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Festivalberichte

Rieper
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Re: Festivalberichte

Beitrag von Rieper » Di 22. Nov 2022, 21:23

Schöner Bericht. Slowdive und Tess Parks an einem Tag wäre für mich auch schon ein Grund für ein Tagesticket gewesen.

mattkru
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Re: Festivalberichte

Beitrag von mattkru » Do 5. Jan 2023, 07:23

Kleiner Nachtrag zum M‘era Luna. Ich hatte den Bericht damals im August für Festivals United geschrieben:


Nach vier Jahren war ich mal wieder auf dem M‘era Luna. Eine Tageskarte für den Samstag reichte mir. Den Sonntag fand ich nicht ganz so interessant und so konnten wir auch nachts noch zurückfahren.

Wir waren gegen 13 Uhr auf dem Gelände und es war gut, dass wir uns auf dem Weg doch noch Sonnencreme gekauft hatten; weil statt des angesagten ‚bewölkten Himmel‘ gab es doch recht starken Sonnenschein.

Das Gelände war etwas anders gestaltet als sonst. Die Clubstage befand sich nicht mehr im Flugzeughangar, sondern es gab jetzt eine zweite Open Air Bühne. Auch die Händlermeile wurde versetzt, so das im Endeffekt das Gelände weitläufiger und weniger beengt war.

Zu den gesehenen Bands:

Ost+Front
Ich hatte mir nur dir zweite Hälfte des Sets angetan, um bereits langsam zu einem guten Platz vor der Hauptbühne vorzudringen. So sehr ich Rammstein liebe, so dermaßen furchtbar finde ich die meisten anderen NDH Bands. Und Ost+Front kann man bereits allein wegen des Namens kacke finden.
Man konnte durchaus schon mit dem Kopf mitnicken und der Sound und die spielerischen Fähigkeiten waren auch ordentlich; trotzdem war das meiste einfach eine uninspirierte Kopie mit Tendenz zum Fremdschämen.

Lacrimas Profundere
Megaherz (eine weitere schlimme NDH Band) mussten aufgrund von Corona-Fällen in der Band und Crew ihren Auftritt absagen und Lacrimas Profundere sind spontan eingesprungen. Geboten wurde eine coole Mischung aus Sleaze / Dark Rock und softem Melodic Death Metal. Und Julian Larre ist einfach ein ziemlich cooler und charismatischer Frontmann.

Lord of the Lost
Sie spielten nicht in ihrer regulären Bandbesetzung sondern in der akustischen Ensembleversion mit ingesamt 12 Musikern. So hatte ich sie bereits dieses Jahr in Wuppertal gesehen und es war eines der absolut besten Konzerte meines Lebens. Der Auftritt auf dem M‘era Luna kam wie zu erwarten nicht ganz ran. Die wunderschön beleuchtete Historische Stadthalle war für diese Art Musik einfach stimmungsvoller als eine Festivalbühne bei hellem Sonnenschein. Mittlerweile hatten wir uns auch bis in die zweite Reihe vorgekämpft und hatten somit beste Sicht. Die Setlist war super und es macht einfach nur unfassbar viel Spaß, sich diese sympathische Band anzugucken.

The Mission
Klassischer Gothic Rock mit psychedelic Einflüssen, welcher mir sehr gut gefallen hat. Frontmann und Sänger Wayne Hussey wirkte zwar etwas angetrunken; hat aber trotzdem gut abgeliefert. ‚Tower of Strength‘ ist mit seinen 8 Minuten auch ein echter Übersong.

Blutengel
Ist halt schon recht kommerzieller Düster-Pop. Hat aber live viel Spaß gemacht. Nur die ‚Performance-Kunst‘ der zusätzlichen Damen auf der Bühne wirkte teilweise etwas lächerlich.

Nitzer Ebb
Frontmann Douglas McCarthy ist weiterhin gesundheitlich angeschlagen und war abwesend und somit hat Bon Harris (sonst eher im Hintergrund) den Lead Gesang übernommen wie bereits vor einigen Wochen beim Hellfest. Und ich muss sagen: das hat er schon ziemlich ordentlich gemacht.
Tausendsassa Daniel Myer (selbst noch mit seinem Hauptprojekt Haujobb zwei Stunden vorher auf der zweiten Bühne) half an den E-Drums aus. Der Sound war geil basslastig und es gab (wie oft bei EBM) auch einen kleinen Moshpit. Außerdem wurde es endlich dunkel und die Beleuchtung kam mal richtig zum Einsatz.

Das Festival inklusive Publikum ist einfach super entspannt und zivilisiert und ich werde sicherlich noch öfters hinfahren. Allein die teilweise extrem aufwändigen Outfits und Kostüme vieler Besucher sind schon fast die Reise wert. Das ‚Sehen und gesehen werden‘ ist halt ein besonderer Aspekt dieses Festivals.

Einzige Kritikpunkte:
- Preise für Essen und Trinken sind mittlerweile absurd.
- Kein Bodycheck der Security.

Außerdem hatte ich wegen des dichten Zeitplans leider keine Zeit gefunden, über die Händlermeile und den Mittelaltermarkt zu gehen.

Rieper
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Re: Festivalberichte

Beitrag von Rieper » Do 5. Jan 2023, 08:13

mattkru hat geschrieben:
Do 5. Jan 2023, 07:23

Einzige Kritikpunkte:
- Kein Bodycheck der Security.
Ich war 2022 auf zwei Festivals, einem Clubfestival und einigen Konzerten. Es gab nirgendwo einen Bodycheck der Security. Teilweise gar keine Security vor dem Eingang. Es sind nur meine Eindrücke, aber das war vor der Pandemie doch deutlich anders. Ich kann natürlich nur von meinen Festival- und Konzertbesuchen hier berichten. Vielleicht ist es woanders ja anders.

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Declan_de_Barra
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Re: Festivalberichte

Beitrag von Declan_de_Barra » Do 5. Jan 2023, 11:39

Habe bei Festivals und Konzerten auch sehr wenig Körperkontrollen wahrgenommen. Finde das bei den Veranstaltungen bei denen ich war aber auch okay und für mich persönlich natürlich auch gut.


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