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Festivalberichte

defpro
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Re: Festivalberichte

Beitrag von defpro » Mo 2. Jul 2018, 19:47

Ich war vom 21. bis 24. Juni beim Graspop Metal Meeting, was dieses Jahr erstmals 4 Tage stattfand und auch erstmals an allen Tagen komplett ausverkauft war. Wie vor 2 Jahren auch haben wir uns dieses Jahr wieder ein Hotel und VIP-Tickets gegönnt, da meine Mitfahrer alle auf die 40 zugehen und sich den Campingstress nicht mehr geben wollten.
Insgesamt lohnt sich das VIP-Ticket (normalerweise Aufpreis 100 €, dieses Jahr 120 € wegen 4 Tagen) schon: Wir mussten für unsere Bändchen höchstens 15 Minuten anstehen (lt. Facebook war der Einlass dieses Jahr bei dem Rest sehr chaotisch geregelt) und es gab einen separaten VIP-Parkplatz, der zwar meinen Mitfahrern zufolge mit 10-15 Gehminuten dieses Jahr etwas weiter vom Gelände entfernt war, dafür aber nachts ohne nennenswerten Stau wieder verlassen werden konnte. Zudem konnte man das Gelände durch einen separaten Eingang betreten und es gab seitlich von Main Stage 1 eine VIP-Lounge mit Sitzgelegenheiten, Tokenautomat, Bar und Küche. Einziger Nachteil neben der schlechten Sicht auf Main Stage 2 ist der nicht ganz optimale Sound von Main Stage 1. Wenn man also eine Band wirklich genießen wollte, musste man doch den Weg in die Menge antreten.

Die Einlasskontrollen waren ein zweischneidiges Schwert: Am Einlass gab es (wie mittlerweile glaube ich bei allen belgischen Festivals) Metalldetektoren. Hat dieser keinen Alarm geschlagen (wie bei mir trotz Gürtel, Geldbeutel usw.), wurde man auch nicht abgetastet. Auf der anderen Seite wurde mein Bändchen sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückweg mehrfach gescannt bzw. überprüft. Zudem erfolgte beim Betreten und Verlassen der VIP-Lounge auch jeweils ein Scannen des Bändchens. Fand ich persönlich etwas zuviel des Guten, zumal die VIP-Bändchen auch farblich genauso wie die normalen Bändchen gestaltet waren, weshalb jeder Ordner immer den VIP-Aufdruck suchen musste, der jedoch oftmals durch den befestigten Chip verdeckt war. Hätte man etwas besser regeln können.

Essen und Trinken ist wie auf den meisten belgischen Festivals ziemlich teuer, was einem durch das Token-System oftmals erst hinterher auffällt. Zum Glück gab es außerhalb des Geländes ein paar günstige Speise-Alternativen. Qualitativ kann man aber nicht meckern, zumal es neben den klassischen Ständen auch einen Bereich mit Street Food gab.

Bands am Donnerstag:

Follow The Cipher: Schwedische Power-Metal-Band mit Frontfrau. Einer von Sabaton hat wohl ein paar Songs bei denen mitgeschrieben. Klang dementsprechend schrecklich, aber dank zu später Abfahrt vom Hotel musste ich auch nur 1,5 Songs ertragen. Glück gehabt!

The Pink Slips und Warlock: Erstere eine female-fronted US-Punk-Band, letztere die Band, mit der Doro Pesch ihre Karriere startete. Habe beide Konzerte nur von der VIP-Lounge aus verfolgt, sind aber auch musikalisch überhaupt nicht meine Baustelle.

Bury Tomorrow: Eine britische Metalcore-Band mit ziemlich eingängigen melodischen Hooks, haben live richtig Spaß gemacht. Gab auch die ersten Moshpits des Tages und man hat gemerkt, dass das Publikum noch ziemlich fit war. Waren als Einheizer eine sehr gute Wahl!

Jonathan Davis: Die aktuelle Solo-Platte gefällt mir überraschend gut und live klang das auch gar nicht verkehrt. Dennoch war seine Position im Line-Up viel zu hoch angesetzt und es war für die Uhrzeit verhältnismäßig leer vor der Bühne.

Dool: Eine niederländische Doom Metal-Band mit Frontfrau, die in Benelux wohl schon eine ziemliche Hausnummer ist. Der Metal Dome war sehr gut gefüllt und natürlich trägt so eine Zeltbühne noch wesentlich mehr zur Atmosphäre bei. Haben mich voll und ganz überzeugt, obwohl ich zu dem Zeitpunkt auch schon leicht einen sitzen hatte. Die Band würde ich mir auf jeden Fall nochmal solo anschauen.

Ghost: Tja, es war leider Sommersonnenwende und daher zum Beginn um 20:50 Uhr auch noch gefühlt taghell, weshalb die Show nicht so gut zur Geltung kam wie bei Dunkelheit. Zudem war der Sound am Anfang zu leise, obwohl ich nicht allzu weit hinten stand. Hat aber dennoch Spaß gemacht, was einfach daran liegt, dass die Band mittlerweile einfach unglaublich viele Hits angesammelt hat. Die Songs des neuen Albums (btw eine der besten Platten 2018) haben sich wunderbar in das Set eingefügt und letztendlich kann man nur traurig sein, dass der Spaß nach einer Stunde schon vorbei war. Ich warte dann mal auf die nächste Solo-Tour.

Guns N' Roses: Größte Enttäuschung des Festivals, was aber nicht unbedingt an der Band selbst lag. Der Sound war einfach katastrophal, man hat Axl Rose kaum gehört (gilt sowohl für die VIP-Lounge als auch den Zuschauerbereich). Zudem ließ es mein Pegel auch nicht mehr zu, mich auf ein 3,5-stündiges Konzert mit durch Solos unfassbar in die Länge gezogenen Songs einzulassen.

Kataklysm: Alle Leute, denen es ähnlich ging, fanden sich im Metal Dome ein, um sich zumindest 50 Minuten GnR-Pause zu gönnen und sich stattdessen ein wenig stumpfes Death Metal-Geballer zu geben. Ich bin kein großer Fan der Band, aber zu diesem Zeitpunkt war das genau die richtige Musik. Der Moshpit war hart und brutal, sodass ich mit einer verbogenen Brille noch relativ glimpflich davon gekommen bin, während mein Mitfahrer sich den Knöchel verstaucht hat (großes Lob an die Helfer im Sani-Zelt, die den Fuß relativ zügig wieder gefixt haben). Es sollte auf Festivals Optikerstände geben, die einem verbogene Brillen wieder richten. Ich hätte für so einen Service viel Geld gezahlt. Marktlücke!


Bands am Freitag:

Stick To Your Guns: Noch die letzten 2 Songs mitbekommen. Unglaublich, wie viel Betrieb auf dem Gelände um 2 Uhr mittags schon ist.

Zeal & Ardor: Tageshighlight! Der Metal Dome war komplett gefüllt und die Band war wohl auch selbst überrascht ob des großen Zuschauerzuspruchs. Nachdem mich das erste Mini-Album nicht ganz überzeugen konnte, konnte die Band auf der aktuellen Platte ihre Fusion aus Black Metal, Gospel und Blues perfektionieren. Auch live kam der Sound sehr druckvoll rüber und die Menge, die wohl auch aus vielen Gelegenheitsbesuchern bestand, war begeistert. Unglaublich wie laut die Crowd in den Pausen war. Die Band war völlig von den Socken.

Shinedown: Noch die letzten 20 Minuten gesehen. Ich mag ja ein paar Songs von denen, aber insgesamt sind die mir zu poppig geworden. Der Sänger hat einen Song im Publikum performt, dementsprechend gut war die Stimmung in der Crowd.

Tremonti: Die Band von Mark Tremonti, ansonsten Gitarrist bei Alter Bridge. Soundmäßig irgendwo zwischen Thrash Metal und Hard Rock, sind bei mir aber nie über ein "ganz ok" hinausgekommen. Hab den Auftritt daher nur aus der VIP-Lounge verfolgt und war doch etwas überrascht, wie viele Songs mir live dann tatsächlich doch gefallen haben.

Carach Angren: Nur gesehen, damit ich Powerwolf auf der Main Stage nicht ertragen muss. Niederländischer Symphonic Black Metal, geht in Richtung der späten Dimmu Borgir. Show war ganz nett inkl. beweglicher Plattformen, Corpsepaint und den üblichen "satanistischen" Elementen, musikalisch gibt mir das aber nix.

L7: All-female Punk-/Grunge-Band, die in den 90ern Erfolge feierten und seit der Reunion 2014 wieder touren. So richtig feiere ich von denen nur "Pretend We're Dead" und "Fuel My Fire" (dank GTA und dem The Prodigy-Cover), war dann im Endeffekt auch nur Hintergrund-Beschallung, während wir versuchten, zu zweit 6 eiskalte halbe Liter zu vernichten, weil wir unbedingt eine rote Jupiler-Cap haben wollten. Festival-Logik...

Killswitch Engage: Leider war auch hier der Sound wieder zu leise und die Setlist nicht optimal (zu viel neuer Kram, zu viel "The End Of Heartache", mein Lieblingssong "Vide Infra" wurde gestrichen, obwohl sie ihn auf dieser Tour öfter spielen), aber ansonsten wars ganz gut. Adam wieder mit den üblichen "Beers & Titties"-Kommentaren, alles wie immer also.

Vader: Hatte mich sehr auf ein schönes Old-School-Death Metal-Fest gefreut, zumal das Debüt "The Ultimate Incantation" komplett gespielt wurde, aber leider war der Sound katastrophal, sodass man die Vocals nur erahnen konnte. Schade...

Avenged Sevenfold: Beim Warten auf Maiden noch etwas gesehen. Ich werde nie verstehen, wieso ausgerechnet diese Band so erfolgreich ist.

Iron Maiden: Ich bin kein großer Maiden-Fan, aber was die da live veranstalten, sucht wirklich in dem Genre seinesgleichen und lässt auch die Überschneidung mit Watain und Wolves In The Throne Room verschmerzen. Unter dem Motto "Legacy Of The Beast" wurden Songs aus fast allen Schaffensphasen der Band (inkl. der Blaze Bayley-Phase in den 90ern) präsentiert, darunter im ersten Drittel viele mit thematischem Bezug zum Krieg. Die Show war großartig, Bruce Dickinson voller Energie wie immer und auch der Rest der Band sehr gut aufgelegt. Positiv zu erwähnen ist, dass im Vergleich zum letzten Auftritt vor 2 Jahren rund 70% aller Songs ausgetauscht wurden. Lohnt sich also auch für Nicht-Fans.

Parkway Drive: Mir gefällt die musikalische Entwicklung auf den letzten beiden Alben eher weniger, aber der Erfolg gibt ihnen Recht, sodass man Songs von 2012 und früher mittlerweile mit der Lupe in der Setlist suchen muss. Dies sorgte dafür, dass sich für mich doch einige Längen einschlichen. Entschädigt wurde man von einer überaus motivierten Band sowie einer sehr aufwändigen Bühnenshow inkl. Pyro, Pyro, einem sich um 360° über Kopf drehenden Schlagzeug und noch mehr Pyro. Da möchte wohl jemand den Schritt in die ganz großen Hallen des Landes wagen. Es sei ihnen gegönnt.


Bands am Samstag:

Die Motivation war zu Beginn noch eher gering, sodass Batushka, The Vintage Caravan und Asphyx alle einem Mittagsschläfchen zum Opfer fielen.

Planet Of Zeus: Geboten wurde feinster Stoner Metal aus Griechenland. Hat sehr viel Spaß gemacht! Würde ich mir bei Gelegenheit wieder live anschauen.

Accept: Bin kein wirklicher Fan, aber irgendwie machen die Hits dann doch live immer wieder Spaß.

Kadavar: Ich bin zwar Fanboy-geschädigt, aber das war wieder ganz großartig. Vocals hätten vielleicht etwas lauter sein können, aber da bei Kadavar der Fokus eh auf den Riffs liegt, hat dies den Auftritt nicht wirklich negativ beeinflusst. Ich könnte mir die Band noch 20x anschauen und wäre immer noch jedes Mal begeistert.

Miss May I: Es wurde mal wieder Zeit für Metalcore auf der Jupiler Stage. Ich bin hauptsächlich wegen meinem Mitfahrer hingegangen, aber es war doch erstaunlich gut. Einige coole Hook-Melodien kann man der Band nicht absprechen. Es gab auch noch einen Vinnie Paul-Gedenk-Circle Pit um den Soundturm, dessen Tod sich erst im Laufe des Tages herumgesprochen hat.

Marduk: Während sich der Rest meiner Mitfahrer zum Public Viewing des Deutschland-Spiels versammelte, gab es für mich feinsten Black Metal auf die Ohren. Hat sehr viel Spaß gemacht!

Underoath: Hab die Band erst am Montag vor dem Festival im Wiesbadener Kesselhaus in kleinem Rahmen gesehen (Bericht folgt evtl. noch), dagegen konnte dieser Auftritt also nur abstinken. Die Crowd war auch verhältnismäßig zurückhaltend, aber rein musikalisch war es wieder großartig.

At The Gates: Das Problem bei At The Gates ist, dass sie im Gegensatz zu den frühen In Flames ihre Songs wenig eingängig gestalten. Da ich mit der Band-Diskographie leider nicht so vertraut war, klang ihr Melodic Death Metal für mich auf Dauer doch schon relativ ähnlich, weshalb ich auch das Konzert früher verließ. Rein musikalisch lässt sich dagegen aber nichts sagen und ich werde mich in Zukunft doch noch etwas mehr mit der Band beschäftigen müssen.

Volbeat: Da ich bis zum Beginn des Auftritts viel Zeit hatte, konnte ich mir einen schönen Platz vorne mittig vor der Bühne reservieren. Dies stellte sich im Nachhinein als großer Fehler heraus, da das Publikum sehr Crowdsurfing-begeistert war, sodass ich zwischenzeitlich den Auftritt mit dem Rücken zur Bühne verfolgen musste. Die Band macht jedoch immer noch Laune, auch wenn deren Stil mittlerweile ziemlich ausgereizt ist und viele Songs der ersten Alben leider aus den Setlisten verschwunden sind. Die Menge hat die Band auf jeden Fall ziemlich gefeiert und wenn mich die Crowdsurfer mal ein paar Minuten in Ruhe gelassen hatten, konnte ich den Auftritt auch genießen. "Goodbye Forever" wurde dann natürlich Vinnie Paul gewidmet. Auch ein schöner Moment.


Bands am Sonntag:

Auch hier mussten Mantar, Knocked Loose und Shining/Billy Talent einem längeren Mittagsschlaf weichen. Ich werde alt.

Body Count: Ice-T war leider sehr mitteilungsbedürftig und die Band musste natürlich auch erst mal ausführlich vorgestellt werden, wodurch leider "Black Hoodie" aus der Setlist geschmissen wurde. Abgesehen davon war der Auftritt spitze und die alten Hits machen immer noch mächtig Bock! Nachdem sein Sohn eh schon Teil die Backup-Vocals der Band übernimmt, gab es dann auch einen Kurzauftritt seiner 2-jährigen Tochter. Sehr süß :smile:

Limp Bizkit: Leider auch hier wieder sehr viel unnötiges Gelaber. Stattdessen hätte man ungelogen mindestens 5 weitere Songs spielen können. Auch schade, dass man die übrige Zeit damit verschwendet, Coverversionen zu spielen, anstatt sich auf den eigenen umfangreichen Hit-Katalog zu konzentrieren. Fred Durst auch mit komischer Laune zwischen kalter Arroganz und purer Dankbarkeit. Zumindest gab es ein paar lustige Troll-Ansagen ("This is the first song of our new album" vor "Faith" sowie das Ankündigen von Erzfeind Maynard James Keenan als Feature-Gast). Wenn dann aber tatsächlich mal Songs gespielt wurden, war die Stimmung im Publikum gewohnt großartig. Sen Dog von Cypress Hill, der mit seiner Band Powerflo auch vor Ort war, kam für "Break Stuff" als Feature-Gast auf die Bühne, Wes Borland gönnte sich ein Bad in der Menge (inkl. Gitarre) und eine crowdsurfende Rollstuhl-Fahrerin wurde von Fred auf die Bühne geholt, um den finalen Abriss mit "Take A Look Around" besser begutachten zu können. War also alles in allem doch wieder ganz gut.

Skindred: Vermutlich der beste Auftritt des Festivals, u.a da es so unerwartet kam! Es war der letzte Festivaltag, die Leute waren müde und wollten sich vermutlich bei einem Gelegenheitsbesuch im Metal Dome etwas entspannen. Denkste! Kompletter Abriss, die Menge hat nochmal alles gegeben, selbst die poppigen Songs der aktuellen Platte haben sich wunderbar in das Set eingefügt und die Band hatte die Crowd einfch super im Griff. Der Auftritt muss sich für die Band richtig gelohnt haben. Hier wurden bestimmt viele neue Fans gewonnen.

Hollywood Vampires: Supergroup bestehend aus Alice Cooper, Johnny Depp und Joe Perry (Aerosmith), die hauptsächlich Songs von Interpreten covern, die in den 70ern gestorben sind. Klingt ziemlich unspannend, war es dann auch, sodass ich lieber mit dem Gitarristen von Modern Life Is War gequatscht habe, der sich auch gerade in der VIP-Lounge aufhielt und die Band ebenfalls scheiße fand. :grin: Ich muss aber zugeben, dass mich das Cover von "Heroes" dann doch etwas berührt hat.

Judas Priest: Die Herren sind nicht mehr die jüngsten, aber im Rahmen ihrer Möglichkeiten war das ein Spitzen-Auftritt, was auch an dem unglaublich guten Back-Katalog der Band liegt. Hier konnten sich die Songs der großartigen neuen Platte wunderbar einfügen. Für die letzten 3 Songs kam dann noch Original-Gitarrist Glenn Tipton auf die Bühne, dessen in diesem Jahr diagnostizierte Parkinson-Erkrankung es ihm leider nicht mehr möglich macht, ein komplettes Set zu spielen. Eine schöne Geste.

Ozzy Osbourne: Ozzy machte live einen erstaunlich guten Eindruck, was ich so nicht erwartet hatte. Bin leider kein allzu großer Fan seines Solo-Katalogs, weshalb die von mir gesehenen 40 Minuten auch nicht mehr als nice to have waren.

Meshuggah: Die Urväter des Djent sorgten für den krönenden Abschluss des Festivals. Obwohl ich mit der Diskographie der Band nicht wirklich vertraut bin, konnte mich der Auftritt komplett mitreißen und es war beeindruckend, so vielen talentierten Musikern (allen voran natürlich Drummer Tomas Haake) bei der Arbeit zuzusehen. Die Show war 100%ig durchgeplant und die opulente Lichtshow genau auf jeden Drum-Schlag abgestimmt. Für mich unverständlich, wie man ausgerechnet bei so einem Konzert moshen muss, wo es doch auf der Bühne so viel Interessanteres zu entdecken gibt. Auch eine Band, mit der ich mich in der nächsten Zeit mal etwas ausgiebiger beschäftigen muss.

Es war insgesamt wieder ein sehr schönes Graspop Metal Meeting 2018 mit sehr vielen großartigen Konzerten. Bei passendem Termin und Line-Up bin ich im nächsten Jahr gerne wieder dabei.
Zuletzt geändert von defpro am Di 3. Jul 2018, 12:42, insgesamt 1-mal geändert.

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Finn
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Re: Festivalberichte

Beitrag von Finn » Mo 2. Jul 2018, 21:49

Schöner Bericht, nicht unbedingt meine Musik, aber so ein "hartes" Festival würde mich schon mal reizen.

Apropos nicht meine Musik:

Tinderbox 2018:
Dieses Jahr als Volunteer dagewesen, weil das Lineup einfach zu schwach war, um dafür umgerechnet 200€ zu blechen. Dabei vor und nach dem Festival ‚gearbeitet‘, daher konnte ich die Festivaltage genießen.
Das Festivalfeeling ist einfach ein anderes, wenn man jeden Tag nach Hause radelt und in seinem Bett schläft und am nächsten Tag im Innenhof vorglüht. Aber nicht schlechter, gefällt mir auch sehr gut.

Positives generell:
- Menschen: Alles sehr entspannt, ist aber auch ein familienfreundliches und ‚casual‘ Festival.
- Gelände: Laufwege sind kurz, es ist nirgendwo überfüllt, gutes Essen, viele Bars und Wasserstellen
- Einlass: Etwas Probleme am Anfang, weil nicht deutlich gemacht wurde, dass wir als Volunteers auch den normalen Eingang benutzen sollen. War aber kein Problem, da jederzeit ein flottes, entspanntes Durchkommen möglich war.
- Wetter: Donnerstag etwas warm, sonst 19 Grad, leichter Wind und Sonne, absoluter Traum.
- Laufzeiten: Durch die geringe Anzahl Bands kommen fast alle auf mindestens 75 Minuten.

Negatives generell:
- LINEUP und Timetable: Ich habe mich ja schon etwas ausgekotzt, aber hier nochmal: vier Bands mit weiblicher Beteiligung ist ein Armutszeugnis, The Breeders und Alanis Morrissette dann gegeneinander spielen zu lassen einfach absolut unverständlich. Und 0 weibliche DJs bei einem Festival mit so einem großen Elektrofokus wohl noch viel mehr. Das kann man heutzutage doch nicht mehr bringen, besonders wenn z.B. Chvrches gerade um die Ecke gespielt haben. Ich bin wahrlich nicht der lauteste bei dieser Thematik, aber etwas mehr Mühe sollte man sich da schon geben. Außerdem für mich dann viel zu viele Künstler für die ü50-Fraktion und großer Mangel an interessanten Indiekünstlern. Der Timetable war dann so ausgelegt, dass Bands wie Biffy Clyro um 14:45 spielen, am Freitag kein richtiger Headliner usw . Wirklich ganz viel Kopfschütteln für diesen Punkt.
-Volunteereigen, aber: Prozessoptimierung beim Abbau: Ich war das erste Mal hinter den Kulissen, aber was da an unnötigen Arbeitschritten fabriziert wird, weil sich die Leute nicht absprechen, ist enorm und kostet denen sicherlich einen Tag extra.

So, jetzt die Künstler:

Donnerstag:
Anfang mit Biffy Clyro und das war dann auch der beste Auftritt des Festivals. Leider wurde Rearrange sehr gefeiert, als Ausgleich haben sie aber auch There’s no such thign as a jaggy snake gespielt. Von der prä-Puzzle-Phase habe ich eigentlich gar nichts erwartet. Dafür fehlte leider Semimental. Aber sonst sehr geil, Band gut drauf und für die Zeit ein erstaunlich großes Publikum.
Danach etwas Pause zum Biertrinken, bis mir dann bei Bastille die Füße eingeschlafen sind. Publikum hat es gefeiert, aber mich hat gar nichts erreicht. Viel zu glatt.
Nach dem Auftritt was gegessen und auf dem Gelände rumgeturnt, inklusive kurzem Abstecher zur Elektrobühne (Julian Jordan), aber das war auch nichts. Aus der Ferne etwas Iggy Pop geschaut, das ist schon cool, was der noch auf die Bühne bringt, aber ich bin mit seiner Musik quasi gar nicht bewandert.
Depeche Mode als Tagesheadliner war dann aber grandios. Man merkt einfach die Bühnenerfahrung, denn obwohl die Bühnenschow relativ schlicht war mit einigen Videoprojektionen, war ich doch gebannt von dem Auftritt. Ich kenne mich in dem Schaffen der Band nur mäßig aus durch meinen Vater, aber das war schon extrem geil und allein dafür hat sich das Festival wohl gelohnt.

Freitag:
Richtig trauriger Tag, nichts wirklich Spannendes. The Breeders waren ganz okay, aber der Sound war matschig, Wiz Khalifa ganz witzig, aber musikalisch irrelevant. Und Kygo die wohl größte Verschwendung von Gage aller Zeiten. Heißt ja gerne mal, dass Elektromenschen nur eine Playlist anschalten und sich dann selbst feiern. Das hat er wortwörtlich genommen, gefühlt seinen „DJ-Pult“ (natürlich auf einem 3-Meter-Podest) achtmal während des Auftritts angeschaut und mal einen Knopf gedrückt oder wohl eher so getan als ob. Ich will es gar nicht Auftritt nennen. Seine frühen Remixe fand ich ja noch ganz cool, aber mittlerweile ist er auch musikalisch die Definition von 0815. Ich wollte eigentlich noch IAMJJ sehen, aber das war es mir dann nicht wert.

Samstag:
Ging relativ spät mit Nause auf der Magic Box los, war ganz ok, lag aber wohl daran, dass das der einzige Auftritt war, bei dem ich mich dort länger aufgehalten habe und mich daher nicht über immergleiche Playlisten aufregen konnte. Kurz etwas schnabuliert und dann zu Editors gestellt. Komischerweise war kaum etwas los und ich stand in der dritten Reihe. Der Auftritt war absolut fantastisch, ich hatte einen schönen Pegel und bin daher voll eskaliert und dabei überraschend textsicher (glaub ich). Der einzige Negativpunkt am Auftritt (neben dem Publikum) war, dass sie nach dem knapp zehnminütigen Höhepunkt Papillon noch Magazine gespielt haben, das war unnötig.
Es ging direkt weiter mit Nik & Jay, sowas wie die dänischen…Fettes Brot? Auf jeden Fall poppiger, dänischer Hiphop, den absolut jeder kennt, freiwillig oder unfreiwillig. Mittlerweile kenne sogar ich 4-5 Songs auswendig und hab die auch gut abgefeiert. Solide Kiste. Jack White dann nur aus der Ferne gehört, weil wieder gegessen und zum Abschluss dann Tiësto. Der hat Kygo dann auch mal gezeigt, wie ein Elektroauftritt auszusehen hat (wenn man nicht Disclosure heißt und tatsächlich was auf der Bühne macht), denn man hat gemerkt, dass sein Knöpfedrücken wirklich etwas bewirkt und man hier wirklich von einem Auftritt reden kann. Musikalisch war mir das etwas zu viel so spät, deshalb nur aus der Ferne, wo die Menschen eh am hässlichsten tanzen :herzen2: . Pyro, Konfetti und Beatdrops en masse, aber auf Dauer ist das einfach sehr ermüdende Musik. Daher sind wir auch etwas früher verschwunden, um der großen Masse auf dem Heimweg zu entgehen.

Insgesamt ein okayes Festivals mit einigen Highlights, aber insgesamt auch so enttäuschend, wie das Lineup aussah. Zum Glück dieses Jahr nichts bezahlt.

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wolkenburger
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Re: Festivalberichte

Beitrag von wolkenburger » Di 3. Jul 2018, 09:34

So, ich bin nun wieder vom Fusion Festival zurück, und versuche mal, meine Eindrücke etwas in Worte zu fassen.

Für alle die es nicht kennen, die Fusion gehört ja zu den größeren Festivals in Deutschland mit mind. 70.000 Besuchern. Da das Gelände dem Veranstalter gehört, wird dort auch das ganze Jahr an Bühnen und Locations gebastelt, die dann auch dementsprechend eindrucksvoll gestaltet sind. Auf dem Zeitplan sind 24 Bühnen vermerkt, von denen mindestens die Hälfte Tag und Nacht bespielt wird. Außerdem gibt es noch unzählige weitere kleine Bühnen, bei denen dann der Zeitplan aushängt oder gar nicht erst bekannt gegeben wird.

Mittlerweile geht das Festival schon mittwochs los und dementsprechend fruhtmuss man auch anreisen, um gute Zeltplätze zu bekommen. Für mich war es das zweite Mal Fusion, was sowohl Orientierung als auch das durchsehen im Programm etwas erleichtert hat.

Wichtig zu erwähnen ist, dass es neben dem endlosen musikalischen Programm auch viele andere tolle Punkte, wie Artistik, Workshops, Theater, Kino, Talks,... zu sehen gibt. Diese sind vor allem im politisch linken Spektrum angesiedelt, was auch insgesamt einen wichtigen Teil der Fusion ausmacht. Wer sich nicht mit linken Ideen und Praktiken identifiziert fühlt sich dort also möglicherweise unwohl.

Mit einer neuen großen Bühne waren dieses Jahr auch erstaunlich viele "größere" Acts da, bei denen der Platz vor der Bühne auch immer gut bis stark gefüllt war. So hab ich am Donnerstag dort Meute gesehen, die vom Techno-affinen Publikum frenetisch gefeiert wurden. Außerdem waren schon am Donnerstag Leoniden, Von Wegen Lisbeth, Drangsal, HVOB und Son Lux dabei, die allesamt zu überzeugen wussten (v.a. Drangsal und VWL). Das beste auf dem Fusion ist allerdings, sich durch das gigantische Gelände treiben zu lassen und überall stehen zu bleiben, wo einem die Musik gefällt. Wir sind immer wieder am Fire Space versackt, an dem Feuerkünstler jede Nacht zu ruhiger elektronischer Musik ihr Können zeigen. Außerdem haben wir so eher zufällig am Mittwoch ein Konzert von Martin Kohlstedt erlebt, welcher auf einem der floors in der Mitte seine Instrumente aufgebaut hatte und das Publikum im Kreis um sich herum zum staunen brachte.

Am Freitag haben wir dann neben jeder Menge DJs Chico Trujillo, die grandiosen chilenischen Cumbia machen, und die Brothers of Santa Claus , eine der mMn kreativsten deutschen Indie-Bands, gesehen. An Electro-Highlights gab es an diesem Tag noch Extrawelt und Oliver Koletzki, die beide mit ihren Sets allerdings auch große Menschenmassen angezogen haben, was dann zum Teil das Tanzen schwierig machten.

Am heftigsten haben wir die Menschenmassen am Samstag erlebt. Da war es doch auf einigen Stages sehr voll. So haben wir von Käptn Peng nur am Rande etwas mitbekommen und hatten auch bei Monolink keine Lust, uns auf den vollen Floor zu quetschen. Bei Bonaparte hatten wir dann schon mehr Glück und haben das Konzert dann auch genießen können. Das war wirklich richtig gut, allerdings gab es hier das einzige Konzert, bei dem ich persönlich mit dem Sound unzufrieden war. Im Anschluss hat es uns dann wieder auf den Firespace gezogen und wir haben den Feuerkünstlern stundenlang bei ihrem Handwerk zugeschaut.

Sonntag ist auf der Fusion allgemeiner Katertag, viele Bühnen machen ein Allstars-Programm und lassen es ruhig ausklingen. Wir haben uns gleich nach dem aufstehen schon 10:30 Uhr zu Jan Blomqvist und Band begeben, und dort den Abschlusstag gebührend begonnen. Ein tolles Set so direkt nach dem Frühstück.

Insgesamt war die Fusion wieder wunderschön, viele wunderbare Essensstände (allesamt vegetarisch oder vegan), tolle Artistik (vor allem Mittwoch Nacht) und Workshops (Shoutout an den Goldschmiede-Workshop).

Aufgehalten haben wir uns auch immer wieder gerne in der Oase, einem kleinen Ruhepol abseits der Bühnen mit Feuerstelle, Talks und leckeren Apfelkrapfen. Außerdem war der See bei dem heißen Wetter immer wieder eine willkommene Abkühlung.

Falls es nächstes Jahr wieder klappt gerne wieder. Ich kann es jedem der auf Electro, Indie und Punkrock,... steht und mit linken Ideen etwas anfangen kann nur empfehlen.
Light ended the night, but the song remained

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therewillbefireworks
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Re: Festivalberichte

Beitrag von therewillbefireworks » Di 3. Jul 2018, 09:56

Das mit dem Platz auf den (Haupt)bühnen kann ich tatsächlich bestätigen, meistens war das allerdings immer nur zwischen 12 und 3 der Fall. Ich fand's allgemein viel angenehmer Tagsüber zu tanzen, um die Hauptzeit dann irgendwo zu chillen und dann ab 4 wieder anzugreifen (Schlaf war eh nicht drin, wenn man direkt neben den Bachstelzen campt).

Das Gelände ist wirklich wunderschön und ich würde es definitiv auf eine Ebene mit dem Glasto-Gelände stellen, wenn mir nicht sogar der Ort besser gefällt, dank der vielen Bunker.

Positiv anzumerken ist zusätzlich, dass die Preise für alles echt in Ordnung gingen: Bis auf weniger Ausnahmen hat jedes Gericht 5€ gekostet (Hatte bei z.B. den Bachstelzen eine ganze Pizza für'n Fünfer). In der Oase gab es sogar KüFa auf Spendenbasis.

Ich bin nächstes Jahr definitiv wieder dabei, würde mich aber perspektivisch dann eher auf den Ruhe-Campingplatz begeben und ein Fahrrad mitnehmen (Die sind auf dem Gelände erlaubt). Ansonsten würde ich wolkenburger auch Recht geben: Man sollte sich schon mit linken Ideen identifizieren können, da diese dort sehr sehr präsent sind.

Die besten Konzerte in Loser Reihenfolge: Son Lux, Drangsal, Dengue Dengue Dengue, Martin Kohlstedt, Matanza, Bonaparte, Käpt'n Peng, L.A. Salami und ganz generell früh aufstehen um um 7 Uhr tanzen und dann direkt duschen zu gehen.
¯\_(ツ)_/¯

MetalFan94
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Re: Festivalberichte

Beitrag von MetalFan94 » Di 3. Jul 2018, 11:09

War Samstag das erste mal auf dem Vainstream Festival in Münster

Konnte leider aufgrund des Umzugs meines Bruders erst später anreisen. Anreise ging, dann doch fix, dank einer Wegbeschreibung meiner Begleiter. Beschilderung war leider sonst nicht wirklich vorhanden. Hatte im vorraus nur 20 Euro für die Karte gezahlt, der Rest war Teil eines Geburtstagsgeschenk. Irgendwie war ich total verpeilt und habe die Bändchenausgabe nicht gefunden und bin direkt zum Eingang. Da wurde dann meine Tasche kontrolliert und ich wurde durchgewunken. Ohne Bändchen und ohne entwertetes Ticket :lolol: Das hat dann noch ne Freundin für mich für 30 Euro an nen Enter Shirakri Fan verkauft :mrgreen:

Zum Gelände: Es war viiiieeelllll zu voll (eingang und Ausgang nebeneinander ist auch nicht so schlau), zu wenig Schatten und Trinkwasser gab es bei der Hitze nur an den Toiletten. Man konnte auch niergends Sonnenmilch oder Caps kaufen (außer bei Impericon für25 Euro). Am Schillmmsten fand ich aber die Bechersituation: Einwegbecher, irgendwann lief man nur noch dadrauf. Irgendwie lächerlich über Sea Shepard Stände etc. zu haben und Bands die sich für Umweltschutz engagieren und dann sowas. Securtiys und Festivalpublikum war äußerst freundlich . Besonderes Lob geht an die, die uns Sonnenmilch geschenkt haben (trotzdem nen Sonnenbrand bekommen) und dann epische Frau vom Geträbkestand die jedem von uns ne Hand voll Eiswürfel geschenkt hat :herzen2: . Die beiden Hauptbühnen stehen nebeneinander und werden abwechselnd bespielt.

Zu den Bands: Der Sound war leider hinten viel zu leise, weshalb wir eigentlich immer im ersten Wellenbrecher standen. Oft waren gerade Gitarren zu leise und der Bass zu laut. Hing stark von der Stehposition ab
Erste Band die ich gesehen hab waren Terror. Langweiliger Hardcore Punk aus Los Angeles- hat den anderen wohl mehr gefallen als mir. Sound war da wo ich stand, aber ziemlich kacke.
Dann zu The Bronx stand leider zu weit hinten, wo der Sound ziemlich beschissen war und gesehen habe ich auch nicht viel. Hatte die irgendwie etwas vielseitiger in Erinnerung. War aber trotzdem ganz gut.
Dann zu Sondaschule hat wie immer Spaß gemacht, wenn auch die Setlist ziemlich mies war (viel neuer Kram und Akustik Song). Dumm aber Glücklich war dann aber ein Abriss. Trotzdem mein schwächstes Sondaschule Konzert.
Dann von Hinten Stick to your guns gesehen. Man sind die mittlerweile Groß und das sicher nicht zu unrecht. Kenne nur das neue Album und das hat mir gefallen. Band war gut aufgelegt. Gerne nochmal. Dann nach vorne zu Asking Alexandria war ok, nicht mehr und nicht weniger. Clean Gesang war gut, Halsgesang eher schlecht (gerade bei The Final Episode).
Dann kurz noch zu Touche Amore . War leider zu kurz, Band war aber gut aufgelgt und Sound war wesentlich besser als bei The Bronx. Dann zu Enter Shikari. Stand leider zu seitlich und hatte meinen ersten kröperlichen Tiefpunkt, was aber keinesfalls an der Band lag. Das war ein richtiger Abriss. Setlist hätte besser sein können, aber das ist Meckern auf hohem Niveau. Unbedingt nochmal! Dann zu Boysetsfire in den Pit gegangen. Leider meine Gruppe verloren, dafür ein sehr gutes Konzert erlebt, denn selbst der teilweise miese Sound nicht trüben konnte. Nathan ist glaube ich der symphatischste und authentischste Mensch der je eine Bühne betreten hat. Wie er bei einer Ansage fast weint, als er erzählt wie kleine Kinder in den USA von ihren Eltern getrennt werden. Setlist war auch Bombe.
Dann zu Kadavar. Leider auch nichtv iel von gesehen, hat mir aber auch richtigg, richtig gut gefallen. Auch gerne wieder.
Bei Casper war es dann vorne wieder voll, weshalb ich seitlich vor der Bullet for my Valentine. Da waren viel sehr Rap Intolerant, aber selbst, da konnte er einige zum Mitklatschen und wippen bewegen. Einfach ein super Live-Act.
Bullet for my Valentine waren dann vielvielviel besser als beim Ring 2013. Hat doch orendtlich Spaß gemacht. Leider im Pit beoi Your Betrayl verletzt, als mir jemand voll mit seinen Stahlkappen Schuhen auf den großen Zeh gelatscht ist.
Beatsteaks dann nur noch von hinten gesehen. War einfach zu fertig. Hörte sich aber auch sehr gut an.

Insgesamt ein gelungener Tag, vor allem weil ich noch 8 Euro Gewinn gemacht hab :lolol:
Bei passendem Line-up nochmal ne Überlegung wert.
Just because you're paranoid doesn't mean they're not after you

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Flecha
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Re: Festivalberichte

Beitrag von Flecha » Di 3. Jul 2018, 11:34

defpro hat geschrieben:
Mo 2. Jul 2018, 19:47
da meine Mitfahrer alle auf die 30 zugehen und sich den Campingstress nicht mehr geben wollten.
No hate... Aber dein Ernst? :lol:

Ich habe mich ja auch - erstmals - auf den Weg nach Dessel gemacht und möchte gern noch nachträglich ein paar Eindrücke schildern.

Auf dem Zettel hatte ich das Graspop schon länger, da es nach dem Hellfest im Major-Metal-Segment Jahr für Jahr das krasseste Line-Up abliefert - auch seit Jahren ja schon mit viel Stoner und Doom. Dieses Jahr hat sich endlich eine Gruppe gefunden. Mit 250 Euro zwar recht teuer, aber dafür bekam man ja auch vier Tage und die Headliner-Kombi aus Gunners, Maiden und Ozzy (gut, und Volbeat) ist nunmal auch verdammt groß.

Wir sind Donnerstag um 10 in Hamburg gestartet - aus dem einfachen Grund, dass ein Mietwagen immer einen ganzen Tag teurer wird, wenn man ihn nach der Abholzeit wieder abgibt. Und spätestens Montag um 9.30 Uhr wollten wir eh wieder daheim sein. Sechs Leute um Neunsitzer: Entspannt! Bin tatsächlich mal selbst gefahren (gemeinsam mit meiner Freundin). Auf der Rücktour war das die-ganze-Nacht-durch natürlich ein ziemlicher Akt, aber im Nachhinein totally worth it.

Durch zwei längere Pausen, darunter eine zum Verpflegung kaufen im Supermarkt in Eindhoven (Kommentar von einem holländischen Opi: "In Belgien ist das Bier viel günstiger" - damn). Einen Parkplatz gab es vollgerichtig auch auf... in Wacken nannten wir die Plätze immer "U wie unglaublich weit weg". Naja, jedenfalls musste ordentlich geschleppt werden. Vor dem Camping-Gelände, bei deren Betreten man die Bändchen bekommen hat, gab es zunächst eine Polizei-Schleuse, bei denen jeder ankommende Besucher von einem Hund inspiziert wurde. Ein Mitfahrer musste deshalb sogar im Hinterzelt blank ziehen, obwohl er nicht mal etwas dabei hatte. Die Drogenpolitik ist auf dem Graspop (vielleicht wegen der Nähe zu NL? Sind nur 30 Minuten) sehr restriktiv. Trotzdem hat es letztlich überall (!) auf dem Gelände und dem Campingplatz nach Gras gerochen. Naja, wenn der belgische Staat meint, dass das sinnvoll eingesetzte Steuergelder sind... Jedenfalls gab es danach die klassische Gepäckkontrolle, bei dem einem Mitfahrer sein Pestoglas abgenommen wurde. Glückwunsch, Security! Bei mir wurde der Rucksack dagegen nur oberflächlich angeguckt. Hatte aber auch als Hurricane-Veteran gar kein Glas dabei, sondern den Schnappes (Whiskey-Soda - prima Festival-Getränk!) in der Plastik-Flasche...

Den ersten und letztlich auch einzigen richtig großen Organistations-Hass gab es auf dem Campingplatz angekommen. Denn offenbar haben die Graspop-Veranstalter nicht damit gerechnet, dass wenn mehr Tickets verkauft werden, auch tatsächlich mehr Leute campen. Es macht den Anschein, dass dort sehr viele Besucher mit dem Auto morgens an- und abends wieder abreisen. Sonderlich groß ist der Campground nämlich nicht. Vielleicht vergleichbar mit dem Hurricane-Platz direkt links neben dem Eichenring. Jedenfalls war im Grunde schon alles voll, als wir gegen 17 Uhr da waren. Ganz hinten am Zaun haben die Securitys nach einer Beratschlagungszeit die Gitter ein wenig nach hinten verschoben und die meisten Leute dürften dadurch einen Platz bekommen haben. Ein richtiges Alman-Camp mit Pavillion in der Mitte ist uns dadurch aber nicht gelungen.

Wie auch immer: Als Ghost gerade die ersten Akkorde gespielt haben, hatten wir fertig aufgebaut und sind ab zum Gelände. Die Wege sind alle doch recht kurz, man ist relativ schnell vom Zelt vor der Bühne - das ist ein Plus! Außerdem gibt es wirklich ausreichend sanitäre Anlagen. Und die besten Duschkabinen, die ich auch einem Festival bis jetzt erlebt habe! Chapeau. Kosten dafür aber auch 1 Token, also umgerechnet 2,80 Euro.

Passenderweise gab es natürlich genau zum Zeitpunkt unseres Aufbruchs die einzige wirklich nennenswerte Schlange am Einlass. Metaldetektoren hat defpro ja schon erwähne. Außerdem musste man sich mit dem Chip am Bändchen jedes Mal, wenn man aufs Gelände gegangen ist... ich nenne es mal "einloggen". Ging man vor Abschluss des Programmes wurde man auch wieder "ausgeloggt". Wenn es den Veranstaltern hilft... Jedenfalls waren am Donnerstag leider noch nicht alle Schleusen geöffnet, so dass wir noch ein wenig warten mussten.

Das Gelände ist zu ziemlich groß, allerdings dennoch sehr übersichtlich. Beim Eingang direkt rechts ist ein Foodtruck-Court mit allerlei Leckereien, die mit umgerechnet 10-12 Euro (für einen Falafel-Wrap!!!) aber sackteuer sind. Wie im anderen Bericht schon erwähnt: Im Suff fällt einem das durch das Tokenprinzip aber nicht so auf. Wir hätten uns dennoch eher ein Kreditkartensystem wie beim Wacken oder Open'er gewünscht. Das ist transparenter und funktioniert auch schnell. Die Straße zu den zwei abwechselnd bespielten Hauptbühnen ist von Ständen aller Art (Tokenabholung, Bier, Essen, Merch) gesäumt. Auffällig: Im Vergleich zu Hurricane oder RaR gibt es bei weitem nicht so viel Sponsoring-Kram. Das ist irgendwie ganz angenehem.

Auf halber Strecke kann man entweder rechts in den Marquee, die größte Zeltbühne, oder links abbiegen zum Metal Dome, der zweiten Zeltbühne, und der Jupiler Stage, eine kleine Open Air-Bühne, auf der vor allem Core lief und die aufgrund ihrer Größe am ehesten noch Sammy-Jankis-Ansprüchen gerecht wird. ;) Wie auf dem Camping-Ground sind auch auf dem Festival-Gelände Toiletten in ausreichender Anzahl gegeben, länger als wenige Minuten warten muss man eigentlich nie. Gleiches gilt für die Getränkestande, an denen es zwar immer voll ist, wo man aber dennoch innerhalb kürzester Zeit das nächste Bier (Jupiler, belgisches Standard-Bier – 1 Token für 0,25 Liter) am Start hat. So fällt im Grunde auch nie wirklich auf, dass insgesamt 160.000 Karten für das Festival (also inklusive Tagestickets) verkauft wurden.

Als belgische Spezialität gibt es Kirschbier als Alternative. Oder die klassischen Softdrinks. Da ist nicht mal Red Bull (ich mag es nicht, aber andere) teurer. Ganz gut.

Zum Musikalischen – ich mache in dieser Berichtsform jetzt auch mal die klassische Liste.

Donnerstag:

Ghost: Live-Qualitäten sind über alle Zweifel erhaben. Die Band hat sich ihre Größe verdient. Die Live-Show ist großartig, auch wenn ich mir am liebsten das Alte Papst-Outfit zurückwünschen würde. Die neuen Songs (wie geil dieser 80er-Schmalz darin zT ist!, die mich mehr und mehr abholen, reihen sich live optimal ins Set ein. Dass vom Debüt immer weniger kommt, ist natürlich schade, aber nicht erst seit diesem Jahr so.

Heilung: Auf 3,5 Stunden Gunners wie unsere Mitfahrer hatten Chris und ich keinen Bock und haben uns stattdessen das volle Paganfolk-Brett im Metal Dome abgeholt. Heilung, die aus Deutschland und Dänemark kommen, machen schamanistische Musik mit traditionellen Instrumenten. Die krasse Rhythmik, die die Band entfaltet, stellt jede Electro-Show (exaggerated!) in den Schatten. Hat für den Moment jedenfalls unglaublich Spaß gemacht. Auch, weil es draußen am Donnerstagabend relativ kalt war (<10 Grad) und sich das Zelt schnell aufgewärmt hat. Leider sind die rechten Boxen immer wieder ausgefallen. Das war ein wenig schade.

Guns n Roses: War für mich von vornherein eher ein „Kann man machen, wenn sie schon mal aufm Festival sind“. Ich habe Slash schon zweimal mit Miles Kennedy von Alter Bridge gesehen und dessen Stimme finde ich viel, viel, viel besser als die von Axl. Das sollte sich bei diesem Konzert bewahrheiten. Das hat mich nach dem Lob (den Berlin-Auftritt mal ausgenommen), das die Band in den vergangenen Jahren erfahren hat, doch schon einigermaßen schockiert. Wir haben uns ca. die Zeit zwischen Civil War und Sweet Child O Mine (ne Stunde ungefähr?) gegeben. Und Slash war natürlich das Beste daran. Ein Blick auf die Uhr verriet dann: Ok, die spielen jetzt noch 1,5 Stunden. Lass mal ne weitere Bierpalette aus dem Auto holen und dann ins Bett.

F[b]reitag:[/b]

Eigentlich wollten wir den Tag früh mit Stick To Your Guns und Zeal & Ardor beginnen. Dann haben wir aber beschlossen, noch letzte Sachen aus dem Auto zu holen und auf dem Weg zum Gelände einen Meter Bier zu trinken. Tja… Zumal ich davon ausging, dass Zeal & Ardor um 14.45 und nicht um 14.00 anfängt. Schade. Chris und ich haben auf ihren Wunsch hin noch die letzten 15 Minuten von Silverstein geguckt. Der klassische Emocore ist jetzt nicht unbedingt meins, aber die Hits haben schon was für sich.

Richtig los ging es dann erst um 18.20 wieder mit Killswitch Engage: Nicht von so weit vorn gesehen, hat mir der Auftritt besser gefallen als in der Großen Freiheit vor zwei Jahren. Gut Stimmung gemacht, das kalte Bier in der Nachmittagssonne tat sein Übriges. Und My Curse geht live eh immer.

The Darkness: Anstelle von Vader haben wir einen alten Freund bei diesem Schmankerl getroffen. The Darkness haben zu Beginn des Milleniums versucht, Glam Rock mit ihrem Smashhit „A Little Thing Called Love“ wieder aufleben zu lassen. Hat jetzt nicht ganz so geklappt, aber das war ein unterhaltsamer Auftritt.

Iron Maiden: Im Anschluss dann vor die Hauptbühne gepilgert, alle anderen Leute getroffen (klappte außerordentlich gut im Vergleich zu anderen Festivals!). Maiden haben mal wieder richtig stabil abgeliefert. Bruce Dickinson ist der Hammer und wer mit Aces High sein Set beginnt, hat sowieso gewonnen. Sehr coole Setlist mit von mir zuvor noch nicht gesehenen Nummern. In der Form immer gern wieder.

Parkway Drive: Ich erinner mich ehrlich gesagt kaum noch dran, da ich zu diesem Zeitpunkt schon jenseits von Gut und Böse war. Ich finde die live echt gut und bin wohl auch im Circle Pit gewesen. Jedenfalls habe ich seit dem Konzert mit einer geprellten Rippe (geht schon wieder sehr gut mittlerweile) zu kämpfen und der dicke blaue Fleck an der Hüfte ist auch noch da. :lol: Habe da jedenfalls alle Mitcamper verloren.

Samstag:

Batushka: Geschafft, die Vorsätze des frühen Bühnenganges umzusetzen, yay! Die Orthodox-Black-Metaller von Batushka haben im Marquee bereits um 13.15 Uhr begonnen. Aber das wollte ich mir nicht entgehen lassen. Die Band mit dem Mönchschor, den vielen Kerzen und Weihrauch und dem coolen Bühnenbild macht einfach eine klasse Show und liefert dazu einen sehr melodischen, aber dennoch ballerigen Black Metal ab. Würde ich mir immer wieder reinziehen.

Asphyx: Nach einer kurzen Fritten-Pause dann noch niederländischen Oldschool-Tod, ebenfalls im Marquee, gesehen. Ging gut nach vorn und Martin van Drunen ist und bleibt ein guter Entertainer. Habe die Band zuvor irgendwie immer verpasst und das jetzt glücklicherweise nachgeholt.

Marduk: Danach gab’s ne Camppause, um den Pegel wieder ein wenig auf Vordermann zu bringen. Dadurch leider Exodus/Kadavar und Kreator verpasst. Ist aber auch ok, alles schon mehrfach gesehen und Kreator kommen ja noch mal nach Hamburg dieses Jahr. Marduk habe ich dagegen das letzte Mal 2010 beim Metalfest in Dessau gesehen. Seitdem hat sich nicht viel verändert. Wütendes Gebolze und richtig grimmer Black Metal. Die militaristische Bandästhetik ist nicht so meins, aber live kann man sich die rein musikalisch schon gut geben.

At The Gates: Nix Deutschland – Schweden, lieber weiter schwedische Bands gucken. At The Gates habe ich erstmals vor zehn Jahren bei ihrer Reunion-Show auf dem WOA gesehen und seitdem jede Gelegenheit mitgenommen. Finde die absolut top und musikalisch von allen Melo-Death-Bands (mit Ausnahme von Amorphis) am interessantesten. Leider ging diesmal nur eine gute halbe Stunde, denn im Anschluss haben im Metal Dome…

Baroness: …gespielt. Nach wie vor eine meiner Favourite-Bands. Nach dem Opener Take My Bones Away gleich mit The Sweetest Curse von der Blue weitergemacht. Da hatten sie mich direkt gewonnen. Es ist irre, was die Band für eine positive Energie auf der Bühne ausstrahlt. Einfach gut. Und ich mag auch das „poppigere“ Yellow & Green und das hymnenartige „Purple“ einfach so gern. Und zum Schluss natürlich Isak. Abriss. Da das Publikum so begeistert war, haben sie sogar noch eine ungeplante Zugabe gespielt. Gibt es bei Festivals ja auch nicht so oft.

Bloodbath: Und noch mal Schweden! Bloodbath wurde mal als Supergroup gegründet, um eine völlig klischeehafte Death Metal-Band zu sein. Sind sie immer noch. Aber die Songs sind sooo gut geschrieben! Jetzt zum dritten Mal (2. Mal mit Sänger Nick Holmes) gesehen und immer begeistert. Eaten!

Marilyn Manson: Das schwankt ja immer so zwischen Wahnsinn und absolutem Wahnsinn. BeiM Graspop hat der gute Manson aber einen seiner besseren Tage erwischt – was vielleicht auch daran lag, dass das Publikum die Songs mit viel Applaus quittiert hat. Er wird da ja immer schnell zickig… Schien sogar verhältnismäßig nüchtern zu sein.

Sonntag:

Mantar: Da ich am Abend das Auto fahren musste, bin ich direkt nüchtern geblieben und war folglich auch in der Lage, mir gleich morgens um 1 Mantar reinzufetzen. Energie, Zorn – die gehen immer. Bin auch bei der Solotour am Start.

Body Count feat. Ice-T: Dass Ice-T direkt nach dem ersten Song erstmal fünf Minuten labern musste, war natürlich… fragwürdig. Ebenso seine Sprüche zur Auflösung der Männlichkeit vor Manslaughter. Muss nicht sein, so ein Quatsch. Ansonsten war das aber ein geiles Set. Hat richtig Spaß gemacht und der alte Mann ist doch noch recht fit.

Limp Bizkit: Ich würde das gar nicht so kritisch sehen, wie defpro. Limp Bizkit wissen um ihren Status und wollen einfach das Publikum unterhalten. Ich hätte dazu auch nicht 5 Coverversionen gebraucht, aber wenn die Bock drauf haben… war jedenfalls einer der besten Auftritte am Wochenende. Take A Look Around und die Aktion mit dem Mädel im Rollstuhl waren Endboss.
Lacuna Coil: Symphonic Metal aus Italien mit aufwändigen Kostümen. Gefallen mir nach wie vor viel besser als Nightwish. Leider gab es ein paar technische Probleme, so dass sich er 1-2 Songs weniger gespielt wurden.

Hollywood Vampires: Im Grunde hat defpro dazu alles gesagt. Das ist natürlich nicht besonders relevant was die machen und die meisten Leute stehen da wegen Johnny Depp vor der Bühne. Aber an so einem Sommernachmittag auf der Wiese liegen und Classic Rock hören? Kann man schon machen. Alice Cooper ist ja noch sehr gut drauf und Schools Out, was von 50.000 Menschen mitgesungen wird, bockt. Johnny Depps Version von Heroes hat auch mich berührt. Ein Highlight.

Perturbator: Einer der Top-Auftritte! Von seinem Logo-Konzert war ich ja noch etwas enttäuscht ob mangelnder Lichtshow und mäßigem Sound. Aber das war ja mal ein richtiger Abriss! Wie von Carpenter Brut empfohlen hat dieser Synthwave-Gigant nun auch einen Live-Drummer dabei. Dazu das gewaltige Licht-Setup und die Kirchen-Optik des Marquee: Richtig gut! Das Publikum hat Perturbator schnell auf seiner Seite gehabt, hat richtig Spaß gemacht. Und hinten raus „Humans Are Such Easy Prey“ nochmal lauter und schneller als auf der Platte… definitiv in den Top-5 des Festivals.

Meshuggah: Leider nur 30 Minuten, da danach A Perfect Circle gespielt haben. Aber die hatten es wiedermal in sich. Die Band ist einfach der Wahnsinn mit ihrem vertrackten Spiel und der Präzision. Immer wieder.

A Perfect Circle: Nachdem Chris und ich vom Berlin-Auftritt so richtig hin und weg waren, mussten wir uns auch das um 0:30 unmittelbar vor der 6-Stunden-Rückfahrt noch geben. Bühnenaufbau und Set (nur leicht abgespeckt) waren genauso wie in der Zitadelle. Da ich wusste, was kommt, konnte ich mich aber tatsächlich noch einmal besser als „Weak And Powerless“ und die anderen Klassiker einlassen. Die Songs von der großartigen neuen Scheibe habe ich ja aktuell eh in Dauerschleife im Kopf… Im Gegensatz zu Berlin gab es kaum Ansagen, das Set wurde ziemlich stringent durchgezogen. Nach dem fantastischen „The Doomed“ sind wir dann los. Ein würdiger Abschluss!

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Re: Festivalberichte

Beitrag von Mastodoniel » Di 3. Jul 2018, 11:55

MetalFan94 hat geschrieben:
Di 3. Jul 2018, 11:09
War Samstag das erste mal auf dem Vainstream Festival in Münster

Konnte leider aufgrund des Umzugs meines Bruders erst später anreisen. Anreise ging, dann doch fix, dank einer Wegbeschreibung meiner Begleiter. Beschilderung war leider sonst nicht wirklich vorhanden. Hatte im vorraus nur 20 Euro für die Karte gezahlt, der Rest war Teil eines Geburtstagsgeschenk. Irgendwie war ich total verpeilt und habe die Bändchenausgabe nicht gefunden und bin direkt zum Eingang. Da wurde dann meine Tasche kontrolliert und ich wurde durchgewunken. Ohne Bändchen und ohne entwertetes Ticket :lolol: Das hat dann noch ne Freundin für mich für 30 Euro an nen Enter Shirakri Fan verkauft :mrgreen:

Zum Gelände: Es war viiiieeelllll zu voll (eingang und Ausgang nebeneinander ist auch nicht so schlau), zu wenig Schatten und Trinkwasser gab es bei der Hitze nur an den Toiletten. Man konnte auch niergends Sonnenmilch oder Caps kaufen (außer bei Impericon für25 Euro). Am Schillmmsten fand ich aber die Bechersituation: Einwegbecher, irgendwann lief man nur noch dadrauf. Irgendwie lächerlich über Sea Shepard Stände etc. zu haben und Bands die sich für Umweltschutz engagieren und dann sowas. Securtiys und Festivalpublikum war äußerst freundlich . Besonderes Lob geht an die, die uns Sonnenmilch geschenkt haben (trotzdem nen Sonnenbrand bekommen) und dann epische Frau vom Geträbkestand die jedem von uns ne Hand voll Eiswürfel geschenkt hat :herzen2: . Die beiden Hauptbühnen stehen nebeneinander und werden abwechselnd bespielt.

Zu den Bands: Der Sound war leider hinten viel zu leise, weshalb wir eigentlich immer im ersten Wellenbrecher standen. Oft waren gerade Gitarren zu leise und der Bass zu laut. Hing stark von der Stehposition ab
Erste Band die ich gesehen hab waren Terror. Langweiliger Hardcore Punk aus Los Angeles- hat den anderen wohl mehr gefallen als mir. Sound war da wo ich stand, aber ziemlich kacke.
Dann zu The Bronx stand leider zu weit hinten, wo der Sound ziemlich beschissen war und gesehen habe ich auch nicht viel. Hatte die irgendwie etwas vielseitiger in Erinnerung. War aber trotzdem ganz gut.
Dann zu Sondaschule hat wie immer Spaß gemacht, wenn auch die Setlist ziemlich mies war (viel neuer Kram und Akustik Song). Dumm aber Glücklich war dann aber ein Abriss. Trotzdem mein schwächstes Sondaschule Konzert.
Dann von Hinten Stick to your guns gesehen. Man sind die mittlerweile Groß und das sicher nicht zu unrecht. Kenne nur das neue Album und das hat mir gefallen. Band war gut aufgelegt. Gerne nochmal. Dann nach vorne zu Asking Alexandria war ok, nicht mehr und nicht weniger. Clean Gesang war gut, Halsgesang eher schlecht (gerade bei The Final Episode).
Dann kurz noch zu Touche Amore . War leider zu kurz, Band war aber gut aufgelgt und Sound war wesentlich besser als bei The Bronx. Dann zu Enter Shikari. Stand leider zu seitlich und hatte meinen ersten kröperlichen Tiefpunkt, was aber keinesfalls an der Band lag. Das war ein richtiger Abriss. Setlist hätte besser sein können, aber das ist Meckern auf hohem Niveau. Unbedingt nochmal! Dann zu Boysetsfire in den Pit gegangen. Leider meine Gruppe verloren, dafür ein sehr gutes Konzert erlebt, denn selbst der teilweise miese Sound nicht trüben konnte. Nathan ist glaube ich der symphatischste und authentischste Mensch der je eine Bühne betreten hat. Wie er bei einer Ansage fast weint, als er erzählt wie kleine Kinder in den USA von ihren Eltern getrennt werden. Setlist war auch Bombe.
Dann zu Kadavar. Leider auch nichtv iel von gesehen, hat mir aber auch richtigg, richtig gut gefallen. Auch gerne wieder.
Bei Casper war es dann vorne wieder voll, weshalb ich seitlich vor der Bullet for my Valentine. Da waren viel sehr Rap Intolerant, aber selbst, da konnte er einige zum Mitklatschen und wippen bewegen. Einfach ein super Live-Act.
Bullet for my Valentine waren dann vielvielviel besser als beim Ring 2013. Hat doch orendtlich Spaß gemacht. Leider im Pit beoi Your Betrayl verletzt, als mir jemand voll mit seinen Stahlkappen Schuhen auf den großen Zeh gelatscht ist.
Beatsteaks dann nur noch von hinten gesehen. War einfach zu fertig. Hörte sich aber auch sehr gut an.

Insgesamt ein gelungener Tag, vor allem weil ich noch 8 Euro Gewinn gemacht hab :lolol:
Bei passendem Line-up nochmal ne Überlegung wert.
Vor der Sputnikhalle unter dem Abdach konnte man gut im Schatten rumhängen. Oder eben in der Halle oder dahinter im Raucherbereich. Generell war‘s in der Halle viel angenehmer, als ich es erwartet habe. Ansonsten war der Coconut Beach auch gut zum Ausruhen.

Das zu volle Gelände vor den Hauptbühnen, der oftmals schlechte Sound und das Müllproblem nerven aber schon stark und sind auch leider nichts Neues. Immerhin hat sich bei der Orga die Einlasssituation gebessert, so dass wir sofort reinkamen und nicht wie vor ein paar Jahren 2 Stunden warten mussten.

Auf den beiden Hauptbühnen konnte mich bis auf Neck Deep keine Band so richtig überzeugen. Bei Casper gab es zwar guten Sound, aber die Stimmung auf und vor der Bühne war eher durchschnittlich.

Auf MLIW, The Bronx und Touché Amoré habe ich mich mit am Meisten gefreut (alle auf der kleinen Throwdown Stage). Leider aber auch hier mieserabler Sound. Einzig TA konnten das mit einer energischen Show rausreißen. Eins der beiden Highlights des Tages für mich. Das zweite Highlight war Der Weg einer Freiheit in der Sputnikhalle. Bei den Beatsteaks sind wir nach 5 oder 6 Songs abgezogen. Zu viele Leute, zu leise Musik und wir zu kaputt.

Die Menschen, sowohl die Mitarbeiter, als auch die Besucher, waren durchweg entspannt. Machte schon mal wieder Bock nach einigen Jahren Pause dort zu sein.

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Re: Festivalberichte

Beitrag von defpro » Di 3. Jul 2018, 13:03

Flecha hat geschrieben:
Di 3. Jul 2018, 11:34
defpro hat geschrieben:
Mo 2. Jul 2018, 19:47
da meine Mitfahrer alle auf die 30 zugehen und sich den Campingstress nicht mehr geben wollten.
No hate... Aber dein Ernst? :lol:
Habs auch im Ursprungspost mal korrigiert: War ein Tippfehler. Die gehen alle schon auf die 40 zu bzw. sind schon drüber hinaus. Finde ich dann schon eher gerechtfertigt. :wink:

Schade, dass es mit unserem Treffen nicht geklappt hat. Beim nächsten Mal dann :smile:

Was mir gerade noch eingefallen ist: Positiv zu erwähnen ist auf jeden Fall der Internetempfang auf dem Gelände. Ich hatte quasi überall störungsfreies LTE-Netz. Wenn ich bedenke, dass ich auf deutschen Festivals teilweise 4 Tage komplett von der Außenwelt abgeschottet bin, da das Netz völlig überlastet ist, war das eine dankbare Abwechslung.
MetalFan94 hat geschrieben:
Di 3. Jul 2018, 11:09
Am Schlimmsten fand ich aber die Bechersituation: Einwegbecher, irgendwann lief man nur noch dadrauf. Irgendwie lächerlich über Sea Shepard Stände etc. zu haben und Bands die sich für Umweltschutz engagieren und dann sowas.
Das Thema wurde bei den Ringrockern auch schon diskutiert und betrifft auch das Graspop bzw. Benelux-Festivals im Allgemeinen. Es wird argumentiert, dass das Wegwerfen (und hoffentlich Recyclen) der Maisstärkebecher immer noch eine bessere Umweltbilanz aufweist als die Herstellung von Mehrwegbechern und der Wasserverbrauch durch das Spülen dieser Becher. Kann man natürlich anzweifeln, aber ich kann mir schon vorstellen, dass da was dran ist. Schön sieht es natürlich trotzdem nicht aus.

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Re: Festivalberichte

Beitrag von nilolium » Di 3. Jul 2018, 14:58

wolkenburger hat geschrieben:
Di 3. Jul 2018, 09:34
Wir haben uns gleich nach dem aufstehen schon 10:30 Uhr zu Jan Blomqvist und Band begeben, und dort den Abschlusstag gebührend begonnen. Ein tolles Set so direkt nach dem Frühstück.
hast du noch nicola cruz davor mitbekommen? gigantisch!

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Re: Festivalberichte

Beitrag von wolkenburger » Di 3. Jul 2018, 17:28

nilolium hat geschrieben:
Di 3. Jul 2018, 14:58
wolkenburger hat geschrieben:
Di 3. Jul 2018, 09:34
Wir haben uns gleich nach dem aufstehen schon 10:30 Uhr zu Jan Blomqvist und Band begeben, und dort den Abschlusstag gebührend begonnen. Ein tolles Set so direkt nach dem Frühstück.
hast du noch nicola cruz davor mitbekommen? gigantisch!
leider nur die letzten 20 min, aber was wir gehört haben, fanden wir gut!
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Re: Festivalberichte

Beitrag von Flecha » Mi 4. Jul 2018, 11:54

defpro hat geschrieben:
Di 3. Jul 2018, 13:03
Was mir gerade noch eingefallen ist: Positiv zu erwähnen ist auf jeden Fall der Internetempfang auf dem Gelände. Ich hatte quasi überall störungsfreies LTE-Netz. Wenn ich bedenke, dass ich auf deutschen Festivals teilweise 4 Tage komplett von der Außenwelt abgeschottet bin, da das Netz völlig überlastet ist, war das eine dankbare Abwechslung.
Absolut, das hatte ich schon wieder fast vergessen. :D Beachtlich für so eine Großveranstaltung!
defpro hat geschrieben:
Di 3. Jul 2018, 13:03
MetalFan94 hat geschrieben:
Di 3. Jul 2018, 11:09
Am Schlimmsten fand ich aber die Bechersituation: Einwegbecher, irgendwann lief man nur noch dadrauf. Irgendwie lächerlich über Sea Shepard Stände etc. zu haben und Bands die sich für Umweltschutz engagieren und dann sowas.
Das Thema wurde bei den Ringrockern auch schon diskutiert und betrifft auch das Graspop bzw. Benelux-Festivals im Allgemeinen. Es wird argumentiert, dass das Wegwerfen (und hoffentlich Recyclen) der Maisstärkebecher immer noch eine bessere Umweltbilanz aufweist als die Herstellung von Mehrwegbechern und der Wasserverbrauch durch das Spülen dieser Becher. Kann man natürlich anzweifeln, aber ich kann mir schon vorstellen, dass da was dran ist. Schön sieht es natürlich trotzdem nicht aus.
Stimmt, das hätte ich eigentlich auch noch ansprechen sollen. Fand es schon argh befremdlich, wie das Gelände da so abends nach den letzten Acts aussah. Eine Plastikwüste. Dass das eine bessere Bilanz aufweisen soll, finde ich zumindest auch fraglich - zumal: Was passiert denn mit dem Müll? Recyclen die Belgier Plastik im großen Stil? Dann meinetwegen. Aber irgendwie glaube ich auch da nicht so recht dran.

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Re: Festivalberichte

Beitrag von defpro » Mi 4. Jul 2018, 12:06

Flecha hat geschrieben:
Mi 4. Jul 2018, 11:54
defpro hat geschrieben:
Di 3. Jul 2018, 13:03
MetalFan94 hat geschrieben:
Di 3. Jul 2018, 11:09
Am Schlimmsten fand ich aber die Bechersituation: Einwegbecher, irgendwann lief man nur noch dadrauf. Irgendwie lächerlich über Sea Shepard Stände etc. zu haben und Bands die sich für Umweltschutz engagieren und dann sowas.
Das Thema wurde bei den Ringrockern auch schon diskutiert und betrifft auch das Graspop bzw. Benelux-Festivals im Allgemeinen. Es wird argumentiert, dass das Wegwerfen (und hoffentlich Recyclen) der Maisstärkebecher immer noch eine bessere Umweltbilanz aufweist als die Herstellung von Mehrwegbechern und der Wasserverbrauch durch das Spülen dieser Becher. Kann man natürlich anzweifeln, aber ich kann mir schon vorstellen, dass da was dran ist. Schön sieht es natürlich trotzdem nicht aus.
Stimmt, das hätte ich eigentlich auch noch ansprechen sollen. Fand es schon argh befremdlich, wie das Gelände da so abends nach den letzten Acts aussah. Eine Plastikwüste. Dass das eine bessere Bilanz aufweisen soll, finde ich zumindest auch fraglich - zumal: Was passiert denn mit dem Müll? Recyclen die Belgier Plastik im großen Stil? Dann meinetwegen. Aber irgendwie glaube ich auch da nicht so recht dran.
Das Dour Festival hatte da mal eine Übersicht gepostet:
http://www.dourfestival.eu/en/durable-d ... anagement/

Allerdings weiß ich nicht, ob man dieses Umweltkonzept auch auf andere Benelux-Festivals übertragen kann.

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Re: Festivalberichte

Beitrag von heyho-letsgo » Do 5. Jul 2018, 02:59

nilolium hat geschrieben:
Di 3. Jul 2018, 14:58
wolkenburger hat geschrieben:
Di 3. Jul 2018, 09:34
Wir haben uns gleich nach dem aufstehen schon 10:30 Uhr zu Jan Blomqvist und Band begeben, und dort den Abschlusstag gebührend begonnen. Ein tolles Set so direkt nach dem Frühstück.
hast du noch nicola cruz davor mitbekommen? gigantisch!
Hier! Hier! Ich war auch da und fands ebenfalls ziemlich großartig.
Fusion war mal wieder der helle Wahnsinn mit wenig Schlaf und zig Entdeckungen.
Hat hier sonst noch jemand Ho99o9 auf den umgebauten Triebwerken gesehen? Un-fucking-fassbarer Abriss war das und immer noch ein kleines Wunder da ohne größere Schäden rausgegangen zu sein...

Ansonsten hängen geblieben und für mindestens ganz knorke befunden:
Barrio Lindo, Häxxan, Stavroz, Chuckamuck, Rodhad, Swutscher, Acid Symphony Orchestra (!), Mühlheim Asozial, Acht Eimer Hühnerherzen, Oh Sees

Viel Cumbia und Schneckno dieses Jahr. Letztendlich sind die Bands/DJs bei der Fusion aber ja eher Nebensache. Steht immer alles im Schatten des Geländes und der Leute. Großes Tennis wie eh und je.
Fänds trotzdem mal ganz schön im nächsten Jahr eventuell nicht 4h am Einlass warten zu müssen. Das haben die gefühlt auch noch nie so richtig hingekriegt :mrgreen: Aber ich will nicht meckern...Ist und bleibt ein Ausnahmefestival.

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Re: Festivalberichte

Beitrag von therewillbefireworks » Do 5. Jul 2018, 07:24

Ich bin mit dem Auto mitgenommen worden und mein Fahrer war auf dem Familycamp. Dort habe ich mir mein Bändchen ohne jegliche Schlange abholen können, es war genau eine Person vor mir in der Ticketschlange.
¯\_(ツ)_/¯

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Re: Festivalberichte

Beitrag von wolkenburger » Do 5. Jul 2018, 08:40

Wir sind am Mittwoch gegen 15:30 Uhr angekommen und haben dann nur ca. 15 min auf das Bändchen gewartet. Anders war das natürlich bei den Shuttle-Bussen.
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Re: Festivalberichte

Beitrag von Wishkah » Do 5. Jul 2018, 08:59

Jo, 2014 sind wir am späten Mittwochnachmittag mit dem Bus angekommen und mussten dann ewig in der Schlange zum Gelände warten. Standen da auch inmitten einer riesigen Menschenmasse, was nicht so angenehm war. Dagegen sind wir 2015 schon etwas früher mit dem Auto angekommen und da ging die ganze Sache super fix, halbe Stunde maximal.

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Re: Festivalberichte

Beitrag von nilolium » Do 5. Jul 2018, 10:33

heyho-letsgo hat geschrieben:
Do 5. Jul 2018, 02:59
nilolium hat geschrieben:
Di 3. Jul 2018, 14:58
wolkenburger hat geschrieben:
Di 3. Jul 2018, 09:34
Wir haben uns gleich nach dem aufstehen schon 10:30 Uhr zu Jan Blomqvist und Band begeben, und dort den Abschlusstag gebührend begonnen. Ein tolles Set so direkt nach dem Frühstück.
hast du noch nicola cruz davor mitbekommen? gigantisch!
Hier! Hier! Ich war auch da und fands ebenfalls ziemlich großartig.
Fusion war mal wieder der helle Wahnsinn mit wenig Schlaf und zig Entdeckungen.
Hat hier sonst noch jemand Ho99o9 auf den umgebauten Triebwerken gesehen? Un-fucking-fassbarer Abriss war das und immer noch ein kleines Wunder da ohne größere Schäden rausgegangen zu sein...

Ansonsten hängen geblieben und für mindestens ganz knorke befunden:
Barrio Lindo, Häxxan, Stavroz, Chuckamuck, Rodhad, Swutscher, Acid Symphony Orchestra (!), Mühlheim Asozial, Acht Eimer Hühnerherzen, Oh Sees

Viel Cumbia und Schneckno dieses Jahr. Letztendlich sind die Bands/DJs bei der Fusion aber ja eher Nebensache. Steht immer alles im Schatten des Geländes und der Leute. Großes Tennis wie eh und je.
Fänds trotzdem mal ganz schön im nächsten Jahr eventuell nicht 4h am Einlass warten zu müssen. Das haben die gefühlt auch noch nie so richtig hingekriegt :mrgreen: Aber ich will nicht meckern...Ist und bleibt ein Ausnahmefestival.
ha geilooo!! ho9909 fand ich auch super. wir waren aber auf der empore, weil zuvor noch ne freundin vom drk behandelt werden musste, da sie an ihrem geburtstag glitzer ins auge gekriegt hat :D mülheim asozial haben wir von etwas weiter vorne gesehen, aber noch nicht im bierdosensperrfeuer. war eines der highlights, tausend dank an lewis für die empfehlung auf dem hurricane.

barrio lindo hätte ich auch super gerne gesehen, dafür habe ich el buho gesehen :herzen2: war super anstrengend, in den hangar zu kommen, aber nach ner halben stunde gewusel mit kommenden und gehenden menschen war es denn eines DER sets des wochenende. hast du lagartijeando auch gesehen? :)

acid symphony orchestra...sind das die hier? die haben wir nach MA aufm gelände rumstreunern sehen, alle in anzügen, auf den weg zu den triebwerken. ich musste so lachen, bei dem gedanken, dass die unbedingt zu MA wollten und nun ganz traurig sind, dass sie es verpasst haben.

swutscher fand ich ganz schön kacko. nachdem mir ein paar leute gesagt haben, dass die menschlich nicht so die tollsten sind, hat sich das auch während ihrer show bestätigt. musikalisch wars für mich auch viel zu zahm.

ach fusion. es gab wieder alles. badesee, rollerskating, paillettenwand, bowlingbahn, feuerkugel - oh und habt ihr die kirche gesehen mit dem zombie-animatronic darin, der "saufeeeen, morgens, mittags, abends ich will sauuufeeeen" gesungen hat? :grin:

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heyho-letsgo
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Re: Festivalberichte

Beitrag von heyho-letsgo » Do 5. Jul 2018, 11:45

Jawollja, Acid Symphony Orchestra sind die gezeigten Herren in Anzügen. Haben irgendwann nachmittags mal auf der Turmbühne gespielt als diese nicht todesüberrannt war und ein ziemliches Brecherliveset ausgepackt.

Tatsächlich wurde ich von Freunden, die große Cumbiafans sind, auch zu El Buho, Matanza und gefühlt zig anderen Sachen mitgenommen. Muss aber auch sagen, dass ich davon jetzt im Nachhinein nicht mehr allzuviel auseinanderhalten kann und der Salon de Baile für den derzeitigen Genrehype dann doch regelmäßig unterdimensioniert war.
Übrigens auch richtig nice war die Gaststätte zum heißen Hirten. Ein BigBand-Ensemble, dass die Seebühne mal ganz andersartig bespielt hat und in der Sonne auch total Spaß gemacht hat.

Und bzgl. Anfahrtssituation...ja, ich war einer der Unglücklichen, der mit einem verspäteten Bassliner aus Köln ankam. Letztendlich habe ich aber auch die ganze Zeit nicht so ganz verstanden, wie man bei so vielen Supportern und Co. nur (gefühlt) sechs bis acht Bändchenstationen eingerichtet hat. Kann mich aber auch daran erinnern, dass es 2015 (?) ähnlich chaotische Zustände bei der Anfahrt mit dem eigenen PKW gab und Freunde gefühlt die ganzen Nacht auf der Landebahn warten mussten.
Sind letztendlich alles Unannehmlichkeiten, die sich ja eigentlich sehr easy beseitigen lassen.

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fipsi
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Re: Festivalberichte

Beitrag von fipsi » Fr 6. Jul 2018, 20:57

Hier gibt es meinen kleinen Bericht zum Kosmonaut Festival:

https://magazin.festival-community.net/ ... raschungen
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Re: Festivalberichte

Beitrag von der_dicke_michel » Mo 23. Jul 2018, 21:43

ich find nachher bestimmt ein wenig Zeit, um vom Ruhrpott Roideo zu berichten. Kann man nach zwei Wochen ruhig mal machen. War ja wieder schön jewesen.
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SammyJankis
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Re: Festivalberichte

Beitrag von SammyJankis » Di 31. Jul 2018, 11:44

Ich war am Wochenende auf dem Nord Open Air in Essen. Line Up war, wie jedes Jahr für ein kostenloses Festival sehr gut. Das Essen auf dem Gelände war okay, Securites sehr unfreundlich und dass man nicht mehr mit Rucksäcken auf das Gelände darf, sondern diese für 3 Euro in einem Zelt lagern soll, ist meiner Meinung nach unsinnig.

Freitag:
Es war viel zu warm. Zum Glück bietet das Gelände viel Schattenplätze, sodass es bis zu den letzten beiden Bands zu der Situation kam, dass mehr Leute weiter weg im Schatten als direkt vor der Bühne standen.

Ryker's - Wollte ich eigentlich verpassen, war dann aber doch früher da als erwartet. 08/15 Hardcore in meinen Augen, kommen aber beim überwiegend aus Metallern bestehendem Publikum sehr gut an. Kann ich nicht verstehen, aber gut. Zwei kleine Anmerkungen noch. Wenn man als Intro die Aussage "In our minds and in our hearts, we feel that Hardcore music should stay out of big business and stay in the streets where it belongs. All you kids out there, always keep the faith!" aus "Don't forget the struggle, don't foget the streets" von Warzone nutzt, sollte man keine Konfettikanonen beim letzten Song nutzen. Das passt nicht zusammen. Außerdem Probs an den Sänger für eine so dreiste Lüge, dass diese glatt von Donald Trump hätte sein können: "Kommt nach vorne, hier ist mehr Schatten". Dem ist niemand nachgekommen.

D.R.I. - Crossover, Hardcore, Thrash Metal, gefühlt 40 Songs wurden gespielt. Hat mir gut gefallen, hatte ich schlechter in Erinnerung.

Terrorgruppe - Hier kann sich wohl auch einer beschweren. Alle Hits wurden gespielt, "Gestorben auf dem Weg zur Arbeit", "Opa, halts Maul!", "Mein Skateboard ist wichtiger als Deutschland", das Publikum hatte Spaß, die CSU und Seehofer bekmane ihr Fett weg. Was will man mehr? Bemerkenswert: Der Song, bei dem das Publikum sich am gesamten Wochenende am textsichersten zeigte, war das K.I.Z. Cover "Hurra die Welt geht unter".

Hatebreed - Ein Klassiker beim Nord Open Air. Spätestens beim Headliner dreht der Mischer alle Regler bis zum Anschlag auf und es gibt einen Soundbrei vom allerfeinsten. Das war hier nicht anders. Habe mir dann 30 Minuten gegeben und dann den Heimweg angetreten. Die Band hat zugegeben unfassbar harte Songs abgeliefert, aber mir ist das alles zu rockstarmäßig aufgezogen.


Samstag:
Deutlich kälter und angenehmer. Soundtechnisch heute eher metallastig.

Deathrite - Wie immer ein guter Auftritt irgendwo zwischen Death und Thrash. Ich finds gut, kam im Publikum allerdings eher gemischt an.

Warpath - Thrash Metal, solide, hätte nicht sein müssen, hat aber auch niemandem wehgetan.

Bullet - Natürlich musste eine Band kommen, die entweder wie Motörhead oder wie im diesem Fall wie AC/DC klingt. Hohe Stimme, immer gleichklingende Songs. Öde.

The Haunted - Solide Mix aus Thrash und (Melodic) Death Metal. Leider zu beginn mit einigen technischen Problemen. Das hat es etwas runtergezogen. Der Sänger hat alles gegeben, sich beim ersten Song mit dem Mikro die Stirn blutig gekloppt und so dann noch eine Stunde gespielt. Er lebt den Shit. Ansonsten hat mich die Aufmachung mit den Outfits stark an Heaven Shall Burn erinnert.

The Flight Night Orchestra - Die Umbaupause verlängerte sich von 20 auf 50 Minuten. Deswegen wurde das Set (zum Glück) gekürzt. Ganz, ganz schlimme Form von Rock. Bühnenoutfits bestehend aus hässlichen Anzügen und Hemden und Backgroundsängerinnen im Krankenschwesternoutfit. Dazu ein Sound des Grauens. So stelle ich mir einen Rockbeitrag beim Eurovision Song Contest vor. Ralf Siegel wäre stolz.

Tankard - Solider Thrash Metal mit Songs, die von Bier handeln. Ich fand des okay, die Menge hat es abgefeiert.

At the Gates - Zum Glück mit besserem Sound als Hatebreed. War schön, die Band mal lvie erleben zu können und deren Sound hta auch ordentlich geballert. Der Gesang hätte etwas lauter sein können, aber ansonsten wra eigentlich alles in Ordnung. Setlist war, soweit ich das beurteilen kann, ein guter Mix. Wusste zu gefallen.


Fazit:
Es ist immer ziemlich voll, aber wenn man sich damit arrangiert, gibt es eigentlich kaum was zu meckern. Von den ganzen Umsonstveranstaltungen in der Umgebung gefällt mir diese auf jeden Fall am besten.
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Re: Festivalberichte

Beitrag von mattkru » Mo 13. Aug 2018, 13:34

Hier mein Bericht vom M‘era Luna:

Wie letztes Jahr hatten meine Frau und ich uns eine Tageskarte für den Samstag gekauft.
Um 14 Uhr checkten wir im Hotel in Hannover-Messe ein und sind nach einer kleinen Pause dann weiter nach Hildesheim gefahren. Im Gegensatz zum letzten Jahr war diesmal der Parkplatz nicht abgesoffen so das wir ganz regulär auf dem völlig trockenen und entsprechend staubigen Acker parken konnten (unser Auto sieht aus...).
Wir waren dann so gegen 16:30 bei den Bühnen.

Zu den Bands:

Apoptygma Berzerk:
Ich hatte mich nie so wirklich mit der Band beschäftigt. Insofern kannte ich auch nur einen Song. Ich fand den Auftritt aber sehr gut. Die Songs sind catchy und gehen sofort ins Ohr.

Ministry:
Geiler Abriss mit 7 Leuten (inkl. Hip Hop DJ (!)) auf der Bühne. Anfangs war das Publikum etwas verhalten aber nach und nach kamen immer mehr Leute nach vorne, die auch Bock hatten, einen Pit zu starten. Die Setlist war schon recht auf das aktuelle Album ausgerichtet, aber das fand ich nicht schlimm, da z.B. ‚Twilight Zone‘ und ‚Victims of a Clown‘ ziemlich gute Songs sind. An Klassikern gab es ‚Just One Fix‘ und ‚So What‘.

In Extremo:
Nicht bewusst gesehen aber waren halt die ganze Zeit im Hintergrund zu hören, während wir was gegessen haben und ich einen Einkauf zum Auto gebracht hatte. Ansich mag ich die Band ja etwas, aber bei mir kam nichts wirklich rüber. Vielleicht lag es auch daran, dass viele der gespielten Lieder für meinen Geschmack den Fokus zu sehr auf Kameradschaft und Feiern legen.

The Prodigy:
Man könnte ja die Band reduzieren auf Bass und Strobelight und „All my fucking people...“. Aber stumpf ist halt trumpf und ich habe die 75 Minuten Reizüberflutung schon ziemlich abgefeiert. Es ging gleich sofort mit ‚Breath‘ los. Am meisten Stimmung war bei ‚Omen‘, ‚Smack my Bitch up‘ und ‚Take me to the Hospital‘.

Pro:
- Das Wetter war absolut perfekt. 21 Grad und leicht bewölkt.
- Churros!
- Viele verrückte Leute, die sich aber trotzdem zivilisiert verhalten haben.

Contra:
- Beim Handbrot-Stand war der Ofen defekt. Ergo also kein Handbrot.
- Das Publikum war manchmal schon etwas zu verhalten.
- Die vereinzelten Military Leute. Vor allem ein Typ ging überhaupt nicht mit seiner Pseudo-Nazi-Uniform und der Heinrich-Himmler-Gedächnis-Frisur.
- Mir tut irgendwas alles weh. So langsam werde ich doch zu alt für Pogen und Rumspringen. Oder es lag an der Nacht auf der wohl schlechtesten Hotel-Matraze ever.
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SammyJankis
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Re: Festivalberichte

Beitrag von SammyJankis » Mi 15. Aug 2018, 12:30

Ich war am Wochenende beim Ieperfest in Ieper, Westflandern, Belgien, mein erster Besuch seit 2014. 2014 hat bis heute das beste Line Up eines von mir besuchten Festivals. Samstags Cold World, Morning Again und Gorilla Biscuits nacheinander. Pure Liebe. Ich habe das Gefühl, dass man sich in diesem jahr allerdings etwas übernommen hat, da die Line Ups seitdem schwächer werden ohne dass es jetzt schlecht ist, aber die exklusiven Buchungen wurden deutlich zurückgefahren.
Naja, Freitag morgens ging es los, unterwegs habe ich noch das aus zweiter hand gekaufte Ticket abgeholt, lief alles glatt. Der Campingplatz wurde erst am Freitag um 8 Uhr geöffnet. Das war 2014 noch anders, damals durfte man schon am Donnerstag zelten. Auf dem Zeltplatz gibt es mittlerweile auch Green Camping. Ich habe im Auto gepennt und dementsprechend kann ich wenig dazu sagen, aber ich bin wirklich berfragt, wozu es dort Green Camping braucht. Der normale Camingplatz sieht ebenso wie das Festivalgelände aus wie geleckt. Das, was ich am gesamten Wochenende an Müll auf dem Boden gesehen habe, sieht man beim Hurricane in der Bändchenschlange. Es gibt eigentlich überall genug Mülltonnen und diverse "Shitworker" heben die Sachen auf, die doch mal auf dem Boden landen und die sind durchgehend unterwegs. Es gibt dann auch noch Kleinigkeiten wie aus Holz gefertigte "Bubble Gum Trees", an die man seine Kaugummis kleben soll statt sie auf den Boden zu spucken.
Das Festivalgelände hat sich seit 2014 auch geändert. Erst einmal muss gesagt werden, dass es sich deutlich verkleinert hat und es mittlerweile keine Open Air Stage mehr gibt. Die Main Stage ist ungefähr so groß wie die größere Tent Stage im Jahr 2014. Ich schätze, dass jeden Tag vielleicht 1000 Leute auf dem Gelände waren. Vor den drei Bühnen war immer genug Platz. Das Merchzelt und das More Than Music Zelt wurden in einem Zelt zusammengefasst, was mich eigentlich nicht gestört hat. Es gab wie immer Interviews, Filme, Workshops, das volle Programm. Zwischen den üblichen Antifa, Sea Sheppard Ständen gab es auch einen BDS Stand, hat mir am Freitag direkt mal die Laune verhagelt. Zum Glück war dort über das ganze Wochenende über und hat sich informiert. Trotzdem weiß ich noch nicht, inwiefern ich da dem Veranstalter mal eine Mail schreibe. Vor allem, da es Sonntags auch noch einen dem Titel nach zu urteilen ziemlich einseitigen Talk gab. Das muss nicht sein. Das Essen war wie immer gut, aber auch sehr teuer. Das vegane Eis konnte alles. Nun zu den Bands:

Freitag:

Crowsview - H8000 Hardcore, war solide zum Auftakt für mich, aber auch nichts Besonderes. Ich würde beim nächsten Mal nicht den Raum verlassen, aber da ist sicherlich noch Luft nach oben.

Mindwar - Moderner, moshlastiger Hardcore aus Benelux. Junge Truppe, die ihren Weg gehen und natürlich am Wochenende ihre Freunde vor die Bühne gezogen haben. Dementsprechend war einiges los, sicherlich auch der beste Auftritt, den ich von den Jungs bisher gesehen habe. Weitermachen!

xServitudex - Als Ersatz für Doyle von den Misfits kurzfristig aufs Line Up gesprungen. Da die Misfits immer an mir vorbeigegangen ist im Gegensatz zum Hype um die junge Truppe aus UK war der Tausch zumindest für mich klasse. Die Band hat dann auch mit ihrem 90s Metalcore Sound abgeliefert. Superharter Sound. Alle Beatdown Truppen, die ich in den nächsten drei Tagen noch gesehen habe, sollten sich mal ein Beispiel an dieser Band nehmen. Klar, stumpfe Parts gibt es hier auch, aber es ist deutlich angenehmer verpackt. Das Arkangel Cover konnte auch einiges.

Ravage Ritual - Wieder ging es in Richtung H8000, dieses Mal allerdings mit deutlich höherem Metaleinschlag. Hat mir gefallen, auch besser als letztes Jahr in Essen. Solider Gig.

Jukai - Spielen gerade ihre ersten und gleichzeitig letzte Europa Tour. Auch hier gab es mächtigen, böses Hardcore Sound. Die Crowd hat es der Band mit Mosh gedankt. War auch cool, hätte mir vielleicht noch etwas mher erwartet, aber am Samstag gibt es evtl ein zweites Wiedersehen in kleinerem Rahmen. Hoffe auf eine Steigerung.

Spirits - Hardcore aus Boston. Die Geschindigkeit wurde deutlich erhöht, wobei Mosh nicht vpöllig außen vor gelassen wurde. War okay, mehr aber auch nicht.

Get the Shot - Vom Sound her hat die Band großes Potential mal eine höhere Position auf der Persistence Tour zu bekommen. Das könnte groß werden. Wurden auch gut abgefeiert, hat mich aber nicht gekriegt. War okay, mehr nicht.

Process of Guilt - Nach viel Hardcore endlich mal etwas Abwechslung. Sludge, heavy Riffs. Wusste zu gefallen, gerne wieder.

Take Offense - Band ist ziemlich underrated. Der Sound ist metallisch, alles andere als 08/15 für Hardcore und groovt gut. Hat eigentlich alles, was ne Band braucht, aber irgendwie verweilen die seit Jahren auf ihrem kleinen Status. Der Gig war in Ordnung. Hoffe dieses Woche in Essen ist etwas mehr los. Die Band hat es verdient, der Sound war gewohnt live super tight.

Maudlin - Progressiv psychodelisch angehauchter Rock, bissel Post/Sludge auch dabei. Ist in Ordnung, aber irgendwie gefällt mir die Band von mal zu mal weniger. Glaub das wird nichts mehr mit denen und mir.

Sworn Enemy - Zum ersten Mal seit locker 6-7 Jahren in Europa. Schienen auch Bock zu haben. Gig war in Ordnung, hat Spaß gemacht, die Crowd war auch gut dabei und dann gab es "Punishment" von Biohazard. Wütend.

Greg Bennick - Spoken Word des Trial Sängers und anscheinend haben Sänger aus Hardcore Punk Bands ein Talent dafür, siehe Henry Rollins. Es gab nette Gesichten über The Walking Dead, Fugazi, aber auch kritische Äußerdungen gegenüber Trump, aber auch dem generellen Rechtsruck auf der Welt, in Polen, Ungarn, etc. Der Mann hat sich seinen langen Applaus wirklich verdient.

Deez Nuts - 20 Minuten geguckt, ich kannte nicht einen Song und es ist einfach so öde möchtegernmäßig. Die sollten nicht gebucht werden.

Damien Done - Dahinter verbirgt sich Damien Moyal, (ehemaliger) Sänger von u.a. Morning Again, Shai Hulud und As Friends Rust. Hatte mich vorher nicht mit der Musik beschäftigt und einen Singer-Songwriter Auftritt erwartet. Es war dann aber doch mit Band und recht psychodelisch angehaucht. Hat mich nicht abgeholt.

Doom - Bin dann rüber zu Doom. Joa, war halt crustig grindiges Chaos. Bewegt hat es mich auch nicht. Hat man jetzt auch mal gesehen.

High on Fire - Matt Pyke ist einfach so ein fertiger Dude, aber Gitarre spielen kann er. Das steht außer Frage. Mächtiger Auftritt trotz bescheidenem Sound zu Beginn. Da wäre mehr möglich gewesen. Hat mich aber trotzdem sehr gut unterhalten und "Snakes for the Devine" zum Abschluss war wieder einmal absolut großartig.

Discharge - Ziemlich übles, chaotisches Geballer. Zwar keine Offenbarung, aber hat mir besser gefallen als bspw. Doom. Die Crowd hat es gefeiert.

Shelter - Es war in Ordnung, aber mehr auch nicht. Nett mal gesehen zu haben, aber da hätte ich mir einiges mehr erwartet. Das Wetter war mittlerweile katastrophal und trotz des Regenschutzes hatte ich das Gefühl, dass die Leute nicht mehr bereit warem, sich groß zu bewegen. Dieser ganze Krishna, Räucherstäbchen Vibe hat sein Übriges für meine Müdigkeit getan.


Freitag

Highkick Wizzard - Hardcore mit einem guten Schuss Rock, hatte nicht viel erwartet, war aber erstaunlich unterhaltsam.

Lotus - Solider Hardcore fernab von Mosh. Hat auch einen leicht experimentellen Touch. Die Band startet im Moment gut durch, spielt viel. Dieses Mal konnte es mich allerdings nicht ganz überzeugen.

Days of Rage - Recht punkiger Hardcore. Eingängig, aber nicht mein Fall.

Crossface - Auch irgendeine H8000 Band, habe ich vor Jahren mal gesehen, aber komplett vergessen, wie die Band klingt. Spricht nicht unbedingt für die Band. Es war dann auch alles andere als spannend. Beste Szene des Sets war der Moment als der Sänger auf das Drumpodest stieg mit seinem Mikro in der Hand und es durch sein und die Drummikros zu einer heftigen Rückkopplung kam, was den ganzen Sound gekillt und den Mischer zur Weißglut gebracht hat.

Psycho Enhancer - Beatdown, öde. Mehr muss man dazu nicht sagen.

Spirit Crusher - Wie immer musikalisch astrein. Dazu eine Menge Ansagen, alles im grünen Bereich. Es gab auch einen neuen Song mit recht viel Clean Gesang, gefiel. Bin gespannt aufs Album. Wird sicherlich das deutsche Hardcore Release 2018 oder 2019, je nachdem wann es rauskommt. Zum Abschluss gab es dann wie üblich das Inside/Out Cover. Kann mich nur wiederholen. Die einmal sehen steht auf einer Stufe mit Tool. Zack hat Zeit, do it!

Headshot - Mit Psycho Enhancer auf Tour. Band macht wenig überraschend Beatdown, mit zwei Sängern. Jede Beatdown Band braucht zwei Sänger. War zwar besser als ihre Tourmember, aber trotzdem nichts, was man auch nur im Entferntesten als spannend bezeichnen kann.

Counterparts - Ich verstehe einfach nicht, was an diesen neumodischen Melodic Hardcore Bands in irgendeiner Form spannend ist. Hat sich auch nach dem halben Set, was ich von der Band gesehen habe, nicht geändert.

Albez Duz - Andere Baustelle, ging Richtung Doom. Hat mich aber auch nicht wirklich abgeholt.

Slope - Die Jungs aus Duisburg haben richtig abgeliefert. Das übliche Set, die Crowd war voll dabei. Singalongs, Side to Side, Mosh. Mit der beste Auftritt des Tages und wenn ich an die Anfangstage denke ist die Entwicklung beachtlich. Das könnte in noch höhere Sphären gehen.

Chronic Disease - Erster Auftritt seit 1992 oder so. Ziemlich wüstes Geballer, war ookay, mehr auch nicht.

Wisdom in Chains - Haben schon wieder ein nichtssagendes, immer gleich klingendes Album rausgehauen. Warum? Das braucht niemand. Spielt die Sachen von den ersten Alben und alles ist cool. Hat man hier auch mal wieder gesehen. Set war in Ordnung. Sicherlich schon bedeutend besser gesehen, aber auch schon vor 15 Leute, geradezu traurig. Hier war es in Ordnung. Singalongs wie üblich, davon lebt die Band auch.

Leng T'che - Wüstes Grindcore Geballer, der Sänger hat ein ziemlich übles Organ. Hat meine Ohren auf jeden Fall gut durchgepustet.

Jasta - Schlimm, was soll diese Band? Rockstar Jamie Jasta, Sänger von Hatebreed geht mit irgendwelchen Freunden zusammen auf Tour, covert Songs der Bands der anderen Leute, bspw. Fear Factory und macht peinliche Ansagen. Warum tut sich Kirk Windstein von Crowbar das an? Können die dann nicht wenigstens als Kingdom of Sorrow rüberkommen? Dafür hätte ich ja noch Verständnis.

Agathocles - Grindcore at it's best. Ungefähr 50 Songs wurden in 30 Minuten gespielt. Wild, schneell, wütend. Das hat gepasst.

25 ta Life - Kurzfrister Ersatz für Ramallah. Da der eigentlich Frontmann Rick ta Life nichts anderes macht als bei Facebook weirde, beleidigende Posts abzulassen und auf irgendwelchen Faschopartys Sets ohne Drummer spielt geht die Band nun mit dem Sänger von Fury of Five auf Tour. Dieser nuschelt im Gegensatz zu Rick ta Life (Hier eine Kostprobe) auch nicht so stark, sodass man tatsächlich Worte verstehen kann. Set war okay, fällt unter "auch mal gesehen".

Rotten Sound - Klasse Gig, mit Slope der beste Gig des Tages. Wüstes Grindcore Geballer mit guten Detah Metal Einflüssen. Da hat soweit eigentlich alles gepasst.

Cockney Rejects - Es gibt Dinge, die mich absolut nicht interessieren und Oi Punk gehört dazu. Habe mal für 15 Minuten reingeguckt und es war auch nicht schlecht, aber es juckt mich schlicht und einfach nicht.

Battalion of Saints - Alte Hardcore Punk Band, ging auch eher Richtung Punk. Flotte Songs vor dem Headliner. Solide.

Death Threat - Große Enttäuschung. Exklusive Show und irgendwie hatte ich das Gefühl, dass die Band vor allem abcashen und Weed konsumieren wollte. Recht lustlos wurden dann in einer halben Stunde die größten Hits zum Besten gegeben. Klar, Songs wie "Dead at Birth" und "Disgrace" sind top Songs und die Crowd war auch durchaus dabei, aber der Gig plätscherte trotzdem vor sich hin. Unnötiger Gig.


Sonntag

xDevourx - Hier gab es eine der wenigen miesen Überschneidungen, in diesem Fall mit All We Expected. Die Wahl auf dem hardcore Festival fiel allerdings auch die Hardcore Band. Bzw. 90s Metalcore, sicherlich nicht so stark wie xServitudex, aber haben immer noch gut abgeliefert. Mosh gab es auch zuhauf. Guter Start in den letzten Tag.

Climate of Fear - Es ging weiter in die Richtung. Auch solide abgeliefert. Habe etwas mehr von der Crowd erwartet. Da war doch deutlich weniger los als beim Revelation Fest. An sich macht die Band ihre Sache aber gut und der Sänger hält auch deutlich besser durch als noch zu Desolated Zeiten.

Zohastre - Experimentelles Elektro Duo mit Gitarre und allerlei elektronsichen Spielereien bewaffnet. Kam nicht allzu gut an, mich hat es für die halbe Stunde aber gut unterhalten.

Drowning - Der neue Stern am Beatdown Himmel aus Chicago, natürlich mit zwei Sängern. Habe gehört, dass es da auch schon Kontroversen gibt, konnte das aber noch nicht verifizieren. Set startete dann mit "Blind" von Korn als Intro, muste schmunzeln. Im Anschluss dann ein handelsübliches Beatdown Set. Da gibt es sicherlich bessere Acts aus dem Bereich. Ich bin nicht gehyped.

Tempest - Solider Gig, schöner Hardcore ohne viel Moshgedönse. Würde ich per se erstmal als Fluff Band bezeichnen. War auch sehr politisch in den Ansagen ohne übers Ziel hinauszuschießen. Werde ich sicherlich nochmal auschecken.

Broken Teeth - Wieder mal mit Ersatzmitgliedern aus Belgien am Start. Bin mir bei einem mittlerweile gar nicht so sicher, ob der da nicht mittlerweile fest dabei ist. Gig war wie immer, Setlist das übliche. Mosh, Singalongs, vor allem bei den alten Sachen, "Soul Detroyer" als letzter Song. Die Band hat gut abgeliefert.

Vonnis - Irgendwie im Crust Bereich unterwegs. Ist völlig an mir vorbeigegangen. Bin relativ fix gegangen um etwas zu essen.

Merauder - Leider damals auf der angeblich letzten Tour verpasst und generell noch nie gesehen habe fand ich es doch ganz cool, jetzt doch die Möglichkeit zu haben, die Band einmal zu sehen ohne der größte Fan zu sein. De Facto sind von der Band zwei Leute auf Tour und der Rest sind Mitglieder von Climate of Fear. Die beiden Mitglieder von Climate of Fear, die nicht fester Bestandteil sind, durften stattdessen einen Feature Part übernehmen. Es war auch insgesamt ganz cool, besser als 25 ta Life. Die Mucke ist schon wütend und der Sänger hat auch noch sichtlich Bock. Zum Abschluss gab es dann mit "Life is Pain" und "Masterkiller" die beiden größten Hits der Band, bei denen natürlich die Hölle los war.

Witch Trail - Irgendwo im Bereich Post-Metal unterwegs. Könnte gut sein, war es aber nicht. Der Sound war so dermaßen schlecht, dass die Zeit, die ich vor der Bühne verbracht habe, reine Zeitverschwendung war. Vielleicht irgendwann noch einmal mit besserem Sound.

Ratos De Porao - Alter, stark vom Punk beeinflusster Hardcore. Hat keinem weh getan, war aber auch nichts Besonderes.

Malevolence - Astreiner Gig. Die Band fasziniert mich jedes Mal. Erstmal habe ich das Gefühl, dass die deutlich größer sein könnten, wenn die wirklich wollten, aber irgendwie scheint es denen zu reichen, wenn die mit ihren Kollegen unfassbar stumpfe, aber gleichzeitig technisch gute Mucke zu machen. Der Leadgitarrist hat es drauf, ohne Frage, alleine das "Serpents Chokehold" Intro Riff. So gut, und auch die neueren Sachen mit stärkeren Sludge Einflüssen klingen absolut top. Dazu hat aber natürlich auch jeder Song einen ultrastumpfen Moshpart, bei dem das Gewaltlevel im Pit unerkannte Höhen einnimmt. So auch dieses Mal, härtester Pit des Wochenendes, aber auch einer der besten Gigs. Die sollten mal wieder solo rüberkommen aufs Festland.

The Arson Project - Solides 20 Minütiges Grindcore Geschredder. Bei der Grindcorre/Death Metal Acts beweist das Ieperfest allgemein immer ein gutes Händchen in meinen Augen.

Darkside NYC - Exclusive European Show, es war ein Trauerspiel. Vielleicht 200 Leute vor der Bühne, keiner wirklich gewillt, sich zu bewegen. Die Band wirkte alles andere als motiviert und irgendwie war der Hardcore Sound auch nichts, was eine exklusive Buchung rechtfertigen wurde.

Hexis - Dark Hardcore/Sluge/Black Metal Mix, klasse Set. Hatte ich schon lange auf dem Schirm, aber irgendwie immer verpasst. Wird sicherlich nochmal ausgecheckt.

Comeback Kid - War halt ein solides, routiniertes Set. Die Band hatte Spaß, der Sänger wirkte motiviert und auch vor der Bühne war wieder etwas mehr los. Die Hits wurden gespielt. Gute Unterhaltung.

Celeste - War etwas skeptisch, da es aufgrund der Uhrzeit och zu hell war für den Gig, aber die Strobolichter haben dafür gesorgt, dass man trotz der Helleikeit und eines offenen Zeltes nicht allzu viel sah. Atmosphärisch war es mal wieder groß. Trotzdem kommt es in dunklen Räumen noch besser. Über die Musik muss man nicht reden, die ist über jeden Zweifel erhaben. Bester Gig des Wochenendes.

Converge - Da Celeste etwas überzeogen haben, habe ich den Beginn des Sets verpasst. Pünktlich zum Eintritt ins große Zelt startete "Dark Horse". Perfekt. Die Band war klasse, auch wenn ich jeden verstehen kann, der es als Krach bezeichnet. Alleine Kurt Ballou beim Gitarrespielen zuzugucken ist eine Freude. Wahnsinn, was der man aus seinem Instrument rausholt. Dann rennt Jacob Bannon in einer Tour von linsk nach rechts und wirft das Mikro durch die Gegend. Die Crowd war trotz des letzten Acts auch wieder voll dabei. Bester Headliner Gig des Wochenendes. Converge und Celeste dürfen gerne zusammen auf Tour gehen.


Fazit:
Ich hatte Spaß, keine Frage, aber es war kein Vergleich zu meinen vorherigen Besuchen. Es ist vollkommen okay, wenn das Festival sich etwas gesundschrumpft, aber ich habe das Gefühl, dass man etwas an der Zielgruppe vorbeibucht und dementsprechend die Sets auch nicht mehr so energiegeladen sind. Alle Sets, bei denen ordentlich was los war, waren von Bands, die sich eher an die jüngere Zielgruppe richten. Slope, Malevolence und Broken Teeth seien hier genannt. Dagegen gibt es viele Bands für die ältere Generation, die in meinen Augen aber nicht so gut ankommen. Da könnte man vielleicht in Zukunft wieder etwas jünger buchen.
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Re: Festivalberichte

Beitrag von mattkru » Mi 15. Aug 2018, 13:07

Rentiert sich so ein Festival bei ca. 1000 Leuten pro Tag?
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Re: Festivalberichte

Beitrag von SammyJankis » Mi 15. Aug 2018, 16:22

mattkru hat geschrieben:
Mi 15. Aug 2018, 13:07
Rentiert sich so ein Festival bei ca. 1000 Leuten pro Tag?
Keine Ahnung, aber da 2019 schon angekündigt wurde, kann es nicht so schlimm gewesen sein. Die haben zwar keine großen Sponsoren, aber dafür glaube ich viel aus dem Umland. Da verdient ja generell keiner ein Cent dran.
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