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Politik

Von Spam bis Gott und die Welt
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Quadrophobia
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Re: Politik

Beitrag von Quadrophobia » Fr 9. Dez 2016, 18:19

dattelpalme hat geschrieben:ich weiß es auch nicht sicher, tendiere aber zu ja. denn rrg bedeutet ja zum glück nicht, dass sahra wagenknecht das sagen hat. ich denke, dass dabei ein annehmbarerer koalitionsvertrag rausspringt als bei der groko...ist halt die frage, ob rrg überhaupt zustande kommt, was ich für eher unwahrscheinlich halte. grade in puncto außenpolitik sehe ich kein einigungspotential, und so geil auf regierungsbeteiligung ist die linke im zweifelsfall nicht.
mir wird es nur echt schwer fallen, bei überhaupt einer partei ein kreuz zu setzen. ich finde, es stinkt aus allen ecken und enden, aber grade 2017 ist nicht/ungültig/parteien, die keine aussicht auf den bundestag haben/spaß-wählen keine option.
Das ist wohl wahr und deshalb werde ich vermutlich etwas tun, was ich seit ich denken kann nicht mehr getan habe.


SPD wählen :oops:

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glutexo2000
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Re: Politik

Beitrag von glutexo2000 » Fr 23. Dez 2016, 02:08

Ein interessanter Artikel zu der Entwicklung von Terror und Anschlägen seit den 70er Jahren:

http://www.watson.ch/Wissen/Schweiz/982 ... rch-Europa

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Mastodoniel
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Re: Politik

Beitrag von Mastodoniel » Fr 23. Dez 2016, 13:18

glutexo2000 hat geschrieben:Ein interessanter Artikel zu der Entwicklung von Terror und Anschlägen seit den 70er Jahren:

http://www.watson.ch/Wissen/Schweiz/982 ... rch-Europa
Der Artikel zeigt in guter Ausführlichkeit, dass die Angst vor Terror in Europa viel zu hochgepusht wird und diese Angst wird durch statistische Fakten als unbegründet dargestellt. Dass das die Wenigsten interessieren dürfte, ist leider ein weiterer Fakt.

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Stebbie
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Re: Politik

Beitrag von Stebbie » Fr 23. Dez 2016, 13:38

Dass das die Wenigsten interessieren dürfte, ist leider ein weiterer Fakt.
Mittlerweile reagier ich echt fast schon allergisch auf Aussagen, die mit "das ist Fakt!" garniert werden. Woran machst du das fest? Das ist doch deinerseits eine Behauptung, die zwar immer gerne gebracht wird, aber auch total "hochgepusht" ist.

Ansonsten aber eine ganz gute Übersicht, die aber zum. in meinem Umfeld den meisten bekannt ist. Themen wie IRA und gerade die RAF gehören ja auch zum festen Kanon der politisch-historischen Bildung in der Bundesrepublik.

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Flecha
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Re: Politik

Beitrag von Flecha » Fr 23. Dez 2016, 14:52

Stebbie hat geschrieben:Themen wie IRA und gerade die RAF gehören ja auch zum festen Kanon der politisch-historischen Bildung in der Bundesrepublik.
Ja? Die IRA wurde bei mir im Geschichtsunterricht vielleicht mal erwähnt, aber sicher nie vertieft. RAF schon. Oder beziehst du das nur auf dei Studiengänge?
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Göppel
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Re: Politik

Beitrag von Göppel » Fr 23. Dez 2016, 17:09

Die IRA hat bei mir bis jetzt weder in der Schule, noch in meinem Studium (Bachelor Geschichte/Sozialwissenschaften, Master Nordamerikastudien) irgendwie vorgekommen.
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Quadrophobia
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Re: Politik

Beitrag von Quadrophobia » Fr 23. Dez 2016, 17:16

wobei man dabei nicht außer acht lassen darf, dass man eine Statistik mit Vorsicht betrachten muss, wenn sie nach hinten noch keinen Trend aufzeigen kann. Die Frage dabei ist ja, ob die aktuellen Anschläge in Westeuropa am Ende einer vergleichbaren Zeitspanne wie die der 70er/80er Extrempunkte darstellen werden, oder nicht.

Dennoch stimmt die Grundaussage des Artikels natürlich. Ich behaupte aber auch mal, dass es keine Mehrheit gibt, die jetzt enorme Terrorangst schiebt. Die Urängste sitzen da glaube ich weitaus tiefer.

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Re: Politik

Beitrag von Tambourine-Man » Fr 23. Dez 2016, 17:48

Flecha hat geschrieben:
Stebbie hat geschrieben:Themen wie IRA und gerade die RAF gehören ja auch zum festen Kanon der politisch-historischen Bildung in der Bundesrepublik.
Ja? Die IRA wurde bei mir im Geschichtsunterricht vielleicht mal erwähnt, aber sicher nie vertieft. RAF schon. Oder beziehst du das nur auf dei Studiengänge?
Die RAF wurde bei mir trotz Geschichts-LK (Abi nach 9 Jahren Gymnasium) nie thematisiert.
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lirumlarum
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Re: Politik

Beitrag von lirumlarum » Fr 23. Dez 2016, 18:30

Also in Bayern hatten wir in Englisch das Thema Irland und da ging es schon auch um die IRA. In Geschichte wurde nur die RAF thematisiert, aber nicht besonders ausführlich. Geschichtliche Ereignisse nach dem 2. Weltkrieg werden aber allgemein nur relativ kurz behandelt, war so mein Eindruck. (Ist ja auch logisch, dass ein Fach mit 2 Wochenstunden da nicht so tief ins Detail gehen kann)

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glutexo2000
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Re: RE: Re: Politik

Beitrag von glutexo2000 » Fr 23. Dez 2016, 19:19

Von der IRA hatte ich ehrlich gesagt noch nie was gehört und auch nicht von der doch so hohen Terrorpräsens in den 70er und 80ern. In der Schule hatten wir lediglich die deutsche Geschichte inkl. RAF durchgenommen.
Quadrophobia hat geschrieben:wobei man dabei nicht außer acht lassen darf, dass man eine Statistik mit Vorsicht betrachten muss, wenn sie nach hinten noch keinen Trend aufzeigen kann.
Das stimmt. 2016 ist ja schon ein deutlicher Ausreißer.
Quadrophobia hat geschrieben:Ich behaupte aber auch mal, dass es keine Mehrheit gibt, die jetzt enorme Terrorangst schiebt. Die Urängste sitzen da glaube ich weitaus tiefer.
Das sehe ich anders. In meinem Umfeld empfinde ich diese Angst sehr viel deutlicher als noch vor zwei Jahren. Was aber auch vor allem ein mediales Phänomen/Problem ist und durch soziale Netzwerke im Gegensatz zu vor 10 Jahren deutlich unkontrollierbarer wird.

MetalFan94
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Re: Politik

Beitrag von MetalFan94 » Fr 23. Dez 2016, 19:19

lirumlarum hat geschrieben:Also in Bayern hatten wir in Englisch das Thema Irland und da ging es schon auch um die IRA. In Geschichte wurde nur die RAF thematisiert, aber nicht besonders ausführlich. Geschichtliche Ereignisse nach dem 2. Weltkrieg werden aber allgemein nur relativ kurz behandelt, war so mein Eindruck. (Ist ja auch logisch, dass ein Fach mit 2 Wochenstunden da nicht so tief ins Detail gehen kann)
Vor allem steht es im Prinzip nicht im Lehrplan.
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Re: Politik

Beitrag von Mastodoniel » Fr 23. Dez 2016, 19:27

Stebbie hat geschrieben:
Dass das die Wenigsten interessieren dürfte, ist leider ein weiterer Fakt.
Mittlerweile reagier ich echt fast schon allergisch auf Aussagen, die mit "das ist Fakt!" garniert werden. Woran machst du das fest? Das ist doch deinerseits eine Behauptung, die zwar immer gerne gebracht wird, aber auch total "hochgepusht" ist.
Natürlich ist die Aussage viel zu inflationär gebraucht, weshalb ich diese bewusst hier gewählt habe. Hat ja auf jeden Fall den gewünschten Effekt erzielt, dass sich jemand dran stört.

Du hast Recht, dass es im Grunde nur eine Behauptung ist. Dass diese mit großer Wahrscheinlichkeit richtig ist, kannst du nicht leugnen. Der Großteil der Gesellschaft will doch kompakt verpackte News, sensationell, mit tollen Bildchen, emotionsgeladen. Der Artikel hat viel Text und die Bilder zeigen vorwiegend Balkendiagramme. Sensationell ist da schon mal gar nichts dran. Sagen wir es mal ganz platt: In der Bild würde sowas nicht erscheinen.
glutexo2000 hat geschrieben:
Quadrophobia hat geschrieben:Ich behaupte aber auch mal, dass es keine Mehrheit gibt, die jetzt enorme Terrorangst schiebt. Die Urängste sitzen da glaube ich weitaus tiefer.
Das sehe ich anders. In meinem Umfeld empfinde ich diese Angst sehr viel deutlicher als noch vor zwei Jahren. Was aber auch vor allem ein mediales Phänomen/Problem ist und durch soziale Netzwerke im Gegensatz zu vor 10 Jahren deutlich unkontrollierbarer wird.
Das kann ich leider bestätigen. Da muss man eben gegen arbeiten und sich nicht anstecken lassen.

Blackstar
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Re: Politik

Beitrag von Blackstar » Do 5. Jan 2017, 22:50

Sonntagsfrage sieht die SPD bei 20%. Da geht noch was nach unten.

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NeonGolden
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Re: Politik

Beitrag von NeonGolden » Do 5. Jan 2017, 23:03

20% sind noch eine absolute Beleidigung an jeglicher Vorstellung von gesundem Volksgeist.

...wenn man das mal eben so salopp so nennen kann.

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Re: Politik

Beitrag von Blackstar » Do 5. Jan 2017, 23:23

Das mit dem Volksgeist war aber eine andere Partei. :wink:

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Quadrophobia
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Re: Politik

Beitrag von Quadrophobia » Do 5. Jan 2017, 23:27

Der einzig gute Volksgeist ist der der Friesen!

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Re: Politik

Beitrag von Declan_de_Barra » Mi 11. Jan 2017, 11:23

Das was in den USA passiert klingt nach einem ganz ganz miesen und unrealistischen Drehbuch für eine neue Netflix-Serie.

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Re: Politik

Beitrag von Engholm » Mi 11. Jan 2017, 12:18

es wird spannend, wenn er letztendlich im Amt ist und was dann alles passiert. Wird sicherlich eines Tages verfilmt :sadyes:

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Re: Politik

Beitrag von Blackstar » Mi 11. Jan 2017, 12:26

Engholm hat geschrieben:es wird spannend, wenn er letztendlich im Amt ist und was dann alles passiert. Wird sicherlich eines Tages verfilmt :sadyes:
Bekommt Guido Knops Hitler-TV mal neues Material. Als würde Erdowahn nicht reichen.

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Frahm
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Re: Politik

Beitrag von Frahm » Mi 11. Jan 2017, 18:05

MetalFan94 hat geschrieben:
lirumlarum hat geschrieben:Also in Bayern hatten wir in Englisch das Thema Irland und da ging es schon auch um die IRA. In Geschichte wurde nur die RAF thematisiert, aber nicht besonders ausführlich. Geschichtliche Ereignisse nach dem 2. Weltkrieg werden aber allgemein nur relativ kurz behandelt, war so mein Eindruck. (Ist ja auch logisch, dass ein Fach mit 2 Wochenstunden da nicht so tief ins Detail gehen kann)
Vor allem steht es im Prinzip nicht im Lehrplan.
Kommt drauf an. In der Oberstufe wird je nach Bundesland ein komplettes Semester für die Vergangenheitsbewältigung genutzt. Dort geht es extrem um die jeweiligen Phasen, die direkt nach dem Ende des 2. WKs, und später einsetzten (Entnazifizierung, Vergessen und Leugnung, Holocaust-Gedenktags-Einführung und und und).
Ein extrem wichtiges Thema.
Zu anderen geschichtlichen Ereignissen gab es wenig, sehe das aber auch als weniger relevant an.
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Re: Politik

Beitrag von Blackstar » Mi 11. Jan 2017, 18:07

Frahm hat geschrieben:
MetalFan94 hat geschrieben:
lirumlarum hat geschrieben:Also in Bayern hatten wir in Englisch das Thema Irland und da ging es schon auch um die IRA. In Geschichte wurde nur die RAF thematisiert, aber nicht besonders ausführlich. Geschichtliche Ereignisse nach dem 2. Weltkrieg werden aber allgemein nur relativ kurz behandelt, war so mein Eindruck. (Ist ja auch logisch, dass ein Fach mit 2 Wochenstunden da nicht so tief ins Detail gehen kann)
Vor allem steht es im Prinzip nicht im Lehrplan.
Kommt drauf an. In der Oberstufe wird je nach Bundesland ein komplettes Semester für die Vergangenheitsbewältigung genutzt. Dort geht es extrem um die jeweiligen Phasen, die direkt nach dem Ende des 2. WKs, und später einsetzten (Entnazifizierung, Vergessen und Leugnung, Holocaust-Gedenktags-Einführung und und und).
Ein extrem wichtiges Thema.
Zu anderen geschichtlichen Ereignissen gab es wenig, sehe das aber auch als weniger relevant an.
Mein mehrjähriger Geschichtsleistungskurs endete immer (wieder) im Jahr 1949.

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Re: Politik

Beitrag von Frahm » Mi 11. Jan 2017, 18:08

Blackstar hat geschrieben:
Frahm hat geschrieben:
MetalFan94 hat geschrieben: Vor allem steht es im Prinzip nicht im Lehrplan.
Kommt drauf an. In der Oberstufe wird je nach Bundesland ein komplettes Semester für die Vergangenheitsbewältigung genutzt. Dort geht es extrem um die jeweiligen Phasen, die direkt nach dem Ende des 2. WKs, und später einsetzten (Entnazifizierung, Vergessen und Leugnung, Holocaust-Gedenktags-Einführung und und und).
Ein extrem wichtiges Thema.
Zu anderen geschichtlichen Ereignissen gab es wenig, sehe das aber auch als weniger relevant an.
Mein mehrjähriger Geschichtsleistungskurs endete immer (wieder) im Jahr 1949.
Nun habe ich jedoch auch erst vor 2 Jahren Abitur gemacht. Der Lehrplan hat sich um einiges geändert. Ich hatte dies nur geschrieben, da MetalFan94 auch nicht wesentlich älter als ich ist.
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dattelpalme
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Re: Politik

Beitrag von dattelpalme » Fr 13. Jan 2017, 12:05

http://www.mdr.de/exakt/rechtsextremism ... n-100.html

wie halten es "normale" menschen im osten eigentlich aus?
ich war letztens in dessau auf der demo der initiative in gedenken an oury jalloh. daneben, dass da auf der demo selbst sehr viele krude leute mitgelaufen sind (sprüche wie "ensslin, meinhof, baader - das ist unser kader", palitücher, fragwürdige flugblätter und teilweise auch reden), ist mir in der kurzen zeit, die wir außerhalb der demo verbracht haben, so viel nazi-scheiße aufgefallen, was mir echt nochmal verdeutlicht hat, wie heftig die situation im osten sein muss. auf der toilette stand zum beispiel ein vielleicht 14-jähriges mädchen mit ihrer mutter hinter mir, die meinte: "jaja, die dunkelhäutigen wissen mal wieder nicht, dass man dafür zahlen muss", deren mutter ihr energisch beipflichtete, nachdem weiße demonstrant*innen unter die absperrung gekrochen waren...etliche typen mit diversen nazisymbolen im supermarkt. leute, die am rande der demo reinrufen: "habt ihr nix besseres zu tun?", irgendein afd-fritze aus sachsen-anhalt, der provozieren wollte. einzig die bullerei war auffällig deeskalativ, wahrscheinlich da mit so einer hohen teilnehmer*innenzahl nicht gerechnet wurde.
ähnliche beobachtungen hatte ich mal auf rügen gemacht und es erschüttert mich einfach extremst, vor allem, weil man selbst so hilflos ist bzw. nix tun kann.
:sad:

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Quadrophobia
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Re: Politik

Beitrag von Quadrophobia » Fr 13. Jan 2017, 12:39

dattelpalme hat geschrieben:http://www.mdr.de/exakt/rechtsextremism ... n-100.html

wie halten es "normale" menschen im osten eigentlich aus?
ich war letztens in dessau auf der demo der initiative in gedenken an oury jalloh. daneben, dass da auf der demo selbst sehr viele krude leute mitgelaufen sind (sprüche wie "ensslin, meinhof, baader - das ist unser kader", palitücher, fragwürdige flugblätter und teilweise auch reden), ist mir in der kurzen zeit, die wir außerhalb der demo verbracht haben, so viel nazi-scheiße aufgefallen, was mir echt nochmal verdeutlicht hat, wie heftig die situation im osten sein muss. auf der toilette stand zum beispiel ein vielleicht 14-jähriges mädchen mit ihrer mutter hinter mir, die meinte: "jaja, die dunkelhäutigen wissen mal wieder nicht, dass man dafür zahlen muss", deren mutter ihr energisch beipflichtete, nachdem weiße demonstrant*innen unter die absperrung gekrochen waren...etliche typen mit diversen nazisymbolen im supermarkt. leute, die am rande der demo reinrufen: "habt ihr nix besseres zu tun?", irgendein afd-fritze aus sachsen-anhalt, der provozieren wollte. einzig die bullerei war auffällig deeskalativ, wahrscheinlich da mit so einer hohen teilnehmer*innenzahl nicht gerechnet wurde.
ähnliche beobachtungen hatte ich mal auf rügen gemacht und es erschüttert mich einfach extremst, vor allem, weil man selbst so hilflos ist bzw. nix tun kann.
:sad:
Als ich mal beim Melt in Dessau einkaufen war, war vor dem Kaufland Center eine Demo gegen Chemtrails :sadno:

Blackstar
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Re: Politik

Beitrag von Blackstar » Fr 13. Jan 2017, 15:35

dattelpalme hat geschrieben:http://www.mdr.de/exakt/rechtsextremism ... n-100.html

wie halten es "normale" menschen im osten eigentlich aus?
ich war letztens in dessau auf der demo der initiative in gedenken an oury jalloh. daneben, dass da auf der demo selbst sehr viele krude leute mitgelaufen sind (sprüche wie "ensslin, meinhof, baader - das ist unser kader", palitücher, fragwürdige flugblätter und teilweise auch reden), ist mir in der kurzen zeit, die wir außerhalb der demo verbracht haben, so viel nazi-scheiße aufgefallen, was mir echt nochmal verdeutlicht hat, wie heftig die situation im osten sein muss. auf der toilette stand zum beispiel ein vielleicht 14-jähriges mädchen mit ihrer mutter hinter mir, die meinte: "jaja, die dunkelhäutigen wissen mal wieder nicht, dass man dafür zahlen muss", deren mutter ihr energisch beipflichtete, nachdem weiße demonstrant*innen unter die absperrung gekrochen waren...etliche typen mit diversen nazisymbolen im supermarkt. leute, die am rande der demo reinrufen: "habt ihr nix besseres zu tun?", irgendein afd-fritze aus sachsen-anhalt, der provozieren wollte. einzig die bullerei war auffällig deeskalativ, wahrscheinlich da mit so einer hohen teilnehmer*innenzahl nicht gerechnet wurde.
ähnliche beobachtungen hatte ich mal auf rügen gemacht und es erschüttert mich einfach extremst, vor allem, weil man selbst so hilflos ist bzw. nix tun kann.
:sad:
Ersetze "Osten" durch "abgehängte, ländliche Gebiete". Bis 18/19 hast du eigentlich einen recht angenehmen querschnitt durch die Normalbevölkerung auch in den Orten, die du hier ansprichst. Danach machen die Leute genau das, was ich auch getan habe: Sie hauen ab, wenn sie lesen und schreiben gelernt haben und kommen nur Weihnachten zurück. Zurück bleibt ein Mindestmaß an Struktur und ein breites Maß an Menschen, die nicht raus können oder wollen - die normale Bevölkerungstruktur kippt komplett weg. Deine Frage impliziert schon genau das Problem: Eben weil alle abhauen, verstärkt sich die Situation zusätzlich.

Das war übrigens schon immer* (*immer meint in dem Fall die knapp über 30 Jahre, die ich einschätzen kann) so, nur kommt das bedingt durch überregionale Medienmöglichkeiten jetzt erst durch.

Und du kennst doch den Spruch: "ja der Ronny, ach, der ist doch eigentlich ein ganz lieber, hilft auch immer bei diesem und jenem, ein Nazi ist der nicht, nur ein bisschen patriotisch - und immernich nich abgehauen, wie alle anderen" - Ronny ist ein kahlköpfiger Schrank, der komplett in Thor Steinar eingekleidet ist.

Dies als Kurzantwort.


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