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Hurricane 2026 - Wie war es? Top und Flop

alles rund um "unser" Festival - im Norden wie im Süden
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captainhoerm
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Hurricane 2026 - Wie war es? Top und Flop

Beitrag von captainhoerm » Mo 22. Jun 2026, 08:40

Bevor der News-Thread voll wird.. einmal hier:

Was war gut, was war schlecht... Tops and Flops...

Haut gern raus


(meine Liste kommt gleich auch... eben noch das Auto weiter ausräumen)
Hier stand mal Werbung!

:headbang:

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captainhoerm
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Re: Hurricane 2026 - Wie war es? Top und Flop

Beitrag von captainhoerm » Mo 22. Jun 2026, 09:07

Meine Top 5 (keine Reihenfolge)

YUNGBLUD
Mein Konzerthighlight auf dem Hurricane 2026. Mehr geht einfach nicht. Alles gegeben. Von vorn bis hinten eine Runde Sache und für alle, die es verpasst haben, einfach schade!

Klare und nicht so überfüllte Werbepräsenz
Als alter Werbeonkel achte ich auch immer auf Werbung. Ich find es echt gut gelöst wie gut sich die Marken dort präsentieren. Nicht übertrieben, nicht untertrieben... Cool wie die TK die Fläche am alten Eingang West nutzt... So macht es dann auch Spaß die Werbung zu nutzen. So ein Stand wie H&M der überall mit Bollerwagen durch die Gegend fuhr und allen auf den Senkel gegangen ist... zum Glück geschichte.

Crowd-Management
Ich fand es zu keiner Zeit irgendwo zu eng oder unangenehm. Es war immer Platz und alle Wege waren super breit und gut. Wechsel von Yungblud zu Kraftklub war sicher ach für FKP eine Herausforderung die man gesehen hat.. und sie hat vorzüglich funktioniert.

Toiletten aufm Outfield
Ob es nun wirklich genügend waren... lass ich mal unkommentiert. Wir hatten unsere nach 30 Metern erreicht. Es waren 10 Stück und bei den WoMos sind auf große Fläche ja weniger Menschen als im Zelt-Camp. Deshalb war da auch immer was frei und man hat sich gewundert wenn eine Schlange da war.
Sauber und alles top

Menge an Wasserstelle auf dem Infield
Länger als 2 Minuten anstehen für Leitungswasser um sich den Körper abzukühlen musste ich nirgends.. es war völlig in Ordnung und es gab immer eine Möglichkeit. Die Schlangen sahen gern mal lang aus.. aber gingen schnell.
Gerade bei dem Wetter... TOP

Sanis
Musste "repariert" werden am Arm. War im Sani-Zelt... und muss sagen: TOP JOB! Alle! DANKE


Meine Flop 5 (keine Reihenfolge)

Duschen!
Was soll das? WARUM hat man jetzt nach 30 Jahren es noch nicht hinbekommen so viele Duschen aufzubauen, dass der Druck läuft?
EGAL wann... ob 7 Uhr morgens wo noch keine Schlange oder so dort ist... 17 Uhr oder 8:30 Uhr... keine Uhrzeit hat Druck auf en Leitungen gehabt für alle Duschen.

Polizei
War da nicht was mit FREUND und Helfer? Ich wurd von nem Polizisten ohne ersichtlichen Grund dumm angemacht. Starke Sache von dir...

Videotechnik
Ja.. die Leinwände an der Forrest-Stage sind größer. Aber sonst?... ne.. das mir in Zeiten wo an jedem Ortseingang von kleinen Gemeinden schon LED-Screens sind einfach zu wenig. Mehr Technik. Macht das Festival bunt mit Screens und zeigt was die Kameras aufnehmen.

... Sind nur 3 Flops geworden bisher... Das Wetter ist für mich kein Flop.. kannst ja eh nix dran ändern :-)
Hier stand mal Werbung!

:headbang:

SaudiDemsPL
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Re: Hurricane 2026 - Wie war es? Top und Flop

Beitrag von SaudiDemsPL » Mo 22. Jun 2026, 09:37

Top
Acts: Papa Roach, The Offspring, Delilah Bon, The Beaches, Skindred, Yungblud, Anda Morts, All Time Low and many more ... trotz subjektiv schwächerem Lineup hab ich für mich überdurchschnittlich viel Feines sehen können.

Trinkwasserversorgung war das ganze Wochenende großartig. Much respect dafür!

Cashless ging erfreulich gut. Ich war vorher skeptisch. Eine merkwürdige Abbuchung in unserer Gruppe. Sonst aber wohl alles gut. Trinkgeld für die Angestellten halt leider futsch.

---

Flop
Acts: Sondaschule, Zebrahead, Donots ... also entweder war ich da einfach nicht in Stimmung, am falschen Platz oder dieses Mal war bei diesen 3 Acts irgendwas nicht so wie immer :?

Verpflegungs-Preise jenseits von gut und böse. Veganes Gulasch, Handbrot oder mickrige Portionen Pommes war wohl fast das einzige für deutlich weniger als 10 Euro. Bis zu 18,99 für ne große Portion Käsespätzle oder 13,99 bzw. 14,99 für einen Burger. UNFASSBAR. Wirklich. Das geht gar nicht mehr.

Zugsituation ... wie immer katastrophal. Freitag über 50 Minuten auf den Zug warten müssen bei der Abreise. Leider auch keine Taxen weit und breit, da hatten andere offenbar mehr Glück.

----

Alles in allem aber wieder ein sehr schönes Wochenende.

Ravenkingi
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Re: Hurricane 2026 - Wie war es? Top und Flop

Beitrag von Ravenkingi » Mo 22. Jun 2026, 10:14

30 Jahre Hurricane, 14 Jahre dabei. Vorab sei gesagt, dass ich erweiterter Anwohner mit Anfahrtszeit von ca. 10 Minuten bin und seit Corona auch nicht mehr Campe. Aus diesen Gründen ist es mir preislich sehr entgegengekommen, dass Camping und Festival dieses Jahr entkoppelt wurden. Das führte allerdings zu anderen Problemen (s.u.).

Tops (ohne Reihenfolge):
- Florence + The machine: Mein absolutes Highlight! Ich habe sie vor elf Jahren schon mal auf dem hurricane gesehen und fand sie damals schon grandios. Florence Welch hat einfach eine unglaubliche Ausstrahlung und es braucht daher keine grosse Show drum herum! Auch die Tänzerinnen haben ordentlich abgerissen. Das war ganz große Kunst!

- Betterov: Grosse Kunst ist auch das Stichwort für Betterov. Da er im Zelt parallel zu Yungblud gespielt hat, hatte ich schon die Befürchtung dass wenig Leute kommen. Aber auch das Zelt füllte sich nach und nach. Der Junge hat gespielt als wäre es seine letzte Show auf Erden. 60 Minuten pure Energie und eine unglaubliche Livestimme

- Roy Bianco: Kraftklub (da schon x mal gesehen) früher verlassen um mir die heilige Messe des Italo Schlagers anzusehen. Meine Erwartungen wurden deutlich übertroffen. Es war eine eines Late Night headliners würdige Show inkl. Feuerwerk. Das hat einfach Spass gemacht! Die Band ist herrlich selbst ironisch, aber nicht so dass es unangenehm ist. Es war vorne auch einfach eine super Stimmung in den Schlagerstrudeln.

- Crowd: Trotz Ausverkauf war die Situation vor den Bühnen stets angenehm. Ich konnte alle Bands vorne sehen ohne bereits lange ausharren zu müssen vor den Bühnen, was besonders am Nachmittag bei den Temperaturen sehr angenehm war. Da hat man mit dem timetable organisatorisch gute Arbeit geleistet, auch wenn man sich an der ein oder anderen Stelle zwischen Acts entscheiden musste.

- Situation auf dem Infield: Auch hier: Trotz Ausverkauf hat die orga auf dem infield dieses Jahr sehr gut funktioniert. Genug Toiletten, genug trinkwasserstellen, humane Schlangen bei den Ständen (bei Getränken musste man gefühlt nie anstellen). Sehr grosses lob, gerne so beibehalten!

Flops:

- Provinz: Habe die Band schon mehrere Male gesehen und mag die Musik. Das war aber keine headliner show! 80 Minuten statt 90 gespielt, kaum Interaktion mit dem Publikum. Das geht für eine deutsche Band als Blue Headliner nicht. Am aller schlimmsten fand ich aber, dass ein Lied auch noch doppelt gespielt wurde. Bei einer Band mit drei Studioalben und EPs ist das schon sehr enttäuschend. Zumal es jetzt auch nicht der grösste Banger war. Es hat halt einfach das besondere gefehlt. Das hat mir bei AMK letztes Jahr deutlich besser gefallen. Da hat man gemerkt dass es was besonderes ist.

- Anreisesituation: Von dem Chaos am Donnerstag habe ich von Freunden mitbekommen, kann dazu aber nichts sagen. In allen Jahren zuvor konnte man aus Richtung ostervesede immer problemlos durchfahren. Am Freitag war stets mit einem kurzen Stau in Westervesde auf der Kreisstrasse zu rechnen. Dieses Jahr standen wir ab ostervesede fast eine Stunde im Stau am Freitag und fast genauso lange am Samstag. Ich weiss nicht was da in der Parkplatzsituation geändert wurde, aber es sollte nochmal darüber nachgedacht werden das wieder zu ändern. Es gab diesbezüglich auch keinerlei Hinweise. Gerade für die Leute die nur ein Tagesticket haben ist das kein guter Start.

- Preise/Cashless: Die Preise auf dem Gelände sind bodenlos. Letztes Jahr habe ich 6,00 für einen Crêpes bezahlt. Dieses Jahr zwei Euro mehr. Grössere Gerichte bekommt man nicht unter 10€. Da überlegt man es sich doch zweimal ob man nicht mehr Riegel/Nüsse von zuhause mitnimmt. Ansonsten war das cashless System in Ordnung, auch wenn man schnell den Überblick über sein Guthaben verliert. Was wirklich schade ist: Ich hatte natürlich kein Bargeld dabei und hab in den letzten Jahren auch mal Trinkgeld an den ständen gegeben. Das war nicht möglich für mich dieses Jahr. Das wird natürlich dieses Jahr vielen so gegangen sein, was für die tollen Mitarbeiter sehr schade ist

- Warm Up Party: Die Warm Up Party hat Spass gemacht, aber man sollte die Grösse der Acts überdenken die man dort hinstellt. Juli und disarstar ziehen massiv Leute an und das ganze Gelände war Donnerstag massiv überfüllt. Beide Acts hätte man schön nachmittags auf die Blue (Juli) oder abends auf die red (disarstar) stellen können und es wäre gut voll gewesen. So wurde natürlich vielen die Chance genommen die Bands zu sehen.

Gesamtfazit: Definitiv eines der besseren Jahre. Die Änderungen (Campingticket, Cashless) haben ihr Vor- und Nachteile. Man kann sicher immer etwas verbessern, aber das ist meckern auf hohem Niveau. Grosse Lob an die Veranstalter und alle Künstler. Es war ein super Wochenende! Dennoch werde ich wohl beim VVK nicht zuschlagen. Nachdem ich das schon letztes Jahr gesagt habe und mich dann doch anders entschieden hatte, als ich von der Trennung von Camping und Festivalpreis gehört hatte, werde ich am Dienstag nicht zuschlagen. Ich warte dieses Jahr die ersten Bands ab. Nach so vielen Jahren, hat man viel gesehen und wenn ich hier lese was durchs Forum geistert (Ärzte, Limp Bizkit, M&S), dann warte ich lieber erstmal ab und kann die teuerere Karte aufgrund des geringeren Preis für das Festival Solo Ticket auch gut verkraften.

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NevermindBred
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Re: Hurricane 2026 - Wie war es? Top und Flop

Beitrag von NevermindBred » Mo 22. Jun 2026, 10:36

Persönliche Highlights
Halsey (ohne Erwartung da gewesen und total umgehauen)
Natasha Bedingfield (mit Portishead Cover und einer guten Bühnenpräsenz, das Publikum hat es gefühlt)
Papa Roach (sehr viel los gewesen und selbst hinten war die Stimmung sehr gut)
The Offspring (rundes Ding gewesen)

Neuentdeckungen
Raynor
Latin Greek
:dumbo:

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captainhoerm
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Re: Hurricane 2026 - Wie war es? Top und Flop

Beitrag von captainhoerm » Mo 22. Jun 2026, 10:54

Hab doch noch n Flop...
BERLIN BURRITO MAFIA
Bei RAR wurden wir vom Personal immer angehalten den Gästen den Verkauf nachzuweisen. Eben den Bildschirm zeigen dass das Geld abgebucht wurde.
Der Burrito an sich war gut.
Aber:
Bestellt habe ich Chicken... bekommen habe ich Vegan... und bezahlt haben ich Vegan und Beef!
Der Typ der die Bestellungen angenommen hat, hörte mir nicht mal richtig zu. Hält das Gerät hin und dreht sich sofort zum nächsten.
Ich hatte nichtmal ne Chance zu sehen was er da macht.

So kannst du dir deine Verkaufszahl auch nach oben Schrauben.
Hier stand mal Werbung!

:headbang:

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moneylefttoburn
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Re: Hurricane 2026 - Wie war es? Top und Flop

Beitrag von moneylefttoburn » Mo 22. Jun 2026, 15:07

Kann's nur für Southside sagen, aber passt bestimmt auch.. :wink:

Top:

Acts:
Empire Of The Sun: nichts erwartet bzw. keine Anforderungen an den Auftritt gehabt. Wurde dann komplett überrascht von einer sehr abgefahrenen aber stimmigen Show, Stimmung im Publikum war dort wo ich stand auch richtig gut, es wurde sehr sehr viel getanzt. Vielleicht auch, weil es für viele (fast) der erste Act nach der Evakuierung war.

Basement: Hier hat einfach alles gestimmt, richtig guter Auftritt, Sound war perfekt, schön viel Platz vor der Red Stage, dennoch nicht leer. Band hatte Spaß.

Royel Otis: Perfekte Band für den späteren Southside-Nachmittag. Die Band ist eine absolute Hit-Maschine, der komplette 1. Wellenbrecher war am Tanzen und Singen. Zum richtigen Zeitpunkt auf der richtigen Bühne, war ein 10/10-Auftritt und mein Highlight des Wochenendes.

Festival

Orga: Wasserversorgung, Toilettensituation, Duschen (die zwar kalt (war aber herrlich erfrischend), dafür aber endlich mit genug Wasserdruck kamen + geschlechtergerechtes Warten), entspannte Securities und meiner Meinung nach auch ein richtiges Handeln bei den entsprechenden Unwettersituationen. Auch wenn das Unwetter Sonntag mittag in der Wasser- (und Hagel)menge deutlich heftiger rüberkam und ich hier lieber im Auto gesessen wäre, anstatt komplett durchnässt einen Pavillon festzuhalten, war die Gefahr durch Blitze nicht gegeben, das war am Freitag anders. Die Kommunikation war am Sonntag dann leider etwas ausbaufähig (Das zieht vorbei! :mrgreen:)

Wie immer: Infield: kurze Wege, man kommt eigentlich immer gut zu allen Acts sehr weit nach vorne. War natürlich auch nicht ausverkauft, was das ganze nochmal deutlich entspannter macht, aber das ist einfach ein riesen Vorteil für ein Festival dieser Größe.

Schattenplätze: Vielleicht lag es auch daran, dass weniger Besucher da waren, aber man hat immer einen Platz im Schatten finden können, mit Blick auf Green bzw. Blue-Stage. Auch der neue Würfel mit den Holztreppchen hat das Ausruhen auf dem Infield sehr aufgewertet.


Flop

Acts

Billy Talent: An sich ist nichts gegen die Show zu sagen, mir hat der Auftritt inkl. "Billy Talent II" komplett an sich gefallen. Irgendwie war der Sound aber dünn und allgemein die Stimmung bei der Crowd ziemlich dürftig. Vielleicht war es auch das Full-Album-Set oder ich stand einfach an der falschen Stelle, aber so gar keine Bewegung im 2. Wellenbrecher.. kenne ich definitiv anders!

Ecca Vandal: Glaube da geht normalerweise live deutlich mehr, Band war wohl in reduzierter Formation da, da Gitarrist/Bassist (?) wohl an dem Tag beim Hellfest mit Limp Bizkit aufgetreten ist. Gute Energie, aber da war definitiv Luft nach oben.

A Day To Remember, Destroy Boys, All Time Low: War alles fix eingeplant, musste leider alles ausfallen. :grumpy:

Festival

Wetter: Kann niemand was dafür, aber drückt natürlich die Stimmung, erst recht, wenn Acts ausfallen müssen. Die Evakuierung am Freitag ging eigentlich soweit gut, hatte eine lustige Autoparty und die Stimmung als es weiterging war dann auch entsprechend euphorisch. Sonntag mittag fast 2h Starkregen, Hagel, Sturm und komplette Nässe haben dann der Stimmung jedoch überhaupt nicht gut getan, danach drückende Hitze und die Aussicht auf mehr Regen und Gewitter am Abend haben uns leider dazu veranlasst, gegen 18 Uhr unseren Aufenthalt abzubrechen und heimzufahren. Die verpassten Wolf Alice (noch vom Zeltplatz gehört..), Edwin Rosen und Florence+The Machine tuen leider heute sehr weh, aber gestern war es die richtige Entscheidung.

Essenangebot: Angebot ist leider schlechter geworden (R.I.P. Gyros und heißer Schafskäse), dafür unverhältnismäßig teuer und leider habe ich hier auch mit der Ofenkartoffel und den Asia-Nudeln daneben gegriffen. Wird wohl in Zukunft wieder der Campingkocher auch abends angeschmissen, macht kulinarisch keinen Unterschied.

Cashless-System: Konnte mich erst nicht registrieren, dann gingen Donnerstagabend die Buchungen nicht durch und ich stand Freitag früh plötzlich mit Minus-Guthaben beim Bäcker (nach längerem Anstehen) und konnte ohne Kaffee und Semmeln wieder gehen. Dazu teilweise undurchsichtiges Abbuchen bei den Ständen (oft wurde nur auf Aufforderung der aktuelle Stand gezeigt) + wiederum für die Verkäufer mit Sicherheit nicht toll, da kaum noch getipt wird. Die Schlange beim Cashless-Help Desk war auf jeden Fall immer ordentlich lang, das System ist ausbaufähig.


Alles in allem aber wieder ein tolles Festival, dieses Jahr halt etwas Pech mit dem Wetter gehabt (zu heiß + Unwetter), dennoch bleibt das Southside einfach immer das Festival, dass ich immer wieder gerne besuche. :herzen2:
"Wieso eigentlich Indie-Charts, Digger?"

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Mondgesicht
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Re: Hurricane 2026 - Wie war es? Top und Flop

Beitrag von Mondgesicht » Mo 22. Jun 2026, 20:33

Mein 17. Hurricane und es war mit das Beste!
Top
Florence: Glaub es war (mit) das beste Konzert, das ich bisher auf dem Hurricane gesehen habe. Bühnenpräsenz, Show, Vibe/Crowd, Stimme, Setlist (von Rabbit Heart zu You've got the love und die Tränen liefen..), Sound,... es hat für mich alles gepasst und das Erlebnis werde ich wohl nie vergessen. Allein deswegen hat sich das Ticket gelohnt

Crowd/Stimmung: Vll auch wegen des Wetters wenig besoffene Vollasis und viiiiiiiiiiieeeele* Leute, die Bock auf die Konzerte hatten. Haben aber auch nicht auf dem Campingplatz gecampt. Zumindest haben Freunde ähnlich von dort berichtet.

Wasserversorgung: Trotz der Massen immer relativ schnell an Wasser gekommen. Wichtige Orga-Leistung bei den Verhältnissen.

*haben es auf dem Gelände deutlich voller als die vergangenen Jahre wahrgenommen

Flop
Preise auf dem Gelände: 7€ pro Bier, ca. 14€ für ne halbwegs ordentliche vegetarische Portion. Nein!

Cashless: ..hat grundsätzlich gut funktioniert, aber ich will mir nicht vorschreiben lassen, ausschließlich damit zu bezahlen. Zumindest EC-Karte muss für mich möglich bleiben.

Destroy Boys: Eig auf nen politischen Nachmittags-Pit gefreut, aber von Sound bis Ansagen war das Konzert für mich schlecht! Schadé. War bandtechnisch aber auch die einzige Enttäuschung, was nach den letzten beiden Jahren schon fast wieder ein Top ist.

...sonst:
... viele gute Konzerte (Wolf Alice, Offspring, Just Mustard, Basement,...) gesehen und Spaß dabei gehabt!
...entspannte An- u Abreise am Freitag- und Sonntagmorgen gehabt
... einfach ein schönes, sonniges und insgesamt sehr rundes Festival-WE gehabt!

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glutexo2000
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Re: Hurricane 2026 - Wie war es? Top und Flop

Beitrag von glutexo2000 » Di 23. Jun 2026, 01:57

Top
Billy Talent: Sehr angenehmer Ü30 Pit hinterm ersten Wellenbrecher und jedes Lied lauthals mitgesungen. Fand den Billy Talent II Part einfach nur überragend, kann allerdings jeden verstehen, der das Konzert nicht gut fand, wenn man mit den Songs nichts verbindet.

The Beaches: Perfektes Wetter für die Band und sehr sympathischer Auftritt. Hat selbst weiter hinten noch gut Stimmung gemacht.

ROYA: Hatte ich gar nicht auf dem Schirm und bin ausversehen reingestolpert. Die hatten ja mal richtig Bock, waren super sympathisch und haben alles reingeschmissen.

Twenty One Pilots: Sehr liebevolle und aufwändige Produktion, super Setlist und im Gegensatz zu vor zwei Jahren sehr gut aufgelegter Tyler.

Grandson: Erstes Konzert des Festivals und direkt ein Volltreffer. Hab ihn letztes Jahr als Support von Linkin Park gesehen und das war leider so gar nichts (no blame, war halt Stadion). Das hier war eine andere Welt.

Flop
Royel Otis: Hatte iwie glaube ich zu hohe Erwartungen durch die Berichte hier im Forum. Waren ganz vorne, Setlist eig super, aber iwie nur mid.

President: Bisschen lieblos viel Playback und hat um die Zeit bei dem Wetter nicht so recht gezündet.

A Day To Remember: Das ganze Festival eig nur guten Sound und angenehme Leute erlebt. Hier nicht. Und der Sänger halt einfach hart unsympathisch.

Modestep: War super gehyped, bin extra noch wach geblieben für diesen Auftritt. Aber das war so schlecht dass wir nach 5 Songs gegangen sind. Iwas war los mit dem Sänger. Entweder er hat sich nicht richtig gehört, er war mad weil zu Anfang so wenig los war oder er hat sich was geschmissen vorher. Außerdem wirkten alle etwas unbeholfen. Der Gitarrist hat vielleicht mal 8 Takte was gespielt und dann den Rest des Songs gar nichts. Der Drummer war gar nicht mal so gut, wenn ich das mit den Live Sets von Netsky oder Pendulum vergleiche. Insgesamt hätte ich mir das doch lieber wieder als DJ Set gewünscht wie letztes Mal.

RON-MICHAEL-LEVY
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Re: Hurricane 2026 - Wie war es? Top und Flop

Beitrag von RON-MICHAEL-LEVY » Di 23. Jun 2026, 09:09

Top:
TORS - Erfrischende Indie-Band aus Devon in England. Haben Sonntag im Zelt für Mega-Stimmung gesorgt. Die waren schon Opening act für Walking on Cars, Sam Ryder, James Blunt, Myles Smith, Arthur Hill und Stephen Sanchez. Die kann man gerne auch mal auf eine der großen Bühnen platzieren. Ich bin mir sicher, die würden das Infield krass überraschen.

Wir haben viele nette Leute jeder Altersklasse kennengelernt. - Da keimt die Hoffnung auf, dass unser hübscher Planet noch ne Weile weiter existiert :)

Flop:
Meine Mitmenschen, die schonungslos alles vermüllen.
Die unverschämten Preise.
Dann ist man als Biertrinker fast noch gezwungen so eine Plörre wie Beck's zu trinken. Die müssen ja entweder eine tolle Marketing-Abteilung haben, oder einfach als Hauptsponsor so viel Geld in Kassen der Veranstalter spülen, dass die Rückmeldungen der Besucher einfach ausgeblendet werden.
Eine kleine Schale indian curry für 10€, lauwarm und sehr fad. - Eine Frechheit!

Hatte überlegt mir heute im Vorverkauf ein VIP-Zelt und Ticket zu holen, aber nachdem, was ich hier an Posts dazu gelesen habe, werde ich drauf verzichten. Für so viel Kohle, sollte eine entsprechende Erwartungshaltung erfüllt werden.
Gut, dass wir um die Ecke wohnen... :)

Wir werden natürlich wieder dabei sein.

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PETER
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Re: Hurricane 2026 - Wie war es? Top und Flop

Beitrag von PETER » Di 23. Jun 2026, 11:42

30 Jahre Hurricane – bin seit 2009 stets dabei, also 16 MAL – habe das Festival moderat und kontinuierlich wachsen sehen – bin seit Jahren Heimschläfer und kann daher nur anteilig und vorrangig die Acts bewerten:
TOP (nur Geschmackssache – in Reihenfolge)
Fr.: YUNGBLUD (RICHTIG GUT!) / ROYEL OTIS /
Sa.: FLORENCE + THE MACHINE (zauberhaft & bezaubernd) / WOLF ALICE (ausdrücklich DANKE an FKP für diese Buchung) / FLORENCE ROAD / NATASHA BEDINGFIELD
So.: EMPIRE OF THE SUN (schönes Kostümdesign – zeitweise technische Probleme)
ALLE ACTS im ERSTEN CAGE gesehen, was bei mir dem positiven Erlebnis sehr zuträglich ist. Noch nie war ich so fokussiert auf die River Stage (blue). Starke Frauenquote bei meinen Highlights.

PARKEN auf dem TAGESPARKPLATZ war diesmal mit einem einzigen Ticket möglich. DANKE! 2025 habe ich für Fr./Sa./So. in der Summe 60 Euro bezahlt – jetzt nur 15,- € (vorab im Netz) für das ganze Weekend.

Als Heimschläfer bin ich natürlich ein natürlich von der Entkoppelung (also Camping separat) begeistert.
FLOP
Das von mir GELIEBTE LINEUP hat sich zu sehr auf den Samstag konzentriert. Der Sonntag war für mich leider schwach. (Billy Talent habe ich mir erspart, weil schon zu oft gesehen.)
Auf HALSEY hatte ich mich (musikalisch) gefreut. Sollte eigentlich mein Tageshighlight sein/werden. Ich war aber auf diese Art der Video-Show mit Hand-Kamera nicht vorbereitet. (War auch hier im ersten Cage.) Konnte mich dafür leider irgendwie gar nicht begeistern und bin vorzeitig gegangen. (Schade für mich.)
ÜBERSCHNEIDUNG: Schade, dass ich NOTHING BUT THIEVES nicht sehen konnte, weil ich schon frühzeitig (allerdings fast alleine) im ersten Cage bei WOLF ALICE war. Wolf Alice hätte eindeutig mehr Publikum verdient. (Insofern fremdle ich schon seit ein paar Jahren mit dem Hurricane-Publikum.)
Habe erneut kein SHIRT gekauft, weil ich nicht entscheidungsfreudig bin. Und ZACK – alles in Größe 4XL und 3XL sofort ausverkauft. Ist natürlich nur mein Fehler.
Bei der HITZE ganz logisch: Noch mehr Schattenplätze & Sitzplätze wären noch schöner gewesen.
MEIN FEHLER … … TWENTY ONE PILOTS habe ich (in meiner Kleingruppe) nur aus der extremen Ferne im Sitzen gesehen. Da waren selbst die vergrößerten Video-Wände leider nicht zielführend. Ansonsten sind die größeren Screens natürlich besser als zuvor.
Nichts gegen Cashless, ABER ich habe über 40,- € Restguthaben auf dem Chip und hoffe, dass ich das mit der Rückbuchung irgendwie hinbekomme. Insofern bin ich weiterhin kein Freund vom diesjährigen (ausgrenzendem) Bezahlsystem.
Fazit: War schön – muss mich jetzt anmelden … gleich beginnt der Vorverkauf! :popcorn:

NACHTRAG: Mein Ticket ist gekauft (169,- €) + 15,- € (Parken). Alles fein! :thumbs:
(Hoffe wahrscheinlich vergeblich, dass Die Ärzte nicht den besten Headliner-Platz blockieren. ZU OFT GESEHEN!) :sad:
HURRICANE 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019, (2020), (2021), 2022, 2023, 2024, 2025 und 2026 .... Lollapalooza Festival Berlin 2025 + RaR 2010

fok
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Re: Hurricane 2026 - Wie war es? Top und Flop

Beitrag von fok » Di 23. Jun 2026, 13:14

Ich war leider so damit beschäftigt, die vier Körpersäfte Wasser, Schweiß, Bier und Sonnencreme im Gleichgewicht zu halten, dass ich gerade von den frühen Bands deutlich weniger gesehen habe als erhofft (Ecca Vandal klang sogar aus 2km Entfernung im Camp noch stark). Besonders schade, weil es für mich in den oberen Reihen etwas dünn aussah mit Highlights.

Top 3: Meine Wahrnehmung war, dass der hohe Anteil an nicht rein männlichen Acts die Stimmung und das Publikum positiv beeinflusst hat. Florence + the Machine oder Halsey sorgen einfach für ne andere Energie als das klassische Rock Konzert. Besonders schön fand ich als bei Little Fix von SPRINTS das blonde Mädchen auf die Bühne geholt wurde, um Gitarre zu spielen und die sich erstmal die Zeit genommen haben, ihr die Akkorde zu zeigen. Irgendwie geht's doch darum, gemeinsam ne gute Zeit zu haben und nicht die perfekte Performance abzuliefern. Vielleicht war ich aber auch nur sentimental.

Top 2: Mein einziges Must-See: Alexisonfire. Hab ich selbst gar nicht so viel mit am Hut, ist aber eine der Lieblingsbands meiner Frau von vor 25 Jahren. Der Wetterbericht war hier etwas wankelmütig, aber als klar wurde, dass es kein Gewitter geben würde und unser bester Konzertkumpel überraschend noch mit nem Tagesticket auftauchte, war klar, dass das nur gut werden kann. Wir sind dann taufrisch aus dem Schatten des Pavillions in den ersten Wellenbrecher und hatten da einen Riesenspaß. Am meisten hat mich gefreut, dass meine Frau sone gute Zeit hatte und alles mitsingen konnte, aber der Auftritt war auch für mich als nicht Fan spitze und sowohl Band als auch die Leute hatten Bock. Ich glaube, sie haben 10min vor der Zeit aufgehört, hat der Stimmung aber keinen Abbruch getan.

Top 1: Ich bewerte das vermutlich komplett über und muss dazu sagen, dass ich mich im Genre nicht auskenne, fand die Situation aber so skurril, dass das eins meiner Top Hurricane Erlebnisse immer bleiben wird: Wir sind nach der Hälfte bei Halsey los und wollten entspannt noch im Hellen runter vom Green WoMo Acker (weil wir da irgendwo in die letzte Ecke gelotst wurden und ich Angst um meine Achsen hatte). Als wir an der White vorbei kamen, fragte meine Frau, ob wir noch kurz bei Boys Noize reinschauen wollen - der würde in 5 min starten.

Die Buchung hatte mich sehr gefreut, ich ihn aber abgeschrieben, weil der Slot am Sonntag Abend so blöd lag. Also rein ins Zelt und dann: Nichts. Keine 50 Personen stehen verteilt und leicht awkward im Raum rum. Der Boden ist noch übersät mit den Luftschlangen vom Act davor. Es wirkte, als würde gleich jemand kommem, uns rauszufegen und abschließen. Wir checken also grad die App, ob der Auftritt abgesagt wurde oder wir uns vielleicht beim Bandnamen verlesen hatten. Da kommt er komplett unprätentiös auf die Bühne, macht sein Mischpult an und geht im beinahe leeren Zelt direkt von 0 auf 100. Übelster Techno ballert den Leuten die ganze Hitze und Erschöpfung aus und Tanzlaune wieder in die Knochen.

Auf der einen Seite also n Typ, den ich zuletzt im Coachella Livestream mit Trent Reznor gesehen hab. Auf der anderen Seite ne Hand voll Raver, Musiknerds und n paar, die die Bühne verwechselt haben. Und er zerlegt den Laden komplett. Der Kontrast hätte nur krasser sein können, wenn er morgens um 4Uhr DJ Olli beim Scheeßeler Schützenfest abgelöst hätte. Das war so treibend und hat einfach nicht aufgehört geil zu sein. Wir haben uns dann nach ner knappen Stunde schweren Herzens losgeeist, sind aber draußen an der Leinwand nochmal hängen gelieben, wo schon nen 2-Personen-Privatrave am Laufen war. Geil auch der John Player Stand, wo dann Shakira lief, während 30 Meter nebenan das Zelt zerfetzt wird. Ich bin in der Vergangenheit oft nicht warm geworden mit den elektronischen Acts (Looking at you, Steve Aoki), aber das war unfassbar. Ich denk, das war son "Lightning in a Bottle" Moment - für uns aber der perfekte Abschluss.

Bonus:
Am Freitag gegen den Schweinehund durchgesetzt und schon zu Raynor und danach Grandson. Beides direkt Volltreffer, die wieder klar gemacht haben, warum ich mir die Strapazen eigentlich jedes Jahr wieder antun.


Flops und Hot Topics im Schnelldurchlauf:

- Bei A Day to Remeber hatte sich vor uns (hinter den Wellenbrechern - beim "ich guck mal zu"-Publikum) als Überbleibsel von nem Circle Pit ne freie Fläche von 15x10m gebildet. Das hat dann allerlei Martial Arts Experten eingeladen, da ne Stunde lang ihre neusten Jump Kicks zu präsentieren. Sportlich gesehen tatsächlich recht eindrucksvoll, aber einfach unnötig. Shoutout an die beiden Daddys, die sich an den Händen gefasst und sich dann mittendrin im Kreis gedreht haben und sich danach fast mit Tränen in den Augen in den Armen lagen.

- Hier hatte ich erst etwas unverhältnismäßig Unfreundliches über The Butcher Sisters geschrieben, aber Geschmäcker sind halt verschieden. Ich war sowieso nur zum Essen an der Stage. Die Jungs vom Käsespätzle haben ihren Missmut auch sehr deutlich gemacht.

- Ne Spilo als Sponsor? Keine Ahnung, was die geritten hat. Also doch, Geld halt. Aber dann macht das Ticket lieber 10€ teurer. Oder nehmt die Bundeswehr. Die haben vielleicht immerhin n paar gute Tipps fürs Camping.

- Auch wenn ich bei Halsey nicht bis zum Schluss geblieben bin, fand ich die Buchung spannend und den Auftritt überraschend gut. Da war richtig Druck hinter. Irgendwann hab ich mich an dem üblichen Kram eh satt gehört. Gerne wieder sowas. Genau wie Empire of the Sun.

- Bei den Essenspreisen bin ich zwiegespalten. Klar, alles irre teuer. Und bei 7€ für nen Bier überleg ich 3x, ob ich noch eins trinke. Zumal ich nicht ersichtlich fand, an welchen Ständen es welches gab und ein paar Mal das "falsche" hatte. Aber seid ihr zuletzt mal auf nem Weihnachtsmarkt, Volksfest oder Kirmes gewesen? Ist jetzt nicht so, dass das Hurricane nochmal 50% aufschlägt. Essen war die letzten Jahre immer Hit oder Miss. Da hatten wir Glück dieses Jahr. Und wenn man n bisschen sucht, kommt man auch preislich OK weg. Drei große Stücke Pizza für 16,70€? fand ich beispielsweise voll Ok. Davon sind wir zu zweit mehr als satt geworden. Unsere preisbewussten Camp Nachbarn hatten am Freitag nen Wagyu Burger und ne Pommes. Die waren zwar teuer, aber von der Menge und Qualität wurde danach das ganze Wochenende geschwärmt.

Außerdem gibt's die Möglichkeit, sich nen Snack mit aufs Gelände zu nehmen und man kann theoretisch zwischen den Bands im Supermarkt nachladen. Klar wäre mir ne Soli VoKü auch lieber, aber das is immernoch n kommerzielles Major Festival und die Zeiten, in denen die Ticketverkäufe allein das Festival tragen, sind vorbei. Das is insgesamt ne super priviligierte Veranstaltung und ich find, dass sie zumindest ansatzweise versuchen, die Teilnahme und Verpflegung auch für Menschen möglich zu machen, die sichs nicht leisten können. Das wird dann vielleicht auch gegenfinanziert über Personen, die bereit sind für Komfort, Bier und Co. mehr auszugeben.

- Die Ausnahme "Hype Act auf der Red" ist mittlerweile eher die Regel. Hat sich früher gefühlt besser verteilt. Ne Lösung hab ich auch nicht. Vielleicht könnte es was bringen, das Konzert dann auch auf die Leinwände der Blue zu legen. Is zwar n bisschen komisch, aber ob ich jetzt ganz hinten auf der Red auf ne Leinwand gucke, oder auf der anderen Bühne, is auch egal. Würde zusätzlich das Problem entschärfen, dass andere Acts "weggebasst" werden.

- Beim Cashless hatten wir keine Probleme, außer dass bei uns im Camp eine Aufladung nicht angekommen ist. Es sollte aber kein Problem sein, das nachzuweisen. Die offiziellen Buden waren sehr hinterher immer nochmal den Preis und den neuen Kontostand gegenzuprüfen. An den Foodtrucks waren die da nicht so hinterher. Sowieso waren die zumeist jungen Leute an den Bierbuden durchweg superfreundlich und ich glaub, dass das neue Bezahlsystem deren Job angenehmer gemacht hat (wobei das Trinkgeld jetzt vermutlich gegen 0 ging). Wenn die Rücküberweisung jetzt noch klappt, find ich's positiv.

- Bei der Anreise auf den Green WoMo, muss so Donnerstag gegen 8 oder 8:30 gewesen sein, hat jemand aus der Schlange massiv Öl verloren. Wir konnten beobachten, wie der ca. 20 Fahrzeuge vor uns dann abgeschleppt werden musste. Tat mir mega Leid für die so 100m vor der Einfahrt. Dadurch gab's aber natürlich nen Rückstau. Wirkte auf mich so, als hätte sich deswegen die Anreise auf den Platz stark verzögert.

- Ich hab das Gelände als n ein bisschen liebevoller und stimmiger empfunden. Etwas mehr Schatten, Deko leicht abgestimmter. Sponsoren prinzipiell zurückgenommen (außer Fielmann), aber trotzdem präsent. Und wenn ichs richtig gesehen hab, ist die Farbe nächstes Jahr wieder n Pinkton. Ich bin jetzt kein Designer, aber ich glaub, dass macht das Branding deutlich einfacher. Vielleicht deswegen auch die pinkrote Green Stage.


Reicht jetzt auch :)

calavera
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Re: Hurricane 2026 - Wie war es? Top und Flop

Beitrag von calavera » Di 23. Jun 2026, 15:55

TOP

Basement: War das Konzert auf das ich mich am meisten gefreut hatte, und hat abgeliefert. Guter Sound, gutes Konzert, nicht zu voll, nicht zu leer. Einziger Wermutstropfen war, dass ich dafür bei Militairie Gun früher raus musste.

Sprints: Die wiederum kannte ich gar nicht, hatte ich mir nur vorher angehört weil ich für den Sonntag sonst so wenig auf dem Zettel hatte. Klang auf Platte schon super, aber das Konzert war der Knaller. Megastimmung, tolle Ansagen, sowieso unfassbare Energie der Sängerin, Knaller. Als wie schon jemand erwähnte noch eine Zuschauerin an die Gitarre gelassen wurde hatte ich fast schon feuchte Augen.

Zuschauerverteilung im Infield: Trotz wieder etwas mehr Menschen als 2025 war es selten unangenehm voll, hat sich alles ganz gut verlaufen (außer der wie immer existierenden Problematik dass sich im 1. Wellenbrecher der Green alle auf der linken Seite abquetschen und niemand mehr nach rechts durchkommt, wo es dafür dann sehr entspannt ist.)

Wasser: War letzes Jahr auch schon gut, aber immer noch super dass es mittlweile genug Wasserstellen im Infield gibt und man immer ohne großes Gewarte drankommt.

FLOP

Schwaches Lineup: Kann man natürlich seit langem jedes Jahr schreiben, aber dieses Jahr fand ich's gerade Sonntag schon schwer was zu finden. Ich hatte schöne Konzert auch abseits der beiden erwähnten (Alexisonfire, Florence), aber es waren echt nicht so viele. Paar Sachen die ich im Vorbeigehen gesehen habe fand ich auch wirklich grauenvoll schlecht (21 Pilots, Butcher Sisters und diesen Ikkimel-Klon names Vicky).

Essenpreise und Cashless mit 7€-Bier kann ich noch leben, aber was einem da teilweise für das Essen abgeknöpft wurde war schon eine Frechheit. Es gab ein paar Ausnahmen, die Pizza fand ich auch fair, aber manches ist wirklich jenseits von gut und böse. Und das Cashless-System hat zwar grundsätzlich funktioniert, aber mehreren aus meiner Gruppe wurden Dinge berechnet, die sie weder bestellt noch bekommen haben. Und die einzige Lösung von FKP ist "direkt mit dem Verkäufer klären" was ja aber nicht geht, weil ja nun auf dem Scheiß Bändchen nicht steht was die einem abknöpfen. Und die meisten haben einem zwar das Restguthaben genannt, aber um damit zu überprüfen ob sie wirklich nur die Summe abgebucht haben die korrekt ist, müsste man ja permanent sein exaktes Guthaben wissen und alles selber mitrechnen. Mit "Cashless" im Wortsinne hab ich gar kein Problem, aber ich würde gerne mit echten Euro auf meiner echten Karte bezahlen statt mit den Itchy und Scratchy Dollars von FKP.

Anreise Green WoMo: Für die letzten Kilometer von Ortskern Scheeßel bis aufs Gelände haben wir über 5 Stunden gebraucht. Alleine 3 davon in der Ehrenrunde um den Acker, in die wahllos ein paar Opfer geschickt wurden um da zu verhungern. Der Typ der dann am Eingang die 2 Schlangen koordiniert hat hat ohne Sinn und Verstand zu 80% die Hauptschlange reingelassen. Für mich die beschissenste Anreise jemals (also seit 2007).

fabhar
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Re: Hurricane 2026 - Wie war es? Top und Flop

Beitrag von fabhar » Di 23. Jun 2026, 17:10

Es war mein viertes Hurricane in Folge und auch wenn ich es immer liebe, war diese Ausgabe im persönlichen Vergleich für mich die schwächste.
Objektiv fand ich das Line Up super, weil international, abwechslungsreich, weiblicher als sonst. Subjektiv gabs aber keinen Act, den ich im Vorfeld so richtig gefeiert habe. Und auch im Nachgang bin ich jetzt nicht so richtig mit einer neuen Bandobsession rausgegangen (passiert mir sonst immer :? ).

President: optisch/showmäßig find ich die sehr strange, musikalisch mochte ich das. Why, Charlie?
Kraftklub: Joah… ich hab sie das ein oder andere Mal zu viel gesehen und dann fällt auf, dass sich da showmäßig nicht mehr viel weiterentwickelt. Musikalisch haben sie mich mit den letzten beiden Alben eh schon verloren. Aber die Massen waren da und fanden es auch gut.
Yungblud: bin bisschen zwiegespalten, weil es mich nicht so ganz abgeholt hat, aber objektiv war das schon ein sehr guter Auftritt.

All time low: banger after banger, aber so richtig wild wars in der Nachmittagshitze nicht. Solide.
Natasha Bedingfield: Bisschen Flop, weil es so abartig voll war. Stimmlich hat es mich auch nicht überzeugt.
Nothing but thieves: einfach nur angenehm!
Papa Roach: fand ich gut, aber wäre im Dunkeln besser gewesen. Konnten es auch nicht ganz genießen, weil ich gemerkt hatte, dass mir ein Getränk zu viel beim cashless berechnet wurde und waren dann am Rumrennen in diskutieren, bis es erstattet wurde.
Twenty one Pilots: fand ich besser als erwartet, eine absolut headlinerwürdige Show. Haben alle Boxen getickt, die ich erwarte. Insbesondere, da ich die sonst nicht höre und nur die 3 Radiohits kannte.

The beaches: super coole Damen! Schade, dass es auch wieder so warm war, sonst wäre das bestimmt noch angenehmer gewesen. Schade auch die Überschneidung mit Tors, die ich auch gern gesehen hätte. Den Vorschlag hier, die aufs Infield zu holen, unterstütze ich!
Clueso: schnarch, bitte nicht mehr buchen.
Halsey: hatte mich am meisten auf sie gefreut und war schon enttäuscht, als der Timetable kam. Verstehe nach wie vor nicht, warum dieser Slot so kurz war. Auf ihrer Tour, die ich leider nicht sehen konnte, hat sie etwa 2:30 h gespielt… aber in der Kürze lag die Würze, ich fand’s mega! Nur die Stimmung im Publikum hätte dynamischer sein können. Hatte auch das Gefühl, dass es nicht so voll war, wie ich es ihr gewünscht hätte.
Billy Talent: hatte mich über die Buchung geärgert, weil die auch seit 20 Jahren die gleiche Art von Show auf die Bühne bringen, aber irgendwie geht man doch wieder hin und hat Spaß. Aber jetzt reicht es wirklich! :P

Sonstiges:
Die Anreise am Freitag und Samstag (als Pendler) war eine komplette Vollkatastrophe. Hatte mich sehr geärgert, dass man im Vorfeld parktickets erwerben kann und es dann hieß, man dürfe damit nicht auf die Tagesparkplätze und die würden noch mal extra 20 Euro pro Tag kosten. Sonst hatten wir da häufiger Glück, dass genug Platz war und wir da parken konnten. Von daher meine Frage @Peter - wie hast du das angestellt, dass du mit dem All Days Parken Ticket auf den Tagesparkplatz durftest?
Suchens Routing zu den Parkplätzen war so schlecht wie nie. Freitagnachmittag standen wir 2,5 Stunden im Stau und waren erst um 18:30 Uhr auf dem Gelände. Haben da einige Acts verpasst und waren sehr traurig. Samstag die gleiche Situation. Nur am Sonntag lief es problemlos. Kann doch nicht nur an den Tagestickets gelegen haben? Und über Scheeßel durften wir auch gar nicht mehr anfahren und mussten immer den Bogen über Westervesede fahren. Hat auch total genervt und Zeit gekostet. Das lief in allen Jahren davor besser.

Fand es auch im Infield an Fr und Sa zu voll. Wir hatten schon ein paar prekäre Situationen was die Enge bei Bühnenwechsel anging, gerade zwischen Forest und River.

Die Wasserversorgung und Toilettendichte war super.

Weltbester Essensstand sind die Glantz-Erdbeeren! Wir haben uns jeden Tag nachmittags den großen Eisbecher gegönnt und es war ein Lebensretter. So lecker und nicht teurer als unsere lokalen Eisdielen. Alles andere war hit & miss.

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Re: Hurricane 2026 - Wie war es? Top und Flop

Beitrag von PETER » Di 23. Jun 2026, 21:10

fabhar hat geschrieben:
Di 23. Jun 2026, 17:10
Es war mein viertes Hurricane in Folge und auch wenn ich es immer liebe, war diese Ausgabe im persönlichen Vergleich für mich die schwächste.

Die Anreise am Freitag und Samstag (als Pendler) war eine komplette Vollkatastrophe. Hatte mich sehr geärgert, dass man im Vorfeld parktickets erwerben kann und es dann hieß, man dürfe damit nicht auf die Tagesparkplätze und die würden noch mal extra 20 Euro pro Tag kosten. Sonst hatten wir da häufiger Glück, dass genug Platz war und wir da parken konnten. Von daher meine Frage @Peter - wie hast du das angestellt, dass du mit dem All Days Parken Ticket auf den Tagesparkplatz durftest?
Suchens Routing zu den Parkplätzen war so schlecht wie nie. Freitagnachmittag standen wir 2,5 Stunden im Stau und waren erst um 18:30 Uhr auf dem Gelände. Haben da einige Acts verpasst und waren sehr traurig. Samstag die gleiche Situation. Nur am Sonntag lief es problemlos. Kann doch nicht nur an den Tagestickets gelegen haben? Und über Scheeßel durften wir auch gar nicht mehr anfahren und mussten immer den Bogen über Westervesede fahren. Hat auch total genervt und Zeit gekostet. Das lief in allen Jahren davor besser.

Wie das mit der persönlichen Nachricht geht … habe ich wieder vergessen – SORRY!
Oh – das liegt vielleicht daran, dass überall Mensch arbeiten, die unterschiedlich agieren und verschieden informiert und technisch ausgestattet sind.
WIR haben am Freitag (3 Personen im PKW) das ausgedruckte 3-Tagesticket vorgezeigt und haben daraufhin eine Tagesparkkarte bekommen, und zwar ohne, dass der Papierdruck abgescannt (entwertet) wurde.
Am Samstag haben wir erneut DAS SELBE ausgedruckte 3-Tagesticket vorgezeigt und haben daraufhin eine DREI-Tages-Parkkarte für den Tagesparkplatz bekommen.
Am Sonntag sind wir dann sogar mit zwei PKWs hingefahren und haben die beiden Parkticket jeweils unter die Windschutzscheibe ausgelegt, womit wir dann mit 2 PKWs durchgewunken wurden.
Ob das vom Veranstalter wirklich so gewollt war, das kann ich nicht sagen.
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