Reeperbahn Festival
Re: Reeperbahn Festival
Aurora im Michel 2019 war auch ne feine Sache. Gibt schon schlechtere Venues.
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Alien Brody
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Re: Reeperbahn Festival
Doch Headcrash war früher auch dabeiQuadrophobia hat geschrieben:Ich hab den Michel nie so wirklich frequentiert, aber war immerhin immer ein Garant, das Festivalgeschehen etwas zu entzerren. Auch dass die Freiheit nur Freitags bespielt wird (wenn das kein Fehler im Timetable ist) macht wenig Hoffnung auf einen entspannten Samstag, deshalb kneife ich mir den dieses Jahr.
Neu dabei sind sowiet ich das sehe der 25 Club und das Betty (als Headcrash waren die glaub ich nicht dabei). Schade finde ich, dass das Drafthouse nicht mehr dabei ist, das fand ich vom Setup her eigentlich ziemlich cool
Hamburg dies, Hamburg das, Hamburg Fachjargon!
- Quadrophobia
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Re: Reeperbahn Festival
Jetzt wo dus sagst hab ich da glaub ich sogar mal Tramhaus gesehen. ups.akropeter hat geschrieben: ↑Di 15. Sep 2026, 09:53Doch Headcrash war früher auch dabeiQuadrophobia hat geschrieben:Ich hab den Michel nie so wirklich frequentiert, aber war immerhin immer ein Garant, das Festivalgeschehen etwas zu entzerren. Auch dass die Freiheit nur Freitags bespielt wird (wenn das kein Fehler im Timetable ist) macht wenig Hoffnung auf einen entspannten Samstag, deshalb kneife ich mir den dieses Jahr.
Neu dabei sind sowiet ich das sehe der 25 Club und das Betty (als Headcrash waren die glaub ich nicht dabei). Schade finde ich, dass das Drafthouse nicht mehr dabei ist, das fand ich vom Setup her eigentlich ziemlich cool
In other News: Die ziemlich rechte Südafrikanische Band The Soap Girls ist nach Kritik bei Insta aus dem Line Up verschwunden
- nilolium
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Re: Reeperbahn Festival
25 Club gabs auch schon, mindestens seit 2023. Zumindest habe ich 2023 dort was gesehen und 2025 auch.
Was mir neu ist: Quer. Ist wohl so ne Bar um die Ecke vom 2 Euro Pizzamenschen?
Pooca Bar scheint mir auch neu vertreten zu sein - zumindest war ich da noch nie.
Was mir neu ist: Quer. Ist wohl so ne Bar um die Ecke vom 2 Euro Pizzamenschen?
Pooca Bar scheint mir auch neu vertreten zu sein - zumindest war ich da noch nie.
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Re: Reeperbahn Festival
Ja Quer scheint neu dabei zu sein, habe noch nie mitbekommen, dass die beim RBF mitgemacht haben. Pooca ist allerdings schon seit Ewigkeiten dabei.
Ich dachte tbh das Drafthouse gibt es gar nicht mehr und das ist jetzt diese Karaoke Bar Stage 15. Aber auf Google Maps sind die beide noch zu finden als unterschiedliche Locations, hoppla.
Edit: Habe mich da wohl doch nicht geirrt, das Drafthouse hat seit 2 Jahren geschlossen und ich denke, dass das Stage 15 die Räumlichkeiten übernommen hat, ist auch wieder beim RBF dieses Jahr als Location dabei.
Ich dachte tbh das Drafthouse gibt es gar nicht mehr und das ist jetzt diese Karaoke Bar Stage 15. Aber auf Google Maps sind die beide noch zu finden als unterschiedliche Locations, hoppla.
Edit: Habe mich da wohl doch nicht geirrt, das Drafthouse hat seit 2 Jahren geschlossen und ich denke, dass das Stage 15 die Räumlichkeiten übernommen hat, ist auch wieder beim RBF dieses Jahr als Location dabei.
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Re: Reeperbahn Festival
Du warst nicht beim legendären Rohe-Champignons essen bei First Breath After Coma?nilolium hat geschrieben: ↑Di 15. Sep 2026, 13:1925 Club gabs auch schon, mindestens seit 2023. Zumindest habe ich 2023 dort was gesehen und 2025 auch.
Was mir neu ist: Quer. Ist wohl so ne Bar um die Ecke vom 2 Euro Pizzamenschen?
Pooca Bar scheint mir auch neu vertreten zu sein - zumindest war ich da noch nie.
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Re: Reeperbahn Festival
Daran musste ich auch direkt denken, hahaQuadrophobia hat geschrieben: ↑Di 15. Sep 2026, 13:47Du warst nicht beim legendären Rohe-Champignons essen bei First Breath After Coma?
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Re: Reeperbahn Festival
Klingt gut, ich war nur beim legendären Radieschen-Encounter dabei.
Re: Reeperbahn Festival
Wo ist meine Nussmagencrew? 
Re: Reeperbahn Festival
Oh, da hast du wohl recht. Wie schade
Burnout vom Yoga
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Re: Reeperbahn Festival
Molotow must stay
Re: Reeperbahn Festival
Trettmann macht wohl viel Werbung auf den Straßen, würde mich nicht wundern, wenn da noch ein Gig folgt
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Re: Reeperbahn Festival
Ist mir auch schon aufgefallen, Meute ebenso mit Ankündigung des neuen Albums - hier vielleicht auch mit Auftritt?
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Re: Reeperbahn Festival
Hat gestern schon auf ner Aftershowparty gespielt mit Ahzumjot als DJ.down hat geschrieben:Trettmann macht wohl viel Werbung auf den Straßen, würde mich nicht wundern, wenn da noch ein Gig folgt
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Alien Brody
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Re: Reeperbahn Festival
Sonic Interventions im Mojo jetzt schon die Show des Festivals 
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Re: Reeperbahn Festival
Hach, das war schon wieder toll. 
Ich fands gerade ganz witzig über das Line Up zu gehen bei dem man ja immer bemängelt hat, dass man nichts kennt und jetzt kommen dann doch ganz viele schöne Gefühle auf beim Lesen der Namen. Und das macht das Festival ja am Ende aus.
Klar wären etwas mehr bekannte Fixpunkte fein, aber kein Grund für mich auf das Festival zu verzichten. Mit dem nächsten Gehalt wird dann wieder ein Frühbucherticket gekauft. Ich hoffe das Festival kann weiter so oder so ähnlich existieren, auch wenn die Finanzierung schwieriger geworden ist.
Ich fands gerade ganz witzig über das Line Up zu gehen bei dem man ja immer bemängelt hat, dass man nichts kennt und jetzt kommen dann doch ganz viele schöne Gefühle auf beim Lesen der Namen. Und das macht das Festival ja am Ende aus.
Klar wären etwas mehr bekannte Fixpunkte fein, aber kein Grund für mich auf das Festival zu verzichten. Mit dem nächsten Gehalt wird dann wieder ein Frühbucherticket gekauft. Ich hoffe das Festival kann weiter so oder so ähnlich existieren, auch wenn die Finanzierung schwieriger geworden ist.
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Re: Reeperbahn Festival
Diese Fixpunkte, also Must-See-Acts, die mir schon vor dem intensiveren Reinhören bekannt sind, brauche ich eigentlich nie, mir reicht beim RBF das Entdecken neuer Acts völlig aus für ein tolles Festivalerlebnis. Aber ich habe auch den Luxus, 5 Fahrradminuten von der Reeperbahn entfernt zu wohnen. Bei längerer Anfahrt und ggf. Übernachtungskosten würde ich das wohlmöglich anders sehen. Ich fand es auch dieses Mal wieder toll und versuche, nachher was im Berichte-Thread zu schreiben über die Bands, die ich gesehen habe.
- NevermindBred
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Re: Reeperbahn Festival
Ich kann mich nur anschließen. Es waren wieder erfolgreiche und unterhaltsame Tage mit vielen Neuentdeckungen. 
- Quadrophobia
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Re: Reeperbahn Festival
Ich hab schon immer gern ein Paar Acts dabei, auf die man sich verlassen kann. Neben vielen tollen Auftritten hab ich über die Jahre einfach auch schon sehr viele nicht besonders gute Acts gesehen. Gerade wenn man jetzt für vier Tage langsam an der 200€ Grenze kratzt, darf auch sowas wie Timber Timbre, The Drums, Stars oder Waxahatchee dabei sein, wie in den letzten Jahren. Die Mischung machts da für mich.7Ostrich hat geschrieben: ↑So 20. Sep 2026, 14:58Diese Fixpunkte, also Must-See-Acts, die mir schon vor dem intensiveren Reinhören bekannt sind, brauche ich eigentlich nie, mir reicht beim RBF das Entdecken neuer Acts völlig aus für ein tolles Festivalerlebnis. Aber ich habe auch den Luxus, 5 Fahrradminuten von der Reeperbahn entfernt zu wohnen. Bei längerer Anfahrt und ggf. Übernachtungskosten würde ich das wohlmöglich anders sehen. Ich fand es auch dieses Mal wieder toll und versuche, nachher was im Berichte-Thread zu schreiben über die Bands, die ich gesehen habe.
- MairzyDoats
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Re: Reeperbahn Festival
Ich schreib mal meinen Bericht hier rein. Ich hatte wieder eine außerordentlich gute Zeit auf diesem Festival, das immer den Festival-Sommer gebührend abschließt, der ja diesmal für meine Verhältnisse auch ziemlich dicht besiedelt war.
Mittwoch
Clara Mann (St. Pauli Kirche): Ich starte seit ein paar Jahren immer ganz gerne nach der Bändchenschlange direkt in die St. Pauli Kirche, um da das erste Konzert mitzunehmen, das ist irgendwie immer ein schöner Auftakt. Das hier war auch wirklich sehr schön! Ruhiger Folk, zwischendurch ganz witzige Ansagen, war ein echt guter Start in einem sehr passenden Setting.
Keo (N-Joy Reeperbus): Eigentlich wollte ich noch kurz das Ende von Big Truck mitnehmen, wurde aber direkt wieder abgefangen, um zu Keo am Reeperbus zu gehen, die haben da ein kleines Akustik-Set gespielt. Das hat wirklich extrem gut funktioniert für die. Die fangen aktuell ziemlich gut den 2000er-Alternative-Rock Hype ein und haben einige gute Songs zum Besten gegeben. Ich bin froh, dass ich sie mir hier angeguckt habe, weil das dann leider für mich die einzige Gelegenheit blieb.
Bleech 9:3 (Molotow Club): Danach eine Weile Kiosk-Hangout bis zur gefürchteten Molotow-Schlange betrieben, wo wir dann noch ganz gut reingekommen sind. Und let’s face it: Im Grunde ist Bleech 9:3 die gleiche Band wie Keo. Habe die beiden auch dieses Jahr schon im Doppelpack in der Top 10 Bar des Molotows gesehen. Ich hab sogar aus Versehen in meiner Instagram Story Keo markiert und das erst am nächsten Abend realisiert.
Wie gesagt, 2000er Alternative Rock. Funktioniert finde ich sehr gut aktuell. Die paar Songs, die sie spielen konnten, waren sehr gut. Aber sie haben echt viel zu spät angefangen, wegen irgendwelchen technischen Problemen und deshalb nur so 20 Minuten gespielt.
Agatha Is Dead! (Bahnhof Pauli): Da haben wir zum Abschluss noch das Ende mitgenommen. Sehr starke Stimme, fand aber die Musik hätte n bisschen spannender sein können. Es war dann teilweise ein wenig in Richtung generische Rockmusik(TM). Vielleicht haben wir aber auch wenig Varianz mitbekommen, weil wir ja nur noch so 20 Minuten vom Ende gesehen haben. Potenzial ist aber da, kann man sich durchaus angucken!
Donnerstag
Billyrrom (Nochtwache): Nach einem kleinen Brunch ging es in der Nochtwache los mit funky Pop aus Japan. Das war voll in Ordnung, ganz sympathisch, aber auch nicht weltbewegend.
CHAMELEON LIME WHOOPIEPIE (Nochtwache): Das wurde etwas spaßiger und ausgefallener. Recht abgedrehter Pop, ebenfalls aus Japan. Tanzbar, ging gut rein, kann man machen.
Danach n bisschen Leerlauf genutzt um andere Leute aus dem Forum zu treffen für ein kleines Hangout am Kiosk, war ne gute Zeit und wir haben uns dann gemeinsam auf den Weg gemacht zu
Tom A. Smith (Molotow Club): Das hat mir gut gefallen! In schwächeren Momenten recht generischer Indie, in den starken Momenten hat man dann aber Parallelen zu Strokes und LCD Soundsystem erkennen können.
Fat Hamster And KANG New (Spielbude XL): Danach haben wir beschlossen, nicht unbedingt noch irgendwas zwanzig Minuten zu gucken, sondern ne kleine Essenspause einzulegen, um dann entspannt zur Spielbude zu gehen. Das war vielleicht mein erstes richtiges Must See. Elektro-Pop, der nach vorne geht, mit eher minimalem Sprechgesang, etwas wie die koreanische Antwort auf Confidence Man. Ich fand das wirklich extrem spaßig, für mich eins der Highlights des Festivals. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, wie die einen kleinen Club komplett auseinander nehmen oder das Spiegelzelt beim Appletree oder Haldern einheizen. Aber bei diesen Acts aus Asien ist auch immer so die Frage, inwiefern die hierzulande dann überhaupt nochmal stattfinden. Deshalb habe ich auch immer gerne ein explizites Auge auf die jeweiligen Showcases. Nur ne halbe Stunde Spielzeit, hätte auch noch ne Ecke länger sein können.
She Her Her Hers (Molotow Top Ten Bar): Danach musste man natürlich frühzeitig ins Molotow aus Angst vor der Molotow-Schlange. Da haben wir uns früh bei She Her Her Hers platziert, auch wieder eine japanische Band. Indie, n bisschen Shoegazey Chillwave. War cool. Insbesondere der Drummer hat sehr viel Variation reingebracht. Englische Ansagen waren vorformuliert und abgelesen, n bisschen wie ein Referat mit eingeplanten Gags, das war irgendwie richtig lieb.
Keo (Molotow Club): Auch hier gab es Soundprobleme, weshalb sie später angefangen haben. Weil wir eh frühzeitig wieder runter wollten, haben wir uns deshalb den Auftritt geschenkt.
Glazyhaze (Molotow Top Ten Bar): Well, guess what: Auch hier gab es Soundprobleme, weshalb sie später angefangen haben. Schien im Molotow so ein Ding zu sein. Dennoch für mich eine der besten Bands des Festivals. Irgendeine ganz besondere Energie bringt dieser Shoegaze mit sich. Ich hab sie dieses Jahr schon im Turmzimmer gesehen vor viel zu wenigen Leuten und das war schon eins der Highlights des Jahres. Da wo ich stand war der Sound ausbaufähig (kein Wunder aber auch direkt hinter den Drums), dennoch ein sehr gutes Set. Leider hier das einzige Mal gesehen, aber hoffentlich nicht zum letzten Mal.
GANS (Molotow Club): Nach kurzem Hangout unten nochmal nach oben geguckt zu GANS. Das war schon sehr spaßig, ich hatte jetzt nicht so richtig Bock, da vorne mit reinzugehen, aber für eine recht stumpfe Erfahrung kann man das durchaus mal mitnehmen.
Danach noch ein bisschen für die Wide Awake Party in der Top Ten Bar geblieben. Das war auf jeden Fall die musikalisch spannendste Party des Molotows an dem Wochenende, hier gab es dann auch mal Genesis Owusu und Fcukers back to back, hat Spaß gemacht. War wenig los, aber am Donnerstag muss man ja nicht komplett steil gehen, wa.
Freitag
Les Shirley (Festival Village): Noch die letzten drei Songs mitgenommen. Das hat als Akustik-Set erstaunlich funktioniert, dafür, dass die eher so Punk-lastigen Rock machen. Aber das zeigt dann eben doch, wie eingängig die Melodien sind. Entspannter Start in den Tag.
Sex Mask (Molotow Top Ten Bar): Ich stand hinter ner Säule und habe nur die Gitarristin gesehen. Das war musikalisch gut und spaßig, als ich dann irgendwann mal an der Säule vorbei die beiden Sänger sehen konnte, bin ich doch lieber wieder hinter die Säule gegangen. Das war auch sehr prollig, Dude-Bro-mäßig. Ich war an diesem Punkt recht genervt vom Molotow, es war wirklich extrem voll. Das war dieser Aussie Brunch, der jedes Jahr hier stattfindet. Das war immer ein sehr cooler Anlaufpunkt um gute Acts im Wechsel zu sehen, im neuen Molotow funktioniert das leider nur bedingt. Ich vermisse den Molotow Backyard wirklich sehr!
Kazdoura (UWE): Danach auch erstmal wieder ne kleine Hangout-Pause, bis es dann mit Kazdoura aus Syrien/Kanada weiter ging. Das war sehr schön! Die Sängerin und der Saxofonist/Gitarrist der Band waren recht eindeutig das Herzstück. Die haben sehr groovigen arabischen Pop mit Soul/Funk/Jazz auf die Bühne gebracht. War echt sehr cool und auch tanzbar, hat sich gut gesteigert. Kleines Highlight auch.
Dream Wife (Docks): Von oben auf der Empore geguckt. War nice. Da oben ist ein bisschen die Energie verflogen, aber war nicht schlimm, da ich die Band nochmal sehen konnte. Finde die Songs machen einfach Spaß und die machen eine sehr gute Show.
Danach nicht so richtig Bock gehabt, drei Shows hintereinander im Docks zu gucken, deshalb ein bisschen rumgetrödelt und bis Fat Dog nichts mehr gesehen. Ditter in der Prinzenbar versucht, leider nicht mehr reingekommen. Aber wir waren dafür auch sehr spät dran. Vielleicht gibt es bei denen nochmal die Chance, oft genug verpasst habe ich sie jedenfalls schon!
Fat Dog (Docks): War schon eine krasse Energie, die die gebündelt haben vor der Bühne. Post-Punk mit dicker Besetzung, inklusive Blasinstrumenten. Das war echt spaßig, wenn auch irgendwann sehr monoton und stumpf. Irgendwer meinte wohl, das sei eine Mischung aus Idles und Meute. Kann sein! Aber kann man sich auch durchaus mal geben!
Danach wieder Party im Molotow, man gönnt sich ja sonst nix.
Samstag
Les Shirley (Molotow Club): Obwohl das Akustik-Set schon funktioniert hat, war das hier dann doch der bessere Rahmen. Das war ein wirklich cooler Start am Nachmittag. Sehr sympathischer Auftritt, auch wenn am Nachmittag noch nicht viel Bewegung herrscht, haben die wahrscheinlich das Publikum schonmal gut aufgeweckt in den Rest des Tages geschickt.
Danach wussten wir alle nicht so recht, was man sich nun anguckt, aber es war auch eine gute Gelegenheit, gemeinsam n bisschen rumzusitzen und den Tag entspannt anzugehen. Das ist beim RBF auch immer echt ne schöne Sache.
Heidi Curtis (Reeperbus): Entspanntes Singer-Songwriter-Set. Kommt mit Band bestimmt nochmal ne Ecke besser.
Modern Woman (Nochtspeicher): Must-See des Tages und sich da früh zu platzieren und einen Platz vorne zu ergattern, war eine sehr gute Entscheidung! Highlight des Festivals. Das Set hat wirklich alle in seinen Bann gezogen, die Leute haben durchgehend die Fresse gehalten, das war echt magisch. Da stecken einige gute Künstlerinnen vom Sound her drin, PJ Harvey, n bisschen Fiona Apple, n bisschen Kate Bush. Teilweise ein bisschen sprunghaft, aber das hat live super funktioniert, noch besser als auf dem eh ziemlich guten Album. Hammer! Ich habe mich zwischendurch gefragt, ob das so ein Set ist, bei dem ich ein anderes Konzert sehe als die anderen um mich rum, ob das nur mich so umhaut gerade. Aber unser kleines Grüppchen vor der Bühne war sich danach sehr einig.
Gretel (Molotow Club): Das war dann super weird. Gretel kam alleine mit Akustik-Gitarre auf die Bühne und hat einen Song.. na ja akustisch gespielt. Danach kam ein weiterer Gitarrist dazu und ich dachte so: Ah okay, das ist so ein Set, das sich nach und nach aufbaut. Aber nein, es blieb bei der Besetzung. Ich weiß nicht, ob es irgendwo sonst kommuniziert wurde, dass das hier ein Akustik-Set wird, aber damit gerechnet hat denke ich so gut wie niemand. Im Pressetext hat sich im letzten Satz ein “stripped back” eingeschlichen, das wars. Es wurde auch nicht einmal in den Ansagen kommentiert, was da gerade passiert, das war echt irritierend. Wenn es wegen irgendwelcher Probleme dazu kam, dann kann man das ja kommunizieren und dann hält das Publikum normalerweise auch zusammen und dann guckt man sich eben notgedrungen ein Akustik-Set an und denkt sich, es war ja schon irgendwie was Besonderes. Aber so wirkte es dann so bewusst und selbstverständlich und dann hat sie halt nach und nach das Molotow leer gespielt. Am Samstag um halb 11 ein Akustik Set im Molotow Club zu spielen, das muss man auch erstmal bringen. An sich war die Musik dann auch voll schön, wenn man sich irgendwann mal darauf einlassen konnte, aber es war auch mit einer gewissen Verwirrung überlagert. Das Set war dann auch noch ne ganze Ecke kürzer als angekündigt. Gretel selbst hat sogar in ihrer Instagram Story eine Story gerepostet und selbst dazu geschrieben “we had a weird set” ?? Aber warum ??? Na ja, zum Glück sollte das große Finale noch kommen.
Dream Wife (Molotow Club): Das war dann wieder eins der großen Highlights. Das war eine verdammt coole Show. Die Band hat eine großartige Bühnenpräsenz, einen krassen Sound und schaffen es auch, wenn man die Songs nicht so gut kennt, das Publikum zu catchen. Nach und nach wurde die Crowd ordentlich eingeheizt und es gab einen schönen Moshpit. Das war wirklich nochmal ein krasser Abschluss, der das ganze auf einem Hoch beendet hat. Großartig.
Danach auch noch für die Partys geblieben. Oben war es unangenehm voll irgendwann und wirklich generischer Molotow-Indie am laufenden Band. Unten war es dagegen schön luftig und mit We Were Teenage Flashdancers war eine der generell spaßigsten Molotow-Partys am Start. Da lief überwiegend Pop zu ausgelassener Stimmung und sogar einer Tanzeinlage von der EineShowHalt-Crew, die da plötzlich reinmarschiert sind, haha.
Hatte wieder eine fantastische Zeit auf dem Festival.
Highlights:
Modern Woman
Fat Hamster and KANG New
Dream Wife 2
Glazyhaze
Kazdoura
Lowlights:
Gretel (Acoustic Set)
Ditter 100 Mal verpasst
Extreme Vermissung des alten Molotows, insbesondere Backyard
Viele Sets die wegen irgendwelcher Probleme später angefangen haben
Mittwoch
Clara Mann (St. Pauli Kirche): Ich starte seit ein paar Jahren immer ganz gerne nach der Bändchenschlange direkt in die St. Pauli Kirche, um da das erste Konzert mitzunehmen, das ist irgendwie immer ein schöner Auftakt. Das hier war auch wirklich sehr schön! Ruhiger Folk, zwischendurch ganz witzige Ansagen, war ein echt guter Start in einem sehr passenden Setting.
Keo (N-Joy Reeperbus): Eigentlich wollte ich noch kurz das Ende von Big Truck mitnehmen, wurde aber direkt wieder abgefangen, um zu Keo am Reeperbus zu gehen, die haben da ein kleines Akustik-Set gespielt. Das hat wirklich extrem gut funktioniert für die. Die fangen aktuell ziemlich gut den 2000er-Alternative-Rock Hype ein und haben einige gute Songs zum Besten gegeben. Ich bin froh, dass ich sie mir hier angeguckt habe, weil das dann leider für mich die einzige Gelegenheit blieb.
Bleech 9:3 (Molotow Club): Danach eine Weile Kiosk-Hangout bis zur gefürchteten Molotow-Schlange betrieben, wo wir dann noch ganz gut reingekommen sind. Und let’s face it: Im Grunde ist Bleech 9:3 die gleiche Band wie Keo. Habe die beiden auch dieses Jahr schon im Doppelpack in der Top 10 Bar des Molotows gesehen. Ich hab sogar aus Versehen in meiner Instagram Story Keo markiert und das erst am nächsten Abend realisiert.
Agatha Is Dead! (Bahnhof Pauli): Da haben wir zum Abschluss noch das Ende mitgenommen. Sehr starke Stimme, fand aber die Musik hätte n bisschen spannender sein können. Es war dann teilweise ein wenig in Richtung generische Rockmusik(TM). Vielleicht haben wir aber auch wenig Varianz mitbekommen, weil wir ja nur noch so 20 Minuten vom Ende gesehen haben. Potenzial ist aber da, kann man sich durchaus angucken!
Donnerstag
Billyrrom (Nochtwache): Nach einem kleinen Brunch ging es in der Nochtwache los mit funky Pop aus Japan. Das war voll in Ordnung, ganz sympathisch, aber auch nicht weltbewegend.
CHAMELEON LIME WHOOPIEPIE (Nochtwache): Das wurde etwas spaßiger und ausgefallener. Recht abgedrehter Pop, ebenfalls aus Japan. Tanzbar, ging gut rein, kann man machen.
Danach n bisschen Leerlauf genutzt um andere Leute aus dem Forum zu treffen für ein kleines Hangout am Kiosk, war ne gute Zeit und wir haben uns dann gemeinsam auf den Weg gemacht zu
Tom A. Smith (Molotow Club): Das hat mir gut gefallen! In schwächeren Momenten recht generischer Indie, in den starken Momenten hat man dann aber Parallelen zu Strokes und LCD Soundsystem erkennen können.
Fat Hamster And KANG New (Spielbude XL): Danach haben wir beschlossen, nicht unbedingt noch irgendwas zwanzig Minuten zu gucken, sondern ne kleine Essenspause einzulegen, um dann entspannt zur Spielbude zu gehen. Das war vielleicht mein erstes richtiges Must See. Elektro-Pop, der nach vorne geht, mit eher minimalem Sprechgesang, etwas wie die koreanische Antwort auf Confidence Man. Ich fand das wirklich extrem spaßig, für mich eins der Highlights des Festivals. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, wie die einen kleinen Club komplett auseinander nehmen oder das Spiegelzelt beim Appletree oder Haldern einheizen. Aber bei diesen Acts aus Asien ist auch immer so die Frage, inwiefern die hierzulande dann überhaupt nochmal stattfinden. Deshalb habe ich auch immer gerne ein explizites Auge auf die jeweiligen Showcases. Nur ne halbe Stunde Spielzeit, hätte auch noch ne Ecke länger sein können.
She Her Her Hers (Molotow Top Ten Bar): Danach musste man natürlich frühzeitig ins Molotow aus Angst vor der Molotow-Schlange. Da haben wir uns früh bei She Her Her Hers platziert, auch wieder eine japanische Band. Indie, n bisschen Shoegazey Chillwave. War cool. Insbesondere der Drummer hat sehr viel Variation reingebracht. Englische Ansagen waren vorformuliert und abgelesen, n bisschen wie ein Referat mit eingeplanten Gags, das war irgendwie richtig lieb.
Keo (Molotow Club): Auch hier gab es Soundprobleme, weshalb sie später angefangen haben. Weil wir eh frühzeitig wieder runter wollten, haben wir uns deshalb den Auftritt geschenkt.
Glazyhaze (Molotow Top Ten Bar): Well, guess what: Auch hier gab es Soundprobleme, weshalb sie später angefangen haben. Schien im Molotow so ein Ding zu sein. Dennoch für mich eine der besten Bands des Festivals. Irgendeine ganz besondere Energie bringt dieser Shoegaze mit sich. Ich hab sie dieses Jahr schon im Turmzimmer gesehen vor viel zu wenigen Leuten und das war schon eins der Highlights des Jahres. Da wo ich stand war der Sound ausbaufähig (kein Wunder aber auch direkt hinter den Drums), dennoch ein sehr gutes Set. Leider hier das einzige Mal gesehen, aber hoffentlich nicht zum letzten Mal.
GANS (Molotow Club): Nach kurzem Hangout unten nochmal nach oben geguckt zu GANS. Das war schon sehr spaßig, ich hatte jetzt nicht so richtig Bock, da vorne mit reinzugehen, aber für eine recht stumpfe Erfahrung kann man das durchaus mal mitnehmen.
Danach noch ein bisschen für die Wide Awake Party in der Top Ten Bar geblieben. Das war auf jeden Fall die musikalisch spannendste Party des Molotows an dem Wochenende, hier gab es dann auch mal Genesis Owusu und Fcukers back to back, hat Spaß gemacht. War wenig los, aber am Donnerstag muss man ja nicht komplett steil gehen, wa.
Freitag
Les Shirley (Festival Village): Noch die letzten drei Songs mitgenommen. Das hat als Akustik-Set erstaunlich funktioniert, dafür, dass die eher so Punk-lastigen Rock machen. Aber das zeigt dann eben doch, wie eingängig die Melodien sind. Entspannter Start in den Tag.
Sex Mask (Molotow Top Ten Bar): Ich stand hinter ner Säule und habe nur die Gitarristin gesehen. Das war musikalisch gut und spaßig, als ich dann irgendwann mal an der Säule vorbei die beiden Sänger sehen konnte, bin ich doch lieber wieder hinter die Säule gegangen. Das war auch sehr prollig, Dude-Bro-mäßig. Ich war an diesem Punkt recht genervt vom Molotow, es war wirklich extrem voll. Das war dieser Aussie Brunch, der jedes Jahr hier stattfindet. Das war immer ein sehr cooler Anlaufpunkt um gute Acts im Wechsel zu sehen, im neuen Molotow funktioniert das leider nur bedingt. Ich vermisse den Molotow Backyard wirklich sehr!
Kazdoura (UWE): Danach auch erstmal wieder ne kleine Hangout-Pause, bis es dann mit Kazdoura aus Syrien/Kanada weiter ging. Das war sehr schön! Die Sängerin und der Saxofonist/Gitarrist der Band waren recht eindeutig das Herzstück. Die haben sehr groovigen arabischen Pop mit Soul/Funk/Jazz auf die Bühne gebracht. War echt sehr cool und auch tanzbar, hat sich gut gesteigert. Kleines Highlight auch.
Dream Wife (Docks): Von oben auf der Empore geguckt. War nice. Da oben ist ein bisschen die Energie verflogen, aber war nicht schlimm, da ich die Band nochmal sehen konnte. Finde die Songs machen einfach Spaß und die machen eine sehr gute Show.
Danach nicht so richtig Bock gehabt, drei Shows hintereinander im Docks zu gucken, deshalb ein bisschen rumgetrödelt und bis Fat Dog nichts mehr gesehen. Ditter in der Prinzenbar versucht, leider nicht mehr reingekommen. Aber wir waren dafür auch sehr spät dran. Vielleicht gibt es bei denen nochmal die Chance, oft genug verpasst habe ich sie jedenfalls schon!
Fat Dog (Docks): War schon eine krasse Energie, die die gebündelt haben vor der Bühne. Post-Punk mit dicker Besetzung, inklusive Blasinstrumenten. Das war echt spaßig, wenn auch irgendwann sehr monoton und stumpf. Irgendwer meinte wohl, das sei eine Mischung aus Idles und Meute. Kann sein! Aber kann man sich auch durchaus mal geben!
Danach wieder Party im Molotow, man gönnt sich ja sonst nix.
Samstag
Les Shirley (Molotow Club): Obwohl das Akustik-Set schon funktioniert hat, war das hier dann doch der bessere Rahmen. Das war ein wirklich cooler Start am Nachmittag. Sehr sympathischer Auftritt, auch wenn am Nachmittag noch nicht viel Bewegung herrscht, haben die wahrscheinlich das Publikum schonmal gut aufgeweckt in den Rest des Tages geschickt.
Danach wussten wir alle nicht so recht, was man sich nun anguckt, aber es war auch eine gute Gelegenheit, gemeinsam n bisschen rumzusitzen und den Tag entspannt anzugehen. Das ist beim RBF auch immer echt ne schöne Sache.
Heidi Curtis (Reeperbus): Entspanntes Singer-Songwriter-Set. Kommt mit Band bestimmt nochmal ne Ecke besser.
Modern Woman (Nochtspeicher): Must-See des Tages und sich da früh zu platzieren und einen Platz vorne zu ergattern, war eine sehr gute Entscheidung! Highlight des Festivals. Das Set hat wirklich alle in seinen Bann gezogen, die Leute haben durchgehend die Fresse gehalten, das war echt magisch. Da stecken einige gute Künstlerinnen vom Sound her drin, PJ Harvey, n bisschen Fiona Apple, n bisschen Kate Bush. Teilweise ein bisschen sprunghaft, aber das hat live super funktioniert, noch besser als auf dem eh ziemlich guten Album. Hammer! Ich habe mich zwischendurch gefragt, ob das so ein Set ist, bei dem ich ein anderes Konzert sehe als die anderen um mich rum, ob das nur mich so umhaut gerade. Aber unser kleines Grüppchen vor der Bühne war sich danach sehr einig.
Gretel (Molotow Club): Das war dann super weird. Gretel kam alleine mit Akustik-Gitarre auf die Bühne und hat einen Song.. na ja akustisch gespielt. Danach kam ein weiterer Gitarrist dazu und ich dachte so: Ah okay, das ist so ein Set, das sich nach und nach aufbaut. Aber nein, es blieb bei der Besetzung. Ich weiß nicht, ob es irgendwo sonst kommuniziert wurde, dass das hier ein Akustik-Set wird, aber damit gerechnet hat denke ich so gut wie niemand. Im Pressetext hat sich im letzten Satz ein “stripped back” eingeschlichen, das wars. Es wurde auch nicht einmal in den Ansagen kommentiert, was da gerade passiert, das war echt irritierend. Wenn es wegen irgendwelcher Probleme dazu kam, dann kann man das ja kommunizieren und dann hält das Publikum normalerweise auch zusammen und dann guckt man sich eben notgedrungen ein Akustik-Set an und denkt sich, es war ja schon irgendwie was Besonderes. Aber so wirkte es dann so bewusst und selbstverständlich und dann hat sie halt nach und nach das Molotow leer gespielt. Am Samstag um halb 11 ein Akustik Set im Molotow Club zu spielen, das muss man auch erstmal bringen. An sich war die Musik dann auch voll schön, wenn man sich irgendwann mal darauf einlassen konnte, aber es war auch mit einer gewissen Verwirrung überlagert. Das Set war dann auch noch ne ganze Ecke kürzer als angekündigt. Gretel selbst hat sogar in ihrer Instagram Story eine Story gerepostet und selbst dazu geschrieben “we had a weird set” ?? Aber warum ??? Na ja, zum Glück sollte das große Finale noch kommen.
Dream Wife (Molotow Club): Das war dann wieder eins der großen Highlights. Das war eine verdammt coole Show. Die Band hat eine großartige Bühnenpräsenz, einen krassen Sound und schaffen es auch, wenn man die Songs nicht so gut kennt, das Publikum zu catchen. Nach und nach wurde die Crowd ordentlich eingeheizt und es gab einen schönen Moshpit. Das war wirklich nochmal ein krasser Abschluss, der das ganze auf einem Hoch beendet hat. Großartig.
Danach auch noch für die Partys geblieben. Oben war es unangenehm voll irgendwann und wirklich generischer Molotow-Indie am laufenden Band. Unten war es dagegen schön luftig und mit We Were Teenage Flashdancers war eine der generell spaßigsten Molotow-Partys am Start. Da lief überwiegend Pop zu ausgelassener Stimmung und sogar einer Tanzeinlage von der EineShowHalt-Crew, die da plötzlich reinmarschiert sind, haha.
Hatte wieder eine fantastische Zeit auf dem Festival.
Highlights:
Modern Woman
Fat Hamster and KANG New
Dream Wife 2
Glazyhaze
Kazdoura
Lowlights:
Gretel (Acoustic Set)
Ditter 100 Mal verpasst
Extreme Vermissung des alten Molotows, insbesondere Backyard
Viele Sets die wegen irgendwelcher Probleme später angefangen haben
Zuletzt geändert von MairzyDoats am Fr 25. Sep 2026, 23:51, insgesamt 1-mal geändert.
Hallo wie geht willkommen in meiner Signatur. Lass dir hier bitte richtig gut gehen einfach, Käffchen für dich
- Tambourine-Man
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Re: Reeperbahn Festival
Na jut, dann muss ich wohl auch ran.
Nach einer Rbf-Pause im letzten Jahr sowie lediglich eines Tagesbesuchs in 2024 ging es heuer mal wieder "richtig" auf's Reeperbahn Festival
Das Festival geht für mich mit einer (inzwischen sogar noch weiteren) Anreise und der Buchung einer Unterkunft einher. Trotz dieses höheren Invests störe ich mich grundsätzlich nicht daran, dass die großen Namen auch in diesem Jahr kleiner wurden. Der Fokus liegt auch für mich im Entdecken. Wo sich das meiner Meinung nach allerdings sehr niederschlägt, ist das Preis-Leistungsverhältnis von Tagestickets, insbesondere am Samstag. Hier ist das Nachmittagsprogramm ausgedünnter und gleichzeitig ist es merklich voller. Wenn Rbf, dann nur noch mehrtägig.
Donnerstag
Hiqpy (Molotow Club):
Entspannter Start am Donnerstagnachmittag und mein erstes Mal im neuen Molotow. Ich weiß nicht, wie sie es geschafft haben, aber es ist gefühlt noch dunkler als die alten Räumlichkeiten. Es gab einen Showcase der vierköpfigen Band aus den Niederlanden mit dreamigem indie-rock. Das war gut, ohne wirklich herauszuragen.
Tom A. Smith (Molotow Club):
Nach dem bereits zitierten Kiosk Hangout ging es wieder rein. Tom A. Smith hat sich erst kurz vor dem Festival auf meinen Radar geschlichen und sein Slot lag gar nicht mal so optimal, aber es war am Ende wohl mein Tageshighlight. Der namensgebende Indie-Sänger ist ziemlich jung, aber liefert die Kombination aus britischer Höflichkeit und selbstbewusstem Frontmann on point. Das Publikum wurde angeheizt, ohne dass es unangenehm wirkte. Sehr spaßiger Auftritt, werde ich im Auge behalten. Leider sind wir zwei Songs vor Schluss weitergezogen, denn es warteten
Nastyjoe (Stage 15): Neue Location für mich. Größer als gedacht, aber man merkt auch, dass die Einlasssituation deutlich entspannter ist. Eingängiger Post-Punk aus Frankreich. Haben mir sehr gut gefallen, Band hat sichtlich alles gegeben, aber Punktabzug dafür, dass mein Lieblingssong Things Unsaid, Pt. I nicht gespielt wurde.
Kiraas (Spielbude XL):
Die Nahrungsaufnahme war leider viel zu kurz gekommen und das rächte sich jetzt. Wir sind auf dem Spielbudenplatz gelandet, wo es neben sehr schwachen loaded fries (die Vorjahre war das Gastro-Angebot dort gefühlt besser, oder?) auch den südkoreanischen Export in Form von Bublegum-Pop einer sechsköpfigen Girlgroup gab. Ich finde das immer faszinierend, weil es so gar nicht meine popkulturelle Welt ist, kann ich also auch nicht bewerten.
Nightbus (Nochtspeicher):
Es galt wieder Fahrt aufzunehmen, wofür dieser act sich nur leider als falsche Wahl herausstellte. Es war keineswegs schlecht, aber der Funke sprang nicht über; ich habe die Band als distanziert wahrgenommen. Musikalisch traf Post-Punk auf Darkwave, aber in der vollen Bandbesetzung ist für mich die elektronische Komponente leider zu kurz gekommen, es fehlte das aktivierende Element. Gefielen mir auf Platte besser.
Gans (Molotow Club):
Hatte ich mich im Vorfeld gar nicht mit beschäftigt. Aber irgendwie auch nichts anderes auf dem Zettel und wenn es irgendwie Richtung post-punk geht, muss ich ja auch nicht groß überredet werden. Elektronisch, treibend, bisweilen bewusst überdreht. Hat Spaß gemacht.
Freitag
Lucky (Molotow Club):
Es gab verträumten Indie zum Start in den Tag. Musikalisch hatte ich da gar nichts auszusetzen, aber wenn eine Künstlerin 4x "My name is Lucky" sagt ohne einmal ihre Band zu erwähnen, empfinde ich das als merkwürdig. Klar ist es ein Showcase, die Zeit ist begrenzt. Einen Jam mit Vorstellung aller erwarte ich auch gar nicht, aber ein "thanks to my band" o.ä. sollte doch drin sein?
KOYOT (UWE):
Hot-take: Die Showcases der Canadian Independent Music Association sind underrated! Es sind nie die must-sees, aber immer spannende acts, gerne auch mal etwas abseits meiner bevorzugten Genres. So wie KOYOT. Die Band lebte vom sehr souligen Gesang, der einen richtig doll umarmt hat und die Sehnsucht nach ihrer kanadischen Heimat in sich trug. Aber auch instrumental war es ansprechend: Meistens poppig im Hintergrund, dann wieder mit Bluesrock-Ausbrüchen. Nichts erwartet, viel bekommen. Auffällig war noch der hohe Altersdurchschnitt. Vielleicht auch weil es sich im UWE zwischen den Showcases besser aushalten lässt, als im klebrigen Molotow
Dolphin Love (fritz kola stage im Village):
Kurze Verschnaupfpause im Village. Die Bühne dort birgt durch ihre Höhe natürlich eine gewisse Distanz, aber Dolphin Love, den ich auf dem ATG für mich entdeckt habe, hat mir mit seinem Gitarren/Synthie-Mix wieder sehr gut gefallen. Einziges Manko war der "Soundcheck" einer kleinen Nebenbühne, der das kurze Set gestört hat.
Django Django (Bahnhof Pauli):
FOMO machte sich breit, da mit Django Django kurz vor Schluss noch ein relativ großer Name ins line-up gerutscht ist. Letztendlich war es mit angemessenem Vorlauf aber möglich in den Bahnhof Pauli zu gelangen. Gab sogar einen Platz in Reihe drei für unser Grüppchen. Hatte die Band noch nie live gesehen und mir ob des relativ kurzen Showcases keine konkreteren Erwartungen. Die Zeit verflog im Endeffekt super schnell und es war super spaßig. Das hat richtig Lust auf ein Konzert im nächsten Jahr gemacht! (Ziel erreicht, nehme ich an)
Lime Garden (Docks):
Fand ich zunächst ja ganz schön groß angesetzt, aber die Schlange sollte dem Orga-Team Recht geben. Für mich war es gleichzeitig die Premiere im Docks - in stiller Wehmut an den Idles (w/ Gilla Band) Tourstop, der dort 2022 wegen Schwurbelei stabilerweise von der Band gecancelt wurde. Der indie-rock der Band sollte seinen Weg in die schlägigen Festival-line-ups machen. Auch ich habe mich sehr gefreut, dass mit Clockwork einer ihrer frühen Songs performt wurde. Der ganze Auftritt wirkte sehr komplett und auf mich schon (zu) abgeklärt: Bei einigen Bandmitgliederinnen konnte man nicht ausmachen, ob es Coolness oder Lustlosigkeit war. Ne Runde Sache, aber geflasht hat es mich dann doch nicht.
Friedberg (Indra):
Nach ihrem Showcase im Bahnhof Pauli haben Friedberg noch ein etwas längeres Set im Indra zum besten gegeben und das ergänzte meinen Timetable (weil Neues > Fat Dog) perfekt. Tanzbare indie-beats und eine tolle Energie, die von Bühne ausgestrahlt wurde. Der Gig alles, was Nightbus am Tag vorher hätten sein sollen: Der Anheizer, um im Anschluss auch im Molotow noch ein bisschen das Tanzbein zu schwingen.
Samstag
Les Shirley (Molotow Club):
Ich war noch gar nicht richtig im Festival-Modus angekommen, da rief diese Band förmlich "Einsteigen, es geht los!" und Ausreden wurden nicht akzeptiert. Statt gemütliches Reinkommen kompletter Kaltstart mit schneller Gitarrenmusik. Einerseits rau, aber gleichzeitig auch total wholesome - wahnsinnig sympathische Band!
Modern Woman (Nochtspeicher):
Mein großer must-see und hier hat alles gepasst. Das Debüt hat es mir sehr angetan und meine Erwartungen waren hoch. Gute Plätze erwischt, mittig, die Säulen im Rücken. Der sehr unstete post-everything-sound ist geprägt von Stilbrüchen und zwischenzeitlich hatte ich Bedenken, ob sie das Album auch live so ansprechend umsetzen könnten, aber es ist voll aufgegangen. Streich- und Blasinstrumente waren auch noch dabei und so wurde der wirklich bemerkenswert andächtig stille Raum wunderbar ausgefüllt. Absolutes Highlight und gleichzeitig das perfekte Vorprogramm für meinen Festivalabschluss...
Anna von Hausswolff (Elbphilharmonie):
So richtig gezündet hat sie bei mir erst mit ihrem aktuellen Album. Das bildete auch gleichzeitig den Schwerpunkt ihres Auftritts und somit eine wunderbare Gelegenheit einen weiteren Besuch in der Elphie. Klar gab es ein ansprechendes Parallelprogramm, aber gerade vor dem Hintergrund des denkwürdigen Auftritts von Gretel, bin ich mit der Wahl sehr happy!
Fazit: Ja, das alte Molotow fehlt. Einerseits hatte es mit dem Backyard einfach einen baulichen Bonus, der alles dort sehr viel entspannter gemacht hat. Ich hatte auch den Eindruck, dass das Molotow dieses Jahr nicht mehr dieser feste Fix- und soziale Treffpunkt der vergangenen Jahre war. Wird sicher irgendwie zusammenhängen und auch unsere Gruppendynamik war vielleicht einfach eine andere. Ich will aber nicht haten, ich hatte dort eine gute Zeit. Allerdings werde ich in Zukunft schneller den Sprung in den Keller wagen, wenn bei den Parties oben das best-of der Evergreens läuft.
Die drei Tage sind für mich viel zu wenig Zeit, weil ich versuche möglichst viele Gigs sowie Kiosk Getränke inkl. Socializen (teilweise auch mit Leuten abseits des Festivals) unter einen Hut zu kriegen und das immer ein enormer Spagat ist. Bin mit der diesjährigen Ausbeute aber wieder sehr happy. Glücklicherweise waren heuer auch relativ wenig Highlights schon am Mittwoch, da haben sie in den Vorjahren gerne mal die Perlen platziert...
Ich bin gespannt, wie sie das mit den Kürzungen nächstes Jahr bewerkstelligen. Hoffe sehr sie können weiterhin ein so vielfältiges Musikprogramm auffahren. Ich entdecke nach 30 Konzerten in Hamburg und vier Ausgaben Rbf immer noch neue Locations und allein das macht mir wahnsinnig viel Freude!
Nach einer Rbf-Pause im letzten Jahr sowie lediglich eines Tagesbesuchs in 2024 ging es heuer mal wieder "richtig" auf's Reeperbahn Festival
Das Festival geht für mich mit einer (inzwischen sogar noch weiteren) Anreise und der Buchung einer Unterkunft einher. Trotz dieses höheren Invests störe ich mich grundsätzlich nicht daran, dass die großen Namen auch in diesem Jahr kleiner wurden. Der Fokus liegt auch für mich im Entdecken. Wo sich das meiner Meinung nach allerdings sehr niederschlägt, ist das Preis-Leistungsverhältnis von Tagestickets, insbesondere am Samstag. Hier ist das Nachmittagsprogramm ausgedünnter und gleichzeitig ist es merklich voller. Wenn Rbf, dann nur noch mehrtägig.
Donnerstag
Hiqpy (Molotow Club):
Entspannter Start am Donnerstagnachmittag und mein erstes Mal im neuen Molotow. Ich weiß nicht, wie sie es geschafft haben, aber es ist gefühlt noch dunkler als die alten Räumlichkeiten. Es gab einen Showcase der vierköpfigen Band aus den Niederlanden mit dreamigem indie-rock. Das war gut, ohne wirklich herauszuragen.
Tom A. Smith (Molotow Club):
Nach dem bereits zitierten Kiosk Hangout ging es wieder rein. Tom A. Smith hat sich erst kurz vor dem Festival auf meinen Radar geschlichen und sein Slot lag gar nicht mal so optimal, aber es war am Ende wohl mein Tageshighlight. Der namensgebende Indie-Sänger ist ziemlich jung, aber liefert die Kombination aus britischer Höflichkeit und selbstbewusstem Frontmann on point. Das Publikum wurde angeheizt, ohne dass es unangenehm wirkte. Sehr spaßiger Auftritt, werde ich im Auge behalten. Leider sind wir zwei Songs vor Schluss weitergezogen, denn es warteten
Nastyjoe (Stage 15): Neue Location für mich. Größer als gedacht, aber man merkt auch, dass die Einlasssituation deutlich entspannter ist. Eingängiger Post-Punk aus Frankreich. Haben mir sehr gut gefallen, Band hat sichtlich alles gegeben, aber Punktabzug dafür, dass mein Lieblingssong Things Unsaid, Pt. I nicht gespielt wurde.
Kiraas (Spielbude XL):
Die Nahrungsaufnahme war leider viel zu kurz gekommen und das rächte sich jetzt. Wir sind auf dem Spielbudenplatz gelandet, wo es neben sehr schwachen loaded fries (die Vorjahre war das Gastro-Angebot dort gefühlt besser, oder?) auch den südkoreanischen Export in Form von Bublegum-Pop einer sechsköpfigen Girlgroup gab. Ich finde das immer faszinierend, weil es so gar nicht meine popkulturelle Welt ist, kann ich also auch nicht bewerten.
Nightbus (Nochtspeicher):
Es galt wieder Fahrt aufzunehmen, wofür dieser act sich nur leider als falsche Wahl herausstellte. Es war keineswegs schlecht, aber der Funke sprang nicht über; ich habe die Band als distanziert wahrgenommen. Musikalisch traf Post-Punk auf Darkwave, aber in der vollen Bandbesetzung ist für mich die elektronische Komponente leider zu kurz gekommen, es fehlte das aktivierende Element. Gefielen mir auf Platte besser.
Gans (Molotow Club):
Hatte ich mich im Vorfeld gar nicht mit beschäftigt. Aber irgendwie auch nichts anderes auf dem Zettel und wenn es irgendwie Richtung post-punk geht, muss ich ja auch nicht groß überredet werden. Elektronisch, treibend, bisweilen bewusst überdreht. Hat Spaß gemacht.
Freitag
Lucky (Molotow Club):
Es gab verträumten Indie zum Start in den Tag. Musikalisch hatte ich da gar nichts auszusetzen, aber wenn eine Künstlerin 4x "My name is Lucky" sagt ohne einmal ihre Band zu erwähnen, empfinde ich das als merkwürdig. Klar ist es ein Showcase, die Zeit ist begrenzt. Einen Jam mit Vorstellung aller erwarte ich auch gar nicht, aber ein "thanks to my band" o.ä. sollte doch drin sein?
KOYOT (UWE):
Hot-take: Die Showcases der Canadian Independent Music Association sind underrated! Es sind nie die must-sees, aber immer spannende acts, gerne auch mal etwas abseits meiner bevorzugten Genres. So wie KOYOT. Die Band lebte vom sehr souligen Gesang, der einen richtig doll umarmt hat und die Sehnsucht nach ihrer kanadischen Heimat in sich trug. Aber auch instrumental war es ansprechend: Meistens poppig im Hintergrund, dann wieder mit Bluesrock-Ausbrüchen. Nichts erwartet, viel bekommen. Auffällig war noch der hohe Altersdurchschnitt. Vielleicht auch weil es sich im UWE zwischen den Showcases besser aushalten lässt, als im klebrigen Molotow
Dolphin Love (fritz kola stage im Village):
Kurze Verschnaupfpause im Village. Die Bühne dort birgt durch ihre Höhe natürlich eine gewisse Distanz, aber Dolphin Love, den ich auf dem ATG für mich entdeckt habe, hat mir mit seinem Gitarren/Synthie-Mix wieder sehr gut gefallen. Einziges Manko war der "Soundcheck" einer kleinen Nebenbühne, der das kurze Set gestört hat.
Django Django (Bahnhof Pauli):
FOMO machte sich breit, da mit Django Django kurz vor Schluss noch ein relativ großer Name ins line-up gerutscht ist. Letztendlich war es mit angemessenem Vorlauf aber möglich in den Bahnhof Pauli zu gelangen. Gab sogar einen Platz in Reihe drei für unser Grüppchen. Hatte die Band noch nie live gesehen und mir ob des relativ kurzen Showcases keine konkreteren Erwartungen. Die Zeit verflog im Endeffekt super schnell und es war super spaßig. Das hat richtig Lust auf ein Konzert im nächsten Jahr gemacht! (Ziel erreicht, nehme ich an)
Lime Garden (Docks):
Fand ich zunächst ja ganz schön groß angesetzt, aber die Schlange sollte dem Orga-Team Recht geben. Für mich war es gleichzeitig die Premiere im Docks - in stiller Wehmut an den Idles (w/ Gilla Band) Tourstop, der dort 2022 wegen Schwurbelei stabilerweise von der Band gecancelt wurde. Der indie-rock der Band sollte seinen Weg in die schlägigen Festival-line-ups machen. Auch ich habe mich sehr gefreut, dass mit Clockwork einer ihrer frühen Songs performt wurde. Der ganze Auftritt wirkte sehr komplett und auf mich schon (zu) abgeklärt: Bei einigen Bandmitgliederinnen konnte man nicht ausmachen, ob es Coolness oder Lustlosigkeit war. Ne Runde Sache, aber geflasht hat es mich dann doch nicht.
Friedberg (Indra):
Nach ihrem Showcase im Bahnhof Pauli haben Friedberg noch ein etwas längeres Set im Indra zum besten gegeben und das ergänzte meinen Timetable (weil Neues > Fat Dog) perfekt. Tanzbare indie-beats und eine tolle Energie, die von Bühne ausgestrahlt wurde. Der Gig alles, was Nightbus am Tag vorher hätten sein sollen: Der Anheizer, um im Anschluss auch im Molotow noch ein bisschen das Tanzbein zu schwingen.
Samstag
Les Shirley (Molotow Club):
Ich war noch gar nicht richtig im Festival-Modus angekommen, da rief diese Band förmlich "Einsteigen, es geht los!" und Ausreden wurden nicht akzeptiert. Statt gemütliches Reinkommen kompletter Kaltstart mit schneller Gitarrenmusik. Einerseits rau, aber gleichzeitig auch total wholesome - wahnsinnig sympathische Band!
Modern Woman (Nochtspeicher):
Mein großer must-see und hier hat alles gepasst. Das Debüt hat es mir sehr angetan und meine Erwartungen waren hoch. Gute Plätze erwischt, mittig, die Säulen im Rücken. Der sehr unstete post-everything-sound ist geprägt von Stilbrüchen und zwischenzeitlich hatte ich Bedenken, ob sie das Album auch live so ansprechend umsetzen könnten, aber es ist voll aufgegangen. Streich- und Blasinstrumente waren auch noch dabei und so wurde der wirklich bemerkenswert andächtig stille Raum wunderbar ausgefüllt. Absolutes Highlight und gleichzeitig das perfekte Vorprogramm für meinen Festivalabschluss...
Anna von Hausswolff (Elbphilharmonie):
So richtig gezündet hat sie bei mir erst mit ihrem aktuellen Album. Das bildete auch gleichzeitig den Schwerpunkt ihres Auftritts und somit eine wunderbare Gelegenheit einen weiteren Besuch in der Elphie. Klar gab es ein ansprechendes Parallelprogramm, aber gerade vor dem Hintergrund des denkwürdigen Auftritts von Gretel, bin ich mit der Wahl sehr happy!
Fazit: Ja, das alte Molotow fehlt. Einerseits hatte es mit dem Backyard einfach einen baulichen Bonus, der alles dort sehr viel entspannter gemacht hat. Ich hatte auch den Eindruck, dass das Molotow dieses Jahr nicht mehr dieser feste Fix- und soziale Treffpunkt der vergangenen Jahre war. Wird sicher irgendwie zusammenhängen und auch unsere Gruppendynamik war vielleicht einfach eine andere. Ich will aber nicht haten, ich hatte dort eine gute Zeit. Allerdings werde ich in Zukunft schneller den Sprung in den Keller wagen, wenn bei den Parties oben das best-of der Evergreens läuft.
Die drei Tage sind für mich viel zu wenig Zeit, weil ich versuche möglichst viele Gigs sowie Kiosk Getränke inkl. Socializen (teilweise auch mit Leuten abseits des Festivals) unter einen Hut zu kriegen und das immer ein enormer Spagat ist. Bin mit der diesjährigen Ausbeute aber wieder sehr happy. Glücklicherweise waren heuer auch relativ wenig Highlights schon am Mittwoch, da haben sie in den Vorjahren gerne mal die Perlen platziert...
Ich bin gespannt, wie sie das mit den Kürzungen nächstes Jahr bewerkstelligen. Hoffe sehr sie können weiterhin ein so vielfältiges Musikprogramm auffahren. Ich entdecke nach 30 Konzerten in Hamburg und vier Ausgaben Rbf immer noch neue Locations und allein das macht mir wahnsinnig viel Freude!
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