Der Konzertbesuchsthread
- SammyJankis
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Re: Der Konzertbesuchsthread
Ich war am Samstag in London bei Cold World in der Number 90 Bar. Letzten August an gleicher Stelle das United & Strong Fest besucht und gedacht, dass Cold World der perfekte Headliner für 2026 wären. Dazu wird es wohl nicht kommen. Gab vier UK Shows, drei davon mit High Vis. Zwei meiner absoluten Lieblingsbands. Also zugeschlagen und einen Tag in London verbracht. Viel und lecker gegessen, viel Irn Bru getrunken, alles wie immer. Start der Show war 19:15 Uhr, fünf Bands und ein Billing, welches dieses Jahr nur noch schwer getopt werden kann. Show natürlich ausverkauft. Viele Almans am Start.
Cannonball - Januar noch nicht vorbei und ich hab die Band schon dreimal gesehen. Allerdings immer in schwierigen Kontexten. Genauso wie bei den Force of Denial Abschiedsshows war es auch am Samstag so, dass die Crowd für andere Acts am Start war. Gab etwas Bewegung, paar Leute textsicher, aber das wars auch schon. War okay, konnte es auch niemandem verübeln, dass Kräfte gespart wurden.
Despize - Mit Abstand härteste Band des Abends. Dementsprechend wild war der Mosh. Da wurden keine Gefangenen gemacht. Dennoch technisch versierter Act. Ist alles andere als stumpfes Gebolze. Band schien auch ne gute Zeit zu haben. War stark. Klar, in Glasgow schon besser gesehen, aber Hometown Show zum Vergleich ranzuziehen ist einfach nicht fair.
Dynamite - Es war nicht so krass wie auf dem United & Strong, aber wieder mal eine Untermalung, dass sich auf diese Band momentan ganz UK einigen kann. Singalongs noch und nöcher, viele Stage Diver. Einfach ein rundum gelungenes Chaos. Features von The Flex, High Vis und Cold World durften nicht fehlen. Bis zum eigentlichen Closer "Dynamite Stomp" wurde vom Iron Age Intro abgesehen kein Song gecovert. Dann wurden Drummer und Sänger gewechselt, beide OG Dirty Money Leute (sprich der High Vis Sänger) und es wurde wie schon so oft das Dirty Money Intro gespielt. Ich hatte aber dadurch, dass es ma Ende und mit zwei OG Leuten war, eine kleine Hoffnung, dass es nicht beim Intro bleiben würde und so kam es auch. Es wurde "Dirty Money" gespielt, mit Graham am Mic, zum ersten Mal seit 10 Jahren. Völlige Ekstase im Raum, das komplette Chaos. Auch mich hat es trotz weiterhin vorhandener Rücken-/Brustprobleme vor die Bühne verschlagen, die Schmerzen wurden in Kauf genommen. Sicherlich unvernünftig, aber muss auch sagen, dass ich lange nicht mehr so euphorisch war und es so sehr gefühlt habe wie in diesem Moment. Es gibt immer besondere Shows oder Momente, in der Regel sind diese aber erwartbar. Bei Force of Denial war klar, dass die Shows krass werden würden. Das hier im Gegenzug kam unangekündigt, hat mich vollständig mitgenommen. Ganz viel Liebe für Dynamite und Dirty Money.
High Vis - Keine großen Änderungen zu Antwerpen am Montag, aber der Vibe war besser. Kleinere Bühne ist schöner und intensiver. Halbe Raum konnte die Lyrics. Ansonsten das übliche Treiben auf der Bühne. Ich liebe die Band, die Texte sind ehrlich, traurig, kann viel nachvollziehen. Der Sänger in seinen Ansagen genauso ehrlich und authentisch. Probs an die Band, die in UK safe vor dreimal so viel Leuten spielen könnte, dass sie das immer wieder machen. High Vis werden immer eine Hardcore Band sein, egal wie sie genretechnisch eingeordnet werden. Beste Band im Game momentan, nur Liebe.
Cold World - Das letzte Mal Ende 2022 gesehen, auch in London, aber andere Location. Die Gig am Samstag war der bessere. Es war das vollkommende Chaos. Setlist ist eh immer gleich. Die "Ice Grillz" wird fast komplett gespielt. Danach noch die Hits von der "Dedicated" und mit "Real Deal" ein Song vom letzten Album. Mehr brauch ich nicht. Als nach dem Opener vor dem kommenden Song "Can it be so simple" der Raum das Introskit vom Band laut mitgesungen hat, war der Vibe klar darauf ausgerichtet, dass hier kein Stein auf dem anderen bleibt. Völliges Stage Dive Chaos und bei jedem Singalong Part türmten sich die Leute vor dem Sänger. Intensiver geht es nicht. Highlights mag ich gar nicht ausmachen. Es gibt 1-2 Songs, die von den Reaktionen etwas abfallen. Aber selbst da passiert so viel, das würde jede andere Band glücklich machen. Es ist und bleibt eine der besten Hardcore Bands ever, für die ich überall hinreisen würde. Es hat sich mal wieder voll und ganz gelohnt. Schade, dass ich mich am Montag verletzt habe und mich so zurückhalten musste. Dennoch magischer Abend. Für 20 Pfund, dafür krieg ich bei Harry Styles nen Parkticket.
Cannonball - Januar noch nicht vorbei und ich hab die Band schon dreimal gesehen. Allerdings immer in schwierigen Kontexten. Genauso wie bei den Force of Denial Abschiedsshows war es auch am Samstag so, dass die Crowd für andere Acts am Start war. Gab etwas Bewegung, paar Leute textsicher, aber das wars auch schon. War okay, konnte es auch niemandem verübeln, dass Kräfte gespart wurden.
Despize - Mit Abstand härteste Band des Abends. Dementsprechend wild war der Mosh. Da wurden keine Gefangenen gemacht. Dennoch technisch versierter Act. Ist alles andere als stumpfes Gebolze. Band schien auch ne gute Zeit zu haben. War stark. Klar, in Glasgow schon besser gesehen, aber Hometown Show zum Vergleich ranzuziehen ist einfach nicht fair.
Dynamite - Es war nicht so krass wie auf dem United & Strong, aber wieder mal eine Untermalung, dass sich auf diese Band momentan ganz UK einigen kann. Singalongs noch und nöcher, viele Stage Diver. Einfach ein rundum gelungenes Chaos. Features von The Flex, High Vis und Cold World durften nicht fehlen. Bis zum eigentlichen Closer "Dynamite Stomp" wurde vom Iron Age Intro abgesehen kein Song gecovert. Dann wurden Drummer und Sänger gewechselt, beide OG Dirty Money Leute (sprich der High Vis Sänger) und es wurde wie schon so oft das Dirty Money Intro gespielt. Ich hatte aber dadurch, dass es ma Ende und mit zwei OG Leuten war, eine kleine Hoffnung, dass es nicht beim Intro bleiben würde und so kam es auch. Es wurde "Dirty Money" gespielt, mit Graham am Mic, zum ersten Mal seit 10 Jahren. Völlige Ekstase im Raum, das komplette Chaos. Auch mich hat es trotz weiterhin vorhandener Rücken-/Brustprobleme vor die Bühne verschlagen, die Schmerzen wurden in Kauf genommen. Sicherlich unvernünftig, aber muss auch sagen, dass ich lange nicht mehr so euphorisch war und es so sehr gefühlt habe wie in diesem Moment. Es gibt immer besondere Shows oder Momente, in der Regel sind diese aber erwartbar. Bei Force of Denial war klar, dass die Shows krass werden würden. Das hier im Gegenzug kam unangekündigt, hat mich vollständig mitgenommen. Ganz viel Liebe für Dynamite und Dirty Money.
High Vis - Keine großen Änderungen zu Antwerpen am Montag, aber der Vibe war besser. Kleinere Bühne ist schöner und intensiver. Halbe Raum konnte die Lyrics. Ansonsten das übliche Treiben auf der Bühne. Ich liebe die Band, die Texte sind ehrlich, traurig, kann viel nachvollziehen. Der Sänger in seinen Ansagen genauso ehrlich und authentisch. Probs an die Band, die in UK safe vor dreimal so viel Leuten spielen könnte, dass sie das immer wieder machen. High Vis werden immer eine Hardcore Band sein, egal wie sie genretechnisch eingeordnet werden. Beste Band im Game momentan, nur Liebe.
Cold World - Das letzte Mal Ende 2022 gesehen, auch in London, aber andere Location. Die Gig am Samstag war der bessere. Es war das vollkommende Chaos. Setlist ist eh immer gleich. Die "Ice Grillz" wird fast komplett gespielt. Danach noch die Hits von der "Dedicated" und mit "Real Deal" ein Song vom letzten Album. Mehr brauch ich nicht. Als nach dem Opener vor dem kommenden Song "Can it be so simple" der Raum das Introskit vom Band laut mitgesungen hat, war der Vibe klar darauf ausgerichtet, dass hier kein Stein auf dem anderen bleibt. Völliges Stage Dive Chaos und bei jedem Singalong Part türmten sich die Leute vor dem Sänger. Intensiver geht es nicht. Highlights mag ich gar nicht ausmachen. Es gibt 1-2 Songs, die von den Reaktionen etwas abfallen. Aber selbst da passiert so viel, das würde jede andere Band glücklich machen. Es ist und bleibt eine der besten Hardcore Bands ever, für die ich überall hinreisen würde. Es hat sich mal wieder voll und ganz gelohnt. Schade, dass ich mich am Montag verletzt habe und mich so zurückhalten musste. Dennoch magischer Abend. Für 20 Pfund, dafür krieg ich bei Harry Styles nen Parkticket.
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Re: Der Konzertbesuchsthread
Stimme ich so zu. Sind bei Featooth hätte nenn Tick lauter und vor allem druckvoller sein können. Sonst ein guter Abend.
smi
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- SammyJankis
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Re: Der Konzertbesuchsthread
Ich war gestern in Köln bei Tortoise in der Kantine. Preis lag bei 40 Euro. Es ist echt krass welche Preise mittlerweile schon in Locations bis 1000 Leuten aufgerufen werden. 1-2 Tage vorher nen Ticket für ein für mich akzeptablen Preis geschossen. Keine Ahnung, ob ich OP gezahlt hätte. Show war dennoch gut gefühlt. Durchschnittsalter jenseits der 40. Gab keinen Support. Kam mir entgegen, weil ich echt im Arsch war und schnell wieder nach Hause wollte.
Tortoise - Eine der wenigen Post-Rock Bands, die ich noch nie gesehen haben. Allerdings nicht meine liebste. Die Gitarre rückt hier stark in den Hintergrund. Dafür ist Drumming bzw Spielen von Xylophon sehr präsent, teilweise auch durch mehrere Mitglieder gleichzeitig. Ist als Sound schon unique und cool anzusehen. Muss aber sagen, dass mir da teilweise die Gitarrenmelodien und Ausbrüche fehlen. Es wurde viel von der neuen Platte gespielt, der Rest wurde einigermaßen gleichmäßig abgedeckt mit etwas Fokus auf "TNT". Hätte gerne mehr von der Platte sein dürfen. War insgesamt schön, die Band mal gesehen zu haben, aber nochmal muss ich nicht hingehen.
Tortoise - Eine der wenigen Post-Rock Bands, die ich noch nie gesehen haben. Allerdings nicht meine liebste. Die Gitarre rückt hier stark in den Hintergrund. Dafür ist Drumming bzw Spielen von Xylophon sehr präsent, teilweise auch durch mehrere Mitglieder gleichzeitig. Ist als Sound schon unique und cool anzusehen. Muss aber sagen, dass mir da teilweise die Gitarrenmelodien und Ausbrüche fehlen. Es wurde viel von der neuen Platte gespielt, der Rest wurde einigermaßen gleichmäßig abgedeckt mit etwas Fokus auf "TNT". Hätte gerne mehr von der Platte sein dürfen. War insgesamt schön, die Band mal gesehen zu haben, aber nochmal muss ich nicht hingehen.
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Re: Der Konzertbesuchsthread
Mal was ganz anderes.
Ich war letzte Woche bei Simon & Jan im E-Werk Erlangen
Ich habe das Liedermacher Duo, welches seit 2010 schon mit etlichen Preisen ausgestattet wurde, noch nie live, sondern nur auf YouTube oder im TV gesehen.
Die beiden klasse Gitarristen hatten zwar etwas Mühe mit ihren ironischen und kritischen Texten die Franken in Erlangen aus der Reserve zu locken.
Spätestens mit ihrem größten Erfolg, dem Cover von "Krawall & Remmidemmi" von Deichkind, war die Stimmung richtig gut.
Ich war letzte Woche bei Simon & Jan im E-Werk Erlangen
Ich habe das Liedermacher Duo, welches seit 2010 schon mit etlichen Preisen ausgestattet wurde, noch nie live, sondern nur auf YouTube oder im TV gesehen.
Die beiden klasse Gitarristen hatten zwar etwas Mühe mit ihren ironischen und kritischen Texten die Franken in Erlangen aus der Reserve zu locken.
Spätestens mit ihrem größten Erfolg, dem Cover von "Krawall & Remmidemmi" von Deichkind, war die Stimmung richtig gut.
- SammyJankis
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Re: Der Konzertbesuchsthread
Ich war gerade in Hengelo in den Niederlanden bei Killing Me Softly im Innocent. Die Band und Crowquill spielen einen Weekender rund um das morgige Inferno Fest in Ieper, welches ein Top Line Up hat. Aber eine andere Show geht vor. Also nach Hengelo gefahren, ist auch deutlich kürzer als nach Ieper. Leider die erste Band wegen Stau verpasst, aber war mir nicht so wichtig. Erstes Highlight direkt nach der Ankunft noch am Auto auf eine dicke, zutrauliche Katze gestoßen, die uns 200 Meter Richtung Venue begleitet hat. Wir waren eine Gang. Ich hoffe, es geht ihr gut. Show war ausverkauft. Hätte ich nicht mit gerechnet, aber sehr cool.
Premonition - Junge Band aus Belgien, haben abgeliefert. Haben mit einem Madball "Set It Off" Cover das Set eröffnet, bei welchem im Vergleich zu den eigenen Tracks wenig ging. Wenn bei deinem Set die Leute heftiger auf deine Songs steilgehen als auf "Set It Off" läuft es gut für dich als junge Band. Gab harten Mosh, viele Leute darüber hinaus textsicher. Band orientiert sich merklich am Sound der Glasgow Bands, aber das is ja nichts Schlechtes. Gute 20 Minuten. Neben Listed das Beste, was momentan aus Belgien kommt.
Crowquill - Junge UK Band, letztes Jahr zum ersten Mal was via The Coming Strife Recorda gedropt. War auch die erste Show auf dem Festland. Mathcore, der trotzdem nicht an harten Breakdowns gespart hat. Technisch beeindruckend, vor allem, da der Gitarrist aussah wie 16. Gab noch ein Norma Jean Cover. Crowd war nach ruhigen Beginn dabei. Gab harten Mosh, schon fies zum Teil. Dennoch wurde auf der Dude im Rollstuhl am Bühnenrand aufgepasst. Sollte so sein.
Killing Me Softly - Leeds Metalcore, von den kleinen UK Metalcore Acts auf jeden Fall die mit dem größten Hype. Schon zurecht. So sollte Metalcore klingen. Einzig der Gesang ist gewöhnungsbedürftig und es würde mich nicht wundern, wenn sich der Sänger so die Stimme zerstört, naja. Technisch top, Breakdowns hart. Mosh ebenfalls. Klar, in UK schon mal besser gesehen, aber war nen gutes Set und für 14 Euro nen Top Abend.
Premonition - Junge Band aus Belgien, haben abgeliefert. Haben mit einem Madball "Set It Off" Cover das Set eröffnet, bei welchem im Vergleich zu den eigenen Tracks wenig ging. Wenn bei deinem Set die Leute heftiger auf deine Songs steilgehen als auf "Set It Off" läuft es gut für dich als junge Band. Gab harten Mosh, viele Leute darüber hinaus textsicher. Band orientiert sich merklich am Sound der Glasgow Bands, aber das is ja nichts Schlechtes. Gute 20 Minuten. Neben Listed das Beste, was momentan aus Belgien kommt.
Crowquill - Junge UK Band, letztes Jahr zum ersten Mal was via The Coming Strife Recorda gedropt. War auch die erste Show auf dem Festland. Mathcore, der trotzdem nicht an harten Breakdowns gespart hat. Technisch beeindruckend, vor allem, da der Gitarrist aussah wie 16. Gab noch ein Norma Jean Cover. Crowd war nach ruhigen Beginn dabei. Gab harten Mosh, schon fies zum Teil. Dennoch wurde auf der Dude im Rollstuhl am Bühnenrand aufgepasst. Sollte so sein.
Killing Me Softly - Leeds Metalcore, von den kleinen UK Metalcore Acts auf jeden Fall die mit dem größten Hype. Schon zurecht. So sollte Metalcore klingen. Einzig der Gesang ist gewöhnungsbedürftig und es würde mich nicht wundern, wenn sich der Sänger so die Stimme zerstört, naja. Technisch top, Breakdowns hart. Mosh ebenfalls. Klar, in UK schon mal besser gesehen, aber war nen gutes Set und für 14 Euro nen Top Abend.
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Re: Der Konzertbesuchsthread
Ich war gestern bei den Deftones in der Hamburger Barclays Arena.
Meine letzte Show der Alt-Metal-Legenden 2017 im Mehr Theater! und entsprechend groß, trotz der Location, die Vorfreude. Gerade, da mir das aktuelle Album private music sehr, sehr gut gefällt und die Supports mit Drug Church und Denzel Curry sehr namhaft (und noch nicht gesehen) waren.
Das Boomer-Abendblatt hat den Auftritt ja ziemlich zerrissen, aber mich hat es emotional und von der Intensität her komplett abgeholt. Die Band hat ja einen sehr starken TikTok-Hype und trotz diesem war ich mir sicher, dass das Konzert, wegen der vorigen Locations in der Stadt (Mehr Theater, Docks, Freiheit...) lange nicht ausverkauft sein würde. Am Ende waren aber nur im Oberrang gegenüber der Bühne noch größere Lücken. Die Seiten ganz oben waren ebenfalls stark gefüllt. Am S-Bahnhof Stellingen und auf dem Weg zur Arena das Durchschnittsalter auch geschätzt eher <25. Hype also real. Im Innenraum bei den Supports so Mitte-Mitte um uns herum dann aber auch viele Millennials und halt vorn im Pit bei den Deftones eher jüngere Leute. Für mich einziger Wermutstropfen: Wirklich sehr sehr viele Handy permanent. Auch ganz vorn drin, da wurde live gestreamt. Das hätte ich mich ja nicht getraut.
Drug Church haben mit ihrem Alternative Punk 30 Miniten einen sehr guten Einheizer gegeben, fand ich. War live doch pop-punkiger als ich das in Erinnerung hatte. Klang auf jeden Fall so, als könnte man sich die in einem kleinen Klub gut angucken. Ob das weiter vorn gut ankam, kann ich aber nicht so beurteilen. Denzel Curry wiederum kam mindestens mal im Innenraum ziemlich gut an. Moderner US-Rap und aus dem Genre einer der wenigen Künstler, für die ich mich auch schon mal interessiert hab. Das ist kein Diss gegen das Genre, aber man kann ja auch nicht immer alles hören. Hat mir auf jeden Fall Spaß gemacht, es wurde viel gebounct und er hat das Publikum bei jeder Gelegenheit einbezogen. Beats waren top. Noch cooler wäre natürlich gewesen, wenn der DJ live performt hätte, glaube der hat nur ab und an mal einen Regler gedreht und Backing Vocals gemacht.
Deftones selbst haben, glaube ich, rund 90 Minuten gespielt. Könnten auch 80 gewesen sein. Auf jeden Fall 20 Songs mit kaum Ansagen (ab und an mal bedankt) und einer nur sehr kurzen Pause vor dem Encore. Chino Moreno sehr gut in Form und auch gut gelaunt, gab eine Videowall dahinter, die ab und an (Change!!) schöne Sachen gemacht hat. Fokus natürlich auf dem neuen Album mit 7/11 Songs gespielt. Milk of the Madonna mMn krasser Hit und Cut Hands kam live auch gefährlich. Ansonsten auf die Hits bedacht und von jedem Album (außer Gore) etwas gespielt. 3x Around the Fur - bei Be Quiet and Drive (Far Away) als Opener leider noch mit nicht ausgependeltem Sound - dafür mit dem, nach Closer 7 Words, zweitgrößten Pit bei My Own Summer, 3x Diamond Eyes und immerhin noch 2x White Pony. Digital Bath
Ich könnte natürlich mein eigenes Lieblingsset zusammenstellen, aber Schwund ist bei so großer Auswahl immer und am Ende war ich mit dem Gesamterlebnis sehr zufrieden. Die Jüngeren im Publikum btw durchgehend sehr textsicher, nicht nur bei den TikTok.-Hypes wie Cherry Waves und Sextape,
Wann eigentlich nächste Deftones-Show?
Meine letzte Show der Alt-Metal-Legenden 2017 im Mehr Theater! und entsprechend groß, trotz der Location, die Vorfreude. Gerade, da mir das aktuelle Album private music sehr, sehr gut gefällt und die Supports mit Drug Church und Denzel Curry sehr namhaft (und noch nicht gesehen) waren.
Das Boomer-Abendblatt hat den Auftritt ja ziemlich zerrissen, aber mich hat es emotional und von der Intensität her komplett abgeholt. Die Band hat ja einen sehr starken TikTok-Hype und trotz diesem war ich mir sicher, dass das Konzert, wegen der vorigen Locations in der Stadt (Mehr Theater, Docks, Freiheit...) lange nicht ausverkauft sein würde. Am Ende waren aber nur im Oberrang gegenüber der Bühne noch größere Lücken. Die Seiten ganz oben waren ebenfalls stark gefüllt. Am S-Bahnhof Stellingen und auf dem Weg zur Arena das Durchschnittsalter auch geschätzt eher <25. Hype also real. Im Innenraum bei den Supports so Mitte-Mitte um uns herum dann aber auch viele Millennials und halt vorn im Pit bei den Deftones eher jüngere Leute. Für mich einziger Wermutstropfen: Wirklich sehr sehr viele Handy permanent. Auch ganz vorn drin, da wurde live gestreamt. Das hätte ich mich ja nicht getraut.
Drug Church haben mit ihrem Alternative Punk 30 Miniten einen sehr guten Einheizer gegeben, fand ich. War live doch pop-punkiger als ich das in Erinnerung hatte. Klang auf jeden Fall so, als könnte man sich die in einem kleinen Klub gut angucken. Ob das weiter vorn gut ankam, kann ich aber nicht so beurteilen. Denzel Curry wiederum kam mindestens mal im Innenraum ziemlich gut an. Moderner US-Rap und aus dem Genre einer der wenigen Künstler, für die ich mich auch schon mal interessiert hab. Das ist kein Diss gegen das Genre, aber man kann ja auch nicht immer alles hören. Hat mir auf jeden Fall Spaß gemacht, es wurde viel gebounct und er hat das Publikum bei jeder Gelegenheit einbezogen. Beats waren top. Noch cooler wäre natürlich gewesen, wenn der DJ live performt hätte, glaube der hat nur ab und an mal einen Regler gedreht und Backing Vocals gemacht.
Deftones selbst haben, glaube ich, rund 90 Minuten gespielt. Könnten auch 80 gewesen sein. Auf jeden Fall 20 Songs mit kaum Ansagen (ab und an mal bedankt) und einer nur sehr kurzen Pause vor dem Encore. Chino Moreno sehr gut in Form und auch gut gelaunt, gab eine Videowall dahinter, die ab und an (Change!!) schöne Sachen gemacht hat. Fokus natürlich auf dem neuen Album mit 7/11 Songs gespielt. Milk of the Madonna mMn krasser Hit und Cut Hands kam live auch gefährlich. Ansonsten auf die Hits bedacht und von jedem Album (außer Gore) etwas gespielt. 3x Around the Fur - bei Be Quiet and Drive (Far Away) als Opener leider noch mit nicht ausgependeltem Sound - dafür mit dem, nach Closer 7 Words, zweitgrößten Pit bei My Own Summer, 3x Diamond Eyes und immerhin noch 2x White Pony. Digital Bath
Wann eigentlich nächste Deftones-Show?
Re: Der Konzertbesuchsthread
Vom Selftitled kam auch nix, oder? Da war letztes Jahr in Frankfurt immerhin mal "Minerva" im Set. Ansonsten wird die Platte ja meist sträflich vernachlässigt. Würde da gerne so viele Sachen von hören, aber war auch damals meine erste CD von ihnen, weshalb ich da ne besonders ausgeprägte Beziehung zu habe.Flecha hat geschrieben: ↑Mo 2. Feb 2026, 20:16Ich war gestern bei den Deftones in der Hamburger Barclays Arena.
[...]
Ansonsten auf die Hits bedacht und von jedem Album (außer Gore) etwas gespielt. 3x Around the Fur - bei Be Quiet and Drive (Far Away) als Opener leider noch mit nicht ausgependeltem Sound - dafür mit dem, nach Closer 7 Words, zweitgrößten Pit bei My Own Summer, 3x Diamond Eyes und immerhin noch 2x White Pony.
Re: Der Konzertbesuchsthread
Ja hab Minerva auch vermisst gestern. Warum spielen sie eigentlich kein Passenger? Gibt‘s da ne Story oder Zufall? Dachte das wäre schon einer der größeren Hits.defpro hat geschrieben: ↑Mo 2. Feb 2026, 20:47Vom Selftitled kam auch nix, oder? Da war letztes Jahr in Frankfurt immerhin mal "Minerva" im Set. Ansonsten wird die Platte ja meist sträflich vernachlässigt. Würde da gerne so viele Sachen von hören, aber war auch damals meine erste CD von ihnen, weshalb ich da ne besonders ausgeprägte Beziehung zu habe.Flecha hat geschrieben: ↑Mo 2. Feb 2026, 20:16Ich war gestern bei den Deftones in der Hamburger Barclays Arena.
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Ansonsten auf die Hits bedacht und von jedem Album (außer Gore) etwas gespielt. 3x Around the Fur - bei Be Quiet and Drive (Far Away) als Opener leider noch mit nicht ausgependeltem Sound - dafür mit dem, nach Closer 7 Words, zweitgrößten Pit bei My Own Summer, 3x Diamond Eyes und immerhin noch 2x White Pony.
- MairzyDoats
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Re: Der Konzertbesuchsthread
Ja same, mag das Album sehr gerne, war aber auch mein Einstieg damals.defpro hat geschrieben: ↑Mo 2. Feb 2026, 20:47Vom Selftitled kam auch nix, oder? Da war letztes Jahr in Frankfurt immerhin mal "Minerva" im Set. Ansonsten wird die Platte ja meist sträflich vernachlässigt. Würde da gerne so viele Sachen von hören, aber war auch damals meine erste CD von ihnen, weshalb ich da ne besonders ausgeprägte Beziehung zu habe.Flecha hat geschrieben: ↑Mo 2. Feb 2026, 20:16Ich war gestern bei den Deftones in der Hamburger Barclays Arena.
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Ansonsten auf die Hits bedacht und von jedem Album (außer Gore) etwas gespielt. 3x Around the Fur - bei Be Quiet and Drive (Far Away) als Opener leider noch mit nicht ausgependeltem Sound - dafür mit dem, nach Closer 7 Words, zweitgrößten Pit bei My Own Summer, 3x Diamond Eyes und immerhin noch 2x White Pony.
Ich kann mich auch nur anschließen zu gestern, das war wirklich mal wieder toll. Es war mittlerweile mein 6. Mal Deftones und ich könnt schon wieder, zum Glück steht schon ein Termin im Sommer für mich. Nachdem ich die Band bis zum Primavera 2024 über eine lange Zeit so gut wie gar nicht gehört habe, ist sie wieder voll da. Und dieses Comeback hat mich auch daran erinnert, dass die Band mir schon immer sehr wichtig für mich war und auch nicht nur Nostalgie-Act sind, sondern mit Private Music mMn eins ihrer besten Alben abgeliefert haben. Ich fand die Visuals mega nice, die Band sehr gut aufgelegt und bei der Songauswahl kann ich jetzt auch nicht meckern. Wäre aber auch eine gute Band dafür, sehr viel in den Setlisten zu variieren, dann müsste ich aber wohl auch die ganze Tour mitnehmen, hehe.
Highlight war für mich glaube ich tatsächlich Milk Of The Madonna, einer meiner Top Songs des letzten Jahres und live hat der auch wirklich nicht enttäuscht, was für ein absoluter Banger.
Hallo wie geht willkommen in meiner Signatur. Lass dir hier bitte richtig gut gehen einfach, Käffchen für dich
Re: Der Konzertbesuchsthread
Stimmt. Ich war irgendwie der Meinung, dass Minerva dabei war. keine Ahnung, war dann wohl projiziert vom letzten Mal oder weil ich mir die Setlist auch noch mal angeguckt hatte. Passenger auch schon seit 2010 nicht mehr live gesehen.down hat geschrieben: ↑Mo 2. Feb 2026, 22:48Ja hab Minerva auch vermisst gestern. Warum spielen sie eigentlich kein Passenger? Gibt‘s da ne Story oder Zufall? Dachte das wäre schon einer der größeren Hits.defpro hat geschrieben: ↑Mo 2. Feb 2026, 20:47Vom Selftitled kam auch nix, oder? Da war letztes Jahr in Frankfurt immerhin mal "Minerva" im Set. Ansonsten wird die Platte ja meist sträflich vernachlässigt. Würde da gerne so viele Sachen von hören, aber war auch damals meine erste CD von ihnen, weshalb ich da ne besonders ausgeprägte Beziehung zu habe.Flecha hat geschrieben: ↑Mo 2. Feb 2026, 20:16Ich war gestern bei den Deftones in der Hamburger Barclays Arena.
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Ansonsten auf die Hits bedacht und von jedem Album (außer Gore) etwas gespielt. 3x Around the Fur - bei Be Quiet and Drive (Far Away) als Opener leider noch mit nicht ausgependeltem Sound - dafür mit dem, nach Closer 7 Words, zweitgrößten Pit bei My Own Summer, 3x Diamond Eyes und immerhin noch 2x White Pony.
Re: Der Konzertbesuchsthread
Am Samstag war ich beim Into the Crypt VIII im Bambi Galore in Hamburg
Ein jährlicher Extreme Metal Abend (Fokus meist auf Death & Grind), den gute Freunde von mir veranstalten. Und eben jetzt schon in der 8. Ausgabe. Glaube, mit dem Ergebnis können sie wieder sehr zufrieden sein. VVK lief gut und an der Abendkasse wurde auch noch was verkauft, und ich denke zu besten Zeiten war der Laden gute 70-80% gefüllt. Wenn man bedenkt, dass es draußen arktisch war, umso besser, dass die Szene sich dafür aufgerafft hat.
Ging früh los mit Moral Rot, ein neues Powerviolence-Projekt mit Mitgliedern von No.Shelter und Eremit. 15-20 Minuten fieses Geblaste, sehr viel Tempo. Im Publikum noch recht verhalten, aber hat definitiv einen guten Einheizer gegeben. Supporte die beiden "Mutterbands" ja eh sehr gern und da war es ein No Brainer, sich das auch zu geben. Beim Ballerbü dann im Juni nochmal und dann werd ich auch die EP mitnehmen.
Danach spielten Elitist aus Dänemark technischen Death Metal, aber eher in klassischer Richtung und nicht so Space-DM wie Blood Incantation (vor Absolute Elswhere meine ich damit). Groovy, schnell, hart. Hier gab es den ersten richtigen Pit. Band und Publikum hatten sichtlich Spaß. Auch immer, wenn ich danach im merch-Raum vorbeigeguckt hab, standen da Leute und haben mit den Jungs gequatscht.
Untethered aus NRW waren als Drittes dran. U.a. mit Mitgliedern von Kinski und Dekathexis. Blackened Death, wobei ich die Black-Parts schon sehr Screamo waren. Neben einigen schnellen Baller-Songs waren es da die "traurigen", langsameren wie der Sänger sie bezeichnete, die mich reingezogen haben. Hatte die vor 2 Jahren schon mal gesehen, aber jetzt wird es vermutlich besser im Gedächtnis bleiben als die Festival-Show damals. Hat vielleicht musikalisch nicht 100% ins restliche Programm so gepasst, aber so ne Abwechslung kann ja auch gut funktioniereten und goutiert wurde es von der Crowd.
Barren aus Belgien haben danach oldschooligen Grindcore und/oder Death Metal gespielt (Chainsaw Grind nannten sie es selbst). Ultra schnell und fies. Gab hier die meiste Bewegung. Dem Sänger hat es gefallen. Die "play You Suffer" Kommentare natürlich dämlich, aber zu dem Zeitpunkt war wohl auch schon das eine oder andere Bier geflossen. Haben sie sich nicht anmerken lassen und einfach weiter geblastet.
Danach noch ein bisschen Carnal Tomb geguckt, Old School Death Metal aus Berlin. Auf der gleichen Veranstaltung vor paar Jahren auch schon gesehen. Joa, Old School DM brauche ich live schon Obituary oder genau die richtige Stimmung, damit ich es einen ganzen Gig lang feiere. Klar, auch hier schöne Grooves und alles sehr Heavy, aber es hat mich eher müde gemacht und ich wollte eh los. Das ist dann auch geschehen, weshalb ich die Niederländer von Disavowed verpasst habe. Soll aber noch mal richtig stark gewesen sein. Nächstes Jahr eh wieder.
Ein jährlicher Extreme Metal Abend (Fokus meist auf Death & Grind), den gute Freunde von mir veranstalten. Und eben jetzt schon in der 8. Ausgabe. Glaube, mit dem Ergebnis können sie wieder sehr zufrieden sein. VVK lief gut und an der Abendkasse wurde auch noch was verkauft, und ich denke zu besten Zeiten war der Laden gute 70-80% gefüllt. Wenn man bedenkt, dass es draußen arktisch war, umso besser, dass die Szene sich dafür aufgerafft hat.
Ging früh los mit Moral Rot, ein neues Powerviolence-Projekt mit Mitgliedern von No.Shelter und Eremit. 15-20 Minuten fieses Geblaste, sehr viel Tempo. Im Publikum noch recht verhalten, aber hat definitiv einen guten Einheizer gegeben. Supporte die beiden "Mutterbands" ja eh sehr gern und da war es ein No Brainer, sich das auch zu geben. Beim Ballerbü dann im Juni nochmal und dann werd ich auch die EP mitnehmen.
Danach spielten Elitist aus Dänemark technischen Death Metal, aber eher in klassischer Richtung und nicht so Space-DM wie Blood Incantation (vor Absolute Elswhere meine ich damit). Groovy, schnell, hart. Hier gab es den ersten richtigen Pit. Band und Publikum hatten sichtlich Spaß. Auch immer, wenn ich danach im merch-Raum vorbeigeguckt hab, standen da Leute und haben mit den Jungs gequatscht.
Untethered aus NRW waren als Drittes dran. U.a. mit Mitgliedern von Kinski und Dekathexis. Blackened Death, wobei ich die Black-Parts schon sehr Screamo waren. Neben einigen schnellen Baller-Songs waren es da die "traurigen", langsameren wie der Sänger sie bezeichnete, die mich reingezogen haben. Hatte die vor 2 Jahren schon mal gesehen, aber jetzt wird es vermutlich besser im Gedächtnis bleiben als die Festival-Show damals. Hat vielleicht musikalisch nicht 100% ins restliche Programm so gepasst, aber so ne Abwechslung kann ja auch gut funktioniereten und goutiert wurde es von der Crowd.
Barren aus Belgien haben danach oldschooligen Grindcore und/oder Death Metal gespielt (Chainsaw Grind nannten sie es selbst). Ultra schnell und fies. Gab hier die meiste Bewegung. Dem Sänger hat es gefallen. Die "play You Suffer" Kommentare natürlich dämlich, aber zu dem Zeitpunkt war wohl auch schon das eine oder andere Bier geflossen. Haben sie sich nicht anmerken lassen und einfach weiter geblastet.
Danach noch ein bisschen Carnal Tomb geguckt, Old School Death Metal aus Berlin. Auf der gleichen Veranstaltung vor paar Jahren auch schon gesehen. Joa, Old School DM brauche ich live schon Obituary oder genau die richtige Stimmung, damit ich es einen ganzen Gig lang feiere. Klar, auch hier schöne Grooves und alles sehr Heavy, aber es hat mich eher müde gemacht und ich wollte eh los. Das ist dann auch geschehen, weshalb ich die Niederländer von Disavowed verpasst habe. Soll aber noch mal richtig stark gewesen sein. Nächstes Jahr eh wieder.
Re: Der Konzertbesuchsthread
Kann mich den Deftones Urteilen anschließen, ich fands auch ganz toll. Wirklich schön zu sehen wie textsicher viele der jüngeren Fans waren. (Und natürlich überhaupt cool für die Band, dass sie plötzlich in so einer riesigen Location spielen, und dass das Publikum so viel jünger und weiblicher geworden ist.) Gestört haben mich nur die ganzen Handys, und ich werde einfach kein Freund der riesigen Videowände auf der Bühne, aber das ist bei so großen Konzerten ja leider Standard mittlerweile.
Re: Der Konzertbesuchsthread
Interessanterweise wurde der ja früher laut setlist.fm recht häufig gespielt. Platz 16 all time. Eine Live-Rarität ist er also erst in den letzten Jahren geworden. Zum letzten Mal konnte man ihn in Deutschland 2011 in Stuttgart hören. Gehört wohl mittlerweile einfach zur Lore dazu, genau wie "Creep" bei Radiohead und "Amsterdam" bei Coldplay. Dann packt man ihn nur zu ganz besonderen Momenten aus. Warum das allerdings zuletzt einfach ein random Lollapalooza-Auftritt 2024 war, das wissen die Herrschaften wohl nur selbst.down hat geschrieben: ↑Mo 2. Feb 2026, 22:48Ja hab Minerva auch vermisst gestern. Warum spielen sie eigentlich kein Passenger? Gibt‘s da ne Story oder Zufall? Dachte das wäre schon einer der größeren Hits.defpro hat geschrieben: ↑Mo 2. Feb 2026, 20:47Vom Selftitled kam auch nix, oder? Da war letztes Jahr in Frankfurt immerhin mal "Minerva" im Set. Ansonsten wird die Platte ja meist sträflich vernachlässigt. Würde da gerne so viele Sachen von hören, aber war auch damals meine erste CD von ihnen, weshalb ich da ne besonders ausgeprägte Beziehung zu habe.Flecha hat geschrieben: ↑Mo 2. Feb 2026, 20:16Ich war gestern bei den Deftones in der Hamburger Barclays Arena.
[...]
Ansonsten auf die Hits bedacht und von jedem Album (außer Gore) etwas gespielt. 3x Around the Fur - bei Be Quiet and Drive (Far Away) als Opener leider noch mit nicht ausgependeltem Sound - dafür mit dem, nach Closer 7 Words, zweitgrößten Pit bei My Own Summer, 3x Diamond Eyes und immerhin noch 2x White Pony.
- SammyJankis
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Re: Der Konzertbesuchsthread
Ich war am Samstag in Düsseldorf bei Thrufall im Jugendkulturcafe Franzmann. Der Laden hat momentan einen Wasserschaden, weshalb der eigentliche Raum für Shows nicht benutztbar ist. Der Ersatzraum gefällt mir allerdings deutlich besser. Floorshow, Raum fast quadratisch, für Hardcore perfekt. Show war ausverkauft bei 10-15 Euro Eintritt (U18 wie immer for free) für drei lokale Bands, 140 Leute. Klar Samstag haben alle Zeit, dennoch eine beachtliche Zahl für ne Local Show. Waren auch viele mir unbekannte Gesichter, die evtl über die Location selbst drauf aufmerksam geworden sind. Vielleicht bleiben ja welche am Ball.
Fierce - Erste Show, Demo kam vor nem Monat. Erster Song Inside Out Cover. So sollte jede Band ihren ersten Auftritt starten. Demo wurde komplett gespielt. Gab noch ein Backtrack Cover. Crowd war von Beginn an voll drin, sehr viel Mosh. Sound ist sehr Riff basiert, Mindforce lassen grüßen. Eine erste Show, wie man es sich nur wünschen kann als Band.
Fear of Sin - Dritte Show der Band, die bisher Beste. Mosh war beängstigend hart, wildes Set. Merauder Type Sound lädt auch dazu ein. Neu war das Integrity Cover. Passt auch besser zum Sound als Death Threat, wobei ich "Dead at Birth" lieber mag als "Judgement Day". Set des Abends, der Raum hat gekocht.
Thrufall - Düsseldorfer Local Heros. Haben 2023 gefühlt einmal pro Monat hier gespielt. Das ist weniger geworden. Band hat die Crowd aber hier weiterhin unter Kontrolle. Mosh nicht mehr ganz so hart, dafür alles ne Spur chaotischer. Und deutlich mehr textsichere Leute. Zum Abschluss wurden Instrumente getauscht und Warzone gecovert. Schöner Abschluss einer astreinen Show, bei der wohl alle ne gute Zeit hatten. Alle Sets top, just good Times.
Fierce - Erste Show, Demo kam vor nem Monat. Erster Song Inside Out Cover. So sollte jede Band ihren ersten Auftritt starten. Demo wurde komplett gespielt. Gab noch ein Backtrack Cover. Crowd war von Beginn an voll drin, sehr viel Mosh. Sound ist sehr Riff basiert, Mindforce lassen grüßen. Eine erste Show, wie man es sich nur wünschen kann als Band.
Fear of Sin - Dritte Show der Band, die bisher Beste. Mosh war beängstigend hart, wildes Set. Merauder Type Sound lädt auch dazu ein. Neu war das Integrity Cover. Passt auch besser zum Sound als Death Threat, wobei ich "Dead at Birth" lieber mag als "Judgement Day". Set des Abends, der Raum hat gekocht.
Thrufall - Düsseldorfer Local Heros. Haben 2023 gefühlt einmal pro Monat hier gespielt. Das ist weniger geworden. Band hat die Crowd aber hier weiterhin unter Kontrolle. Mosh nicht mehr ganz so hart, dafür alles ne Spur chaotischer. Und deutlich mehr textsichere Leute. Zum Abschluss wurden Instrumente getauscht und Warzone gecovert. Schöner Abschluss einer astreinen Show, bei der wohl alle ne gute Zeit hatten. Alle Sets top, just good Times.
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Re: Der Konzertbesuchsthread
Gestern Abend war ich das erste Mal im neuen, mittlerweile vierten Molotow - wo Wednesday zu Gast waren. Im Gepäck hatten sie Bleary Eyed aus Philadelphia, die genretechnisch ähnlich anzusiedeln sind, aber doch noch mehr DIY-Attitüde ausstrahlten. War ganz nett, aber die eingespielten Intros und Outros fand ich irgendwie merkwürdog.
Wednesday haben dann ein ziemlich Brett hingelegt. Ich hab die Band ja erst sehr spät für mich entdeckt, eignetlich erst durch das zweite Soloalbum von MJ Lenderman (der auf Tour aber nicht mehr mit dabei ist). Aber ich wunder mich schon, weshalb die jahrelang an mir vorbeigangen sind, da der Mix aus Alt-Country und Noiserock schon ziemlich genau meine Schublade ist - so sehr, dass ich mich auch sehr gut mit klassischen (bisweilen cheesie) Country-Arrangements arrangieren kann. Auch das Publikum war gestern ziemlich begeistert, troz der zwischenzeitlichen Klage von Karly Hartmann, dass das Publikum doch ziemlich "chilled" sei. Es ist halt Hamburg und ein Sonntagabend - aber das nudging hat sichtbar geholfen, denn die letzten drei Songs (Townies, Bull Believer, Wasp) haben die Hamburger den Laden ziemlich abgerissen, weshalb Hartzman dann bei Townies auch die ganze Zeit lachen musste. Sie ist ohnehin schon eine ziemlich starke, sympathische Frontfrau.
War also insgesamt ein ziemlich guter Abend, der so früh zuende war, dass ich sogar vor Mitternacht wieder in Kiel sein konnte. Das Candy Breath offenbar spontan seinen Weg in die Playlist fand, ist dann noch ein Bonus gewesen. Ich bin jetzt ertmal gespannt, wohin der Weg der Band führen wird. Fürs erste hoffe ich mal: an den Niederrhein
Schön übrigens auch, dass erste mal seit den wilden Reeperbahnfestival Jahren wieder ein paar Leute von damals getroffen zu haben
Wednesday haben dann ein ziemlich Brett hingelegt. Ich hab die Band ja erst sehr spät für mich entdeckt, eignetlich erst durch das zweite Soloalbum von MJ Lenderman (der auf Tour aber nicht mehr mit dabei ist). Aber ich wunder mich schon, weshalb die jahrelang an mir vorbeigangen sind, da der Mix aus Alt-Country und Noiserock schon ziemlich genau meine Schublade ist - so sehr, dass ich mich auch sehr gut mit klassischen (bisweilen cheesie) Country-Arrangements arrangieren kann. Auch das Publikum war gestern ziemlich begeistert, troz der zwischenzeitlichen Klage von Karly Hartmann, dass das Publikum doch ziemlich "chilled" sei. Es ist halt Hamburg und ein Sonntagabend - aber das nudging hat sichtbar geholfen, denn die letzten drei Songs (Townies, Bull Believer, Wasp) haben die Hamburger den Laden ziemlich abgerissen, weshalb Hartzman dann bei Townies auch die ganze Zeit lachen musste. Sie ist ohnehin schon eine ziemlich starke, sympathische Frontfrau.
War also insgesamt ein ziemlich guter Abend, der so früh zuende war, dass ich sogar vor Mitternacht wieder in Kiel sein konnte. Das Candy Breath offenbar spontan seinen Weg in die Playlist fand, ist dann noch ein Bonus gewesen. Ich bin jetzt ertmal gespannt, wohin der Weg der Band führen wird. Fürs erste hoffe ich mal: an den Niederrhein
Schön übrigens auch, dass erste mal seit den wilden Reeperbahnfestival Jahren wieder ein paar Leute von damals getroffen zu haben
(c) 26.06.2006
Re: Der Konzertbesuchsthread
06.02.2026 Deftones (+ Denzel Curry, Drug Church), Max-Schmeling-Halle, Berlin
Ich war am Freitag bei den Deftones in der Max-Schmeling-Halle in Berlin.
Mein erstes Konzert im Jahr 2026. Es wurde auch Zeit! Dabei stand dieser Abend eigentlich gar nicht mehr in meiner Planung. Als der Vorverkauf vor einigen Monaten startete, war ich von den Größen der Hallen und Arenen doch sehr irritiert. Der plötzliche Sprung von den gewohnten Clubs zu diesem viel größeren Rahmen kam mir sehr ambitioniert vor. Also bemühte ich mich nicht gleich um ein Ticket – wird sich ja schon nicht ausverkaufen, dachte ich mir. So kann man sich täuschen! Was ein TikTok-Hype nicht alles bewirken kann... Der Band sei es gegönnt. Aber gut, dann eben ohne mich. Etwa eineinhalb Wochen vor dem Konzerttermin schaute ich dann doch noch einmal auf einer bekannten Vorverkaufsseite vorbei und konnte mich über ein paar Restkarten im Saalplan freuen. Darunter auch ein Platz in der ersten Reihe im seitlichen Unterrang. Da hatte ich zufällig genau den richtigen Zeitpunkt erwischt. Glück gehabt!
Trotz Schneechaos und Glatteis bin ich am Freitag rechtzeitig mit der Bahn in Berlin angekommen und war gegen 18 Uhr an der Max-Schmeling-Halle. Ein paar Minuten später ging dann auch der Einlass los. Die Schlangen vor der ausverkauften Halle waren zu dem Zeitpunkt schon recht lang. Das Publikum war erwartungsgemäß bunt gemischt. Von den 16-jährigen Teenie-Mädels im Goth-Look bis zu den 50-jährigen Metalheads war alles dabei. Schön, dass so etablierte Acts über Social Media überraschenden Anklang bei jüngeren Zielgruppen finden.
Ich habe dann meinen Platz vorne im seitlichen Unterrang eingenommen. Nah dran am Geschehen mit perfekter Sicht auf die Bühne. Für einen Freitagabend nach einer anstrengenden Arbeitswoche auf jeden Fall die gemütlichere Variante.
Die Halle füllte sich langsam. Pünktlich um 19 Uhr kamen Drug Church auf die Bühne. Die Menge im Innenraum war noch überschaubar, aber es war ja auch noch früh am Abend. Es gab dann jedenfalls eine halbe Stunde lang ganz soliden Post-Hardcore und Punkrock von der US-Band, vergleichbar vielleicht mit den Genre-Kollegen von High Vis. Grundsätzlich kann ich damit auch was anfangen. Das wiederholte Auffordern des Publikums zu Interaktion und Bewegung durch den Frontmann war mir aber etwas zu viel. Immerhin hat er sein Ziel erreicht und es gab tatsächlich vereinzelte Moshpits und Crowdsurfer, bevor dann nach einer halben Stunde wieder Schluss war. Zum Einstieg auf jeden Fall ein ganz guter Auftritt.
Nach einer Umbaupause ging es um kurz vor 20 Uhr weiter mit Denzel Curry. Der US-Rapper und sein DJ sorgten etwa eine Dreiviertelstunde lang für eher härteren Sprechgesang mit entsprechenden Beats. Das eigentlich Genre-fremde Publikum war stimmungstechnisch schnell dabei, sodass die Arme im mittlerweile gut gefüllten Innenraum in hoher Anzahl rhythmisch auf- und abbewegt wurden. Die Stimmung war gut, auch wenn ich zum Ende hin etwas müde wurde. Wie gesagt, lange Arbeitswoche. Als kleines Highlight gab es mit "Bulls on Parade" noch ein Cover von Rage Against the Machine. Hat Spaß gemacht!
Die nächste Umbaupause. Jetzt war die Halle dann auch komplett voll. Schon verrückt, dass die Band es geschafft hat, nach einer so langen Karriere noch so einen Popularitätsschub zu erreichen. Um 20:15 Uhr war es dann auch so weit und die Deftones kamen auf die Bühne. Es ging direkt mit "Be Quiet and Drive (Far Away)" los. Schöner Einstieg, auch wenn der Sound zu Beginn noch etwas verwaschen war. Das wurde aber besser. Visuell konnte die Band von Anfang an überzeugen. Dem Rahmen angemessen gab es eine riesige Videoleinwand und weitere Videoelemente sowie passende LED-Streifen. Das war schon eindrucksvoll.
Der Fokus des Abends lag auf den Songs des aktuellen Albums "private music", das zu großen Teilen gespielt wurde. Daneben gab es Songs aus der ganzen Diskographie. Die Setlist kommt auf der Tour ohne Variationen aus, was bei dem umfangreichen Werk der Band etwas schade ist. Überraschungen gab es also keine. Ich war aber zufrieden. Songs wie "Diamond Eyes" und "Digital Bath" haben früh für Gänsehaut gesorgt. Ansonsten schließe ich mich wohl der jüngeren TikTok-Klientel an und bin vor allem ein Fan der melodiöseren und sphärischeren Songs. "Rosemary" fand ich sehr schön. "Sextape" war dann der große Hype-Song, bei dem die Handys in die Höhe gingen. Und kurz darauf kam mit "Change (In the House of Flies)" noch ein ganz großes Highlight. Ein Song für die Ewigkeit.
Ich hatte die Band bislang einmal live gesehen, nämlich vor über 15 Jahren mit einem eher unspektakulären Auftritt beim Hurricane Festival. Das war diesmal definitiv eine andere Hausnummer. Die US-Band um Frontmann Chino Moreno hat diesen großen Rahmen souverän ausgefüllt. In den wenigen Ansagen wurde sich artig beim gut gestimmten Publikum bedankt. Viel mehr an Interaktion gab es eigentlich nicht. Die Musik hat gereicht, um Euphorie in die Halle zu bringen.
Nach "milk of the madonna" am Ende des regulären Sets kam die Band noch einmal für eine Zugabe auf die Bühne, in der mit "Cherry Waves" noch ein weiterer aktueller Hype-Song gespielt wurde. Im Anschluss kam dann mit "My Own Summer (Shove It)" und "7 Words" ein letzter Abriss, bevor die Band ihr dankbares Publikum nach knapp 90 Minuten Spielzeit ins Wochenende entlassen hat.
Für mich war es ein sehr gelungener Auftakt für das Konzertjahr 2026. Ich bin nicht der allergrößte Fan des kompletten Werks der Band, aber in der Diskographie sind etliche Perlen für mich vorhanden. Und live war das wirklich stark!
Ich war am Freitag bei den Deftones in der Max-Schmeling-Halle in Berlin.
Mein erstes Konzert im Jahr 2026. Es wurde auch Zeit! Dabei stand dieser Abend eigentlich gar nicht mehr in meiner Planung. Als der Vorverkauf vor einigen Monaten startete, war ich von den Größen der Hallen und Arenen doch sehr irritiert. Der plötzliche Sprung von den gewohnten Clubs zu diesem viel größeren Rahmen kam mir sehr ambitioniert vor. Also bemühte ich mich nicht gleich um ein Ticket – wird sich ja schon nicht ausverkaufen, dachte ich mir. So kann man sich täuschen! Was ein TikTok-Hype nicht alles bewirken kann... Der Band sei es gegönnt. Aber gut, dann eben ohne mich. Etwa eineinhalb Wochen vor dem Konzerttermin schaute ich dann doch noch einmal auf einer bekannten Vorverkaufsseite vorbei und konnte mich über ein paar Restkarten im Saalplan freuen. Darunter auch ein Platz in der ersten Reihe im seitlichen Unterrang. Da hatte ich zufällig genau den richtigen Zeitpunkt erwischt. Glück gehabt!
Trotz Schneechaos und Glatteis bin ich am Freitag rechtzeitig mit der Bahn in Berlin angekommen und war gegen 18 Uhr an der Max-Schmeling-Halle. Ein paar Minuten später ging dann auch der Einlass los. Die Schlangen vor der ausverkauften Halle waren zu dem Zeitpunkt schon recht lang. Das Publikum war erwartungsgemäß bunt gemischt. Von den 16-jährigen Teenie-Mädels im Goth-Look bis zu den 50-jährigen Metalheads war alles dabei. Schön, dass so etablierte Acts über Social Media überraschenden Anklang bei jüngeren Zielgruppen finden.
Ich habe dann meinen Platz vorne im seitlichen Unterrang eingenommen. Nah dran am Geschehen mit perfekter Sicht auf die Bühne. Für einen Freitagabend nach einer anstrengenden Arbeitswoche auf jeden Fall die gemütlichere Variante.
Die Halle füllte sich langsam. Pünktlich um 19 Uhr kamen Drug Church auf die Bühne. Die Menge im Innenraum war noch überschaubar, aber es war ja auch noch früh am Abend. Es gab dann jedenfalls eine halbe Stunde lang ganz soliden Post-Hardcore und Punkrock von der US-Band, vergleichbar vielleicht mit den Genre-Kollegen von High Vis. Grundsätzlich kann ich damit auch was anfangen. Das wiederholte Auffordern des Publikums zu Interaktion und Bewegung durch den Frontmann war mir aber etwas zu viel. Immerhin hat er sein Ziel erreicht und es gab tatsächlich vereinzelte Moshpits und Crowdsurfer, bevor dann nach einer halben Stunde wieder Schluss war. Zum Einstieg auf jeden Fall ein ganz guter Auftritt.
Nach einer Umbaupause ging es um kurz vor 20 Uhr weiter mit Denzel Curry. Der US-Rapper und sein DJ sorgten etwa eine Dreiviertelstunde lang für eher härteren Sprechgesang mit entsprechenden Beats. Das eigentlich Genre-fremde Publikum war stimmungstechnisch schnell dabei, sodass die Arme im mittlerweile gut gefüllten Innenraum in hoher Anzahl rhythmisch auf- und abbewegt wurden. Die Stimmung war gut, auch wenn ich zum Ende hin etwas müde wurde. Wie gesagt, lange Arbeitswoche. Als kleines Highlight gab es mit "Bulls on Parade" noch ein Cover von Rage Against the Machine. Hat Spaß gemacht!
Die nächste Umbaupause. Jetzt war die Halle dann auch komplett voll. Schon verrückt, dass die Band es geschafft hat, nach einer so langen Karriere noch so einen Popularitätsschub zu erreichen. Um 20:15 Uhr war es dann auch so weit und die Deftones kamen auf die Bühne. Es ging direkt mit "Be Quiet and Drive (Far Away)" los. Schöner Einstieg, auch wenn der Sound zu Beginn noch etwas verwaschen war. Das wurde aber besser. Visuell konnte die Band von Anfang an überzeugen. Dem Rahmen angemessen gab es eine riesige Videoleinwand und weitere Videoelemente sowie passende LED-Streifen. Das war schon eindrucksvoll.
Der Fokus des Abends lag auf den Songs des aktuellen Albums "private music", das zu großen Teilen gespielt wurde. Daneben gab es Songs aus der ganzen Diskographie. Die Setlist kommt auf der Tour ohne Variationen aus, was bei dem umfangreichen Werk der Band etwas schade ist. Überraschungen gab es also keine. Ich war aber zufrieden. Songs wie "Diamond Eyes" und "Digital Bath" haben früh für Gänsehaut gesorgt. Ansonsten schließe ich mich wohl der jüngeren TikTok-Klientel an und bin vor allem ein Fan der melodiöseren und sphärischeren Songs. "Rosemary" fand ich sehr schön. "Sextape" war dann der große Hype-Song, bei dem die Handys in die Höhe gingen. Und kurz darauf kam mit "Change (In the House of Flies)" noch ein ganz großes Highlight. Ein Song für die Ewigkeit.
Ich hatte die Band bislang einmal live gesehen, nämlich vor über 15 Jahren mit einem eher unspektakulären Auftritt beim Hurricane Festival. Das war diesmal definitiv eine andere Hausnummer. Die US-Band um Frontmann Chino Moreno hat diesen großen Rahmen souverän ausgefüllt. In den wenigen Ansagen wurde sich artig beim gut gestimmten Publikum bedankt. Viel mehr an Interaktion gab es eigentlich nicht. Die Musik hat gereicht, um Euphorie in die Halle zu bringen.
Nach "milk of the madonna" am Ende des regulären Sets kam die Band noch einmal für eine Zugabe auf die Bühne, in der mit "Cherry Waves" noch ein weiterer aktueller Hype-Song gespielt wurde. Im Anschluss kam dann mit "My Own Summer (Shove It)" und "7 Words" ein letzter Abriss, bevor die Band ihr dankbares Publikum nach knapp 90 Minuten Spielzeit ins Wochenende entlassen hat.
Für mich war es ein sehr gelungener Auftakt für das Konzertjahr 2026. Ich bin nicht der allergrößte Fan des kompletten Werks der Band, aber in der Diskographie sind etliche Perlen für mich vorhanden. Und live war das wirklich stark!
- MairzyDoats
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Re: Der Konzertbesuchsthread
Ich kann mich dem Wednesday Bericht von @Stebbie anschließen. Das war richtig gut! Hat mich unerwartet umgehauen. Tolle Energie, die sich durch das ganze Set gezogen hat und dann zum Ende hin total eskaliert ist, das hatte ich echt nicht erwartet. Da lagen Welten zwischen diesem Gig und meiner letzten Live Erfahrung mit der Band beim Primavera Porto 2023.
Also wenn ihr die Chance habt, die Band mitzunehmen, kann ich das sehr empfehlen!
Also wenn ihr die Chance habt, die Band mitzunehmen, kann ich das sehr empfehlen!
Hallo wie geht willkommen in meiner Signatur. Lass dir hier bitte richtig gut gehen einfach, Käffchen für dich
Re: Der Konzertbesuchsthread
10.02.2026 Herbert Grönemeyer, Barclays Arena, Hamburg
Wir waren am Dienstag bei Herbert Grönemeyer in der Barclays Arena in Hamburg.
Die Fortsetzung der Akustik-Tour unter dem Motto "mittendrin - akustisch". Ein Geburtstagsgeschenk für meine Mutter. Im September waren wir schon zusammen in Berlin und haben uns den ersten Abschnitt der Tour angesehen. Ein schönes Konzert, wobei wir leider Pech mit dem sehr anstrengenden (und vor allem betrunkenen) Publikum um uns herum hatten. Da wollten wir noch einen zweiten Versuch wagen.
Einlass in der Barclays Arena war um 18 Uhr. Wir waren etwas später vor Ort und sind dann schnell vom Bus-Shuttle durch den Regen in die Arena geflüchtet. Unsere Plätze waren im Unterrang direkt auf Höhe der in der Mitte des Innenraums gelegenen Bühne. Nah dran mit einer optimalen Sicht.
Die nahezu ausverkaufte Arena füllte sich dann allmählich. Das Durchschnittsalter lag sicherlich mindestens 15 Jahre über mir, aber etwas anderes hatte ich auch nicht erwartet. Der Konzertbeginn war für 20 Uhr angesetzt. Bis dahin war die Arena dann auch voll – die Anwesenden um uns herum zum Glück nicht. Ein großer Vorteil gegenüber dem Konzert in Berlin!
Gegen 20:15 Uhr wurde es dunkel in der Arena. Herbert Grönemeyer, seine Band, ein Mini-Orchester und ein Chor kamen auf die Bühne. Die Einlaufmusik dazu war das erste große Highlight des Abends: Überraschenderweise lief nämlich "Hoppípolla" von Sigur Rós. Eine kleine Freude für uns, die in dem Rahmen bestimmt nicht so wahnsinnig viele Leute geteilt haben.
Das Konzert lief dann eigentlich genauso ab wie erwartet und ja auch schon im vergangenen Herbst in Berlin live gesehen. Herbert Grönemeyer hat eine bunte Mischung aus Songs seiner umfassenden Diskographie in einem akustisch-orchestralen Gewand präsentiert. Bekannte Hits wie "Mensch", "Der Weg", "Männer", "Was soll das" oder "Zeit, dass sich was dreht" (und, und, und...) haben für viel Begeisterung im Publikum gesorgt. Es wurde viel gesungen und getanzt. Das hat wieder sehr viel Spaß gemacht. Und diesmal glücklicherweise ohne nervige Zwischenfälle. So hatten wir uns das gewünscht!
Herbert Grönemeyer war wieder sehr bewegungsfreudig und hat die Bühne durchgängig umrundet. Zwischen den Songs hat er sein Publikum unterhalten und animiert, Anekdoten erzählt (die wir teilweise schon vom letzten Konzert kannten) und auch einige politische Ansagen gemacht. Gute Sache. Seine musikalische Begleitung auf der Bühne wechselte immer wieder. Einige Songs gab es mit der kompletten Besetzung, manche nur mit Streichern oder solo am Klavier. Schön fand ich, dass die Mitglieder des Chors in ihren Pausen im Bühnengraben standen und dort selbst für gute Stimmung sorgten.
Wie gewohnt, gab es auch diesmal wieder mehrere Zugabeblöcke. Als die Band zum ersten Mal die Bühne verließ, durften gerade 90 Minuten vergangen sein. Das tatsächliche Ende des Konzerts fand dann aber erst nach knapp drei Stunden Spielzeit gegen 23 Uhr statt. Insgesamt war das wieder ein sehr unterhaltsamer und auch musikalisch schöner Abend. Die Hits kann ich mir schon immer mal wieder geben, wobei ich von der Akustik-Tour jetzt nach zwei Konzerten auch genug habe. Aber vielleicht 2027 wieder, wenn die nächste reguläre Tour ansteht.
Wir waren am Dienstag bei Herbert Grönemeyer in der Barclays Arena in Hamburg.
Die Fortsetzung der Akustik-Tour unter dem Motto "mittendrin - akustisch". Ein Geburtstagsgeschenk für meine Mutter. Im September waren wir schon zusammen in Berlin und haben uns den ersten Abschnitt der Tour angesehen. Ein schönes Konzert, wobei wir leider Pech mit dem sehr anstrengenden (und vor allem betrunkenen) Publikum um uns herum hatten. Da wollten wir noch einen zweiten Versuch wagen.
Einlass in der Barclays Arena war um 18 Uhr. Wir waren etwas später vor Ort und sind dann schnell vom Bus-Shuttle durch den Regen in die Arena geflüchtet. Unsere Plätze waren im Unterrang direkt auf Höhe der in der Mitte des Innenraums gelegenen Bühne. Nah dran mit einer optimalen Sicht.
Die nahezu ausverkaufte Arena füllte sich dann allmählich. Das Durchschnittsalter lag sicherlich mindestens 15 Jahre über mir, aber etwas anderes hatte ich auch nicht erwartet. Der Konzertbeginn war für 20 Uhr angesetzt. Bis dahin war die Arena dann auch voll – die Anwesenden um uns herum zum Glück nicht. Ein großer Vorteil gegenüber dem Konzert in Berlin!
Gegen 20:15 Uhr wurde es dunkel in der Arena. Herbert Grönemeyer, seine Band, ein Mini-Orchester und ein Chor kamen auf die Bühne. Die Einlaufmusik dazu war das erste große Highlight des Abends: Überraschenderweise lief nämlich "Hoppípolla" von Sigur Rós. Eine kleine Freude für uns, die in dem Rahmen bestimmt nicht so wahnsinnig viele Leute geteilt haben.
Das Konzert lief dann eigentlich genauso ab wie erwartet und ja auch schon im vergangenen Herbst in Berlin live gesehen. Herbert Grönemeyer hat eine bunte Mischung aus Songs seiner umfassenden Diskographie in einem akustisch-orchestralen Gewand präsentiert. Bekannte Hits wie "Mensch", "Der Weg", "Männer", "Was soll das" oder "Zeit, dass sich was dreht" (und, und, und...) haben für viel Begeisterung im Publikum gesorgt. Es wurde viel gesungen und getanzt. Das hat wieder sehr viel Spaß gemacht. Und diesmal glücklicherweise ohne nervige Zwischenfälle. So hatten wir uns das gewünscht!
Herbert Grönemeyer war wieder sehr bewegungsfreudig und hat die Bühne durchgängig umrundet. Zwischen den Songs hat er sein Publikum unterhalten und animiert, Anekdoten erzählt (die wir teilweise schon vom letzten Konzert kannten) und auch einige politische Ansagen gemacht. Gute Sache. Seine musikalische Begleitung auf der Bühne wechselte immer wieder. Einige Songs gab es mit der kompletten Besetzung, manche nur mit Streichern oder solo am Klavier. Schön fand ich, dass die Mitglieder des Chors in ihren Pausen im Bühnengraben standen und dort selbst für gute Stimmung sorgten.
Wie gewohnt, gab es auch diesmal wieder mehrere Zugabeblöcke. Als die Band zum ersten Mal die Bühne verließ, durften gerade 90 Minuten vergangen sein. Das tatsächliche Ende des Konzerts fand dann aber erst nach knapp drei Stunden Spielzeit gegen 23 Uhr statt. Insgesamt war das wieder ein sehr unterhaltsamer und auch musikalisch schöner Abend. Die Hits kann ich mir schon immer mal wieder geben, wobei ich von der Akustik-Tour jetzt nach zwei Konzerten auch genug habe. Aber vielleicht 2027 wieder, wenn die nächste reguläre Tour ansteht.
- SammyJankis
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Re: Der Konzertbesuchsthread
Ich war letzte Woche Dienstag in Köln bei Odd Man Out im Tsunami Club. DB hat an diesem Tag wieder alles gegeben, mir den Tag zu versauen, aber bin schlussendlich pünktlich vor Ort gewesen. Leider nur maximal 50 Leute am Start. Kleiner Downer nach Düsseldorf am Samstag davor. Es ist top, dass Local Bands viele Leute ziehen, aber es tut mir auch für die Veranstalter*innen leid, wenn dann bei (teureren) US-Bands wenig Leute rauskommen. Waren auch keine Hype Acts, aber hätte mit etwas mehr gerechnet.
Entry – Zum ersten Mal in Europa, ein Mitglied spielt auch bei Touche Amore. Sound aber nicht vergleichbar. Punkiger, schrammeliger Hardcore, vergleichbar mit Dry Socket, die ja demnächst auch wieder hier sind. War in Ordnung. Paar Leute haben sich auch bewegt, aber alles human.
Brave Out – Japanische Band, die zusammen mit Odd Man Out auf Tour ist. Hatte nur kurz reingehört, klang okay. Ging in Richtung Youth Crew, etwas härter. Gab mehr Bewegung als vorher. Zusätzlich noch ein Madball Cover. Hat mir gefallen, hätten mehr Zahlende verdient.
Odd Man Out – 2018 auf der Tour mit Angel Du$t einige Male gesehen, die letzte Tour vor 2-3 Jahren, aber nicht mitnehmen können. Erster Gedanke, im Vergleich zu 2018 ist nur noch der Sänger, der auch Drummer bei Gag ist, und maximal eine weitere Person in der Band. Wobei auch zwei Instrumente von Leuten von Brave Out übernommen wurden. Also sind da wohl zwei Leute nicht mitgekommen aus den Staaten. Sound ist typischer Fast Straight Edge Sound, leicht an Boston angelehnt. Für mich bester Gig des Tages, auch, weil mir der Sound am meisten zugesagt hat. Gab noch Cover von Straight Ahead und Floorpunch. Solider Abend, schade, dass so wenig Leute rausgekommen sind.
Entry – Zum ersten Mal in Europa, ein Mitglied spielt auch bei Touche Amore. Sound aber nicht vergleichbar. Punkiger, schrammeliger Hardcore, vergleichbar mit Dry Socket, die ja demnächst auch wieder hier sind. War in Ordnung. Paar Leute haben sich auch bewegt, aber alles human.
Brave Out – Japanische Band, die zusammen mit Odd Man Out auf Tour ist. Hatte nur kurz reingehört, klang okay. Ging in Richtung Youth Crew, etwas härter. Gab mehr Bewegung als vorher. Zusätzlich noch ein Madball Cover. Hat mir gefallen, hätten mehr Zahlende verdient.
Odd Man Out – 2018 auf der Tour mit Angel Du$t einige Male gesehen, die letzte Tour vor 2-3 Jahren, aber nicht mitnehmen können. Erster Gedanke, im Vergleich zu 2018 ist nur noch der Sänger, der auch Drummer bei Gag ist, und maximal eine weitere Person in der Band. Wobei auch zwei Instrumente von Leuten von Brave Out übernommen wurden. Also sind da wohl zwei Leute nicht mitgekommen aus den Staaten. Sound ist typischer Fast Straight Edge Sound, leicht an Boston angelehnt. Für mich bester Gig des Tages, auch, weil mir der Sound am meisten zugesagt hat. Gab noch Cover von Straight Ahead und Floorpunch. Solider Abend, schade, dass so wenig Leute rausgekommen sind.
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Re: Der Konzertbesuchsthread
Ich war am Freitag in Köln bei Wonderful World in der Halle am Rhein. Nur einmal vor Ort gewesen, ist bestimmt acht Jahre her. Hatte kaum noch Erinnerungen. War gespannt, wie Hardcore dort klappen würde. Neue Locations für Local Shows sind immer ne gute Sache. Show war ausverkauft. Sicherlich wieder so 140 Leute. Krass, was momentan möglich ist und schade, dass es am Dienstag davor bei Odd Man Out nicht so aussah. 10-15 Euro Eintritt für fünf Acts, fair.
Exan – Junge Band aus Düsseldorf, einige Kids aus der Ukraine dabei. Haben glaube ich noch keine fünf Gigs gespielt. Sound noch nicht voll ausgereift, aber sind auf einem guten Weg. Orientiert sich an dem punkigen UK Hardcore Sound. War ein guter Opener inkl. SS Decontrol Cover. Gab leider zwischendurch einen Mikroausfall, aber kann immer passieren.
Dogs Out – Neue Band aus Köln, auch noch keine fünf Shows gespielt. Typische neue Band, die sich über ihren Sound noch nicht so ganz im Klaren ist. Songs klingen alle recht unterschiedlich. Mal etwas seichter, mal fiese Breakdowns. Zu Beginn war ich skeptisch, gegen Ende gabs aber 2-3 Tracks, die mir gut gefallen haben. Mosh gabs auch, Crowd war generell sehr aktiv. Band wird weiter verfolgt.
Obscure – Ebenfalls neue Band aus Köln. Vielleicht die besten Reaktionen der Crowd. Mich hats nur bedingt abgeholt. An vielen Stellen leider zu stumpf. Gab noch ein Nails Cover, was okay war. Insgesamt nicht meine Band, aber kann sich ja auch noch entwickeln.
Moral Fever – Erste Band, die schon länger im Game ist. Fieser Hardcore mit ordentlichem Metal Einschlag. Ist nicht meine Lieblingsband, aber kann man sich live ruhigen Gewissens geben. Es wurde auch hart gemosht. War eine gute Show, mein Gig des Abends.
Wonderful World – Guter Abschluss des Abends. Mosh war nicht mehr so wild, aber immer noch gut was los. Gab einen neuen Song, der für mich eine Steigerung war zu den älteren Tracks. Bin gespannt auf die LP, die laut Ansage kommen soll. Insgesamt ein runder Gig. Abend war gut, ohne dass die Gigs herausragend waren. In der Location dürfen gerne weiter Shows stattfinden.
Exan – Junge Band aus Düsseldorf, einige Kids aus der Ukraine dabei. Haben glaube ich noch keine fünf Gigs gespielt. Sound noch nicht voll ausgereift, aber sind auf einem guten Weg. Orientiert sich an dem punkigen UK Hardcore Sound. War ein guter Opener inkl. SS Decontrol Cover. Gab leider zwischendurch einen Mikroausfall, aber kann immer passieren.
Dogs Out – Neue Band aus Köln, auch noch keine fünf Shows gespielt. Typische neue Band, die sich über ihren Sound noch nicht so ganz im Klaren ist. Songs klingen alle recht unterschiedlich. Mal etwas seichter, mal fiese Breakdowns. Zu Beginn war ich skeptisch, gegen Ende gabs aber 2-3 Tracks, die mir gut gefallen haben. Mosh gabs auch, Crowd war generell sehr aktiv. Band wird weiter verfolgt.
Obscure – Ebenfalls neue Band aus Köln. Vielleicht die besten Reaktionen der Crowd. Mich hats nur bedingt abgeholt. An vielen Stellen leider zu stumpf. Gab noch ein Nails Cover, was okay war. Insgesamt nicht meine Band, aber kann sich ja auch noch entwickeln.
Moral Fever – Erste Band, die schon länger im Game ist. Fieser Hardcore mit ordentlichem Metal Einschlag. Ist nicht meine Lieblingsband, aber kann man sich live ruhigen Gewissens geben. Es wurde auch hart gemosht. War eine gute Show, mein Gig des Abends.
Wonderful World – Guter Abschluss des Abends. Mosh war nicht mehr so wild, aber immer noch gut was los. Gab einen neuen Song, der für mich eine Steigerung war zu den älteren Tracks. Bin gespannt auf die LP, die laut Ansage kommen soll. Insgesamt ein runder Gig. Abend war gut, ohne dass die Gigs herausragend waren. In der Location dürfen gerne weiter Shows stattfinden.
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