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Primavera Sound 2018

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slowdive
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Re: Primavera Sound 2018

Beitrag von slowdive » Mo 4. Jun 2018, 18:35

Auch wieder daheim! Es war – wie immer – absolut herausragend. Die Tage versuche ich mal einen kleinen Bericht zusammenzuschustern. Bestes Festival der Welt. :herzen2:

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Stebbie
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Re: Primavera Sound 2018

Beitrag von Stebbie » Mo 4. Jun 2018, 18:40

Ich bin nun auch von meinem ersten Primavera - super war es, auch wenn es nicht die ganz große Glastonbury-Faszination auslöst, dafür haben mich dann doch zu viele Dinge gestört (Wartezeiten an den Bars, Gelände, Abreisesituation).

Highlights waren Slowdive und Idles, auch wenn ich bei letzteren nach 20 Minuten aufgrund von Kniebeschwerden aussteigen musste, emotionalster Moment waren aber gleich zu Beginn The Twilight Sad mit dem Cover von Keep Yourself Warm. Woah, Gänsehaut und Tränen in den Augen, das war unheimlich berührend.

Weitere Highlights waren Carpenter Brut (auch wenn der Thrashporn im Hintergrund nicht notwendig gewesen wäre...), Waxahatchee, The National und Car Seat Headrest, bei denen ich mir einfach nen besseren Slot gewünscht hätte, was auch für The War on Drugs oder The Breeders galt.


Die Tage aber mal ausführlicher
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Baltimore
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Re: Primavera Sound 2018

Beitrag von Baltimore » Mo 4. Jun 2018, 18:56

Da bin ich gespannt, Stebbie.

Bisher sind das ja eher Bands, die man sich auch einfach im Club angucken kann und für die man nicht nach Barcelona muss. :popcorn:

Edit: Gestern mal auf Youtube in das Björk-Konzert reingeschaut. Wow! Das ist ja mal wieder komplett anders als die letzte Tour.
Und so viele Flöten! :herzen2:
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Quadrophobia
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Re: Primavera Sound 2018

Beitrag von Quadrophobia » Mo 4. Jun 2018, 19:05

Abreiseprobleme gibts ja nur, wenn man nicht durchfeiert 8-)

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Re: Primavera Sound 2018

Beitrag von Stebbie » Mo 4. Jun 2018, 19:06

Bei Björk bin ich nach 10 Minuten ausgestiegen. In dem Zustand hat mich das hart überfordert, weshalb ich auch wenig Erinnerung an Nick Cave hab. Ein nickerchen bei Nils Frahm hat mich dann aber für Carpenter Brut gewappnet. Ihr seht: Die Prioritäten saßen.

Bonuspunkte für die größte Eskalation gibts übrigens für das "She's A Maniac"-Cover von Carpenter Brut - ordentlich mit dem Fuß gewippt. :mrgreen:
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Re: Primavera Sound 2018

Beitrag von WallOfSound » Di 5. Jun 2018, 10:22

Meine absoluten Highlights waren wie erwartet Idles, Nick Cave & The Bad Seeds und Slowdive.

Kaufe erstmal keine Karten morgen, mal abwarten wie sich das Festival und auch die Konkurrenz 2019 entwickelt. Der Drang nach neuen Abenteuern steigert sich jährlich.

Nicht falsch verstehen, es war wieder einmal ein Fest, fast zu gut über die Jahre. Die Routine zerstört den Sex :wink:

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Quadrophobia
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Re: Primavera Sound 2018

Beitrag von Quadrophobia » Mi 6. Jun 2018, 02:23

Preise bleiben übrigens gleich, demnach ab morgen Karten zu 155€ inkl. Gebühren

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slowdive
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Re: Primavera Sound 2018

Beitrag von slowdive » Mi 6. Jun 2018, 13:23

Auch ich werde mich mal an einen kleinen Bericht setzen. Im Grunde genommen werde ich es mit rogerhealy halten und mich dabei im Wesentlichen auf die Acts, die ich mir angeschaut habe, beschränken - immerhin kommt der offizielle Bericht vom Magazin auch schon in ein paar Tagen. Dennoch, noch einmal kurz zum Drumherum: Großartig viel verändert hat sich nicht. Zwar erhält auch beim Primavera mittlerweile verstärkt ein gewisses Eventpublikum Einzug, dass eher wegen des „Festivalfeelings“ anreist und nicht aufgrund der unglaublichen Qualität des Line-Ups und vor so mancher Bühne durch unangenehmes Konzertgequatsche (in temperamentvollem Spanisch übrigens besonders nervig) negativ auffällt, aber im Grunde genommen bleibt alles beim Alten: Kein mir bekanntes Festival weißt eine so hohe Dichte an Besuchern auf, die primär wegen einer Sache vor der Bühne stehen: Der verdammt großartigen Musik. Überfüllte Getränkestände, die weiterhin nur verdünntes Heinecken verkaufen (ein Problem, das sich, wie immer, durch den Schmuggel von Gin bekämpfen ließ), eine Essenssituation, die qualitativ definitiv noch Luft nach oben aufweist (nach unten allerdings ebenso) und eine weiterhin großstadtfestivalunwürdige, katastrophale Abreisesituation - mehr gibt es auf der Contra-Seite eigentlich nicht zu vermerken. Auf der Haben-Seite hingegen stehen weiterhin Barcelona, das Mittelmeer, der Strand, Gin, palettenweise Estrella, Mystic Knights, Highschool Musical, Bang Boom Bang, 5000, eines der tollsten Festivalgelände der Welt, Musik, Musik, noch mehr Musik und ein cooles Apartment, das bis zum Rand gefüllt ist mit den wunderschönsten Menschen/Larrys/Almans der Welt. Kurzum: Das beste Festival der Welt!

Dienstag:

ZA! (Sala Apolo): Etwas merkwürdige, spanische Experimental-Rock-Band. Musikalisch gab es hier nicht so viel Erwähnenswertes (auch wenn der Drummer ziemlich cool war), aber die Ansagen in den Songpausen schienen ziemlich lustig zu sein - die Spanier um uns herum haben zumindest herzlichst gelacht.

THE SEA AND CAKE (Sala Apolo): Auch, wenn der Sound anfangs nicht perfekt war und der Club mittlerweile auf 50° erhitzt gewesen sein durfte, war das ein wunderbarer Auftakt der Postrock-Institution rundum den weltbesten Drummer John McEntire. Viele Songs von meinem diesjährigen Album-Favoriten Any Day und zum Abschluss den Klassiker „Parasol“. Es gibt wohl kaum eine Band, die eine unglaubliche musikalische Versiertheit mit einer solchen Leichtigkeit in ihren Songs verbinden zu vermag.

Mittwoch:

SPIRITUALIZED (Auditori): Absolutes Highlight in einem der schönsten Konzertsäle, die ich kenne. 90 Minuten absolut intensiver Musikgenuss (inkl. Orchester und Chor), verfolgt von einem währenddessen andächtig lauschenden und in den Pausen frenetisch applaudierenden Publikum. Wie gewohnt absolut perfekter Sound und eine (für mich) tolle Setlist - großartig!

BELLE AND SEBASTIAN (Primavera Stage): Wie gewohnt ein toller Gig dieser wunderbar sympathischen Festivalband. Nach hinten heraus muss es wahnsinnig voll gewesen sein, direkt vor der Bühne ließ es sich aber angenehm tanzen. Nachdem ich Band nun bereits des Öfteren sehen durfte, war ich - insbesondere von der für mich eher suboptimalen Setlist (zu viele Neues) - nicht komplett überwältigt, mit „Dog On Wheels“ und „Like Dylan In The Movies“ gab es aber auch für hier noch zwei absolute Highlights, die bisher noch fehlten für mich.

Donnerstag

(SANDY) ALEX G (Mango Stage): Es war wunderbar sonnig, ich hatte einen ziemlichen Schwips: Perfekte Voraussetzungen für (Sandy) Alex G in der Nachmittagssonne. Es war nicht sehr voll, aber die Stimmung vor der Bühne war dennoch ziemlich gut, ebenso wie das Konzert. Ein bisschen wie Car Seat Headrest, nur aus der Singer-Songwriter- statt aus der Indie/Garage-Rock-Ecke kommend.

KELEA (Ray Ban Stage): Kannte vorher nicht viel und habe den Gig in der Sonne sitzend auf der Tribüne verbracht. Netter R'n'B mit einem leider viel zu laut abgemischten Bass. Das Publikum vor der Bühne hat gefeiert.

UNKNOWN MORTAL ORCHESTRA (Primavera Stage): Puh, leider sehr enttäuschend. 2015 noch ein absolutes Highlight auf der kleinen Adidas Stage, war der Sound diesmal leider extrem schlecht abgemischt, sodass abgesehen vom viel zudrückenden Bass nicht mehr viel übrigblieb. Bin dann nach ein paar Songs nach hinten gegangen, wo es etwas besser war. Trotzdem bin ich schon vor Ende gegangen, um mir (zu Glück) einen sehr guten Platz direkt vor der Bühne bei Nick Cave zu sichern.

NICK CAVE & THE BAD SEEDS (Mango Stage): Was für ein Konzert! Eines der mit Abstand besten der letzten Jahre. Glasklarer Sound, eine unglaubliche Liveband (ganz viel Liebe für Warren Ellis) und eine absolute Legende in Bestform auf der Bühne. Man mag kaum glauben, dass der Mann bereits 60 Jahre hinter sich hat. Das komplette Konzert war ein absolutes, uneingeschränktes Highlight, hervorheben möchte aber auch ich nochmal die zuletzt 2005 live gespielte B-Side „Come Into My Sleep“ - Wahnsinn! Ich war vorher mit der Nick Cave-Discografie nur in Auszügen vertraut, das wird sich nun umgehend ändern. Bestes Konzert des Wochenendes zusammen mit Slowdive.

NILS FRAHM (Primavera Stage): Von hinten im Sitzen geschaut. Alles wie gehabt: Musik zum Lernen halt. Alles ist irgendwo ganz gut und auch beeindruckend vom Setup her, so richtig emotional berühren tut mich aber auch weiterhin nicht wirklich viel.

CARPENTER BRUT (Barcadi Live Stage): Großartig! Horrorsynth auf Speed, untermalt von wahnsinnig trashigen Videos im 80’s-Horrorstil. Beim abschließenden „She's A Maniac“-Cover gab es auch morgens um 5 Uhr kein Halten mehr im Publikum.

Freitag

WAXAHATCHEE (Primavera Stage): Guter Einstieg in den zweiten Festivaltag. Guter Sound, gute Setlist und schöner Alternativrock mit starken 90er-Jahre-Indie-Einfluss in der Nachmittagssonne. Sehr schön!

JOSH T. PEARSON (Hidden Stage): Die Verlegung der Hidden Stage ist ein absoluter Segen. Mini-Bühne ohne Rückwand, sodass man hinter dem Artist in die Ferne starren kann. Toll! Josh T. Pearson war ebenso großartig. Es wurden die „Smash Hits“ vom neuen Album gespielt, genauso wie die „Sad Bastard Songs“ vom wunderbaren Vorgänger. Der Herr selbst war in bester Laune, machte Witze und sah, mit roter Truckercap und ärmellosen Shirt mit einem vom Pfeil durchstochenen Herzen, aus wie der letzte Hillbilly-Redneck. Musikalisch gab es wunderbar shoegazige Singer-Songwriter-Musik, bei dem einem in jeder Note der „State of Texas“ ins Gesicht schreit. Highlight!

FATHER JOHN MISTY (Seat Stage): Die Erwartungen waren relativ hoch, ob des wunderbaren aktuellen Albums. Der Auftritt war letztlich gut, wenn auch nicht herausragend. Dennoch: Ein wunderbar großes Bühnenensemble und ein verdammt cooler Josh Tillman, der auf der Bühne mittlerweile seine absolute Heimat gefunden zu haben scheint, sorgten für gute Stimmung in der Abendsonne von Barcelona.

MOGWAI (Primavera Stage): Aufgrund von zwei Mogwai-Gigs (davon einer beim Primavera) im letzten Jahr, habe ich hier kurz überlegt nicht doch lieber zu National zu gehen. Im letzten Moment habe ich mich aber doch für die schönere Bühne entschieden und es anschließend keine Sekunde bereut. Ein absoluter Wahnsinnssound, eine gut aufgelegte Band, der man in jeder Sekunde anmerkt, dass sie es definitiv immer wieder genießt auf dem Primavera zu spielen. Zudem gab es mit „Auto-Rock“ und dem live alles niederwalzenden „Mogwai Fear Satan“ zwei Songs, die ich bisher noch nicht zu sehen bekommen habe. Definitiv einer der besten Gigs des Wochenendes.

THUNDERCAT (Ray Ban Stage): Anfangs war der Sound etwas breiig, nach ein, zwei Songs wurde es aber besser und die Crowd begann zu tanzen und zu feiern. Perfekte Mischung aus musikalisch vertrackten Jazz-Improvisationen (was für ein Drummer!) und absolut eingängigem Funk. Spätestens beim Schlussquintett bestehend aus zwei Covern von Kendrick Lamar und Flying Lotus sowie „Friendzone“ und dem Überhit „Them Changes“ gab es kein Halten mehr. Toller Gig und zudem eine willkommene Abwechslung in meinem diesmal („leider“) eher indielastigen Programm.

IDLES (Adidas Stage): Musikalisch nicht vollends meine Welt und auch von den (politischen) Ansagen her nicht immer genau meine Wellenlänge, aber - holy shit! - was für ein Abriss. 45 Minuten Eskalation, Gitarristen im Publikum, Leute auf anderen Leuten, mitbrüllen bis zum geht nicht mehr. Und was der Sänger für ein sympathischer Dude ist. Das, was Brand New 2015 und Against Me! im letzten Jahr auf der gleichen Bühne waren: Ein schweißtriefender Riesenspaß!

Samstag

LET’S EAT GRANDMA (Hidden Stage): Nach dem tollen Konzert im Sala Apolo im letzten Jahr auch in diesem Jahr ein Pflichttermin. Ich war betrunken. Sehr betrunken. Und ich hatte Spaß! Sehr sympathischer Gig, wie schon 2017.

LIFT TO EXPERIENCE (Primavera Stage): Die Vorfreunde war groß, das Konzert letztlich „nur“ gut. Keine Ahnung woran es genau lag, aber der Sologig von Josh T. Pearson am Vortag hat mich mehr umgehauen. Trotzdem toll, die Songs von dem fantastischen, einzigen Album der Band endlich mal live zu hören.

ROLLING BLACKOUTS COASTAL FEVER (Adidas Stage): Abgesehen von „Talking Straight“ leider absolut generischer Indie-Rock. Betrunken tanzen hat aber natürlich trotzdem Spaß gemacht.

SLOWDIVE (Primavera Stage): Beste (okay, vielleicht gibt es noch ein, zwei ebenbürtige) Band der Welt (quelle Surprise bei meinem Usernamen, nicht wahr?). Glasklarer Sound (vielleicht der beste des ganzen Wochenendes), perfekte Setlist, Sonnenuntergang, Wahnsinn. 60 Minuten in schönsten Soundmauern versinken und sich treiben lassen. Locker der beste Gig des Tages und zusammen mit Nick Cave wohl auch der beste des kompletten Festivals. So viel Liebe!

GRIZZLY BEAR (Ray Ban Stage): Nachdem ich vom Vorkonzert noch unglaublich elektrisiert war, brauchte ich ein wenig, um reinzukommen. Dann war es aber wirklich schön. „Sun In Your Eyes“ als Closer war zum Dahinschmelzen schön und der Drummer ist sicherlich einer der besten des Genres. Sehr beeindruckend!

DEERHUNTER (Ray Ban Stage): Um die Beine ein wenig zu schonen, habe ich das Konzert von der Tribüne aus verfolgt, was bei der Bühne aber absolut kein Manko ist. Tolle Setlist („Helicopter“!) und ein Bradfort Cox, der sich in jeder Sekunde absolut glaubhaft freut vom Primavera mittlerweile mehr oder weniger inventarisiert worden zu sein. „Every year that we get to play Primavera is the best year of my life“ - Ja!

BEACH HOUSE (Primavera Stage): Puh, eigentlich ein großartiges Konzert, aber mit dem Kopf war ich irgendwie schon woanders. Schade, war die Band doch im Vorfeld eines meiner absoluten Highlights. Trotzdem: „Drunk in L.A.“ und „Dive“ nun endlich mal live zu hören war absolut großartig. Gerne nochmal. Und dann bitte in einem Kontext, in dem mein Kopf nicht schon von den unzähligen großartigen Musikmomenten zuvor vollkommen überfrachtet ist.

BildThe Sea And Cake

BildSpiritualized

BildNick Cave & The Bad Seeds

BildJosh T. Pearson

Bild
Thundercat

BildSlowdive

BildAlmans
Zuletzt geändert von slowdive am Mi 6. Jun 2018, 15:46, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Primavera Sound 2018

Beitrag von Quadrophobia » Mi 6. Jun 2018, 13:41

Denen sieht man ja an, dass sie FDP wählen!

Mein Bericht kommt heute Abend, wird aber in weiten Teilen mit dem von Slowdive Deckungsgleich sein 8-)

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Declan_de_Barra
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Re: Primavera Sound 2018

Beitrag von Declan_de_Barra » Mi 6. Jun 2018, 14:20

Von mir erstmal nur die Highlights (neben den tollen Leuten, dem Strand, dem Wette):
1.-3. sehr schwer, deshalb ohne Sortierung:
- Idles. Leckarsch, was ein Abriss, alle Leute waren super glücklich, es hat einfach nur Spaß gemacht. Und die Musik ist auch geil.
- Confidence Man. Auf der Ray-Ban alles richtig gemacht, obwohl ich nach den Idles echt fertig war. Super Auftritt, tolle Performance. Ist halt auch ein geiles Album zu dem man super feiern kann. Bis auf die vereinzelten nervigen Besucher großartig.
- Fever Ray. Alle anderen waren bei Nick Cave, ich hatte da nicht so viel Lust drauf. Also zu Fever Ray, deren Platten ich sehr gerne mag. Habe eigentlich eher etwas dunkel gehaltenes ruhiges erwartet und dann kam ein so druckvolles, tanzbares und seltsames Konzert. :herzen2: Großartig, allen voran Karin Dreijer mit Kurzhaarfrisur, fast geschminkt wie der Joker.
4. The National. Viel neues im Set und nur wenig Abwechselung, trotzdem wieder ein großer Traum. Recht weit vorne und insgesamt auch ein gutes Publikum, auch wenn ich mich ein wenig gewundert habe, wie so die Prioritäten beim Publikum lagen. Und zum Ende About Today für Scott Hutchison. :herzen2: :cry: Und der trotz allem ganz amüsanten Ansage: "This is for Scott" Matt Berninger kichert kurz. "Oh yeah, not this Scott. Scott Hutchison.
5. The Twilight Sad. Endlich mal gesehen, schöner Auftritt. Und mit Keep Yourself Warm mit Abstand das Festivalhighlight. :cry: :cry:

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mattkru
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Re: Primavera Sound 2018

Beitrag von mattkru » Mi 6. Jun 2018, 16:26

Quadrophobia hat geschrieben:
Mi 6. Jun 2018, 13:41
Denen sieht man ja an, dass sie FDP wählen!
Dafür fehlen die Lacoste-Shirts und die Pullover über den Schultern!
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Re: Primavera Sound 2018

Beitrag von Quadrophobia » Mi 6. Jun 2018, 17:25

So, jetzt aber.

Weil das Thema häufiger vorkam, mache ich mal einen Rundumschlag was ich an dem Festival alles toll finde. Das fängt bei der Orga an. Die Möglichkeit schon am Montag und Dienstag Bändchen und Einlasskarte zu besorgen, erspart ziemlich viel Stress und entzerrt die Menge an Leuten an den Bändchen zelten erheblich. Die dreifache Sicherheitsschleuse am Eingagn zum Forum sorgt dafür, dass es kaum zu nennenswerten Ballungen kommt und ich habe in drei Jahren nie mehr als (zusammengebnommen) fünf Minuten gebraucht, um aufs Gelände zu kommen. Die Securities mit denen ich zu tun hatte waren (ganz anders als bei anderen Festivals) freundlich und ihre Ansagen nachvollziehbar. Das Programmheft ist zudem wirklich eine ziemliche Hilfe und sehr detailliert, wenn man sich auf dem Gelände noch nicht auskennt. Ich kann verstehen, dass einige hier die Abreisesituation schwierig finden, was hauptsächlich mit dem fehlenden U-Bahn-Nachtverkehr in Barcelona zu tun hat. Die Shuttlebusse sind tatsächlich nicht allzu praktisch. Für mich wurde das tatsächlich einfach noch nie zum Problem, weil ich bisher immer solange geblieben bin, dass die Bahnen wieder gefahren sind oder den Weg zum runterkommen zu Fuß zurückgelegt hab. Ich weiß auch nicht wie viel handhabe da so ein Festival hat, wenn es darum geht Bahnen häufiger fahren zu lassen. Beim Lolla 2016 zum Beispiel war die Abreisesituation aber um ein vielfaches schlechter und das trotz deutlich besserem Nahverkehr.

Zum Gelände: Das Forum ist für mich einfach das perfekte Gelände. Viel Beton auf dem es sich gut läuft (und sitzt) dazu die weiten Grasflächen vor der Primavera Stage, der Hidden Stage und vor allem im neuen Bits Gelände und die diversen Sitzmöglichkeiten quer übers Gelände. Selbst der Bereich um die Hauptbühnen wurde in den letzten Jahren mit der Tribühne extrem verbessert. Die vielfältigkeit des Geländes sorgt außerdem dafür, dass man nie wirklich von der Atmosphäre gelangweilt ist. Wenn man gerade kein Programm hat, kann man entspannt auf der Tribühne (an den Main Stagers oder der Ray Ban) sitzen, und aufs Meehr schauen, sich an der Adidas an den Hafen setzen, vom höchsten Punkt des Primavera Hügels die Bits beobachten oder am Hand bei der Bacardi unter den Palmen entspannen. Man findet einfach trotz des ganzen Trubels um die 12(!) Bühnen immer ein ruhiges Plätzchen. Am besten am Gelände finde ich aber immer noch die Bühnen (Ausnahme sind die Mainstages) die allesamt in 90% der Fälle einen satten, klaren Sound hatten und jede für sich selbst etwas einzigartiges bieten, sei es die Sitzmöglichkeit vor Primavera oder Ray-Ban, die Intimität der Adidas und der neuen Hidden Stage oder das Canyon Feeling bei der Pitchfork. Selbst die Bits Bühnen fand ich ziemlich cool, was Einbettung in die Umgebung und Aufbau anging.

Die Besucher*innen sind ein eher zweischneidiges Schwert. Die absolute Mehrheit ist am Start um coole Konzerte zu gucken. Es gibt leider aber realtiv viele (Spanier*innen), die sehr viel quatschen. Dazu muss man vielleicht sagen, dass es in vielen teilen Spaniens als unhöflich gilt, leise zu sprechen, oder zu flüstern, weil man damit potenziell Leute vom Gespräch ausschließt. Es ist halt aber auch relativ arrogant seine eigenen Gespräche über das Konzerterlebnis anderer zu stellen. Es ist definitiv schlimmer als bei anderen Festivals, was aber sicher auch daran liegt, dass ich kein Spanisch/Katalan beherrsche. Auf einigen Konzerten in HH hab ich es aber auch schon ähnlich schlimm erlebt.

Preise: Man kann nicht wirklich was gegen die Preise auf dem Gelände sagen. Shirts für 18€, Pullis für 30€ sind Preise von denen man in DE auf Majors nur träumen kann. 2,50€ für ne Cola (0,33) und 2€ für ein 0,5 Wasser ebenfalls. Das Bier kostet an den Ständen das gleiche wie bei hiesigen Majors, ich kann halt mit Heineken genauso wenig anfangen wie mit Becks. Vollkommen unverschämt sind natürlich die Preise bei den laufenden Bierverkäufern (ich glaube 11€ für ein 0,5). Wenn man das nicht weiß, ist es natürlich ein ziemlicher Abfuck. Essen ist etwas teurer, als auf deutschen Festivals, insbesondere, weil die mesiten Portionen recht klein waren. Gefühlt hat die Qualität im Vergleich zu letztem Jahr etwas nachgelassen, was sicher auch daran lag, dass es meinen Lieblingsstand nicht mehr gab.

Abstriche gibts für die Barsituation. Die Leute dort sind einfach unorganisiert wie sonstwas. Allerdings trinke ich generell recht selten was auf Festivals und wenn ich zwischen zwei Gigs unbedingt Wasser brauche, dann lauf ich kurz zu einer Bar wo nix los ist.


Zum wichtigsten: Den Acts

Meine Top 5

1. Spiritualized

Was für ein intensives Erlebnis. Man musste verdammt früh in der Schlange stehen, um Tickets zu bekommen, aber das hat sich allemal gelohnt. Präzise abgestimmte Darbietung von 30 (!) Leuten auf der Bühne. Kernband plus 14-teiliges Orchester und 6-Köpfiger Chor. haben alles aus der ohnehin schon grandiosen Mucke raus gekitzelt, was noch zu holen war. Ladies and Gentleman... war dann der absolute Fassungsverlust, was ich so bisher nur erlebt habe, als New Order "Love will tear us apart" gespielt haben. Tolle gemischte Setlist, der nur noch Come Together gefehlt hat. Kristallklarer Sound, obwohl die Lautstärke in Deutschland wohl zu mehreren (berechtigten) Anzeigen geführt hätte. Ich hatte Ohrstöpsel im Ohr, die 14db rausnhemen und es war immer noch zu laut.

2. Nick Cave and the Bad Seeds

Phänomenale Live Präsenz. Hatte mit mehr neuen Songs gerechnet (die ich besser kenne) aber trotz vielen mir unbekannten Songs, bin ich zu keiner Zeit abgedriftet. Er schafft es einfach jegliche Stimmung zu kommandieren. Vom stechenden Drone bei Jesus Alone zum bombastischen Ende bei Jubliee Street war jeder Song fest in seiner Hand. Das Publikum, um mich rum war auch voll dabei. Als er dann die Fans auf die Bühne geholt hat, konnte man klar sehen, was für eine Ausstrahlung dieser Mensch hat. Die Leute kamen teilweise gar nicht mehr klar. Das Ende mit Jubilee Street - Deanna - Stagger Lee und Push The Sky Away sucht seinesgleiche.

3. Unentschieden zwischen Idles und Oneohtrix Point Never

Beide Konzerte waren auf ihre Art fantastisch. Idles haben 45 Minuten lang alles abgerissen, was je stand. Dazu kommt, dass ich die Band für ihr Feld für sehr reflektiert halte. Verglichen mit dem stumpfen Quatsch den das Genre sonst oft hervorbringt, war das schon relativ pointiert, wenn natürlich auch keine politische Offenbarung.
Oneohtrix Point Never war wahrscheinlich das absolute Gegenteil was die Musik angeht. Fast nur neues Album, daher viele eher ruhige Passagen, aber eine krasse individuelle Präzision. Das Ganze kam nicht (wie ich eigentlich erwartet hatte) von einem Mixdeck, sondern von insgesamt vier Musiker*innen, die mit 3 Synths, Beatmaschinen, Drums, Verzerrern und diversen Manipulationssounds (Geigenbogen auf Mikrofonkopf etc.) einen dichten Klangteppich gebastelt haben. Dazu sehr unterschiedliche Visuals, mal post-apokalyptisch, mal grotest, mal verstörend. Leider stellenweise zu leise, aber wer von der Orgel am Ende von Chrome Country nicht begeistert war, hat Musik nie geliebt.

5. Unentschieden zwischen Slowdive und The National

Slwodive: Sound, Setlist, Performance, Crowd, Stage, Setting, es hat einfach alles gestimmt. Lediglich der Umstand, dass das jetzt mein drittes Konzert innerhalb von 14 Monaten war, hat das ganze etwas abgewertet. Aber Golden Hait bläst mich jedes Mal wieder weg.
The National: Hier krankte es etwas am technischen. Ein wenig zu leise und stellenweise hörte man die Gitarren der Sleep Well Beast Songs nicht so, wie sie sonst klingen. Darüber hinaus war es ein tolles The National Konzert mit einer Hitlastigen Setlist, vielleicht einem Hauch zu viel neuen Songs auf einmal, aber mit About Today und Rylan wieder mal zwei absoluten Highlights.

Außerdem Gesehen

(Sandy) Alex G: Cooler Typ auf jeden Fall. Die Bühne war viel zu groß, aber das hat er gut gemeistert. In nem kleineren Kontext hätte ich da noch mal mega Bock drauf

Hinds Werden auch immer besser. Cooler Surfrock der in ihrer Heimat natürlich noch mal besser funktioniert hat. Hat Bock aufs Dockville gemacht

Vagabon Unter 25 Min war schon extrem kurz.Wäre vielleicht auf der Adidas besser aufgehoben gewesen, so war es eine eher spärliche Crowd

Lift to Experience wirkten etwas steif (haben wohl auch länger nicht mehr gespielt, aber haben ansonsten gut abgeliefert.

Let's Eat Grandma Mensch, sind die sympatisch. Hat viel Spaß gemacht, auch wenn ich nur zur Hälfte da war.

Four Tet Tolles Set mit riesigem Dance Potential. Mussten uns aber auf halbem Weg durchs Set, um jemanden kümmern, der ne Wasservergiftung hatte und haben deshalb nur ca. die Hälfte gesehen.

DJ Koze Hatte zwar Bock aber da war die Luft bei mir leider raus. Seine Art Sets sind ja meist nach hinten raus am großartigsten, deshalb möchte ich da nicht weiter drüber urteilen, weil ich nach 2/3 gegangen bin.

The Blaze überraschend gut! Coole Show mit den Leinwänden auf der Bühne und dem Licht/Schatten Spiel. Die Mukke wirkte Live auch nicht ganz so monoton wie auf Platte. Guck ich beim Melt/Dockville sicher noch mal.

Rolling Blackouts Coastal Fever Cooler Indie-Rock, nicht mehr, nicht weniger. Hat Spaß gemacht und war sehr tanzbar. Allerdings hab ich dank Alkoholverzicht am Samstag nicht so frenetisch reingefunden, wie der Rest hier ;)

Lindström Perfekter Abschluss des Festivals. Sehr tanzbares Set mit vielen Highlights. Dieser Norwegische Disco Kram kriegt mich ja immer.

Björk Das war nix. Das Set war zu stark von Utopia geprägt, was mir nicht sonderlich gefällt.

Anna von Hausswolff Von der Primavera wehte immer wieder Sound rüber, der die geschlossene Atmosphäre gestört hat, die dieses Konzert gebraucht hätte. War ansonsten ganz cool, aber hat Stilmäßig auch ein zu großes Loch gerissen, als dass ich mich gut hätte reinfinden können.

Belle & Sebastian Hätte besser sein können, wenn ich nicht so K.O. gewesen wäre. Hab dann lieber noch die letzte Bahn genommen.

The War on Drugs Solide abgeliefert. Die Songs sind Catchy, aber so Tom Petty Rock, wird wohl nie meins. Trotzdem gutes Set

Warpaint hatte ich irgendwie gar nicht auf dem Schirm. 2014 zwei mal gesehen und es war damals sehr cool. Dann komplett aus den Augen verloren und irgendwie in der einen Stunde nicht wieder rein gekommen.

Nils Frahm Ich werd nicht warm mit All Melody. Es war schön, aber die Sets auf dem Dockville 2014 und Melt 2015 waren einfach deutlich besser.

Father John Misty Ich mag Pure Comedy nicht, deshalb waren die Songs ein kleiner Bruch für mich. I Love youHoneybear kenn ich nicht gut geng, der Titeltrack und Ideal Husband waren aber klasse. Sonst einfach eine coole Show einer geborenen Rampensau.

Charlotte Gainsburg Vielleicht die Überraschung für mich. Hatte ein eher ruhiges Set mit einigen Ausbrüchen erwartet. Stattdessen ein durchweg gut ballerndes Set mit erstaunlich vielen Songs, die ich wiedererkannt habe.

Arca ich kann ja soundmäßig einiges ab, aber das war mir zu weird

Grizzly Bear Drei Teile. erste 20 Minuten: Mieser Sound an meinem Platz, gefühlt hatten die gar keinen Bock. zweite 20 Minuten: Beim pinkeln gehen über einen vollgedruggten Engländer gestolpert. Mit anderen aus dem Gebüsch gezogen, hingesetzt, Zustand gecheckt, Wasser gegeben, kurz noch aufgepasst, dass nix passiert. Dritte zwanzig Minuten: von rechts nach ganz vorne geschlichen (war viel Platz weil AM kurz danach angefangen haben) und die letzten drei Songs genossen. Die waren es allerdings auch wert.

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Re: Primavera Sound 2018

Beitrag von Declan_de_Barra » Mi 6. Jun 2018, 19:48

Sehr gute Zusammenfassungen, auch wenn ich dieses Jahr aus musikalischen Gründen etwas enttäuscht war, am Ende. Das lag aber auch an meinen hohen Erwartungen.

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Re: Primavera Sound 2018

Beitrag von Baltimore » Mi 6. Jun 2018, 20:03

Keiner bei Kero Kero Bonito gewesen? :sadno:
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Re: Primavera Sound 2018

Beitrag von Stebbie » Mi 6. Jun 2018, 20:39

Julian ist zumindest von unserer Gruppe als einziger hin. Beim Rest hat Bang Boom Bang gesiegt.

Ich ärger mich ja schon, dass ich bei Nick Cave so betrunken war und eigentlich nicht mehr viel weiß. :doof:
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Re: Primavera Sound 2018

Beitrag von rzwodezwo » Mi 6. Jun 2018, 22:05

Baltimore hat geschrieben:
Mi 6. Jun 2018, 20:03
Keiner bei Kero Kero Bonito gewesen? :sadno:
ich!

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Re: Primavera Sound 2018

Beitrag von Baltimore » Do 7. Jun 2018, 08:55

rzwodezwo hat geschrieben:
Mi 6. Jun 2018, 22:05
Baltimore hat geschrieben:
Mi 6. Jun 2018, 20:03
Keiner bei Kero Kero Bonito gewesen? :sadno:
ich!
:thumbs:
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Re: Primavera Sound 2018

Beitrag von rogerhealy » Sa 9. Jun 2018, 16:00

Fiel mir gerade erst auf:
Viele recht große Namen, die 2018 beim Primavera waren, waren auch schon 2014 dort (Warpaint, The War On Drugs, The National, Slowdive, Chvrches, Mogwai).
Wer Gerüchte für 2019 braucht, muss also im Line-Up von 2015 gucken...

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Re: Primavera Sound 2018

Beitrag von slowdive » Sa 9. Jun 2018, 16:56

rogerhealy hat geschrieben:
Sa 9. Jun 2018, 16:00
Fiel mir gerade erst auf:
Viele recht große Namen, die 2018 beim Primavera waren, waren auch schon 2014 dort (Warpaint, The War On Drugs, The National, Slowdive, Chvrches, Mogwai).
Wer Gerüchte für 2019 braucht, muss also im Line-Up von 2015 gucken...
Wobei 2015 auch gar nicht schlecht vertreten war: Spiritualized, Belle and Sebastian, Tyler The Creator, Ride, Unknown Mortal Orchestra, Ariel Pink, Jon Hopkins, Panda Bear, Kelela...

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Re: Primavera Sound 2018

Beitrag von Wishkah » Sa 9. Jun 2018, 17:16

Und 2016 auch nicht: Beach House, Deerhunter, Car Seat Headrest, (Sandy) Alex G, Vince Staples...

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Re: Primavera Sound 2018

Beitrag von slowdive » Sa 9. Jun 2018, 17:19

Wishkah hat geschrieben:
Sa 9. Jun 2018, 17:16
Und 2016 auch nicht: Beach House, Deerhunter, Car Seat Headrest, (Sandy) Alex G, Vince Staples...
...und Ty Segall!

Pff, immer die gleichen Dauergäste! Langweilig! :gähn:

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Re: Primavera Sound 2018

Beitrag von ArcticMonkey90 » Sa 9. Jun 2018, 17:59

slowdive hat geschrieben:
Sa 9. Jun 2018, 17:19
Wishkah hat geschrieben:
Sa 9. Jun 2018, 17:16
Und 2016 auch nicht: Beach House, Deerhunter, Car Seat Headrest, (Sandy) Alex G, Vince Staples...
...und Ty Segall!

Pff, immer die gleichen Dauergäste! Langweilig! :gähn:
das Primavera macht es nicht viel anders als das Hurricane oder so. Der Unterschied die Dauergäste heißen eben nicht Kraftklub oder Flogging Molly

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Re: Primavera Sound 2018

Beitrag von fipsi » Sa 9. Jun 2018, 18:09

ArcticMonkey90 hat geschrieben:
Sa 9. Jun 2018, 17:59
slowdive hat geschrieben:
Sa 9. Jun 2018, 17:19
Wishkah hat geschrieben:
Sa 9. Jun 2018, 17:16
Und 2016 auch nicht: Beach House, Deerhunter, Car Seat Headrest, (Sandy) Alex G, Vince Staples...
...und Ty Segall!

Pff, immer die gleichen Dauergäste! Langweilig! :gähn:
das Primavera macht es nicht viel anders als das Hurricane oder so. Der Unterschied die Dauergäste heißen eben nicht Kraftklub oder Flogging Molly
Dafür gibt es an der Spitze aber wirklich enorm viel Abwechslung.

2018:
Björk, Nick Cave, The National, (Migos), Arctic Monkeys, Lorde, A$AP Rocky

2017:
Arcade Fire, (Frank Ocean), Bon Iver, The XX, Aphex Twin, Van Morrison

2016:
LCD Soundsystem, Radiohead, PJ Harvey, Sigur Ros

2015:
The Black Keys, Antony and the Johnson, The Replacements, Ride, Alt-J, Patti Smith, The Strokes, Interpol, Underworld

2014:
Arcade Fire, Queens of the Stone Age, The National, Pixies, Nine Inch Nails, Kendrick Lamar

2013:
Phoenix, The Postal Service, Blur, The Jesus & Mary Chain, Nick Cave, My Bloody Valentine

An der Spitze gab es bei den letzten sechs Ausgaben gerade mal vier Wiederholungstäter. Außerdem ist die Anzahl der Bands und Bühnen deutlich größer. Dadurch ergibt sich immer ein neues Gesamtbild des Line Ups.
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Re: Primavera Sound 2018

Beitrag von WallOfSound » Mo 11. Jun 2018, 11:52

Die kleine Schwester in Porto dürfte dieses Jahr auch etwas gewachsen sein (Crowd bei Nick Cave & The Bad Seeds):

Bild

Sehr erfolgreiche Jahre mit Kapazitätserweiterungen bei beiden Festivals sowie ausverkaufte Editionen von Northside, Best Kept Secret und der sehr erfolgreichen Erstausgabe des All Points East (u.a. 30.000 bei The National, ausverkauft bei Nick Cave).
Da hat sich ein fester internationaler Markt gebildet Ende Mai/Anfang Juni.

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Re: Primavera Sound 2018

Beitrag von slowdive » Fr 7. Sep 2018, 11:12

Das Club-Line Up steht nun auch. Hop Along dürfen dann gerne einer der Acts sein, die es auch ins Sommer-Line Up schaffen.

Bild


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