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Politik

Von Spam bis Gott und die Welt
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NeonGolden
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Re: Politik

Beitrag von NeonGolden » Fr 11. Nov 2016, 16:56

Das bedeutet aber, dass entweder eben diese bösen Menschen früher Democrats gewählt haben oder andererseits die früheren Democratswähler nicht mehr zur Wahl gegangen bzw. Dritte gewählt haben. Inwiefern eignet sich das Wahlergebnis nun also dazu über die Wählerschaft zu urteilen?

Mal abgesehen davon, dass nicht viel dazu gefehlt hätte und "alles wäre gut gewesen". Und das wäre meiner Meinung nach ein fast noch schlimmeres Wahlergebnis gewesen.

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slowdive
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Re: Politik

Beitrag von slowdive » Fr 11. Nov 2016, 16:58

Quadrophobia hat geschrieben:Das Kapital ist mir zu dröge. Man könnte sagen ich Marx nicht so. :mrgreen:

Spaß beiseite. Ich glaube auch nicht, dass sich alle Beteiligten einer Wahl jedes -ismus bewusst sind. Aber wenn wir vom Zünglein an der Waage sprechen, sprechen wir doch gerade von den bisher Democrat wählenden Menschen im Rust Belt. Die Mehrheit davon schätze ich schon als ausreichend reflektiert ein, um zu erkennen, dass Trump wählen bedeutet, Rassismus zu wählen. Dass es für sie evtl. wichtigere Gründe gab ihn zu wählen ist mir klar, aber sich auf diese Abwägung einzulassen ist ja Teil des Problems.
da muss ich dann mal fragen, warum die bisher die demokraten gewählt haben? ich möchten jetzt möchte nicht sagen, dass die republikaner eine rassistische partei wäre, aber mit einem deartigen weltbild müsste man sich dort doch eigentlich wohler fühlen, oder? liegt das im zweifel nicht eher an der tiefen entäuschung über die eigene partei/kandidatin?

und nein, das sind keine rhetorische fragen.

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Declan_de_Barra
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Re: Politik

Beitrag von Declan_de_Barra » Fr 11. Nov 2016, 17:08

Es liegt eindeutig an Enttäuschung in die Partei und die Kandidaten. Deshalb kann ich auch nicht ganz nachvollziehen, warum die "Linken" nun daran schuld sein sollen.

Und das mit Thomas fand ich nur witzig, nix weiter.

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ThomZorke
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Re: Politik

Beitrag von ThomZorke » Fr 11. Nov 2016, 17:10

Declan_de_Barra hat geschrieben:
ThomZorke hat geschrieben:
slowdive hat geschrieben: chapeau! besonders für die zweite hälfte.
Auch gerade gesehen. Ich war baff, denn mehr gibt es zu dem Thema wirklich nicht zu sagen. Den Nagel sowas von auf den Kopf getroffen.
Moment. Wie kann man denn ein Video dessen Grundaussage es ist, dass nicht mehr debattiert bzw. gesprochen wird und Meinungen nicht toleriert werden, mit diesem Satz zusammenfassen?

Ansonsten finde ich das ziemlich schwach und bin da eher bei Robin.
Das mir daraus ein Strick gedreht wird, war mir klar. Ich meinte damit nicht, dass sämtliche Diskussionen zum Thema Trump beendet sind, sondern bezog das darauf, dass er das Problem der Diskussionen wirklich brilliant getroffen hat. Er trifft bei mir einen Nerv, da ich als Linksorientierter extrem frustriert bin, was in dem politischen Spektrum gerade alles abläuft und wie, aus meiner Erfahrung, wirklich jede Diskussion im Keim erstickt wird. Das mag an meinem Freundeskreis liegen, aber wenn ich mir die sozialen Medien anschaue, scheint es sich nicht nur auf den zu beziehen. Ich sehe einfach keine existierende Diskussionskultur und das halte ich für äußerst beängstigend.

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slowdive
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Re: Politik

Beitrag von slowdive » Fr 11. Nov 2016, 17:46

Declan_de_Barra hat geschrieben:Es liegt eindeutig an Enttäuschung in die Partei und die Kandidaten. Deshalb kann ich auch nicht ganz nachvollziehen, warum die "Linken" nun daran schuld sein sollen.
kann schon sein, dass er den zusammenhang da überschätzt. aber ist doch gar nicht so wichtig für das, was hier diskutiert wird?

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Stebbie
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Re: Politik

Beitrag von Stebbie » Fr 11. Nov 2016, 23:52

ThomZorke hat geschrieben: [...] aber wenn ich mir die sozialen Medien anschaue, scheint es sich nicht nur auf den zu beziehen. Ich sehe einfach keine existierende Diskussionskultur und das halte ich für äußerst beängstigend.
Vor einigen Wochen - ich weiß nicht mehr genau wann, aber es dürfte nach den letzten Landtagswahlen gewesen sein - äußerte ich ja schon einmal meinen Frust darüber, dass es für viele Menschen wohl damit getan ist, wenn man immer wieder dieselben Ruthe-Comics oder Sprüche von Marc-Uwe Kling postet, anstatt auch mal selber aktiv zu werden. Von daher volle Zustimmung diesbezüglich. Aber warum ist das so? Einerseits vermute ich, dass es vielen Menschen einfach zu müßig ist, mit irgendwelchen Leuten über gesellschaftliche oder politische Themen zu debattieren. Viel schlimmer finde ich aber etwas anderes: Ich glaube, dass viele Menschen, die sich selber als mittig oder linksorientiert einstufen würden, gar nicht in der Lage sind, ihre Positionen plausibel zu erörtern. Fehlende Debattenkultur ist somit gar nicht mal unbedingt nur auf "Gemütlichkeit" zu schieben, sondern auch auf Unfähigkeit. Wer selber von seinem Argument oder von seiner Position überzeugt ist, der wird auch weniger dazu neigen, eine Diskussion zu scheuen und greift auch weniger auf die Platitüden in solch einer Situation zurück (und vor denen triefen Debatten von allen Seiten)

Tatsächlich stelle ich das auch bei mir immer wieder fest, dass ich von etwas überzeugt bin oder eine Position vertrete, ohne sie wirklich konkret argumentativ begründen zu können. Vielleicht habe ich da auch andere Maßstäbe als manch anderer, aber ich finde es teilweise erschreckend, dass ich bei manchen Vorwürfen nicht etwas fundiertes Antworten, was ich nicht auf irgendwelchen Blogs oder Portalen gelesen habe, über deren Kredibilität oder Fundiertheit ich kaum etwas sagen kann (und somit egtl. auf eine Außenstelle der YouTube-University zurückgreife).

Und diese Uninformiertheit, gepaart mit den Platitüden und pers. Angriffen, macht es den Rechten dann auch sehr einfach, darauf zu reagieren.

Damit gehe ich aber auch fast schon in dieselbe Falle wie der Herr aus dem Video, das einerseits etwas müssig ist, aber zugleich auch eine ganz positive Facette ist: Der Drang der "Linken" das schlechte der Welt durch eigene Versäumnisse zu erklären.

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NeonGolden
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Re: Politik

Beitrag von NeonGolden » Sa 12. Nov 2016, 13:07

Stebbie hat geschrieben:Damit gehe ich aber auch fast schon in dieselbe Falle wie der Herr aus dem Video, das einerseits etwas müssig ist, aber zugleich auch eine ganz positive Facette ist: Der Drang der "Linken" das schlechte der Welt durch eigene Versäumnisse zu erklären.
Tut er das denn wirklich? Vordergründig geht es ihm doch darum, dass erstens einem Trump kein fähiger Gegner gestellt wurde und zweitens die Kraft hinter Trump abgetan und totgeschwiegen wurde.
Genau das was du sagst skizziert er ja als Fehler an, denn das würde ja bedeuten, dass alle anderen unmündig sind. Und auch das prangert er an.

Man darf aber auch nicht vergessen dass dies eine satirisch angehauchte Spontanreaktion auf ein hochkomplexes Ereignis und keine politikwissenschaftliche Arbeit ist. Der Mann hat gar nicht den Anspruch die Welt zu erklären sondern bringt lediglich seinen inneren What The fuck-Moment zum Ausdruck, den ich angesichts der Reaktionen aus dem "linken" Lager absolut teile.

In den Kommentarspalten der Facebookseiten von SZ und NZZ werden derweil übrigens reihenweise Leute als Faschisten und Rechte bezeichnet, die nicht auf den "Peitscht Clinton auch jetzt noch mit aller Macht ins Amt"-Zug aufspringen. Ich finde das tatsächlich mittlerweile ähnlich beschämend wie Trumps Verhalten.

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Re: Politik

Beitrag von dattelpalme » Sa 12. Nov 2016, 14:03

Quadrophobia hat geschrieben:Aber um das nachzuholen. Facebook schert sich in der Tat einen Scheiß um Hate Speech.
einerseits ja. andererseits ist es ja nicht so, dass facebook nix löschen würde. so wurde letztens eine reportage von leftvision über die argentinischen proteste mit 70.000 frauen* für ein ende der gewalt und der morde gegen/an frauen gelöscht, da sie dort teilweise oberkörperfrei demonstrierten.
die ermittlungen gegen zuckerberg laufen auch nicht willkürlich und ich bin schon der meinung, dass facebook eine gewisse ideologische schiene fährt, und das finde ich schon heftig, wenn man bedenkt, was fb für einen stellenwert hat.

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Stebbie
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Re: Politik

Beitrag von Stebbie » Sa 12. Nov 2016, 14:25

NeonGolden hat geschrieben:
Stebbie hat geschrieben:Damit gehe ich aber auch fast schon in dieselbe Falle wie der Herr aus dem Video, das einerseits etwas müssig ist, aber zugleich auch eine ganz positive Facette ist: Der Drang der "Linken" das schlechte der Welt durch eigene Versäumnisse zu erklären.
Tut er das denn wirklich? Vordergründig geht es ihm doch darum, dass erstens einem Trump kein fähiger Gegner gestellt wurde und zweitens die Kraft hinter Trump abgetan und totgeschwiegen wurde.
Genau das was du sagst skizziert er ja als Fehler an, denn das würde ja bedeuten, dass alle anderen unmündig sind. Und auch das prangert er an.

Man darf aber auch nicht vergessen dass dies eine satirisch angehauchte Spontanreaktion auf ein hochkomplexes Ereignis und keine politikwissenschaftliche Arbeit ist. Der Mann hat gar nicht den Anspruch die Welt zu erklären sondern bringt lediglich seinen inneren What The fuck-Moment zum Ausdruck, den ich angesichts der Reaktionen aus dem "linken" Lager absolut teile.

In den Kommentarspalten der Facebookseiten von SZ und NZZ werden derweil übrigens reihenweise Leute als Faschisten und Rechte bezeichnet, die nicht auf den "Peitscht Clinton auch jetzt noch mit aller Macht ins Amt"-Zug aufspringen. Ich finde das tatsächlich mittlerweile ähnlich beschämend wie Trumps Verhalten.

Zunächst zum letzten: Absolut, unterschreibe ich sofort. Ich schrieb ja auch, dass das Debattierverhalten des bürgerlich, linken oder liberalen Lagers oftmals nicht wesentlich besser ist, wobei ich vermute, dass man allzu gerne auf diese Begriffe zurückgreift, weil man häufig gar nicht mehr weiß, was man darauf nun fundiert antworten soll.

Zum ersten: Ich werde mir das Video später noch einmal anschauen, allerdings war der Unterton, den ich raushörte, ganz klar der, dass die linken es versäumt haben zu debattieren, zu diskutieren, oder gar zuzuhören - als sei es nun kein Wunder, dass sie nun einem wie Trump folgen. Dabei darf man nicht vergessen, dass es viele derjenigen, die nun in voller Vorfreude ihr neues "conservative white America" begrüßen gewesen sind, die sich lange geweigert haben zu debattieren und den Argumenten all der Positionen, die nun in der Mitte verankert sind, kein Gehör schenkten.* Es wäre jetzt fatal sich bei vielen der Dinge, die hart erkämpft wurden, nun ergebnisoffen zu zeigen, nur weil ein Teil der Bevölkerung, der sich abgehängt fühlt, mit ihnen Probleme hat. Wobei ich nach wie vor nicht glaube, dass es Trumps extreme Positionen waren, die ihm den Sieg brachten, sondern (neben seiner Status als Nicht-Politiker) die zu starke Fixiertheit der Demokraten auf die sog. neuen Wählerschichten.

Ich würde einer Sache übrigens widersprechen und würde nicht soweit gehen und Clinton die Befähigung absprechen. Ich glaube, dass sie im Gegenteil äußerst befähigt ist, das aber für Ablehnung gesorgt hat - gerade wenn "Washington" ohnehin im Fokus der Kritik steht. Ihrer ganzen Kampagne fehlte letzten Endes die Botschaft und die Seele, das nahbare.

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Stebbie
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Re: Politik

Beitrag von Stebbie » Mo 14. Nov 2016, 10:13

Union und SPD einigen sich auf Steinmeier als gemeinsamen Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten. Sicherlich keiner, der trotz allgemein guter Beliebtheitswerte für große Euphorie sorgen wird und jemand, der als Außenpolitiker und Kanzleramtschef natürlich auch eine Vergangenheit hat, die diskutiert wird (Kurnaz). Befähigt dürfte er jedoch sein, auch wenn ich mir persönlich jemanden von "außerhalb" gewünscht hätte, der nicht jahrelang in Regierungsgeschäften involviert war.

Suitemeister
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Re: Politik

Beitrag von Suitemeister » Mo 14. Nov 2016, 10:27

Stebbie hat geschrieben:Union und SPD einigen sich auf Steinmeier als gemeinsamen Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten. Sicherlich keiner, der trotz allgemein guter Beliebtheitswerte für große Euphorie sorgen wird und jemand, der als Außenpolitiker und Kanzleramtschef natürlich auch eine Vergangenheit hat, die diskutiert wird (Kurnaz). Befähigt dürfte er jedoch sein, auch wenn ich mir persönlich jemanden von "außerhalb" gewünscht hätte, der nicht jahrelang in Regierungsgeschäften involviert war.
läuft für angie. wenn einer aus dem scherbenhaufen SPD merkel hätte gefährlich werden können, dann steinmeier. der rest ist doch ein trauerspiel. den einzigen potentiellen gefährder der wiederwahl dann ins schloss bellevue wegzuloben...hut ab for so viel machtpolitischem kalkül. :D

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SammyJankis
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Re: Politik

Beitrag von SammyJankis » Mo 14. Nov 2016, 10:31

Stimme zu, wenn man sich die Beliebtheitswerte der Politiker anschaut, ist Steinmeier immer vorne dabei (Okay, Herr Schäuble auch :lolol:). Und Erfahrung wird man ihm auch nicht absprechen können. Sehr kluger Zug.
Mit Gabriel wird das doch absolut nichts für die SPD.
I'm sorry but I haven't been the same
since I've seen the Needle in his Vein.

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Re: Politik

Beitrag von Stebbie » Mo 14. Nov 2016, 10:31

Kann man reininterpretieren, glaube ich aber nicht. Beliebtheitswerte hin oder her, aber diese Überlegung ist hypothetisch und das weiß man auch in der Union. Für die SPD wird 2017 kein Weg an Gabriel vorbeiführen, alleine weil er es sich nicht wird leisten können, nicht an vorderster Front als Kandidat ins Rennen zu gehen.

Blackstar
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Re: Politik

Beitrag von Blackstar » Mo 14. Nov 2016, 14:18

Suitemeister hat geschrieben:
Stebbie hat geschrieben:Union und SPD einigen sich auf Steinmeier als gemeinsamen Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten. Sicherlich keiner, der trotz allgemein guter Beliebtheitswerte für große Euphorie sorgen wird und jemand, der als Außenpolitiker und Kanzleramtschef natürlich auch eine Vergangenheit hat, die diskutiert wird (Kurnaz). Befähigt dürfte er jedoch sein, auch wenn ich mir persönlich jemanden von "außerhalb" gewünscht hätte, der nicht jahrelang in Regierungsgeschäften involviert war.
läuft für angie. wenn einer aus dem scherbenhaufen SPD merkel hätte gefährlich werden können, dann steinmeier. der rest ist doch ein trauerspiel. den einzigen potentiellen gefährder der wiederwahl dann ins schloss bellevue wegzuloben...hut ab for so viel machtpolitischem kalkül. :D
Absolut meine Gedanken.

Und Stebbie: Niemand interessiert sich für Kurnaz. Davon wissen 90 % der Bevölkerung nicht und von den restlichen 10% ist es für nahezu alle kalter Kaffee von gestern.

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Göppel
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Re: Politik

Beitrag von Göppel » Mo 14. Nov 2016, 14:45

Klar ist Steinmeier (vielleicht zusammen mit Martin Schulz) der aussichtsreichste Kanzlerkandidat für die SPD, aber dennoch ja absolut kein aussichtsreicher Kandidat. Bei seiner Kandidatur 2009 hat er ja auch nicht besonders erfolgreich abgeschnitten. Im Endeffekt ist es doch ziemlich egal wer auf Seiten der SPD gegen Merkel antritt. Wer Kanzlerkandidat der SPD wird ist doch erst relevant, wenn rot-rot-grün im Vorfeld der Wahl als realistische Option angekündigt wird. Bis dahin beeinflusst ein_e Kanzlerkandidat_in der SPD maximal ein paar wenige Prozentpunkte des Wahlergebnisses.
Wir wollen die Freiheit der Welt und Straßen aus Zucker

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roxar
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Re: Politik

Beitrag von roxar » Mo 14. Nov 2016, 19:49

Steinmeier ist ne absolute Katastrophe in dem Amt. Menschen in Foltergefängnisse stecken lassen, über die Geschehnisse anschließend lügen, und dann noch lautstark kund tun, dass er es genauso wieder tun würde. Dem Mann gehen grundlegende Menschenrechte (UN-Antifolterkonvention) am Allerwertesten vorbei. Und zudem ist Steinmeier mit seiner Unterzeichnung des "Memorandum of Understanding" für die gesamte NSA-Überwachung in Deutschland verantwortlich.
:poo: :poo: :poo:

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Stebbie
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Re: Politik

Beitrag von Stebbie » Mi 16. Nov 2016, 22:32

Nur noch mal als Nachklapp:
simulcara hat geschrieben:das lässt sich auf evtl. auf den Grad sozialer Erwünschtheit von Antworten zurückführen und könnte über zusätzliche psychologische Fragen über die Ehrlichkeit des Befragten zumindest etwas besser erfasst werden.
Natürlich steigt damit die Komplexität des Modells, aber wenn sich die Demoskopen nicht mehr darauf verlassen können, dass die Befragten auch ihre Ansichten ehrlich antworten.
Es gibt dazu übrigens auch Untersuchungen. Wenn die soziale Kontrolle einer Wahläußerung zutreffen würde, dann müsste egtl. zu beobachten sein, dass...

a) die Polls am ehesten in den Staaten daneben lagen, wo die Demokraten stark sind
b) wo mehr College Degrees vorhanden sind (da diese eher dazu neigen)
c) bei automatisierten Wahlbefragungen die Ergebnisse höher sind, da hier die soziale Kontrolle entfällt

tatsächlich zeigen die Daten, dass die Modelle eher in tiefroten Staaten und bei den demokratischen Staaten mit einem geringeren Anteil von Hochschulabschlüssen vorlagen, während die Unterschiede zwischen einer persönlichen und automatisierten Befragung vor Wahltag bei rund 1-2% lagen, also ziemlich unsignifikant sind.

Blackstar
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Re: Politik

Beitrag von Blackstar » Fr 18. Nov 2016, 15:16


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Re: Politik

Beitrag von Engholm » So 20. Nov 2016, 14:12

BTW 2017: Merkel tritt wieder an, die SPD schicken vermutlich Gabriel ins Rennen. Da der Kotelett-Deutsche politisch eigentlich nicht wirklich Interesse hat, sich aber gerne von populistischen "Merkel muss weg" -Parolen leiten lässt und nach Sympathie wählt bzw. aus Antipathie "die da oben" abstrafen will, wird es vermutlich auf Bundesebene > 20% AfD Zuwachs geben

Ich prophezeie eine Schwarz-Rot-Gelb-Grüne Koalition, um eine Mehrheit gegenüber der AfD zu erreichen :clown:
Auch wenn es eigentlich aus politischer Sicht quatsch ist, täte es evtl. den etablierten Parteien gut, Kandidaten ins Rennen zu schicken, mit denen man zumindest auf Sympathie-Ebene punkten kann.

</polemik>

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Re: Politik

Beitrag von Blackstar » So 20. Nov 2016, 15:44

Gut, in der CDU hast du niemanden geeigneteres. In der SPD seh ich zwei Kandidaten - einer wird gerade Präsident und der zweite, Schulz, darf nicht.

Mit Sigi wird das eine sichere 15%-Nummer, gerade mit der RRG-Option im Hinterkopf der Bürger.

Das wird übrigens auch dafür sorgen, dass die FDP wieder an den 10% kratzt.

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Ruby
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Re: Politik

Beitrag von Ruby » So 20. Nov 2016, 16:12

Engholm hat geschrieben:BTW 2017: Merkel tritt wieder an, die SPD schicken vermutlich Gabriel ins Rennen.
Die SPD will wohl noch mehr Stimmen verlieren?
Motel, money, murder, madness
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Re: Politik

Beitrag von Blackstar » So 4. Dez 2016, 10:48

Der Artikel wird ja gerade wie ein Lauffeuer im Facebook geteilt.

https://www.dasmagazin.ch/2016/12/03/ic ... ombe-gibt/

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Stebbie
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Re: Politik

Beitrag von Stebbie » So 4. Dez 2016, 12:27

Entgegen den Hochrechnungen aller führenden Statistiker ist Donald J. Trump gewählt worden.
... was auch weiterhin nicht stimmt.

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Mastodoniel
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Re: Politik

Beitrag von Mastodoniel » So 4. Dez 2016, 14:48

Blackstar hat geschrieben:Der Artikel wird ja gerade wie ein Lauffeuer im Facebook geteilt.

https://www.dasmagazin.ch/2016/12/03/ic ... ombe-gibt/
Interessant und unheimlich.

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Rowanism
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Re: Politik

Beitrag von Rowanism » So 4. Dez 2016, 17:56

Österreich hat da ja gerade noch den Kopf aus der Schlinge gezogen. Mein Ösi-Kumpel war eben aber eher pessimistisch, was die Verhinderung eines Kanzlers Strache im nächsten Jahr anbelangt.


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