang von Personal und Politik der Ost-SED zur Linken die Chance verspielt wurde, so eine Partei hierzulande zu gründen. Ansonsten: Als jemand, der auf dem Gebiet der ehemaligen DDR mit den Auswüchsen dieser Herrschaft aufgewachsen bin, weiß ich sehr wohl, was ich dieser ankreisen kann und bis heute wurde das weder aufgearbeitet, noch sind die entsprechenden Leute in der Partei zur Rechenschaft gezogen worden. (von den Spitzen mal abgesehen).
Blackstar hat geschrieben:
Fr 4. Okt 2019, 21:51
mattkru hat geschrieben:
Fr 4. Okt 2019, 20:26
Blackstar hat geschrieben:
Fr 4. Okt 2019, 15:09


Es lässt sich ja im nachhinein immer leicht sagen, aber: Ich hätte den Scheiß nicht ausgehalten und hätte irgendwie probiert, da rauszukommen.

Mir war schon das, was ich als Nachwendekind an noch vorhandenen Strukturen erleben durfte, mehr als zu viel.
Unangepasst sein in der DDR war sicher eine sehr schwierige Nummer.
Empfehlenswert finde ich dazu die Wikipedia-Artikel der Rammstein-Mitglieder.
Musst du mir nicht erzählen, brauche keine Wikipediaartikel, um sowas nachvollziehen zu können ;)
Hat jedenfalls auch einen leicht identitätspolitischen Touch. :wink:

Edit: ansonsten: Wenn Identitätspolitik dazu führt, dass die Stimmen von Bipocs endliche eine Rolle spielen, finde ich das grundsätzlich erstmal gut, ohne damit jegliche Forderungen etc. zu unterschreiben.

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SammyJankis
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Re: Klatsch & Tratsch / News

Beitrag von SammyJankis » So 31. Jul 2022, 09:53



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Re: Klatsch & Tratsch / News

Beitrag von Quadrophobia » Di 2. Aug 2022, 09:06

https://pitchfork.com/news/atlantas-mus ... s-gun-ban/

In Atlanta mussten Veranstalter ein Festival absagen, weil ein Gerichtsurteil es ihnen unmöglich gemacht hätte, Schusswaffen auf dem Festival zu verbieten. Land of the free...

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Re: Klatsch & Tratsch / News

Beitrag von Quadrophobia » Do 4. Aug 2022, 15:53

Jemand von Turbostaat hatte einen Herzinfarkt :sad:

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Re: Klatsch & Tratsch / News

Beitrag von SammyJankis » Mi 10. Aug 2022, 13:57

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Monkeyson
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Re: Klatsch & Tratsch / News

Beitrag von Monkeyson » Do 11. Aug 2022, 00:31

Die könnten direkt profitabel sein, wenn sie die Ticketpreise verdoppeln. Ich glaube nicht, dass daran ein Ausverkauf scheitern würde. Höchstens ein Ausverkauf der eigenen Ideale, von daher Respekt davor, diese Maßnahme bewusst nicht zu wählen.

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Re: Klatsch & Tratsch / News

Beitrag von nilolium » Do 11. Aug 2022, 12:37

Hatten vor allen Dingen auch dieses Jahr schon ne saftige Erhöhung um 70 Euro.

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Re: Klatsch & Tratsch / News

Beitrag von scarred » Do 11. Aug 2022, 20:10

Ich wollt auch schon anmerken, dass es bei 440€ pro Ticket dann vllt auch bei der Fusion eng werden könnte mit nem Ausverkauf

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Re: Klatsch & Tratsch / News

Beitrag von dattelpalme » Do 11. Aug 2022, 20:54

nilolium hat geschrieben:
Do 11. Aug 2022, 12:37
Hatten vor allen Dingen auch dieses Jahr schon ne saftige Erhöhung um 70 Euro.
Gehe auch davon aus, dass 2021 ordentlich zu Buche geschlagen hat.

Mir persönlich wäre eine Ticketpreiserhöhung fast lieber als an der 80.000 Marke zu kratzen, was etwas durchklang im Newsletter.
Das war teilweise schon sehr sehr voll bei den Übergängen zwischen den Bühnen (vor ein paar Jahren jedenfalls).
Grundsätzlich natürlich guter Ansatz, so vielen Leuten wie möglich eine Fusion ermöglichen zu wollen.

Edit: vielleicht so regeln wie bei der Möhre?
„Die Welt geht vor die Hunde Mädchen, traurig aber wahr.“

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SvenHü
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Re: Klatsch & Tratsch / News

Beitrag von SvenHü » Do 11. Aug 2022, 22:14

Quadrophobia hat geschrieben:
Do 4. Aug 2022, 15:53
Jemand von Turbostaat hatte einen Herzinfarkt :sad:
Woher hast du die Info? Sie selbst haben bei Facebook zB ja nichts genaueres geäußert. :sadno:
...

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Re: Klatsch & Tratsch / News

Beitrag von rogerhealy » Do 11. Aug 2022, 23:02

SvenHü hat geschrieben:
Do 11. Aug 2022, 22:14
Quadrophobia hat geschrieben:
Do 4. Aug 2022, 15:53
Jemand von Turbostaat hatte einen Herzinfarkt :sad:
Woher hast du die Info? Sie selbst haben bei Facebook zB ja nichts genaueres geäußert. :sadno:
Doch. Die Band hat das mittlerweile bestätigt.

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Engholm
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Re: Klatsch & Tratsch / News

Beitrag von Engholm » Fr 12. Aug 2022, 07:56

SvenHü hat geschrieben:
Do 11. Aug 2022, 22:14
Quadrophobia hat geschrieben:
Do 4. Aug 2022, 15:53
Jemand von Turbostaat hatte einen Herzinfarkt :sad:
Woher hast du die Info? Sie selbst haben bei Facebook zB ja nichts genaueres geäußert. :sadno:

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SvenHü
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Re: Klatsch & Tratsch / News

Beitrag von SvenHü » Fr 12. Aug 2022, 19:16

Engholm hat geschrieben:
Fr 12. Aug 2022, 07:56
SvenHü hat geschrieben:
Do 11. Aug 2022, 22:14
Quadrophobia hat geschrieben:
Do 4. Aug 2022, 15:53
Jemand von Turbostaat hatte einen Herzinfarkt :sad:
Woher hast du die Info? Sie selbst haben bei Facebook zB ja nichts genaueres geäußert. :sadno:
Ah, vielen Dank. Bei Instagram bin ich nicht zugegen. Bitter. :sad:
...

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SammyJankis
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Re: Klatsch & Tratsch / News

Beitrag von SammyJankis » Fr 12. Aug 2022, 22:27

In Belgien auf einem Punk-Festival gab es Stress zwischen Sick of it All und No Fun at All. Statement des Festivals:
After seeing statements by both Sick Of It All and No Fun At All today, we as the Brakrock organization feel the need to respond to try and give a neutral perspective on the events that were witnessed by many of our crew members. This is solely intended to give more insight into what happened and does not condone any of the behavior that was displayed by any of both parties involved.
During the No Fun At All set, a stage diver fell down and needed to be evacuated, causing their set to be stopped for about 10 minutes. Afterwards, members of our crew noticed the singer grabbing for his wireless in-ear transmitter of which the batteries had died. The singer ran off the stage in between songs, full of adrenaline and in a bit of a panic as they had already lost much time.
Unbeknownst to him, our crew had already started loading the SOIA gear into the backstage area and he didn’t immediately find his gear. A misunderstanding and a quarrel started where the singer of NFAA roughly pushed the crew member of SOIA aside. He should not have done that and both he and we fully realize that. The discussion continued shortly with some pushing and pulling. The festival crew quickly separated both parties and the singer ran back onto the stage to continue his set. The crew member of SOIA was visibly upset and we tried to console her. At no point however, and this is confirmed by several crew members, did the singer of NFAA throw any punches towards the crew member of SOIA.
In the meantime, the SOIA band members and the rest of their crew came running into the backstage area. At this moment, security was in the backstage area to ensure that no one could get on stage. We have given NFAA the opportunity to finish their set and informed them afterwards that the SOIA crew member was very upset. The singer of NFAA said it was all due to a big misunderstanding and he wanted to talk to the crew member to apologize.
When the NFAA singer came off the stage, he started to apologize for the misunderstanding, surrounded by security and members of our crew, but was then punched in the face by the SOIA crew member upon which both parties were separated again and the NFAA singer was guided away from the scene. The atmosphere was still tense, yet the SOIA crew decided to set up their gear and play their show as planned, which they did.
The organization proposed the possibility for both parties to meet afterwards to talk it over, which ultimately didn’t happen, because tensions were still high. We also proposed to direct them towards the police if any of the parties wished to press charges, but this was denied by both. We thought that would be the end of it, as both NFAA and the SOIA tour manager asked for this to not be blown up bigger than it already was.
We want to stress that we don’t condone any acts of violence and in fact strongly disapprove of and condemn them. Hopefully, this will end all speculation as this is a neutral and factual perspective constructed by several eye-witnesses not designed to favor or criticize any of the bands involved. We sincerely hope that both parties can make an effort to talk to each other somewhere in the future and we would gladly help to facilitate that.
No Fun at All haben ihre Euro Tour gecancelt und ihr nächstes Release verschoben.
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Re: Klatsch & Tratsch / News

Beitrag von Saeglopur » Sa 13. Aug 2022, 09:45

Die Bands haben ja auch bereits bei der Namensgebung klargemacht, dass mit ihnen nicht zu spaßen ist.

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Re: Klatsch & Tratsch / News

Beitrag von Quadrophobia » Mo 15. Aug 2022, 11:44

Saeglopur hat geschrieben:
Sa 13. Aug 2022, 09:45
Die Bands haben ja auch bereits bei der Namensgebung klargemacht, dass mit ihnen nicht zu spaßen ist.
:lolol: :lolol: :lolol:

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Re: Klatsch & Tratsch / News

Beitrag von slowdive » Mi 17. Aug 2022, 16:05

War mir nicht ganz sicher, welcher Thread am besten passt, aber wollte mal folgenden Text von Daniel Dylan Wray teilen, der in meinen meinen Augen einige kluge oder interessante Gedanken(ansätze) enthält. Geht darum, dass viele Leute in ihren ~30ern ihre Leidenschaft für das Entdecken neuer, interessanter Musik verlieren.
For the last few years, I have felt the inescapable disappearance of music from my friends’ lives. Even people with whom I have longstanding relationships that were born from a shared love of music have simply let it go, or let it fade deep into the background. A 2015 study of people’s listening habits on Spotify found that most people stop listening to new music at 33; a 2018 report by Deezer had it at 30. In my 20s, the idea that people’s appetite to consume new music regularly would be switched off like some kind of tap was ludicrous. However, now I’m 36, it’s difficult to argue with.
Ich beobachte das überall in meiner Umgebung (und damit meine ich jetzt ausdrücklich nicht, dass man nicht mehr so Bock auf Zelten auf dem Hurricane hat oder so) und es beschäftigt mich – ohne, dass jetzt irgendeine kluge Pointe dazu hätte. Da Foren langsam aber steady in Netznirvana driften und Nachwuchs nicht mehr nachkommt, ist das ja auch in etwas das Alter, auf das hier viele zu gehen bzw. schon drin sind. Merkt ihr da auch irgendwas? Beschäftigt euch das?

Hatte da letztes Jahr auch schonmal letztes Jahr zu geschrieben und fand auch den Text ("Sick Sounds: Did COVID-19 Ruin Music's Healing Power?") vom gleichen Autor im Quietus vor 1,5 Jahren schon ziemlich stark. Damals ging es ums Musikentdecken während Corona. Glaube, der wurde hier auch schonmal irgendwo geteilt: https://thequietus.com/articles/29375-m ... virus-2020

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Re: Klatsch & Tratsch / News

Beitrag von Wishkah » Mi 17. Aug 2022, 16:40

Habe den Artikel nicht gelesen, aber um mal ganz banal zu bleiben: Das Alter ist ja einfach gekoppelt an einige Veränderungen im Leben. Und diese Veränderungen wirken sich vor allem auf eine Dimension aus - die vorhandene Zeit.

In der Schule und im Studium bis Mitte/Ende 20 hatte ich sehr viel davon. Mittlerweile bin ich Anfang 30, gehe täglich von Montag bis Freitag einer Vollzeit-Beschäftigung nach, komme nachmittags erschöpft nach Hause und am Wochenende muss ich mich um den Haushalt und andere Verpflichtungen kümmern. Dann kommt irgendwann vielleicht noch Nachwuchs dazu und von der Freizeit bleibt nicht mehr viel übrig.

Ganz so extrem ist es natürlich nicht, aber doch merklich spürbar. Man muss sich die Zeit für seine Interessen schon gut organisieren und aufteilen.

Kurz gesagt: Die neuen Lebensumstände in den 30ern führen dazu, dass ich diesem Interesse weniger nachgehen kann. Und dass ich diesem Interesse weniger nachgehe, führt dazu, dass das Interesse auch nachlässt, weil ich nicht mehr so involviert bin und die Prioritäten anders liegen.
Zuletzt geändert von Wishkah am Mi 17. Aug 2022, 16:42, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Klatsch & Tratsch / News

Beitrag von akropeter » Mi 17. Aug 2022, 16:42

Habe ich in den letzten Jahren auch in meinem Freundeskreis beobachten dürfen.
Hamburg dies, Hamburg das, Hamburg Fachjargon!

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Re: Klatsch & Tratsch / News

Beitrag von Quadrophobia » Mi 17. Aug 2022, 16:53

Wishkah hat geschrieben:
Mi 17. Aug 2022, 16:40
Habe den Artikel nicht gelesen, aber um mal ganz banal zu bleiben: Das Alter ist ja einfach gekoppelt an einige Veränderungen im Leben. Und diese Veränderungen wirken sich vor allem auf eine Dimension aus - die vorhandene Zeit.

In der Schule und im Studium bis Mitte/Ende 20 hatte ich sehr viel davon. Mittlerweile bin ich Anfang 30, gehe täglich von Montag bis Freitag einer Vollzeit-Beschäftigung nach, komme nachmittags erschöpft nach Hause und am Wochenende muss ich mich um den Haushalt und andere Verpflichtungen kümmern. Dann kommt irgendwann vielleicht noch Nachwuchs dazu und von der Freizeit bleibt nicht mehr viel übrig.

Ganz so extrem ist es natürlich nicht, aber doch merklich spürbar. Man muss sich die Zeit für seine Interessen schon gut organisieren und aufteilen.

Kurz gesagt: Die neuen Lebensumstände in den 30ern führen dazu, dass ich diesem Interesse weniger nachgehen kann. Und dass ich diesem Interesse weniger nachgehe, führt dazu, dass das Interesse auch nachlässt, weil ich nicht mehr so involviert bin und die Prioritäten anders liegen.
Das fasst es perfekt zusammen.

Dazu kommt dann noch, dass die Kanäle auf denen man Musik entdeckt einfach andere werden und ich mitunter einfach keinen Bock habe, mich mit TikTok und Co noch zu beschäftigen.


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