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Der Konzertbesuchsthread

Konzerte, Platten & Musik im TV
defpro
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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von defpro » Sa 18. Jun 2022, 23:18

SammyJankis hat geschrieben:
Sa 18. Jun 2022, 16:33
Drain - Erste Europa Tour, zweite Platte kommt bald über Epitaph, bei der Band aus Kalifornien läuft es. Erster Song "Feel the Pressure", keine Überraschung, die Crowd war direkt drin mit massiven Side to Sides. Paar komplett textsichere Leute vor der Bühne. Der Sänger ist auf jeden Fall der Aktivposten der Band, die ganze Zeit unterwegs, gibt sein Mikro an jede Person ab, die danach verlangt, hat einfach ne gute Zeit. Hat in den Pausen ziemlich viel gelabert, vielleicht etwas zu viel, aber man hat schon gemerkt, wie viel Bock der Dude hatte. Sei ihm gegönnt. Mucke ist über jeden Zweifel erhaben. Die erste Platte "California Cursed" ist in der Hardcore Welt ordentlich eingeschlagen. In meinen Augen zurecht. Ich bin vor allem fasziniert davon, wie die Band es geschafft hat, jeden Song mit einem fantastischen Opening Riff zu versehen, man ist immer direkt drin. Es gab auch einen Track von der kommenden Platte. Ziemlich stumpfes Ding mit fiesem Moshpart. Hätte eher damit gerechnet, dass es bei Epitaph etwas seichter wird, aber klang gut. Als letzten Song gab es den Titeltrack der ersten Platte, ziemliches Stage Dive Chaos, guter Abschluss. Bester Act des Tages, erwarte aber noch eine Steigerung beim Ieperfest.
Wie lange haben Drain gespielt? Sind auf dem Full Force mit 45 Minuten angesetzt. Ich kenn die Band jetzt nicht so gut, aber haben die überhaupt genug Material dafür?

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SammyJankis
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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von SammyJankis » So 19. Jun 2022, 01:31

defpro hat geschrieben:
Sa 18. Jun 2022, 23:18
SammyJankis hat geschrieben:
Sa 18. Jun 2022, 16:33
Drain - Erste Europa Tour, zweite Platte kommt bald über Epitaph, bei der Band aus Kalifornien läuft es. Erster Song "Feel the Pressure", keine Überraschung, die Crowd war direkt drin mit massiven Side to Sides. Paar komplett textsichere Leute vor der Bühne. Der Sänger ist auf jeden Fall der Aktivposten der Band, die ganze Zeit unterwegs, gibt sein Mikro an jede Person ab, die danach verlangt, hat einfach ne gute Zeit. Hat in den Pausen ziemlich viel gelabert, vielleicht etwas zu viel, aber man hat schon gemerkt, wie viel Bock der Dude hatte. Sei ihm gegönnt. Mucke ist über jeden Zweifel erhaben. Die erste Platte "California Cursed" ist in der Hardcore Welt ordentlich eingeschlagen. In meinen Augen zurecht. Ich bin vor allem fasziniert davon, wie die Band es geschafft hat, jeden Song mit einem fantastischen Opening Riff zu versehen, man ist immer direkt drin. Es gab auch einen Track von der kommenden Platte. Ziemlich stumpfes Ding mit fiesem Moshpart. Hätte eher damit gerechnet, dass es bei Epitaph etwas seichter wird, aber klang gut. Als letzten Song gab es den Titeltrack der ersten Platte, ziemliches Stage Dive Chaos, guter Abschluss. Bester Act des Tages, erwarte aber noch eine Steigerung beim Ieperfest.
Wie lange haben Drain gespielt? Sind auf dem Full Force mit 45 Minuten angesetzt. Ich kenn die Band jetzt nicht so gut, aber haben die überhaupt genug Material dafür?
Schätze so 25 Mins. Da wird auch nicht mehr kommen aufm Force. Keine Hardcore Band abgesehen von SOIA, Madball, Agnostic Front und Turnstile spielt 45 Minuten.
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Wishkah
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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von Wishkah » So 19. Jun 2022, 07:45

Blackstar hat geschrieben:
Fr 17. Jun 2022, 12:00
Matt Berninger wirkte dabei von der Bühnenpräsenz her wie ein Vertretungslehrer, der heute mal eine recht angenehme Schulklasse betreut und dabei stressfrei für alle sein Ding durchzieht.
Also ich muss wirklich nochmal sagen, wie sehr ich diesen Vergleich liebe. :herzen2: :grin:

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Flecha
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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von Flecha » Mo 20. Jun 2022, 18:26

Zu The National wurde hier ja schon alles gesagt - ich fand es auch wieder ein ganz wunderbares Konzert, das beste wohl, das ich bisher im Stadtpark gesehen habe. Standen auch sehr gut, sonst war es immer eher so am Rand. Meine ich mich zu erinnern. Auf die Liveversion von England habe ich lange gewartet und bin nicht enttäuscht worden. Bleibt mein Lieblingssong der Band. :herzen2: Und wer ein ohnehin schon starkes Set (auch wenn ich die Songs von I Am Easy to Find vermisst habe) mit About Today abschließen kann, hat eh gewonnen. Dass Matt Berninger bei Mr. November nicht unendliche Ausflüge ins Publikum unternimmt, tut dem Song natürlich auch nicht gerade schlecht. ;)

Ca. 2 Stunden nach Konzertschluss hat bei mir dann ne hartnäckige Erkältung reingekickt... zum Glück nicht schon wieder Corona (laut Tests), aber in der Wirkung eigentlich sogar stärker als meine Infektion damit (womit ich die nicht kleinreden will, aber die Impfe hat da auf jeden Fall gut gearbeitet).

Gestern Abend dann erstmals wieder das Haus verlassen, um Baroness in der Markthalle zu sehen. Endlich wieder Markthalle! Eine meiner Lieblingslocations - nicht nur wegen der Buchungspolitik (viel Metal + Schwarze Szene). Die Soloshows von Baroness, die ich zuvor gesehen hatte (2012 und 2015 oder 2016) waren ausverkauft, diesmal war die Halle vielleicht zu 2/3 gefüllt. Wirkte jetzt aber beim Blick auf den Raum nicht leer und die Band hat sich, denen nehmen ich sowas auch immer ab, ehrlich über jede und jeden gefreut, die gekommen sind. Vorband war die norwegische Hard-Rock-Band Bokassa, von der wir aber nur die letzten 2 Songs gesehen haben. Das "Beginn" auf dem Ticket galt wohl Baroness und nicht der Show an sich. Wird aber nicht schlimm gewesen sein, wirkte schon recht generisch, Turbonegro-Klon in ein bisschen härter.

Baroness selbst haben dann das wohl beste Set gespielt, das ich je von ihnen gesehen habe. Es tut der Band gut, kein Album zu betouren. :lol: Einfach 6 (!) Songs von der Blauen, zwei von der Roten - also 50% von den ersten beiden Alben. Wie gut! Und endlich Swollen and Halo. :sabber: Dazu halt die Hits von Green/Yellow und Purple. Das Hymnenhafte auf den beiden bzw. drei Alben liebe ich ja auch enorm. If I Have to Wake Up oder March to the Sea sind einfach krasse Hits. Gold & Grey ging zumindest in Teilen ja fast eher in Richtung Wurzeln, die wirklich krachigen Songs davon haben sie aber ausgespart, gab nur Tourniquet und I'm Already Gone.

Insgesamt ist es immer faszinierend, was John Dyer Baizley (insbesondere er), Gina Gleason & Co. für eine positive Energie auf der Bühne versprühen. Wenn John lacht, ist das total ansteckend, einfach natürliches Charisma 20. Dabei war es so, wie eigentlich schon bei den Beatsteaks, dass das Publikum etwas gebraucht hat, um reinzukommen - obwohl mit Take My Bones Away der größte Hit gleich am Anfang kam. Aber das gab sich dann mit der Zeit, für mich jedenfalls. Bleibt eine meiner liebsten Bands, live und von Platte.
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Tambourine-Man
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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von Tambourine-Man » Mo 20. Jun 2022, 20:14

Flecha hat geschrieben:
Mo 20. Jun 2022, 18:26
obwohl mit Take My Bones Away der größte Hit gleich am Anfang kam.
March To The Sea?!
Liest sich gut, da wäre ich gerne dabei gewesen :(
Leider nicht nicht gesehen. Die Überschneidung Red Fang/Baroness beim Hurricane ('17?) habe ich fkp bis heute nicht verziehen!
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Dieter Meyers
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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von Dieter Meyers » Mi 22. Jun 2022, 09:00

defpro hat geschrieben:
Di 17. Mai 2022, 12:00
Finn hat geschrieben:
Di 17. Mai 2022, 08:11
Foals war so heftig, dass meine Freundin sich direkt einen Außenbandriss im Finale von Two Steps, Twice geholt hat :doof: Wirklich kompletter Abriss! Da hat man auch direkt die 6€ für ein Veltins und 5€ für Garderobe vergessen. Aber 3 Minuten im Intro von Spanish Sahara knien geht mit fast 30 auch nicht mehr so gut :grin: Insgesamt war ich überrascht von der sehr durchmischten Playlist, mit wenigen Songs der letzten beiden Alben, für die die Tour ja vor 2 Jahren angesetzt war. Da ist glaub ich jeder auf seine/ihre Kosten gekommen.
Sollte echt verboten werden sowas! Da kann man irgendwann vom Song wirklich gar nix genießen. Zumal "Spanish Sahara" ja jetzt auch Abgeh-Klimax hat, auf den man mit so einer Aktion irgendwie hinarbeiten könnte.

Wären mir von den letzten beiden Platten echt zu wenige Songs gewesen. Gerade die "Part 1" war richtig gut, da muss auf jeden Fall mehr kommen. Naja, die 2019-Gigs haben bei mir zeitlich alle nicht gepasst, von daher selbst schuld.
Gestern durch ein Corona-Fall im Freundeskreis spontan in Köln gewesen. Hab sie wirklich lange nicht mehr live gesehen, aber das hat wirklich ganz großen Spaß gemacht. Glücklich für die Besucher*innen war auch, dass das Konzert kurzfristig ins viel konzerttauglichere E-Werk verschoben wurde. Die neuen Songs funktionieren Live auch super (da einfach extrem tanzbar).
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SammyJankis
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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von SammyJankis » Do 23. Jun 2022, 09:16

Ich war gestern bei Pain of Truth im Kultempel in Oberhausen. Hatte im Vorfeld schon die starke Befürchtung, dass der Laden viel zu groß ist für die Triple B Tour ist, aber ich hätte nicht gedacht, dass es so katastrophal wird. Schätze so 30 Zahlende in einem Raum, der trotz abgesperrter Empore sicherlich 250 Leute fasst. Bei den ersten beiden Bands waren mehr Bandmitglieder der anderen Bands als Zahlende im Raum. Ein Trauerspiel. Da Pain of Truth und Three Knee Deep einen Hype in der Hardcore Welt erfahren und durch ihren stumpfen Sound durchaus geeignet für den Ruhrpott. Anscheinend habe ich deren Zugkraft etwas überschätzt. Auf der anderen Seite ist im Moment auch einfach viel los und 25 Euro Abendkasse für vier Bands, die alle zum ersten Mal in Europa sind, sind schon ne Ansage.

Life's Question - Die Band kommt eigentlich zu früh nach Europa, weil die LP erst in zwei Monaten erscheint. Auf jeden Fall die eingängigste Band des Packages. Hardcore mit einigen Metalriffs, durchaus abwechslungsreich. War musikalisch vollkommen okay, aber natürlich war nichts los.

Buried Dreams - Es wurde stumpfer. Hatte das Album, welches glaube ich 2020 kam, ein paar mal gehört und für solide befunden. Live war das Ganze auch völig in Ordnung. Die Band hat sich trotz der Leere ins Zeug gelegt.

Three Knee Deep - Die Band ist einfach nur stumpf und es is auch nicht gut. Im Endeffeit basiert der Erfolg der Band auf dem, was vor der Bühne so passiert. Ohne die Gewalt ist es einfach nur eine miese Band, die etwas peinlich prollig daherkommt. Hab mich aber trotzdem gefreut, dass "Wetlandz" kurz angezockt wurde.

Pain of Truth - Einzige Band, bei der was los war, was Mosh angeht. Lag auch an einigen Mitgliedern anderer Bands, die ihren Spaß hatten. Gefühlt wurde alle Songs, die bisher rausgekommen sind, gespielt. Gab auch ein paar textsichere Leute vor der Bühne und auf der Bühne durfte jeder mal featuren. Im Endeffekt ein versöhnlicher Abschluss eines traurigen Abends.
Zuletzt geändert von SammyJankis am Do 23. Jun 2022, 09:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von Taksim » Do 23. Jun 2022, 09:39

SammyJankis hat geschrieben:
Do 23. Jun 2022, 09:16


Three Knee Deep - Die Band ist einfach nur stumpf und es is auch nicht gut. Im Endeffeit basiert der Erfolg der Band auf dem, was vor der Bühne so passiert. Ohne die Gewalt ist es einfach nur eine miese Band
Was für ein Satz :grin:
Deine Berichte sind nach wie vor ein faszinierendes Portal in eine so ganz andere Musikwelt.
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Norakete
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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von Norakete » Do 23. Jun 2022, 10:40

Hallo ich bins und ich war auch mal wieder bei Konzerten. Letzten Freitag war mein erstes Konzert seit Juli 2019 (damals Bon Iver in Wiesbaden) - es ging zu Lorde nach Villafranca di Verona.

Nach so langer Abstinenz war es zu Beginn echt sehr weird (im positiven Sinne) und ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal vor einem Konzert so aufgeregt war. Die wundervolle Location hat da ihr Übriges zu beigetragen. Die Überforderung war dann gleich noch viel größer, als es plötzlich direkt ohne Vorband oder Support-Act mit Lorde losging.
Die ersten 2 Songs lang waren wir zugegeben auch etwas überfordert mit der Gesamtsituation: wie verhält man sich noch gleich auf einem Konzert, wie bewegt man sich, so viele Menschen, wohin mit den Emotionen? Als dann mit Buzzcut Season der erste PH-Song kam, waren wir wieder voll drin im Game und mich hat das emotional auch erstmal komplett übermannt :herzen2:

Es kamen natürlich vor allem Solar Power Songs, die vom Publikum aber auch sehr gut angenommen wurden. Zu meiner Überraschung wurde sogar das fantastische Helen of Troy (Bonus Track) gespielt, damit habe ich nicht wirklich gerechnet.

Durch all die Rahmenbedingungen - erstes Konzert nach 3 Jahren, Burg-Location bei Verona, gesangsstarkes Publikum, circa 2h Spielzeit - war das dann auch das bislang tollste Lorde Konzert für mich. Es hat an diesem Abend einfach alles gepasst. :heart:
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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von Tambourine-Man » Mi 29. Jun 2022, 06:57

War denn gestern jemand bei Turnstile und mag berichten?
Allgemenin natürlich, aber insbesondere Spielzeit und Schlusszeit :)
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Rieper
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Re: Der Konzertbesuchsthread

Beitrag von Rieper » Mi 29. Jun 2022, 09:31

Vergangenen Freitag waren wir bei Cat Power in Mannheim. Das Konzert fand im Rahmen des Zeltfestivals Rhein-Neckar statt. Ursprünglich wurde die Konzertreihe mal eingeführt, um das Maifeld Derby zu finanzieren, was inzwischen wohl nicht mehr nötig ist. Das Zeltfestival und Maifeld finden aber auf dem gleichen Gelände statt, so teilen sie sich immer noch die Hauptbühne. Das ist das Palastzelt am Maifeld. Ich weiß die genaue Kapazität nicht, aber es kann alle Besucher:innen des Maifeld beherbergen. So müssen mindestens 5000 Menschen reinpassen. Da kommen wir zum Problem. Bei Cat Power waren geschätzt 300 Menschen vor Ort. Vor paar Wochen stand das Konzert auf der Kippe, letztens wurden dann Tickets für 20 Euro verkauft. Damit es nicht zu leer aussah, wurden jeweils vom Bühnenrand weg, Bauzäune aneinander in den Publikumsbereich gestellt. So wurde der Platz eingeengt und das Publikum versammelte sich somit nicht quer durch das Zelt. Anfangs war ich skeptisch, aber am Ende war es eine ganz gute Lösung. Wir waren relativ weit vorne und damit sah es dann gar nicht so leer aus.

Das Zeltfestival fand vor und nach dem Maifeld statt und es wurde nicht nur die gleiche Bühne genutzt, sondern auch sonstige Infrastruktur (Toiletten, Getränke- und Essensstände etc.). Doch weil zu wenig los war, hatte das meiste davon geschlossen. Das Wetter verhinderte wohl auch spontane Besuche. Es zogen einige Gewitter über Mannheim hinweg, so stürmte es teilweise heftig und regnete wie aus Kübeln.

Es war doppelter Support am Start. Begonnen hat Licia aus Karlsruhe. Sie bezeichnet sich selbst als Singer & Songwriterin. Ich fand es ziemlich langweilig. Sie war alleine auf der Bühne, hat Keyboard gespielt und gesungen. Es war kitschiger Schmacht-Pop.

Anschließend durfte Mogli spielen, auf die ich mich sehr gefreut habe. Sie hat etwas viel geredet zwischen den Songs, musikalisch mit Live-Band war es aber ganz gut. Teilweise sphärisch, teilweise Indie-Rock, teils Pop mit elektronischen Einflüssen. Kurz musste ich an Warpaint denken, was ich aber, wenn ich sie daheim höre, noch nie rausgehört habe. Je länger das Konzert ging, desto elektronischer wurde es und ich musste an so manche Elektro-Nacht im Palastzelt beim Maifeld denken :herzen2:

Dann durfte Cat Power spielen. Ich habe sie bislang zwei Mal live gesehen. Beide Mal als Sitzplatzkonzert und einmal davon war sie alleine auf der Bühne und beim zweiten Konzert hatte sie einen Gitarristen dabei. Auf der aktuellen Tour hat sie eine dreiköpfige Band dabei, aber beim Maifeld fehlte der Keyboardspieler. Somit habe ich sie erstmals komplett ohne Klavier/Keyboard gehört, was auch interessant war. Sie spielte viele ältere Songs, Metal Heart war mein Highlight. Dazu wurden 5, 6 Lieder vom aktuellen Cover-Album gespielt. Die Songs funktionierten gut, zum Teil sind sie ja so stark abgeändert, dass die Originale gar nicht erkannt werden. Bad Religion von Frank Ocean war ganz stark performt zum Abschluss spielte sie Rockets, was ich noch nie live gesehen habe. Sowieso tolles Lied, aber hier wurde es sehr laut und kraftvoll gespielt. Richtige Wucht zum Ende, ganz toll.

Alles in allem ein schöner Abend mit nostalgischen Maifeld-Gefühlen.


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