Kann's nur für Southside sagen, aber passt bestimmt auch..
Top:
Acts:
Empire Of The Sun: nichts erwartet bzw. keine Anforderungen an den Auftritt gehabt. Wurde dann komplett überrascht von einer sehr abgefahrenen aber stimmigen Show, Stimmung im Publikum war dort wo ich stand auch richtig gut, es wurde sehr sehr viel getanzt. Vielleicht auch, weil es für viele (fast) der erste Act nach der Evakuierung war.
Basement: Hier hat einfach alles gestimmt, richtig guter Auftritt, Sound war perfekt, schön viel Platz vor der Red Stage, dennoch nicht leer. Band hatte Spaß.
Royel Otis: Perfekte Band für den späteren Southside-Nachmittag. Die Band ist eine absolute Hit-Maschine, der komplette 1. Wellenbrecher war am Tanzen und Singen. Zum richtigen Zeitpunkt auf der richtigen Bühne, war ein 10/10-Auftritt und mein Highlight des Wochenendes.
Festival
Orga: Wasserversorgung, Toilettensituation, Duschen (die zwar kalt (war aber herrlich erfrischend), dafür aber endlich mit genug Wasserdruck kamen + geschlechtergerechtes Warten), entspannte Securities und meiner Meinung nach auch ein richtiges Handeln bei den entsprechenden Unwettersituationen. Auch wenn das Unwetter Sonntag mittag in der Wasser- (und Hagel)menge deutlich heftiger rüberkam und ich hier lieber im Auto gesessen wäre, anstatt komplett durchnässt einen Pavillon festzuhalten, war die Gefahr durch Blitze nicht gegeben, das war am Freitag anders. Die Kommunikation war am Sonntag dann leider etwas ausbaufähig (Das zieht vorbei!

)
Wie immer: Infield: kurze Wege, man kommt eigentlich immer gut zu allen Acts sehr weit nach vorne. War natürlich auch nicht ausverkauft, was das ganze nochmal deutlich entspannter macht, aber das ist einfach ein riesen Vorteil für ein Festival dieser Größe.
Schattenplätze: Vielleicht lag es auch daran, dass weniger Besucher da waren, aber man hat immer einen Platz im Schatten finden können, mit Blick auf Green bzw. Blue-Stage. Auch der neue Würfel mit den Holztreppchen hat das Ausruhen auf dem Infield sehr aufgewertet.
Flop
Acts
Billy Talent: An sich ist nichts gegen die Show zu sagen, mir hat der Auftritt inkl. "Billy Talent II" komplett an sich gefallen. Irgendwie war der Sound aber dünn und allgemein die Stimmung bei der Crowd ziemlich dürftig. Vielleicht war es auch das Full-Album-Set oder ich stand einfach an der falschen Stelle, aber so gar keine Bewegung im 2. Wellenbrecher.. kenne ich definitiv anders!
Ecca Vandal: Glaube da geht normalerweise live deutlich mehr, Band war wohl in reduzierter Formation da, da Gitarrist/Bassist (?) wohl an dem Tag beim Hellfest mit Limp Bizkit aufgetreten ist. Gute Energie, aber da war definitiv Luft nach oben.
A Day To Remember, Destroy Boys, All Time Low: War alles fix eingeplant, musste leider alles ausfallen.
Festival
Wetter: Kann niemand was dafür, aber drückt natürlich die Stimmung, erst recht, wenn Acts ausfallen müssen. Die Evakuierung am Freitag ging eigentlich soweit gut, hatte eine lustige Autoparty und die Stimmung als es weiterging war dann auch entsprechend euphorisch. Sonntag mittag fast 2h Starkregen, Hagel, Sturm und komplette Nässe haben dann der Stimmung jedoch überhaupt nicht gut getan, danach drückende Hitze und die Aussicht auf mehr Regen und Gewitter am Abend haben uns leider dazu veranlasst, gegen 18 Uhr unseren Aufenthalt abzubrechen und heimzufahren. Die verpassten Wolf Alice (noch vom Zeltplatz gehört..), Edwin Rosen und Florence+The Machine tuen leider heute sehr weh, aber gestern war es die richtige Entscheidung.
Essenangebot: Angebot ist leider schlechter geworden (R.I.P. Gyros und heißer Schafskäse), dafür unverhältnismäßig teuer und leider habe ich hier auch mit der Ofenkartoffel und den Asia-Nudeln daneben gegriffen. Wird wohl in Zukunft wieder der Campingkocher auch abends angeschmissen, macht kulinarisch keinen Unterschied.
Cashless-System: Konnte mich erst nicht registrieren, dann gingen Donnerstagabend die Buchungen nicht durch und ich stand Freitag früh plötzlich mit Minus-Guthaben beim Bäcker (nach längerem Anstehen) und konnte ohne Kaffee und Semmeln wieder gehen. Dazu teilweise undurchsichtiges Abbuchen bei den Ständen (oft wurde nur auf Aufforderung der aktuelle Stand gezeigt) + wiederum für die Verkäufer mit Sicherheit nicht toll, da kaum noch getipt wird. Die Schlange beim Cashless-Help Desk war auf jeden Fall immer ordentlich lang, das System ist ausbaufähig.
Alles in allem aber wieder ein tolles Festival, dieses Jahr halt etwas Pech mit dem Wetter gehabt (zu heiß + Unwetter), dennoch bleibt das Southside einfach immer das Festival, dass ich immer wieder gerne besuche.
