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von MairzyDoats » Sa 22. Aug 2026, 01:05
Sooo, Part 2!
Beim Way Out West gab es natürlich auch einige tolle Bands zu sehen und das Line Up war dieses Jahr wirklich phänomenal, im Vorfeld habe ich mich echt gefragt, wann die denn mal aufhören wollen, gute Sachen zu bestätigen. Das wird wahrscheinlich wieder lang, also nicht lang schnacken, wa.
Tag 1:
Es ging nach kurzer Orientierungsphase auf dem Gelände erstmal los mit der Pop-Künstlerin Yaeger im Zelt, das war voll okay, aber hat mich auch nicht so richtig bekommen. Danach ging es aber für mich direkt in ein Highlight rein, vielleicht auch schon das Tageshighlight, wenn man Stay Out West mal ausklammert.
Arthur Verocai mit dem Nu Civilisation Orchestra, der legendäre brasilianische Komponist, der vor allem für sein grandioses selbstbetitelte Album aus den 70ern bekannt ist, aber auch für einige namhafte Künstler*innen geschrieben hat oder von diesen gesampled wurde. Arthur Verocai kam mit einer Beinschiene auf die Bühne, für seine 81 Jahre altersgemäß gemächlich unterwegs, aber wirkte auch nicht unfit. Er hat größtenteils das Orchester dirigiert, aber auch mal einen Song selbst gesungen, ansonsten wurde der Gesang von zwei sehr charismatischen Sänger*innen übernommen. Ich hatte mich auf ein sehr entspanntes Konzert eingestellt, war dann aber überrascht, wie tanzbar, groovy und jazzig die ganze Angelegenheit war. Das hat mich wirklich mitgerissen. So eine schöne, positive Atmosphäre im Publikum und auf der Bühne. Mit diesem Konzert war ich schon richtig glücklich. Was ganz gut war für den Start, weil mich vieles danach an diesem Tag nicht ganz so umgehauen hat.
Im Anschluss kamen Clipse, die ich auch schon länger sehen wollte, aber auch schonmal auf dem Primavera verpasst habe. Und das war gut, aber für mich wollte der Funke auch nicht so komplett überspringen. Vom Publikum kam recht wenig, ich kann mir auch vorstellen, dass das in einem Club nochmal eine ganz andere Energie hat, hier war es solide.
Ich habe mich danach schonmal bei Oklou platziert, weil ich damit gerechnet habe, dass es hier voll wird und ich auch nicht vorher irgendwas halb gucken wollte. Mit Jehnny Beth und Lily Allen wäre auf jeden Fall namhaftes Kontrastprogramm geboten gewesen. Für mich füllt Oklou das Motto "es ist drin, was draufsteht" aus: Sie ist ok. So war auch dieser Auftritt. Es fing langsam mit ruhigen Stücken an, zum Ende ist sie dann Beat-lastiger geworden, das hat für mich besser funktioniert, aber Alles in Allem war auch das nur solide in meinen Augen. Gefühlt hat sie auch ein bisschen die Bühne leer gespielt, ich konnte immer weiter rein im Laufe des Konzerts, aber das mag auch daran liegen, dass die Leute sich zu Zara Larsson begeben haben, die im Anschluss spielen würde. Die haben wir uns nur von hinten angeguckt, würde ich nichtmal so richtig als gesehen bezeichnen, so richtig kam davon nicht viel rüber. Ich hab den Song gehört, zu dem Alysa Liu ihr tolles Programm geskatet hat, das war auch alles, was ich wollte. Solide Pop-Show, aber die Musik gibt mir in dem Fall nicht viel.
Dann haben wir uns für Moby platziert und das war für mich das nächste Highlight des Tages. Ich fand das wirklich richtig cool. Twin Peaks gesampled, alte Songs rausgekramt, die ich nicht mehr auf dem Schirm hatte, selbstironisch den Eminem-Diss eingebracht, absurd trashige Visuals und eine stabile Ansage zu Veganismus. Ich fands richtig nice. Einziger möglicher Wermutstropfen, dass glaube ich manche Videos, die so eingeblendet wurden, evtl KI-Slop waren? Sah jedenfalls n bisschen danach aus, das wäre schon whack. Wir sind dann irgendwann nach hinten für gute Plätze bei The XX, auch von dort konnte man das Konzert noch genießen, ich für meinen Teil hätte nichts dagegen gehabt, mir das bis zum Ende da vorne zu geben.
Die Zeiten, dass ich viel The XX gehört habe, sind lange vorbei und ich habe auch wieder gemerkt, dass mir die Band nicht ansatzweise so wichtig ist, wie den Leuten um mich rum. Ich finde die schon gut, keine Frage, aber ein bisschen was fehlt mir bei denen. Vielleicht ist es eine gewisse Unterkühltheit in der Musik, die mich nicht komplett abholt. Dennoch war die Show, der Sound und die Visuals schon sehr nice. Ich hatte hier auch meinen Spaß, auch wenn hier die Laber-Schweden (oder waren es Briten?) teilweise sehr nervig waren. Für mich hat es nicht so gut funktioniert, dass zum Ende hin der Solokram der drei rausgekramt wurde, das hat dem ganzen einen leichten Bruch gegeben, auch wenn alle Solo-Darbietungen schon stabil waren. Ich hatte mir aber eh auch noch ein anderes Ziel gesetzt: Das Ende von hinten gucken und dann ab zum Stay Out West. Ich habe mich also in der letzten Viertelstunde nach hinten begeben und da noch ein bisschen geguckt und bin dann während "Intro" raus. Die Vorstellung war ganz schön, mit dem Song im Rücken dann das Festival zu verlassen. Das hat aber nur so lange funktioniert, bis ich am Zalando-Stand vorbei gekommen bin, in dem gerade eine riesige Party abging. Na ja. Dann gehe ich halt zu "Yeah" von Usher vom Festivalgelände.
Ich habe direkt die Bahn bekommen und bin zum Pustervik gefahren, ein Club nicht weit vom Festivalgelände, dort sollte heute noch Ninajirachi beim Stay Out West spielen, den Clubkonzerten im Anschluss. Ich habe mir keine großen Hoffnungen gemacht, da reinzukommen, weil das womöglich der größte Hype-Act des Stay Out Wests war. Beim Club angekommen ging die Schlange auch schon um die Ecke und wurde auch hinter mir direkt länger, die App sagte schon die Auslastung sei "busy". Es ging dennoch voran, es haben sich auch noch zwei Mitstreiter*innen angeschlossen und wir haben ne ganze Weile zusammen gewartet. Irgendwann ging es nicht mehr voran und die App sagte auch "full". Wir waren so kurz davor aufzugeben, aber dann ging es plötzlich sehr schnell weiter und wir waren drin. Drinnen hat noch Thaiboy Digital gespielt, anscheinend ein schwedischer Hype, Publikum ging gut ab, aber ja, war nicht meins. Das hat mir aber auch gezeigt: Auch nach uns sind bestimmt noch viele Leute reingekommen, denn viele wollten hier Ninajirachi wahrscheinlich gar nicht unbedingt sehen und sind nach Thaiboy Digital gegangen. Dennoch füllte es sich dann auch bis an unnangehme Grenzen, aber die Show von Ninajirachi war auch wieder wirklich über alle Zweifel erhaben. Das war einfach nur der pure Abriss. Das sonst so reservierte schwedische Publikum war komplett außer Rand und Band, es wurde immer voller. Ich wäre gerne weiter in die Menge gekommen, aber absurderweise hat es einen immer weiter an den Rand getrieben. Das war aber auch nicht schlimm, denn da gab es immerhin ein bisschen Luft zum Atmen. Es war wirklich ein grandioses Geballer, das Album von Ninajirachi verströmt einfach so eine tolle Energie, vielleicht wieder einmal mit das Festival-Highlight gewesen. Sehr glücklich den Club verlassen und dann zu Fuß nach Hause.
Tag 2:
Der zweite Tag ist für mich am besten aufgegangen, hier habe ich die tollsten Sachen und auch Überraschungen erlebt. Es ging früh los mit Son Rompe Pera, selbst treffend beschrieben mit "Marimba Punk", aber es ist auch eine Cumbia-Band. Sieht man auch nicht alle Tage, wenn man es nicht gezielt aufsucht. Ich hatte meinen Spaß, die hatten ihren Spaß und das war sehr schön tanzbar und ein positiver Start in den Tag. Danach ging es zur Linné Stage im Zelt zu Sara Parkman, zu der ich nur hingeschleppt wurde, ohne sie zu kennen. Der Plan war eigentlich, den Anfang zu gucken und dann zu Annahstasia zurück zur Höjden Stage zu gehen, aber nach ein paar Songs war klar: Ich bleib hier. Das war richtig toll und intense. Die schwedische Musikerin tritt in einer traditionellen Tracht auf und macht schwedische Volksmusik mit modernem Anstrich und einem offensichtlichen Bruch mit Traditionen. Das war ein mächtiger Sound und so kraftvoll, auch wenn ich kein Wort verstanden habe, hat mich das richtig berührt und mitgerissen. Die Leute haben viel mitgesungen an dieser Stelle, das war was ganz Besonderes. Überraschungshighlight.
Danach ging ein bisschen der Pain los, weil ein paar Abgesandte unserer Gruppe Geese sehen wollten, die im Zelt doch mal wieder fehlplatziert waren, zumindest von ihrer Größe. Nektar waren noch dazwischen, ein aufstrebender schwedischer Rock-Act. Sehr junge Männer, sehr generische Rockmusik, die mich nicht wirklich gekriegt hat. Den Mädels neben mir hat es aber sehr gut gefallen, die sind richtig abgegangen, das hat ein bisschen abgefärbt und sie haben mir zugefächert, das war sehr wertvoll bei den Temperaturen im Zelt. Dazu gab es Vogelvisuals, das hat mich auch besänftigt. War den Umständen entsprechend okay. Aber Geese danach waren dann wieder einfach nur krass. Das war mal wieder großartig. Es war ein schwitziges Rumgeschiebe und die Band legt einfach einen so krassen Sound und so eine lässige Tightness an den Start, das ist wirklich toll. Einen Song wie "Taxes" in dieser euphorischen Masse zu erleben ist wirklich unvergleichlich aktuell – kann man sich auf Platte glaube ich gar nicht so gut vorstellen. Mich hat es noch mehr mitgenommen als das Konzert in Hamburg. Vielleicht hätte das auf der Main Stage auch gar nicht so gut funktioniert wie im Zelt, wer weiß? Großartig jedenfalls, mindestens Tageshighlight.
Danach musste ich echt erstmal runterkommen. Habe mich vor die Höjden gesetzt und mein Leben hinterfragt. Das kann so doch nicht weitergehen, ich muss auf noch mehr Konzerte gehen. Na ja, danach Fcukers auf Höjden. Geile Live-Band, gehen immer, auch hier wieder wirklich toll und spaßig gewesen.
Danach ging es zu Nick Cave And The Bad Seeds. Bin ich ja auch schon ne Weile Fan, auch wenn ich ihn jetzt lange nicht mehr aktiv gehört habe. Live auch immer über alle Zweifel erhaben. Die hatten es richtig eilig auf die Bühne zu kommen, haben 5 Minuten früher angefangen, weil sie meinten, sie haben bei ihrem ihren 2-Stunden-Slot natürlich "wenig Zeit" heute. Nick Cave natürlich wieder immer mit einem Bein mitten im Publikum, schreit die Leute an, sucht die Nähe. Für mich waren in der Setlist leider recht wenige Highlights dabei, aber dennoch war es mal wieder gewohnt gut. Auch hier habe ich mich etwas früher nach hinten verabschiedet und das Ende dort geguckt, weil ich es noch ins Zelt schaffen wollte.
Lykke Li ist für mich eine Herzenskünstlerin, ich verfolge sie seit dem ersten Album und bin immer Verfechter gewesen, für mich ein underrated Pop-Act. Sie dann nach langer Zeit mal wieder zu sehen und dann auch noch in Schweden, das wollte ich mir nicht entgehen lassen. Und The Cure hatte ich ja auch gerade erst auf dem Primavera gesehen. Das Zelt war komplett voll und die Menge ist heftigst laut ausgerastet, als sie auf die Bühne kam, aber danach kam dann doch nicht so viel vom Publikum. Um mich herrum was es recht verhalten, die Leute kannten obviously die meisten Songs nicht. Ich bin am Ende doch der einzige Lykke Li Fan, den es gibt. Ich hatte auf einen schönen, riesigen Chor während Songs wie "No Rest For The Wicked" gehofft, aber das blieb bei mir in der Gegend leider aus. Dennoch war es richtig schön. Teils ist die Menge auch ganz gut ausgerastet, bei Songs wie "Little Bit", "Possibility" und auch "Get Some", bei dem ich nicht wusste, dass das bis heute so ein bekannter Song von ihr zu sein scheint. Aber es gab natürlich komplett kein Halten mehr bei "I Follow Rivers", der dann natürlich auch in dem Magician Remix gipfelte. Das war schon heftig, wie dazu dann alle ausgerastet sind. Danach dachte man, es sei natürlich vorbei, aber Lykke Li kam nochmal auf die Bühne, sagte irgendwas auf Schwedisch ins Mikro, zündete sich ne Kippe an und es lief plötzlich "The Rhythm Of the Night" von Corona vom Band, zu dem nochmal alle abgegangen sind, während sie zum Publikum tanzte. War vielleicht nicht mein bestes Lykke Li Konzert, aber ich bin froh, sie mal wieder gesehen zu haben, war schon sehr schön.
Danach bin ich dann zu The Cure rüber gegangen, aber ich habe auch gemerkt, dass ich da jetzt nicht mehr so richtig reinkomme und dass mir nun auch ziemlich die Füße weh taten. Ich habe mich hinten n bisschen hingestellt und mir einfach mal "One Hundred Years" gewünscht und der kam dann weirdly auch direkt als nächstes. Ach guck. War geil, danach habe ich dann zu "End Song" das Gelände verlassen.
Wo kann man sitzen? In der Kirche in der Nähe zum Festivalgelände! In der Annedalskyrkan fand ein Stay Out West Konzert von Sven Wunder statt, der im weitesten Sinne Filmmusik macht, sehr jazzig dabei. Die Kirche war okay besucht, hier wäre man aber auch bis zum Ende ohne Probleme reingekommen. Das war eine sehr schöne Darbietung, war entspannt und hat die große Kirche in schönes Licht getaucht. Für mich war das ein gelungener Abschluss eines richtig schönen Festivaltages. Kann ich empfehlen, sich den in einem schönen Rahmen mal zu geben, das war musikalisch auch wirklich fein.
Tag 3:
Den dritten Tag habe ich recht entspannt angehen lassen, habe mich in ein Café gesetzt und gelesen, damit fiel für mich leider Anoushka Shankar flach, über die in hohen Tönen berichtet wurde. Ich hatte mir aber danach auch eine andere Mission vorgenommen, während eine kleine Gruppe am Minigolfen war: Kino. Es gibt ein Kinozelt auf dem Gelände und zu diesem Slot wurden Kurzfilme gezeigt, das wollte ich mir mal geben. Leider habe ich da mal wieder schmerzvoll gemerkt, dass das Gelände zu klein ist und das hier dann doch sehr schlecht geplant ist. Das Zelt ist ein zu den Seiten offenes Zelt direkt neben der Elektro-Bühne. Das heißt man hat diese experimentellen Kurzfilme die ganze Zeit mit so einem Beat im Hintergrund gehört. Das ist schon irgendwie sehr unglücklich. Ich wollte es aber dennoch durchziehen. Drei anregende Filme angeguckt, hat trotzdem Spaß gemacht.
Danach bei Saint Etienne gab es dann leider nach zwei Songs einen langen Totalausfall beim Sound, sodass sich die band kurzzeitig verabschiedet hat. Ich hab mich dann in den Biergarten gesetzt, als ich mir dann eins der seltenen Biere dieses Wochenendes gezapft hatte, fing die Band doch wieder an. Und mit dem Glas Bier darf man den Biergarten nicht verlassen. Na ja, ich habe mich nicht allzu sehr stressen lassen, aber konnte dann noch das Ende mitnehmen. War abgesehen von der Unterbrechung ein spaßiger Auftritt.
Danach kam Ezra Collective. Die haben eine Weile gebraucht, haben aber das Publikum ordentlich eingeheizt mit der Zeit. Das war sehr anregend und hat die träge Masse richtig aufgeweckt, war schön, das zu sehen. Leider habe ich meine Toilettenpause genau so getimed, dass ich Damon Albarns Gastauftritt verpasst habe, aber gibt schlimmeres. Smerz auf der Höjden waren dann ganz cool, haben mich aber auch wirklich nicht umgehauen, war voll in Ordnung.
Danach ging es schon zu Lorde und das war mal wieder großartig. Auch hier zeigte sich das Publikum sehr verhalten, drei Ü30-Dudes umgeben von Teenagern und die Ü30-Dudes sind die größten Fans. Es war wenig textsicher um uns herum bis auf manche Songs, aber die Show war trotzdem ganz toll. Ich fands visuell wieder sehr cool gemacht und die Setlist war auch in Ordnung für etwa eine Stunde Spielzeit. "Supercut" ist ja immer ein geiler Song, aber irgendwie hat der an dem Abend anders gehitted, das war richtig krass. Irgendwann schaukelte sich das Publikum auch etwas mehr hoch, es wurde gesprungen und getanzt, einfach eine richtig gute Zeit. Wie immer richtig gut.
Danach kamen Gorillaz. Da wir bei Lorde bis zum Ende vorne geblieben sind, sind wir bei Gorillaz hinten geblieben. Mein Plan für Gorillaz war eigentlich nur gucken, ob mich das kriegt und wenn nicht, zum Stay Out West weiterziehen. Beim Primavera 2022 sind sie zwei Mal aufgetreten und haben eine kollektive Underwhelmung ausgelöst, gefühlt fand die niemand damals gut. So hatte ich sie dann auch abgespeichert, beim Primavera dieses Jahr hab ich sie mir gar nicht angeguckt, entsprechend war auch meine Motivation für diesen Gig. Aber meine Güte, ich fands diesmal richtig geil. Es war für mich das unerwartete Tageshighlight. So ein druckvoller Sound, Damon Albarn richtig gut drauf und nicht so am durchhängen. Die neuen Songs, die bei mir bisher nicht so richtig zünden wollten, ballerten plötzlich. Aber natürlich haben mich auch die Klassiker komplett abgeholt, die ich so natürlich noch nie gehört habe. Das war ganz groß für mich. Gorillaz damit für mich rehabilitiert, muss ich mir bei Gelegenheit wieder anschauen. Neues Album hittet jetzt auch nochmal ganz anders bei mir.
Danach war kollektiver Aufbruch, alle verstreuten sich in Richtung ihrer Unterkünfte und auch ich machte mich auch auf den Heimweg. Aber ich wagte auch nochmal einen kleinen Blick in die App und siehe da: Der Stay Out West Gig von Bleech 9:3 und Westside Cowboy war noch nicht einmal “busy”, da war noch grünes Licht. Ich dachte mir also, ich probiers einfach mal. Einfach zu Fuß los gelaufen zum Folkteatern, das direkt gegenüber von dem bereits erwähnten Pustervik ist. Dieses war schon voll mit langer Schlange, das sollte wohl heute noch von Jane Remover removed werden. Na ja, ich wollte noch eine andere Location sehen und stellte mich dann am Folkteatern an. Nach etwa 25 Minuten war ich drin, aber Bleech 9:3 musste ich dann leider verpassen, weil die Venue drinnen auch nochmal Einlassstopp hatte. Da habe ich aber auch noch eine wichtige Sache über das Stay out West gelernt: Die Leute hängen auch einfach nur in den Venues ab, ohne Konzerte zu gucken. Weil man da halt trinken darf. Das bedeutet erstens, dass mehr Menschen reingelassen werden, als in die Säle an sich passen und zweitens, dass immer wieder Leute rausgehen, auch wenn das Hype-Konzert des Abends noch gar nicht angefangen hat. Also deshalb: Einfach versuchen, vielleicht sogar, wenn es schon als voll markiert ist.
Aber nun gut, irgendwann waren Bleech 9:3 dann fertig und ich konnte rein und direkt in die 2. Reihe. Westside Cowboy kamen dann zu ABBA auf die Bühne und brachten eine Menge Motivation mit zu so später Stunde. Und ich weiß nicht, was es mit dieser Band auf sich hat. Es ist finde ich wirklich nicht die spannendste Musik auf Platte, aber live bringen die so einen druckvollen Sound und so eine tolle Dynamik mit, das ist einfach nur mitreißend. Das Publikum hat sich zwar nicht bewegt, war aber echt begeistert. Das war nochmal ein richtig toller Abschluss. An einer sehr ruhigen Stelle haben Leute dann leider so viel gelabert, dass der halbe Saal ge"shhh"t hat. Vor Allem bei einem Konzert, wo andere dann irgendwann doch nicht mehr reinkommen und dann geht man da hin, um sich zu unterhalten. Richtig unnötig. Aber dennoch war es ein großartiger Gig und ein würdiger Abschluss. Ich bin richtig happy nach Hause gegangen.
Am nächsten Tag sind wir dann alle recht kaputt, aber ich denke mal auch sehr zufrieden Heim gefahren. Ich fand es war wirklich ein tolles Festival mit phänomenalen Konzerten und wenn das Line Up wieder stimmt, würde ich es wieder in Erwägung ziehen und kann es sehr empfehlen.
Highlights:
Ninajirachi
Sara Parkman
Geese
Arthur Verocai
Lorde
Hallo wie geht willkommen in meiner Signatur. Lass dir hier bitte richtig gut gehen einfach, Käffchen für dich